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Der Christentum-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 218 Zeilen
- . * Titelsong: Checker Tobi *
- ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi!
- ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
- ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Untertitelung: BR 2023
- Hallo, Leute. Ich bin in einer katholischen Kirche
- mit den beiden hier. Das ist Richard, der ist Priester. - Hi.
- Und das ist Pia, die ist Ministrantin. Hallo.
- Gemeinsam wollen wir den Gottesdienst hier vorbereiten. Dafür braucht man das und auch das.
- Was ist das? Das ist der Kelch für den Wein und die Schale mit Brot.
- Nicht jetzt. Das ist für den Gottesdienst, den wir vorbereiten.
- Jetzt. Wir sollten uns beeilen, der beginnt ja gleich.
- Dann los. Und ihr wisst jetzt auch: Heute geht's ums Christentum.
- Was kann ich denn tun? Weltweit gibt es viele verschiedene Religionen.
- Zum Beispiel das Judentum, den Islam und das Christentum. Diese drei Religionen sind eng miteinander verwandt,
- denn aus dem Judentum entstand irgendwann das Christentum und später der Islam.
- Eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie alle glauben an einen Gott und daran,
- dass er die Welt erschaffen hat. Das Christentum ist die Religion
- mit den meisten Anhängerinnen und Anhängern. Weltweit gibt es mehr als 2 Milliarden Gläubige.
- Sie gehören unterschiedlichen christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften an. Man sagt dazu auch Konfessionen.
- Die drei größten Konfessionen sind: Die katholische Kirche. Sie haben einen Chef, den Papst in Rom.
- Die protestantische Kirche, manche sagen auch evangelische Kirche dazu.
- Und die christlich-orthodoxe Kirche. Man nennt sie auch Ostkirche,
- weil sie vor allem in Russland und Osteuropa verbreitet ist. In Deutschland ist etwa die Hälfte aller Menschen Christ oder Christin,
- und die meisten Feiertage sind christliche Feste, zum Beispiel Ostern oder auch Weihnachten.
- Ihr merkt also schon, beim Christentum gibt's richtig viel zu entdecken.
- Also seid ihr alle bereit? Hier kommt: Und jetzt, die Checkerfragen:
- Das checke ich für euch. Los geht's bei der katholischen Pfarrjugend
- in Königsbrunn bei Augsburg. Hallo. - Hi.
- Da treffe ich jetzt: Die Pfarrjugend trifft sich regelmäßig
- und engagiert sich in der katholischen Kirche so wie heute. Sie basteln etwas für den morgigen Gottesdienst,
- das Thema: "Was ist Glaube?" Ich bin gespannt, was für sie Glaube ist.
- Es ist ja gar nicht so einfach, darüber zu sprechen. Dann erklärt mir, was der Glaube an Gott für euch bedeutet.
- Was heißt das für dich? - Gott ist einfach so mega. Egal, was du hast, du kannst ihm von einem tollen Tag erzählen.
- Du kannst ihm auch von einem blöden Tag erzählen und er hört dir zu. Der Glaube für mich und viele andere ist immer da.
- Wenn man aufsteht, wenn man sich die Zähne putzt, wenn man frühstückt, wenn man in die Schule geht oder in die Uni.
- Da muss man nicht in die Kirche gehen. Gott ist immer da. Natürlich ist die Vorstellung ein bisschen komisch:
- Gott, so als Freund. Es ist nicht so einfach, sich Gott vorzustellen,
- wir können ihn ja nicht sehen. Wenn wir mit ihm beten, hört er uns zu,
- aber wir können nicht davon ausgehen, dass der all unsere Wünsche erfüllt.
- Er ist ja schließlich kein Flaschengeist. Das mit Gott und dem Glauben finde ich echt spannend,
- denn für jeden bedeutet es was anderes. Eins aber ist für die allermeisten Christen wichtig:
- Das Sprechen mit Gott. Jeremias, kannst du mal erzählen, wie du mit Gott redest?
- Wie betest du? Als Erstes suche ich mir was zum Hinsetzen, z.B. diese Bank.
- Da setze ich mich hin. Dann mache ich ein Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
- Dann mache ich die Augen zu und falte die Hände so wie das alle schon kennen.
- Dann die Augen zumachen und dann kann ich einfach beten. D.h., ich kann einfach mit Gott reden.
- Ich kann mit ihm sprechen über das, was ich mir wünsche, oder auch einfach meine Sorgen loswerden.
- Man kann sich das auch nur denken, man muss das nicht aussprechen. Gott hört das auch.
- Hast du schon mal eine Antwort bekommen? Du sprichst ja mit Gott, stellst ja auch Fragen und bittest um Dinge.
- So richtig jetzt nicht. Aber wenn man zum Beispiel eine Klausur in der Schule schreibt,
- und man hat voll Angst davor und die Freunde beruhigen einen, dann denke ich mir, vielleicht ist Gott dahinter
- und sagt denen, sie sollen mich beruhigen. Meiner Meinung nach ist es okay, wenn man sagt,
- dass es nicht Gott war, sondern Zufall. Für mich persönlich sage ich aber, das war eine Aktion von Gott.
- Was ich toll finde: An Gott zu glauben
- scheint für alle hier aber was richtig Schönes zu sein, eine Art Klebstoff,
- der alle Christen miteinander verbindet. Höchste Zeit, dass wir auch unsere Kartons miteinander verbinden.
- Für euch gibt's in der Zwischenzeit die Mitmachfrage: Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt.
- Die Lösung gibt's zum Schluss. Ich finde, es ist richtig schön geworden.
- Es ist mega. - Euch schon mal vielen Dank. Vielen Dank, dass ihr mir das alles so erzählt habt.
- Wir sehen uns im Gottesdienst morgen wieder? Jawohl. - Top.
- Und wir reden über was Wichtiges, was zum Christentum dazugehört. Genau, über Jesus.
- Wir reden über Jesus in der ersten Checkerfrage: Christinnen und Christen glauben,
- dass Gott Jesus auf die Erde geschickt hat. Und zwar mit dem Auftrag,
- den Menschen von Gott und seiner Liebe zu erzählen. Ein paar Sachen über Jesus weiß ich auch.
- Wir können ja mal versuchen, mit deiner Hilfe zu erzählen, wer Jesus eigentlich war.
- Ja. - Fang doch du an. Okay, Forscher haben herausgefunden, dass Jesus tatsächlich gelebt hat.
- Man hat das herausgefunden, weil es Notizen und Texte über Jesus gibt. Z.B. weiß man, dass Jesus Jude war.
- Er hat vor ca. 2000 Jahren im heutigen Israel und Palästina gelebt.
- Es steht auch drin, dass er eine Art Religionslehrer war und so die Menschen begeistert hat.
- Dann wurde er zum Tode verurteilt und ist am Kreuz gestorben. Deshalb ist auch das Kreuz für euch Christen so wichtig, richtig?
- Wie Jesus ausgesehen hat, das weiß man nicht genau, ne? Ne. - Er wird häufig so dargestellt:
- Als weißer Mann, mittelgroß, lange Haare ... ... nicht so lang. Der ist besser.
- Aber ich glaube, das ist so, weil sich Menschen Jesus so vorstellen, wie sie selber sind,
- um zu zeigen, er ist einer von uns. Das heißt umgekehrt aber auch, Jesus könnte ganz anders ausgesehen haben.
- Auf jeden Fall. - So zum Beispiel. Oder so.
- Ich glaube nicht, dass er vor 2000 Jahren so ausgesehen hat. Ja okay, so vielleicht nicht.
- Aber nachdem er gestorben ist, haben seine Freunde Geschichten über ihn aufgeschrieben.
- Diese Geschichten stehen dann in der Bibel. Die Bibel ist die Heilige Schrift von euch Christen.
- Da steht drin, dass er als Wanderprediger unterwegs war, dass er ganz viele Menschen getroffen hat
- und denen erzählt hat, dass Gott sie liebt und dass sich die Menschen auch untereinander lieb haben sollen.
- Die Mächtigen im Land fanden das gar nicht toll und haben sich von seinen Anhängern, den Jüngern, bedroht gefühlt.
- deswegen wollten sie, dass er stirbt. Am Abend vor seinem Tod
- haben Jesus und seine Jünger noch mal zu Abend gegessen, haben Brot und Wein geteilt. Das nennt man: das letzte Abendmahl.
- Kurz darauf ist Jesus dann gestorben. Aber er ist laut seinen Anhängern nach drei Tagen wieder auferstanden,
- ist in den Himmel aufgefahren und sitzt seitdem neben Gott. Seine Freunde haben die Geschichten und seine Taten
- allen Menschen erzählt, sogar über die Landesgrenzen hinaus. So haben sich immer mehr Menschen der Jesus-Bewegung angeschlossen.
- Nach Jahrhunderten ist so das Christentum entstanden. Vielen Dank, Pia, jetzt habe ich noch mal richtig viel kapiert.
- Jesus hat vor etwa 2000 Jahren gelebt. Er hat den Menschen gezeigt,
- wie wichtig Liebe und Freundlichkeit sind. Beten und an Gott glauben, das können Christen überall.
- Viele gehen dafür aber in die Kirche, in das Gotteshaus der Christen.
- In Deutschland gibt es rund 45.000 Kirchen, katholische und evangelische.
- Ich guck mir jetzt die katholische Kirche Maria unterm Kreuz in Königsbrunn an,
- und zwar zusammen mit Priester Richard. Guckt mal, wie schön diese Kirche aussieht.
- Ich mag auch den Klang in so einer Kirche so gerne. Dieses "Hallo". * Es hallt in der Kirche. *
- Das Echo. - Echo. Hier ist quasi dein Arbeitsplatz als Priester?
- Kann man so sagen. Was ist als Priester deine Aufgabe in einer Kirche und Gemeinde?
- Ich feiere Gottesdienste mit den Menschen, die zu uns in die Gemeinde kommen. - Du leitest die?
- Ja, das tue ich. Das ist ein ganz wichtiger Teil für mich,
- aber auch einfach da zu sein für die Leute, auch als Ansprechpartner, dass Menschen kommen können, auch die, denen es gerade nicht gut geht,
- die eine Frage oder ein Problem haben. Du bist immer für jeden da mit einem offenen Ohr?
- Ich versuch's. - Das ist viel Arbeit, oder? Ja, schon.
- Der große Tisch hier ist der Altar. Von hier aus leitet Richard die Gottesdienste.
- Dabei wird gesungen, gebetet und ... ... wir feiern Eucharistie. - Was ist das?
- Du kennst wahrscheinlich das letzte Abendmahl. Jesus hat Brot und Wein den Jüngern gereicht.
- Wir feiern auch Abendmahl, Eucharistie, und glauben und feiern,
- dass Jesus im Brot und im Wein ganz nah bei uns ist und zu uns kommt. In den katholischen Gottesdiensten verteilt Richard deswegen
- Wein an die Erwachsenen und ganz einfaches Brot. Darf ich das mal probieren? - Das kannst du probieren.
- Man sagt dazu auch: Oblaten. Ganz einfacher Geschmack. - Ja, schmeckt aber gut.
- Erinnert ein bisschen an eine Eiswaffel, finde ich. Ja, Mehl, Wasser, mehr ist nicht drin.
- Beim Gottesdienst liest Richard auch aus der Bibel vor. Da steht das Wichtigste über den christlichen Glauben drin.
- Was genau, das kläre ich jetzt, Checkerfrage: Vor der Kirche bauen wir uns dafür ein Bibel-Bücherregal auf.
- Die Bibel ist nämlich nicht ein Buch, sondern ein Buch, das aus vielen einzelnen Büchern besteht.
- Und es ist in zwei große Teile geteilt: In das Alte Testament,
- da stehen Geschichten über Gott und die Menschen drin. Und in das Neue Testament,
- darin geht's um Jesus, um sein Leben und seine Taten. Wenn ich dich abfragen würde, die ersten paar Sätze aus der Bibel,
- kannst du die auswendig sagen? - Die müsste ich hinkriegen. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
- Die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist ... - ... schwebte über dem Wasser.
- Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Das stimmt alles.
- Und er sah, dass das Licht gut war. Richtig gut.
- Warum ist die Bibel eigentlich so wichtig für euch Christen? Die Bibel ist wie eine Entdeckungsreise.
- In der Bibel stehen viele Geschichten über Gott, die uns erzählen, wer ist Gott? Was hat Gott alles gemacht?
- Dort wird erklärt, wie Menschen miteinander leben können. Man könnte sagen, die Bibel ist eine Art Bedienungsanleitung:
- Wie kann man ein guter Mensch sein und ein gutes, friedliches, glückliches und gläubiges Leben leben?
- Aber es gibt Regeln. Am bekanntesten sind die 10 Gebote.
- Die 10 Gebote stehen im Alten Testament und sind ziemlich gute Regeln.
- Zum Beispiel: Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht lügen,
- du sollst deine Eltern ehren. Oder auch: Du sollst nicht töten.
- Diese Gebote gelten für Christen heute noch, ebenso für die Juden und Muslime.
- Und auch viele Menschen, die nicht glauben oder einer Religion angehören,
- finden die Regeln gut und sinnvoll und halten sie ein. Im Neuen Testament
- stehen viele Geschichten von Jesus und seinem Leben. In denen geht's auch oft um einen guten Umgang miteinander.
- Eine der Geschichten geht so: Also, Zachäus ist in der Gesellschaft ein Außenseiter,
- der ist ausgestoßen, der gehört nicht dazu. Er will trotzdem Jesus einmal treffen.
- Jesus kommt in ein Dorf, und Zachäus hat sich gedacht, ich klettere auf den Baum,
- da kann ich Jesus sehen und bin versteckt und die Leute sehen mich nicht.
- Jesus kommt an diesem Baum vorbei, hält da an, blickt hoch und sagt: "Zachäus, heute möchte ich bei dir zu Gast sein."
- "Also, bei dir möchte ich heute Abend ein Fest feiern." Die Leute regen sich riesig drüber auf:
- Wie kann er mit diesem Zachäus, der doch gar nicht dazugehört, heute ein Fest feiern?
- Finde ich spannend. Das ist eine Geschichte,
- die könnte heute in jeder Klasse stattfinden. Da gibt es auch Leute, die nicht dazugehören,
- vielleicht sogar gemobbt werden, wo andere gemein sind. Die Geschichte sagt uns aber, seid nicht so, seid nicht gemein,
- sondern schließt alle mit ein, seid nett und fair, dann geht es allen besser.
- Das ist das Schöne an der Bibel, die ist ja uralt im Grunde, man kann sie aber immer ins Heute wieder reinholen und übersetzen.
- Das macht sie zu einem lebendigen und spannenden Buch. In der Bibel stehen Geschichten über Gott, die Menschen und Jesus,
- und wie wir gut miteinander leben können. Jetzt zeigt mir Richard meine Spezial-Aufgabe
- für den Gottesdienst morgen früh. Dafür geht's in ein Nebenzimmer der Kirche.
- Ich bin gespannt, was er für mich hat. Du wirst die Festtagsglocken einschalten.
- Draußen am Turm, die großen? - Ja. Alle. - Ja mega, wo muss ich drücken?
- "F4". Da? - Jawohl.
- Wann genau? In dem Moment, wenn wir am Ende des Gottesdienstes die Kniebeuge machen.
- Was ist, wenn ich's verkacke und es vorher oder nachher ist? Das kannst du dir gar nicht ausmahlen.
- Ich mache mich bereit für morgen, danke dir. * Er flüstert.* "F4", Kniebeuge.
- Das Christentum ist vor knapp 2000 Jahren entstanden. Am Anfang waren sich viele Christen noch nicht einig,
- wie guter, richtiger christlicher Glaube aussieht. Manche haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen,
- wenn sie ähnliche Meinungen hatten. Aus einer dieser Gruppen entstand die katholische Kirche.
- Diese wurde immer mächtiger. Um noch mehr Macht zu haben und noch reicher zu werden,
- haben sich die Bischöfe und der Papst irgendwann neue Regeln überlegt.
- Sie haben den Gläubigen gesagt, wenn ihr uns, der katholischen Kirche, Geld gebt,
- dann vergibt euch Gott eure Sünden, also eure bösen Taten. Das haben die Gläubigen der katholischen Kirche geglaubt
- und haben ihr richtig viel Geld bezahlt. Darüber haben sich viele Menschen
- und auch der deutsche Mönch Martin Luther krass aufgeregt. Luther war der Meinung,
- dass von diesen neuen Regeln der Kirche nichts in der Bibel steht. Sondern, dass Gott alle Menschen liebt und ihnen ihre Sünden vergibt,
- egal ob sie arm oder reich sind. Daraufhin hat sich um Martin Luther die evangelische Kirche gebildet.
- Bis heute gibt es ganz viele Gemeinsamkeiten zwischen evangelischer und katholischer Kirche.
- Beide glauben an den gleichen Gott. Und für beide ist die Bibel wichtig. Es gibt aber auch ein paar Unterschiede.
- Viele Katholiken finden den Papst richtig super. Sie glauben,
- er ist ein Stellvertreter von Jesus auf der Erde und ist deswegen für sie der Chef der katholischen Kirche.
- Für evangelische Christen spielt der Papst keine Rolle. Die Gläubigen wollen eine direkte Verbindung zu Gott
- und keinen Kirchen-Chef, der den Gläubigen sagt, was sie tun oder glauben sollen.
- Während es in der evangelischen Kirche Frauen und Männer gibt, die Pfarrerin oder Pfarrer sind, dürfen in der katholischen Kirche
- nur Männer Priester oder Pfarrer werden. Die meisten von ihnen leben im Zölibat.
- D.h., sie dürfen keine Ehe, keine Liebesbeziehung eingehen und sie dürfen auch keine Kinder haben.
- Sie sollen sich auf den Glauben, Gott und ihre Gemeinde konzentrieren.
- Aber bei allen Unterschieden der beiden Kirchen feiert man immer häufiger auch gemeinsame Gottesdienste.
- Die nennt man dann Ökumene. So, es ist Sonntagmorgen
- und der katholische Gottesdienst beginnt bald. Ich treffe jetzt noch mal Pia
- und kläre mit ihr meine letzte Checkerfrage: Wir Ministranten unterstützen oder dienen beim Gottesdienst.
- Wir helfen dem Priester, dass er nicht alles allein machen muss. Da gibt es die Leuchter, da trägt immer eine Person einen Leuchter.
- Die sind schon ein bisschen schwer. Wenn ihr in die Kirche reinkommt,
- dann hat einer den Job, diese Kerze zu tragen. Genau, richtig. - Die ist ganz schön schwer.
- Ein anderer Ministrant wird nachher das Kreuz tragen und Pia wird das Weihrauchfass schwenken.
- Wie das funktioniert, zeigt sie mir jetzt. Als Erstes legen wir ein kleines Stück Kohle in die Schale
- und zünden es an. Jetzt kommt hier der Weihrauch drauf,
- damit's besser riecht. Mit Weihrauch meint Pia kleine Stücke vom Harz des Weihrauchbaums.
- Der Baum sieht übrigens so aus. So, und jetzt Deckel zu und schwingen.
- Das riecht auch wahnsinnig eigen. Diesen Geruch kennt man aus Kirchen. Warum genau macht man das denn überhaupt?
- Wozu der Rauch? Das ist eine Verehrung von Gott.
- Es ist auch symbolhaft, dass unsere Gebete und Lieder, alles, was wir im Gottesdienst haben,
- nach oben in den Himmel steigt. So wie der Rauch.
- Und weil ich ja heute schon mal da bin, hat auch Pia eine Aufgabe für mich.
- Punkt 11.30 Uhr darf ich diese Glocke läuten. Das ist der Startschuss für den Gottesdienst
- und mit den großen Glocken im Kirchturm beende ich ihn dann. Hoffentlich klappt das nachher.
- Ach so klar, das Kreuz darf natürlich auch nicht fehlen. Die Kirche füllt sich langsam und im Nebenzimmer
- machen sich Pia und die anderen Ministranten bereit, sie ziehen festliche Kleidung an.
- Ministrant oder Ministrantin kann jeder werden, der katholisch getauft ist. Die Ausbildung dauert etwa 2 Wochen.
- Jetzt ist es gleich so weit und der Gottesdienst geht los. Seid ihr noch aufgeregt? - Ich bin schon aufgeregt.
- Wenn man Weihrauch macht, dann hat man viele Wege, die man laufen muss. Ja, schon aufregend, vor allem, wenn wir so viele "Minis" dabei haben,
- die noch nicht so oft ministriert haben. Aber es ist auch immer ganz cool mit den Kleinen.
- Wir sind startklar. Jetzt geht der Gottesdienst gleich los, alle stehen bereit.
- Alle bereit. Da geht's lang. Genau, ich gehe an meine Glocke drin, oder?
- Wir warten auf dein Zeichen. - Jetzt wird's also ernst. Ganz viel Spaß euch allen und schönen Gottesdienst.
- Bis gleich, ciao. In 3, 2, 1 ...
- Dann geht's los. Die Ministranten versammeln sich um den Altar.
- Von dort aus können sie Richard am besten helfen. Wir feiern jeden Sonntag ein Fest, weil wir an jedem Sonntag
- die Auferstehung von Jesus Christus feiern. Was wann im Gottesdienst passiert, ist ganz genau festgelegt.
- Den Ablauf müssen Pia und die anderen gut kennen, damit sie ihren Einsatz nicht verpassen.
- Zum Schluss feiern alle gemeinsam das Abendmahl. Und mir wird noch mal deutlich:
- Die Menschen hier im Gottesdienst verbindet ihr Glaube. Ministranten und Ministrantinnen
- helfen dem Priester im Gottesdienst. Sie tragen zum Beispiel Kerzen oder schwingen das Weihrauchfass.
- Jetzt ist der Gottesdienst fast vorbei, deshalb für euch jetzt noch die Antwort auf die Mitmachfrage.
- Ich wollte von euch wissen: Na, habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal:
- Jesus hat Brot und Wein den Jüngern gereicht und wir feiern auch Abendmahl, Eucharistie.
- Richtig ist also Antwort A. Beim Abendmahl im Gottesdienst werden Brot und Wein geteilt.
- Jetzt, jetzt muss ich läuten. Was war das? "F4".
- Glocken, da sind keine Glocken. Doch, da sind Glocken.
- Ich glaube, es hat geklappt. Hier läutet's.
- Und das war's vom Christentum-Check. Ich hoffe, es hat euch genau so viel Spaß gemacht wie mir.
- Macht's gut und bis zum nächsten Mal. Untertitelung: BR 2023
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