Der Christentum-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=qAvwWHFyL9o Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . * Titelsong: Checker Tobi * 0:03 ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! 0:09 ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. 0:16 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Untertitelung: BR 2023 0:20 Hallo, Leute. Ich bin in einer katholischen Kirche 0:23 mit den beiden hier. Das ist Richard, der ist Priester. - Hi. 0:27 Und das ist Pia, die ist Ministrantin. Hallo. 0:30 Gemeinsam wollen wir den Gottesdienst hier vorbereiten. Dafür braucht man das und auch das. 0:36 Was ist das? Das ist der Kelch für den Wein und die Schale mit Brot. 0:41 Nicht jetzt. Das ist für den Gottesdienst, den wir vorbereiten. 0:45 Jetzt. Wir sollten uns beeilen, der beginnt ja gleich. 0:49 Dann los. Und ihr wisst jetzt auch: Heute geht's ums Christentum. 0:54 Was kann ich denn tun? Weltweit gibt es viele verschiedene Religionen. 1:02 Zum Beispiel das Judentum, den Islam und das Christentum. Diese drei Religionen sind eng miteinander verwandt, 1:12 denn aus dem Judentum entstand irgendwann das Christentum und später der Islam. 1:17 Eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie alle glauben an einen Gott und daran, 1:22 dass er die Welt erschaffen hat. Das Christentum ist die Religion 1:27 mit den meisten Anhängerinnen und Anhängern. Weltweit gibt es mehr als 2 Milliarden Gläubige. 1:33 Sie gehören unterschiedlichen christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften an. Man sagt dazu auch Konfessionen. 1:40 Die drei größten Konfessionen sind: Die katholische Kirche. Sie haben einen Chef, den Papst in Rom. 1:47 Die protestantische Kirche, manche sagen auch evangelische Kirche dazu. 1:53 Und die christlich-orthodoxe Kirche. Man nennt sie auch Ostkirche, 1:58 weil sie vor allem in Russland und Osteuropa verbreitet ist. In Deutschland ist etwa die Hälfte aller Menschen Christ oder Christin, 2:07 und die meisten Feiertage sind christliche Feste, zum Beispiel Ostern oder auch Weihnachten. 2:15 Ihr merkt also schon, beim Christentum gibt's richtig viel zu entdecken. 2:20 Also seid ihr alle bereit? Hier kommt: Und jetzt, die Checkerfragen: 2:43 Das checke ich für euch. Los geht's bei der katholischen Pfarrjugend 2:50 in Königsbrunn bei Augsburg. Hallo. - Hi. 2:54 Da treffe ich jetzt: Die Pfarrjugend trifft sich regelmäßig 3:12 und engagiert sich in der katholischen Kirche so wie heute. Sie basteln etwas für den morgigen Gottesdienst, 3:19 das Thema: "Was ist Glaube?" Ich bin gespannt, was für sie Glaube ist. 3:24 Es ist ja gar nicht so einfach, darüber zu sprechen. Dann erklärt mir, was der Glaube an Gott für euch bedeutet. 3:31 Was heißt das für dich? - Gott ist einfach so mega. Egal, was du hast, du kannst ihm von einem tollen Tag erzählen. 3:38 Du kannst ihm auch von einem blöden Tag erzählen und er hört dir zu. Der Glaube für mich und viele andere ist immer da. 3:46 Wenn man aufsteht, wenn man sich die Zähne putzt, wenn man frühstückt, wenn man in die Schule geht oder in die Uni. 3:54 Da muss man nicht in die Kirche gehen. Gott ist immer da. Natürlich ist die Vorstellung ein bisschen komisch: 4:01 Gott, so als Freund. Es ist nicht so einfach, sich Gott vorzustellen, 4:06 wir können ihn ja nicht sehen. Wenn wir mit ihm beten, hört er uns zu, 4:11 aber wir können nicht davon ausgehen, dass der all unsere Wünsche erfüllt. 4:16 Er ist ja schließlich kein Flaschengeist. Das mit Gott und dem Glauben finde ich echt spannend, 4:22 denn für jeden bedeutet es was anderes. Eins aber ist für die allermeisten Christen wichtig: 4:28 Das Sprechen mit Gott. Jeremias, kannst du mal erzählen, wie du mit Gott redest? 4:35 Wie betest du? Als Erstes suche ich mir was zum Hinsetzen, z.B. diese Bank. 4:41 Da setze ich mich hin. Dann mache ich ein Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 4:49 Dann mache ich die Augen zu und falte die Hände so wie das alle schon kennen. 4:54 Dann die Augen zumachen und dann kann ich einfach beten. D.h., ich kann einfach mit Gott reden. 5:01 Ich kann mit ihm sprechen über das, was ich mir wünsche, oder auch einfach meine Sorgen loswerden. 5:07 Man kann sich das auch nur denken, man muss das nicht aussprechen. Gott hört das auch. 5:13 Hast du schon mal eine Antwort bekommen? Du sprichst ja mit Gott, stellst ja auch Fragen und bittest um Dinge. 5:20 So richtig jetzt nicht. Aber wenn man zum Beispiel eine Klausur in der Schule schreibt, 5:25 und man hat voll Angst davor und die Freunde beruhigen einen, dann denke ich mir, vielleicht ist Gott dahinter 5:32 und sagt denen, sie sollen mich beruhigen. Meiner Meinung nach ist es okay, wenn man sagt, 5:37 dass es nicht Gott war, sondern Zufall. Für mich persönlich sage ich aber, das war eine Aktion von Gott. 5:44 Was ich toll finde: An Gott zu glauben 5:47 scheint für alle hier aber was richtig Schönes zu sein, eine Art Klebstoff, 5:52 der alle Christen miteinander verbindet. Höchste Zeit, dass wir auch unsere Kartons miteinander verbinden. 6:04 Für euch gibt's in der Zwischenzeit die Mitmachfrage: Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. 6:22 Die Lösung gibt's zum Schluss. Ich finde, es ist richtig schön geworden. 6:32 Es ist mega. - Euch schon mal vielen Dank. Vielen Dank, dass ihr mir das alles so erzählt habt. 6:38 Wir sehen uns im Gottesdienst morgen wieder? Jawohl. - Top. 6:42 Und wir reden über was Wichtiges, was zum Christentum dazugehört. Genau, über Jesus. 6:47 Wir reden über Jesus in der ersten Checkerfrage: Christinnen und Christen glauben, 6:57 dass Gott Jesus auf die Erde geschickt hat. Und zwar mit dem Auftrag, 7:02 den Menschen von Gott und seiner Liebe zu erzählen. Ein paar Sachen über Jesus weiß ich auch. 7:08 Wir können ja mal versuchen, mit deiner Hilfe zu erzählen, wer Jesus eigentlich war. 7:13 Ja. - Fang doch du an. Okay, Forscher haben herausgefunden, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. 7:21 Man hat das herausgefunden, weil es Notizen und Texte über Jesus gibt. Z.B. weiß man, dass Jesus Jude war. 7:28 Er hat vor ca. 2000 Jahren im heutigen Israel und Palästina gelebt. 7:33 Es steht auch drin, dass er eine Art Religionslehrer war und so die Menschen begeistert hat. 7:39 Dann wurde er zum Tode verurteilt und ist am Kreuz gestorben. Deshalb ist auch das Kreuz für euch Christen so wichtig, richtig? 7:47 Wie Jesus ausgesehen hat, das weiß man nicht genau, ne? Ne. - Er wird häufig so dargestellt: 7:53 Als weißer Mann, mittelgroß, lange Haare ... ... nicht so lang. Der ist besser. 8:01 Aber ich glaube, das ist so, weil sich Menschen Jesus so vorstellen, wie sie selber sind, 8:07 um zu zeigen, er ist einer von uns. Das heißt umgekehrt aber auch, Jesus könnte ganz anders ausgesehen haben. 8:13 Auf jeden Fall. - So zum Beispiel. Oder so. 8:17 Ich glaube nicht, dass er vor 2000 Jahren so ausgesehen hat. Ja okay, so vielleicht nicht. 8:22 Aber nachdem er gestorben ist, haben seine Freunde Geschichten über ihn aufgeschrieben. 8:28 Diese Geschichten stehen dann in der Bibel. Die Bibel ist die Heilige Schrift von euch Christen. 8:34 Da steht drin, dass er als Wanderprediger unterwegs war, dass er ganz viele Menschen getroffen hat 8:40 und denen erzählt hat, dass Gott sie liebt und dass sich die Menschen auch untereinander lieb haben sollen. 8:47 Die Mächtigen im Land fanden das gar nicht toll und haben sich von seinen Anhängern, den Jüngern, bedroht gefühlt. 8:54 deswegen wollten sie, dass er stirbt. Am Abend vor seinem Tod 8:57 haben Jesus und seine Jünger noch mal zu Abend gegessen, haben Brot und Wein geteilt. Das nennt man: das letzte Abendmahl. 9:05 Kurz darauf ist Jesus dann gestorben. Aber er ist laut seinen Anhängern nach drei Tagen wieder auferstanden, 9:12 ist in den Himmel aufgefahren und sitzt seitdem neben Gott. Seine Freunde haben die Geschichten und seine Taten 9:21 allen Menschen erzählt, sogar über die Landesgrenzen hinaus. So haben sich immer mehr Menschen der Jesus-Bewegung angeschlossen. 9:29 Nach Jahrhunderten ist so das Christentum entstanden. Vielen Dank, Pia, jetzt habe ich noch mal richtig viel kapiert. 9:39 Jesus hat vor etwa 2000 Jahren gelebt. Er hat den Menschen gezeigt, 9:44 wie wichtig Liebe und Freundlichkeit sind. Beten und an Gott glauben, das können Christen überall. 9:54 Viele gehen dafür aber in die Kirche, in das Gotteshaus der Christen. 9:58 In Deutschland gibt es rund 45.000 Kirchen, katholische und evangelische. 10:04 Ich guck mir jetzt die katholische Kirche Maria unterm Kreuz in Königsbrunn an, 10:09 und zwar zusammen mit Priester Richard. Guckt mal, wie schön diese Kirche aussieht. 10:20 Ich mag auch den Klang in so einer Kirche so gerne. Dieses "Hallo". * Es hallt in der Kirche. * 10:26 Das Echo. - Echo. Hier ist quasi dein Arbeitsplatz als Priester? 10:30 Kann man so sagen. Was ist als Priester deine Aufgabe in einer Kirche und Gemeinde? 10:36 Ich feiere Gottesdienste mit den Menschen, die zu uns in die Gemeinde kommen. - Du leitest die? 10:42 Ja, das tue ich. Das ist ein ganz wichtiger Teil für mich, 10:46 aber auch einfach da zu sein für die Leute, auch als Ansprechpartner, dass Menschen kommen können, auch die, denen es gerade nicht gut geht, 10:55 die eine Frage oder ein Problem haben. Du bist immer für jeden da mit einem offenen Ohr? 11:00 Ich versuch's. - Das ist viel Arbeit, oder? Ja, schon. 11:04 Der große Tisch hier ist der Altar. Von hier aus leitet Richard die Gottesdienste. 11:10 Dabei wird gesungen, gebetet und ... ... wir feiern Eucharistie. - Was ist das? 11:18 Du kennst wahrscheinlich das letzte Abendmahl. Jesus hat Brot und Wein den Jüngern gereicht. 11:24 Wir feiern auch Abendmahl, Eucharistie, und glauben und feiern, 11:28 dass Jesus im Brot und im Wein ganz nah bei uns ist und zu uns kommt. In den katholischen Gottesdiensten verteilt Richard deswegen 11:37 Wein an die Erwachsenen und ganz einfaches Brot. Darf ich das mal probieren? - Das kannst du probieren. 11:44 Man sagt dazu auch: Oblaten. Ganz einfacher Geschmack. - Ja, schmeckt aber gut. 11:51 Erinnert ein bisschen an eine Eiswaffel, finde ich. Ja, Mehl, Wasser, mehr ist nicht drin. 11:57 Beim Gottesdienst liest Richard auch aus der Bibel vor. Da steht das Wichtigste über den christlichen Glauben drin. 12:04 Was genau, das kläre ich jetzt, Checkerfrage: Vor der Kirche bauen wir uns dafür ein Bibel-Bücherregal auf. 12:17 Die Bibel ist nämlich nicht ein Buch, sondern ein Buch, das aus vielen einzelnen Büchern besteht. 12:23 Und es ist in zwei große Teile geteilt: In das Alte Testament, 12:28 da stehen Geschichten über Gott und die Menschen drin. Und in das Neue Testament, 12:33 darin geht's um Jesus, um sein Leben und seine Taten. Wenn ich dich abfragen würde, die ersten paar Sätze aus der Bibel, 12:41 kannst du die auswendig sagen? - Die müsste ich hinkriegen. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 12:47 Die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist ... - ... schwebte über dem Wasser. 13:00 Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Das stimmt alles. 13:04 Und er sah, dass das Licht gut war. Richtig gut. 13:08 Warum ist die Bibel eigentlich so wichtig für euch Christen? Die Bibel ist wie eine Entdeckungsreise. 13:16 In der Bibel stehen viele Geschichten über Gott, die uns erzählen, wer ist Gott? Was hat Gott alles gemacht? 13:23 Dort wird erklärt, wie Menschen miteinander leben können. Man könnte sagen, die Bibel ist eine Art Bedienungsanleitung: 13:30 Wie kann man ein guter Mensch sein und ein gutes, friedliches, glückliches und gläubiges Leben leben? 13:37 Aber es gibt Regeln. Am bekanntesten sind die 10 Gebote. 13:41 Die 10 Gebote stehen im Alten Testament und sind ziemlich gute Regeln. 13:46 Zum Beispiel: Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht lügen, 13:50 du sollst deine Eltern ehren. Oder auch: Du sollst nicht töten. 13:55 Diese Gebote gelten für Christen heute noch, ebenso für die Juden und Muslime. 14:00 Und auch viele Menschen, die nicht glauben oder einer Religion angehören, 14:05 finden die Regeln gut und sinnvoll und halten sie ein. Im Neuen Testament 14:10 stehen viele Geschichten von Jesus und seinem Leben. In denen geht's auch oft um einen guten Umgang miteinander. 14:17 Eine der Geschichten geht so: Also, Zachäus ist in der Gesellschaft ein Außenseiter, 14:23 der ist ausgestoßen, der gehört nicht dazu. Er will trotzdem Jesus einmal treffen. 14:28 Jesus kommt in ein Dorf, und Zachäus hat sich gedacht, ich klettere auf den Baum, 14:33 da kann ich Jesus sehen und bin versteckt und die Leute sehen mich nicht. 14:38 Jesus kommt an diesem Baum vorbei, hält da an, blickt hoch und sagt: "Zachäus, heute möchte ich bei dir zu Gast sein." 14:46 "Also, bei dir möchte ich heute Abend ein Fest feiern." Die Leute regen sich riesig drüber auf: 14:53 Wie kann er mit diesem Zachäus, der doch gar nicht dazugehört, heute ein Fest feiern? 14:59 Finde ich spannend. Das ist eine Geschichte, 15:02 die könnte heute in jeder Klasse stattfinden. Da gibt es auch Leute, die nicht dazugehören, 15:08 vielleicht sogar gemobbt werden, wo andere gemein sind. Die Geschichte sagt uns aber, seid nicht so, seid nicht gemein, 15:15 sondern schließt alle mit ein, seid nett und fair, dann geht es allen besser. 15:20 Das ist das Schöne an der Bibel, die ist ja uralt im Grunde, man kann sie aber immer ins Heute wieder reinholen und übersetzen. 15:28 Das macht sie zu einem lebendigen und spannenden Buch. In der Bibel stehen Geschichten über Gott, die Menschen und Jesus, 15:35 und wie wir gut miteinander leben können. Jetzt zeigt mir Richard meine Spezial-Aufgabe 15:43 für den Gottesdienst morgen früh. Dafür geht's in ein Nebenzimmer der Kirche. 15:47 Ich bin gespannt, was er für mich hat. Du wirst die Festtagsglocken einschalten. 15:53 Draußen am Turm, die großen? - Ja. Alle. - Ja mega, wo muss ich drücken? 15:57 "F4". Da? - Jawohl. 16:00 Wann genau? In dem Moment, wenn wir am Ende des Gottesdienstes die Kniebeuge machen. 16:06 Was ist, wenn ich's verkacke und es vorher oder nachher ist? Das kannst du dir gar nicht ausmahlen. 16:12 Ich mache mich bereit für morgen, danke dir. * Er flüstert.* "F4", Kniebeuge. 16:20 Das Christentum ist vor knapp 2000 Jahren entstanden. Am Anfang waren sich viele Christen noch nicht einig, 16:28 wie guter, richtiger christlicher Glaube aussieht. Manche haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, 16:34 wenn sie ähnliche Meinungen hatten. Aus einer dieser Gruppen entstand die katholische Kirche. 16:39 Diese wurde immer mächtiger. Um noch mehr Macht zu haben und noch reicher zu werden, 16:45 haben sich die Bischöfe und der Papst irgendwann neue Regeln überlegt. 16:50 Sie haben den Gläubigen gesagt, wenn ihr uns, der katholischen Kirche, Geld gebt, 16:56 dann vergibt euch Gott eure Sünden, also eure bösen Taten. Das haben die Gläubigen der katholischen Kirche geglaubt 17:04 und haben ihr richtig viel Geld bezahlt. Darüber haben sich viele Menschen 17:09 und auch der deutsche Mönch Martin Luther krass aufgeregt. Luther war der Meinung, 17:14 dass von diesen neuen Regeln der Kirche nichts in der Bibel steht. Sondern, dass Gott alle Menschen liebt und ihnen ihre Sünden vergibt, 17:22 egal ob sie arm oder reich sind. Daraufhin hat sich um Martin Luther die evangelische Kirche gebildet. 17:29 Bis heute gibt es ganz viele Gemeinsamkeiten zwischen evangelischer und katholischer Kirche. 17:34 Beide glauben an den gleichen Gott. Und für beide ist die Bibel wichtig. Es gibt aber auch ein paar Unterschiede. 17:43 Viele Katholiken finden den Papst richtig super. Sie glauben, 17:47 er ist ein Stellvertreter von Jesus auf der Erde und ist deswegen für sie der Chef der katholischen Kirche. 17:54 Für evangelische Christen spielt der Papst keine Rolle. Die Gläubigen wollen eine direkte Verbindung zu Gott 18:01 und keinen Kirchen-Chef, der den Gläubigen sagt, was sie tun oder glauben sollen. 18:06 Während es in der evangelischen Kirche Frauen und Männer gibt, die Pfarrerin oder Pfarrer sind, dürfen in der katholischen Kirche 18:14 nur Männer Priester oder Pfarrer werden. Die meisten von ihnen leben im Zölibat. 18:18 D.h., sie dürfen keine Ehe, keine Liebesbeziehung eingehen und sie dürfen auch keine Kinder haben. 18:25 Sie sollen sich auf den Glauben, Gott und ihre Gemeinde konzentrieren. 18:29 Aber bei allen Unterschieden der beiden Kirchen feiert man immer häufiger auch gemeinsame Gottesdienste. 18:36 Die nennt man dann Ökumene. So, es ist Sonntagmorgen 18:42 und der katholische Gottesdienst beginnt bald. Ich treffe jetzt noch mal Pia 18:47 und kläre mit ihr meine letzte Checkerfrage: Wir Ministranten unterstützen oder dienen beim Gottesdienst. 18:59 Wir helfen dem Priester, dass er nicht alles allein machen muss. Da gibt es die Leuchter, da trägt immer eine Person einen Leuchter. 19:07 Die sind schon ein bisschen schwer. Wenn ihr in die Kirche reinkommt, 19:12 dann hat einer den Job, diese Kerze zu tragen. Genau, richtig. - Die ist ganz schön schwer. 19:20 Ein anderer Ministrant wird nachher das Kreuz tragen und Pia wird das Weihrauchfass schwenken. 19:26 Wie das funktioniert, zeigt sie mir jetzt. Als Erstes legen wir ein kleines Stück Kohle in die Schale 19:33 und zünden es an. Jetzt kommt hier der Weihrauch drauf, 19:37 damit's besser riecht. Mit Weihrauch meint Pia kleine Stücke vom Harz des Weihrauchbaums. 19:43 Der Baum sieht übrigens so aus. So, und jetzt Deckel zu und schwingen. 19:50 Das riecht auch wahnsinnig eigen. Diesen Geruch kennt man aus Kirchen. Warum genau macht man das denn überhaupt? 20:00 Wozu der Rauch? Das ist eine Verehrung von Gott. 20:03 Es ist auch symbolhaft, dass unsere Gebete und Lieder, alles, was wir im Gottesdienst haben, 20:09 nach oben in den Himmel steigt. So wie der Rauch. 20:13 Und weil ich ja heute schon mal da bin, hat auch Pia eine Aufgabe für mich. 20:17 Punkt 11.30 Uhr darf ich diese Glocke läuten. Das ist der Startschuss für den Gottesdienst 20:25 und mit den großen Glocken im Kirchturm beende ich ihn dann. Hoffentlich klappt das nachher. 20:32 Ach so klar, das Kreuz darf natürlich auch nicht fehlen. Die Kirche füllt sich langsam und im Nebenzimmer 20:44 machen sich Pia und die anderen Ministranten bereit, sie ziehen festliche Kleidung an. 20:52 Ministrant oder Ministrantin kann jeder werden, der katholisch getauft ist. Die Ausbildung dauert etwa 2 Wochen. 21:00 Jetzt ist es gleich so weit und der Gottesdienst geht los. Seid ihr noch aufgeregt? - Ich bin schon aufgeregt. 21:07 Wenn man Weihrauch macht, dann hat man viele Wege, die man laufen muss. Ja, schon aufregend, vor allem, wenn wir so viele "Minis" dabei haben, 21:16 die noch nicht so oft ministriert haben. Aber es ist auch immer ganz cool mit den Kleinen. 21:21 Wir sind startklar. Jetzt geht der Gottesdienst gleich los, alle stehen bereit. 21:26 Alle bereit. Da geht's lang. Genau, ich gehe an meine Glocke drin, oder? 21:31 Wir warten auf dein Zeichen. - Jetzt wird's also ernst. Ganz viel Spaß euch allen und schönen Gottesdienst. 21:38 Bis gleich, ciao. In 3, 2, 1 ... 21:47 Dann geht's los. Die Ministranten versammeln sich um den Altar. 21:53 Von dort aus können sie Richard am besten helfen. Wir feiern jeden Sonntag ein Fest, weil wir an jedem Sonntag 22:03 die Auferstehung von Jesus Christus feiern. Was wann im Gottesdienst passiert, ist ganz genau festgelegt. 22:14 Den Ablauf müssen Pia und die anderen gut kennen, damit sie ihren Einsatz nicht verpassen. 22:25 Zum Schluss feiern alle gemeinsam das Abendmahl. Und mir wird noch mal deutlich: 22:38 Die Menschen hier im Gottesdienst verbindet ihr Glaube. Ministranten und Ministrantinnen 22:46 helfen dem Priester im Gottesdienst. Sie tragen zum Beispiel Kerzen oder schwingen das Weihrauchfass. 22:53 Jetzt ist der Gottesdienst fast vorbei, deshalb für euch jetzt noch die Antwort auf die Mitmachfrage. 23:01 Ich wollte von euch wissen: Na, habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal: 23:18 Jesus hat Brot und Wein den Jüngern gereicht und wir feiern auch Abendmahl, Eucharistie. 23:23 Richtig ist also Antwort A. Beim Abendmahl im Gottesdienst werden Brot und Wein geteilt. 23:32 Jetzt, jetzt muss ich läuten. Was war das? "F4". 23:40 Glocken, da sind keine Glocken. Doch, da sind Glocken. 23:50 Ich glaube, es hat geklappt. Hier läutet's. 24:01 Und das war's vom Christentum-Check. Ich hoffe, es hat euch genau so viel Spaß gemacht wie mir. 24:07 Macht's gut und bis zum nächsten Mal. Untertitelung: BR 2023