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Frankreich wird zur Republik I Französische Revolution I musstewissen Geschichte
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 79 Zeilen
- In diesem Video erkläre ich euch, wie die Französische Revolution
- nach den ersten umwälzenden Schritten weitergeht. Denn wenn sich eine solche Revolution ereignet, die alles neu macht
- und die auch noch relativ blutig abgelaufen ist, dann bleibt das natürlich nicht ohne Folgen.
- Alles, was du dazu wissen musst, jetzt: * Musik *
- Schon am Beginn der französischen Revolution stürzt die alte Ordnung in sich zusammen.
- Der König muss eine Verfassung unterschreiben, die seine Macht beschränkt.
- Das Feudalsystem wird abgeschafft. Die Adligen und Geistlichen verlieren ihre Sonderrechte.
- Die Menschen- und Bürgerrechte werden verkündet. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit haben sich durchgesetzt.
- Und, jo, zack, fertig. Na ja nicht so ganz.
- Schauen wir uns erst einmal die Verfassung an, die die Nationalversammlung verabschiedet.
- Das wichtigste Ziel ist es, die absolute Macht des Königs einzuschränken.
- Der König und seine Regierung müssen jetzt Gesetze umsetzen, die von der Nationalversammlung gemacht werden.
- Damit ist die Gewaltenteilung, wie sie in der Aufklärung gefordert wurde, tatsächlich umgesetzt.
- Außerdem dürfen die Menschen jetzt die Berufe ergreifen, die sie auch wirklich wollen.
- Das Kirchengut wird eingezogen. Eine Nationalgarde unter dem Oberbefehl des Parlaments wird aufgestellt.
- Die Privilegien und Sonderrechte des Adels sind abgeschafft. In dem Video über den Beginn der Französischen Revolution,
- das ihr über das "i" findet, da habe ich euch erzählt, dass die Abgeordneten,
- die für das Volk, den dritten Stand, gesprochen haben, Anwälte und Kaufleute waren.
- Damit waren vier Millionen Bürger in der Nationalversammlung vertreten, aber die mehr als 20 Millionen Bauern und Landarbeiter
- blieben eigentlich außen vor. Und so sieht auch die Verfassung aus, die verabschiedet wird.
- Denn die politische Mitwirkung, das Wahlrecht, bekommen nicht alle. Die Verfassung bestimmt ganz genau, wer aktiver Staatsbürger ist
- und auch wirklich wählen darf. Man muss mindestens 25 Jahre alt sein,
- man muss eine direkte Steuer bezahlen, die wenigstens dem Wert von drei Arbeitstagen im Monat entspricht.
- Man darf nicht Lohnempfänger sein. Man muss Eigentümer oder Nutznießer eines Besitzes sein
- oder mindestens Mieter einer Wohnung. Und das trifft auf viele Menschen nicht zu.
- Das heißt also, Mitmachen dürfen nur diejenigen, die ein Mindestvermögen besitzen.
- Man nennt ein solches Wahlrecht Zensuswahlrecht. Die meisten Leute in Frankreich haben deshalb immer noch nix zu sagen,
- denn sie sind zu arm, um wählen zu dürfen. Frauen sind sowieso ausgeschlossen.
- Noch mal: Wir reden von mehr als 20 Millionen Bauern und Kleinbürgern. Die bleiben auch nach der Revolution arm,
- denn die Großbürger, die bedienen sich jetzt. Zum Beispiel kaufen sie den Besitz auf,
- der der Kirche und den Adligen genommen wurde. Deshalb fordern radikale Revolutionäre,
- dass die Revolution nicht stehen bleiben darf, sondern dass sie weitergehen muss,
- bis wirklich alle Bürger frei und gleich sind. Man nennt diese Leute Sansculotten.
- Und sie beschreiben sich selbst so: Ein Sansculotte ist einer, der immer zu Fuß geht,
- der keine Millionen, keine Schlösser besitzt und der keine Diener hat, der arbeitet.
- Er hat immer einen Säbel blank, um allen Feinden der Revolution die Ohren abzuschneiden.
- "Sansculotten" bedeutet wörtlich: Leute ohne Kniehosen. Also Leute aus der Unterschicht, die lange Hosen trugen
- und sich so von den Adligen und den Großbürgern unterschieden haben,
- die eben stylische Kniehosen getragen haben. Stylisch ist relativ. Damals war das ziemlich angesagt.
- Die Unterschicht will also endlich auch was von der Revolution haben. Für die Großbürger dagegen ist die Revolution schon beendet.
- Sie haben genau das erreicht, was sie wollten. Die bürgerliche Revolution steht aber noch von einer zweiten Seite unter Druck.
- Denn da gibt es ja noch Tausende Adlige, und natürlich den König, die wollen, dass die Änderungen der neuen Verfassung
- wieder aufgehoben werden und die Adligen wieder ihre Privilegien, ihre Sonderrechte, zurückbekommen.
- Mehr als 40.000 Adlige sind aus Frankreich geflohen. Sie wollen die Revolution beenden
- und die alten Verhältnisse wiederherstellen. Mitten in dieser schwierigen Lage
- entschließt sich der König, Ludwig XVI., zur Flucht. Er verkleidet sich als Kammerdiener
- und reist dann mitsamt seiner Familie aus Paris ab. Er will sich mit den geflohenen Adligen treffen,
- um eine Armee aufzustellen, mit der er Frankreich zurückerobern kann. Aber das große Problem ist:
- Schon am Abend desselben Tages wird er entdeckt und nach Paris zurückgebracht - wie ein Gefangener.
- Die Menschen in Paris sind nicht gerade begeistert von ihrem König. Und radikale Revolutionäre nutzen die Lage,
- um die Monarchie zu beseitigen. Sie fordern die Absetzung des Königs
- und veranstalten eine Massendemonstration. Aber die Mehrheit in der Nationalversammlung
- lässt die Nationalgarde die Demonstration mit Waffengewalt auflösen. Und schon wieder sterben viele Menschen.
- Der König wird gezwungen, den Eid auf die neue Verfassung zu leisten.
- Damit stimmt er seiner Entmachtung zu. Er ist zwar noch König, aber wirklich zu sagen hat er nichts mehr.
- Die Lage bleibt trotzdem schwierig, weil die Menschen ja immer noch zu wenig zu essen haben.
- Immer wieder gibt es in Paris und auch in anderen Orten von Frankreich große Unruhen.
- Aber im Moment müssen sich die Anführer der Revolution mit anderen Sachen befassen.
- In ganz Europa, besonders in Preußen und in Österreich, bekommen die Herrscher Angst,
- dass es auch in ihren Ländern zu Revolutionen kommen könnte. Deshalb wollen sie das revolutionäre Frankreich militärisch besiegen
- und die alte Ordnung wiederherstellen. Die Nationalversammlung erklärt Österreich den Krieg.
- Aber Preußen und Großbritannien stellen sich auf die Seite Österreichs. Und die Nationalgarde, die neue Bürgerarmee,
- ist den feindlichen Profiarmeen nicht gewachsen und verliert einige Schlachten.
- Die Feinde dringen in Frankreich ein. Und da steigert sich die Wut gegen den König noch weiter,
- der ja auf einen Sieg der Feinde der Revolution hofft. Die Pariser Bürger stürmen das Schloss
- und der König flieht zur Nationalversammlung, wo er aber festgenommen wird.
- Der König wird abgesetzt. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten gibt es in Frankreich keinen König mehr.
- Frankreich ist jetzt eine Republik. Also ein Staat, in dem das Volk,
- beziehungsweise eine vom Volk gewählte Regierung, die Macht hat. Sofort werden Neuwahlen durchgeführt, bei denen alle Bürger abstimmen dürfen.
- In diesem Parlament, dem Nationalkonvent, sind die Jakobiner besonders einflussreich.
- Diese Jakobiner sind radikale Verfechter der Revolution. Und einer der mächtigsten Wortführer ist Maximilien de Robespierre.
- Er stellt den Antrag, den König zum Tode zu verurteilen. "Ludwig muss sterben, weil das Vaterland leben muss", sagt er.
- Und tatsächlich beschließt der Nationalkonvent mit knapper Mehrheit, dass der ehemalige König hingerichtet werden soll.
- Am 21. Januar 1793, im vierten Jahr der Revolution, wird Ludwig der XVI. mit einer Guillotine geköpft.
- Und er ist nicht der Letzte, der diesem Gerät zum Opfer fällt. Denn die Jakobiner haben Angst, dass die Revolution scheitert.
- Wie sich diese Revolution radikalisiert, das erfahrt ihr im weiteren Verlauf der Französischen Revolution.
- Bis dahin könnt ihr euch anschauen, wie alles begann. Und wenn ihr Fragen habt zur Französischen Revolution
- oder zu anderen geschichtlichen Themen, postet es in die Kommentare. Wir sind für euch da, versprochen.
- Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.
Zum Nachlesen
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