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Warum beten Katholiken zu MARIA und nicht direkt zu JESUS? – Katholische Erklärung
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 162 Zeilen
- Wenn sie Maria aus ihrem Glauben streichen, verlieren sie nicht Maria. Sie verlieren Christus. Das klingt übertrieben, ich weiß. Aber bleiben Sie
- einen Moment bei mir, denn genau das ist die Erfahrung von 500 Jahren Kirchengeschichte. Und genau das hat einer der scharfsinnigsten Theologen des
- 19. Jahrhunderts beobachtet und dokumentiert. Sehen Sie, es gibt eine Wahrheit, die der Heilige Ludwig Maria Grigon de
- Monfort schon vor über 300 Jahren erkannt hat und die heute aktueller ist als je zuvor. Menschen, die darauf bestehen, Maria zu umgehen und direkt zu
- Jesus zu gehen, verlieren mit der Zeit etwas Entscheidendes. Sie verlieren die Ehrfurcht vor seiner göttlichen Majestät. Sie beginnen Jesus wie einen
- guten Freund zu behandeln, wie einen netten Ratgeber, wie jemanden auf Augenhöhe. Und ohne es zu merken, haben sie
- aufgehört, vor dem lebendigen Gott zu stehen. Das ist kein Randthema. Das betrifft das Fundament ihres Glaubens. Denn die Frage, ob Maria einen Platz in
- ihrem geistlichen Leben hat, ist in Wahrheit die Frage, ob sie verstanden haben, wer Jesus Christus wirklich ist. In diesem Video zeige ich Ihnen das
- biblische Fundament der Marienverehrung, die logische Notwendigkeit Marias im Heilsplan Gottes und warum die Geschichte beweist, dass der Verzicht
- auf Maria den Glauben an Christus selbst gefährdet. Wenn Sie jemals mit dieser Frage gerungen haben oder wenn Sie von jemandem darauf angesprochen wurden,
- dann bleiben sie bis zum Ende. Aber bevor wir einsteigen, bitten wir um das Licht des Heiligen Geistes. Wir leben im deutschsprachigen Raum und
- das bedeutet, wir leben im Geburtsland der Reformation. Diese Frage, warum Katholiken zu Maria beten, ist für uns keine abstrakte theologische Übung. Sie
- begegnet uns am Arbeitsplatz, am Mittagstisch, im Gespräch mit Nachbarn, in der Schule unserer Kinder und manchmal sogar in der eigenen Familie.
- Und oft wird sie nicht als ehrliche Frage gestellt, sondern als Vorwurf. Als ob wir Katholiken etwas falsches tähten, als ob wir Gott beleidigten, als
- ob wir die Bibel nicht kennen würden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir auf diese Frage nicht ausweichend antworten, nicht verlegen werden und nicht
- herumdrucksen, sondern dass wir klar, fundiert und mit ruhiger Überzeugung erklären können, was die Kirche seit 2000 Jahren lehrt und warum sie es
- lehrt. Heute werden Sie drei Dinge mitnehmen. Erstens, das biblische Fundament, auf dem die Marienverehrung steht.
- Zweitens, die logische Notwendigkeit Marias im Heilsplan. Und drittens, warum der Verzicht auf Maria nicht etwa den Glauben an Christus stärkt, sondern ihn
- langfristig untergräbt. Um das wirklich zu verstehen, müssen wir zum Anfang zurückgehen. Das erste, was Sie verstehen müssen, ist
- die Grundwahrheit, auf der alles weitere aufbaut. Jesus Christus ist das letzte Ziel jeder marianischen Andacht. nicht Maria, Jesus.
- Der Heilige Ludwig Maria Grignon de Monfort hat das in seinem berühmten Traktat über die wahre Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria mit einer
- Klarheit formuliert, die keinen Raum für Missverständnisse lässt. Wir verehren Maria nicht anstelle von Jesus, sondern wegen Jesus, durch Jesus und auf Jesus
- hin. Das ist keine Nebensache, das ist das Herzstück. Und die Kirche hat das von Anfang an so gelehrt. Der Katechismus der katholischen Kirche
- erklärt in Paragraph 971 ausdrücklich, dass die Verehrung Mariens sich wesentlich von der Anbetung unterscheidet, die allein dem fleisch
- gewordenen Wort, dem Vater und dem Heiligen Geist dargebracht wird. Es gibt in der katholischen Theologie drei klar unterschiedene Begriffe. Latria, das ist
- die Anbetung, und die gebührt ausschließlich Gott. Dulia, das ist die Verehrung, die wir den Heiligen entgegenbringen.
- Und Hyperdulia, das ist die besondere Verehrung, die Maria zukommt, weil sie die Mutter Gottes ist. Besondere Verehrung, nicht Anbetung. Wer diesen
- Unterschied nicht kennt, kann die katholische Position gar nicht beurteilen. Und wer ihn kennt und trotzdem behauptet, Katholiken würden
- Maria anbeten, der stellt die Lehre der Kirche bewusst falsch da. Aber schauen wir jetzt in die Heilige Schrift, denn dort finden wir das Fundament, auf dem
- alles steht. Im Matthäusevangelium, Kapitel 2, Vers 11, lesen wir, wie die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem kommen, um das
- Kind anzubeten. Und was steht dort? Sie fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter, nicht allein mit seiner Mutter. Das ist kein Zufall, das ist ein Muster,
- das sich durch die gesamte Heilsgeschichte zieht. Wer Jesus sucht, findet ihn mit Maria. Wer sich Jesus nähert, begegnet seiner Mutter und das
- setzt sich fort. Bei der Hochzeit zu Kana im Johannesevangelium Kapitel 2 ist es Maria, die den Mangel bemerkt, die zu
- Jesus geht und die den Dienern sagt, sie sollen tun, was er ihnen sagt. Maria vermittelt, Jesus handelt. Das ist das Urbild der Fürsprache, direkt in der
- Heiligen Schrift. Und dann der entscheidende Moment am Kreuz. Johannes, Kapitel 19, Verse 25. bis 27. Jesus blickt auf seine Mutter und auf
- den Jünger, den er liebte, und sagt zu seiner Mutter: "Frau, siehe dein Sohn und zum Jünger: "Siehe deine Mutter." Das war kein privates
- Familienarrangement eines Sterbenden. Das war ein Akt des Erlösers am Kreuz in der feierlichsten Stunde der Heilsgeschichte.
- Die Kirche hat das vom ersten Jahrhundert an so verstanden, dass Jesus in diesem Moment Maria zur Mutter aller Gläubigen gemacht hat.
- Johannes steht dort stellvertretend für jeden Christen, für Sie und für mich. Und damit Sie nicht denken, das sei eine mittelalterliche Interpretation, schauen
- wir auf die Kirchenväter. Bereits im zweiten Jahrhundert, also weniger als 100 Jahre nach den Aposteln, schreibt der Heilige Ireneus von Lyon,
- dass Maria die neue Eva ist. Was die erste Eva durch ihren Ungehorsam verloren hat, das hat Maria durch ihren Gehorsam zurückgewonnen.
- Das ist keine fromme Poesie einer späteren Epoche, das ist das Zeugnis der frühesten Kirche, der Kirche, die noch von Schülern der Apostel geleitet wurde.
- Und der Heilige Ephrem der Syrer im vierten Jahrhundert nennt Maria Mittlerin und Fürsprecherin. 431 auf dem Konzil von Ephesus definiert die Kirche
- feierlich, dass Maria Theotokos ist, Gottesgebrerin. Das alles geschah mehr als 1000 Jahre vor Martin Luther.
- Die Marienverehrung ist nicht eine späte Zutat zum Christentum. Sie gehört zum Christentum von Anfang an. Jetzt kommt die Frage, die vielen Menschen auf der
- Seele liegt und sie ist berechtigt. Was genau meinen wir, wenn wir sagen, wir beten zu Maria? Und genau hier liegt oft das größte Missverständnis, denn das
- deutsche Wort beten hat zwei Bedeutungen, die man sauber auseinanderhalten muss. Beten kann anbeten bedeuten im Sinne von
- Gott die höchste Ehre erweisen. Und beten kann bitten bedeuten im Sinne von jemanden um etwas ersuchen. Wenn wir zu Maria beten, dann bitten wir Maria um
- ihre Fürsprache bei Gott. Wir beten nicht Maria an. Das ist ein fundamentaler Unterschied und er ist so einfach zu verstehen, dass man sich
- wundert, warum er so oft übersehen wird. Denken Sie einmal nach. Wenn Sie einen guten Freund bitten, für Ihre kranke Mutter zu beten, beten Sie
- dann ihren Freund an? Natürlich nicht. Sie bitten ihn seine Fürbitte vor Gott zu bringen. Und genau das tut Maria, nur daß Maria nicht irgendein Freund ist,
- sondern die Mutter Gottes selbst, die in vollkommener Gemeinschaft mit ihrem Sohn im Himmel lebt. Ihre Fürbitte hat ein Gewicht, dass die Fürbitte jedes anderen
- Heiligen übersteigt, weil ihre Beziehung zu Christus einzigartig ist. Sie ist seine Mutter. Und eine Mutter hat beim Sohn ein Wort,
- das kein anderer hat. Aber da steckt noch etwas tieferes dahinter und hier wird es wirklich interessant. Der Heilige Ludwig Maria Grignon de Monfort
- macht in seinem Traktat eine Beobachtung, die zunächst überraschend klingt, aber bei genauerem Nachdenken bestechend logisch ist. Er sagt, dass
- Menschen, die darauf bestehen, Maria zu umgehen und direkt zu Jesus zu gehen, mit der Zeit eine von zwei Fehltungen entwickeln.
- Entweder sie verlieren die Ehrfurcht vor der göttlichen Majestät Christi und beginnen ihn wie einen gewöhnlichen Menschen zu behandeln, wie einen netten
- Begleiter, wie jemanden, mit dem man auf Augenhöhe plaudert. Oder sie werden von der Größe und Heiligkeit Jesu so überwältigt, dass sie
- sich vor ihm fürchten und sich zurückziehen, so wie Petrus es tat, als er beim wunderbaren Fisch fang im Lukasevangelium, Kapitel 5, Vers 8 zu
- Jesus sagte: "Herr, geh weg von mir, ich bin ein Sündiger." Das sind die beiden Extreme, Respektlosigkeit oder Furcht. Und Maria
- ist genau das Geschenk Gottes, das uns vor beiden Extremen bewahrt. Schauen Sie sich die schönsten Darstellungen Jesu in der christlichen Kunst an. Die
- ergreifendsten, die tiefsten Bilder zeigen Jesus als Kind im Arm seiner Mutter. Dort sehen wir gleichzeitig die unbegreifliche Demut Gottes, der sich
- klein macht und die unfassbare Majestät Gottes, die sich von einer menschlichen Mutter tragen lässt. Dieses Bild Jesus im Arm Marias ist kein
- sentimentales Motiv. Es ist eine theologische Aussage von enormer Tiefe. Es zeigt uns, dass wir uns Gott nähern dürfen, ohne respektlosu werden und dass
- wir vor Gott stehen dürfen, ohne vor Angst zu erstarren. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, der oft als stärkstes Argument gegen die
- Marienverehrung vorgebracht wird. Paulus schreibt im ersten Brief an Timotheus Kapitel 2, Vers 5: "Einer ist Gott, einer auch Mittler zwischen Gott
- und den Menschen, der Mensch Christus Jesus." Das stimmt. Christus ist der einzige Mittler. Die Kirche hat das nie bestritten und wird es nie bestreiten.
- Aber jetzt achten Sie genau darauf, was Paulus im selben Brief, nur vier Verse vorher in Vers 1 schreibt. Er sagt: "Vor allem fordere ich zu
- Bitten und gebeten zu Fürbitte und Danksagung auf und zwar für alle Menschen." Paulus selbst fordert also zur Fürbitte auf. Wenn die Fürbitte der
- Heiligen der einzigen Mittlerschaft Christi widerspreche, dann dürfte kein Christ jemals für einen anderen Menschen beten. Dann wäre jedes für Bittgebet
- eine Beleidigung Christi. Das ist offensichtlich absurd. Die Wahrheit ist viel schöner und viel tiefer. Die Fürbitte Marias und der Heiligen
- widerspricht der Mittlerschaft Christi nicht. Sie ist ein Teil davon. Sie fließt aus ihr, so das Licht des Mondes nicht eine Konkurrenz zur Sonne ist,
- sondern ein Widerschein ihres Glanzes. Und genau das hat der Heilige Ludwig mit einem Bild gesagt, dass man nicht mehr vergisst. Er schrieb: "Es ist leichter,
- das Licht von der Sonne zu trennen und die Wärme vom Feuer als Maria von Jesus zu trennen." Der Katechismus bestätigt das in
- Paragraph 969, wo er lehrt, dass die mütterliche Aufgabe Marias gegenüber den Menschen die einzige Mittlerschaft Christi in
- keiner Weise verdunkelt oder mindert, sondern ihre Kraft zeigt. Können Sie dem Gedanken folgen, denn wenn Sie das verstanden haben, dann
- haben Sie den Schlüssel zu dieser ganzen Frage in der Hand. Die Theorie ist klar, aber die Geschichte bestätigt sie auf eindrucksvolle Weise.
- Im 19. Jahrhundert lebte in England ein Mann, der zu den brillantesten Theologen seiner Zeit gehörte. Sein Name war John Henry Newman. Newman war Anglikaner, ein
- überzeugter Protestant, ein Gelehrter von außergewöhnlicher intellektueller Schärfe und er war einer der einflussreichsten Stimmen der
- anglikischen Kirche. Niemand hätte erwartet, dass ausgerechnet dieser Mann eines Tages zum Katholizismus konvertieren würde. Aber Newman war vor
- allem eines. Er war ehrlich. Er folgte der Wahrheit, auch wenn sie ihn dorthin führte, wo er nicht hin wollte. Und als er sich nach seiner
- Konversion mit der Lage des Christentums in Europa befaßte, machte er eine Beobachtung, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
- Er stellte fest, dass die protestantischen Länder Europas, also genau die Länder, die im 16. Jahrhundert die Marienverehrung aufgegeben hatten,
- um sich, wie sie sagten, ganz auf Christus allein zu konzentrieren, dass genau diese Länder im 19. Jahrhundert nicht etwa einen tieferen, reineren
- Glauben an Christus entwickelt hatten, sondern im Gegenteil den Glauben an Christus weitgehend verloren hatten. Sie waren dem Materialismus verfallen,
- dem Szientismus, dem Skeptizismus, der religiösen Gleichgültigkeit. Der lebendige Glaube war dort erloschen. Und wo war er lebendig geblieben? Dort,
- wo die Marienverehrung fortbestanden hatte. Dort, wo das Volk den Rosenkranz betete, wo Wallfahen stattfanden, wo die Mutter Gottes verehrt wurde, dort
- beteten die Menschen auch weiterhin zu Christus. Dort gingen sie zur Messe, dort empfingen sie die Sakramente. Dort war der Glaube lebendig und fruchtbar.
- Newmans Schlussfolgerung war so einfach wie erschütternd. Wer Maria aufgibt, verliert am Ende auch Christus. nicht sofort, nicht in der ersten Generation,
- aber unausweichlich, Schritt für Schritt über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg. Und wenn wir jetzt auf unser eigenes Land schauen, auf Deutschland im
- 21. Jahrhundert, dann sehen wir genau dasselbe Muster. Die Kirchenaustrittsraten sind seit Jahren auf einem erschreckend hohen
- Niveau. Die Gottesdienstbesuche gehen drastisch zurück. Die Sakramentenpraxis schwindet. Aber wenn Sie genauer hinsehen, wenn Sie die Regionen
- vergleichen, dann fällt etwas auf. In den stärker marianisch geprägten Gebieten in Bayern, im Rheinland, in Teilen Süddeutschlands, dort, wo die
- Marienkapellen an den Wegkreuzungen stehen und die Maiandachten noch gefeiert werden, dort ist die Glaubenspraxis statistisch lebendiger
- als in den ehemals protestantischen Gebieten des Nordens und Ostens. Das ist kein Zufall. Das ist ein Muster, das sich durch die gesamte europäische
- Geschichte zieht. Und es bestätigt auf eindrucksvolle Weise, was der Heilige Ludwig und Kardinal Newman erkannt haben. Maria
- führt zu Christus immer. Und wo Maria verschwindet, dort verblasst auch Christus. Nun kommen wir zu den Einwänden und ich
- möchte sie ehrlich und fair behandeln, denn es sind ernste Fragen, die ernste Antworten verdienen. Der häufigste Einwand, den Sie hören werden, lautet
- so: "Die Bibel sagt doch klar: Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, und das ist Christus." Warum schaltet ihr dann Maria
- dazwischen? Und dieser Einwand klingt stark, er klingt biblisch, er klingt überzeugend, aber er beruht auf einem Denkfehler, den wir bereits aufgedeckt
- haben und den ich hier noch einmal auf den Punkt bringen möchte. Ja, Paulus schreibt im ersten Timotheusbrief, Kapitel 2, Vers 5, dass Christus der
- einzige Mittler ist und die Kirche stimmt dem vollkommen zu. Aber derselbe Paulus bittet in fast jedem seiner Briefe die Gemeinden für ihn zu beten.
- Er bittet um Fürbitte. Und wenn jede Form von Fürbitte die einzige Mitlerschaft Christi verletzen würde, dann hätte Paulus sich selbst
- widersprochen. Das hat er nicht. Die Fürbitte der Gläubigen, ob auf Erden oder im Himmel, ist kein Konkurrenzunternehmen zur Mittlerschaft
- Christi. Sie ist die Frucht seiner Mittlerschaft. Sie wirkt durch ihn, in ihm und auf ihn hin. Wenn Sie heute Abend für Ihre Kinder
- beten, stellen Sie sich dann zwischen Gott und Ihre Kinder? Verdunkeln sie damit die Mittlerschaft Christi? Natürlich nicht. Sie nehmen teil an
- seiner Mitlerschaft. Und genau das tut Maria, nur in einer Vollkommenheit, die der unseren unendlich überlegen ist. Der zweite Einwand, der besonders im
- deutschsprachigen Raum häufig vorgebracht wird, lautet so: Marienverehrung ist im Grunde Götzendienst. Ihr betet ein Geschöpf an
- und das verbietet die Bibel. Das ist ein schwerer Vorwurf und er verdient eine klare Antwort. Katholiken beten Maria nicht an. Punkt. Die
- Anbetung die Latria gebührt ausschließlich Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Das lehrt die Kirche unmißverständlich. Das steht im
- Katechismus. Das ist definierte Glaubenswahrheit. Was Katholiken tun, wenn sie den Rosenkranz beten oder ein Ave Maria
- sprechen, ist bitten. Sie bitten Maria für sie einzutreten, so wie Sie einen Heiligen oder einen lebenden Mitchristen um sein Gebet
- bitten würden. Das Wort beten im Deutschen trägt leider zu dieser Verwirrung bei, weil es sowohl anbeten als auch bitten bedeuten kann. Aber der
- theologische Inhalt ist eindeutig, und wer sich die Mühe macht, die katholische Lehre tatsächlich zu lesen, anstatt nur Vorurteile über sie zu wiederholen, der
- wird das sofort erkennen. Wer behauptet, Katholiken würden Maria anbeten, der beschreibt nicht die katholische Lehre, er beschreibt eine
- Karikatur, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Und dann gibt es einen dritten Einwand, der oft mit großer Überzeugung vorgetragen wird. Die
- Marienverehrung ist eine mittelalterliche Erfindung. Die ersten Christen haben so etwas nicht gekannt. Das hat die Kirche später hinzugefügt.
- Auch das klingt plausibel, aber es ist historisch schlicht falsch. Der Heilige Ireneus von Lyon, ein Schüler des Heiligen Polycarp, der
- selbst ein Schüler des Apostels Johannes war, also nur zwei Generationen von den Aposteln entfernt, nennt Maria bereits im zweiten Jahrhundert die neue Eva.
- Der Heilige Efrem der Syrer preist Maria im vierten Jahrhundert in Hymnen als Fürsprecherin und Mittlerin der Gnade. Und das älteste uns bekannte
- Mariengebet, das Subtum Präsidium unter deinen Schutz und Schirm, wurde auf einem Papyrus aus dem dritten Jahrhundert gefunden. Aus dem dritten
- Jahrhundert. Das bedeutet, daß Christen bereits rund 200undert Jahre nach Christus Maria um ihren Schutz und ihre Fürsprache angerufen haben. Das ist
- keine mittelalterliche Erfindung, das ist apostolisches Erbe. Und als das Konzil von Ephesus im Jahr 431
- den Titel Theotokos Gottesgeberrerin feierlich definierte, da erfand es keine neue Lehre, sondern es bestätigte, was die Kirche von Anfang an geglaubt und
- gelebt hatte. Die Marienverehrung ist älter als der endgültige Kanon des Neuen Testaments. Sie ist nicht etwas, das zum Christentum
- hinzukam. Sie ist etwas, das zum Christentum gehört, von der ersten Stunde an. Und ich möchte hier eines klarstellen, denn der Ton ist
- entscheidend. Wenn ein protestantischer Christwende vorbringt, dann tut er das in den meisten Fällen nicht aus böser Absicht, sondern aus ehrlicher Sorge um
- die Reinheit des Glaubens. Diese Sorge ist ehrenwert, aber sie beruht auf Informationen, die unvollständig sind und auf einer
- Tradition, die erst 500 Jahre alt ist, nicht 2000. Die katholische Antwort auf diese Fragen ist nicht eine Meinung unter vielen. Sie
- ist das Zeugnis der gesamten Christenheit der ersten 15 Jahrhunderte bestätigt durch die Schrift, die Kirchenväter, die Konzien und das
- lebendige Lehramt der Kirche. Was fangen Sie jetzt konkret mit dem an, was Sie heute gehört haben? Ich möchte Ihnen drei konkrete Schritte mitgeben,
- die Sie heute noch umsetzen können. Nicht irgendwann, nicht, wenn die Umstände besser sind, sondern jetzt in dieser Woche in Ihrem ganz normalen
- Alltag. Erstens, beginnen Sie täglich ein einziges Ave Maria zu beten, nur eines. Aber beten Sie es bewusst, langsam mit dem Herzen.
- Nicht als mechanische Formel, die man herunterspult, sondern als das, was es wirklich ist. Eine Bitte an eine Mutter, die sie kennt, die sie liebt und die bei
- ihrem Sohn für sie eintritt. Wenn Sie bisher keine Beziehung zu Maria hatten, dann ist dieses eine tägliche Ave Maria der Anfang. Es ist ein kleiner Schritt,
- aber es ist der richtige Schritt und Gott wirkt durch kleine Schritte, die mit aufrichtigem Herzen gegangen werden, mehr als durch große Gesten, die leer
- bleiben. Zweitens, nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und lesen Sie in Ruhe das Johannesevangelium, Kapitel 19, die Verse 25 bis 27.
- Lesen Sie sie langsam und stellen Sie sich vor, daß Sie dort am Fuß des Kreuzes stehen, neben dem Jünger, den Jesus liebte.
- Hören Sie, wie Jesus mit seinen letzten Kräften unter unsäglichen Schmerzen seinen Blick auf sie richtet und sagt: "Siehe, deine Mutter." Dieses Wort galt
- nicht nur dem Johannes vor 2000 Jahren. Dieses Wort gilt ihnen persönlich heute in ihrem Leben mit ihren Sorgen, mit ihren Kämpfen, mit ihrer Sehnsucht nach
- Gott. Jesus hat ihnen am Kreuz seine eigene Mutter geschenkt. Nehmen Sie dieses Geschenk an. Drittens, wenn Sie das nächste Mal von jemandem gefragt
- werden, warum Katholiken zu Maria beten, dann weichen sie nicht aus, werden sie nicht verlegen und entschuldigen Sie sich nicht.
- Antworten Sie ruhig, klar und mit der Gelassenheit eines Menschen, der weiß, was er glaubt und warum er glaubt. Sagen Sie einfach: "Wir beten Maria nicht an.
- Wir bitten, Maria, mit uns und für uns zu Jesus zu beten, so wie du einen Freund bitten würdest, für dich zu beten, nur dass Maria im Himmel ist und
- ihre Fürsprache die mächtigste Fürsprache ist, die es nach der Mittlerschaft Christi gibt. Mehr brauchen Sie nicht zu sagen.
- Klarheit wirkt stärker als lange Debatten und die Wahrheit braucht keine laute Stimme. Sie braucht nur eine ruhige Überzeugung. Maria ist nicht nur
- eine historische Gestalt aus einem fernen Jahrhundert, nicht nur eine Figur in einem alten Buch, nicht nur ein theologisches Konzept, das man erklärt
- und dann zur Seite legt. Maria ist lebendig. Sie lebt in der Herrlichkeit Gottes. Sie steht vor dem Thron ihres Sohnes und sie tritt für sie ein. In
- diesem Augenblick, während sie diese Worte hören. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung des Johannes, zeichnet im
- zwölft. Kapitel ein gewaltiges kosmisches Bild. Eine Frau bekleidet mit der Sonne den Mond unter ihren Füßen. Auf ihrem Haupt
- ein Kranz von zöf Sternen. Dieses Bild ist ein Bild der Kirche. Ja, aber die Tradition hat darin immer auch Maria erkannt, die Mutter des Erlösers, die
- Frau, deren Nachkomme der Schlange den Kopf zertritt. Und schauen Sie genau hin, was dieses Bild sagt. Maria steht nicht neben Christus als
- Konkurrentin. Sie ist bekleidet mit der Sonne. Das heißt, sie strahlt nicht ihr eigenes Licht aus. Sie strahlt sein Licht wieder, das Licht Christi, dass
- sie ganz und gar durchdringt und verklärt. Alles, was an ihr leuchtet, ist sein Glanz. Alles, was an ihr schön ist, ist sein Werk. Alles, was an ihr
- heilig ist, ist seine Gnade. Und genau deshalb führt jeder Blick auf Maria unweigerlich zu Christus zurück, weil in ihr nichts ist, was nicht von ihm käme.
- Sie haben eine Mutter im Himmel, eine Mutter, die für sie betet, die ihren Namen kennt, die ihre Kämpfe sieht und die bei ihrem Sohn für sie eintritt mit
- einer Liebe, die reiner und tiefer ist als alles, was diese Welt ihnen bieten kann. Vertrauen Sie ihr, gehen Sie zu ihr und sie wird tun, was sie immer
- getan hat seit dem ersten Weihnachten in Bethlehem bis zu diesem Augenblick. Sie wird sie zu Jesus führen. Wenn Ihnen dieses Video geholfen hat,
- dann teilen Sie es mit jemandem, der diese Antwort braucht. Vielleicht kennen Sie jemanden, der mit genau dieser Frage ringt. Vielleicht einen Freund, ein
- Familienmitglied, einen Kollegen. Schicken Sie ihm dieses Video. Die Wahrheit verdient es gehört zu werden. Gott segne Sie reichlich. Unsere liebe
- Frau, Sitz der Weisheit, bitte für uns alle. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Wir sehen uns im nächsten Video.
- Bleiben Sie im Glauben.
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