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Transponieren, transponierende Instrumente

Digitale Schule11:56 2.239 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 68 Zeilen
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  1. Heute geht es um das Thema Transponieren. Ein Thema, was die meisten Musiker nicht so wahnsinnig mögen, aber wollen wir schauen, ob wir
  2. der Sache nicht auf den Grund gehen können. Was von vorne herein schon einmal abschreckt, ist die Namensgebung. Transponieren, ein Fremdwort und auch
  3. das entsprechende Substantiv. Transposition macht es kaum besser, aber man kann sich die Wörter ganz gut herleiten, denn die Silbetranz heißt
  4. eigentlich über hinüber und das Verbonere heißt so wie wir Stellen setzen legen. Insgesamt kommt man also zu einer Bedeutung in
  5. etwa von hinüberstellen. Im erweiterten Sinne heißt es in einer Antrotonat überführen. Wie kommt das Problem überhaupt
  6. zustande? Werfen wir mal einen Blick auf diese normalen Noten im Violinschlüssel. Den Violinschlüssel habe ich weggelassen, aber die Namensgebung ist
  7. ja klar. Werfen wir einen Blick darauf, wie sich das Ganze einmal anhört. [Musik] Und nun die gleichen Töne von der
  8. Klarinette. [Musik] Man merkt, die Töne sind in sich stimmig, aber irgendwas ist auch anders
  9. als bei der Querflöte. Es wird etwas deutlicher, wenn wir beide Töne, beide Instrumente gleichzeitig ablaufen lassen.
  10. [Musik] Ja, das hört sich doch ziemlich schief an. Und woran mag das liegen? In diesem Fall ist die Lösung ganz
  11. einfach, denn die Klarinette ist ein Instrument, was in einer anderen Tonart spielt. Das heißt, man gibt den Klarinettisten die gleichen Noten wie
  12. allen anderen, aber das Instrument spielt eben in einer anderen Tonart, die steht in der Regel dabei. Und bei der Klarinette gibt es so ganz zwei ganz
  13. übliche Tonarten. Einmal B und einmal S. Und eben das war eine Aufnahme einer Clarinnette in B. Deswegen, wenn die Töne lauten C, erklingt das eben mit dem
  14. Ton B. Wie kann man jetzt aber die klarendetten Leute dazu bringen, dass es sich nicht
  15. so ganz merkwürdig anhört, wenn sie mit anderen zusammen spielen? Und genau dazu brauchen wir diese Transposition.
  16. Schauen wir uns die Sache jetzt doch einmal genauer an. Also, es sind die Töne C, D gegeben und wenn immer ich ein normales Instrument bitte, ein C zu
  17. spielen, wie ein Klavier, eine Querfüte, eine Geige, dann erklingt nur mal auch dieses C. Wenn ich aber nun ein Instrument habe, was in einer anderen
  18. Tonart spielt, dann gebe ich zwar diese Note C heraus, es erklingt tatsächlich aber in diesem Fall bei einer Bklarinette der Ton B.
  19. Das weiß bei dem C. Wenn ich C vorgesetzt bekomme, erklingt ein B. Was passiert denn jetzt aber mit dem Ton D? Der Ton D steht in der Noten und es
  20. erklingt ein C. Der Ton E steht in den Noten und es erklingt ein D und bei F erklingt ein S. Der Notenabstand
  21. von B zu C, wie im Anfang oder von C zu D, der ist immer der gleiche. Und zwar ist der genau einen Ganzton. Ein Ganzton ist definiert als zwei Halbtonschritte.
  22. Halbtonschritte sind immer die nächstliegende Taste, egal ob weiß oder schwarz. Von B ist es ein Halbtonschritt zu H und von H ist es ein Halbton zu C.
  23. Also ist es von C zu B. Insgesamt sind es zwei Halbtonritte oder ein Ganzton. Eine Klarinette in B klingt also immer einen Ganzton tiefer und damit ist die
  24. Lösung eigentlich schon vorgegeben. Damit die Klarinette in B mit den anderen Instrumenten spielen kann, müssen sie eben transponiert werden.
  25. und zwar nicht irgendwohin, denn da sie einen Ganzton zu tief sind, muss man sie jetzt alle einen Ganztton höher setzen.
  26. Wenn wir also einen Ton C vorgezeichnet haben, muss die Klarinette automatisch ein Ton, einen Ganzton höher notiert werden, damit wir beim C letztlich
  27. herauskommen, was er klingt. und ein ganzton höher sind zwei Halbtonschritte, also 1 2. Wir müssen also ein D notieren, damit ein C erklingt.
  28. Beim Ton D müssen wir auch einen Ganzton höher notieren, damit das D erklingt und so weiter. Und ich habe das mal aufnotiert.
  29. Das sind die Töne, die letztlich dabei herauskommen. C muss als denotiert werden. Jetzt kann man sich fragen, wieso vom E
  30. zum Fiss, wie kommt das? Und wir brauchen wirklich exakt einen Ganzton, nicht einfach irgendeine Taste, sondern einen Ganzton. Damit der Ton E erklingt,
  31. der in der Noten vorgezeichnet ist, muss ich genau einen ganz Ton nach oben gehen. 1 2 Da lande ich bei diesem Fiss. Und erst wenn die Klarinette dieses Fiss
  32. spielt, dann erklingt tatsächlich für alle anderen genau dieses E. Das ist das, was so keiner richtig mag beim Transponieren. Dieses Ton für Ton
  33. denken und ausrechnen, wie viel Halbtonschritte hoch oder runter muss man. Deswegen ist es sehr viel schlauer von vorne rein sich klarzumachen, an
  34. welchen Tonarten man sich dann überhaupt befindet. Bei der Querflöte und bei allen anderen nicht transponierenden Instrumenten, da haben wir erst einmal
  35. so hier als Hilfs Tonart die Tonart C, wenn nichts vorgezeichnet ist. Und damit eine Klarinette mit der Querföte mitspielen kann, muss sie von vorne rein
  36. in einer anderen Tonart notiert sein und zwar die Tonart, die genau einen Ganzton über C liegt und das war in diesem Fall DD.
  37. DD hat aber zwei Vorzeichen, die muss man dann eben kennen und dann klappt das automatisch mit der Transposition.
  38. Das war jetzt mit dem einen Ganzton relativ einfach. Werfen wir einen Blick, wenn es ein bisschen weiter weg entfernt ist vom Ausgangston, nehme ich eine
  39. Klarinette in S. Es gibt auch andere Instrumente, die transponieren nach S. Wir bleiben aber gerade mal bei der Klarinette und das Prinzip ist das
  40. gleiche. Wenn ich einen Ton vorgezeichnet habe, der Ton laute C, welcher Ton erklingt dann? Das C ist vorgezeichnet,
  41. aber bei der Klarinette in S erklingt eben, wenn das C da steht, erklingt der Ton S. Welcher Ton erklingt, wenn ein D
  42. vorgezeichnet ist? Nun, dazu muss man den Abstand von vorne rein einmal ausmessen und zwar vom Cum zum S. sind es 1 2 3 Halbtonschritte
  43. oder eine kleine Terz. Also muss der Ton, der hier tatsächlich für die Klarinette nachher notiert wird, auch eine kleine Terz höher. Eben hatten wir
  44. von C zu S, also muss hier von D zu F sein, von E zu G und von F. Das ist die große Quizfrage, bei welchem Ton landen wir da? Wir haben ja das F und drei
  45. Halbtonschter höher. 1 2 3 landen wir beim Ton ass. Auch diese Töne habe ich noch einmal hier aufnotiert, dass wir das noch mal vergleichen
  46. können. Also, wir haben folgende Töne. Der Ton C ist notiert, es erklingt aber ein S. Der Ton
  47. D ist notiert, es erklingt aber ein F und so weiter. Und auch hier ist natürlich die Frage, wie können wir diese Töne so notieren,
  48. dass es mit den anderen Instrumenten gut klingt? Die Tonart S liegt eine kleine Terz, also drei Halbtonschritte über C. Das
  49. haben wir eben gesehen. Damit sie mit den anderen Instrumenten mitspielen kann, müssen wir diese kleine Terz nach unten transponieren, um das eben
  50. auszugleichen. Wir haben die Töne CD EF. Wir haben keinerlei Vorzeichen, deswegen
  51. haben wir die Tonart C. So, da die Klarinetten S immer automatisch eine kleine Terz höher erklingt, müssen
  52. wir also eine kleine Terz tiefer notieren. Und die Tonart, die eine kleine Terz tiefer als C li list, das ist die Tonart A, denn wir haben hier
  53. das C und drei Halbton tiefer. 1 2 3 landen wir auf dem Ton A. Deswegen sind die Töne, um die es geht, diese Töne, das C steht da
  54. und wenn wir ein A spielen, erklingt ja automatisch eine kleine Terz höher und das ist das C. Wenn die Klarinette in S ein H spielt, erklingt automatisch das D
  55. und so weiter. Kommen wir zum Abschluss und zwar werfen wir mal einen kleinen Blick in eine
  56. Partitour, um zu sehen, dass das, was ich gerade eben hier dargestellt habe, nicht nur ganz theoretisch ist. Ich habe ja mal die ersten Takte von Beto
  57. Synchfonie abgedruckt. Daadam kennen wir alle. Ähm, zuallererst
  58. werfen mal einen Blick hier unten auf die Streichergruppe. Das sind die Töne, die wir alle im Ohr haben. Dam, dam da da da und so weiter.
  59. All diese Instrumente hier spielen die gleichen Töne. 3 G und dann das S. Und jetzt werfen wir einen Blick auf den Holzbäser Block. Was spielen die denn?
  60. Wir sehen hier am Anfang die Querföte, die hat die gleichen Vorzeichen. Die Vorzeichen sind die von C Moll, die wir unten auch gesehen haben. 3B sind
  61. vorgezeichnet. Bei den Obonen ist das gleiche, auch wenn die jetzt hier gerade Pause haben und nichts spielen, aber jetzt haben wir hier die Klarinetten.
  62. Klarinetten in B und die große Quizwage ist ja, was für Töne spielen die denn jetzt? Und wenn ihr aufgepasst habt, dann wisst ihr das natürlich. Wir haben
  63. eine Klarinette in B. Das heißt, alle Töne, die die Klarinette spielt, erklingen einen Ganzton tiefer. Damit man das ausgleichen kann und die
  64. Klarinetten tatsächlich mit all den anderen Instrumenten spielen können, müssen sie also einen Ganzton höher notiert sein als die anderen nicht
  65. transponierenden Instrumente. Und wir hatten unten gesehen, es war 3 x G und dann S. Und wenn wir uns das hier anschauen, von A zu G ist es genau einen
  66. ganz schon höher und von F zu S ist es auch einen ganz schon höher. Das heißt, die spielen genau das gleiche, was unten die Streicher auch spielen. Ja, man
  67. könnte das jetzt hier noch mit den Hörnern durchgehen in S, aber ich denke, das Prinzip ist gar geworden. Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis zum nächsten
  68. Mal. Ok.

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