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Vergebung wird dich frei machen | P. Karl Wallner & P. Anton Lässer

KIRCHE IN NOT Österreich34:21 21.873 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 234 Zeilen
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  1. Fragen Sie doch mal ihre Nächsten, wie es Ihnen mit ihnen geht. Also seid sie mal ehrlich und fragt ihn, [musik] wo leidest du an mir?
  2. Weil diese diese Verhaltensweisen, diese Ecken in unserem Charakter haben oft etwas damit zu tun mit unversöhntem Erlebten
  3. und das sind oft kompensatorische Handlungen. Also, wenn ich verletzt [musik] bin, wenn ich enttäuscht bin, wenn ich einfach nicht angenommen war,
  4. entwickle ich eine Strategie, um damit umzugehen und die ist für die anderen oft schmerzhaft. Und dann fangen mal an mit Jesus darüber zu reden. [musik]
  5. Wann Jesus sagt, wenn dich wer links schlägt, dann halt ihm die rechte Wange hin. Also wenn dich [musik] der links schlägt, dann scheißt du auch nicht
  6. Halleluja. Ja. Sondern bist du mal automatisch gekränkt. Ja. Weil Christen sind normal. Ja. Die Psychologie ist so wie sie ist. [musik] Ja, aber was du
  7. dann draus machst, wir reden nicht über Vergebung, weil wir wollen, dass ihr euch plötzlich als die [musik] größten Sünder fühlen. Nicht deshalb, damit er
  8. traurig dann eben diese Sendung abschaltet oder [musik] auch ausklingt, sondern um euch zu sagen, es gibt ein Angebot und dieses Angebot zur
  9. Vergebung, das macht nicht die Kirche Kirche, [musik] weil wir sind nur Menschen, sondern das macht Gott selbst der Vater, dass der Mensch [musik] ins
  10. Leben kommt, in den Frieden kommt. Also, das ist das Angebot des Christendums. Ohne [musik] Gott, so wie wir Christen an Glauben, der sich uns geoffenbart
  11. hat, würden wir Menschen keine Vergebung bekommen. Vergebung ist ein großes Thema, weil wir es nicht aus uns selbst schaffen können. Du bist auch
  12. Passionist, du trägst es sehr prominent auch das Zeichen eigentlich der Erlösung. Man könnte auch sagen der Vergebung.
  13. Es ist in der Tat. ein wichtiges Thema und hatte ganz viel mit meiner Priestertum zu tun. Äh zu Beginn meiner Gaplanszeit
  14. kamen Leute äh aus Randgruppen, Drogenleute, Prostituierte, Leute, die Schlimmstes erlebt hatten. Und so war ich einfach hineingestellt in
  15. die Frage auch dieser Heilung der Seele. Und da ist mir dann tiefer aufgegangen, dass ein gut werden von erlebtem oder ein gesund werden der Seele
  16. ohne Vergebung nicht möglich ist. Mhm. Und ich habe mich dann intensiver damit
  17. beschäftigt. Und vergeben heißt niemals schön reden. Vergeben heißt niemals äh relativieren. Was gut ist, ist gut. Was
  18. böse ist, ist böse. Was verbrechen ist, ist Verbrechen. Aber geben hat etwas damit zu tun. Jesus geben.
  19. Mhm. Ihn überlassen. Mhm. Und zwar so lange, bis es aus meinem
  20. Herzen herausen ist. Solange ich oder du nicht oder wir nicht vergeben, halte ich das Böse, das defizitäre im
  21. Herzen fest und es wird immer negative Folgen haben für mich selber, für meine Beziehungen zu den Nächsten und natürlich für meine Beziehung zu Gott.
  22. Deshalb ist Jesus so insistierend, wenn es um Vergebung geht. Die einzige Vater unser Bitte, die er wiederholt bei beim im Matthäuse
  23. Evangelium von den sieben bitten wiederholt er nur eine und sagt und wenn du nicht vergibst, wird mein Vater im Himmel dir nicht vergeben.
  24. Und der ist da so streng, weil er weiß natürlich, dass Erlösung, gut werden, vollendet werden, damit zu tun hat, dass wir ihm erlauben, das Böse
  25. an sich zu ziehen, aus unserem Leben wegzuziehen, damit wir wieder ins Leben kommen. Sie muss aber noch einen Schritt
  26. zurückgehen, ja, weil ich meine, diese Erfahrung haben wir Priester, ja, also, dass die Menschen wirklich
  27. verletzt sind, dass sie äh verwundet sind und auch selbst dann keine Kraft haben zu vergeben. Aber ich meine, da schauen jetzt sicher viele zu, die
  28. werden sie fragen, jetzt fangen die wieder über Sünde und über Fehler zu reden an, weil wir haben schon in der Kirche so das Image, als würden wir
  29. gerne jetzt eben das Negative im Menschen thematisieren, damit wir uns bedeutungsvoll vorkommen oder damit wir das Christentum für bedeutungsvoll jetzt
  30. eben hinstehen können. Und es gibt doch sehr viele, die sagen, ich habe eh keine Fehler oder ich schaffe das selbst. Also, ich glaub, heute schon sehr viele
  31. gibt. Ich hatte mal ein Schreiben vom apostolischen Nus, der in Japan war, weil ich ein Buch über die Sühne Christi geschrieben hatte. Er war sehr
  32. begeistert davon, aber er hat dann auch mir geschrieben, er versteht jetzt, warum die Menschen in Japan sich so schwer mit dem Christentum tun? Weil das
  33. Wesen des Christentums ist Vergebung. Wir sind eine Religion, die an einen Erlöser, an einen vergebenden Gott braucht. Aber da muss ich eben ein
  34. Schritt zurückmachen. Da muss ich selber mal realisieren, dass mir was fehlt, dass bei mir irgendwas schief ist. Und ich glaube, das ist schon ein Problem
  35. für die Leute heute, weil es wird ihnen ja überall gesagt, also du bist so schön, du bist so toll, bist der Anton [gelächter] ist der Antonas Fahberg bist
  36. du. Ja, also das ist schon diese dieses Thema, also, dass die Leute einfach, wie soll ich sagen, sich die Sünden lieber
  37. wegreden oder ausreden oder nicht annehmen, weil in dem Augenblick, was du jetzt geschildet hast, in dem Augenblick, wo ich erkenne, mir fehlt
  38. was, ja, bin ich einen ganz anderen Status. Aber ich hab so das Gefühl, die Leute haben s Panzer um sich herum. Ja, und ich bin eh der Beste, der größte,
  39. der schönste. Also, ich denke, diese Sendungen, die wir jetzt machen, äh zielen ja vielleicht auch daraus ab
  40. darauf ab, dass der Mensch etwas bewusst wird, dass sie mal nachfragen oder tiefer hineinschauen. Damals schon, als ich noch Kaplan in Blutens war,
  41. habe ich mich dann auch auf der psychologischen Ebene damit auseinandergesetzt und es gab damals schon Studien, eine große in Amerika,
  42. die eine ja gefährliche Aussage jetzt, sie möchte auch niemandem zu nahe treten, dass es eine Korrelation gibt, eine starke Korrelation
  43. zwischen nicht aufgearbeiteten traumatischen Erlebnissen und Krebskrankheiten. Mhm. Das heißt, das nicht vergeben
  44. können, das sauer bleiben hat eine Konsequenz, die sich dann auch körperlich ausdrücken kann. Jetzt bitte, ich sage nicht, dass alle Krebskranke
  45. nicht vergeben haben. Muss man ganz klar sagen, nicht krank sein. Das Wort kränken kennen wir alle. Ja,
  46. wenn ich gekränkt bin, seelisch gekränkt bin, also dass ich das körperlich aus auswirkt, also ich glaube, das kann man das kann man absolut bejahen. Also da
  47. musst du dich nicht entschuldigen, obwohl die Amerikaner manchm interessante Studien, aber das ist ja etwas, was man real jetzt eben
  48. wahrnimmt, wenn es mir seelisch nicht gut geht, dann wirkt sich das einfach auch körperlich aus. Aber hier das große Bonum
  49. ist, dass wir als Christen wirklich glauben, dass Jesus all das Böse Mhm. äh einfach am Kreuz abgearbeitet hat und
  50. dass das ein Punkt ist, ein Ort ist, wo ich das selber erlebte Böse hintragen kann. Ich hatte einmal ein sehr spannendes Erlebnis, wo jemand vom
  51. eigenen Vater missbraucht worden war mit 15 in den Drogen, kurze Zeit später in der in der Prostitution. Die Frau war damals noch sehr jung und sie hat sie
  52. war umgetauft und sie hat dann so begonnen zutrauen zu fassen und kam öfters und ich habe dann irgendwann sagen können,
  53. ich weiß genau, solange du dem Vater nicht vergibst, wirst du aus der Droge nicht freikommen. Und die saß vor mir und hat geschrienen, hat gesagt, ich
  54. kann nicht, ich kann nicht, ich kann nicht. Ich war ganz betroffen in dem Moment und das war wohl ein Geistesblitz des Heiligen Geistes. Ich habe gesagt,
  55. was du kannst, ist völlig irrelevant. Aber sag Jesus, wenn es dich gibt, ich will vergeben, aber ich schaff es nicht, dann hilf mir doch. Und dann kam sie
  56. zwei Monate später im Pharaof werde ich nie vergessen an das Sekretarium vorbei, kam da ins Büro von mir und sag gablan, jetzt kann nichts. Und dann begann ein
  57. Heilsweg, aber das ging nur mit der Gnade Gottes, nicht, weil ich glaub, das ist ja für viele ein Problem, nicht? Also heute
  58. sind wir so in einer pelagianischen Welt, ne? Also so nach dem Motto, wir schaffen das und du musst dich n anstrengen oder viele gehen dann halt in
  59. Meditationsformen, wo sie sich aber eher, also wenn man jetzt den östlichen Wegen folgt, die Sünden ausreden und die Wunden ausreden, alles schein
  60. durchschauen, was aber nicht viel nützt, wenn die Wunden und die Verletzungen und auch der innere Hass real ist. Ja. und also da muss ich mich ja mal annehmen in
  61. meiner Fehlerhaftigkeit und dann muss ich auch irgendwie ganz tief erkennen, was der Prophet von Jesus Christus ist. Weil ich glaube, also ich auch so rein
  62. kirchenstategisch oder kirchenpolitisch habe ich wirklich das Gefühl, dass wir nicht weiterkommen werden in diesem sichernd christlichen Europa, wenn wir
  63. nicht wieder erkennen, du sprichst immer als früherer Manager von der Kernkompetenz, nicht her, also von der Kernkompetenz dessen, was wir Christen
  64. können bzw. was Christus uns schenkt und das ist eben Heilung. Jesus heißt Heiler, heißt der Heiland Jeshua. Also Gott heilt, Gott rettet. Und deshalb
  65. ist, wenn wir über Sünden, über Fehler, über Verwundungen, Verletzungen, über diese inneren Verspannungen reden, nicht, dass wir den Leuten ein
  66. schlechtes Gewissen machen wollen, sondern das, was vorhanden ist und was man sich in falscher Weise jetzt eben ausredet, das kann Jesus Christus
  67. heilen. Also die Kirche thematisiert die Sünde nicht, um den Leuten Sünden einzureden, sondern um sie von dieser Realität, innersten Realität des
  68. Menschseins zu befreien. Dann kann ich noch mal einen anderen Zugang auch wenden und sagen, fragen s doch mal ihre nächsten, wie es Ihnen mit ihnen geht.
  69. Also seid du mal ehrlich und fragt ihn, wo leidest du an mir? Mm. Weil diese diese Verhaltensweisen, diese Ecken in unserem Charakter haben oft etwas damit
  70. zu tun mit unversöhntem Erlebten. Und das sind oft kompensatorische Handlungen. Also, wenn ich verletzt bin, wenn ich enttäuscht bin, wenn ich
  71. einfach nicht angenommen war, sei es vom Vater, von der Mutter oder von meinen Geschwistern oder permanent gemobt worden. Es gibt ja 1000 solche Elemente.
  72. Äh dann dann entwickel ich eine Strategie, um damit umzugehen und die für die anderen oft schmerzhaft. Mhm. Drum es kann wirklich ein Zugang zu
  73. sein, sagen, jetzt bitte sag mir mal ehrlich zu Leuten, die mich kennen, den ich ein bisschen vertraue, wie geht's denn dir mit mir? Wo wo wo erlebst du
  74. Dinge, wo du immer wieder getroffen wirst und dich zurückziehst und dann fang mal an mit Jesus darüber zu reden und einfach dich ehrlich, ich kann auch
  75. sagen, ehrlich dem zu stellen. Na, also ich ich habe ein Phänomen, was du da ansprichst, nicht? Weil wir glauben alle, wir sind verwundet und
  76. verletzt. M wir hatten den Heiligen so 2006 war das bevor wir mit der CD berühmt geworden sind. Da hatten wir so ein Heilungsseminar, ein charismatisches
  77. angeboten. Ich war damals junger Rektor der Hochschule und es waren so 250 Leute im Kaisersaal. Ich kannte ungefähr die Hälfte davon. Ja, und dann ging es
  78. darum, also das war ein charismatischer Mann, Priester, der dort geredet hat, ja, äh war für mich ein bisschen stranger, weil er hat über Verwundungen
  79. aus der Familie gesprochen. Äh und dann hat er gesagt, alle sollen aufstehen, die das Gefühl hatten, sie wurden von ihren Eltern oder in ihrer Kindheit
  80. nicht ausreichend geliebt und sie fühlen sich verwundert. Ja, und ich habe so glückliche Kindheit gehabt. Ja, liebe Mama, lieber Papa, ja, alles. Es war
  81. wirklich wunderbar. Und dann ist zwei Drittel von den Leuten sind aufgestanden. Ja, da habe ich erst die Realität gesehen, also wie viele
  82. Menschen heute verwundet sind oder sich verwundet fühlen. Und dann eben ein Phänomen, was ich im Kloster dann eben auch hatte. Du trittst mit Idealismus
  83. ein, bist in so einer Gemeinschaft, machst dein Bestes und dann merkst du aber, dass ohne Absicht, ja, du durch dein Tempo, durch deinen Charakter, ja,
  84. durch die Art, wie du redest, dass du den Leuten auf die Nerven gehst oder sie verletzt, ja, ohne dass das willst. GL realisieren auch nicht viele, das
  85. einfach durch unser normales tun, wie du gesagt hast, dit die anderen fragen, wie geht's da mit mir? Also ich würde das im große nicht gerne machen. Also aber aber
  86. es ist einfach so, dass du dann spürst, du gehst dann dann auf die Nerven, ja, und du du hast gar keine böse Absicht eben. Einfach durch dein Dasein bist du
  87. verletzend. Und das ist die Realität noch einmal. Also, ich glaube, das wichtig ist, es anzunehmen. Wir sind nicht so, wie wir sind. Ja, wir brauchen
  88. Heilung. Ja, gerne dazu auch noch äh ein Gedanke. Freilich, man kann jetzt alles pathologisieren
  89. und das gibt's auch in kirchlichen Kreisen, nicht? Die gehen von einem Heilungsseminar zum nächsten und immer dann, wenn sie gefordert
  90. werden, mal selber einfach durch Mühen und üben etwas zu tun, dann gehen sie zum nächsten Heimat äh Heilungsseminar und dann auch, wenn
  91. mir z.B. solche Dinge bewusst werden. Du hast es Glück gehabt, ein gutes Elternhaus zu haben, vernünftig sozialisiert zu werden, mit großer
  92. Freiheit deiner Berufung zu folgen. Und du kannst das auch in der Gemeinschaft, in der du lebst, lebst du das genau.
  93. Wenn du dich jetzt danach richten würdest, was alle deine Mitbrüder an Gefühlen haben, dann wärst du der kastrierte Pater K.
  94. Genau, das darf natürlich auch nicht passieren. Das heißt, ich muss auch dem anderen ein Stück weit meine Freiheit und meine
  95. Aufgabe, meine Berufung zumuten. Also diese Unterscheidung, wo liegt bei ihm ein Heilungsbedarf, sage ich mal, oder auch ein ein Heiligungsbedarf, wo
  96. er sich wirklich mühen muss und lernen muss christlich mit seinem Mitbruder umzugehen. Oder wir wissen genau, dass wir in
  97. Gemeinschaften nicht nur innerhalb des Ordens oft auf Neid, auf Eifersucht treffen, weil wir gewisse Dinge machen können,
  98. genau zu denen andere nicht die Freiheit haben oder nicht die Intelligenz haben oder nicht die Kraft haben.
  99. Äh man darf sich dadurch nicht leben lassen, weil dann würde wieder das der oder das Böse gewinnen. Also es bedarf ja schon der Unterscheidung der Geister,
  100. dass ich in großer Freiheit das tue. äh was mir auch aufgetragen ist, wozu ich befähigt bin und dennoch aber auch die eine gewisse Sensibilität habe. Es geht
  101. ja auch um Klugheit. Ich muss ja nicht jemandem Dauernd vor Augen stellen, wie gut und schön ich bin, wenn ich genau weiß, der leidet darunter Dauer nicht.
  102. Dann kann man auch sich mal Runde zurücknehmen und seine Arbeit trotzdem tun. All solche Dinge gehören einfach zur Mitbrüderlichkeit, zur Liebe, zur
  103. Umsicht und dennoch darfst du mir nicht die Kraft rauben. Ich möchte diese andere Perspektive einfach noch mal einbringen, weil ich das in christlichen
  104. Kreisen oft kennengelernt habe. Äh äh alles zu pathologisieren ist nicht richtig, weil ganz grundsätzlich bin ich mal aufgerufen, tugenhaft zu leben. Ich
  105. bin aufgerufen mit der Kraft Gottes meine eigenen Fehler auch zu sehen und zu überwinden und sie nicht dem anderen dauernd zuzumuten. Und wir leben heute,
  106. glaube ich, eher in einer Gesellschaft, in der jeder dauernd sagt, wie es ihm geht und was er fühlt. Mhm. Äh, wenn ich immer meine Gefühle leben
  107. würde, wäre ich vielleicht in meiner Vergangenheit schon mal zum Mörder geworden. Das kann ich aber nicht und das darf ich auch nicht. Und meine
  108. Gefühle sind nicht für jeder Mann dauernd relevant. Ja, ist schon ein bisschen so, dass wir uns
  109. zu Qualen entwickeln, nicht? Also ohne Formeln die das ganze nicht. Also ich meine mir mich da gibt's ja dieser Egozentrismus ist das Charakteristikum
  110. unserer Zeit und danach die Unfähigkeit ja sich selbst zu realisieren jetzt eben in der Wirkung auf andere bzw. also wie man selbst für andere zur Belastung
  111. wird. Aber noch einmal, ich glaube das Hauptthema ist wirklich eben jetzt, dass wir den Leuten, die jetzt zuschauen, uns diskutieren, zuschauen, wenn wir über
  112. Vergebung reden, dass wir ihnen sagen, wir reden nicht über Vergebung, weil wir wollen, dass ihr euch plötzlich als die größten Sünder fühlt und so weiter. Wenn
  113. es so ist, soll es so sein. Ja, aber eben nicht deshalb, damit er traurig dann eben diese Sendung abschaltet oder auch ausklingt, sondern um euch zu
  114. sagen, es gibt ein Angebot und dieses Angebot zur Vergebung, das macht nicht die Kirche Kirche, weil wir sind nur Menschen, sondern das macht Gott selbst
  115. der Vater. Unfassbare Liebe des Vaters heißt s in der Osternacht im exultet. Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin. Also, dass hier ein Angebot
  116. gemacht wird für den Menschen, dass der Mensch ins Leben kommt, in den Frieden kommt, Shalom und Zoe. Also, das steht in der Bibel eben jetzt für die
  117. Versöhnung mit Gott, für die lebendige Verbindung mit Gott und untereinander. Also, das ist das Angebot des Christentums. Und Jesus Christus,
  118. nachdem er die Sünde der Welt, nicht nicht deine Sünde, nicht meine Sünde, sondern alle Sünden, ja, ans Kreuz getragen hat. Welt heißt im griechischen
  119. Kosmos die Sünde der Welt ans Kreuz getragen hat. Das das Lam Gottes. Johannes 126 steht dann am Ostermgen in der Mitte der Jünger und sagt: "Shalom,
  120. Shalom alle kennen." Das ist der Gruß, den wir bei jeder heiligen Messe hören. Ja, weil es geht jetzt eben um dieses ins Leben hineingehen aus dem indem man
  121. die Vergebung der Sünden eben empfängt. Ganz schön. Der jetzige Papst Leo, das erste Wort auf der LX Friede
  122. Patsche. Ja. Und ich habe manchmal den Leuten gesagt, um das aufzugreifen, was du jetzt äh auch ausgedrückt hast, bitte
  123. vergeht aus Egoismus, wenn er sonst keine Motivation findet. Das ist so ein interessanter Aspekt, verstehst du? Du hast es nicht Not,
  124. ja, das Negative und Böse in deinem Herzen festzuhalten und zu kultivieren. Es macht dich in erster Linie krank
  125. und nicht den anderen, dem du nicht vergibst. Da das gilt wirklich mal zu begreifen. Ich ich will erlöst sein. Ich will frei
  126. sein und der andere hat kein Recht einen solchen Besitz in mir zu beanspruchen durch sein Fehlverhalten, dass er mich bindet.
  127. Genau. Der der mir fällt noch was an. Das ist vielleicht hier vielleicht nicht also wenn ich gekränkt bin, ja, wenn ich gekränkt verletzt bin, dann bin ich eben
  128. krank gemacht. Ja. Und das meinst du wohl, dass ich davon profitiere oder du sagst, dass es sogar eine Form von Egoismus ist. Ja, also zugespitzt, wenn
  129. ich vergebe, kön sagen, selbst, weil ich dann aus der Kränkung rauskomme und nicht mehr krank bin, ne?
  130. Genau. Ja. Und auch nicht andere kränke, weil der Verletzte verletzt auch wieder andere. Ja, also drum. Nein, ich will frei sein in meinen Lebensvollzügen.
  131. Jemand, der Böses tut, soll kein Recht haben, mein Verhalten zu bestimmen und zu determinieren. Um das geht es bei der Versöhnung. Drum, wenn Jesus, ich komme
  132. immer mehr drauf, wenn Jesus uns ein Gebot gibt oder wenn er streng wird, wenn er sagt, Amen, Amen, das sage ich euch,
  133. dann tut er das nie, damit er uns etwas auferlegt, sondern er tut's drum, weil er fleht. Bitte lass das sein. Wenn ich verletzt bin, wenn ich vom Bösem
  134. getroffen bin und einmal eine Klammer aufgemacht. Es ist viel einfacher, etwas in der Vergangenheit ist zu vergeben, als wenn ich dauernd einem Fehlverhalten
  135. ausgesetzt bin meines Ehepartners oder meines Arbeitskollegen und der mich immer wieder trifft und immer wieder mobbt. Das ist wirklich
  136. herausfordernd. Aber dazu sagen, der hat korrecht mein Leben zu bestimmen. Wer ist die Person und welche Stellung hat sie in meinem Leben? Jesus, ich vergebe.
  137. Ich gebe ihn dir. Ich gebe, ich sag mir drei Sachen. Den Menschen, den Täter. Jesus, ich vertraue in dir an. Du bist der gerechte Richter. Kümmer dich drum.
  138. Ich Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, dein Thema. Ich gebe dir die Tat, die er getan hat und die will ich vergeben, weil du sie
  139. am Kreuz bezahlt hast. oder wenn wenn ich Schulden habe und mein Vater bezahlt meine Schulden oder mein Onkel, dann habe ich sie nicht mehr. Punkt.
  140. Wie komme ich dazu, dem anderen die Schuld vorzurechnen, wenn ich wirklich glaube, Jesus hat sie bezahlt? Und dann das Dritte, ich gebe Jesus
  141. meine Wunde, denn durch seine Wunden heilt meine Wunden. Ich habe ein Recht durch das, was Christus für mich getan hat, dass ich frei werde von allen
  142. Leuten, die mir Böses getan haben. Und das will ich und das muss ich üben. Ich habe manchmal den Leuten gesagt, wenn vergeben hast du erst, wenn du
  143. nicht mehr davon sprichst. Vergeben in der Tiefe hast du erst, wenn das Thema für dich kein Thema mehr ist. Und das musst du oft hundertfach machen
  144. und entscheiden ist nie, was ich kann, sondern was ich will. Sagt Jesus, ich will das loswerden. Vielleicht muss ich es ihm 100 mal geben und sag aber ich
  145. will das nicht mehr. Das Entscheidende für mich ist, ich will das nicht mehr. Du hast meine Schuld bezahlt, ich will endlich frei werden.
  146. Ja, doch, da muss ich gleich Gewissenserforschung machen, weil wir auch, ich glaube, jeder Mensch redet eben ä immer wieder über das, was ihm
  147. passiert worden ist, was ih der angetan hat und es ist auch das große Thema nicht, wenn man sich als Opfer fühlt, ja, als Opfer fühlt, dann ist es immer
  148. eine Selbsterniedrigung eigentlich, ne? äh und erst wenn man dann draußen ist aus dieser Opferrolle, indem man vergeben hat, kommen eigentlich bitte in
  149. ein freies Leben. Übrigens siches Opferfühlen ist ganz gefährlich, weil das kann man geschichtlich immer wieder feststellen bis hin zu Hitler. Hitler
  150. fühlte sich als Opfer des Weltjudentums und sobald man sich als Opfer fühlt, ja, oder ich bin alle sind gegen mich, ja, und die tun mir in der Firma das an, ja,
  151. und so weiter, dann fühlt man sich berechtigt jetzt eben gegen andere aggressiv. Und bei Hitler war es wahnsinnig, also bis hin zum Holocaust
  152. und zur Ausrottung also vorzugehen, das ist wirklich ganz gefährlich auch für die Gesellschaft, also raus aus der Opferrolle. Nur nur mein Problem ist hal
  153. bzw. Also, das müssen wir den Leuten sagen, du hast es eh schon gesagt, aber dass wir das selber nicht können, also da muss als Dogmatiker wirklich sagen,
  154. also wir sind doch die Erbsünde verwundert, ja, und das ganze Christentum ist nicht
  155. etwas, was bloß psychologisch funktioniert, weil auch unsere Psychologie ist verwundet. Und deshalb müssen wir uns unserem Erlöser, also
  156. jenem Gott anempfehlen, uns ihm übergeben. Du hast gesagt, alles Jesus hinlegen, was wir selber nicht schaffen. Ich schaffe das nicht. Ich kann nicht.
  157. Gott allein kann göttlich vergeben. Dort zu, ich muss es nicht können. Ich muss genau übrigens dann d das fällt
  158. mir noch was ein, weil ich eben dann oft auch Leute habe, die eben wir auch so verletzt worden sind, wie du das gesagt hast und dann kommen die und sagen: "Ja,
  159. ich habe eh alles übergeben, aber jetzt eben es kommt immer wieder und ich kann nicht so lieb sein zu meinem Mann oder zu jemanden, wie das vorher war, dann
  160. sage ich, das musst du auch nicht." Ja, weil die Gefühle, die kommen und gehen. Ja. Und Liebe und Vergebung ist keine Sache der reinen Gefühle. Also, das
  161. heißt, wenn ich wer ich hatte einen Mitbruder, der ist schon gestorben, der wirklich bösartig gegen mich intrigiert hat. Er glaubte jetzt eben die Kirche
  162. vor mir schützen zu müssen, aber es war wirklich es war gemein. Ja. Und äh, also äh das war dann irgendwann vorbei. Ich war dann sogar in einer höheren Position
  163. ihm gegenüber, habe ihn dann gefördert. Das war das eine. Aber ich habe mich nie bemüht, ja, dass ich wieder so freundlich und lieb zu ihm bin, weil ich
  164. konnte es nicht. Ich wusste, ich schaffe das nicht. Ja, und dann einfach ein korrektes Verhältnis verwende ich immer. Also, dass man, wenn man vergeben hat,
  165. schaut, dass man korrekt jetzt miteinander umgeht und die Gefühle, die dann sich nicht einstellen wollen, weil viele leiden darunter und würde würde
  166. ins oder sie wieder so lieben können, bevor wenn es nicht kommt. Korrekt ist, glaube ich, hilfreich. Mhm. Ich kann eine Analogie dazu
  167. verwenden. Für mich war immer, weil weil Leute dann kamen, die auch ihr Stück weit heil geworden waren und die dann aber wieder Gefühle hatten.
  168. eine starke Phobie, konnte in keinen in keinen Lift sich hineinbegeben, also Aufzug. Und äh haben wir gebetet, hat sich
  169. gewisses hat sich aus der Vergangenheit, glaube ich, einfach im Licht auch ein Stück weit aufgelöst. Und dann ging wollte sie wieder in sie
  170. wollte in den Lift und hat wieder die alte Beklemmung gespürt, aber sie konnte hineingehen und ihm verwenden.
  171. Da sagt schauens das eine ist der psychologische Ebene. Sie hatten 10 Jahre lang extreme Beklemmung und konnten nicht hinein, dass das
  172. umgeschrieben muss werden muss in der Außenhirnrinde, wo diese Dinge beheimatet sind, äh ist normal, aber sie haben jetzt die Freiheit hineinzugehen
  173. und trotzdem Lift zu fahren. Und das ist der Punkt. Also geistlich gesund heißt nicht, dass keine negativen Gefühle mehr aufpoppen,
  174. ja, sondern geistlich gesund ist meine Freiheit, dass ich das, was du korrekt genannt hast, jetzt tun kann,
  175. weil weil reaktive Gefühle, das wissen auch viele Leute nicht, sind keine Sünden. Absolut richtig.
  176. sech Gebot, wenn ich wen mir irgendetwas lust der erste, das ist noch keine Sünde. Erst wenn ich dann mitmache, also wenn meine Frei sagt, da gehe ich jetzt
  177. weiter oder wenn eine Aggression kommt, also wann Jesus sagt, wenn dich wer links schlägt, dann halt ihm die rechte Wange hin. Also wenn dich der links
  178. schlägt, dann scheißt du auch nicht Halleluja. Ja, sondern bist du automatisch gekränkt, weil Christen sind normal. Ja, die Psychologie ist so wie
  179. sie ist. Ja, aber was du dann draus machst, also das ist dann also wie Wille und Verstand. dazu dann Stellung nehmen und damit umgehen,
  180. nicht? Äh ja, ein ich wir werden sehen, ob das Beispiel dann auch noch äh gebraucht wird oder nicht. Aber ich habe ein ein Erlebnis gehabt. Auch zu Beginn
  181. meines Priestertums war ich bei einem Versöhnungsseminar am Sonntagsberg und da war eine Frau, die war von ihrem m Freund damals
  182. verlassen worden. Sie hatte zwei Kinder. Äh das jüngere war noch nicht einmal ein Jahr alt und der ging nach Südamerika, hat die Konten abgeräumt und war einfach
  183. nicht mehr da. Und sie stand mit einem Häuschen da, das verschuldet war. Von heute auf morgen hat dieser kein Geld. Also
  184. und sie sie hat dann bei Freunden und Freundinnen Geld ausgelehen, gesagt, ich geb es euch in zwei Monaten zurück und habe begonnen äh schwarz in einer Bar zu
  185. arbeiten. Und nach einem Monat hat sie der Barbesitzer betröselt, ich bezahle dich dann in zwei Wochen oder so. Und so nach
  186. 6 Wochen hat sie realisiert, der gibt mir gar kein Geld und ich kann ihn auch nicht klar einklagen. Und das hat sie so verbittert,
  187. weil sie äh einfach ein zuverlässiger Mensch waren und für sich nicht. Und äh sie war dann auf einem dieser Versöhnungsseminare, werde ich nie
  188. vergessen. Und die Schwester, die das auch geleitet hat, die hat äh ihr gesagt, sie müsste zuerst diesen Barbesitz und ihren Mann vergeben. Und
  189. die war ganz sauer, sagt, warum muss ich vergeben? Mein Mann war das Schwein und der Barbesitzer war, warum muss ich vergeben? Sagt, nein, erst musst du
  190. vergeben und Gott bitten, dass er diese Menschen segnet. Und es hat fast drei Tage gedauert, bis sie das kommt, das glaub ich. Ja,
  191. also wir haben gebetet mit ihr. Nein, nein. Kurz. Als es getan hat, hat sich folgendes ereignet.
  192. Der Barbesitzer, während wir noch am Sonntagsberg waren, den muss irgendwas so mit schlechtem Gewissen erfüllt haben. Es war aber schon zwei Jahre
  193. später oder so. Es war schon einige später. Dann hat der Barbesitzer versucht sie zu erreichen,
  194. aber sie war ja umgezogen. Das Haus hatte sie nicht halten können. Hat keine Ruhe gegeben, bis einer ihrer ehemaligen Kolleginnen ihm gesagt hat, wo die
  195. Mutter wohnt. Er hat die Mutter kontaktiert. Die Mutter hat sie so lang dranaliert, bis sie ihr gesagt hat, wo die Tochter ist. Und wir haben noch am
  196. Sonntagsberg hat sie noch einen Telefonatruf bekommen von diesem Balbesitzer. Er sei bereit, alles zu geben, was ihr
  197. schuldet. Er würde auch Zinsen geben. Und da habe ich es erste Mal begriffen. Wir halten den anderen im Bösen fest. Ah ja,
  198. solange wir das Böse nicht loslassen. Also, wir haben auch eine Verantwortung, dass der zur Einkehr kommt und zur Umsicht zur Einsicht kommt und zur
  199. Umkehr. Und deshalb da ging mir dann dieses Wort Jesu auf. Wenn du nicht vergibst, wird mein Vater im Himmel dir nicht
  200. vergeben. Und da kommen wir natürlich auf einen Punkt. Äh das Böse letztlich hängt dahinter die Dämonie,
  201. die Menschen triggert, damit sie Böses tun. Versucht, sage ich auch nicht und dann hat er gewisses Anrecht und da sitzt er drauf.
  202. Wenn wir vergeben und die Erlösung von Gott annehmen, dann wird er wie entmachtet. Mhm. Und das gibt auch dem Täter eine
  203. Chance der Gnade zu begegnen. Das war dieses konkrete Beispiel. Es war für mich sehr lehram lehrsam. Ich habe lehrreich. Ich
  204. habe es bis heute nicht vergessen. Ich glaube, das ist gut, dass du es erzählst. Realistischerweise muss man sagen, dass das nicht immer der Fall
  205. sein wird. Ja, und es erfordert eine unglaubliche Kraft und Stärke jetzt jemanden zu vergeben, von dem man verletzt worden ist. das eigentlich das
  206. größte, was überhaupt gibt. Ich habe diese Vat unser Bitte, wo wir Gott bitten, uns zu vergeben. Äh und wo es dann eben heißt, wie auch wir vergeben
  207. unseren Schuldigern. Also doch immer so interpretiert, wir brauchen die Bereitschaft zu vergeben, weil in dem Augenblick, wie du sagst, wo ich den
  208. anderen jetzt den Majestäter Schuldner mir gegenüber festhalte, also in diesem Augenblick bleibt alles verknotet und verkorgst und so weiter. Und da gibt's
  209. auch die berühmten Gleichnisse, die Jesus erzählt, wo jemanden sehr, sehr viel erlassen wird, der aber dann seinen Schuldner begegnet und den von dem das
  210. Geld wieder rückerprst und so weiter. Also, wo eine Disproportionalität in der Vergebung, die man selbst empfängt,
  211. zu dem, was man selbst gewähren soll, besteht. Also, das muss sein. Ich brauche eine Bereitschaft zu vergeben. Ja, wenn wir Vater unser diese Bitte
  212. umdrehen, dann sage ich jedes Mal, wenn ich Vater unser bete, lieber Vater, solange ich nicht vergebe, musst du mir auch nicht vergeben.
  213. Ob das viele Leute auch so denken, glaube ich. Ja, aber es ist eine Anfrage an uns und ich möchte jetzt wirklich den Zuhören ja
  214. gerne einen Rat geben. Ja, überlegt mal über wen ihr negativ redet.
  215. Mm. Überlegt mal welche Schuld ihr kultiviert und als Entschuldigung nehmt für euer
  216. Verhalten, denn das ist niemals gut. Und solange noch in der Anklage seid, solange ihr noch in der Anklage seid,
  217. habt ihr Erlösung in dem Punkt nicht zugelassen. Streckt euch danach aus. Entscheiden, wie du gesagt hast, ist nicht was ich vermag, sondern was ich
  218. will. Ich sag, ich will versöh sein. Ich möchte ihm wirklich vergeben und versucht allen alles ganz zu vergeben. Tragt sie in die Messe hinein.
  219. Sagt Jesus, heute in der im Messopfer stirbst du für diese Sache. Ich bring es dir. Ich möchte das loswerden. Also bitte, wenn unsere Fastenzeit jetzt dazu
  220. dient, dass wir das Böse aus unserem Herzen wegkriegen, auch das was Böse als andere getan haben, dann kann Ostern werden.
  221. Ich glaube, das war ein schönes Schlusswort. Ich habe eigentlich noch im Kopf gehabt, die Beichte reinzubringen. Das geht sie absolut nicht aus. Das ist
  222. ein neues Thema, weil wir ein eigenes Sakrament. Ja, also wo uns die Sünden vergeben werden von Gott, wo wir das real jetzt eben erleben. Aber ich
  223. glaube, da machen wir andere Sendung dazu. Aber sag noch zwei Sätze zu beichte, weil sie gehört wirklich zum Thema
  224. Versöhnung ganz dazu. Also sie ist die Konsequenz dessen, was Christus ein Prophet für uns in diese Welt gebracht hat. ist das Lamm Gottes,
  225. das die Sünde der Welt hinwegnimmt und nach seiner Auferstehung steht in der Mitte seiner Jünger und haucht ihnen den Heiligen Geist entgegen. Ja, also die
  226. sind Sünder, die haben ihn verraten. Das ist eine Bande von Versagern, die dort steht. Ja, also so wie wir es durch die Geschichte hindurchen.
  227. Genau. Die Kirche ist ja nicht der Club, der Club der Sündlosen, sondern sie ist der Club der Sünder, die immer wieder Vergebung gibt jetzt von Gott empfangen.
  228. Das verstehen die Leute auch falsch nicht. Und dann sagt er, wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Also, dass die Beichte kein einfaches
  229. Sakrament ist, weil wir von der Erbsünde her nicht gerne über das reden, was schief an uns ist, sondern uns eher so, also noch einmal ich noch einmal DJ
  230. Ötzi, bin so schön, ich bin so toll, ich bin der Amt aus Tirol. Das ist der große Sport und der große Kult, den wir heute der Gesellschaft entwickelt haben. Also
  231. ein großes Sakrament, aber pa ander darüber redt man wirklich ander mal, weil das Sakrament ist so breit, so groß und so schön und so wichtig. Danke für
  232. das Thema Vergebung. Ich sehe auch, du bist dort voll zu Hause. Danke dir, Pater Karl. Es ist schön über Jesus zu reden und die Vergebung der
  233. Schuld und dem auch zuzudienen, dass die Schuld und das Negative und das Böse aus dem Leben der Menschen verschwindet. Eine der schönsten Aufgaben, die wir
  234. haben. [musik]

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