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Bilanzkennzahlen - Rentabilität - Eigenkapitalrentabilität, Umsatzrentabilität usw. gaaanz einfach!

Wirtschaft gaaanz einfach!5:11 57.327 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 30 Zeilen
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  1. Hallo, heute beschäftigen wir uns mit den Rentabilitäten, genauer gesagt der Eigenkapitalrentabilität, der Gesamtkapitalrentabilität
  2. und der Umsatzrentabilität. Warum rechnet man die Rentabilität überhaupt aus? Was bringt uns das? Können wir unsere Zeit nicht irgendwie sinnvoller verplempern? Am Ende
  3. eines jeden Jahres möchten wir natürlich wissen, ob es sich für uns gelohnt hat. In der Regel schauen wir uns dazu den Gewinn an. Aber der Gewinn an sich, hilft einem da nicht wirklich
  4. weiter. Wenn wir uns jetzt z. B. den Gewinn von Volkswagen und einer kleinen Bäckerei ansehen, dann ist natürlich der Gewinn von VW höher. Aber ist auch die Rendite besser? Das kann man erst
  5. sehen, wenn wir den Gewinn ins Verhältnis zu dem eingesetzten Kapital setzen. Setzt man den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital, dann haben wir die Eigenkapitalrentabilität. Setzt man den
  6. Gewinn ins Verhältnis zum Gesamtkapital, dann ist das die Gesamtkapitalrentabilität. Setzt man den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz, dann ist das die Umsatzrentabilität. Klingt komisch, ist aber so!
  7. So dann legen wir mal los. Wir starten mit der Eigenkapitalrentabilität. Manchmal nennt man das auch Eigenkapitalrendite oder wenn man ganz schlau ist, oder möchte, dass andere einen dafür halten,
  8. dann kann man auch Return on Equity sagen. Das klingt doch cool, oder? Die Eigenkapitalrentabilität berechnet man, indem man den Jahresgewinn mal 100 nimmt und
  9. durch das Eigenkapital teilt. So dann rechnen wir das jetzt mal aus. Wir nehmen also den Jahresgewinn von 30.000 € mal 100 und teilen das durch das Eigenkapital von 150.000 €. Das
  10. ergibt eine Eigenkapitalrentabilität von 20 %. Was sagt diese Eigenkapitalrendite denn nun aus? Die Eigenkapitalrendite ist die Verzinsung unseres Eigenkapitals. Wenn wir also 100 € Eigenkapital
  11. in unser Unternehmen investieren, dann bekommen wir dafür 20 % Zinsen, also 20 €. Anders gesagt, für jeden Euro den wir als Eigenkapital investieren, erhalten wir Zinsen bzw. Gewinn
  12. von 20 Cent. Das klingt doch schon mal gut, oder? Unser Ziel ist es immer mit unserem Unternehmen mehr Geld zu verdienen, als wenn wir das Geld auf die Bank bringen und Zinsen dafür bekommen.
  13. Das ist ja auch logisch, denn wenn es weniger Geld wäre, dann könnten wir auch gleich zu Hause bleiben und müssten kein Unternehmen führen. Um zu sehen, ob es sich für uns gelohnt hat,
  14. nehmen wir die Eigenkapitalrendite und ziehen davon den Zinssatz für langfristige Kapitalanlage ab. Das was übrig bleibt ist unsere Risikoprämie. Wenn wir das Geld in unser
  15. Unternehmen investieren, dann ist das immer ein Risiko. Unser Unternehmen könnte auch insolvent werden und das wäre das ganze schöne Geld weg. Ok, dann rechnen wir die Risikoprämie mal aus.
  16. Wir nehmen die Eigenkapitalrentabilität von 20 % und ziehen davon den Zinssatz für langfristige Kapitalanlage von 8 % ab und erhalten eine Risikoprämie von 12 %.
  17. Das ist immer noch sehr hoch. Daher würde ich sagen, es hat sich für uns gelohnt. Merke dir also, die Eigenkapitalrentabilität sollte immer größer sein als der
  18. Zinssatz für langfristige Kapitalanlage. Jetzt machen wir mit der Gesamtkapitalrentabilität weiter. Man kann auch Gesamtkapitalrendite sagen oder, falls man es lieber auf Englisch hat,
  19. auch Return on assets sagen. Hier setzen wir den Gewinn plus die Fremdkapitalzinsen ins Verhältnis zum Gesamtkapital. Das Gesamtkapital erwirtschaftet nicht nur den Gewinn auf das
  20. investierte Eigenkapital, sondern auch die Fremdkapitalzinsen für das geliehene Fremdkapital. Wir nehmen also den Gewinn von 30.000 € plus die Fremdkapitalzinsen
  21. von 10.000 €. Das macht 40.000 €. Die nehmen wir jetzt mal 100 und teilen das Ergebnis durch das Gesamtkapital von 350.000 €. Das ergibt eine Gesamtkapitalrentabilität von 11,43 %.
  22. Wozu berechnet man die Gesamtkapitalrentabilität überhaupt? Die Gesamtkapitalrentabilität benutzt man, um zu entscheiden, ob es sich lohnt zusätzliches Fremdkapital für weitere
  23. Investitionen aufzunehmen. Solange die Gesamtkapitalrentabilität größer ist als der zu zahlende Fremdkapitalzins, erhöht sich die Eigenkapitalrentabilität,
  24. wenn wir zusätzliches Fremdkapital aufnehmen. Klingt komisch, ist aber so. Das zusätzliche Fremdkapital wirkt sozusagen als Hebel zur Steigerung der Eigenkapitalrentabilität.
  25. Man nennt das daher auch Leverage Effekt. Weiter geht´s mit der Umsatzrentabilität bzw. Umsatzrendite. Hier setzt man den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz. Hier rechnen wir also
  26. aus wie viel Prozent vom Umsatz uns als Gewinn übrigbleiben. Dazu nehmen wir den Gewinn mal 100 und teilen das Ergebnis durch den Umsatz. Wir rechnen als den Gewinn von 30.000 € mal 100 und
  27. teilen das Ergebnis durch den Umsatz von 300.000 €. Das ergibt eine Umsatzrentabilität von 10 %. Was bedeutet das jetzt? Das bedeutet, das wenn ein Kunde für 100 € netto bei uns einkauft uns
  28. davon 10 € als Gewinn übrigbleiben. Das ist ein Haufen Geld. Mal zum Vergleich, im Lebensmitteleinzelhandel beträgt die Umsatzrendite ca. 2 %. Das bedeutet, dass wenn du z. B. bei
  29. Rewe für 100 € netto einkaufen gehst, Rewe an deinem Einkauf nur 2 € verdient. Das ist nicht gerade viel, oder? Also können wir mit unserer Umsatzrendite von 10 % mehr als zufrieden sein.
  30. So, damit sind wir jetzt mit der Berechnung der Rentabilitäten fertig.

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