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Propheten
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 58 Zeilen
- Hesekiel. Obadja.
- Habakuk. Was haben diese Namen gemeinsam?
- Es sind drei der 15 Propheten, die ihr eigenes Buch in der Bibel haben. Wenn du schonmal versucht hast, diese Bücher zu lesen, hast du dich wahrscheinlich in ihrer
- dichten Poesie und seltsamen Bildsprache verirrt. Aber diese Bücher sind extrem wichtig, um die übergeordnete biblische Geschichte zu
- verstehen. Also lass uns darüber sprechen, wie man die prophetischen Bücher liest …
- Wenn ich das Wort „Prophet“ höre, denke ich an einen Wahrsager; jemanden, der die Zukunft vorhersagt.
- Das bedeutet es auch in vielen anderen Kulturen. Aber nicht in der Bibel.
- Während die biblischen Propheten manchmal über die Zukunft sprechen, sind sie doch viel mehr als nur Wahrsager.
- Wie kann ich mir sie also vorstellen? Nun, sie waren Israeliten, die eine tiefgreifende Erfahrung mit Gottes Gegenwart hatten.
- Und dann wurden sie beauftragt, in Gottes Namen zu sprechen. Wie ein Stellvertreter?
- Genau. Und ihnen ging es am meisten um die gegenseitige Partnerschaft zwischen Gott und den Israeliten.
- Richtig, die Partnerschaft. Gott rettete das Volk Israel aus ägyptischer Sklaverei.
- Und er lud es ein, sein Volk der Gerechtigkeit und Großzügigkeit zu werden, das ihn und sein Wesen vor den Nationen repräsentiert.
- Und diese Partnerschaft verlangte von allen Israeliten, dass sie ihr Vertrauen und ihre Loyalität Gott zusagten.
- In der Bibel wird diese Partnerschaft als „Bund“ bezeichnet. Aber die Anführer – die Priester und Könige – führten Israel in die Irre und brachen
- den Bund. Und hier kamen die Propheten ins Spiel.
- Sie erinnerten Israel an seine Rolle in der Partnerschaft. Sie taten das auf drei Arten.
- Als erstes beschuldigten sie Israel immer wieder, die Bundesbedingungen zu brechen. Zu diesen Anschuldigungen gehörten Götzendienst, Bündnisse mit anderen Nationen, deren Göttern,
- und das Zulassen von Ungerechtigkeiten gegen die Armen. Aha, also wie Bund-Anwälte?
- Genau. Zweitens riefen die Propheten die Israeliten zur Buße auf.
- Sie sollten einfach umkehren. Sie sprachen von Gottes Gnade, dass er ihnen vergibt, wenn sie nur gestanden und ihre Gewohnheiten
- änderten. Aber Israel und seine Leiter änderten sich nicht.
- Die Lage wurde immer schlimmer. Das bringt uns zur dritten Art, wie die Propheten den Bund hervorhoben.
- Sie kündigten Konsequenzen an, wenn man den Bund brach. Sie nannten es den „Tag des Herrn“.
- Ah ja! Die Apokalypse.
- Visionen vom Ende der Welt. So in der Art.
- Die Propheten interessierten sich hauptsächlich dafür, wie Gott seine Gerechtigkeit über Israels Korruption und die gewaltvollen Nachbarnationen bringen würde.
- Und für die Erklärung dieser lokalen Ereignisse benutzten sie kosmische Bilder. Kosmische Bilder?
- Ja! Wie Jeremia.
- Er beschrieb das babylonische Exil der Israeliten als Verderben der Schöpfung selbst. Das Land löst sich in Chaos und Unordnung auf: Es gibt kein Licht, keine Tiere, keine
- Menschen. Jesaja beschrieb den Untergang von Babylon als Zerfall des Kosmos; mit vom Himmel fallenden
- Sternen und einer sich verdunkelnden Sonne. Für die Propheten bedeutete Gottes Gerechtigkeit in der menschlichen Geschichte einen „Tag
- des Herrn“. Also sprechen die Propheten nicht vom Ende der Welt.
- Naja, Moment. Sie tun viele Dinge auf einmal.
- Die kosmischen Bilder zeigen, wie die wichtigen Ereignisse ihrer Zeit in die große Geschichte von Gottes Mission passen, jede korrupte und gewaltvolle Nation für immer zu Fall zu bringen.
- Den Propheten waren Gegenwart und Zukunft wichtig. Und die kosmischen Bilder erlaubten es ihnen, über beides gleichzeitig zu sprechen.
- Verstehe. Also egal wann du lebst, der Tag des Herrn ist etwas Schlechtes, wenn du zu Babylon gehörst?
- Aber es ist etwas Gutes, wenn du auf Gottes Königreich wartest. Der Tag des Herrn wies auf die Rückkehr der Verbannten nach Jerusalem hin.
- Und wieder verwendeten die Propheten kosmische Poesie, um das zu beschreiben. Sie sahen ein neues Jerusalem, wie einen neuen Garten Eden, in dem die Menschheit in Frieden
- mit einander und mit den Tieren lebte. Und es gab einen neuen messianischen König, der Gottes Königreich als erneuerte Schöpfung
- wieder aufbaute. Wunderschön.
- Also das sind die drei Themen der Propheten. Diese Propheten mussten sehr starke, überzeugende Redner gewesen sein.
- Einige waren das. Aber andere lebten am Rande der Gesellschaft.
- Sie führten sich seltsam in der Öffentlichkeit auf, um ihre Botschaft zu vermitteln. Zum Beispiel als Hesekiel sich in den Dreck legte, und ein Modell von Jerusalem baute,
- das von Babylon angegriffen wurde. Oder als Jesaja als Zeichen der Demütigung durch das Exil drei Jahre lang nackt herumlief.
- Hörten die Leute denn auf sie? Nicht wirklich.
- Die Geschichten in diesen Büchern zeigen, dass die Propheten eine Minderheit waren und oft von Israels Anführern gemieden wurden.
- Und ihre Schriften waren eine Art Widerstandsliteratur. Die meisten Menschen ignorierten sie – zumindest bis ihre Warnungen im babylonischen Exil wahr
- wurden. Und danach begannen die Menschen, ihre Worte ernst zu nehmen.
- Ja. Die Schriften dieser frühen Propheten wurden von späteren, unbekannten Propheten geerbt,
- die die Texte intensiv studierten. Sie waren diejenigen, die die hebräischen Schriften so zusammenstellten, wie wir sie
- kennen; inklusive der Bücher der Propheten. Okay.
- Und es gibt 15 Bücher der Propheten. Die großen drei sind Jesaja, Jeremia und Hesekiel.
- Und dann gibt es noch eine Sammlung von 12 kleineren prophetischen Schriften, die in einer einzigen Rolle zusammengefasst sind.
- In jedem dieser Bücher liest du Geschichten über die Propheten, ihre Gedichte und Visionen. Alles ist so angeordnet, dass die kosmische Bedeutung von Israels Geschichte gezeigt wird;
- und wie Gott ihre tragische Geschichte von Versagen und Exil … … in eine Geschichte von Hoffnung und den Wiederaufbau aller Nationen umdreht.
- Und es ist diese Doppelbotschaft von prophetischer Warnung aber auch Hoffnung, die den Propheten so wichtig war.
- Und diese Botschaft müssen wir heute noch hören.
Zum Nachlesen
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