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Kreatives Schreiben lernen für Autoren 1/9: In den Schreibfluss kommen
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 226 Zeilen
- herzlich willkommen zur webinarreihe der autorenschule schreibheim und epubli ich freue mich dass Ihr dabei
- seid kurz zum Ablauf es wird insgesamt neun Termine geben in dieser Reihe und alle sind kostenfrei und als
- impulswebinare zu verstehen in der ersten halben Stunde werde ich eine Einführung ins Thema geben und dann
- schlaglich da auf verschiedene Aspekte legen ja legen wir los für alle die mich noch nicht kennen mein Name ist Tanja
- Steinlechner ich habe in Hildesheim kreatives Schreiben studiert bin Autorin freie Lektorin und Gründerin des
- schreibhein einer autorenschule in Berlin als ich das Webinar vorbereitet habe habe ich mich zunächst einmal
- erinnert welche Dinge mir als Autorin bisher geholfen haben wenn es darum geht einen Einstieg ins Schreiben zu finden
- sei es weil ich einen neuen Roman beginnen sei es weil ich nicht so recht in einen schreibbrhythmus komme der aber
- unbedingt sinnvoll ist weil ich ja kontinuierlich an einem Projekt arbeiten möchte ich habe mich auch erinnert was
- unsere Autoren und Autorinnen während der Ausbildung berichtet haben was sie unterstützt hat und welche Übungen sie
- gut ins Schreiben geführt haben ihr seht in dieser kleinen Wolke hier eine Übersicht der Themen die mir als Autorin
- aber auch aus meiner Sicht als schreibcoach wesentlich im Bezug auf das Thema heute erschienen sind das Zitat
- von Platon ist mir deshalb so sehr ins Auge gefallen weil es so gut veranschaulicht was ich während der
- Workshops und den Ausbildungen beobachten kann wenn zwei Knaben jeder einen Apfel
- haben und sie diese Äpfel tauschen dann hat am Ende auch nur jeder einen wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken
- haben und diese tauschen hat am Ende jeder zwei neue Gedanken Schriftsteller arbeiten ja oft
- alleine an ihrem Schreibtisch und das Bild vom zurückgezogenen Autor in seiner Klause ist doch ein sehr
- gängiges wie wundervoll ist es dann aber sich mit gleichgesindnen auszutauschen mit Menschen die den Prozess des
- Schreibens kennen die ein gutes Gespür für Geschichten haben ihre Ideen ihre konstruktiven Fragen zu den Texten und
- der Austausch zu allen Themen rund ums Schreiben bereichern und inspirieren sehr oft unsere Teilnehmerinnen und
- letztlich sicherlich alle Autoren und Autorinnen die das untereinander tun jetzt spreche ich zunächst einmal von
- Autoren an dieser Stelle aber später wenn es dann ums überarbeiten geht kommen natürlich auch Lektoren und auch
- professionelle Leser ins Spiel aber das wäre Thema eines anderen Webinars und ist natürlich auch eine ganz andere
- Geschichte Kreativität was ist das denn eigentlich oft ist sie ja mit einem mystischen sagen wir fast schon
- alchemistischen Vorgang assoziiert so scheint es mir sinnvoll dieses Wort jetzt mal genauer unter die Lupe zu
- nehmen und zu beleuchten abgeleitet ist es vom lateinischen Wort kreare und bedeutet
- übersetzt so viel wie erschaffen hervorbringen ins Leben rufen aber auch wählen und ernennen verursachen und
- bewirken dieses kleine Wort wirgt also was wir meinen wenn wir davon reden dass ein neuer Roman geboren wird dass eine
- Idee ins Leben gekommen ist Kreativität meint das Schaffen von etwas originär neuem von etwas das in dieser
- Kombination noch nicht da gewesen ist dazu und das es wiederum ein anderer Aspekt der
- ist es ja notwendig eine Auswahl aus der Vielheit der Welt zu treffen Teile daraus zu wählen unseren Blick für diese
- zu schärfen und neu zu kombinieren und auf das etwas geschaffen werde dessen Verursacher wir sind michali chck S
- mialli hat sich in lang angelegten Studien mit kreativen Menschen befasst er hat Künstler und Wissenschaftler zu
- ihrer Arbeit befragt und ist dabei auf ein gestoßen d er später als Flow bezeichnet hat die Interviewten Sprachen
- im Zusammenhang mit dem kreativen Prozess immer wieder von einem Moment des Glücks den sie während bestimmter
- Phasen ihrer Arbeit erlebten und der es lohnenswert für sie machte zu arbeiten und zwar ganz unabhängig von äußerem
- Erfolg in Form von Anerkennung oder finanzieller Belohnung dieser Moment war gekennzeichnet von Gefühl im Fluss mit
- ihrer Tätigkeit zu sein und darin zugehen Raum Zeit und eigene Bedürfnisse spielten keine Rolle
- mehr als chick s mihali diesen zustrand später untersuchte stellte er fest dass er sehr voraussetzungsreich war und
- immer nur dann eintrat wenn der interviewute weder über noch unterfordert war wenn er also weder
- Langeweile spürte noch Angst den Anforderungen nicht zu gemügen der Tiefe Flow tritt über dies nur dann ein wenn
- er sowohl die anort ungen als auch die eigenen Fähigkeiten auf gleichzeitig hohem Level sind und um solch ein hohes
- Level zu erreichen das wisst ihr sicher alle bedarf es natürlich Übung ihr habt sicher alle schon von dieser 10 000
- stundenmarke gehört die ein Mensch sich mit einer Tätigkeit befassen muss bis er dann frei damit spielen kann die
- Geigerin die 10 000 Stunden üben muss der Maler aber eben auch der Schriftsteller wer mehr über den Flow
- wissen will es gibt einen ganz wunderbaren Vortrag von Schi and nihali selbst einen Ted Vortrag ihr seht es
- jetzt hier eingeblindet links und es gibt außerdem sehr schöne Gedanken zu dem Thema Flow den die Tanja Ries auf
- ihrem Blog veröffentlicht hat ja aber was hilft mir denn letztlich als Schriftsteller dabei in solche Übung zu
- kommen und zu bleiben und zu schreiben um dann wenigstens gelegentlich in diesen Flow zu geraten erstens
- klare und oft auch gleiche Tagesabläufe sogenannte Routinen die uns ja oft eher als rotes Tuch erscheinen die helfen
- ungemein dabei wenn man an einem langen Projekt arbeitet z.B wenn man einen Roman schreiben möchte Haruki morakami
- hat in seinem Buch wovon ich rede wenn ich vom Laufen Rede über den Zusammenhang vom marathonlufen und dem
- Schreiben gesprochen was beide Tätigkeiten verbindet ist das dranbleleiben das
- Durchhalten auch während sogenannter Durststrecken wenn das Schreiben dann eben mal nicht wie von alleine fließt
- und damit ist durchaus auch ein körperliches durchhalten gemeint denn das tägliche am Schreibtisch oder wo
- auch immer ihr arbeitet sitzen das bedeutet körperliches durchhalten das eingebrannte Körperwissen jetzt sitze
- ich hier und schreibe also ich putze jetzt nicht die Wohnung ich checke keine Mails ich telefoniere auch nicht und ich
- schalte nicht die Serie ein deren hält mich gerade so sehr fesselt ich schreibe ich recherchiere auch nicht
- recherchieren ist ja durchaus wichtig aber vielleicht nicht gerade dann wenn ich schreibe ich prokrastiniere nicht
- ich schreibe Routinen sind natürlich individuell verschieden und jeder von euch kann andere erfinden nur ist es
- durchaus zu empfehlen sie nicht täglich neu zu definieren denn dann wären es ja schließlich keine Routinen an die wir
- uns gewöhnen könnten zweitens findet Inspiration Quellen und zwar ihre ureigenen das müssen jetzt wirklich
- nicht die verfaultten Äpfel in der Schublade sein die sollen Schiller inspiriert haben also wenn sie euch
- inspirieren wunderbar wenn nicht sucht euch andere Inspirationsquellen vielleicht sind es ja bestimmte Bücher
- die euch zum Schreiben anregen vielleicht bestimmte Gerüche jetzt zur Weihnachtszeit vielleicht Zimt oder es
- ist der Geruch von ingwe oder Zitrone vielleicht nah beieinander Kardamon vielleicht sind es Bilder jeder
- Autor braucht einen Arbeitsort das können wechselnde Orte sein ich kenne Schriftsteller die nur im Café umgeben
- von fremden Menschen und stimmen schreiben können und ich kenne auch genau das Gegenteil ich kenne Autoren
- die ganz unausstehlich werden sollen wenn sie im Haus oder der Wohnung sind und sich etwas dort bewegt sie bekannte
- Stimmen in normal im Ton hören die sich im Nebenzimmer unterhalten während sie arbeiten ich gehöre selbst dieser
- Gattung an und ich weiß dass das überhaupt nicht angenehm ist für die Mitmenschen es gibt auch Schriftsteller
- die in Abwechslung verschiedene schreiborte aufsuchen weil genau das sie inspiriert wichtig ist aber zu wissen
- welche Orte das sind wenn ihr einen heimaththafen eures Schreibens habt dann richtet euch diesen
- nach euren Vorlieben ein vielleicht hngt ihr eine Timeline eures Romans in Sichtweite eures Schreibtisches auf oder
- Bilder von euren Figuren oder von Orten die euren Roman welelten ähneln Ideen sind Früchte die erst Reifen müssen
- bevorevor wir sie zu pflücken können diese Reifung geschieht in der Inkubationsphase wir können in dieser
- Zeit nicht sehr viel aktiv tun damit es vorangeht gut Ding will Weile haben während wir anderen Tätigkeiten
- nachgehen die uns inspirieren finden uns unsere Figuren und verknüpfen sich mit unser
- Themen diesen gedankenblitzen können wir recherchierend nachgehen können z.B Bücher über Australien lesen wenn unser
- Held dort wohnt aber uns dann auch fragen wo genau in Australien lebt er denn in der Großstadt oder in der
- Einsamkeit und während wir darüber brüten gehen wir schwimmen führen Unterhaltungen Kochen lesen und an
- irgendeinem Punkt während wir diese Tätigkeiten ausführen kommt uns vielleicht ein Gedanke der sich mit der
- Figur verknüpft und auch mit dem dann haben wir plötzlich auch den Konflikt gefunden und unser Thema steht
- wie vor uns inkubationsphasen können wir lernen zu genießen und unterdessen lesen Musik hören
- schweigen als ich in Hildesheim studiert habe da hat Hans Joseph orteil ein Seminar gegeben es hatte den Titel
- Morgenstunden die Studenten haben sich alle sehr früh zusammengefunden und die Stille des neuen Tages genutzt um ins
- Schreiben zu kommen das war wirklich ein ganz wunderbares Seminar aber ich musste mich trotzdem aus dem Bett quälen ich
- bin einfach keine Lärche Morgenstunden nützen mir persönlich überhaupt gar nichts und deswegen gibt es in meiner
- eigenen autorenschule heute die lange Nacht des Schreibens das ist sozusagen das Gegenkonzept zu den Morgenstunden da
- müsste eigentlich drüber stehen eine Veranstaltung nur für een also was ich damit sagen will findet heraus wann eure
- kreativste Zeit ist und nutzt diese Stunden der Stille seien sie früh morgens oder in der Nacht sie gehören
- nur euch wichtig ist es auch sich klar zu werden welche Themen eure Themen sind mit welchen Ausschnitten der Welt wollt
- ihr euch einen ganzen Roman lang befassen vielleicht sogar euer Gesamtwerk damit füllen sind es
- bestimmte Orte die euch fesseln und deren Magie euch einfach nicht loslässt sind es eher städtische oder eher
- ländliche Räume sind es politische Themen vielleicht die aktuell flüchtlingsdebatte der euch literarisch
- näherern wollt oder sind es vielleicht Krankheiten vielleicht der warn einer Psychose ist es der Grenzgang der euch
- reizt die Frage nach Wirklichkeit oder nach Wirklichkeiten ich mache diese Übung
- sehr sehr gerne in meinen Seminaren jeder sammelt Themen zu denen er Bezüge hat jeder schreibt diese persönlichen
- Zugänge zu seinen Themen auf und alle Teilnehmer fragen sich wer sonst noch etwas darüber zu erzählen weiß im
- Familien und Freundeskreis gibt es nämlich sehr oft Experten die wiederum persönliche Blicke auf eben dieses Thema
- werfen können und das multipliziert dann die Sichtweisen und dann bleibt natürlich die Frage wie wollt ihr davon
- erzählen wie könnt ausschließlich ihr darüber erzählen und welche eurer Figuren verbinden sich mit eurem Thema
- und welche Zugänge haben sie Recherche ist dafür natürlich gemein bereichernd und inspirierend aber
- Recherche ist gleichermaßen auch ein Fluchtpunkt des Schreibens und wann genau sie was ist
- das zu spüren und dem weiter nachzugehen das ist natürlich eine wesentliche Frage für ihure Arbeit stehtes notieren das
- gehört auch zu jedem Autorenleben dazu weil wir schreibend die Welt erfassen und was können wir nicht alles
- festhalten was sich sonst wieder unserer Sicht entzieht und verloren geht in der Welt dieser verschwindenden
- Gedanken notieren ermöglicht den konkreten Blick ins Hier und Jetzt ermöglicht die Rückschau zu einem
- Zeitpunkt an dem die Gedanken nicht mehr verfügbar sind weil sie dem Augenblick angehören zum Thema notieren hat Hans
- Josef orteil ein ganz wunderbares Buch geschrieben und das heißt schreiben dicht am Leben notieren und skizzieren
- ist der Untertitel ja mir selbst geht es regelmäßig immer wieder ganz genauso ich
- notiere notiere und notiere weiter und dann weil ich es handschriftlich tue und auf verstreuten
- Zetteln dann Lager ich die in irgendwelchen Büchern in küchenschubladen und ich finde natürlich
- nie wieder genau diesen Zettel den ich suche diesen einen Gedanken diesen einen Kommentar von dem ich weiß dass er da
- irgendwo ist das ist eine Unordnung die mir im besten Falle hilft zufällig auf ged zu stoßen zufällig zur rechten Zeit
- fündig zu werden seit einiger Zeit bemühe ich mich deshalb um Ordnung um wieder Auffindbarkeit ich ordne also
- meine Notizbücher nach ihrer Chronologie des Entstehens es gibt Hefte mit Titeln und solche die diverses beinhalten die
- sind überschriftet mit Figuren oder mit Räume oder mit gesammeltes oder manchmal steht da auch drauf einfach Ideen es
- gibt Tage und Reisebücher es gibt gemischt wararen und Skizzenbücher findet eure eigene Ordnung ich
- persönlich habe da gar keine vorzuschlagen ich bin selbst auf der Suche danach was ich aber weiß
- archivieren und ordnen hilft ungemein sei es digital oder analog und von digitalen Inhalten sollte
- es auch unbedingt immer Sicherheitskopien geben ja die nächste Folie heißt dran bleiben und da kommt
- mir sofort wieder der morakamische Marathonläufer ins Spiel einmal im schreiben heißt es auch weitergehen auch
- im zweiten Akt im meistens eher beschwerlichen zweiten Akt denn da erzählen wir ja die Geschichte aus um
- die es eigentlich gehen soll wir wollen wissen welche Station der Held durchlaufen muss um sein wahres
- Bedürfnis zu finden und wir wollen erfahren wird er sein Ziel erreichen oder wird er scheitern oder findet er
- unterdessen ein neues Ziel jetzt habe ich ein paar Punkte aufgelistet die mir wichtig erscheinen in dieser
- Phase erstens das Handwerk Schreibens lernst du nur durchs schreiben übe am besten
- täglich zweitens Regelmäßigkeit hilft das haben wir vorhin ja schon dein Körper und
- Geist weiß was zu tun ist wenn es einfach in einer bestimmten Abfolge immer wieder passiert etwas was die
- wunderbare Nina George einmal während eines Vortrags gesagt hat möchte ich hier unbedingt aufnehmen schicke deinen
- kritischen Geist während des Schreibens kaffeet trinken er stört Dich nur Überarbeitung darfst du ihn dann wieder
- einladen und dann darf die Künstlerin Kaffee trinken gehen viertens versenke dich und schaffe dir
- deinen Raum schalte Störungen möglichst aus vom Mailprogramm über Telefonanrufe vom Liebenden Partner über deine Kinder
- die haben nämlich letztlich auch überhaupt nichts davon wenn du am Abend unzufrieden ins Nichts starst weil Du
- nicht geschrieben hast was du hättest schreiben können weil deine Geschichte dich nämlich auch fordert und zwar nicht
- weniger als deine Familie oder deine Freunde deswegen sollte sest du ihr Zeit geben wenn du willst dass sie
- gedigt lerne deine schreibbedürfnisse kennen was inspiriert dich wie kommt wie kommst Du persönlich in den Fluss und
- was hilft dir am besten welche Rituale schätzt du was motiviert dich dann auch das hatten wir vorhin ja schon tausche
- dich unbedingt mit Kolleginnen aus da kannst du wirklich sicher sein die verstehen dich und lasst fast last not
- least halte auf jeden Fall durch schreibkrisen gehören einfach auch dazu zu wenn sie auftreten dann frag dich
- warum sie da sind braucht deine Geschichte vielleicht eine neue Wendung sind dein Plot und deine Figuren stimmig
- hält dich eine Angst gefangen also vielleicht auch die dass es nicht die richtige Geschichte ist dass du nicht
- genügst mit der Geschichte dass das Schreiben nicht ausreicht all das ist dann sinnvoll zu fragen und nicht
- einfach aufzuhören ja und dann kommt das Überarbeiten der Geschichte und jetzt ist es nämlich an der Zeit die kritische
- äh Lektorin oder den kritischen Geist wieder einen Schreibtisch zu bitten und die sensible Künstlerin kaffeet trinken
- gehen zu lassen so wie Nina gör das wunderbar gesagt hat ja jeder Schriftsteller arbeitet anders immer
- wieder fasziniert es mich deshalb in die Werkstätten verschiedenster Autoren zu schauen und ihre Arbeitsweisen
- kennenzulernen über harok marokam habe ich ja heute schon sehr viel gesprochen und das mag natürlich daran liegen dass
- ich seine Bücher sehr liebe und auch auf jede seiner Veröffentlichungen aufs Neue gespannt bin er hat mich schon zu meiner
- Studienzeit begleitet als einer meiner Lieblingsautoren und letztlich habe ich sogar über ihn meine mündliche Prüfung
- abgelegt und mich ganz tief in sein Schreiben vergraben morakani ist einer dieser Autoren die einen sehr sehr sehr
- strukturierten Arbeitsalltag haben er ist ganz im Gegensatz zu mir eine lehriche und steht früh auf um zu
- schreiben aber wiederum im Gegensatz zur festen Struktur seines Arbeitstages steht seine herangehen Weise ans
- Schreiben er sagt nämlich er habe gar keinen festen Plan er Folge seinen Eingebungen und Figuren und deshalb ist
- norakami wie wir später noch sehen werden ein strukturschaffer er erschreibt sich seine Struktur der
- Geschichte während er schreibt ein anderer Hans Joseph Teil hat in einem Interview gesagt wie wichtig es ist zu
- notieren für ihn dieses notieren Fülle seine Tage und begleite ihn er müsse schreiben sagt er sonst ziehe
- das Leben vorüber es wird erst greifbar und erfährt seine Bedeutung im aufschreiben ein Tag ohne zu schreiben
- sei ein schwieriger Tag für ihn er sei dann unleidlich Jos Simon wiederum das war ein
- Vielschreiber er soll seine Romane in kürzester Zeit in intensiven arbeitsschüben geschrieben haben ganz
- hoch konzentriert auf diese eine Aufgabe fokussiert Hanspeter Ordner ein Linguist ist hat aus Interviews Tagebüchern
- Briefwechsel und ähnlichen mit Schriftstellern zehn Schreibstrategien aufgefunden auf die Autoren besonders
- oft zurückgreifen grob unterteilt kann man von Struktur folgern und
- strukturchaffern sprechen erstere also die Struktur Folger schaffen sich im Vorfeld eine Struktur
- das sind die geborenen Plotter die lieben es sich eine Abfolge der Szenen auszudenken und der Bezüge zueinander
- herauszuarbeiten strukturfolger kennen nicht nur ihre Figur sie wissen auch wann Sie welche Entscheidung treffen und
- wann genau sie auf andere Figuren stoßen werden kurz sie wissen ganz genau wann was geschieht der Vorteil die
- Überarbeitung ist deutlich weniger aufwendig anders die Struktur Schaffer im extremen Fall entsteht während des
- Schreibens erst der Plot die Figur kristallisiert sich heraus und ihr Weg entsteht im Gehen der Vorteil das
- Unvorhersehbare macht diesen Prozess natürlich viel viel spannender vielleicht langweilig kennt solch ein
- Autor eher nicht der Nachteil die Überarbeitung wird aller Voraussicht nach sehr sehr
- aufwendig die wenigsten Autoren entsprechen dem einen oder dem anderen Extrem sie bewegen sich irgendwo
- dazwischen sie Plotten bevor Sie anfangen zu schreiben aber auf keinen Fall und Detail und es gibt immer noch
- Überraschungsmomente die Figuren bekommen manchmal ein Eigenleben und agieren plötzlich anders als die Autoren
- erwartet haben und in diesen Augenblicken folgt der Autor dann auch seinen Figuren und überarbeitet
- dementsprechend den Plot ja wer mehr über schreibtypen lesen will erike Scheuermann bietet auf ihrer Website
- einen schreibtypentest an und mit der schreibfitnessmappe kann man sich an einem genaueren Test
- beteiligen letztlich glaube ich aber dass die eigene Beobachtung zunächst einmal ausreicht wie schreibe ich welche
- Prozesse durchlaufe ich dabei was hilft mir beim Schreiben und was passiert wenn ich mein Schreibverhalten verändere
- darissa Böhning die war neulich in unserer autorenusbildung zu Gast und hat erzählt dass sich ihre Herangehensweise
- ans Schreiben im Laufe ihrer Entwicklung als Schriftstellerin verändert hat was vorher war sie eine ganz klare
- strukturchafferin heute aber nutzt sie die ode des plottens um sich sehr langwierige Arbeitsprozesse zu
- erleichtern deshalb wird sie noch lange keine Struktur folgerin werden aber sie ergänzt so ihre Möglichkeiten hier habe
- ich mal drei Schreibübungen für euch versammelt und vielleicht habt ihr ja Lust sie auszuprobieren ich glaube die
- eignen sich ganz gut um in so einen Schreibfluss zu kommen die erste heißt mit Musik
- schreiben dabei ist es allerdings wichtig sich unterschiedliche Musikstücke auszusuchen und am besten
- ohne dass man einen verständlichen Text hat weil der lenkt sicherlich ab und dann geht es darum sich in diese
- Musik hineinzuhören sich mal fallen zu lassen und den Klang zu lauschen sich von dem Rhythmus davon tragen zu lassen
- und dann irgendwann zu beginnen zu schreiben je nach Stimmung des Stücks werden sich dann natürlich auch die
- Texte unterscheiden und am Schluss wenn man dann so verschiedene Texte hat kann man aus den notaten aus dem einzelnen
- sich vielleicht anregen lassen und aus dem ein oder anderen entsteht möglicherweise eine
- Geschichte ja die zweite Schreibübung ist eher auf Langfristigkeit angelegt da geht es nämlich um ein
- Archiv darum sich ein solches Archiv zu erstellen erste Sätze aufzuschreiben die man im Kopf hat Notate zu machen zu
- bestimmten Räumen zu Figuren die man im Kopf hat zu Stimmungen ja sammle mal Bilder von Orten die dich inspirieren
- oder auch Postkarten das ist auch wunderbar und dann studiere außerdem die Meldungen der Tagespresse oft finden
- sich da ganz interessante Begebenheiten die man dann ausschneiden kann und sich auch dafür ein Archiv anlegen kann meine
- Anregung zur Schreibübung lass dich von zwei dieser funschstücke zu einer Geschichte
- inspirieren meine Idee nimm eine Meldung aus der Presse und eine Figur die dir vor Augen schwebt und daraus baue eine
- kleine Erzählung ja und eine dritte Schreibübung beginne ein literarisches Tagebuch was ist denn ein literarisches
- Tagebuch im Unterschied zu einem Tagebuch ja ein literarisches Tagebuch ist letztlich auch eine Chronik der Zeit
- und zwar eine ganz persönliche Chronik der Zeit es geht darum eigene Gedanken Kommentare und Eindrücke festzuhalten um
- später auf sie zurückgreifen zu können stellt euch mal vor ihr hättet Eindrücke für das Jahr
- 1999 zum Mauerfall Gesam oder Eindrücke was habt ihr gedacht als sich in Japan Fukushima ereignet hat was war sozusagen
- parallel in eurem Leben haltet auch eure Ängste Sehnsüchte und Konflikte fest oft eignen die sich sehr gut dafür sich
- später Figuren zu übergeben dadurch verändern sich vielleicht auch die Figuren
- weil auch wenn es eure persönlichen Konflikte sind so sind es doch oft Grundgefühle die angesprochen sind also
- Eifersucht oder verliebt sein oder Wut all das fühlt sich von Mensch zu Mensch vielleicht gar nicht so sehr
- unterschiedlich an und dadurch bekommt es auch etwas überpersönliches das alle angeht ja zuletzt jetzt noch ein paar
- Buchtipps für euch z.B von Claudia GKE und Regina nössler das sind die Herausgeberinnen
- des wunderbaren kleinen Bandes schreiben also so klein ist der gar nicht der ist sogar recht dick im konkursbuchverlag
- erschienen und da haben sich mehrere Autorinnen zum eigenen Schreiben Gedanken gemacht das ist ein sehr
- hübsches kleines Buch dann natürlich auch step King das kennen die ein oder anderen das Leben
- und das Schreiben da öffnet er uns so ein Stück seine Werkstatt und lässt uns teilhaben auch über Murakami haben wir
- natürlich heute jetzt schon eine ganze Menge gered der hat ein Buch geschrieben wovon ich rede wenn ich vom Laufen rede
- da geht's ja um diesen Marathonläufer ja das Buch von Titus Müller vom Abenteuer einen Roman zu
- schreiben auch ganz wunderbar auch er öffnet seine Werkstatt und zeigt was für ihn wesentliche Themen sind und dann
- wenn es ums notieren und skizzieren geht schreiben dicht am Leben von Hans Josef orteil und was auch ganz wunderschön ist
- ist Jon von Düffel Wasser und andere Welten und also er erzählt etwas letztlich Geschichten übers Wasser und
- diese Geschichten haben aber oft auch etwas mit dem Schreiben zu tun ja auf der schreibhein Seite gibt es natürlich
- auch einen Blog unserer autorenschule da verlinken wir oft Autoren Interviews berichten aus der Werkstatt unserer
- Studenten geben auch weiterhin kleine Schreibtipps Posten den ein oder anderen Wettbewerb und versorgen euch mit so
- unterhaltsamen neuigkeiten rund ums große Thema schreiben den Blog findet ihr dann unter
- wwwschreibhein.com ja und das nächste Webinar findet statt am 19 januar 2016 da wird's dann verstärkt um
- Erzählperspektiven gehen von Stimmen die Geschichten lebendig machen ich bedanke mich für eure
- Aufmerksamkeit und ich hoffe dass ihr beim nächsten Webinar wieder mit dabei seid und bis dahin sage ich tschüss
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