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Was ist relative, was absolute Armut?

Caritas Deutschland3:40 175.370 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
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  1. Ina wird bald 16 und wünscht sich eine richtige Party. Sie schämt sich aber, Gäste einzuladen,
  2. denn ihre alleinerziehende Mutter hat wenig Geld. Außerdem ist ihre Wohnung viel zu klein für eine Party.
  3. So wird das nichts. Inas Freund Max schmeißt zum Gebrutstag
  4. immer tolle Partys. Max weiß, dass Inas Mutter viel zu arm ist.
  5. Aber: Stimmt das wirklich? Was ist das eigentlich – Armut?
  6. Man unterscheidet zwei Formen der Armut: Von absoluter Armut betroffenen Menschen
  7. fehlt es an Lebensnotwendigem, wie Kleidung, Nahrung, einem Dach über dem Kopf
  8. oder gesundheitlicher Versorgung. Deshalb werden viele Menschen durch ihre Armut krank
  9. und sterben früher. Menschen, die unter relativer Armut leiden,
  10. haben ein Dach über dem Kopf und meist auch genug zu Essen.
  11. Sie gelten als arm, weil sie nicht mitmachen können bei Dingen, die für andere selbstverständlich sind.
  12. Sie sind durch ihre Umstände benachteiligt und ausgeschlossen, weil sie zum Beispel
  13. nicht mit dem Auto in den Urlaub fahren können oder kein Geld für einen Stadionbesuch
  14. mit Freunden haben. Armutsgefährdet ist man in Deutschland schon
  15. bei einem monatlichen Einkommen von unter 987€. Max überlegt: Fast 1000€, das ist doch
  16. gar nicht so wenig. Aber Vorsicht – hier muss man genau hinschauen.
  17. Haben diese Menschen genug Geld, um zum Beispiel eine Waschmaschine zu ersetzen,
  18. wenn sie kaputt geht? Falls nicht, besteht die Gefahr relativer Armut.
  19. Denn mit schmutzigen oder abgetragenen Klamotten wird man ausgeschlossen.
  20. Das hat Max verstanden. Aber wie wird man überhaupt arm?
  21. Die Hauptursache für Armut ist Arbeitslosigkeit. Wer kein Geld verdient, wird vom Staat
  22. nur mit dem Nötigsten unterstützt. Der zweite Faktor ist geringe Bildung.
  23. Weil man damit nur Jobs bekommt, die nicht ausreichend bezahlt werden.
  24. Wer zudem auch noch alleinerziehend ist, hat es mit einem Job besonders schwer.
  25. Denn wer betreut dann das Kind? Und weil Unterhaltszahlungen leider oft ausbleiben,
  26. ist auch das Alleinerziehen ein entscheidender Armutsfaktor.
  27. Je länger der Zeitraum anhält, in dem wenig Geld zur Verfügung steht,
  28. desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Menschen einsam und ausgeschlossen fühlen.
  29. Damit steigen auch andere Risiken, wie das für Herzinfakte und psychische Erkrankungen.
  30. Oder auch die Selbstmordrate. Ganz schön kompliziert.
  31. Aber Max hat's jetzt verstanden. Die Umstände, unter denen Menschen aufwachsen
  32. und leben, führen in Armut und soziale Ausgrenzung. Aber wie kann er Ina jetzt helfen?
  33. Max hat eine Idee. Er zeigt Ina, dass er sie auch ohne Geld schätzt.
  34. Deshalb plant er eine Überraschungsparty im Clubraum seines Fußballvereins.
  35. Für alle. Und wer kümmert sich um bessere Umstände?
  36. Die Nationale Armutskonferenz, die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen
  37. und andere Verbände klären über Armut und soziale Ausgrenzung auf.
  38. Und erweitern den Horizont von Öffentlichkeit und Politik.
  39. Weitere Infos gibt es im Internet.

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