Die Industrielle Revolution - Basiswissen Ein Hut voll Wissen https://www.youtube.com/watch?v=ZNwREnRhN8A Transkript (automatisch erstellt) 0:10 hallo miteinander und herzlich willkommen zu einer neuen folge in unserer reihe historische ereignisse des neunzehnten und zwanzigsten 0:18 jahrhunderts heute sprechen wir über das thema industrialisierung manchmal auch bezeichnet als die industrielle revolution das wohl wichtigste ereignis 0:30 könnte man sagen dass neunzehnten jahrhunderts allerdings ein ereignis wie wir sehen werden was schon mitte des achtzehnten jahrhunderts beginnen sollte 0:38 zumindest in großbritannien und diese industrielle revolution sollte die gesellschaft die wirtschaft das gesamte zusammenleben und den 0:48 zusammenhalt der gesellschaft die struktur der gesellschaft fundamental verändern in einem zeitraum von mehr als 250 jahren was genau eine 0:58 industrialisierung letztlich ist was sie ausmacht darüber sprechen wir in den folgenden minuten los geht's 1:10 wenn wir heute über industrialisierung oder die industrielle revolution sprechen müssen wir uns zunächst einmal bewusst machen dass die 1:17 industrialisierung in den europäischen gesellschaften auf drei pfeilern fußte zum einen ist eine industrialisierung dadurch gekennzeichnet dass sie ein 1:27 größeres wirtschaftswachstum aufwächst man muss sich dabei bewusst machen wirtschaftswachstum hat es natürlich in der zivilisationsgeschichte immer wieder 1:36 gegeben in allen gesellschaften auch in mittelalterlichen gesellschaften also vor industriellen gesellschaften aber ein so starkes wirtschaftswachstum und 1:46 ein konstantes wachstum wie es eben mit der industrialisierung kam hatte es vor in dieser form nicht gegeben zum zweiten spielt ja aber auch die anzahl der 1:57 technischen neuerungen eine rolle denn man muss sich ja vorstellen als die industrialisierung so mitte des achtzehnten jahrhunderts langsam begann 2:04 war das natürlich eine völlig andere art von wirtschaften als man sie noch im mittelalter hatte es kann nun völlig neue arbeitsgeräte maschinen die die 2:14 arbeitskraft der menschen verändert die art wie wir arbeiten und was wir arbeiten als menschen gravierend verändern sollten und plötzlich der 2:24 dritte punkt und das ist der gravierendste könnte man vielleicht sagen nämlich der sogenannte sektorale wandel es ist gleichzeitig der punkt ja 2:33 vielleicht auch am schwierigsten zu verstehen ist bei der industrialisierung denn wenn ich von sektorale im wandel sprechen müssen wir uns natürlich erst 2:40 mal bewusst machen was ist eigentlich ein sektoraler wandel und was ist überhaupt ein sektor man muss sich zunächst einmal klar machen unsere 2:48 gesellschaft bis heute wie sie existiert zumindest den hinblick auf die wirtschaft besteht aus sektoren und zwar genau genommen aus drei verschiedenen 2:57 sektoren diese sektoren sind zum ersten die agrarwirtschaft sprich die landwirtschaft und alles was damit zusammenhängt 3:05 zum zweiten dass weiter verarbeitende gewerbe also dort wo in der regel rohstoffe zu neuen produkten weiterverarbeitet werden und der dritte 3:16 sektor ist die sogenannte dienstleistungsbranche also das ist vor allem das was im freudigen ich habe dir eine große rolle spielt da 3:23 können auch so zu dinge wie gastronomie beispielsweise zu gezählt werden also ein sektor in dem mögliche dienste einem kunden angeboten werden schön und gut 3:35 aber was bedeutet das jetzt für den verlauf der industrialisierung man muss sich klar waren diese drei sektoren landwirtschaft oder agrarwirtschaft 3:43 weiter verarbeitende gewerbe und dienstleistungssektor hat es in allen gesellschaften im grunde immer gegeben doch der unterschied ist der dass die 3:54 verteilung dieser sektoren über die jahrhunderte sich stark verändert hat sprich wie viel prozent der arbeitenden bevölkerung in einem land in einem 4:05 dieser sektoren arbeiteten das veränderte sich sehr stark über die jahrhunderte tatsächlich war es nämlich noch so gewesen dass im achtzehnten 4:14 jahrhundert also in einer gesellschaft die die mittelalter in vielerlei hinsicht nur wesentlich ähnlicher war es unsere heutige gesellschaft 4:20 über 70 prozent alleine in diesem ersten sektor agrarwirtschaft arbeitet und nur ein kleiner teil im verhältnis dazu war dann auf die anderen beiden sektoren 4:31 verteilt wobei der dienstleistungssektor letztlich bis in das zwanzigste jahrhundert hinein immer den geringsten anteil haben sollte im laufe der 4:40 jahrhunderte wie gesagt veränderte sich diese zusammensetzung der agrarsektor schrumpfte zunächst einmal wodurch dann in der hochphase der industrie zeit auf 4:51 dem höhepunkt der eisen und stahlindustrie vor allem dann auch dieses weiter verarbeitenden gewerbe stark anwuchs und 4:57 letztlich dann am ende dieser ganzen industrialisierung entwicklung von über 250 jahren stand dann schließlich so spätestens ab 1945 also nach dem zweiten 5:06 weltkrieg diese dritte phase die da die dominante rolle spielen sollte sprich die dienstleistungsbranche nun haben wir die basis der industrialisierung schon 5:16 einmal verstanden haben gesehen dass eine gesellschaft wirtschaftlich gesehen aus sektoren besteht und dass sich diese sektoren eben durch die verschiedenen 5:24 epochen der geschichte in ihrer zusammensetzung im hinblick auf die auf ihrem bevölkerungsanteil verändert hatten doch das sagt letztlich 5:32 noch nichts darüber aus warum eigentlich die insel realisierung ausgerechnet in europa beginnen sollte und allen voran eben in großbritannien im jahr 5:41 1750 beziehungsweise so um den dreh denn das ganz genau jahr ist natürlich bei so was schwer festzulegen warum in europa der ausgangspunkt der industrialisierung 5:50 werden sollte hängt zu einem großen teil mit den besonderen begebenheiten dieses kontinents zu sammeln auf den punkt bringen kann man das ganze im grunde mit 6:00 drei aspekten mal wieder drei die hier eine rolle spielen sollten zum einen waren der zugang zu den meeren oder zuflüssen überhaupt zu wasserstraßen 6:10 enorm wichtig denn man muss sich auch vorstellen im 18 jahrhundert und neunzehnten jahrhundert noch zumindest im frühen neunzehnten jahrhundert gab es 6:18 ja noch keine eisenbahn landwege waren eher schlecht ausgebaut häufig fehlt eine ausgebaute straßensystem viele wege 6:26 waren eher matschige phase so könnte man sagen wo man eben nur mit pferden und postkutsche voran kann und das auch nur sehr langsam insofern weil der seeweg 6:34 der einzige tragfähige und wirklich produktive weg wo man waren transportieren konnte und deswegen weil der zugang zu mehreren ebenso wichtig im 6:43 achtzehnten und auch noch im frühen neunzehnten jahrhundert der zweite punkt war letztlich das vorhandensein von rohstoffen denn wie man sich vorstellen 6:51 kann braucht man natürlich für eine gelungene industrialisierung rohstoffe man musste irgendetwas haben entweder was man 6:59 weiterverkaufen konnte oder rohstoffe haben die man eben selber nutzen konnte um neue produkte herzustellen und da spielte neben verschiedene dinge 7:07 eine rolle und das sind auch wieder ein stück bei damit zusammen was man eben gerade in der industrialisierung anfertigte wenn man beispielsweise sein 7:15 schwerpunkt auf textilwaren gelegt hatte da brauchte man vor allem baumwolle und die musste man irgendwo her bekommen wenn man auf der anderen seite in der 7:23 eisen und stahlindustrie unterwegs war zum beispiel für die waffenproduktion und ähnliches dann brauchte man vor allem kohle um die hochöfen lässt sich 7:31 antreiben zu können und so hin vieles davon ab beim erfolg der industrialisierung wie gut man selbst mit rohstoffen ausgestattet war oder 7:39 eben wie viel geld man hatte um sich diese rohstoffe stellt sich importieren zu können der dritte punkt der bis heute angegeben und häufig genannt wird wenn 7:48 es um den erfolg der industrialisierung geht ist das staats und wirtschaftssystem in einem land sind man muss sich ja vorstellen auch die auch im 7:56 achtzehnten und neunzehnten jahrhundert waren europäische länder sehr unterschiedlich die meisten dieser länder waren ja monarchin mit königin an 8:02 der spitze und entsprechend waren diese länder halt sehr autokratisch häufig regiert eine ausnahme bildete hier sicherlich großbritannien denn das war 8:12 ja ein land was relativ frisch menschen und bürgerrechte eingeführte was auch schon lange ein parlament hatte bevor man es in anderen regionen europas 8:20 überhaupt kannte tatsächlich war es eben in großbritannien so gewesen dass sowohl das gesellschaftlich als auch das wirtschaftliche system dort der 8:27 industrialisierung sehr entgegenkam denn die politik bemühte sich nicht zu sehr in die wirtschaftlichen abläufe einzugreifen und so konnte sich 8:35 großbritannien wirtschaftlich mehr oder weniger ungebremst entfalten das hängt zu einem großen teil auch damit zusammen dass großbritannien im jahr 1750 jahr 8:44 ist das erste europäische land überhaupt mit der industrialisierung begann das war natürlich eine absolute sonderstellung denn dieses land 8:52 großbritannien konnte sich ja nun absolut konkurrenzlos entfalten es gab ja überhaupt keine konkurrenz und es gab auch niemanden der irgendwie schon 9:00 maschinen produziert hätte und ähnliches die man jetzt hätte einfach importieren können das bedeutet großbritannien musste zwar selber aus eigener kraft all 9:08 das in angriff nehmen aber man hat eben gleichzeitig auch ein monopol auf diese sachen und das war zumindest mal bis dann die ersten europäischen länder 9:16 nachziehen sollten ein großer vorteil gleichzeitig verfügte großbritannien über ausreichend rohstoffe insbesondere auch einen ausreichenden kohle vorrat 9:24 die man eben dann später fallen in der eisen und stahlindustrie brauchte und schließlich kam der zugang zu den meeren bei großbritannien liegt das ganze auf 9:33 der hand denn großbritannien war ja wie auch heute noch eine insel und auf einer insel ist man natürlich von wasser umgeben und so konnte großbritannien 9:42 sich da voll entfalten insbesondere bei großbritannien ja auch damals schon ein kolonialreich hatte man hatte viele helfen auf an verschiedenen punkten auf 9:51 dem globus und man hat er eine große anzahl von schiffen die man eben für diesen neuen welthandel der jetzt setzt sich auf kam nur wahr machen konnte 10:00 großbritannien kamen dabei besonders entgegen dass man am anfang noch lange bevor man auf eisen und stahlindustrie lässt sich setzte vor allem erstmal auf 10:08 den textilbereich setzt also die verarbeitung von textilen stoffen von textilien war eine große sache am anfang der industriellen revolution und 10:18 großbritannien hatte hier optimale voraussetzungen denn die briten hatten durch ihr kolonialreich einen fuß in nordamerika und in den heutigen 10:26 südstaaten der usa so könnte man sagen gab es große baumwollplantagen und von diesem baumwollplantagen konnte man eben waren 10:35 beziehen diese baumwolle wo der quasi aus diesen amerikanischen staaten dann nach großbritannien exportiert und dort dann in manchester und an anderen orten 10:45 eben in großen spinnereien verarbeitet geschafft dass großbritannien innerhalb von kurzer zeit quasi ein monopol auf eine umfassende textilindustrie zu haben 10:56 und war damit zunächst einmal ein großer anbieter eben für kleider für wichtige stoffe und kostbare stoffe die natürlich an den europäischen königshöfen gern 11:08 gesehen waren doch natürlich sollte es nicht immer so bleiben dass großbritannien die einzige industrie macht war im neunzehnten jahrhundert 11:15 schließlich zogen mehr und mehr europäische staaten nach darunter vor allem dann auch letztlich deutschland was vor allen dann auch mit der elektro 11:25 und chemieindustrie ende des neunzehnten jahrhunderts große erfolge feiern sollte doch tatsächlich waren nun die grundvoraussetzungen völlig anders als 11:34 noch bei großbritannien denn die briten waren ja mitte des 18 jahrhunderts noch völlig allein gewesen sie hatten ein monopol gehabt aber sie mussten eben 11:42 auch viel geld und technisches know-how investieren überhaupt erstmal diese ganzen maschinen entwickeln zu können die sie fielen die industrialisierung 11:49 brauchten vor diesen problemen standen letztlich die europäischen mächte jetzt nicht mehr denn viele dieser europäischen länder konnten sich diese 11:56 maschinen und auch das notwendige fachpersonal jetzt aus großbritannien importieren und damit eigene entwicklungskosten einsparen 12:05 dadurch wurde natürlich wieder geld frei was man für andere dinge benutzen konnte insbesondere dafür dass man direkt modernen die anlagen bauen konnte 12:13 wohingegen die industrieanlagen großbritannien dann häufig schon über 100 jahre alt waren und eben schon technisch auf einem veralteten stand 12:20 waren man sollte sich allerdings bewusst machen dass die industrialisierung in den meisten europäischen ländern sehr ähnlich ablief mann begangen mit einem 12:28 fokus auf textil industrien ging dann weiter 219 stahlindustrie und landete letztlich dann vor allem ende des neunzehnten jahrhunderts bei der chemie 12:37 und elektroindustrie die eisen und stahlindustrie brachte natürlich viele erfolge und ein großes wachstum für die einzelnen europäischen länder hatte 12:45 allerdings natürlich auch eine große schattenseite die man hier nicht ausblenden darf denn die eisernen stahlindustrie war natürlich grundlage 12:51 für die waffenindustrie und damit eben die grundlage für die entwicklung moderner waffen die große zerstörungskraft hatten und letztlich 13:00 eben die grundlage legen sollten für das was dann mit verschiedenen kriegen wir den deutsch französischen krieg und später dem ersten weltkrieg eben kommen 13:09 sollte nämlich große industrielle material schafften mit millionen von toten fielen dann erst ein bisschen fürs zu sehen und fürs zuhören zu diesem 13:17 kleinen überblick zur industrialisierung und dann sehen was beim nächsten mal welchem thema welche episode auch immer macht's gut 13:25 [Musik]