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Richtig zitieren I So zitierst du richtig I Zitate Deutsch
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 54 Zeilen
- Falsches Zitieren gibt nicht nur Notenabzug, sondern ist sogar ein "Diebstahl fremden Gedankengutes".
- Denn wer Zitate nicht kennzeichnet und die Quellen nicht angibt, der verletzt das Urheberrecht und verstößt gegen die Prüfungsordnung.
- Damit bei eurer nächsten Arbeit nichts schiefgeht, zeige ich euch in den nächsten Minuten die fünf goldenen Regeln des Zitierens.
- Bei Zitat denkt erst mal jeder an so was: Anführungszeichen unten, bekannter Spruch, Anführungszeichen oben.
- Wenn ihr etwas wortwörtlich von jemandem übernehmt und in Anführungszeichen setzt, dann ist das ein direktes Zitat.
- Aber auch wenn ihr eine Aussage in eigenen Worten sinngemäß wiedergebt, auch dann ist es ein Zitat, und zwar ein indirektes.
- Dasselbe gilt, wenn ihr etwas zusammenfasst, das ihr gelesen habt. Das ist auch ein indirektes Zitat.
- Ob wortwörtliches oder sinngemäßes Zitat: Die Quelle muss in jedem Fall kenntlich gemacht werden.
- Als direktes Zitat sieht das dann so aus: Liegt ein vollständiger Satz vor, kommen erst der Punkt
- und dann die Gänsefüßchen, nicht andersrum. Und indirekt zitiert könnte es so lauten:
- Ihr reiht ein Zitat an das andere und ärgert euch über eine schlechte Note? Tja, kein Wunder. Denn eure eigene Leistung fehlt.
- Zitate belegen eure Argumentation, sie ersetzen sie nicht. Darum solltet ihr das Zitat einleiten, es erläutern
- und besondere Aspekte betonen. Als Faustregel könnt ihr euch merken:
- Was ihr gut in eigenen Worten wiedergeben könnt, zitiert ihr am besten indirekt.
- Nur sehr treffend formulierte, aussagekräftige oder plakative Zitate übernehmt ihr wortwörtlich.
- So wird die Hausarbeit zu eurem eigenen Text. Direktes Zitieren bedeutet übrigens nicht,
- dass ihr den ganzen originalen Abschnitt komplett übernehmen müsst. Manchmal sind Kürzungen oder kleine Veränderungen nötig.
- Und bei denen ist es wichtig, einiges Formales einzuhalten. Wissenschaftliche Autoren sind bekannt für ihre endlosen und komplizierten Sätze.
- Wollt ihr einen Teil des Zitats auslassen, setzt ihr für das ausgelassene Stück eckige Klammern mit drei Punkten drin.
- Auch alles, was ihr an dem Originalsatz verändert, wird in eckige Klammern gesetzt.
- Das gilt für jeden einzelnen Buchstaben und jedes Satzzeichen. Wenn ihr nur einen Teilsatz übernehmt, ist es manchmal nötig,
- kleine Änderungen vorzunehmen, damit grammatikalisch alles passt. Wie hier zum Beispiel:
- "große" und "großes". Ziemliche Korinthenkackerei, stimmt. Und jetzt wird's noch spezieller.
- Beim direkten Zitieren über drei Zeilen lasst ihr die Anführungszeichen weg. Ja und woran merkt man dann, dass es ein Zitat ist?
- Als Ausgleich rückt ihr es dafür nämlich links um 1,25 Zentimeter ein und verkleinert den Zeilenabstand auf 1,0.
- So hebt sich das Zitat dann vom restlichen Text ab. Wenn ihr an diese Kleinigkeiten denkt, beeindruckt ihr jeden Germanisten.
- Eine Checkliste zum Abhaken findet ihr am Ende des Videos. Okay, das Zitat steht korrekt in meinem Text.
- Aber wie gebe ich denn jetzt eigentlich die Quelle richtig an? Es gibt über 130 Millionen verschiedene Bücher auf der Welt
- und über eine Milliarde Websites. Damit jeder Leser nachvollziehen kann, woher ihr eure Infos habt,
- müsst ihr die Quellen richtig angeben. Auch hier kommt es drauf an, ganz genau die Reihenfolge einzuhalten.
- Aber keine Panik, ich hab euch mal eine Schablone gemacht. Ihr müsst nur noch die Angaben eurer Quellen eintragen.
- Als Erstes kommen Nachname, Komma und dann Vorname des Autors. Sind mehr als drei Autoren an einem Text beteiligt,
- nennt ihr nur den ersten und "u.a." für "und andere". Nach einem Doppelpunkt kommen Titel, Punkt und Untertitel, Punkt.
- Die Auflage, falls es nicht die erste ist, Punkt, der Erscheinungsort und das Erscheinungsjahr.
- Und am Ende die Seitenzahl. Geht euer Zitat über zwei Seiten, gebt ihr das mit einem "f." für "folgende" an.
- Und geht es über mehr als zwei Seiten, ein "ff.". Die Quelle gebt ihr direkt nach dem Zitat in einer Fußnote an.
- Manche Prüfer wollen sie aber in Klammern direkt in den Text. Fragt am besten noch mal nach, ob euer Prüfer
- Fan von der einen oder der anderen Weise ist. Egal, wie ihr euch entscheidet, wichtig ist, dass ihr es einheitlich macht.
- Und unbedingt jedes Satzzeichen genau einhalten. Da wird superviel Wert drauf gelegt.
- Bei indirekten Zitaten kommt vor die Quellenangabe immer ein "Vgl.". Das steht für "Vergleiche" und signalisiert: Hier wird indirekt zitiert.
- Bei wortwörtlichen Zitaten gibt es keine solche Angabe. Woher ihr all die Angaben wie Auflage und Erscheinungsort wissen sollt?
- Die stehen meistens auf der ersten Seite eures Buches. Hm, und was mach ich dann, wenn meine Quelle kein Buch ist,
- sondern diese grandiose Gartenzeitschrift hier? Wenn eure Quelle ein Aufsatz in einem Sammelband
- oder einer Fachzeitschrift ist, muss der Herausgeber und das Erscheinungsjahr und bei Zeitschriften noch die Heftnummer genannt werden.
- Dafür hab ich die Grafik von vorhin ein bisschen verändert. Zitiert ihr etwas, das ihr online gefunden habt,
- gehört das Datum dazu, an dem ihr die Website zuletzt aufgerufen habt. Ganz schön viel, an das man denken muss.
- Aber die letzte Regel erspart uns immerhin etwas Aufwand. Die ganze Quellenangabe muss man nur das erste Mal schreiben.
- Ab dann reicht ein Kurztitel, der so aussieht: Habt ihr mehrere Werke von demselben Autor,
- kommt noch ein Teil des Titels dazu, sodass es eindeutig ist, aus welchem Text ihr gerade zitiert.
- Und noch eine Abkürzung: Wenn ihr zweimal direkt hintereinander aus demselben Text zitiert,
- besteht die zweite Quellenangabe nur aus einem "(Vgl. ebd.)" und der Seitenzahl. Das steht für "ebenda", ein altes Wort für "dasselbe".
- Mit den fünf Regeln seid ihr gut gebrieft für eure Arbeit. Habt ihr noch Fragen dazu? Dann schreibt sie in die Kommentare.
- Und hier findet ihr noch einmal eine Checkliste zum Abhaken. Wenn's euch geholfen hat: Abo dalassen und Daumen hoch.
- Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017
Zum Nachlesen
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