(Innerer) Monolog - Was ist das und wie schreibt man ihn? schoolseasy https://www.youtube.com/watch?v=dVRJI8b7rlk Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Im Deutschunterricht trifft man früher oder später auf den Begriff „Monolog“. Im Normalfall kennt man diesen längst und hört lediglich den Namen das erste Mal. 0:08 Muss man dann aber selbst einen schreiben, wird es scheinbar kompliziert. Ist es aber gar nicht. 0:19 Es gibt zwei Arten von Monologen. Den Monolog und den inneren Monolog. 0:23 In erster Linie unterscheiden sie sich dadurch, dass der Monolog in der Regel von einem Schauspieler vorgetragen wird, während ein innerer Monolog nur niedergeschrieben wird. 0:32 Bei beiden handelt es sich aber um eine Form des Selbstgesprächs. Im Gegensatz zum Dialog spricht man nicht mit jemandem, sondern zu sich selbst oder 0:40 auch zu niemandem. Oder ganz anders gesagt: Man spricht seine Gedanken laut aus oder hört sich selbst beim 0:46 Denken zu. Der innere Monolog beinhaltet in erster Linie die Gedanken einer Person zu einer Situation. 0:52 Das bedeutet, dass er in der Regel in der Ich-Form, also der 1. Person Singular geschrieben ist. 0:57 Üblicherweise steht er in der Gegenwart und verzichtet auf einen logischen Ablauf. Es handelt sich schlicht um niedergeschriebene Gedanken, die sich wiederholen können oder 1:05 auch unterbrochen werden. So zum Beispiel: „Mist, ich habe den Bus echt verpasst! 1:10 Wenn meine Schwester morgens im Bad bloß nicht immer so trödeln würde. Was mache ich jetzt? 1:14 Wenn ich auf den nächsten Bus warte, komme ich in jedem Fall zu spät. Zu Fuß sowieso. 1:18 Ich kann nach Hause laufen und das Fahrrad holen, dann könnte ich es noch schaffen. Was bleibt mir auch anderes übrig, wenn- Mist! 1:24 Da ist der Reifen platt, das kann ich auch vergessen! Soll ich mir ein Taxi nehmen? 1:29 Ne, da hab ich kein Geld für. Mann, was mache ich bloß?“ 1:32 Innere Monologe können tatsächlich einen ganzen Text ausmachen und somit zum Beispiel eine Kurzgeschichte darstellen, die ausschließlich aus den Gedanken einer oder mehrerer Personen 1:41 bestehen. Sie stehen häufig aber auch nur als Ergänzung in einem epischen Text und bieten dem Leser 1:47 einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten. Der Monolog, wie man ihn auf der Bühne findet, sieht grundsätzlich genauso aus, wird aber 1:55 eben gesprochen. Klar, sonst kriegt das Publikum ja nicht mit, was die Person denkt. 1:59 Das bedeutet aber nicht zwangsläufig auch, dass man ihn nur im Theater oder Film findet. Monologe können, ebenso wie innere Monologe, in allen literarischen Textformen vorkommen. 2:08 „Sein, oder Nichtsein; das ist hier die Frage“ aus Shakespeares Hamlet ist einer der bekanntesten Monologe, der übrigens nicht nur aus diesem einen Satz besteht. 2:17 Auch mit dem Monolog verfolgt man das Ziel, dem Leser oder Zuschauer einen Einblick in die Gefühlswelt des Erzählenden zu geben. 2:24 Auch hier können die Gedankengänge unterbrochen oder durcheinander gewürfelt werden. Der Unterschied besteht eben darin, dass der Monolog von der Figur laut ausgesprochen wird. 2:32 Müsst ihr nun einen Monolog oder inneren Monolog schreiben, so solltet ihr grundsätzlich drei Dinge beachten. 2:38 Erstens: Befolgt die Arbeitsanweisung. Zweitens: Monologe beginnen und enden mit Anführungszeichen, da es sich um wörtliche 2:45 Rede handelt. Innere Monologe sind nur gedacht und benötigen keine Anführungszeichen. 2:50 Und drittens: Ihr könnt im Grunde nichts falsch machen, denn ihr sollt Gedanken formulieren und die, wie ihr sicher selbst wisst, können manchmal unlogisch, wirr, falsch oder völlig 3:00 blödsinnig sein und von einem zum anderen Gedanken springen. Und noch besser: Sie können im Dialekt verfasst werden, dürfen Alltagssprache enthalten und 3:08 rein theoretisch gibt es keine Rechtschreibfehler. Ok, letzteres wird euer Lehrer wohl nicht dulden. 3:14 Solange der Monolog, ganz gleich welche Form er nun hat, zur Arbeitsanweisung passt, ihr euch also in eine Person, deren Situation und Gedanken einfühlen könnt und diese glaubhaft 3:23 niederschreibt, könnt ihr mit einem Monolog oder inneren Monolog wenig falsch machen. Üben könnt ihr Monologe übrigens auch ganz hervorragend. 3:30 Führt doch einfach mal Selbstgespräche. Laut oder nur im Kopf, ganz egal. 3:34 Hört euch selbst beim Denken zu - klingt komisch, ich weiß - und falls ihr doof angeschaut werdet, sagt einfach, dass ihr gerade einen Monolog übt. 3:41 Klingt voll wichtig.