Was ist relative, was absolute Armut? Caritas Deutschland https://www.youtube.com/watch?v=_YV2JWW9gbI Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Ina wird bald 16 und wünscht sich eine richtige Party. Sie schämt sich aber, Gäste einzuladen, 0:08 denn ihre alleinerziehende Mutter hat wenig Geld. Außerdem ist ihre Wohnung viel zu klein für eine Party. 0:15 So wird das nichts. Inas Freund Max schmeißt zum Gebrutstag 0:21 immer tolle Partys. Max weiß, dass Inas Mutter viel zu arm ist. 0:26 Aber: Stimmt das wirklich? Was ist das eigentlich – Armut? 0:32 Man unterscheidet zwei Formen der Armut: Von absoluter Armut betroffenen Menschen 0:37 fehlt es an Lebensnotwendigem, wie Kleidung, Nahrung, einem Dach über dem Kopf 0:43 oder gesundheitlicher Versorgung. Deshalb werden viele Menschen durch ihre Armut krank 0:48 und sterben früher. Menschen, die unter relativer Armut leiden, 0:54 haben ein Dach über dem Kopf und meist auch genug zu Essen. 0:58 Sie gelten als arm, weil sie nicht mitmachen können bei Dingen, die für andere selbstverständlich sind. 1:05 Sie sind durch ihre Umstände benachteiligt und ausgeschlossen, weil sie zum Beispel 1:09 nicht mit dem Auto in den Urlaub fahren können oder kein Geld für einen Stadionbesuch 1:13 mit Freunden haben. Armutsgefährdet ist man in Deutschland schon 1:20 bei einem monatlichen Einkommen von unter 987€. Max überlegt: Fast 1000€, das ist doch 1:28 gar nicht so wenig. Aber Vorsicht – hier muss man genau hinschauen. 1:33 Haben diese Menschen genug Geld, um zum Beispiel eine Waschmaschine zu ersetzen, 1:37 wenn sie kaputt geht? Falls nicht, besteht die Gefahr relativer Armut. 1:43 Denn mit schmutzigen oder abgetragenen Klamotten wird man ausgeschlossen. 1:47 Das hat Max verstanden. Aber wie wird man überhaupt arm? 1:53 Die Hauptursache für Armut ist Arbeitslosigkeit. Wer kein Geld verdient, wird vom Staat 1:59 nur mit dem Nötigsten unterstützt. Der zweite Faktor ist geringe Bildung. 2:04 Weil man damit nur Jobs bekommt, die nicht ausreichend bezahlt werden. 2:08 Wer zudem auch noch alleinerziehend ist, hat es mit einem Job besonders schwer. 2:13 Denn wer betreut dann das Kind? Und weil Unterhaltszahlungen leider oft ausbleiben, 2:18 ist auch das Alleinerziehen ein entscheidender Armutsfaktor. 2:24 Je länger der Zeitraum anhält, in dem wenig Geld zur Verfügung steht, 2:28 desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Menschen einsam und ausgeschlossen fühlen. 2:34 Damit steigen auch andere Risiken, wie das für Herzinfakte und psychische Erkrankungen. 2:40 Oder auch die Selbstmordrate. Ganz schön kompliziert. 2:45 Aber Max hat's jetzt verstanden. Die Umstände, unter denen Menschen aufwachsen 2:50 und leben, führen in Armut und soziale Ausgrenzung. Aber wie kann er Ina jetzt helfen? 2:57 Max hat eine Idee. Er zeigt Ina, dass er sie auch ohne Geld schätzt. 3:03 Deshalb plant er eine Überraschungsparty im Clubraum seines Fußballvereins. 3:07 Für alle. Und wer kümmert sich um bessere Umstände? 3:13 Die Nationale Armutskonferenz, die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen 3:18 und andere Verbände klären über Armut und soziale Ausgrenzung auf. 3:23 Und erweitern den Horizont von Öffentlichkeit und Politik. 3:27 Weitere Infos gibt es im Internet.