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Was ist relative, was absolute Armut?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
- Ina wird bald 16 und wünscht sich eine richtige Party. Sie schämt sich aber, Gäste einzuladen,
- denn ihre alleinerziehende Mutter hat wenig Geld. Außerdem ist ihre Wohnung viel zu klein für eine Party.
- So wird das nichts. Inas Freund Max schmeißt zum Gebrutstag
- immer tolle Partys. Max weiß, dass Inas Mutter viel zu arm ist.
- Aber: Stimmt das wirklich? Was ist das eigentlich – Armut?
- Man unterscheidet zwei Formen der Armut: Von absoluter Armut betroffenen Menschen
- fehlt es an Lebensnotwendigem, wie Kleidung, Nahrung, einem Dach über dem Kopf
- oder gesundheitlicher Versorgung. Deshalb werden viele Menschen durch ihre Armut krank
- und sterben früher. Menschen, die unter relativer Armut leiden,
- haben ein Dach über dem Kopf und meist auch genug zu Essen.
- Sie gelten als arm, weil sie nicht mitmachen können bei Dingen, die für andere selbstverständlich sind.
- Sie sind durch ihre Umstände benachteiligt und ausgeschlossen, weil sie zum Beispel
- nicht mit dem Auto in den Urlaub fahren können oder kein Geld für einen Stadionbesuch
- mit Freunden haben. Armutsgefährdet ist man in Deutschland schon
- bei einem monatlichen Einkommen von unter 987€. Max überlegt: Fast 1000€, das ist doch
- gar nicht so wenig. Aber Vorsicht – hier muss man genau hinschauen.
- Haben diese Menschen genug Geld, um zum Beispiel eine Waschmaschine zu ersetzen,
- wenn sie kaputt geht? Falls nicht, besteht die Gefahr relativer Armut.
- Denn mit schmutzigen oder abgetragenen Klamotten wird man ausgeschlossen.
- Das hat Max verstanden. Aber wie wird man überhaupt arm?
- Die Hauptursache für Armut ist Arbeitslosigkeit. Wer kein Geld verdient, wird vom Staat
- nur mit dem Nötigsten unterstützt. Der zweite Faktor ist geringe Bildung.
- Weil man damit nur Jobs bekommt, die nicht ausreichend bezahlt werden.
- Wer zudem auch noch alleinerziehend ist, hat es mit einem Job besonders schwer.
- Denn wer betreut dann das Kind? Und weil Unterhaltszahlungen leider oft ausbleiben,
- ist auch das Alleinerziehen ein entscheidender Armutsfaktor.
- Je länger der Zeitraum anhält, in dem wenig Geld zur Verfügung steht,
- desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Menschen einsam und ausgeschlossen fühlen.
- Damit steigen auch andere Risiken, wie das für Herzinfakte und psychische Erkrankungen.
- Oder auch die Selbstmordrate. Ganz schön kompliziert.
- Aber Max hat's jetzt verstanden. Die Umstände, unter denen Menschen aufwachsen
- und leben, führen in Armut und soziale Ausgrenzung. Aber wie kann er Ina jetzt helfen?
- Max hat eine Idee. Er zeigt Ina, dass er sie auch ohne Geld schätzt.
- Deshalb plant er eine Überraschungsparty im Clubraum seines Fußballvereins.
- Für alle. Und wer kümmert sich um bessere Umstände?
- Die Nationale Armutskonferenz, die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen
- und andere Verbände klären über Armut und soziale Ausgrenzung auf.
- Und erweitern den Horizont von Öffentlichkeit und Politik.
- Weitere Infos gibt es im Internet.
Zum Nachlesen
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