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(Innerer) Monolog - Was ist das und wie schreibt man ihn?

schoolseasy3:45 319.385 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 34 Zeilen
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  1. Im Deutschunterricht trifft man früher oder später auf den Begriff „Monolog“. Im Normalfall kennt man diesen längst und hört lediglich den Namen das erste Mal.
  2. Muss man dann aber selbst einen schreiben, wird es scheinbar kompliziert. Ist es aber gar nicht.
  3. Es gibt zwei Arten von Monologen. Den Monolog und den inneren Monolog.
  4. In erster Linie unterscheiden sie sich dadurch, dass der Monolog in der Regel von einem Schauspieler vorgetragen wird, während ein innerer Monolog nur niedergeschrieben wird.
  5. Bei beiden handelt es sich aber um eine Form des Selbstgesprächs. Im Gegensatz zum Dialog spricht man nicht mit jemandem, sondern zu sich selbst oder
  6. auch zu niemandem. Oder ganz anders gesagt: Man spricht seine Gedanken laut aus oder hört sich selbst beim
  7. Denken zu. Der innere Monolog beinhaltet in erster Linie die Gedanken einer Person zu einer Situation.
  8. Das bedeutet, dass er in der Regel in der Ich-Form, also der 1. Person Singular geschrieben ist.
  9. Üblicherweise steht er in der Gegenwart und verzichtet auf einen logischen Ablauf. Es handelt sich schlicht um niedergeschriebene Gedanken, die sich wiederholen können oder
  10. auch unterbrochen werden. So zum Beispiel: „Mist, ich habe den Bus echt verpasst!
  11. Wenn meine Schwester morgens im Bad bloß nicht immer so trödeln würde. Was mache ich jetzt?
  12. Wenn ich auf den nächsten Bus warte, komme ich in jedem Fall zu spät. Zu Fuß sowieso.
  13. Ich kann nach Hause laufen und das Fahrrad holen, dann könnte ich es noch schaffen. Was bleibt mir auch anderes übrig, wenn- Mist!
  14. Da ist der Reifen platt, das kann ich auch vergessen! Soll ich mir ein Taxi nehmen?
  15. Ne, da hab ich kein Geld für. Mann, was mache ich bloß?“
  16. Innere Monologe können tatsächlich einen ganzen Text ausmachen und somit zum Beispiel eine Kurzgeschichte darstellen, die ausschließlich aus den Gedanken einer oder mehrerer Personen
  17. bestehen. Sie stehen häufig aber auch nur als Ergänzung in einem epischen Text und bieten dem Leser
  18. einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten. Der Monolog, wie man ihn auf der Bühne findet, sieht grundsätzlich genauso aus, wird aber
  19. eben gesprochen. Klar, sonst kriegt das Publikum ja nicht mit, was die Person denkt.
  20. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig auch, dass man ihn nur im Theater oder Film findet. Monologe können, ebenso wie innere Monologe, in allen literarischen Textformen vorkommen.
  21. „Sein, oder Nichtsein; das ist hier die Frage“ aus Shakespeares Hamlet ist einer der bekanntesten Monologe, der übrigens nicht nur aus diesem einen Satz besteht.
  22. Auch mit dem Monolog verfolgt man das Ziel, dem Leser oder Zuschauer einen Einblick in die Gefühlswelt des Erzählenden zu geben.
  23. Auch hier können die Gedankengänge unterbrochen oder durcheinander gewürfelt werden. Der Unterschied besteht eben darin, dass der Monolog von der Figur laut ausgesprochen wird.
  24. Müsst ihr nun einen Monolog oder inneren Monolog schreiben, so solltet ihr grundsätzlich drei Dinge beachten.
  25. Erstens: Befolgt die Arbeitsanweisung. Zweitens: Monologe beginnen und enden mit Anführungszeichen, da es sich um wörtliche
  26. Rede handelt. Innere Monologe sind nur gedacht und benötigen keine Anführungszeichen.
  27. Und drittens: Ihr könnt im Grunde nichts falsch machen, denn ihr sollt Gedanken formulieren und die, wie ihr sicher selbst wisst, können manchmal unlogisch, wirr, falsch oder völlig
  28. blödsinnig sein und von einem zum anderen Gedanken springen. Und noch besser: Sie können im Dialekt verfasst werden, dürfen Alltagssprache enthalten und
  29. rein theoretisch gibt es keine Rechtschreibfehler. Ok, letzteres wird euer Lehrer wohl nicht dulden.
  30. Solange der Monolog, ganz gleich welche Form er nun hat, zur Arbeitsanweisung passt, ihr euch also in eine Person, deren Situation und Gedanken einfühlen könnt und diese glaubhaft
  31. niederschreibt, könnt ihr mit einem Monolog oder inneren Monolog wenig falsch machen. Üben könnt ihr Monologe übrigens auch ganz hervorragend.
  32. Führt doch einfach mal Selbstgespräche. Laut oder nur im Kopf, ganz egal.
  33. Hört euch selbst beim Denken zu - klingt komisch, ich weiß - und falls ihr doof angeschaut werdet, sagt einfach, dass ihr gerade einen Monolog übt.
  34. Klingt voll wichtig.

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