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SEPA-Lastschrift einfach erklärt: Alles, was du wissen musst
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
- Ah, die Sepalastschrift, die benutzen wir doch alle, oder? Für die Miete, das Handy, das Fitnessstudio. Aber mal ehrlich, wer von uns versteht wirklich,
- wie das Ganze funktioniert? Denn dieses System ist auf der einen Seite super praktisch, aber auf der anderen Seite wirkt es auch echte Gefahren. Und genau
- diese Lücke zwischen Bequemlichkeit und Risiko, die schauen wir uns heute mal genauer an. Puh, das ist ein harter Satz. Das ist nicht nur irgendein Zitat,
- das ist ein Gefühl, das leider einige kennen. Es kommt von Uwe Wendel und seine Geschichte zeigt uns ganz brutal, wie schnell diese bequeme Lastschrift zu
- einem absoluten Albtraum werden kann. Und das bringt uns auch schon zur Kernfrage des Ganzen. Wie kann es sein, dass eine angebliche Partnerschaft für
- einen Walnussbaum einen Mann über 600 € kostet, ohne dass er jemals zugestimmt hat? Genau diese Frage, die führt uns heute durch die Schwachstellen, aber
- auch durch die Schutzmechanismen von diesem System. Okay, steigen wir direkt ein in diesem Fall, denn um das System zu verstehen, müssen wir uns erstmal
- ansehen, was passiert, wenn es so richtig schief läuft. Und die Geschichte von Uwe Wendel ist da leider ein perfektes, wenn auch ziemlich
- erschreckendes Beispiel. Also stellt euch vor, Uwe Wendel lebt von einer Erwerbs-unfähigkeitsrente. Er schaut zufällig auf ein Konto, das er
- kaum benutzt und sieht da eine Abbuchung 89,90 Cent. Verwendungszweck Partnerschaft Walnussbaum. Er hat davon noch nie
- gehört. [schnauben] Aber der eigentliche Schock kommt erst, als er nachforscht. Das lief schon seit Monaten so. Insgesamt waren über 600 € einfach weg.
- Und jetzt kommt der Knackpunkt, die entscheidende Schwachstelle. Die Betrüger brauchten nur seinen Namen und seine I-Bahn. Das war alles. Die Bank
- prüft nämlich erstmal nicht, ob es dafür eine Erlaubnis gibt. Das Geld wird einfach abgebucht. Okay, das war jetzt der Schockmoment. Aber wie kann so etwas
- überhaupt passieren? Um das zu verstehen, müssen wir das System jetzt mal auseinandermen und uns ansehen, wie es eigentlich funktionieren sollte. Denn
- es gibt da ja klare Regel. Das A und O bei der ganzen Sache, das absolute Fundament ist das SEPA Lastschriftmandat. Stellt euch das
- einfach vor wie einen offiziellen Erlaubnisschein. Das ist eure schriftliche Genehmigung, mit der ihr Firma erlaubt, Geld von eurem Konto
- einzuziehen. Und die Regel ist eigentlich glasklar. Ohne diesen Zettel darf kein Geld fließen. Punkt. Für eine Firma, die Geld von euch haben will,
- gibt es einen ganz klaren Prozess. Die können nicht einfach loslegen. Zuerst müssen sie zur deutschen Bundesbank und eine sogenannte gläubiger
- Identifikationsnummer beantagen. Das ist quasi ihr offizieller Ausweis als Geldeinzieher. Dann holen Sie sich das unterschriebene
- Mandat von euch. Und ganz wichtig, Schritt 3: Bevor Sie abbuchen, müssen Sie euch eine Vorankündigung schicken, eine Preneotification.
- Erst dann, wenn das alles passiert ist, dürfen Sie zur Bank gehen. So, und jetzt kommen wir zu einem Punkt, der wirklich entscheidend ist und den die aller
- wenigsten kennen. Lastschrift ist nicht gleich Lastschrift. Es gibt zwei komplett verschiedene Systeme und zu wissen, in welcher Welt man sich da
- gerade bewegt, ist für uns alle enorm wichtig. Schauen wir uns das mal an. Links haben wir die Basislastschrift. Das ist die, die wir alle kennen für
- Verbraucher. Das Hauptmerkmal sehr hoher Verbraucherschutz. Aber und jetzt kommt der Haken, der den Wahnusbaumbetrug überhaupt erst möglich
- gemacht hat. Die Bank prüft das Mandat nicht vor der Zahlung. Rechts haben wir die Firmenlastschrift, die ist nur für Geschäfte zwischen Unternehmen. Da ist
- es genau umgekehrt. Die Bank prüft das Mandat ganz genau, bevor Geld fließt. Dafür gibt es aber hinterher so gut wie kein Rückgaberecht. Das eine System
- setzt also auf Schutz nach der Zahlung, das andere auf Sicherheit davor. Also euer erster und wichtigster Schutzschild als Verbraucher 8 Wochen.
- Innerhalb dieser Zeit könnt ihr jede Abbuchung einfach so zurückholen. Egal warum. Falscher Betrag, zu früh abgebucht oder ihr habt es euch einfach
- anders überlegt. Keine Fragen, ein Klick, Geld zurück. Aber es wird noch besser. Es gibt da sozusagen noch eine super Waffe. Wenn eine Abbuchung
- komplett ohne eure Erlaubnis erfolgt ist, also genau wie bei der Walnussbaumasche, dann habt ihr satte 13 Monate Zeit, um euer Geld
- zurückzufordern. Das ist die absolute Absicherung gegen Betrug. Okay, aber auch bei ganz normalen legitimen Zahlungen geht ja manchmal was
- schief und dann bekommt man von der Bank diese frustrierenden kryptischen Fehlermeldungen. Schauen wir uns mal an, wie wir die entschlüsseln können. AM4,
- AC01, MD01. Das sieht aus wie eine Geheimsprache, oder? Ist es aber nicht. Das ist ein
- alltägliches Problem, wenn man verstehen will, warum eine Zahlung fehlgeschlagen ist. Also, was bedeuten diese Codes denn nun wirklich? Im Grunde kann man diese
- Codes in drei simple Schubladen stecken. Schublade 1: Fehler in den Kundendaten. Meistens ein Zahlendreher in der I-Bahn. Da müssen Kunde und Firma das Problem
- gemeinsam lösen. Schublade 2: Die Aktion liegt beim Kunden. Der Klassiker ist AM04. Heißt nichts anderes als Konto nicht
- gedeckt, da müsst ihr handeln. und Schublade 3. Der Fehler liegt beim Unternehmen. Vielleicht stimmt was mit dem Mandat nicht. Da muss die Firma ran
- und das Problem lösen. So, das war jetzt eine ganze Menge Info. Fassen wir das Wichtigste noch mal zusammen. Einmal als Schutzschild für euch als Verbraucher
- und einmal als Checkliste für alle, die ein Unternehmen haben und selbst Geld einziehen wollen. Also, was ist euer Schutzschild als Verbraucher? Erstens,
- und das ist wirklich das Allerwichtigste, prüft eure Kontuszüge und zwar regelmäßig. Zweitens, merkt euch die magischen Fristen. 8 Wochen, um
- eine Abbuchung zurückzuholen, die ihr nicht wollt und 13 Monate, wenn es dafür nie eine Erlaubnis gab. Und drittens ein super wichtiger Praxistipp: Ein Mandat
- kündigt ihr immer direkt beim Unternehmen, nicht bei eurer Bank. Und jetzt die Checkliste für alle Unternehmer. Holt euch eure gläubige ID
- von der Bundesbank. Stellt sicher, dass hinter jeder einzelnen Abbuchung ein gültiges unterschriebenes Mandat steht. Baut eine saubere Verwaltung dafür auf.
- versendet immer eine Vorankündigung und ganz wichtig versteht den fundamentalen Unterschied zwischen dem Basis und dem Firmenlastschriftverfahren.
- Tja, und das Ganze hinterlässt uns mit einer entscheidenden Frage. Das System ist auf Bequemlichkeit ausgelegt, aber das geht ganz klar auf Kosten der
- Sicherheit bei der ersten Abbuchung. Wer ist denn da am Ende verantwortlich? Sind wir es, die unsere Konten ständig überwachen müssen? Oder sind es nicht
- vielleicht doch die Banken, die ein System betreiben, das diese eingebaute Schwachstelle hat? Denkt mal drüber nach.
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