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Transponieren, transponierende Instrumente
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 68 Zeilen
- Heute geht es um das Thema Transponieren. Ein Thema, was die meisten Musiker nicht so wahnsinnig mögen, aber wollen wir schauen, ob wir
- der Sache nicht auf den Grund gehen können. Was von vorne herein schon einmal abschreckt, ist die Namensgebung. Transponieren, ein Fremdwort und auch
- das entsprechende Substantiv. Transposition macht es kaum besser, aber man kann sich die Wörter ganz gut herleiten, denn die Silbetranz heißt
- eigentlich über hinüber und das Verbonere heißt so wie wir Stellen setzen legen. Insgesamt kommt man also zu einer Bedeutung in
- etwa von hinüberstellen. Im erweiterten Sinne heißt es in einer Antrotonat überführen. Wie kommt das Problem überhaupt
- zustande? Werfen wir mal einen Blick auf diese normalen Noten im Violinschlüssel. Den Violinschlüssel habe ich weggelassen, aber die Namensgebung ist
- ja klar. Werfen wir einen Blick darauf, wie sich das Ganze einmal anhört. [Musik] Und nun die gleichen Töne von der
- Klarinette. [Musik] Man merkt, die Töne sind in sich stimmig, aber irgendwas ist auch anders
- als bei der Querflöte. Es wird etwas deutlicher, wenn wir beide Töne, beide Instrumente gleichzeitig ablaufen lassen.
- [Musik] Ja, das hört sich doch ziemlich schief an. Und woran mag das liegen? In diesem Fall ist die Lösung ganz
- einfach, denn die Klarinette ist ein Instrument, was in einer anderen Tonart spielt. Das heißt, man gibt den Klarinettisten die gleichen Noten wie
- allen anderen, aber das Instrument spielt eben in einer anderen Tonart, die steht in der Regel dabei. Und bei der Klarinette gibt es so ganz zwei ganz
- übliche Tonarten. Einmal B und einmal S. Und eben das war eine Aufnahme einer Clarinnette in B. Deswegen, wenn die Töne lauten C, erklingt das eben mit dem
- Ton B. Wie kann man jetzt aber die klarendetten Leute dazu bringen, dass es sich nicht
- so ganz merkwürdig anhört, wenn sie mit anderen zusammen spielen? Und genau dazu brauchen wir diese Transposition.
- Schauen wir uns die Sache jetzt doch einmal genauer an. Also, es sind die Töne C, D gegeben und wenn immer ich ein normales Instrument bitte, ein C zu
- spielen, wie ein Klavier, eine Querfüte, eine Geige, dann erklingt nur mal auch dieses C. Wenn ich aber nun ein Instrument habe, was in einer anderen
- Tonart spielt, dann gebe ich zwar diese Note C heraus, es erklingt tatsächlich aber in diesem Fall bei einer Bklarinette der Ton B.
- Das weiß bei dem C. Wenn ich C vorgesetzt bekomme, erklingt ein B. Was passiert denn jetzt aber mit dem Ton D? Der Ton D steht in der Noten und es
- erklingt ein C. Der Ton E steht in den Noten und es erklingt ein D und bei F erklingt ein S. Der Notenabstand
- von B zu C, wie im Anfang oder von C zu D, der ist immer der gleiche. Und zwar ist der genau einen Ganzton. Ein Ganzton ist definiert als zwei Halbtonschritte.
- Halbtonschritte sind immer die nächstliegende Taste, egal ob weiß oder schwarz. Von B ist es ein Halbtonschritt zu H und von H ist es ein Halbton zu C.
- Also ist es von C zu B. Insgesamt sind es zwei Halbtonritte oder ein Ganzton. Eine Klarinette in B klingt also immer einen Ganzton tiefer und damit ist die
- Lösung eigentlich schon vorgegeben. Damit die Klarinette in B mit den anderen Instrumenten spielen kann, müssen sie eben transponiert werden.
- und zwar nicht irgendwohin, denn da sie einen Ganzton zu tief sind, muss man sie jetzt alle einen Ganztton höher setzen.
- Wenn wir also einen Ton C vorgezeichnet haben, muss die Klarinette automatisch ein Ton, einen Ganzton höher notiert werden, damit wir beim C letztlich
- herauskommen, was er klingt. und ein ganzton höher sind zwei Halbtonschritte, also 1 2. Wir müssen also ein D notieren, damit ein C erklingt.
- Beim Ton D müssen wir auch einen Ganzton höher notieren, damit das D erklingt und so weiter. Und ich habe das mal aufnotiert.
- Das sind die Töne, die letztlich dabei herauskommen. C muss als denotiert werden. Jetzt kann man sich fragen, wieso vom E
- zum Fiss, wie kommt das? Und wir brauchen wirklich exakt einen Ganzton, nicht einfach irgendeine Taste, sondern einen Ganzton. Damit der Ton E erklingt,
- der in der Noten vorgezeichnet ist, muss ich genau einen ganz Ton nach oben gehen. 1 2 Da lande ich bei diesem Fiss. Und erst wenn die Klarinette dieses Fiss
- spielt, dann erklingt tatsächlich für alle anderen genau dieses E. Das ist das, was so keiner richtig mag beim Transponieren. Dieses Ton für Ton
- denken und ausrechnen, wie viel Halbtonschritte hoch oder runter muss man. Deswegen ist es sehr viel schlauer von vorne rein sich klarzumachen, an
- welchen Tonarten man sich dann überhaupt befindet. Bei der Querflöte und bei allen anderen nicht transponierenden Instrumenten, da haben wir erst einmal
- so hier als Hilfs Tonart die Tonart C, wenn nichts vorgezeichnet ist. Und damit eine Klarinette mit der Querföte mitspielen kann, muss sie von vorne rein
- in einer anderen Tonart notiert sein und zwar die Tonart, die genau einen Ganzton über C liegt und das war in diesem Fall DD.
- DD hat aber zwei Vorzeichen, die muss man dann eben kennen und dann klappt das automatisch mit der Transposition.
- Das war jetzt mit dem einen Ganzton relativ einfach. Werfen wir einen Blick, wenn es ein bisschen weiter weg entfernt ist vom Ausgangston, nehme ich eine
- Klarinette in S. Es gibt auch andere Instrumente, die transponieren nach S. Wir bleiben aber gerade mal bei der Klarinette und das Prinzip ist das
- gleiche. Wenn ich einen Ton vorgezeichnet habe, der Ton laute C, welcher Ton erklingt dann? Das C ist vorgezeichnet,
- aber bei der Klarinette in S erklingt eben, wenn das C da steht, erklingt der Ton S. Welcher Ton erklingt, wenn ein D
- vorgezeichnet ist? Nun, dazu muss man den Abstand von vorne rein einmal ausmessen und zwar vom Cum zum S. sind es 1 2 3 Halbtonschritte
- oder eine kleine Terz. Also muss der Ton, der hier tatsächlich für die Klarinette nachher notiert wird, auch eine kleine Terz höher. Eben hatten wir
- von C zu S, also muss hier von D zu F sein, von E zu G und von F. Das ist die große Quizfrage, bei welchem Ton landen wir da? Wir haben ja das F und drei
- Halbtonschter höher. 1 2 3 landen wir beim Ton ass. Auch diese Töne habe ich noch einmal hier aufnotiert, dass wir das noch mal vergleichen
- können. Also, wir haben folgende Töne. Der Ton C ist notiert, es erklingt aber ein S. Der Ton
- D ist notiert, es erklingt aber ein F und so weiter. Und auch hier ist natürlich die Frage, wie können wir diese Töne so notieren,
- dass es mit den anderen Instrumenten gut klingt? Die Tonart S liegt eine kleine Terz, also drei Halbtonschritte über C. Das
- haben wir eben gesehen. Damit sie mit den anderen Instrumenten mitspielen kann, müssen wir diese kleine Terz nach unten transponieren, um das eben
- auszugleichen. Wir haben die Töne CD EF. Wir haben keinerlei Vorzeichen, deswegen
- haben wir die Tonart C. So, da die Klarinetten S immer automatisch eine kleine Terz höher erklingt, müssen
- wir also eine kleine Terz tiefer notieren. Und die Tonart, die eine kleine Terz tiefer als C li list, das ist die Tonart A, denn wir haben hier
- das C und drei Halbton tiefer. 1 2 3 landen wir auf dem Ton A. Deswegen sind die Töne, um die es geht, diese Töne, das C steht da
- und wenn wir ein A spielen, erklingt ja automatisch eine kleine Terz höher und das ist das C. Wenn die Klarinette in S ein H spielt, erklingt automatisch das D
- und so weiter. Kommen wir zum Abschluss und zwar werfen wir mal einen kleinen Blick in eine
- Partitour, um zu sehen, dass das, was ich gerade eben hier dargestellt habe, nicht nur ganz theoretisch ist. Ich habe ja mal die ersten Takte von Beto
- Synchfonie abgedruckt. Daadam kennen wir alle. Ähm, zuallererst
- werfen mal einen Blick hier unten auf die Streichergruppe. Das sind die Töne, die wir alle im Ohr haben. Dam, dam da da da und so weiter.
- All diese Instrumente hier spielen die gleichen Töne. 3 G und dann das S. Und jetzt werfen wir einen Blick auf den Holzbäser Block. Was spielen die denn?
- Wir sehen hier am Anfang die Querföte, die hat die gleichen Vorzeichen. Die Vorzeichen sind die von C Moll, die wir unten auch gesehen haben. 3B sind
- vorgezeichnet. Bei den Obonen ist das gleiche, auch wenn die jetzt hier gerade Pause haben und nichts spielen, aber jetzt haben wir hier die Klarinetten.
- Klarinetten in B und die große Quizwage ist ja, was für Töne spielen die denn jetzt? Und wenn ihr aufgepasst habt, dann wisst ihr das natürlich. Wir haben
- eine Klarinette in B. Das heißt, alle Töne, die die Klarinette spielt, erklingen einen Ganzton tiefer. Damit man das ausgleichen kann und die
- Klarinetten tatsächlich mit all den anderen Instrumenten spielen können, müssen sie also einen Ganzton höher notiert sein als die anderen nicht
- transponierenden Instrumente. Und wir hatten unten gesehen, es war 3 x G und dann S. Und wenn wir uns das hier anschauen, von A zu G ist es genau einen
- ganz schon höher und von F zu S ist es auch einen ganz schon höher. Das heißt, die spielen genau das gleiche, was unten die Streicher auch spielen. Ja, man
- könnte das jetzt hier noch mit den Hörnern durchgehen in S, aber ich denke, das Prinzip ist gar geworden. Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis zum nächsten
- Mal. Ok.
Zum Nachlesen
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