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MIGRATION: "Fremd im eigenen Land" – Jetzt sprechen sogar Linke zu! Constanin Schreiber analysiert
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 35 Zeilen
- Während viele europäische Länder ihre Migrationspolitik verschärfen, geht Spanien einen anderen Weg. Die linke Regierung von Petro Sanchez will rund
- 500.000 Migranten ohne gültige Papiere legalisieren. Inklusive Arbeitserlaubnis. In Deutschland wird das genau
- beobachtet. CDU Innenpolitiker Alexander Trom äußert für das Vorgehen wenig Verständnis. Die deutsche Polizeigewerkschaft warnt sogar vor
- einer möglichen neuen Flüchtlingswelle Richtung Deutschland. Das wollen wir einordnen mit Konstantin Schreiber. Er ist Axel Springer, Global
- Reporter. Guten Abend. Hallo. Hallo. Hallo. Früher war es ein rechtes Narrativ, sich
- fremd im eigenen Land zu fühlen und du schreibst in einem Artikel, das habe sich jetzt geändert. Warum?
- Ja, ich nehme Bezug auf eine Podiumsdiskussion an der Uni Münster, weil eine bekannte Integrationsforscherin Naika Vorutan auf
- die Frage, was man den Menschen entgegnen sle, die sagen, sie fühlen sich fremd im eigenen Land, dann sagte, man stimmt ihnen zu. Und das ist schon
- bemerkenswert, weil ich kenne das aus Integrationsdebatten der vergangenen Jahre da sehr häufig gesagt wurde, wenn man sagt, man führt sich fremd im
- eigenen Land, ist das entweder eine Fehleinschätzung oder ein rechtes Narrativ. Und jetzt stimmen eher auch progressive linke Integrationsforscher,
- Forscherinnen dem plötzlich zu. Also im Grunde eine Bestätigung dessen, was manche seit Jahren als Sorge äußern und ähm wahrscheinlich vor dem Hintergrund
- auch, dass man bestimmte Veränderungen in der Demografie auch nicht länger leugnen kann, die man jeden Tag im Alltag sieht.
- Trifft den diese Einsicht generell auch auf die politische Mitte zu oder auch auf die Parteien, die dahinter stehen? Na ja, insofern als man inzwischen ja
- fast gar nicht mehr von Integration spricht, das ist ja, wenn wir uns erinnern, insbesondere 2015, als viele Flüchtlinge kamen, das große Stichwort
- gewesen, die wollten wir integrieren, die sollten also irgendwie Deutsch werden, wie man es damals verstanden hat. Und inzwischen spricht man in der
- Politik ja eigentlich nur noch von Inklusion. Und Inklusion ist was ganz anderes. Inklusion bedeutet, dass man Menschen, die andere Kultur Religion
- mitbringen, auch unverändert so lässt und ihnen einen Raum, einen Platz in unserer Gesellschaft bietet, in der sie wirken können, der sie Einfluss haben,
- Ihre Perspektive, ihre Anliegen einbringen können. Und auch das entspricht dieser Veränderung. Man sagt, also Integration klappt gar nicht mehr.
- Ähm, wir müssen manche Werte vielleicht aufbrechen. Auch auf dieser Podiumsdiskussion sagte die Expertin: "Na ja, wenn man heute sagt, ähm, der
- Koran ist wichtiger als das Grundgesetz, dann ist das im Grunde auch kein Integrationshindernis mehr." Also auch dazu sagen, bestimmte Dinge haben sich
- verändert und man akzeptiert das anders sein. Und es geht jetzt eher darum auszu auszuhandeln, wer kann sich da durchsetzen?
- Lass uns noch auf den ESC blicken. Es gibt massive Proteste wegen der Teilnahme Israels an dem Wettbewerb. Einige Länder boyottieren den ESC auch.
- Ist das legitimer Protest oder Antisemitismus? Na ja, man könnte es als legitimen Protest sehen, wenn es nicht
- anakronistisch wäre. Also die Länder, die jetzt ähm den ESC boikottieren wegen einer Teilnahme Israels, die hatten z.B. 2012 überhaupt kein Problem damit, dass
- der ESC in Aserbaidschan stattfand, einem Land, in dem nachweislich schwere Menschenrechtsverbrechen regelmäßig begangen werden, die
- Menschenrechtslage schwierig ist. Komischerweise war das also damals überhaupt kein Thema, da hatte man kein Problem damit. Und das zeigt eben, dass
- es hier doch nicht um, sagen wir, höher gestellte moralische Werte geht, sondern doch tatsächlich um etwas, was offenbar einfach mit Israels zu tun hat. No
- Juice, no News heißt es ja auch oder in diesem Fall No Juice, kein Boyott. Also insofern ist diese diese Boyotthandlung der Staaten entsprechend antisemitisch
- einzuordnen. Ja. Mhm. Der Eurision Song Contest, der will ja eigentlich unpolitisch sein, aber sind diese Zeiten nicht schon seit
- einiger Zeit endgültig vorbei? Ja, das ist natürlich eine Phas jetzt zu sagen, das ist nur singen und Politik spielt keine Rolle. Da sehen wir ja
- gerade, wenn wir darüber sprechen, wieso prokartiert man hier Israel und in anderen zu anderen Zeiten andere Länder nicht. Und auch das ja ähm dieses
- eingeblich fröhliche Musikfestival jetzt polizeilich extrem geschützt werden muss, zeigt ja auch, dass es offenbar ja nicht nur um Sangeskünste geht, sondern
- auch um ideologische weltanschauliche Dinge, die dabei eine Rolle spielen. Also da macht man sich extrem was vor. Das ist vielleicht auch schon vor
- einigen Jahren in einem, sagen ideologisch weltanschaulichen Gegensatz zu Russland deutlich geworden. Ähm aber spätestens
- jetzt muss man sagen, es ist eine äh ein politischer Sangeswettbewerb. Danke schön, Konstantin Schreiber. gerne.
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