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Die Industrielle Revolution - Basiswissen

Ein Hut voll Wissen13:45 7.214 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 92 Zeilen
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  1. hallo miteinander und herzlich willkommen zu einer neuen folge in unserer reihe historische ereignisse des neunzehnten und zwanzigsten
  2. jahrhunderts heute sprechen wir über das thema industrialisierung manchmal auch bezeichnet als die industrielle revolution das wohl wichtigste ereignis
  3. könnte man sagen dass neunzehnten jahrhunderts allerdings ein ereignis wie wir sehen werden was schon mitte des achtzehnten jahrhunderts beginnen sollte
  4. zumindest in großbritannien und diese industrielle revolution sollte die gesellschaft die wirtschaft das gesamte zusammenleben und den
  5. zusammenhalt der gesellschaft die struktur der gesellschaft fundamental verändern in einem zeitraum von mehr als 250 jahren was genau eine
  6. industrialisierung letztlich ist was sie ausmacht darüber sprechen wir in den folgenden minuten los geht's
  7. wenn wir heute über industrialisierung oder die industrielle revolution sprechen müssen wir uns zunächst einmal bewusst machen dass die
  8. industrialisierung in den europäischen gesellschaften auf drei pfeilern fußte zum einen ist eine industrialisierung dadurch gekennzeichnet dass sie ein
  9. größeres wirtschaftswachstum aufwächst man muss sich dabei bewusst machen wirtschaftswachstum hat es natürlich in der zivilisationsgeschichte immer wieder
  10. gegeben in allen gesellschaften auch in mittelalterlichen gesellschaften also vor industriellen gesellschaften aber ein so starkes wirtschaftswachstum und
  11. ein konstantes wachstum wie es eben mit der industrialisierung kam hatte es vor in dieser form nicht gegeben zum zweiten spielt ja aber auch die anzahl der
  12. technischen neuerungen eine rolle denn man muss sich ja vorstellen als die industrialisierung so mitte des achtzehnten jahrhunderts langsam begann
  13. war das natürlich eine völlig andere art von wirtschaften als man sie noch im mittelalter hatte es kann nun völlig neue arbeitsgeräte maschinen die die
  14. arbeitskraft der menschen verändert die art wie wir arbeiten und was wir arbeiten als menschen gravierend verändern sollten und plötzlich der
  15. dritte punkt und das ist der gravierendste könnte man vielleicht sagen nämlich der sogenannte sektorale wandel es ist gleichzeitig der punkt ja
  16. vielleicht auch am schwierigsten zu verstehen ist bei der industrialisierung denn wenn ich von sektorale im wandel sprechen müssen wir uns natürlich erst
  17. mal bewusst machen was ist eigentlich ein sektoraler wandel und was ist überhaupt ein sektor man muss sich zunächst einmal klar machen unsere
  18. gesellschaft bis heute wie sie existiert zumindest den hinblick auf die wirtschaft besteht aus sektoren und zwar genau genommen aus drei verschiedenen
  19. sektoren diese sektoren sind zum ersten die agrarwirtschaft sprich die landwirtschaft und alles was damit zusammenhängt
  20. zum zweiten dass weiter verarbeitende gewerbe also dort wo in der regel rohstoffe zu neuen produkten weiterverarbeitet werden und der dritte
  21. sektor ist die sogenannte dienstleistungsbranche also das ist vor allem das was im freudigen ich habe dir eine große rolle spielt da
  22. können auch so zu dinge wie gastronomie beispielsweise zu gezählt werden also ein sektor in dem mögliche dienste einem kunden angeboten werden schön und gut
  23. aber was bedeutet das jetzt für den verlauf der industrialisierung man muss sich klar waren diese drei sektoren landwirtschaft oder agrarwirtschaft
  24. weiter verarbeitende gewerbe und dienstleistungssektor hat es in allen gesellschaften im grunde immer gegeben doch der unterschied ist der dass die
  25. verteilung dieser sektoren über die jahrhunderte sich stark verändert hat sprich wie viel prozent der arbeitenden bevölkerung in einem land in einem
  26. dieser sektoren arbeiteten das veränderte sich sehr stark über die jahrhunderte tatsächlich war es nämlich noch so gewesen dass im achtzehnten
  27. jahrhundert also in einer gesellschaft die die mittelalter in vielerlei hinsicht nur wesentlich ähnlicher war es unsere heutige gesellschaft
  28. über 70 prozent alleine in diesem ersten sektor agrarwirtschaft arbeitet und nur ein kleiner teil im verhältnis dazu war dann auf die anderen beiden sektoren
  29. verteilt wobei der dienstleistungssektor letztlich bis in das zwanzigste jahrhundert hinein immer den geringsten anteil haben sollte im laufe der
  30. jahrhunderte wie gesagt veränderte sich diese zusammensetzung der agrarsektor schrumpfte zunächst einmal wodurch dann in der hochphase der industrie zeit auf
  31. dem höhepunkt der eisen und stahlindustrie vor allem dann auch dieses weiter verarbeitenden gewerbe stark anwuchs und
  32. letztlich dann am ende dieser ganzen industrialisierung entwicklung von über 250 jahren stand dann schließlich so spätestens ab 1945 also nach dem zweiten
  33. weltkrieg diese dritte phase die da die dominante rolle spielen sollte sprich die dienstleistungsbranche nun haben wir die basis der industrialisierung schon
  34. einmal verstanden haben gesehen dass eine gesellschaft wirtschaftlich gesehen aus sektoren besteht und dass sich diese sektoren eben durch die verschiedenen
  35. epochen der geschichte in ihrer zusammensetzung im hinblick auf die auf ihrem bevölkerungsanteil verändert hatten doch das sagt letztlich
  36. noch nichts darüber aus warum eigentlich die insel realisierung ausgerechnet in europa beginnen sollte und allen voran eben in großbritannien im jahr
  37. 1750 beziehungsweise so um den dreh denn das ganz genau jahr ist natürlich bei so was schwer festzulegen warum in europa der ausgangspunkt der industrialisierung
  38. werden sollte hängt zu einem großen teil mit den besonderen begebenheiten dieses kontinents zu sammeln auf den punkt bringen kann man das ganze im grunde mit
  39. drei aspekten mal wieder drei die hier eine rolle spielen sollten zum einen waren der zugang zu den meeren oder zuflüssen überhaupt zu wasserstraßen
  40. enorm wichtig denn man muss sich auch vorstellen im 18 jahrhundert und neunzehnten jahrhundert noch zumindest im frühen neunzehnten jahrhundert gab es
  41. ja noch keine eisenbahn landwege waren eher schlecht ausgebaut häufig fehlt eine ausgebaute straßensystem viele wege
  42. waren eher matschige phase so könnte man sagen wo man eben nur mit pferden und postkutsche voran kann und das auch nur sehr langsam insofern weil der seeweg
  43. der einzige tragfähige und wirklich produktive weg wo man waren transportieren konnte und deswegen weil der zugang zu mehreren ebenso wichtig im
  44. achtzehnten und auch noch im frühen neunzehnten jahrhundert der zweite punkt war letztlich das vorhandensein von rohstoffen denn wie man sich vorstellen
  45. kann braucht man natürlich für eine gelungene industrialisierung rohstoffe man musste irgendetwas haben entweder was man
  46. weiterverkaufen konnte oder rohstoffe haben die man eben selber nutzen konnte um neue produkte herzustellen und da spielte neben verschiedene dinge
  47. eine rolle und das sind auch wieder ein stück bei damit zusammen was man eben gerade in der industrialisierung anfertigte wenn man beispielsweise sein
  48. schwerpunkt auf textilwaren gelegt hatte da brauchte man vor allem baumwolle und die musste man irgendwo her bekommen wenn man auf der anderen seite in der
  49. eisen und stahlindustrie unterwegs war zum beispiel für die waffenproduktion und ähnliches dann brauchte man vor allem kohle um die hochöfen lässt sich
  50. antreiben zu können und so hin vieles davon ab beim erfolg der industrialisierung wie gut man selbst mit rohstoffen ausgestattet war oder
  51. eben wie viel geld man hatte um sich diese rohstoffe stellt sich importieren zu können der dritte punkt der bis heute angegeben und häufig genannt wird wenn
  52. es um den erfolg der industrialisierung geht ist das staats und wirtschaftssystem in einem land sind man muss sich ja vorstellen auch die auch im
  53. achtzehnten und neunzehnten jahrhundert waren europäische länder sehr unterschiedlich die meisten dieser länder waren ja monarchin mit königin an
  54. der spitze und entsprechend waren diese länder halt sehr autokratisch häufig regiert eine ausnahme bildete hier sicherlich großbritannien denn das war
  55. ja ein land was relativ frisch menschen und bürgerrechte eingeführte was auch schon lange ein parlament hatte bevor man es in anderen regionen europas
  56. überhaupt kannte tatsächlich war es eben in großbritannien so gewesen dass sowohl das gesellschaftlich als auch das wirtschaftliche system dort der
  57. industrialisierung sehr entgegenkam denn die politik bemühte sich nicht zu sehr in die wirtschaftlichen abläufe einzugreifen und so konnte sich
  58. großbritannien wirtschaftlich mehr oder weniger ungebremst entfalten das hängt zu einem großen teil auch damit zusammen dass großbritannien im jahr 1750 jahr
  59. ist das erste europäische land überhaupt mit der industrialisierung begann das war natürlich eine absolute sonderstellung denn dieses land
  60. großbritannien konnte sich ja nun absolut konkurrenzlos entfalten es gab ja überhaupt keine konkurrenz und es gab auch niemanden der irgendwie schon
  61. maschinen produziert hätte und ähnliches die man jetzt hätte einfach importieren können das bedeutet großbritannien musste zwar selber aus eigener kraft all
  62. das in angriff nehmen aber man hat eben gleichzeitig auch ein monopol auf diese sachen und das war zumindest mal bis dann die ersten europäischen länder
  63. nachziehen sollten ein großer vorteil gleichzeitig verfügte großbritannien über ausreichend rohstoffe insbesondere auch einen ausreichenden kohle vorrat
  64. die man eben dann später fallen in der eisen und stahlindustrie brauchte und schließlich kam der zugang zu den meeren bei großbritannien liegt das ganze auf
  65. der hand denn großbritannien war ja wie auch heute noch eine insel und auf einer insel ist man natürlich von wasser umgeben und so konnte großbritannien
  66. sich da voll entfalten insbesondere bei großbritannien ja auch damals schon ein kolonialreich hatte man hatte viele helfen auf an verschiedenen punkten auf
  67. dem globus und man hat er eine große anzahl von schiffen die man eben für diesen neuen welthandel der jetzt setzt sich auf kam nur wahr machen konnte
  68. großbritannien kamen dabei besonders entgegen dass man am anfang noch lange bevor man auf eisen und stahlindustrie lässt sich setzte vor allem erstmal auf
  69. den textilbereich setzt also die verarbeitung von textilen stoffen von textilien war eine große sache am anfang der industriellen revolution und
  70. großbritannien hatte hier optimale voraussetzungen denn die briten hatten durch ihr kolonialreich einen fuß in nordamerika und in den heutigen
  71. südstaaten der usa so könnte man sagen gab es große baumwollplantagen und von diesem baumwollplantagen konnte man eben waren
  72. beziehen diese baumwolle wo der quasi aus diesen amerikanischen staaten dann nach großbritannien exportiert und dort dann in manchester und an anderen orten
  73. eben in großen spinnereien verarbeitet geschafft dass großbritannien innerhalb von kurzer zeit quasi ein monopol auf eine umfassende textilindustrie zu haben
  74. und war damit zunächst einmal ein großer anbieter eben für kleider für wichtige stoffe und kostbare stoffe die natürlich an den europäischen königshöfen gern
  75. gesehen waren doch natürlich sollte es nicht immer so bleiben dass großbritannien die einzige industrie macht war im neunzehnten jahrhundert
  76. schließlich zogen mehr und mehr europäische staaten nach darunter vor allem dann auch letztlich deutschland was vor allen dann auch mit der elektro
  77. und chemieindustrie ende des neunzehnten jahrhunderts große erfolge feiern sollte doch tatsächlich waren nun die grundvoraussetzungen völlig anders als
  78. noch bei großbritannien denn die briten waren ja mitte des 18 jahrhunderts noch völlig allein gewesen sie hatten ein monopol gehabt aber sie mussten eben
  79. auch viel geld und technisches know-how investieren überhaupt erstmal diese ganzen maschinen entwickeln zu können die sie fielen die industrialisierung
  80. brauchten vor diesen problemen standen letztlich die europäischen mächte jetzt nicht mehr denn viele dieser europäischen länder konnten sich diese
  81. maschinen und auch das notwendige fachpersonal jetzt aus großbritannien importieren und damit eigene entwicklungskosten einsparen
  82. dadurch wurde natürlich wieder geld frei was man für andere dinge benutzen konnte insbesondere dafür dass man direkt modernen die anlagen bauen konnte
  83. wohingegen die industrieanlagen großbritannien dann häufig schon über 100 jahre alt waren und eben schon technisch auf einem veralteten stand
  84. waren man sollte sich allerdings bewusst machen dass die industrialisierung in den meisten europäischen ländern sehr ähnlich ablief mann begangen mit einem
  85. fokus auf textil industrien ging dann weiter 219 stahlindustrie und landete letztlich dann vor allem ende des neunzehnten jahrhunderts bei der chemie
  86. und elektroindustrie die eisen und stahlindustrie brachte natürlich viele erfolge und ein großes wachstum für die einzelnen europäischen länder hatte
  87. allerdings natürlich auch eine große schattenseite die man hier nicht ausblenden darf denn die eisernen stahlindustrie war natürlich grundlage
  88. für die waffenindustrie und damit eben die grundlage für die entwicklung moderner waffen die große zerstörungskraft hatten und letztlich
  89. eben die grundlage legen sollten für das was dann mit verschiedenen kriegen wir den deutsch französischen krieg und später dem ersten weltkrieg eben kommen
  90. sollte nämlich große industrielle material schafften mit millionen von toten fielen dann erst ein bisschen fürs zu sehen und fürs zuhören zu diesem
  91. kleinen überblick zur industrialisierung und dann sehen was beim nächsten mal welchem thema welche episode auch immer macht's gut
  92. [Musik]

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