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KI und Dynamic Pricing: Wie Algorithmen deine Preise verändern 📈
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 74 Zeilen
- Hallo, ich bin Lili. Ich studiere gerade AI & Societies, also wie KI und Gesellschaft zusammenhängen.
- Und auf diesem Kanal erkläre ich, wie dir im Alltag begegnet. In einfacher Sprache.
- Mein Ziel ist, dir dabei zu helfen, KI zu verstehen und dich sicherer im Umgang
- mit neuer Technik zu machen. Heute geht es um Dynamic Pricing, also um automatische Preisanpassung
- und bleib unbedingt bis zum Ende dabei, weil zu jedem Video gibt es ein kleines Quiz, mit dem du dein Wissen testen kannst
- und den Link dazu findest du in der Videobeschreibung. Stell dir vor, du willst online einen neuen Fernseher kaufen.
- Morgens kostet er 750 €, abends plötzlich 780 €. Und wenn du einer Freundin den Link schickst, dann sieht sie 730 €.
- Woran liegt das? Ist das Zufall? Ein Sonderangebot?
- Oder spielt da im Hintergrund vielleicht eine KI mit? Viele Onlineshops ändern ihre Preise heute automatisch mit sogenannten
- Dynamic Pricing Systemen, also Programmen, die die Preise laufend anpassen. Diese Systeme berechnen ständig, welcher Preis gerade am besten passt.
- Abhängig von Nachfrage, Standort, Tageszeit oder vielleicht auch von deinem bisherigen Verhalten im Internet.
- Das kann dazu führen, dass ein Shop den Preis eines Produkts mehrfach täglich anpasst
- oder dass du einen anderen Preis angezeigt bekommst, weil du über eine Preisvergleichsseite kommst.
- Kurz gesagt: Computerprogramme, die aus vielen Beispielen lernen, entscheiden mit, welchen Preis du siehst.
- Und das oft, ohne dass du es merkst. Aber wie funktioniert das eigentlich genau?
- Was passiert da im Hintergrund, wenn der Preis sich plötzlich ändert? Im Hintergrund passiert das in mehreren Schritten.
- Erstens: Das System sammelt Daten. Wer schaut sich was an?
- Wie lange, von welchem Gerät und aus welcher Region? Zweitens: Das System sucht Muster.
- Zum Beispiel, dass Menschen wie du bei Rabatten schneller zuschlagen oder bei bestimmten Uhrzeiten häufiger kaufen.
- Manche Systeme arbeiten dabei mit einfachen Regeln. Und andere verwenden KI Programme,
- die diese Muster selbstständig in großen Datenmengen erkennen können. Drittens: Daraus entstehen Preisideen.
- Welcher Preis macht es am wahrscheinlichsten, dass du kaufst und der Shop genügend verdient?
- Mal stecken dahinter feste Rechenregeln, mal eine KI, die deine Kauf-Wahrscheinlichkeit bei verschiedenen Preisen einschätzt.
- Viertens Der Preis wird automatisch angepasst. Manchmal sogar mehrmals täglich.
- Fünftens nach jedem Kauf oder wenn du sprichst, lernt das System dazu. Hat es funktioniert?
- Wird es etwas Ähnliches wieder probieren. So wird die Preisgestaltung zu einem ständigen Experiment
- und du bist Teil dieser Tests, oft ohne es zu merken. Damit das funktioniert, brauchen diese Systeme viele Informationen.
- Vor allem, wenn KI im Spiel ist. Aber woher kommen diese Daten eigentlich?
- Cookies und Tracking: Websites speichern kleine Dateien auf deinem Gerät, um zu sehen, welche Produkte du dir anschaust und wie du surfst.
- Kundenkonten und Bonusprogramme: Hier werden Einkäufe, Gewohnheiten und Rabattreaktionen gespeichert.
- Datenhändler: Sie sammeln Infos aus deinen Suchanfragen, deinem Standort und deinen Online-Käufen.
- Daraus bauen sie Profile von Menschen und verkaufen diese an Werbenetzwerke oder Shops.
- Und das geht noch weiter. In manchen Ländern, etwa in China, testen Läden
- bereits, Kameras und KI einzusetzen, um Stammkundschaft wieder zu erkennen und ihnen dann gezielt Rabatte oder Empfehlungen einzublenden.
- In Europa sind personalisierte Preise mit Gesichtserkennung aufgrund der strengen Datenschutzregelung fast immer verboten.
- Jetzt weißt du, wie Dynamic Pricing funktioniert und woher die Daten kommen. Aber was bedeutet das für dich als Kundschaft?
- Und ist das überhaupt erlaubt? Für Unternehmen ist Dynamic Pricing ein echter Gewinn.
- Sie sparen Aufwand und können Ihren Gewinn pro Produkt steigern. Für dich kann das aber ganz unterschiedlich aussehen.
- Mal bekommst du ein tolles Angebot, mal zahlst du einfach mehr als andere. Warum?
- Weil Preissysteme oft mit KI im Hintergrund einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass du jetzt kaufst.
- Sie analysieren dein Verhalten und ordentlich bestimmten Kundentypen zu. Zum Beispiel “reagiert stark auf Rabatte” oder “kauft auch bei höheren Preisen”.
- Qenn das System dich also für weniger preissensibel hält, kann dein Preis höher ausfallen.
- Auch wenn du das gleiche Produkt siehst wie andere. Und rechtlich?
- Die Datenschutzgrundverordnung regelt, wie Firmen mit deinen Daten umgehen dürfen. Sie brauchen dafür einen guten Grund.
- Zum Beispiel deine Zustimmung oder ein “berechtigtes Interesse”. Dieses Interesse darf deine Rechte nicht unangemessen benachteiligen.
- Wenn personalisierte Preise deutliche Folgen für dich haben, etwa weil du viel mehr zahlst, dann kann Artikel 22 der DSGVO eine Rolle spielen.
- Du hast das Recht, Auskunft zu verlangen, der automatisierten Entscheidung zu widersprechen oder eine menschliche Überprüfung zu fordern.
- Und wenn du das Gefühl hast, dass ein Unternehmen bei Preisen oder bei plötzlichen Preisänderungen unfair vorgeht, dann kannst du das melden.
- Die Verbraucherzentralen sammeln genau solche Fälle und stellen ein kostenloses Beschwerdeformular zur Verfügung.
- Dort kannst du eintragen, welche Preise dir angezeigt wurden, wann sie sich geändert haben und ob eine Buchung storniert
- und zu einem späteren Zeitpunkt teurer wieder angeboten wurde. Außerdem gilt: Nicht-notwendige Tracking-Cookies,
- also die, die entweder ein Profil von dir bauen oder dich Kundentypen zuordnen, dürfen in der EU nur gesetzt werden, wenn du aktiv zustimmst.
- Das heißt, du hast mehr Kontrolle, als viele denken. Aber was kannst du aktiv tun, um nicht in die teurere Falle zu tappen?
- Es gibt bewährte Tricks gegen Dynamic Pricing, direkt von der Verbraucherzentrale und vom ZDF empfohlen
- Vergleiche die Preise regelmäßig, öffne zum Beispiel verschiedene Tabs, nutze Vergleichsseiten oder schau zu verschiedenen Tageszeiten.
- Nutze den Inkognito Modus oder lösche Cookies und Browser verlauf. So fällt es den Seiten schwerer, sich zu merken, was du dir angeschaut hast.
- Aktiviere Browser-Erweiterungen wie uBlock Origin oder Privacy Badger. Die blocken viele versteckte Verfolgungsprogramme im Hintergrund.
- Du kannst auch ein VPN nutzen. Das ist ein Programm, das deinen Standort im Internet versteckt.
- So wird es für Firmen schwerer, ein genaues Profil von dir zu bauen. Mit diesen Schritten sparst du oft Geld und behältst die Kontrolle.
- Vielleicht fragst du dich jetzt: Wer macht so was eigentlich schon konkret? In Deutschland setzen vor allem größere Firmen KI-gesteuertes Dynamic Pricing ein.
- Und manche reden auch offen darüber. Zum Beispiel OTTO.
- OTTO betreibt einen eigenen Dynamic Pricing Service für otto.de. Laut dem offiziellen Techblog setzen sie dabei lernende Programme ein,
- die vorhersagen, wie viele Artikel sich zu welchem Preis verkaufen. Täglich werden so rund 1 Million Preise automatisch angepasst.
- Die Deutsche Bahn arbeitet zum Beispiel mit Sparpreisen, deren Verfügbarkeit von der Nachfrage abhängt.
- Das ist auch eine Form von Dynamic Pricing. Die Deutsche Bahn setzt an vielen Stellen bereits KI ein.
- Zum Beispiel für Auslastungssprognosen oder für Fahrgastinformation. Ob die konkrete Ticketpreis-Berechnung heute schon mit KI läuft, sagt die Bahn
- öffentlich nicht im Detail. Das war's für heute.
- Wenn du Fragen hast oder dir etwas Sorgen macht, schreib es gerne in die Kommentare oder schick mir eine Mail.
- Alle Videos, Quellen, mögliche Korrekturen und ein Glossar findest du auf meiner Website.
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- Beides ist unten verlinkt. Ich recherchiere meine Quellen selbst und prüfe sie, so gut ich kann.
- Die wichtigsten Quellen findest du in der Videobeschreibung, falls du tiefer reinschauen möchtest.
- Ich arbeite unabhängig, bekomme kein Geld für diese Videos und keine Firma sagt mir was ich sagen soll.
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