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Der Algorithmus verrät ihnen, was du zahlen kannst.
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 119 Zeilen
- Du und dein Nachbar kaufen dasselbe Flugticket. Gleiche Route, [schnauben] gleiche Airline und das selbstverständlich zur gleichen Zeit. Er
- zahlt 189 € du zahlst 349 €. Das ist kein Missverständnis, sondern der Algorithmus hat analysiert, was er über dich weiß und entschieden, dass du
- mehr zahlen kannst als dein Nachbar. Das ist jetzt kein hypothetisches Szenario. Delta Airlines, einer der größten Fluggesellschaften der Welt, hat
- öffentlich angekündigt, in diese Richtung zu gehen. Auf dem Investor Day im November 2024 sagte Delta Präsident Glenn Hauenstein, also die Nummer 2 der
- Airline. Und der seit ein paar Monaten im Ruhestand ist, der sagte wörtlich: "Das Ziel sei ein Preis, der auf diesem Flug zu dieser Zeit für dich als
- Individuum verfügbar ist." Im Juli 2025 auf der Quartalskonferenz bestätigte Hauenstein, dass bereits 3% der Tickets per K bepreist werden und
- bis Jahresende 2025 es 20% sein werden. Drei US Senatoren Gallago, Warner und Blumental schrieben daraufhin offiziell an den Delta CEO wörtlich: "Deltas
- derzeitige und geplante individualisierte Preisgestaltung wirft nicht nur Fragen des Datenschutzes auf, sie dürfte auch dazu führen, dass die
- Ticketreise für jeden einzelnen Kunden bis an dessen persönliche Schmerzgrenze steigen und das in einer Zeit, in der amerikanische Familien ohnehin schon
- untersteigenden Kosten leid. Senator Gelogo hat dann auf Ex gepostet, Delta CEO wurde gerade dabei erwischt, wie er damit pralte, KI einzusetzen, um
- deine persönliche Schmerzgrenze zu ermitteln, sprich um dir jeden Cent aus der Tasche zu ziehen. Allerdings bezog sich auf Aussagen von Delta Präsident
- Hauenstein, nicht auf CEO Bastian. Das war wohl ein kleiner Vertipper seinerseits. Nun jetzt, Delta selbst bestreitet seither persönliche Daten zu
- nutzen, aber der Präsident der Airline hat das Ziel bereits öffentlich formuliert und derselbe Präsident Hauenstein lobte zudem Deltas
- Partnerschaft mit Thatcher, einem in Israel ansässigen Technologieunternehmen, das laut eigene Website KI einsetzt, um Millionen von
- Datenpunkten in Echtzeit zu verarbeiten. Delta ist die erste große Airline, die so offen darüber spricht, die anderen schweigen. Aber Fluggesellschaften sind
- nicht der Anfang dieser Geschichte und auch nicht das Ende. Dieselbe Logik, dieselbe Technologie und dieselben Zwischenhändler arbeiten gerade in jedem
- Onlineshop, in jeder Fahrzeugapp, in jedem Supermarkt mit digitalen Preisschildern. Delta hat nur lauk gesagt, was alle anderen stillschweigend
- tun. Die Frage ist also, in wie vielen Bereichen deines Alltags passiert das bereits, ohne dass du es weißt? Wir alle haben ein Modell im Kopf, wie
- Preise funktionieren. Angebot und Nachfrage: Der Markt entscheidet. Ja, wenn viele etwas wollen und wenig da ist, dann steigt der Preis. Das kennen
- wir ja, eine solche Preislogik verstehen wir. Aber dieses Modell beschreibt nicht mehr, was heute passiert. Heute gibt es mittlerweile drei Stufen und die meisten
- Menschen stecken gedanklich noch immer in Stufe 1 fest. Und Stufe 1, die nennt sich Dynamic Pricing. Das heißt, der Preis ändert sich nach Marktlage. Flüge
- werden teurer, je voller das Flugzeug wird. Und Hotels kosten mehr an Feiertagen. Ja, das kennt jeder. Die meisten akzeptieren es, weil es sich
- nach Logik anfühlt. Stufe 2: Behavioral Pricing. Das heißt, der Preis ändert sich nicht mehr nach dem Markt. Er ändert sich nach deinem Verhalten. Wann
- du suchst, wie oft du suchst, von welchem Gerät, zu welcher Uhrzeit und so weiter. Dann Stufe 3, das ist Surveillance Pricing. Der Preis ändert
- sich nach dem, was das System über dich weiß. dein Standort, dein Gerät, deine Kaufhistorie, dein abgeleitetes Einkommen, wie dringend du gerade
- brauchst, was du suchst und so weiter. Diese dritte Stufe ist keine Preisgestaltung mehr. Das ist ein Profil von dir übersetzt in eine Zahl und diese
- Zahl ist nicht der Marktpreis. Sie ist die Schmerzgrenze, bis zu der das System glaubt, dass du noch zahlst. Der Unterschied zwischen Stufe 1 und Stufe 3
- ist nicht graduell. Er ist grundsätzlich. Ja, bei Stufe 1 fragt das System, was ist dieser Flugwert? Bei Stufe 3 fragt es, was ist dieser Mensch
- bereit zu zahlen? Das ist eine ganz andere Geschichte. Das ist keine Preisgestaltung mehr. Das ist ein Urteil gefällt über dich, ohne dass du je
- gefragt wurdest. Die Realität sieht so aus. Wer ein iPhone benutzt, in einer teuen Stadt lebt und regelmäßig hochpreisige Produkte kauft, der landet
- im Algorithmus in einer anderen Gruppe als jemand mit einem Androidgerät aus einer Kleinstadt. Gleiche Suchanfrage, anderer Preis. Das Gerät in deiner Hand
- ist kein neutrales Werkzeug. Es ist ein Signal und es sagt dem Algorithmus, wie viel kannst du dir wahrscheinlich leisten? Und das gilt für Booking.com
- genauso wie für Uber. Ja, beide Plattformen zeigen nachweislich andere Preise, je nachdem, ob du vom Smartphone oder vom Desktop buchst. Rewe, Lidl und
- Aldi Süd, alle haben digitale Preisschilder, die seit ein paar Jahren an den Regalen auftauchen. Die kleinen Bildschirme, wo früher Papier hing. Ja,
- du hast sie gesehen, aber hast wahrscheinlich nicht weiter darüber nachgedacht. Rewi hat bereits 2700 seiner 3800 deutschen Supermärkte
- umgerüstet. Lidl hat den Rollout in allen deutschen Filialen abgeschlossen und Aldi Süd hat alle 2000 Filialen umgestellt laut eigener Pressemitteilung
- abgeschlossen im Februar 2024. Der Handel erklärt das mit Effizienz. Verderbliche Ware am Abend wird günstiger. Das ist gut für alle. Ja,
- natürlich. Das stimmt, das macht völlig Sinn heute, aber die Infrastruktur, die ist jetzt der erste Schritt, Surveillance Pricing in den physischen
- Raum zu bringen. Ja, was online bereits passiert, Preise, die sich in Echtzeit nach dir richten, wird damit in den Supermarkt geholt. Der Unterschied ist,
- online kannst du den Tab schließen. Im Supermarkt stehst du bereits vor dem Regal. Du gehst natürlich bereits heute schon davon aus, dass Zalando deinen
- Preis berechnet oder Uber oder die Airline. Das stimmt, das ist dir bekannt. Aber es ist nicht die ganze Geschichte. Hinter den meisten Pricing
- Systemen stehen Zwischenhändler, Firmen, die du als Konsument nie direkt siehst, die aber an deinem Preis mitwirken, bevor du ihn siehst. Die US
- Handelsaufsicht FTC hat das 2024 öffentlich gemacht mit einer formellen Untersuchung gegen acht solche Firmen und die Namen auf dieser Liste sollten
- jeden aufhorchen lassen, denn es sind keine fragwürdigen Startups. Es sind Mastercard, JP Morgan Chase, McKensey und Aenture. Was macht Mastercard in
- dieser Liste, bitteschön? Mastercard ist nicht nur ein Zahlungsdienstleister. Mastercard sieht jede Transaktion, die über sein Netzwerk läuft. Was du kaufst,
- wo du es kaufst, wann du es kaufst, zu welchem Preis und das über Jahre hinweg. Laut der FTC Untersuchung verkauft Mastercard aggregierte Verhaltensdaten
- an Händler, Informationen, die genutzt werden können, um Zahlungsbereitschaftsprofile zu erstellen, bevor du überhaupt auf
- einer Seite landest. Das ist der entscheidende Punkt. Dein Profil wird nicht erstellt, wenn du kaufst. Es existiert bereits aus allem, was du je
- gekauft hast. Das FTC Untersuchungsteam hat außerdem festgestellt, dass die Algorithmen dieser Zwischenhändler aus Mikroverhalten lernen, Mausbewegungen
- auf einer Website, wie weit jemand auf eine Produkte scrollt, welche Produkte im Warenkorb liegen bleiben, ohne gekauft zu werden und so weiter und so
- fort. Ein konkretes Beispiel aus dem FTC Bericht erklärt: Eltern, die mit einem Neugeborenen identifiziert wurden, sehen bei der Suche nach einem
- Fieberthermometer auf der ersten Ergebnisseite systematisch teurere Produkte, weil der Algorithmus weiß, Eltern mit Neugeborenen kaufen, egal zu
- welchem Preis, das ist Ausnutzung von Dringlichkeit. Die andere Frage ist, warum sind Firmen wie McKenzie und Asenture, also
- Unternehmensberater, auch auf dieser Liste? Nun, weil sie sich aktiv gegenüber Händlern, Restaurants und Finanzdienstleister mit genau diesen
- Fähigkeiten vermarktet haben. McKinsey hat sogar einen eigenen Begriff dafür geprägt. Digital Pricing Transformations. Das ist das Wort, mit
- dem die größte Unternehmensberatung der Welt ihren Kunden Surveillance Pricing verkauft. Die Zwischenhändler haben auf FTC
- Anfragen unterschiedlich reagiert. Mastercard bestätigte die Anfrage und kündigte Kooperation an. McKinzie und Asenture antworteten auf Pressefragen
- anscheinend nicht. Schauen wir uns mal drei Fälle an. Beginnen wir mal mit Uber. 2016, also hey, schon vor 10 Jahren,
- sprach Keith Chen, damals Chefökonom Uber im NPR Podcast This is Your Brain on Uber. über interne Verhaltensdaten und sein Befund lautete: "Einer der
- stärksten Prädikatoren dafür, ob ein Nutzer einen erhöhten Preis akzeptiert, ist der Akkustand seines Smartphones." Wer unter 5% Akku hat, wartet nicht. Der
- zahlt, weil der keine Wahl hat. Uber sagt bis heute: "Wir nutzen das nicht für Preise", aber darum geht es ja nicht. Es geht darum, dass sie es
- messen. Sie wissen es, sie haben es intern dokumentiert und ihrem Chefökonomen war es offensichtlich nicht unangenehm, es öffentlich zu erwähnen.
- Was ist hier die eigentliche Aussage? Und der US Senator Shar Brown hat das 2024 in einem offiziellen Brief an den Uber CEO direkt angesprochen und dort
- geschrieben: Uber nutze Algorithmen, um höhere Preise in Situationen zu verlangen, in denen Konsumenten den größten Bedarf und die wenigsten
- Alternativen haben. Dann die Firma Target, eine der größten Einzelhandelsketten der USA. Die musste 5 Millionen Dollar Strafe zahlen,
- nachdem nachgewiesen wurde, dass die App Preise erhöhte, je näher ein Kunde dem Store war. Ja, ein Fernseher kostete 100 $ mehr, wenn jemand auf dem Parkplatz
- stand, weil die Logik dahinter war, wer auf dem Parkplatz steht, ist bereits entschlossen zu kaufen. Und dann die Firma Instard, eine Untersuchung von
- Consumer Report vom Dezember 2025 stellte fest, Instard zeigte hunderten von Kunden unterschiedliche Preise, obwohl sie zurelben Zeit imselben
- Supermarkt einkauften. Die Differenz lag bei 23%. Hochgerechnet bis zu 1200 $ mehr im Jahr für dieselben Lebensmittel. Nach dem
- Aufstreich stoppte Instcart den Test am 22. Dezember 2025 und die Generalstaatsanwaltschaften von New York und Kalifornien forderten daraufhin
- Auskunft und kündigten breitere Untersuchung zu Surveillance Pricing an. Das sind drei Fälle, drei verschiedene Branchen, alle in den USA, weil dort die
- Klagen eingereicht werden, die Regulierung greift und die Dokumente öffentlich werden. Aber die Technologie kennt keine Grenzen. Dieselben Pricing
- Systeme, dieselben Zwischenhändler und auch dieselbe Logik, sie laufen auf denselben Plattformen, die du und ich täglich nutzen. Booking.com, Amazon oder
- die Fahrdienstapp auf deinem Telefon. Der Unterschied zwischen Amerika und demraum ist nicht die Praxis. Es ist die Öffentlichkeit. In den USA wird geklagt,
- untersucht und debattiert. Bei uns noch nicht. Nun, manche Ökonomen, die verteidigen dieses Surveillance Pricing und ihr Argument klingt sogar fair. Es
- geht so. Wer mehr zahlen kann, zahlt mehr. Wer weniger zahlen kann, zahlt weniger. Der Reiche subventioniert den Armen. Klingt fast so wie ein Robin Hood
- als Algorithmus. Die Daten sagen jedoch etwas anderes. Eine Studie über Breitbandangebote an 1,1 Millionen Haushaltsadressen zeigte,
- die höchsten Preise gingen an die einkommenschwächsten Haushalte. Ja, bei Instcard zahlten bestimmte Nutzerprofile bis zu 1200$ mehr im Jahr für dieselben
- Lebensmittel. Und die FTC hat 225 dokumentiert: Surveillance Pricing trifft systematisch Menschen, die keine Wahl haben. Also Erstkäufer, frisch
- gebackene Eltern, Menschen unter Zeitdruck. Das ist nicht Robin Hood, das ist genau das Gegenteil davon. Der Algorithmus belohnt nicht, wer zahlen
- kann. Er bestraft, wer keine Alternativen hat, wer wenig Supermärkte in der Nähe hat, wer kein Auto hat, wer nicht stundenlang Preise vergleichen
- kann, der kommt sowieso wieder und das System weiß es. Der Abgeordnete Chris Ward aus San Diego hat es direkt formuliert. Diese Praxis trifft am
- härtesten einkommenschwache Verbraucher und solche mit begrenzten Einkaufsmöglichkeiten. Ja, und dann ist da noch der Effekt, der
- selten erwähnt wird. Wenn der Algorithmus jeden Konsumenten den maximalen Preis berechnet, den ihr da noch zahlt, dann bleibt kein Geld mehr
- für alles andere. Ja, 50 € mehr für Lebensmittel im Monat sind 50 € weniger für ein Konzert. dein Buch oder auch ein Abendessen. Multipliziert mit Millionen
- von Haushalten wird das zu einer unsichtbaren Steuer. Aber bezahlt wird das nicht an den Staat, sondern an Aktionäre.
- Als erstes Gesetz weltweit trat der Algorithmic Pricing Disclosure Acting Kraft. Unternehmen, die personalisierte Preise einsetzen, müssen seither bei
- jedem Kauf einen Hinweis anzeigen, der folgendermaßen lautet: Dieser Preis wurde von einem Algorithmus berechnet auf Basis ihrer persönlichen Daten und
- wer das nicht tut, riskiert bis zu 1000$ Strafe pro Verstoß. Uber und Doordhörten zu den ersten, die diesen Hinweis anzeigten. Uber Reaktion
- ist jedoch ziemlich aufschlussreich. Ein Sprecher nannte das Gesetz schlecht formuliert und mehrdeutig und bestand darauf, dass ihr Pricing nur Geografie
- und Nachfrage berücksichtige, nicht persönliche Daten. Das heißt, sie zeigen den Hinweis, aber sie streiten ab, was ihr tatsächlich bedeutet. Seit Mai 2022
- gilt durch die EU Omnibusrichtlinie in ganz Europa. Wer personalisierte Preise einsetzt, muss Konsumenten darauf hinweisen. Das Europäische Parlament hat
- das beschlossen, verabschiedet im November 2019, in Kraft getreten im Mai 2022. Das ist allerdings kein Verbot, sondern nur die Aufforderung darauf
- hinzuweisen. Man darf sich ruhig fragen, wozu man eine Richtlinie erlässt, die die Praxis nicht stoppt, sondern einfach nur ja
- benennt. Die USA bewegen sich hier viel schneller als Europa. Innerhalb der letzten Monate haben drei US-Bundesstaaten konkrete Verbote
- verabschiedet. Etwa die Hälfte aller Bundesstaaten hat 2026 Gesetzentwürfe eingebracht. Das Land also, das dieses Problem am deutlichsten produziert hat,
- reagiert jetzt auch am schnellsten. In der Dachregion ist das Thema noch kaum in der öffentlichen Debatte. Ja, die digitalen Preisschilder, die stehen in
- den Supermärkten. Die Algorithmen, die laufen, die Daten, die fließen. Und die meisten wissen nicht einmal, dass es sogar einen Namen dafür gibt. Wir haben
- jetzt über Flugtickets gesprochen, über Uberfahrten, über Lebensmittel, Supermärkte. Das sind die sichtbaren Fälle. Ja, weil
- Menschen sie womöglich eher vergleichen können, weil ja vielleicht auch ein Screenshot möglich ist. Aber Surveillance Pricing bewegt sich in
- Bereiche, in denen keine Screenshots möglich sind, z.B. bei Mieten. Das White House Council of Economic Advisors hat im Dezember 2024 veröffentlicht.
- US-Mieter haben 2023 insgesamt 3,8 Milliarden Dollar mehr Miete bezahlt, weil Vermieter eine Software namens Real Page nutzen, die algorithmisch die
- maximale Miete berechnet, die der Markt noch toleriert. Im Schnitt 70$ mehr pro Monat pro Wohnung. Das US-Justizministerium hat 224 Klage
- eingereicht und 225 einen Vergleich erziäht. Der Vorwurf lautet: "Tausende Vermieter nutzten denselben Algorithmus der ihnen täglich im Fahl, was sie
- verlangen sollen, basierend auf den Preisen der Konkurrenz." Da hat sich kein Mensch abgesprochen, aber das Ergebnis ist dasselbe wie ein Kartell.
- Und der Chef der Department of Justice Kartellhörte brachte es selbst auf den Punkt, indem er sagte: "Real Page, ersetze echten Wettbewerb durch
- abgestimmtes Handeln auf Kosten der Mieter." Tja, und das ist die neue Dimension. Es geht nicht mehr nur darum, dass du für ein Flugticket zu viel
- zahlst. Es geht darum, dass Algorithmen systemisch Lebenshaltungskosten erhöhen und dabei niemand existiert, gegen dem man klassisch klagen könnte.
- 76% der Amerikaner lehnen laut einer Umfrage von 225 ab, das Unternehmen personalisierte Preise einsetzen. Das ist keine knappe Mehrheit, das ist eine
- klare gesellschaftliche Ablehnung. Und trotzdem passiert es, weil es unsichtbar ist, weil du nie den Preis siehst, den dein Nachbar gezahlt hat, weil es keinen
- Moment gibt, in dem du merkst, dass du gerade jetzt mehr zahlst als andere. Die Infrastruktur, die ist gebaut, die Daten, die fließen und die
- Zwischenhändler, die sind aktiv. Die einzige Frage ist jetzt, in welche Bereiche des Alltags sich das als nächstes ausdehnt? Der Freemarkpreis,
- der war ja immer irgendwie eine gewisse Fiktion. Ja, ein bisschen Verhandlung hier, ein wenig Intuition da und ein bisschen Glück. Ja, das spielte immer
- eine Rolle, aber es gab zumindest einen gemeinsamen Referenzpunkt. Du konntest nachfragen, du konntest vergleichen und du konntest auch Widerspruch einlegen.
- Aber was passiert mit einer Gesellschaft, in der diese gemeinsame Referenzpunkt nicht mehr existiert, in der jeder einen anderen Preis sieht und
- keiner weiß, was die Sache wirklich wert ist. in der Bequemlichkeit das neue Wort ist für etwas, das früher Ausbeutung hieß. Der Algorithmus, der optimiert
- nicht den Preis, er optimiert den maximalen Betrag, den du noch akzeptierst ohne wegzugehen. Und ihr lernt hinzu, jeden Tag mit jedem Kauf,
- mit jeder Suche, mit jedem Mal, dass dein Akku unter 5% fällt. Also bitte schreib mir in die Kommentare, sollten wir uns das gefallen lassen. Abonniere
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