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GLEICHHEIT UND GERECHTIGKEIT - Wie sieht es damit in Deutschland aus?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 72 Zeilen
- Hallo! Heute geht es um 2 wirklich wichtige Themen.
- Gleichheit und Gerechtigkeit. Ach nee, Moment. Stopp!
- Diese Worte muss man mit dem nötigen Pathos sprechen, da muss man sich 'n bisschen reinsteigern: GLEICHHEIT UND GERECHTIGKEIT!
- (HIPHOP-Musik) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
- Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache,
- seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
- Und das ist nicht irgendein Artikel 317 irgendwo, ... ... sondern Artikel 3 in unserem Grundgesetz.
- Die Idee der Gleichheit ist ja noch gar nicht so alt. Früher gab es ganz offiziell eine „Ständegesellschaft“.
- Oben der Adel ... Aahhh ... ... und unten das einfache Volk.
- Eine richtig geile Sache, ... ... zumindest für den Adel.
- Für das Volk war das aber ziemlich Kacke. Die hatten nämlich gar nichts zu melden.
- Heute geben wir uns mehr Mühe, den ganzen Bums mit der Gesellschaft einigermaßen sozial gerecht zu gestalten.
- Und das ist gar nicht so einfach. Deswegen geben wir uns ja Mühe.
- Wir sehen vielleicht nicht alle gleich aus, sind aber alle gleich viel wert. Klingt wie ein Satz aus 'nem Bollywoodfilm, aber es stimmt.
- Egal ob Junge, Mädchen oder Divers, Schwarz oder Weiß, aus Asien oder aus Nordafrika. Huch!
- Das bin ja ich ... Ach, wie süüüüß! Alles andere wäre auch unfair oder findet ihr nicht?
- Man kann doch nicht andere Menschen diskriminieren wegen Geschlecht, Alter, sozialer Herkunft, Hautfarbe oder ob sie auf Männer oder Frauen stehen.
- Was ich mir nicht aussuchen kann: Ob andere Menschen mir gegenüber Vorurteile haben. Wenn ich zum Beispiel vor 'nem Café stehe, glauben viele, ich bin Türsteher.
- Frauen, die rein wollen, zeigen mir unaufgefordert, was sie in der Tasche haben. Ich hab halt einfach 'ne Türsteher-Ausstrahlung.
- Sogar in Situationen, in denen es eigentlich gar keinen Türsteher gibt. (Spannungs-Musik)
- Aber was anderes kann ich mir aussuchen. Nämlich, was ich aus meinem Leben mache.
- Und das nennt man … … CHANCENGLEICHHEIT.
- Super Sache, einfach erklärt: Alle bekommen die gleichen Chancen. Auch wenn das nicht extra im Grundgesetz steht,
- kann jeder bei uns zum Beispiel Abitur machen und studieren. Theoretisch.
- Praktisch sieht das Ganze aber anders aus. Die Schulbildung ist wie ein großes Rennen.
- Und alle können gewinnen. Aber einige Kinder bekommen direkt beim Start einen Vorsprung und andere starten in der
- Umkleidekabine. Jetzt denken einige vielleicht: „Das gibt´s doch gar nicht mehr!“ Doch!
- Dafür gibt's sogar ein Wort: SOZIALE UNGLEICHHEIT.
- Hässliches Wort. Weg damit!
- Leute, Vorsicht! Die soziale Ungleichheit ist ziemlich tricky.
- Es ist nämlich nicht nur so, dass Leute mit viel Geld schickere Häuser und Autos haben, nicht nur mehr Bling Bling und so ...
- Maschine ya. Und sie leben auch sicherer.
- In Vierteln mit weniger Kriminalität und Gewalt ... Fein! Kinder aus wohlhabenden Familien haben einen sehr guten Zugang zu Bildung.
- Ironischerweise schicken auch liberale, weltoffene Eltern, wenn sie es sich leisten können, ihre Kinder doch lieber auf Schulen, wo man mit anderen Besserverdienern unter sich ist.
- Oder auf Privatschulen. Meine Eltern hatten keine Kohle, waren aber trotzdem sehr motiviert:
- Die wollten mich sogar mal auf einer Waldorfschule anmelden, aber es ist leider absolut unmöglich meinen Namen zu tanzen.
- (Esoterik-Musik) Wie sieht es denn im Moment aus?
- Gelingt es uns aktuell, soziale Ungleichheit zu bekämpfen? Ich sag' mal so:
- Kinder aus der Oberschicht haben öfter Abitur, sie haben später bessere Jobs, sie verdienen mehr Geld und erben dann von ihren Eltern auch noch mehr.
- Das sei ihnen alles gegönnt. Es geht hier nicht um Neid. Aber so haben wir dann viel Geld, das sich bei wenigen Menschen anhäuft.
- So wird soziale Ungleichheit immer extremer. Übrigens: Soziale Ungleichheit hat nicht nur mit Geld zu tun.
- Chantal hat es bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz vielleicht schwerer als Charlotte. Aber immer noch um einiges leichter als Aygül!
- Ich weiß, man könnte jetzt sagen: „Ja, aber Menschen, die viel verdienen, zahlen auch mehr Steuern und davon werden Sozialleistungen bezahlt.
- Haben doch alle was von.“ Das ist alles schön und gut, ändert aber eine Sache nicht:
- (Spannungs-Musik) Wer mit dem Lachsbrötchen im Mund geboren wurde,
- der hat wahrscheinlich sein Leben lang Lachsbrötchen. Und die anderen eben nur Fleischwurst.
- Bäh. Dass ein so reiches Land wie Deutschland
- keine echte Chancengleichheit im Bildungssystem hinkriegt, das ist schon sehr peinlich. Ah, Moment!
- Ich weiß, was ihr jetzt vielleicht denkt: „Wenn Deutschland das nicht hinbekommt, dann hab ich einfach Pech gehabt!“
- Falsch, das Zauberwort heißt ... … LEISTUNGSBEREITSCHAFT!
- Ich habe jetzt und hier die Freiheit für mich zu entscheiden, dass ich heute lieber, sagen wir mal ...
- (Videospiel-Hintergrund-Sound) Ok, Chancengleichheit gibt es nicht.
- Das habe ich jetzt verstanden. Das müssen die Verantwortlichen endlich mal in den Griff kriegen.
- Und wer sind die Verantwortlichen? Natürlich der Staat, natürlich die Unternehmen, aber auch die Gesellschaft.
- Wir alle! Wenn wir schon fordern, dass sich alle in die Gesellschaft einbringen,
- dann müssen wir auch dafür sorgen, dass alle die gleichen Möglichkeiten bekommen. Im Moment läuft das ja nach dem Prinzip:
- Du kommst hier nicht rein, aber du musst mittanzen. Leute, so wird das nix.
- Es kann nur ein Ziel geben: Chanchengleichheit für alle! Aber was machen wir so lange?
- Ich kann den ganzen Tag auf der Couch sitzen, Computer zocken und sagen: „Ist doch eh alles Scheiße, ich hab doch eh keine Chance.“
- Ja, kann ich machen, einziger Haken: Das würde nichts bringen. Ganz im Gegenteil: Die soziale Ungleichheit würde nur noch größer werden,
- weil ich dann nicht so viel Geld hätte wie einer, der sich bemüht und arbeiten geht. (PlingPling)
- Oh, das bedeutet ja auch, dass ich mir nie wieder ein neues Game kaufen kann. (Ping)
- Genau! (Ping)
- Aber irgendwie logisch, und auch ziemlich gerecht. Hier mein Ratschlag: Zockt weiter Computer, hängt rum,
- macht Sachen, die euch Spaß machen. Aber denkt ab und zu auch an eure Zukunft.
- Haut rein. Schaltet in den Rockymodus. Aufgeben ist keine Option.
- Nutzt eure Chance. Ja, ihr werdet mehr schwitzen müssen als Jugendliche aus einer besseren Schicht,
- aber glaubt mir: Es lohnt sich! Ich fang gleich damit an und les' ein Buch - und dann?
- Genau! Dann zock' ich weiter, denn auch dabei kann man was lernen … … Koordination, Strategie, Reflexe … … immer die Ruhe bewahren und natürlich
- ein guter Verlierer zu sein. Also das gilt für euch, denn ich verliere ja nicht.
- (Ping-Pong) (Game over-Sound)
- Scheiße! (klirr)
Zum Nachlesen
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