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Das Auge - Aufbau und Funktion des Auges einfach erklärt [Biologie, Mittelstufe]
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 56 Zeilen
- [Musik] In diesem Video geht es um ein äußerst bedeutsames Sinnesorgan von uns, um das
- Auge mit Hilfe dessen wir sehen. Der Seesinn extrem wichtig für uns. Etwa 80% aller Informationen aus der Umwelt, die
- das Gehirn verarbeitet, liefert der Seesinn. Wir sind in der Lage, eine Vielzahl verschiedener Farbtöne aus dem
- Spektrum des sichtbaren Lichts zu unterscheiden. Sehen bedeutet, dass die Lichtreize in elektrische Erregungen in
- Form von Nervenimpulsen umgewandelt werden, die an das Gehirn weitergeleitet werden und dort dann das Bild von
- unserer Umwelt erzeugen. Dieser Prozess ist äußerst komplex und entsprechend verwundert es nicht, dass
- der Aufbau des Auges ebenso komplex ist. Schauen wir uns diesen nachfolgend ein wenig genauer an. Das Auge der
- Wirbeltiere und damit auch unser menschliches Auge ist eine flüssigkeitsgefüllte Kugel, die von
- einer zehn Lederhaut umgeben ist. Die Lederhaut schützt das Auge nach außen und sorgt für Stabilität. Im vorderen
- Bereich bildet die Lederhaut die transparente Hornhaut. Die Transparenz ist entscheidend, damit Licht ins Auge
- eindringen kann. Die Hornhaut schützt aber nicht nur, sie übernimmt auch eine wichtige Aufgabe bei der Brechung des
- Lichts, also bei der Ablenkung der Lichtstrahlen, damit diese korrekt auf die Netzhaut fokussiert werden können.
- Wie so oft in der Biologie wird die Funktion einer Struktur oft erst dann ersichtlich, wenn die Struktur
- fehlerhaft ist und sie ihre eigentliche Funktion nicht mehr ausüben kann. Es gibt Menschen, die eine
- Hornhautverkrümmung haben, ein Phänomen, bei der die Hornhaut nicht glatt grundet wie die Oberfläche einer Kugel, sondern
- verformt ist. Die Folge ist, dass die eigentliche Funktion der Hornhaut, das Licht zu brechen, durch die
- unregelmäßige Krümmung gestört wird, was ein verzerrtes Bild auf der Netzhaut zurfolge hat, wodurch ein unscharfes
- Bild entsteht. Das einfallende Licht wird nicht auf einen genauen Punkt auf der Netzhaut fokussiert, sondern
- stattdessen stabförmig auf dieser abgebildet, weshalb eine Hornhautverkrümmung auch als
- Stabsichtigkeit bezeichnet werden kann. Hinter der Hornhaut liegt die pigmentierte Regenbogenhaut. auch Iris
- genannt, die dem Auge seine Farbe verleiht. Bei dem Großteil der Weltbevölkerung ist sie braun bzw.
- schwarz. Nur etwa 8 bis 10% der Bevölkerung hat blaue Augen und nur etwa 200 von 100 Menschen haben eine
- grünfarbene Iris. Die Funktion der Iris besteht darin, den Lichteinfall zu regulieren. Man kann sie mit der Blende
- einer Kamera vergleichen. Je nach Lichtverhältnisse wird die Pupille, also die schwarze Öffnung in der Mitte der
- Iris, größer oder kleiner. Ist der Lichtinfall stark, zieht sich die Iris zusammen und die Pupille wird sehr
- klein. Tritt nur wenig Licht in das Auge ein, erschlafft die Irismuskulatur. Die Folge ist, dass sich die Pupille weitet.
- Hinter der Iris befindet sich eine ovale Struktur, die als Linse bezeichnet wird, die durchsichtig erscheint, weil sie zum
- Großteil aus transparenten kristallinen Proteinen besteht. Die Linse ist in ihrer Funktion vergleichbar mit der
- Objektlinse einer Kamera. Sie ist für das Scharfstellen von Objekten verantwortlich, die wir fixieren
- möchten. Dabei übernimmt sie die Feineinstellung, damit das Licht korrekt auf die Netzhaut im hinteren
- Augenbereich trifft. Eine lichempfindliche Schicht, auf der das Bild entsteht, in dem Rezeptoren
- Lichtreize aufnehmen und sie in elektrische Impröse umwandeln. Ihr seht, dass die Linse nicht rundlich, sondern
- oval erscheint. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Zonular Fasern. Das sind feine Bändchen, die die Linse wie
- an kleinen Seilen aufhängen und einen Zug auf die Linse ausüben. Durch diesen straffen Zug, der beidseitig der Linse
- ansetzenden Zonularfasern, wird die Linse zu beiden Seiten abgeflacht. Die Tatsache, dass die Linse ihre
- Elastizität beibehält und trotzdem verformbar ist, ist auf Ringmuskeln, die man als Ziliarmuskeln bezeichnet,
- zurückzuführen. Diese Muskeln wirken dem Zug der Zonular Phasern entgegen und ermöglichen es der Linse somit sich
- abzurunden. Das Zusammenspiel von Linse, Ziliarmuskeln und Zunular Fasern gewährleistet, dass wir von Objekten im
- Seefeld, die unterschiedlich weit weg sind, jeweils ein scharfes Bild erhalten. Ein Prozess, der als
- Akkmodation bezeichnet wird und in dem Video oben rechts näher erläutert wird. Es gibt eine Stelle der Netzhaut, die
- besonders lichtempfindlich ist und die als gelber Fleck bezeichnet wird. Sie ist die Stelle des schärfsten Sehens, da
- dort die Dichte der Zapfen, eine Art von Fotorezeptoren, die die Lichtreize verarbeiten, am höchsten ist. Im
- Gegensatz dazu steht der Blindefleck. Dort tritt der Seenerv aus dem Auge aus. Da dort keine Lichtrezeptoren vorhanden
- sind, entsteht ein kleiner Bereich im Sichtfeld, in dem wir nicht sehen können, sozusagen blind sind. Unser
- Gehirn gleicht diesem Bereich aber unbewusst aus. Vom blinden Fleck aus führt der Seenerv
- die elektrischen Impulse zum Gehirn weiter. Dort entsteht dann das bewusste Bild. Wie eingangs erwähnt kann man sich
- das Auge wie eine flüssigkeitsgefüllte Kugel vorstellen. Die Flüssigkeiten im Auge bilden hauptsächlich das
- Kammerwasser, das zwischen Hornhaut und Linse lokalisiert ist, sowie der flüssigkeitsgefühte Glaskörper, der
- zwischen Linse und Netzhaut liegt. Auch die Flüssigkeiten im Auge sind an der Lichtbrechung beteiligt. Der Glaskörper
- ist zudem für die Erzeugung und Aufrechterhaltung des Augeninnendrucks verantwortlich, der für die
- Formstabilität des Auges sorgt. Zuletzt sei noch eine Gewebsschicht im Auge erwähnt, die sich zwischen Netzhaut und
- der Lederhaut befindet und als Aderhaut bezeichnet wird. Die Aderhaut ist reich an Blutgefäßen und spielt bei der
- Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff eine wichtige Rolle. Der Seenerv leitet alle gesammelten
- Informationen ans Gehirn. Erst dort entsteht das eigentliche Bild, das wir wahrnehmen. Wie genau der Seeprozess
- funktioniert, ist Gegenstand des Videos, dass ich euch an dieser Stelle oben rechts einmal einblende. Ja.
- อ
Zum Nachlesen
WirbeltieraugeDie Wirbeltieraugen sind lichtempfindliche, oft hoch entwickelte Sinnesorgane, die der teils unterschiedlichen Aufnahme und Weiterleitung von Lichtreizen …
Netzhaut1. Lederhaut (Sclera) · 2. Aderhaut (Chorioidea) · 3. Schlemm-Kanal (Sinus venosus sclerae) · 4. Iriswurzel (Radix iridis) · 5. Hornhaut (Cornea) · 6. Regenbogenhaut …
AugeDas Auge (altgriechisch ὀφθαλμός ophthalmós oder ὤψ ōps, lateinisch Oculus) ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen. Es ist Teil des visuellen …
Linse (Auge)Die Linse (altgriechisch φακός phakós, lateinisch lens) des Auges oder Augenlinse ist ein klarer, durchsichtiger und elastischer Körper, der sowohl an der …