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GLEICHHEIT UND GERECHTIGKEIT - Wie sieht es damit in Deutschland aus?

Abdelkratie5:48 191.743 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 72 Zeilen
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  1. Hallo! Heute geht es um 2 wirklich wichtige Themen.
  2. Gleichheit und Gerechtigkeit. Ach nee, Moment. Stopp!
  3. Diese Worte muss man mit dem nötigen Pathos sprechen, da muss man sich 'n bisschen reinsteigern: GLEICHHEIT UND GERECHTIGKEIT!
  4. (HIPHOP-Musik) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  5. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache,
  6. seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
  7. Und das ist nicht irgendein Artikel 317 irgendwo, ... ... sondern Artikel 3 in unserem Grundgesetz.
  8. Die Idee der Gleichheit ist ja noch gar nicht so alt. Früher gab es ganz offiziell eine „Ständegesellschaft“.
  9. Oben der Adel ... Aahhh ... ... und unten das einfache Volk.
  10. Eine richtig geile Sache, ... ... zumindest für den Adel.
  11. Für das Volk war das aber ziemlich Kacke. Die hatten nämlich gar nichts zu melden.
  12. Heute geben wir uns mehr Mühe, den ganzen Bums mit der Gesellschaft einigermaßen sozial gerecht zu gestalten.
  13. Und das ist gar nicht so einfach. Deswegen geben wir uns ja Mühe.
  14. Wir sehen vielleicht nicht alle gleich aus, sind aber alle gleich viel wert. Klingt wie ein Satz aus 'nem Bollywoodfilm, aber es stimmt.
  15. Egal ob Junge, Mädchen oder Divers, Schwarz oder Weiß, aus Asien oder aus Nordafrika. Huch!
  16. Das bin ja ich ... Ach, wie süüüüß! Alles andere wäre auch unfair oder findet ihr nicht?
  17. Man kann doch nicht andere Menschen diskriminieren wegen Geschlecht, Alter, sozialer Herkunft, Hautfarbe oder ob sie auf Männer oder Frauen stehen.
  18. Was ich mir nicht aussuchen kann: Ob andere Menschen mir gegenüber Vorurteile haben. Wenn ich zum Beispiel vor 'nem Café stehe, glauben viele, ich bin Türsteher.
  19. Frauen, die rein wollen, zeigen mir unaufgefordert, was sie in der Tasche haben. Ich hab halt einfach 'ne Türsteher-Ausstrahlung.
  20. Sogar in Situationen, in denen es eigentlich gar keinen Türsteher gibt. (Spannungs-Musik)
  21. Aber was anderes kann ich mir aussuchen. Nämlich, was ich aus meinem Leben mache.
  22. Und das nennt man … … CHANCENGLEICHHEIT.
  23. Super Sache, einfach erklärt: Alle bekommen die gleichen Chancen. Auch wenn das nicht extra im Grundgesetz steht,
  24. kann jeder bei uns zum Beispiel Abitur machen und studieren. Theoretisch.
  25. Praktisch sieht das Ganze aber anders aus. Die Schulbildung ist wie ein großes Rennen.
  26. Und alle können gewinnen. Aber einige Kinder bekommen direkt beim Start einen Vorsprung und andere starten in der
  27. Umkleidekabine. Jetzt denken einige vielleicht: „Das gibt´s doch gar nicht mehr!“ Doch!
  28. Dafür gibt's sogar ein Wort: SOZIALE UNGLEICHHEIT.
  29. Hässliches Wort. Weg damit!
  30. Leute, Vorsicht! Die soziale Ungleichheit ist ziemlich tricky.
  31. Es ist nämlich nicht nur so, dass Leute mit viel Geld schickere Häuser und Autos haben, nicht nur mehr Bling Bling und so ...
  32. Maschine ya. Und sie leben auch sicherer.
  33. In Vierteln mit weniger Kriminalität und Gewalt ... Fein! Kinder aus wohlhabenden Familien haben einen sehr guten Zugang zu Bildung.
  34. Ironischerweise schicken auch liberale, weltoffene Eltern, wenn sie es sich leisten können, ihre Kinder doch lieber auf Schulen, wo man mit anderen Besserverdienern unter sich ist.
  35. Oder auf Privatschulen. Meine Eltern hatten keine Kohle, waren aber trotzdem sehr motiviert:
  36. Die wollten mich sogar mal auf einer Waldorfschule anmelden, aber es ist leider absolut unmöglich meinen Namen zu tanzen.
  37. (Esoterik-Musik) Wie sieht es denn im Moment aus?
  38. Gelingt es uns aktuell, soziale Ungleichheit zu bekämpfen? Ich sag' mal so:
  39. Kinder aus der Oberschicht haben öfter Abitur, sie haben später bessere Jobs, sie verdienen mehr Geld und erben dann von ihren Eltern auch noch mehr.
  40. Das sei ihnen alles gegönnt. Es geht hier nicht um Neid. Aber so haben wir dann viel Geld, das sich bei wenigen Menschen anhäuft.
  41. So wird soziale Ungleichheit immer extremer. Übrigens: Soziale Ungleichheit hat nicht nur mit Geld zu tun.
  42. Chantal hat es bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz vielleicht schwerer als Charlotte. Aber immer noch um einiges leichter als Aygül!
  43. Ich weiß, man könnte jetzt sagen: „Ja, aber Menschen, die viel verdienen, zahlen auch mehr Steuern und davon werden Sozialleistungen bezahlt.
  44. Haben doch alle was von.“ Das ist alles schön und gut, ändert aber eine Sache nicht:
  45. (Spannungs-Musik) Wer mit dem Lachsbrötchen im Mund geboren wurde,
  46. der hat wahrscheinlich sein Leben lang Lachsbrötchen. Und die anderen eben nur Fleischwurst.
  47. Bäh. Dass ein so reiches Land wie Deutschland
  48. keine echte Chancengleichheit im Bildungssystem hinkriegt, das ist schon sehr peinlich. Ah, Moment!
  49. Ich weiß, was ihr jetzt vielleicht denkt: „Wenn Deutschland das nicht hinbekommt, dann hab ich einfach Pech gehabt!“
  50. Falsch, das Zauberwort heißt ... … LEISTUNGSBEREITSCHAFT!
  51. Ich habe jetzt und hier die Freiheit für mich zu entscheiden, dass ich heute lieber, sagen wir mal ...
  52. (Videospiel-Hintergrund-Sound) Ok, Chancengleichheit gibt es nicht.
  53. Das habe ich jetzt verstanden. Das müssen die Verantwortlichen endlich mal in den Griff kriegen.
  54. Und wer sind die Verantwortlichen? Natürlich der Staat, natürlich die Unternehmen, aber auch die Gesellschaft.
  55. Wir alle! Wenn wir schon fordern, dass sich alle in die Gesellschaft einbringen,
  56. dann müssen wir auch dafür sorgen, dass alle die gleichen Möglichkeiten bekommen. Im Moment läuft das ja nach dem Prinzip:
  57. Du kommst hier nicht rein, aber du musst mittanzen. Leute, so wird das nix.
  58. Es kann nur ein Ziel geben: Chanchengleichheit für alle! Aber was machen wir so lange?
  59. Ich kann den ganzen Tag auf der Couch sitzen, Computer zocken und sagen: „Ist doch eh alles Scheiße, ich hab doch eh keine Chance.“
  60. Ja, kann ich machen, einziger Haken: Das würde nichts bringen. Ganz im Gegenteil: Die soziale Ungleichheit würde nur noch größer werden,
  61. weil ich dann nicht so viel Geld hätte wie einer, der sich bemüht und arbeiten geht. (PlingPling)
  62. Oh, das bedeutet ja auch, dass ich mir nie wieder ein neues Game kaufen kann. (Ping)
  63. Genau! (Ping)
  64. Aber irgendwie logisch, und auch ziemlich gerecht. Hier mein Ratschlag: Zockt weiter Computer, hängt rum,
  65. macht Sachen, die euch Spaß machen. Aber denkt ab und zu auch an eure Zukunft.
  66. Haut rein. Schaltet in den Rockymodus. Aufgeben ist keine Option.
  67. Nutzt eure Chance. Ja, ihr werdet mehr schwitzen müssen als Jugendliche aus einer besseren Schicht,
  68. aber glaubt mir: Es lohnt sich! Ich fang gleich damit an und les' ein Buch - und dann?
  69. Genau! Dann zock' ich weiter, denn auch dabei kann man was lernen … … Koordination, Strategie, Reflexe … … immer die Ruhe bewahren und natürlich
  70. ein guter Verlierer zu sein. Also das gilt für euch, denn ich verliere ja nicht.
  71. (Ping-Pong) (Game over-Sound)
  72. Scheiße! (klirr)

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