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Grautöne Ep.#9 - Andrej Holm - Gentrifizierung und soziale Segregation
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 361 Zeilen
- herzlich willkommen zu einer neuen episode von grautöne mein name ist klemens ludwig mein name ist basel am 1 und wir sprechen heute
- mit dr andrej holm herzlich willkommen herr räumen ja schönen guten tag schön dass sie da sind herr holm ist sozialwissenschaftler
- ihre spezialgebiete sind statt erneuerung gentrifizierung wohnungspolitik sie sind derzeit berater der fraktion
- die linke in berlin in sachen stadtentwicklung wohnungsbau und sie sind außerdem wissenschaftler an der humboldt universität
- herr holm wir wollen heute mit ihnen ein bisschen über ein thema sprechen was wahrscheinlich sehr viele menschen gerade bewegt in großstädten in
- deutschland nicht nur in deutschland und zwar explosionen der mietpreise wenn man gerade eine wohnung sucht dann hat man es ja wirklich mit mit absurden
- gegebenheiten momentan zu tun also in sozialen medien kursieren videos wo man hunderte von menschen sehen kann wie sie eine einzige wohnung besichtigen können
- sie uns vielleicht mal ein paar punkte geben ihrer meinung nach woran liegt das und in welchem zeithorizont kann man diesen
- zustand ändern da ist und zwei wichtige fragen also einerseits das woran liegt das ist natürlich wichtig um herauszufinden welche ursachen hat das
- was wir als wohnungsnot oder wohnungskrise zur zeit in vielen großstädten und universitätsstädten beobachten und dann natürlich die frage
- mit den lösungs perspektiven und da ist verhallt nicht nur wichtig wie schnell kann das problem gelöst werden sondern was sind die richtigen instrumente
- werden so eine ursachenanalyse reingehen dann stellen wir erstens fest dass es in den städten die an bevölkerung zunehmen obwohl die bevölkerung in deutschland
- der relativ stabil ist haben wir einen beständigen bevölkerungszuwachs und auch eine steigende anzahl von haushalten in den großstädten
- das ist die kehrseite der entleerung von ländlichen regionen oder auch der schrumpfungsprozesse in kleineren und mittelgroßen städten und das führt zur
- zeit dazu dass wir mehr haushalte haben in den städten die wohnung nachfragen als wohnungen verfügbar sind das heißt ausnahmen marktperspektive verwandelt
- sich die wohnung in ein knappes gut und knappe güter so sagt der mainstream der wirtschaftsforschung werden zu höheren preisen angeboten
- das ist die eine erklärung eine zweite erklärung ist dass wir die langen schlangen bei den wohnungs begehungen ja nicht an allen wohnungen haben es gibt
- eine ganze reihe von angeboten in eigentumswohnungen zu 5000 euro den quadratmeter da kommt vielleicht drei oder vier
- kaufinteressenten und interessenten vorbei und einer bekommt die wohnung dann auch herr die langen schlangen die finden wir dort wo es relativ preiswerte
- wohnungen gibt er ist für die zum zweiten punkt neben dem allgemeinen wohnungsmangel haben wir ein drastisches defizit an leistbaren
- wohnungen preiswerten wohnungen für durchschnittliche haushaltseinkommen für unterdurchschnittliche haushaltseinkommen das ist wiederum der
- folge auch von politischen entwicklungen in den letzten 25 30 jahren also der rückzug des staates aus der wohnungspolitik des einstellen und
- kürzte von förderprogrammen die privatisierung von öffentlichen wohnungsbeständen die liberalisierung des mietrechts so dass beispielsweise
- bei einem neuabschluss relativ frei die vermietungs miete festgelegt werden kann und wir sehen an diesen diskussionen zum mietpreis bremsen die
- genau das ja eigentlich einschränken soll dass das nicht klappt dass es nicht kontrolliert werden kann dass die mieter
- keine tatsächlichen überprüfungsmöglichkeiten in solchen situationen dass ein zweiter grund ein dritter grund den wir vielleicht als
- wohnungssuchende mieterin mieter in der stadt als bewohnerinnen in der stadt nicht so wahrnehmen ist dass sich das gesamte wirtschaftliche umfeld der
- wohnungswirtschaft verändert hat also wohnungswirtschaft ist nicht länger das betreiben von klassischen wohnungsunternehmen die mit einer
- langfristigen perspektive ihr auskommen organisieren wollen und ein langfristiges rendite interesse erfüllen wollen sondern die
- wohnungswirtschaft ist zum investitionsobjekt von finanzierten anlageprodukten geworden zu nehmen also das heißt dass wir eine so genannte
- finanzierung beobachten dass das finanzmarktakteure auf den wohnungsmarkt drängen und damit auch sehr kurzfristige rendite
- realisierung erwarten also die logik des finanzmarktes werden hineingetragen und man will den erfolg der wirtschaftlichen investitionen jetzt nicht mehr nach 30
- jahren gemessen sondern möglichst nach drei jahren und das eskaliert die situation und wenn wir das zusammen nehmen also
- der wohnungsmangel durch demografische veränderungen der mangel an leistbaren wohnungen durch politik versagen und staatsversagen in den letzten 30 jahren
- und die eskalation der verwertung perspektiven durch die wirtschaftlichen veränderungen dann können wir ganz gut erklären warum
- es zu diesen krisen situation die wir zurzeit in den städten beobachten ich frage die ich mir stelle an der stelle ist wenn wir sehen dass seit den
- 90ern stück weit immer mehr die wohnungsversorgung von dem von dem land berlin aus der hand gegeben wurde und immer mehr in die hände privater
- investoren gelegt worden ist wie konnte man diesen trend auch gerade mit der linken in der regierung in berlin nicht aufhalten wie so ließ sich das nicht
- zurückfahren woran wird es dann daran gescheitert und der stelle berlin ist in der der frage natürlich ein extrembeispiel also weil
- wir einerseits den großteil der privatisierungs aktivitäten in einem zeitraum hatten als es ja die rot-rote regierungskoalition zwischen spd und
- damals pds der heutigen linkspartei gegeben hat also was im parteienspektrum der bundesrepublik eigentlich so die sozusagen sozialste und linkeste
- regierungskoalition ist überrascht derweil und trotzdem woher über 200.000 wohnungen von landeseigenen wohnungsbaugesellschaften verkauft und
- die begründung damals war für alle beteiligten wir machen das nicht gerne aber wir müssen das machen um die verschuldung des landes berlin zu lösen
- das ist wenn man es von heute betrachtet natürlich ein gravierender fehler so ist also die wohnung aus der hand zu geben und es ist auch betrachtet im
- vergleich zu der hohen öffentlichen verschuldung des landes berlin über 60 milliarden euro schulden ja und die einnahmen aus all diesen verkäufen
- beziffern sich auf zwei bis drei milliarden euro durch den verkauf von wohnungsbaugesellschaften und nun und den den wohnungsbeständen ja wo man auch
- deutlich sieht so das war auch kein substanzieller beitrag um die öffentliche verschuldung des landes berlin zu reduzieren und wenn wir jetzt
- überlegen wie ist das möglich gewesen dann sehe ich zwei aspekte das eine ist tatsächlich dass es in den 90 er anfang 2000 jahre in berlin tatsächlich eine
- relativ entspannte wohnungssituation da hat also die notwendigkeit jetzt eine aktive wohnungspolitik zu betreiben wurde offensichtlich von den
- verantwortlichen damals nicht gesehen und es gab zweiten aspekt dass gerade die linke in berlin mit dieser ersten regierungsbeteiligung sich sagen so eine
- mentalität hinein entwickelt hatte dass sie allen beweisen wollte dass sie tatsächlich regierungsfähig ist ja und haben diese regierungsfähigkeit damit
- verwechselt dass man öffentliche schulden abbaut ist dass das primäre ziel ist und das ist ob bis zur jetzigen koalition die 2016
- zustande gekommen ist eigentlich immer die überschrift der berliner landespolitik gewesen also zuerst steht also die steht die reduzierung der
- öffentlichen schulden das heißt auf bundesebene die schwarze null ist das ist in berlin die der abbau der verschuldung des stand bis 2016/17
- letztendlich auch progressiven investitionspolitik entgegen es hätte also die diese wissenschaftlich und mehr sagen und sagen austeritätspolitik an
- vermeintlichen sachzwängen der öffentlichen verschuldung die die auch den diskurs ganz schlag geprägt haben die sind letztendlich mitverantwortlich
- für für für das desaster in der wohnungspolitik auch ein dritter aspekt der noch dazu kommt und der zu glück heute nicht mehr existiert war das in
- den jan um die jahrtausendwende herum ist auch keine starke aktive wohnungspolitische protestbewegung was
- viel damit zu tun hatte dass der wohnungsmarkt halbwegs entspannt war und das sozusagen wenig anlass gab jetzt ausgerechnet zu wohnungspolitischen
- fragen sich zu engagieren und insofern gab es dann auf diese linke regierungskoalition auch keinen druck von unten in diesem zeitraum oder nur in
- geringen und ich erinnere mich an veranstaltungen also weil ich damals sehr diese privatisierung der wohnungsbaugesellschaften auch massiv
- kritisiert hat wo wir im kreise von wenigen mieter organisationen und vielleicht linken gewerkschaftsgliederungen 20 leuten auf
- veranstaltungen saßen obwohl die hälfte des öffentlichen wohnungsbestandes verkauft wurde ja also das und wenn wir uns heute die situation anschaut auch
- auf die protestbewegung so denn kommen 800 leute an einem wochentag auf die straße wenn in kreuzberg in luna angeschlossen werden soll
- also das heißt die die aufregung und auch die mobilisierungskraft und sichtbarkeit von protestbewegung ist heute auch nah dran das führt eben auch
- dazu dass es inzwischen anfänge von veränderungen gibt denn es gibt hier eigentlich nicht viele jobs keine klassische industrie die kaufkraft der
- berliner war eigentlich bundesvergleich relativ gering die leute ziehen trotzdem hin hierher weil es so cool ist in berlin zu leben
- aber in vielleicht nicht weil es hier die attraktiven jobs gibt es das eigentlich eine erklärung die die bank gelten lassen kann
- da muss man glaube ich differenzierter sehen also tatsächlich ist es berlin durch den die industrialisierungsprozess der nach der wiedervereinigung
- eingesetzt hat in beiden stadtteilen sehr gravierend zu einer armut metropole geworden also war hatten wir in den 90er jahren noch die spitzenposition wenn es
- um arbeitslosigkeit oder um verluste von industriearbeitsplätzen gegangen ist und auf der anderen seite gibt es natürlich in den letzten jahren eine ganze reihe
- von veränderungen wenn wir in diesem wissenschaft technik bereich genau das ab die in berlin passen und die kreieren natürlich schon
- verdienstmöglichkeiten und durchaus möglichkeiten was man da kritisieren könnte wäre dass die neu geschaffenen jobs ganz offensichtlich sich nicht an
- die arbeitslosen berliner industriearbeiter richten sondern auch sonne ausgerichtet sind die dann dazu kommen und insofern sozusagen kann man
- die zum teil eher trostlose arbeitslandschaft in berlin sozusagen nicht als als abschreckung für die zuwanderung gelten lassen weil es ihm ja
- überwiegend auch junge leute dahin den hohen bildungsgrad haben die vielleicht hier noch zu ende studieren und dann diese neuen chancen für sich wahrnehmen
- wollen also das heißt also die klassische situation dass ich aus anderen regionen in die städte ziehen weil mir die stätten chancen versprechen
- oder hoffnung geben die die es die es tatsächlich gegeben sind das hängt natürlich viel mit zahlen allgemeinen veränderungen in der
- gesellschaft zusammen also allein wenn wir uns die arbeitswelt anschauen [Musik] industriearbeitsplätze die sicher
- bezahlen auch im umfeld von städten konzentriert haben sind in fast allen großen städten abgebaut wurden stattdessen sind dienstleistungs
- arbeitsplätze oder wissens ökonomische arbeitsgelegenheiten in den städten gewachsen wenn ich teil dieser neuen dienstleistung und wissensökonomie
- werden will dann muss ich auch in den städten da sind die jobs da sind aber auch die letztendlich lebens tauglichen
- gegebenheiten für für das neue arbeiten daher wenn wir uns in vielen bereichen sei es irgendwie kultur produktionsbereich oder in der
- wissensökonomie die arbeitsverhältnisse ansehen dann die zahlen alle soziologischen beschreibung dahin gehen dass man sagt ja dass so eine flexible
- arbeitsverhältnisse da arbeitest du manchmal 16 stunden am tag unter ist auch wieder eine woche wo es weniger arbeit gibt also und kontinuierliche
- aspekte des arbeits- und spielen eine große rolle und diese flexibilität die ist ja mit langen pendelt wegen oder die es mit mit
- mit dem wohnen in einer kleinstadt überhaupt nicht zu realisieren sind und dass das führt tatsächlich dazu dass das städte also das ist eine notwendigkeit
- für für für viele gibt in die städte zu gehen und weil sie anderes beispiel ist werden wir wir reden hier von bildungs buben die neue in entstehung befindliche
- koalition verspricht jetzt zeigen auch noch mal einen schub erhält der bildung geben verspricht er wenn wir die weltbeste bildung nach nach
- deutschland bekommen dann können wir dreimal raten wo die stattfinden wird ja die wird an den hochschulen in den universitätsstädten und in den
- großstädten kritisierte noch weiter klassische unternehmen wollen ja diese ganzen potenziale abgreifen weil sie innovationen brauchen sie wollen diese
- synergie effekte gehen wieder in die großstädte und bauen dort kooperationen mit startups und um genau darauf ab zu greifen und erzeugen noch mehr
- arbeitsplätze oder noch mehr gelegenheiten aber was sie ja gerade beschrieben haben ist es ja klingt eigentlich positiv also wie sie haben
- von der industrialisierung und auch verarmung gesprochen in berlin zum beispiel und jetzt haben wir diese entwicklungen und damit geht
- einher korrigieren sie mich wenn sie das anders sehen ja auch ein gewisses maß an gentrifizierung also wohngegenden wehrten sich auf und eine alte
- mieterschaft wird zunehmend verdrängt ist das ein übel mit dem wir einfach leben müssen
- patience also die verdrängung von von von ärmeren haushalten oder status niederen haushalten oder alteingesessenen die ist ja kein
- naturgesetz im statt wachstum ich konnte mir genauso gut der auch vorstellen dass eine wachsende stadt mit sozusagen der erweiterung des
- siedlungsbereiche bewältigt wird das neue vorstädte entstehen dass in vielen lücken neue wohnungen gebaut werden und wir können die zahlen nicht feststellen
- dass das allein der fakt des zuzugs dazu führt dass eine verdrängung notwendigerweise passieren muss sondern die verdrängung vermittelt sich ja
- ausschließlich über immobilienwirtschaft der aktivitäten also es ist ja nicht so dass der junge start up unternehmer an die tür der proletarischen rentnerin
- klopft und sagt ich habe meine koffer schon dabei ich möchte jetzt hier in berlin arbeiten sie bitte aus ja also sondern das bild vermittlungsinstanz ist
- dass es in der regel ein eigentümerwechsel gibt das ist neuen eigentümer gibt der hohen preis für die immobilie gezahlt hat dieser hohe preis
- steht für eine sehr hohe ertragserwartung und hätte diesen preis nicht gezahlt und dieser immobilienwirtschaftliche akteur der
- stellt dann fest mit der miete meine alte mieterin die proletarische rentnerin muss ich ja acht zehn oder 25 oder 30 jahre warten bis meine
- investition sich refinanziert und wenn der junge start-up mensch die doppelte miete oder vielleicht das dreifache bezahlt dann brauche ich nur fünf jahre
- warten so und das dass es der eigentliche mechanismus und dann sind es ja nicht so zahlen die neu hinzukommenden die die verdrängung
- auslösen sondern es sind genau diese schnittstellen in der immobilienwirtschaftlichen verwertungslogik die die verdrängung und
- notwendiger weise organisieren müssen weil sich sonst ihre investitionen nicht lohnen aber wir haben ja gerade gesagt dass diese neuen flexiblen
- arbeitsmodellen die mit dieser neuen ökonomie und des neuen unternehmens start-ups winters wie wir sie immer nennen wollen zusammenhängen dass sie ja
- darauf fußen dass man sich in einem urbanen zusammen liegenden raum befindet dass man auf diese arbeitskräfte dort zurückgreifen kann
- und da ist die proletarische arbeiter frau oder der arbeiter der gar nicht die mentalität und die ausbildung hat um in diesen start ups zu arbeiten ja im weg
- wenn er da wohnt in seinem alten kiez der muss doch weg damit die ganzen jungen leute da wohnen können so stellt sich das vielleicht da aber dieses er
- musste weg das kann er danach im speckgürtel wurden war das realisiert sich ja nicht ohne weiteres also die die meisten liegt mir
- ihre nachbarschaften das ist in berlin nicht anders als in vielen anderen städten die meisten und ökonomisch auch auf ihre langfristigen mietverträge
- angewiesen also jeder umzug in berlin auch an den stadtrand sozusagen ist mit finanziellen verlusten verbunden weil die miete höher sein wird als die zehn
- oder 15 20 jährigen mietverhältnis also das heißt das die löhne steigen kräftig nicht sagen die löhne steigen so und das dass das ist tatsächlich nutzen kann
- also klappt funktioniert gentrification und verdrängung und das realisieren von hohen ertragserwartungen in der immobilienwirtschaft letztendlich auch
- darüber dass es eine nachfrage gibt so aber ein dass das mein argument nur die nachfrage erklärt nicht den städtischen wandlungsprozess ich muss auch erklären
- wie eine politische und ökonomische perspektive des wandels zu erklären ist ja wenn es keine eigentümer gibt die interesse an neuvermietungen hätten die
- interesse an gewinnen durch modernisierungsmaßnahmen oder den verkauf an eigentumswohnungen hätten das alles nicht geben würde
- wie würde denn der junge start up unternehmer in die wohnung rein kommen die er gerne wohnen will er würde sich ja nicht irgendwie den privaten
- schlägertrupp engagieren um die elfmeter heraus zu treiben mich also sondern es braucht sozusagen beides also klar ist die die attraktivität von städten die
- zahlungsfähigkeit der neue hinzuziehen eine voraussetzung aber der tatsächliche prozess der verdrängung ist immerhin immobilienwirtschaftlicher prozessen
- ohne dieses scharnier zwischen den bedürfnissen der neu hinzukommenden und der tatsächlichen verdrängung würden städte sich deutlich langsamer handeln
- als als wird es in den letzten jahren erleben und das scharnier zwischen den leuten die hinzu kommen und zwischen den leuten die auch hier schon lange wohnen
- aber einerseits auch zwischen den leuten die eine hohe wirtschaftskraft besitzen auf den auf der anderen seite leute die dies nicht tun
- diese schon hier mitzubestimmen und mit zur form müsste er eigentlich etwas sein was irgendwie den bürgern hier in der stadt inne wohnen sollte oder zumindest
- das recht darauf und sie hatten ja auch in einen ihre aufsätze geschrieben oder beziehungsweise kurz die frage behandelt gibt es denn dieses recht darauf diese
- stadt halt mitzubestimmen sie ist es sollte etwas sein das ist ein ein juristisch einklagbares recht sein sollte dies auch einfordern zu können
- weil wir sehen dass es eine asymmetrie gibt wir sehen das erneute ungleichmäßig viel mitbestimmen können und mit beeinflussen können die letztendlich die
- stadtpolitik und der wohnungspolitik verhandelt wird und sollte dies dieses prinzip nicht irgendwie zurück und mehr in die hände einer breiteren masse
- gelegt werden das ist die gegebenheit die wir akzeptieren müssen dass es in einer stadt wo knappe ressourcen von
- verschiedenen sozialen gruppen umkämpft sind also die proletarische rentnerin will genauso und prenzlauer berg wohnt wie der start up unternehmer und es gibt
- diese wohnung aber nur einmal es gibt also ein konflikt da schon relativ klar ist wird wenig lösungen geben die sagen wir machen jetzt alle gleichermaßen
- glücklich also konflikte bundestag eine lösung über dem markt geben doch die lösung über den markt dass er relativ eindeutig also ich modernisiere
- die wohnung die alte dame kann sich das leisten und der so ne lösung genau sogar und und der ist also das heißt wir haben einen markt förmlichen lösungs
- mechanismus oder verteilungsmechanismus für die konflikte um knappe ressourcen in der stadt wir könnten uns natürlich auch andere verteilungsmechanismen denn
- wir könnten zum beispiel soziale aspekte einbeziehen wir könnten auch sagen wir schon lange in einer einem stadtteil wohnt der der sollte bevorzugt werden
- weil der sich da am besten auskennt weil der die ressourcen da vor ort am besten kennen der mir haben ja auch dieses paradox dass das wäre aus sozialen
- studien über den alltag von armut wissen dass je ärmer die haushalte sind desto kleiner ist ihr aktionsradius das heißt also die erobern sich also gerade mal
- die straßenzüge und herum weil sozusagen für für für einen größeren aktionsradius ihre ressourcen häufig auch nicht ausreichen und wenn wir uns dann
- anschauen wer in die auf gewährt und stadtteile hineinzieht und frauen das heißt wenn du für ein aktionsradius als neuer unternehmer einen stempel bei
- vielen fest die sind zwei drittel ihrer zeit auf flughäfen in europa unterwegs die ketten durch die ganze welt die sind und zahlen eigentlich nur noch am
- wochenende wirklich in ihrem kiez wo sich dann auch so ein bisschen die die frage stellt warum müssen die jetzt bevorzugt dort wohnte und und die
- stadtpolitik hat in vielen ja eigentlich in fast allen entwickelten kapitalistischen ländern in den letzten jahren zahlen aus
- richtung genommen die als eine art wettbewerbsorientierung oder unternehmerische orientierung gesehen werden kann er so städte gerieren sich
- in einem scheinbaren in eine scheinbare konkurrenz mit anderen städten er wir sehen das als nicht alljährlich wenn bestimmte großereignisse organisiert
- werden wir können uns vorstellen das ist ein wettbewerb darum gibt wer bestimmte messeaktivitäten in die stadt holt wer den wettkampf gewinnen
- die meisten start ups in seinen städten an seine städte zu binden und in dieser wettbewerbs louis die immer darauf ausgerichtet ist ein zahlungskräftiges
- publikum unternehmensansiedlungen um zahlungskräftige tourismus grün in die stadt zu holen das wenden wenn ich sozusagen stadtpolitik aus dohna
- wettbewerbs perspektive mache dann orientiere ich meine eigenen aktivitäten zunehmend an den gewünschten nutzern der stadt und entferne mich in meiner
- politik von den interessen derer die schon da sind und das pferd letztendlich die funktion die ich die städte seit dem mittelalter haben völlig um also die die
- stadt war ja sozialen der schutzwall deshalb bleibt man früher auch diese statt mauern gebaut um zu sagen wir sind letztendlich die kollektive anstrengung
- oder wir sind ein kollektives produkt um die interessen derer die in unserer stadt wohnen zu zu schützen ja und das würde übertragen auf die heutige zeit
- bedeutet ich brauche eine stadtpolitik die sich darum kümmert dass leute die unter den veränderten bedingungen kein eigenes
- einkommen haben in der stadt boden bleiben können dass diejenigen die sich keine hohen mietpreise oder eigentumswohnung leisten können stärker
- geschützt werden aber stattdessen machen wir in vielen bereichen stadtpolitik die sagt wir wir wollen bezahlen diese zahlungskräftigen publikum und wir
- wollen auch diese unternehmens an bindungen die in die städte rollen das führt zu nahe letztendlich verschärfung dieser
- konfliktsituation und knappe ressourcen die durch statt politische instrumente häufig auch noch angefeuert und und verschärft wird wenn wir das was jetzt
- beschreiben ja wenn ich jetzt dann an junge europäer oder europäerinnen denke an haushalte die gut ausgebildet sind multilingual die mobile sind in ganz
- europa dann erfüllt sich darin ja ja irgendwie auch ein libertärer traum der auch irgendwie schön ist dass man sagt ich kann theoretisch in jeder
- europäische stadt wohnen in jeder metropole wenn ich eben wirtschaftsleistung stark genug bin um mir die mieten dort zu
- leisten also einer gewissen einkommenshöhe angehöre dann sind diese städte nicht mehr wie sie gerade beschrieben haben geschützte
- räume für die menschen die da vielleicht schon seit längerem wohnen oder zu einem kulturkreis gehören oder zu einer nationen sondern dann ist es offen für
- jeden der sich dann leisten kann also darüber dass das könnte ja eine schöne sache sein theoretisch wenn es nicht irgendwann ausmaße annimmt wie in der
- londoner city wo dann millionäre von milliardären gelenkt werden ich habe die befürchtungen dass in berlin wo wir jetzt noch nicht annähernd
- zu harte zustände haben oder so extreme zustände haben aber dass es im laufe der zeit auch darauf hinauslaufen wird dass sich niemand mehr auch mit einem
- gutbürgerlichen mittelständischen einkommen eine wohnung in friedrichshain oder kreuzberg wird leisten können für sich oder seine familie und tendenziell
- wie eben die äußeren bezirk besser infrastrukturell erschließen müssen damit es dann auch attraktiv wird für menschen dort zu wohnen und die dann
- innerhalb von 20 minuten im zentrum sein können und nicht irgendwie 40 minuten brauchen ist das nicht ehrlicher weise der weg auf denen wir uns sowieso zu
- bewegen das problem ist zurzeit eher dass das diese gratwanderung von mittelschichten und noch ärmeren stattfindet ohne dass
- die infrastruktur mit das heißt da stellt sich dann auch die frage wenn die neue verteilung sich auch so herstellt warum muss ich dann andere
- stadtteile überhaupt attraktiv macht also sollten wir dafür öffentliche ressourcen ausgeben wenn das sowieso passiert
- die leute fahren ja auch 40 50 60 und 70 minuten zu ihren in der städtischen arbeitsplätzen und das muss so etwas jetzt pendeln ja auch noch eine
- belastung für die umwelt erzeugt also bin heute bislang mit dem auto fahren müssen dass er also dass das ist alles der zustand auf denen es zusteuerte und
- auf der anderen seite haben wir aber in berlin vielleicht das glück und dieses glück haben wir schon geschichte mehrfach gehabt dass wir spätentwickler
- in den stadt entwicklungsprozessen sind also wir hatten in berlin im ausgehenden neunzehnten jahrhundert eine verspätete industrialisierung im vergleich zu paris
- oder london das heißt man konnte von fehlern in diesen anderen städten lernen und hat damals beispielsweise diesen stadtentwicklungsplan den sogenannten
- hub rechtsplan entwickelt hat gesagt anders als in diesem schnell wachsenden metropolen dies im neunzehnten jahrhundert gab werden wir organisiertes
- wachstum mit grundflächen die vorher gesehen sind und ordentliche straßen und mit verkehrswegen planen und ermöglichen ja und auch heute könnten wir sagen wir
- wir sind in der situation wo wir die zustände in der in london oder paris kennen und wo es durch eine relativ große übereinstimmung in fast allen
- politischen lagern gibt dass wir diese zustände nicht nach berlin holen wollen also sozusagen kein r freut sich über eine stadt in der das reichtum
- konzentriert im zentrum sitzt und die armut an den rand gedrängt wird das ist zwar relativ allgemein gut dass das dass das für stadt
- entwicklungsprozesse nicht gut ist und dass wir können aus diesen situationen in den anderen städten lernen und tatsächlich auch vermeidungsstrategien
- ja entwickeln und das wird er zurzeit auch dann mit vielleicht noch nicht ganz schlagkräftigen instrumenten auch versucht aber genau dieser trend jetzt
- in vielen in den stadtbezirken schutz satzung zu erlassen vorkaufsrechte zu ermöglichen um die spekulationen mit bestands wohnung zu
- reduzieren die weisen ja in eine richtige richtung die die zeigen auch dass es letztendlich einen politischen willen zur zeit gibt diese der
- entmischung der der stadt nicht nicht zuzulassen oder zu mindestens zu verzögern das ist ein guter punkt denn wenn wir
- mal auf peter marcus glaube ich dass der gute herr schauen der schaft fünf soziale gruppen oder bauten zielgruppen und die reichen ja einerseits von
- menschen die aufgrund ihres geschlechtes aber aufgrund ihrer herkunft oder ethnizität erschwerten zugang zu gewissen bereichen besitzen und einfach
- auch uneingeschränkte macht zugang besitzen und auch leute die sich als und fremde zu sehen und dementsprechend halt auch ein widerstreit zu dominanten
- mechanismen ausgesetzt sind bis hin zu leuten die eigentlich die begünstigten und die nutzen die ist das sind einer hegemonialen kultur und wenn man dieses
- breite spektrum betrachtet dann wird einem klar dass dies natürlich auswirkungen hat die sehr sehr verteilt sind weil sich dann diese konzentration
- bilden wie sie eben beispiel als auch zu paris gebracht haben die konzentration eines reichtums in der mitte und dann letztendlich auch eine stärkere der mit
- kriminalität und vielleicht auch mit ganz anderen verwerfung konfrontiert ist und nun würden die leute sagen ja gut das ist ein allgemeines problem aber
- warum hier der bezug zu der stadt so wichtig und relevant ist ist dass es die sozialisierung in diesen unterschiedlichen vierteln und gegenden
- ganz andere in die welt individuelle persönlichkeit war hervorruft und ganz andere lebenswege auch hervorruft und das letztendlich auch letztendlich die
- wiege ist und und die fähigkeiten die teilweise an auch zugeworfen dann die sich entwickeln und die persönlichkeiten die über sieht man relativ schnell nicht
- bin ehrlich gesagt schockiert dass leute diese einfachen banalen kausalitäten und die psychologische dimension und die mit dieser konzentration von reichtum und
- armut letztendlich einhergeht nicht sehen und auch nicht thematisieren das ist meine frage warum ist man so erpicht darauf zu sieg regieren warum
- ist man nicht dazu in der lage diese sehr offensichtlichen und sehr erkennbaren mechanismen in den hintergrund zu rücken
- ich glaube ich würde ein bisschen widersprechen und glaube dass das es tatsächlichen also seit spätestens den 90er jahren also in der stadtpolitik und
- auch in der wissenschaftlichen debatte in deuten zumindest sehr starke positive orientierung auf soziale mischung gibt also das hat sich als symbol meinen das
- prinzip der der städtischen entwicklung durchgesetzt findet man ganz vielen programm jetzt vom bundesbauministerium findet man ein parteiprogramm der spd
- und auch von anderen immer wieder also dieser mythos der sozialen mischung die eigentlich gut ist also der genau diese enttäuschung
- die beschrieben wurde der was entgegensetzen da fällt aber ein zynisches prinzip auf also dass die soziale mischung immer
- dann angerufen wird wenn wir die konzentrierten armutsgebieten sehen oder wenn wir gebiete sehen in dem sich wir haben muss man in anführungszeichen
- sprechen in parallelgesellschaften anderer kulturen herausbilden immer dann wird die enttäuschung als problem definiert ja und es ist eigentlich eine
- sozusagen einfache mathematische aufgabe zu sehen dass das dass diese entmischung der 1 immer auch bedeutet das dass eine
- konzentration der anderen gibt also der der besserverdienenden erreichen der bildungs bürgerlichen schichten wenn wir also tatsächlich diese diese
- idee von sozialleistungen in den städten tagen beibehalten wollen und sichern wollen dann wird man etwas gegen die konzentration von reichtum dann wird man
- etwas gegen die die aufwertung von ganzen stadtteilen tun müssen so und das ist tatsächlich eine orientierung die im widerspruch und sagen zu unserem
- hegemonialen wirtschaftsmodell steht also dass das heißt also die diese diese diese erkenntnis dass eine gemischte stadt eigentlich besser wäre ja
- unabhängig von der frage ob das wirklich so stimmt aber wenn man das mal als ziel nehmen dass das lässt sich ja nicht nur so dahin sagen sondern das würde
- bedeuten dass ich sage und weil ich das möchte darf jetzt mit wohnraum in der innenstadt nicht mehr spekuliert werden oder
- ich musste die preise festsetzen ich müsste im prinzip nicht milieu schutzgebiete sondern mit schutzgebiete etablierenden denen sage hier ist für
- alt wie tabak eine mietsteigerung mehr erlaubt weil die sonst alle ausziehen ja im namen der mischung ja und das ist sind so gravierende
- eingriffe die das notwendig machen würde letztendlich die privatwirtschaftlichen verfügungsgewalt dies in der immobilienwirtschaft dass die im moment
- nicht politisch durchsetzbar sind sondern also noch viel viel größere soziale bewegung und gesellschaftliche diskussion für für diese stadt
- entwicklungsziele brauchen aber das heißt sehen wir auch an diesem beispiel dass das so einzelne aspekte die in der stadtentwicklung diskutiert werden also
- auch der mangel an infrastruktur neu die konzentration von bestimmten gruppen dass die immer mit dem gesamtstädtischen kontext und letztendlich einen
- gesamtgesellschaftlichen kontext verändert sind ja und und peter marcuse der er hat sich viel mit dem recht auf stadt auch beschäftigt hat der der der
- hat das ganz gut auf den punkt gebrachten hat auch gesagt wenn wir die städtischen utopien ja wo die soziale mischung vielleicht eine ist ja die
- andere wäre vielleicht dass man sagt die stadt soll irgendwie die chancengleichheit für viele sicher in die stadt soll die stadt seien in der
- nicht nur die unternehmensberater und unternehmensgründer willkommen sind sondern alle die zu ihr kommen wenn ich all diese utopien tatsächlich umsetze
- die erst mal nur städtische utopien muss sich die ganze gesellschaft verändern so und und und das heißt aber auf der anderen seite
- auch dass das wir sehen wie na ja was für relativ große widerstände und tatsächlich auch interessengegensätze
- dem im weg stehen die stadt so zu gestalten dass sie sozial gerechteren freieren sozusagen utopie lehrer kommen die die ja viele mit der stadt verbinden
- deshalb kommen ja die leute in die stadt also das weil weil sie sagen dass das ist sozusagen freiheit hier kann ich mich ausleben hier kann ich anonymität
- nutzen hier kann ich aber auch einen individuellen entwicklungsweg gehen der vielleicht in einem kleinen städtischen dörflichen kontext für mich nicht
- möglich wäre also er hat also all diese aufgeladenen utopien des städtischen die die dickel das letztendlich zu halten und die die schließen meines erachtens
- und das argument was weil sie eben doch vorgebracht wurde letztendlich die alltägliche konfrontation mit der unterschiedlichkeit mit ein also das so
- zu sagen dass das ist also neben dieser trutzburg die ich vorhin beschrieben habe also die stadtmauer um die stadt war die stadt aber auch historisch
- sozusagen immer der ort wo verschiedenheiten sozusagen miteinander überhaupt in berührung gekommen sind ja weil es gerade wenn wir das mit sozialen
- traditionellen ländlichen gemeinschaften sehen wo es vielleicht drei oder vier unterschiedliche soziale positionen gab ja in der stadt hast du eine
- vervielfältigung von von unterschieden und das macht letztendlich auch dass das leben in der stadt eigentlich so attraktiv und das ist auch das potenzial
- des lebens in der stadt und unter stimmt qualifikation und ausgrenzung die creation auf der anderen seite begrenzen die potenziale die das städtische
- eigentlich hat weil sie genau das was das lettische prinzip eigentlich ist letztendlich reagieren also wir könnten also von der regierung in den
- großstädten sprechen also so wie ein relief ehre dass das auch das formular auch für die individuellen lebenswirklichkeiten der
- unterschiedlichen personen die in südlichen städten auch leben den wird das ja auch verständlich oder kann verwehrt sein die nach dem natürlich wie
- es wie es sich aus projekt also für für diese weiß nie was wird in biografien oder in den lebensläufen sozusagen als als
- qualität gesehen dass jemand irgendwie in ganz vielen ländern der welt weil wir haben vorhin über die multilingualen talente gesprochen die auch schon an
- verschiedenen orten gearbeitet haben also dass das heißt eine vielfalt erfahrung wird durchaus als als so ein soft skill angesehen der total wichtig
- ist und man hat gleichzeitig aber die diskussion das gesetz zur euro-rettung in diesem viertel da groß geworden bist wo einwanderer der zweiten generation
- wohnen wo es irgendwie soziale unterschichten gibt dann wird das soziale nicht als viel falls erfahren anerkannt sondern wird gesamtbelastung
- montag ihre gesundheit oder sozusagen lieber jemanden der sozusagen den ordentlichen lebenslauf hat ja und das ist das ist natürlich eine zynische
- paradoxie die die die szene in unserer gesellschaft gibt die sagen wenn du in die türkei fest und dort ein jahr soziales soziale arbeit leistet dann ist
- das ein pluspunkt in deiner biografie und wenn du einem viertel groß wirst wo es türkische jugend gangs gibt dann ist das ein problem also und das ist
- natürlich ja sie haben jetzt ich meine sie haben einige punkte angesprochen die ja mich zumindest pessimistisch stimmen denn sie haben die sehr beschränkten
- handlungsspielräume einer linken oder sozialen politik beschrieben und das kann ja eigentlich nur zur enttäuschung führen also wenn ich jetzt
- mein vertrauen linken parteien oder parteien die sich das soziale auf die fahne schreiben gebe um zu sagen bitte ändert was an diesen zustand macht diese
- zustände erträglicher für eine breite mittelschicht und sie sieht diese handlungsspielraum als so begrenzt beschreiben dann kann es ja nur zu einer
- enttäuschung kommen die handlungsspielräume was man machen könnte was ihr eigentlich möglich wäre genau reicht sondern
- preisen begrenzungen in milieus oder milieus oder ja ich glaube dass das dass das missverständnis ist weil wir tatsächlich eine beschränkung der
- zurzeit genutzten instrumente sehen also das heißt wenn wir jetzt wirklich über die wirksamkeit der mietpreis bremse oder einer mühle schutz satzung oder
- einer umwandlungs verordnung die die umwandlung in eigentumswohnungen einschränken soll beschäftigen dann wäre das hat echt nur eine begrenzte in
- begrenzten effekt und schützt gar nicht alle oder schützt nur vor ein aspekt und auf der anderen seite zeigt aber diese diskussion dass wir notwendigkeit haben
- tatsächlich darüber hinaus zu denken ja und dass das wäre auf meine erwartung jetzt anderen linke progressive parteien also dass das ihr nicht nur sagen wir
- wir treten an in der stadt wo es eine wohnungskrise gibt und nutzen die instrumente die unseres baugesetzbuch gibt sondern der der anspruch ist
- natürlich dann dachten wir wollen dass ihre neue instrumente schafft dass er neue wege geht und da haben wir jetzt in berlin tatsächlich hat die situation
- dass einzelne von diesen neuen wegen ausprobiert werden wenn wir beispielsweise nutzen von den vorkaufsrecht ansehen und sagen ein ganz
- ganz lange forderung von von protestbewegungen in berlin die gesagt hat es ist ein skandal dass öffentliche grundstücke zum höchstpreis
- verkauft werden also grundstücke dem land oder der stadt gehören die werden zum höchstpreis verkauft wegen der schulden getilgt werden sollen und damit
- wird natürlich genau die ertrags erwartungs logik des privaten markt das simuliert durch den öffentlichen grund also wenn dort dann ein privater zu
- hohen preis kauft dann macht er genau das was im theater macht wenn dann müssen wir rein frauen rendite bekommen so und da gibt es seit vielen jahren
- initiativen stopp von diesen verkäufen wir wollen also nicht nur mit konzept vergaben und zu geringeren preisen wir sehen dass ihr gar nicht mehr verkauft
- sondern dass grundstücke am besten mrr pracht verfahren vergeben werden was wird was jetzt passiert und jedoch passiert ist kann man das ist ein
- bisschen spät also große große teile oder große anteile des öffentlichen grundstücksbesitzers wurden schon zum höchstpreis verkauft aber es
- ist letztendlich eine völlige umkehr von dem was es bisher gibt also wo ich auch sehr so es gibt tatsächlich verändern oder ein zweiter punkt wir haben in
- berlin seit dem bankenskandal ende der 90er anfang der 2000er jahre prinzip die die situation dass die verschuldung des öffentlichen haushalts die politik
- bestimmt also diese das einsparen und das rückzahlen von diesen schulden sozusagen war das dominante leitbild irgendwie aller politischen entscheidung
- jetzt haben wir eine regierung gesagt wir rufen jetzt das jahrzehnt der investitionen aus also sei auch ein bruch mit dieser story 2 soll ist das
- heißt es gibt hier schon eine ganze reihe von veränderungen die grundsätzlicher natur sind ja und und das lässt mich eigentlich relativ
- hoffnungsvoll aber schauen weil nämlich ein dritter aspekt dazu kommt der für den wandel von städtischen politik notwendig ist dass wir eine relativ
- starke protestbewegung in diesem bereich haben ja die die sich jetzt auch nicht einlullen lässt und sagt na ja so eine rot-rot-grüne also sehr progressive
- protest regierungskoalition dann werden die das schon übernehmen sondern die mieterinitiative weiter gut organisiert machen weiter einen starken druck und
- versuchen sich letztendlich selbst an der politik zu beteiligen letztes beispiel für dieses also berlin hat potenzial dass dinge anders gemacht
- werden wer sicherheit wir hatten 2015 die die diskussion über einen volksentscheid wir haben ja das instrument des
- volksentscheids wo man zeigen selber jetzt kürzlich wurde erst hier zum zum flughafen tegel ein volksentscheid bundesweit bekannt und dann absolut
- volksentscheid der der war nicht einfach nur auf seine ja nein soll irgendeine flughafen offen bleiben oder geschlossen werden ausgerichtet und
- es war ein volksentscheid der darauf ausgerichtet zu sagen wollen wir ein soziales wohnungs gesetz für berlin haben oder nicht und mieter initiativen
- selber haben 52 paragrafen ein eigenes sozusagen sozialen das wohnraumgesetz geschrieben wo ganz viele von den aspekten geregelt werden sollten die wir
- uns wünschen dass dieses gesetz ist dann gar nicht zur abstimmung in dem referendum kommen weil die spd 2015 2016 quasi teile des gesetzes übernommen hat
- und gesagt hat wir bringen das als eigenen vorschlag ein das ist die einzelnen möglichkeiten volksentscheid abzuwenden indem die regierung sagt ich
- übernehme eure forderungen dabei hat sich viel abgeschlossen aber wir sind das einzige bundesland in der bundesrepublik die so ein soziales
- wohnen versorgungsgesetz haben und wo ganz also soziale dinge festgeschrieben sind die zumindest den öffentlich geförderten wohnungsbau angehend dem
- tatsächlich sehr klare soziale ausrichtung jetzt mit auf den weg gegeben wird von daher bin ich nicht so pessimistisch
- wie das jetzt vielleicht zum zum anfang klang und glaube dass in dieser mischung progressive regierung und weiterhin druck von der straße tatsächlich dinge
- auch verschoben werden können zumal es in berlin zeigen einen wirklich breit verankertes alltagsbewusstsein für die wohnungsproblematik gibt also das ist
- sozial nicht mehr nur das thema das das dass das so einzelne nerds oder experten mit auf die tagesordnung bringen sondern überall ist das bekannte prinzip weiß
- nicht wer werde jetzt den letzten wahlkampf in berlin sich angeguckt hat also wenn von der linkspartei bis zur fdp und cdu alle parteien versprechen
- dass sie irgendwie die mieten senken wollen oder alle versprechen dass sie mehr sozialen wohnungsbau in der stadt realisieren also die fdp verspricht in
- berlin ist mehr sozialen wohnungsbau geben sodass verschoben hat er also dass das heißt also wir haben es tatsächlich auch
- geschafft eine hegemonie diese hegemonie der markt regelt alles besser tatsächlich partiell zu durchbrechen so
- in berlin ja das ist auch das ist das alltagsbewusstsein das was glaube ich ein unterschied ist zu vielen anderen städten wenn du leute auf der straße
- fragt sollte der staat dafür verantwortlich sein die wohnungskrise zu regeln dann werden alle sagen ja klar wer denn sonst
- wir haben viele andere bereiche in denen es zu recht eine große skepsis gibt wenn irgendjemand sagt der staat soll dinge regeln hierzu von mir die letzte frage
- sind der relativ dicht dran an der berliner landespolitik geräumt was ist denn ist etwas zu erwarten in den nächsten monaten oder jahren dass die
- profitorientierte wohnungsversorgung ein hegt oder eindämmt was ich vielleicht auch für andere städte anwenden das kommt da etwas einem mietpreis bremse
- 2.0 mietpreis bremser 2.0 würde nicht ausreichen weil das ist ja das von mir beschriebene phänomen letztendlich die aushandlung eines mietpreises zur
- neuvermietung perfekt von spekulativen käufen ist das heißt also wer tatsächlich diese aufwertung spiralen und die eskalation von verwertungslogik
- unterbrechen will der muss letztendlich immer an den handel mit grundstücken und muss muss jetzt also ich nach spekulationen das breisacher schaffen
- oder mietpreis bremse abschaffen die die mietpreis bremse ist also die die kann man verbessern dass das land und dann auch zur anwendung bringen die mietpreis
- bremse hat und seit 1 also neben diesen ganzen kontrolldefizit man sich ja regulieren kann hat hat sozial 1 1 1 1 einen grund manko und ist
- grund manko heißt das ist sozusagen nicht zur zur wohnungsversorgung der geringverdiener beitragen kann er selbst prinzip der mietpreis bremse heißt da
- ich kappe den durch also ich kaufe die neuvermietungen 10 oder 15 prozent über den durchschnittlichen ortsüblichen vergleichsmieten und wenn wir jetzt aber
- uns anschauen wen betrifft denn die wohnungsnot am stärksten dann wären wir immer dazu er hat die leute mit wenig geld also das
- heißt wir brauchen für haushalte mit unterdurchschnittlich nein kommen auch unterdurchschnittliche mieten so dass das ist das was wir von
- privaten nicht verlangen können dann muss man entweder förderprogramme aufstellen oder muss gemeinnützigen sektor wie genossenschaften andere
- gemeinnützige unternehmen in die lage versetzen dass die wohnung zu leistbaren preisen anbieten oder der staat muss mit seinen eigenen bundes baugesellschaften
- selber bauen sodass das sind die potenziale die man stärken muss und dann sagt ich brauche mehr wohnungen die unterhalb des durchschnitts angeboten
- werden mietpreis bremse ist letztendlich ein prima instrument für alle die durchschnittliche oder höhere einkommen haben wenn sie funktioniert weil sie
- sozusagen dann den stress der wohnungssuche und der mietzahlung deutlich verringern aber sie wird die sozialen versorgungsprobleme überhaupt
- nicht lösen können und wenn ich aber an die sozialen fassung aus probleme haben will dann muss ich letztendlich die zeit eigentlich auch system fremde
- spekulations möglichkeiten grundstücken einschränkung also jeder jedes verkaufte grundstück jede jedes verkaufte haus ist zu einem hohen preis verkauft wird diese
- verwertungslogik ganze und und da muss man letztendlich an und das ist eine forderung die ist ungefähr so alt wie der kapitalismus also hat also diese
- absurdität dass man letztendlichen völlig leistungslose einkommen erzielen kann unsere gesellschaft ja nur weil ich in einem bestimmten ort ein grundstück
- besitzt dessen wert sich ohne mein zutun verdoppeln verdreifachen kann das ist sozusagen auch selbst aus so perspektiven von von freier
- marktwirtschaft im eigentlichen unding dass das funktioniert und wenn man daran will dann braucht man letztendlich sowas wie ne spekulations besteuerung oder
- müsste den handel mit grund und boden tatsächlich völlig neu strukturieren gibt es auch bundesweit initiativen die schöne schöne neue blutzellen
- bodenordnung und für eine neue boden besteuerung eintreten weil weil das tatsächlich letztendlich ein permanenter quell von sozialen finanziellen
- abschöpfung aus den städten darstellt die niemanden außer dem sozusagen eigentümern zu gute kommt ja es gibt ja andere investitionen wenn er über
- arbeitsplätze über infrastrukturen sprechen wo man sofort sieht das sind investitionen die sind sicher auch damit verbunden dass das irgendjemand geld
- verdienen wird als sind investitionen die vielen zugute kommen dass das abschöpfen von hohen grundstückspreisen es ist eine einbahnstraße also die die
- nur einen nutzen hat und viele verlierer und deshalb wird es wird es darauf hinauslaufen müssen dass wir eine beschränkung dieser grund und boden
- spekulationen hinbekommen können wir mit der rechnen in den nächsten jahr werde ich hoffe dass uns war das eine oder andere ein feld das ist natürlich wie
- mit vielen gesetzen so dass das regelungs aspekte gibt die die zahl auch auf der bundesebene mit durchgesetzt werden sollen aber es so zu sagen gibt
- natürlich eine reihe von möglichkeiten auch im landesrecht in berlin ist eine stadt die nicht nur kommunal sondern auch landesrecht anwenden kann und sagen
- erster schritt in diese richtung wäre sicher dass man darüber nachdenkt die grunderwerbssteuer also die steuer die beim kauf von grundstücken fällig wird
- dass man die sehr drastisch erhöht um einfach die anreize für den fortlaufenden verkaufsprozess in den innenstädten zu reduzieren man kann sich
- auch vorstellen dass man bestimmte satzung dieses besondere stätte baurecht hergibt nutzt um tatsächlich bodenpreise in bestimmten regionen das wird man
- nicht stadtweit machen können an bestimmten regionen einzufrieren ist ein instrument dass zum beispiel 90er jahren in dem sanierungsgebiet prenzlauer berg
- friedrichshain mitte in ost-berlin genutzt wurde er weil man da schon mit dieser spekulation gerechnet hatte das kann man dann zum abschluss des
- gesprächs den zuhörern seriöse also wenn so was seriöse möglich ist eine zeitliche perspektive geben ab wann sich eine situation in
- großstädten wie berlin entspannen dann könnte was mit prall mit preise betrifft für mittlere oder untere einkommen
- vorausgesetzt die richtigen instrumente sind installiert prinzip schutzmechanismen können ja mit einer relativ sofort wirkung eingesetzt werden
- das heißt also das zeige auch vorrangig ist dass die angst vor verdrängung irgendwie den in den alltag bei denen die schon mietverträge haben nicht mehr
- bestimmen und alles sagen hinzusetzen von von leistbaren preiswerten wohnungen durch neubau das braucht natürlich diesen planungsvorlauf den wohnungsbau
- gibt es sind ja immer so drei vier jahre von von der idee bis dann tatsächlich irgendwie ein haus steht und braucht die notwendigen investitionen also das
- sozusagen wird sicher länger dauern als die jetzige legislaturperiode die es gibt ja und schon jahre latif ehrgeizige ziele was den öffentlichen wohnungsbau
- angeht zum vergleich zu bezahlen den mickrigen aktivitäten der der der vergangenen 10 oder 15 jahre wohnungsbaugesellschaften das des landes
- berlin jetzt fünf bis 6000 wohnungen pro jahr neubau müssen und sollen oder angehalten sind die zu zu bauen und die auch zu
- leistbaren mieten und preiswerten mieten anzubieten das sozusagen sind natürlich dann in der summe von 5 jahren 30.000 wohnungen so die die helfen sicher
- einzelne der wohnungsversorgung zu schließen wo es schneller gehen kann sind sicher bereiche vorhin kurz sogar in die
- wohnung also zweckentfremdung gesprochen wo es sagen zwar an den zweckentfremdung verbot in der gesetzlichen regelungen gibt aber letztendlich eine sehr soziale
- inkonsequente praxis die auch umzusetzen also das ist sicher etwas was sozusagen auf die schnelle 10 bis 15.000 wohnungen der wohnungsversorgung wieder zu führen
- kann wenn man dieses instrument sozusagen besser umsetzt und die bezirke auch personell so ausgestattet dass dieses umsetzen können also da sind eine
- ganze reihe von zahlen kurzfristigen lösungen möglich und langfristig wird es eine entspannung in städten wie berlin sowieso nur geben
- wenn es gelingt die dominanz von privaten verwertungs orientierten eigentümer und investoren einzuschränken und tatsächlichen zustand wieder zu
- schaffen den wir anfang der 90er jahre hatten wo nämlich zwei drittel des berliner mietwohnungsmarkt es entweder die land berlin gehörten oder öffentlich
- geförderte wohnung war und in der situation sagen ist wohnungsnot tatsächlich dann staatlich regulierbar und nur staatlich beantwortbar und da
- musste man letztendlich wieder hin und da gehören zu diesen gemeinnützigen sektor der da ausgebaut werden soll um so viele von denen sozialen kleinen haus
- projekten und kleinen genossenschaften die sozusagen ihren beitrag gerne leisten wollen die aber im moment letztendlich mit große finanzunternehmen
- mit luxemburger briefkastenfirmen und mit konzernen wie der deutschen wohnen zahlen und dieselben grundstücke konkurrieren und immer den kürzeren
- ziehen also dass das heißt also letztendlich brauchen werde politik die tatsächlich sagt es gibt bestimmte investitionen im
- immobilienbereich die sind nicht willkommen die will ich auch raus halten und das ist die voraussetzung dafür dass überhaupt andere träger die nur soziale
- wohnungsversorgung sicherheitsstellen können zum zuge kommen so und das ist weiß nicht langfristiger umbau letztendlich der der gesamten wohnung
- struktur die die die eine stadt wie berlin braucht und das wird ja sicher länger dauern als jetzt ein paar jahre aber den anfang die muss man machen den
- darf man nicht vor sich her schieben dann bedanken wir uns für das gespräch mit herrn holm ich bedanke mich sehr herzlich
- ich habe noch viele fragen aber ich denke wir machen jetzt mal schluss hier haben schon lange genug bleiben verspricht
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