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Produzenten, Konsumenten, Destruenten: Der Stoffkreislauf im Wald [Biologie im Überblick]
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 76 Zeilen
- Hey, willkommen zurück. Stellt euch die Natur doch einfach mal für einen kurzen Moment wie so eine gigantische, absolut perfekt abgestimmte Maschine vor.
- Wirklich wie einen riesigen Motor, der niemals still steht und bei dem jedes noch so klitze kleine Zahnrad eine überlebenswichtige Funktion hat. Und
- genau das schauen wir uns in der heutigen Erklärung mal genauer an. Wir werfen sozusagen einen Blick unter die Motorhaube unserer Erde und
- entschlüsseln, wie Ökosysteme eigentlich wirklich funktionieren. Aber bevor wir da tief eintauchen, habe ich mal eine kleine Frage an euch. Was haben ein
- tiefer dunkler Wald, ein ruhiger See und unser globales Klima eigentlich gemeinsam? Auf den ersten Blick denkt man jetzt, na ja, wahrscheinlich nicht
- so viel, oder? Aber Fakt ist, sie alle werden von absolut denselben unsichtbaren universellen Bauplänen und physikalischen Gesetzen angetrieben. Es
- sind genau diese verborgenen Verbindungen in der Natur, die buchstäblich alles am Laufen halten. Ach so und ganz kurz vorab, wenn euch diese
- allumfassende Erklärung gefällt und ihr Lust auf mehr habt, dann lasst uns doch super gerne jetzt schon mal ein Like da und klickt auf diesen kostenlosen
- Abonnieren Button. Das hilft uns nämlich enorm auch in Zukunft solche aufwendigen Zusammenfassungen für euch produzieren zu können. Also, danke schon mal dafür.
- Okay, schauen wir ganz kurz auf unseren Fahrplan für heute. Wir starten mit dem Getriebe der Natur, vergleichen dann Energiefluss mit Stoffkreislauf, schauen
- uns den Wald und den See im direkten Vergleich an, klären, was passiert, wenn das System plötzlich kippt und zum Schluss gibt es noch ein paar extrem
- hilfreiche Tipps zum Umweltschutz für euren Alltag. Lasst uns direkt loslegen. Also, Punkt 1 auf unserer Liste, das Getriebe der Natur. Wisst ihr, jede gut
- geschmierte Maschine braucht ein starkes Fundament. In der Ökologie nennen wir diese grundlegenden Bauteile die Trophäebenen. Und der absolute
- Hauptakteur auf der ersten Ebene, das sind die Produzenten. Denkt einfach an Bäume, Gräser oder auch kleine Algen im Wasser. Die sind die sogenannten
- Autotrophenmacher. Das heißt, die warten nicht darauf, dass ihnen jemand Essen serviert. Die stellen ihre Nahrung einfach komplett selbst
- her. Durch diesen genialen Trick namens Fotosynthese fangen die das Sonnenlicht ein, schnappen sich etwas Wasser und CO2 und zack bauen sie daraus energiereicher
- Biomasse. Sie produzieren also buchstäblich den Treibstoff für die komplette restliche Maschine. Darauf folgen dann die Konsumenten, also die
- Verbraucher. Und ja, da gehören wir Menschen natürlich auch dazu. Ganz klar, genauso wie alle anderen Tiere. Da wir das mit der Fotosynthese leider nicht
- hinkriegen, müssen wir uns die Energie irgendwie anders besorgen. Nämlich indem wir die Produzenten essen. Das sind dann die klassischen Pflanzenfresser. Oder
- wir essen andere Tiere, das wären dann die Fleischfresser. Im Grunde nehmen sie einfach die Energie von der Stufe direkt unter ihnen auf. Ziemlich simples
- Prinzip, oder? Aber jetzt kommt der dritte und echt oft total unterschätzte Akteur, die Destruenten. Das ist quasi die ultimative Recycling Crew der Natur.
- Pilze, Bakterien, Regenwürmer. Ohne die würden wir in kürzester Zeit im eigenen Müll ersticken. Wirklich kein Witz. Die zersetzen nämlich totes organisches
- Material, also Herbstlaub oder Tierkadaver und brechen diese ganzen komplexen Stoffe wieder auf in grundlegende Mineralien, Wasser und CO2.
- Das ist die absolute Reinigungskolonne, ohne die das ganze System einfach sofort crashen würde. Schaut euch das hier mal an, das ist wirklich faszinierend. Das
- ist die klassische Nahrungspyramide eines Waldes. Ganz unten auf dieser super breiten Basis aus aber Millionen Blättern, also unseren Produzenten, baut
- sich quasi alles auf. Darüber kommen dann die Raupen, darüber die Maisen und ganz oben an der Spitze trohnt der Sperber als absoluter Top Preddator.
- Dass das Ganze genau wie eine Pyramide aussieht, ist absolut kein Zufall und das bringt uns direkt zu einem der spannendsten Gesetze der gesamten
- Biologie, womit wir bei Punkt 2 wären Energiefluss versus Stoffkreislauf. Der absolute Knackpunkt hier ist eine einzige Zahl 10%. Das ist die berühmt
- berüchtigte 10% Regel in der Ökologie. Passt auf, wenn so eine Raupe ein Blatt frisst oder die Meise die Raupe, werden nur etwa 10% dieser Energie in neue
- eigene Biomasse umgewandelt. Und die restlichen 90%, tja, die verpuffen einfach. Die gehen durch den normalen Stoffwechsel, durch Bewegung oder
- einfach als Körperwärme an die Umgebung verloren. Und genau deswegen wird diese Pyramide nach obenhin immer und immer schmaler. Es gibt schlicht und
- ergreifend nicht genug Energie im System, um Milliarden von Spern zu ernähren. Macht irgendwie Sinn, oder? Um bei unserem schönen Motorvergleich vom
- Anfang zu bleiben. Energie ist wie der Treibstoff. Die fließt nur in eine einzige Richtung. Das ist ein reiner Energiefluss, eine absolute
- Einbahnstraße vom Sonnenlicht bis hin zur Wärme, die irgendwann einfach im Weltall verschwindet. Wir müssen also ständig neue Sonnenergie ins System
- nachfüllen, aber Materie, also die physischen Stoffe wie Kohlenstoff, Phosphor oder Stickstoff, die geht niemals verloren. Das ist quasi das
- Schmiermittel unseres Motors und das befindet sich in einem endlosen, wunderschönen Recycling Loop. Atome werden von den Destruenten zerlegt und
- von den Produzenten direkt wieder neu verbaut und das immer und immer wieder. Ein echt perfektes Beispiel für diesen Stoffkreislauf ist Stickstoff. Wusstet
- ihr eigentlich, dass unserer Atemluft zu unglaublichen 78% aus Stickstoff besteht? Das Zeug ist mega wichtig für unsere DNA und für Proteine. Aber jetzt
- kommt der große Haken. Weder Pflanzen noch Tiere können diesen Stickstoff einfach so aus der Luft einatmen und nutzen. Keine Chance. Die sind zwingend
- auf die Hilfe von winzigen Mikroben angewiesen, wie etwa bestimmten Zyanobakterien im Boden oder im Wasser. Die knacken quasi diesen extrem stabilen
- Luftstickstoff auf und verwandeln ihn in eine nutzbare Form wie z.B. Ammonium, ein absolutes Meisterwerk an Teamwork in der Natur. Und damit kommen wir fließend
- zu Punkt 3 Wald und See im direkten Vergleich. Also diese Gegenüberstellung illustriert wirklich brilliant, wie universell diese Naturgesetze eigentlich
- sind. Wenn wir mal das System mit Eiche, Raupe und Raubvogel hier links mit dem See auf der rechten Seite vergleichen. Die Akteure sehen natürlich komplett
- anders aus, das ist klar. Da schwimmt winziges Phytoplankton statt riesiger Bäume. Wir haben Wasserflöhe statt Insekten und wir haben den Hecht
- anstelle des Sperbers. Aber und das ist echt das Verrückte, die strukturelle Mechanik, diese Basis der Produzenten und auch die 10% Regel beim
- Energieverlust, das ist exakt dasselbe. Die physikalischen Regeln der Ökologie gelten da unten unter Wasser absolut genauso wie bei uns an Land. Okay. Punkt
- 4. Was passiert eigentlich, wenn dieses perfekte System plötzlich kippt? Jaj, wenn wir Menschen da quasi mit einem fetten Schraubenschlüssel im Getriebe
- unserer Naturmaschine rumpfuschen, dann sieht das leider Gottes so aus. Diese Karte hier zeigt die massive Nitratbelastung unseres Grundwassers in
- Deutschland. Die roten Flächen markieren überall dort, wo die gesetzlichen Grenzwerte gesprengt werden und das zeigt einfach das gigantische Ausmaß
- unseres Einflusses. Hauptsächlich durch diese extrem intensive Landwirtschaft und die ganzen Düngemittel pumpen wir ein massives Überangebot an Stickstoff
- und Phosphor in die Umwelt. Wir fluten diesen fein abgestimmten Kreislauf mit Nährstoffen, die dann beim nächsten Regen direkt in unsere Flüsse und Seen
- gespült werden. In der Fachsprache nennt man das dann Eutrofirung und das löst einen wirklich tragischen Dominoeffekt aus. Lasst uns das mal kurz durchgehen.
- Schritt 1: ein massiver Nährstoffeinschlag ins Wasser. Schritt 2: Die Produzenten, also die Algen, denken sich: "Jpot, vermehren sich wie
- verrückt und trüben das Wasser komplett ein." Schritt 3: Diese gigantische Algenmasse stirbt natürlich irgendwann ab und sinkt
- auf den Grund. Und jetzt kommen unsere Destruenten, die Bakterien und fangen an zu fressen. Aber für diesen enormen Abbauprozess saugen die quasi den
- gesamten gelösten Sauerstoff aus dem Wasser. Tja, und das führt dann unweigerlich zu Schritt 4, dem totalen Systemkollaps. Die Fische ersticken
- elendig und der See kippt um. Zu viel des Guten ist für dieses System also absolut tödlich. Und Leute, das Ganze beschränkt sich leider nicht nur auf ein
- paar kleine Sehen. Die Quellen betonen ganz klar, dass auch unsere Weltmeere extrem bedroht sind. Durch das ständige Verbrennen fossiler Brennstoffe jagen
- wir ja nicht nur Stickstoff, sondern auch gigantische Mengen CO2 in die Atmosphäre. Die Ozeane saugen dieses CO2 wie ein Schwamm auf und versauern
- dadurch immer mehr. Das macht es dann für kalkbildende Organismen wie bestimmte Kieselalgen oder Korallen extrem schwer ihre schützenden Schalen
- überhaupt noch aufzubauen. Und oben drauf sorgt das immer wärmerwerende Wasser dafür, dass sich tief am Meeresgrund gefährliches Methan lösen
- könnte. Das ist ein richtiger Teufelskreis, der den Klimawandel nur noch extremer anheizt. Aber hey, lasst uns jetzt bloß nicht den Kopf in den
- Sand stecken. Punkt 5, wir haben ein paar echt hilfreiche Tipps zum Umweltschutz für euch. Wir sind diesem ganzen Prozess nämlich nicht einfach nur
- hilflos ausgeliefert. Wir alle können aktiv als kleine Mechaniker mithelfen, diesen Motor zu warten. Hier sind ein paar alltägliche, aber extrem hilfreiche
- Tipps, die ihr sofort umsetzen könnt. Erstens, reduziert künstliche Düngemittel in euren eigenen Gärten. Nehmt stattdessen lieber natürlichen
- Kompost, um die Böden eben nicht mit Nitraten zu fluten. Zweitens, unterstützt spannende Projekte zum Gewäserschutz. Die holen z.B. Faul
- Schlamm aussehen oder filtern gezielt Nährstoffe. Und das absolut wichtigste, meidet fossile Brennstoffe, wo es nur irgendwie geht. Senkt euren eigenen CO2
- Fußabdruck, fahrt öfter mal Rad, um diese fatale Meeresversauerung zu bremsen und wählt beim Einkaufen einfach umweltfreundliche regionale Produkte.
- Glaubt mir, jeder noch so kleine Schritt macht hier einen echten Unterschied. Zum Abschluss habe ich noch eine kleine, aber sehr wichtige Frage, die mal für
- euch selbst beantworten könnt. Welche Rolle spielt ihr eigentlich ganz persönlich in diesem faszinierenden Getriebe der Natur? Sind wir nur
- Konsumenten, die ständig Energie rausziehen oder wollen wir auch ein aktiver Teil der Lösung sein und mithelfen, diese super sensiblen
- Kreisläufe zu schützen? Denkt da beim nächsten Spaziergang im Wald oder am Badesee einfach mal drüber nach. Und das war's auch schon mit unserem Deepdive in
- die Stoffkreisläufe und die Energieflüsse unserer Ökosysteme. Wenn euch diese Erklärung heute geholfen hat und ihr jetzt sagt: "Hey, ich habe diese
- komplexen Naturgesetze endlich verstanden, dann lasst uns super gerne jetzt noch das Like da und klickt auf den kostenlosen Abobutton. Das hilft
- unserem Kanal wirklich enorm weiter. Und schreibt uns doch auch mal eure Gedanken dazu unten in die Kommentare. Macht's gut, danke fürs dabei sein und bis zum
- nächsten Mal. Bleib neugierig.
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