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Gerund oder Infinitiv? Endlich verständlich erklärt!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 131 Zeilen
- Warum sagt man eigentlich „I like swimming“ aber „I like to swim“?
- Genau darum geht es heute, denn im Englischen gibt es zwei sehr wichtige Konstruktionen nach Verben:
- das Gerund oder Gerundium und den Infinitiv, die Grundform.
- Und genau diese beiden Verbformen werden extrem häufig verwechselt.
- Daher schauen wir sie uns in diesem Video mal genauer an.
- Legen wir also los! Starten wir erstmal mit dem sogenannten
- Gerund, oder auf Deutsch: dem Gerundium. Das Gerund ist im Grunde genommen einfach
- die In-Form eines Verbs, das wie ein Nomen verwendet wird.
- Zum Beispiel: 'Swimming is fun', 'Schwimmen macht Spaß'.
- Oder: 'Reading helps you learn'. Lesen hilft dir beim Lernen.
- Du siehst, obwohl 'swimming' und 'reading' hierbei Verben sind, funktionieren sie wie
- ein Nomen. Ganz ähnlich wie bei den substantivierten
- Verben im Deutschen, wie 'Schwimmen' im Sinne von 'das Schwimmen', 'Lesen' im Sinne
- von 'das Lesen' und 'Lernen' im Sinne von 'das Lernen'.
- Und genau hierfür verwendet man im Englischen das Gerundium oder 'Gerund'.
- Allerdings nicht immer, denn wann man nun das Gerund und wann man den Infinitiv
- verwendet, hat auch damit zu tun, welches Verb davor steht.
- Nach manchen Verben verwendet man im Englischen zum Beispiel immer das Gerund.
- Zum Beispiel nach den Verben to like, to love,
- to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop und to keep.
- Schauen wir uns dazu mal ein paar Beispielsätze an.
- Zum Beispiel den Satz: „I like learning English“.
- „Ich lerne gerne Englisch" oder: „Ich mag es, Englisch zu lernen." wortwörtlich.
- „I like learning English." oder: „I enjoy learning languages."
- „Es macht mir Spaß, Sprachen zu lernen." Oder wörtlich:
- „Ich genieße das Sprachenlernen." „I enjoy learning languages."
- Oder zum Beispiel auch: „She loves reading".
- „Sie liebt Lesen." Du siehst schon, Lesen ist hierbei groß
- geschrieben und dementsprechend haben wir die substantivierte Version, das Lesen.
- Und um das auf Englisch zu übersetzen, verwenden wir das Gerund.
- Reading. She loves reading.
- Sie liebt lesen. Du siehst also, nach all diesen Verben
- kommt immer direkt die ing-Form. Wir sagen also zum Beispiel nicht:
- 'I enjoy to learn English', sondern: 'I enjoy learning English'.
- Wir verwenden also das Gerundium und nicht den Infinitiv.
- Und genau hier passieren häufig Fehler. Merke dir also, nach den Verben 'to like,
- to love, to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop' und 'to keep'
- verwendet man nahezu immer das Gerund. Mit dem im Hinterkopf machen wir mal weiter
- mit unserer zweiten Form, dem Infinitiv, der Grundform des Verbs.
- Der Infinitiv wird im Englischen meist mit 'to' + Verbstamm gebildet.
- Zum Beispiel 'to learn', 'to go', 'to speak'
- und so weiter. Und auch hier gibt es manche Verben, nach
- denen nahezu immer der Infinitiv folgt. Zum Beispiel 'to want', 'to need',
- 'to decide', 'to plan', 'to hope' oder 'to try'. Schauen wir uns auch hierfür wieder ein
- paar Beispielsätze an. Zum Beispiel den Satz:
- 'I want to learn English', 'Ich möchte Englisch lernen'
- oder: 'She decided to leave', 'Sie hat beschlossen zu gehen'
- oder: 'Sie entschied zu gehen'. Oder zum Beispiel auch:
- 'We hope to see you soon. Wir hoffen, dich bald zu sehen.'
- Du siehst also, nach all diesen Verben verwendest du normalerweise immer 'to' + Verbstamm,
- also den Infinitiv. Wir sagen also nicht:
- 'I want learning English', sondern: 'I want to learn English'.
- Und genau deshalb ist es wichtig, diese Verbkombinationen direkt zusammen zu
- lernen. Denn ob nach dem Verb nun ein Infinitiv
- oder ein Gerund folgt, hängt sehr oft von deinem Ausgangsverb ab.
- Lerne also idealerweise zum Beispiel nicht einfach nur die Verben 'to enjoy'
- oder 'to want', sondern idealerweise die Verknüpfung direkt mit dazu.
- Zum Beispiel: 'to enjoy doing' oder: 'to want to do'.
- Genauso lernen Muttersprachler ihre Sprache übrigens auch, in Mustern und in typischen Kombinationen.
- Jetzt wird das Ganze aber noch interessanter, denn einige Verben können
- sowohl mit dem Infinitiv als auch mit dem Gerund verwendet werden.
- Zum Beispiel die Verben to like, to love, to start und to begin.
- Schauen wir uns dazu mal zwei Beispiele an. Und zwar könnten wir sowohl sagen:
- "I like swimming." "Ich mag schwimmen."
- Als auch: 'I like to swim'. 'Ich mag es zu schwimmen.'
- Grammatikalisch sind diese Sätze beide richtig.
- Allerdings haben sie eine etwas unterschiedliche Konnotation.
- Während es bei 'I like swimming' eher um Schwimmen als Hobby oder
- Freizeitbeschäftigung geht, liegt der Fokus bei 'I like to swim' eher auf der konkreten
- Handlung in einer bestimmten Situation. Zum Beispiel:
- 'I like to swim when I'm on vacation.' 'Ich schwimme gerne, wenn ich im Urlaub bin.'
- Oder: 'I like to swim in the morning.' 'Ich schwimme gerne morgens.'
- Bei 'I like swimming' geht es eher um das Hobby an sich. Zum Beispiel:
- 'I like swimming and cycling.' "Ich schwimme gerne und fahre gerne Fahrrad"
- oder: "Ich mag Schwimmen und Radfahren". Du siehst also, hier wären beide Formen
- grammatikalisch richtig, auch wenn die Form mit dem Infinitiv etwas formeller klingt,
- während die Form mit dem Gerund etwas informeller klingt.
- Und daneben gibt es auch noch ein paar wenige Verben, wie zum Beispiel "to stop"
- und "to remember", bei denen zwar auch beide Versionen grammatikalisch richtig
- wären, bei denen sich die Bedeutung aber stark unterscheidet.
- Schau dir zum Beispiel mal die folgenden beiden Sätze an, und zwar:
- "I stopped smoking" und "I stopped to smoke". Der erste Satz,
- „I stopped smoking“ verwendet dabei das Gerund und bedeutet:
- „Ich habe mit dem Rauchen aufgehört“, während der zweite Satz
- „I stopped to smoke“ den Infinitiv verwendet und eher so viel bedeutet wie
- „Ich habe angehalten, um zu rauchen." „I stopped to smoke“.
- Du siehst also, beim ersten Satz beschreibt das Gerund die Aktivität, die beendet wurde
- und beim zweiten Satz beschreibt der Infinitiv den Zweck.
- Und genau deshalb kann die Wahl zwischen Gerund und Infinitiv manchmal die komplette
- Bedeutung deines Satzes verändern. Hier mal ein weiteres wichtiges Beispiel,
- und zwar das Verb „to remember“, erinnern. Hier hätten wir die beiden Beispielsätze:
- 'I remember meeting her', also 'Ich erinnere mich daran, sie
- getroffen zu haben' und 'Remember to call her'.
- Vergess nicht, sie anzurufen. Wie du siehst, verändert sich auch hierbei
- die Bedeutung. Im ersten Satz, dem Satz mit dem Gerund,
- sagst du, dass du dich an etwas Bestimmtes erinnerst, während im zweiten Satz, dem
- Satz mit dem Infinitiv, es darum geht, dass man sich an etwas erinnern sollte oder es
- nicht vergessen sollte. Vergiss nicht, sie anzurufen.
- Remember to call her. Wie du also siehst, kann die Frage, ob
- Infinitiv oder Gerund an der ein oder anderen Stelle bedeutungsunterscheidend sein.
- Und wie wir auch gesehen haben, gibt es manche Verben, bei denen auch nur eine der
- beiden Versionen überhaupt möglich ist. Mach dir aber hierbei nicht zu viele
- Sorgen, denn wenn du hierbei mal einen Fehler machst, ist das nicht schlimm, denn
- oft erschließt sich aus dem Kontext genau, was du gemeint hast.
- Und anstatt jetzt jedes Verb einzeln auswendig zu lernen, achte lieber auf
- typische Verbkombinationen, die du selbst häufig verwendest oder häufig hörst, z.B.
- to enjoy doing, to avoid doing,
- to want to do, to plan to do, usw.
- Denn je häufiger du diese Wörter siehst und hörst, desto natürlicher fühlt es sich
- irgendwann auch an, sie selbst zu benutzen. Und mit ausreichend Wiederholung gehen sie
- automatisch in deinen Sprachgebrauch über, so wie es auch bei deiner Muttersprache der
- Fall war. Sehr gut, fassen wir zum Abschluss nochmal
- ganz kurz zusammen. Das Gerund ist die ing-Form eines Verbs,
- das wie ein Nomen verwendet wird. Zum Beispiel „swimming is fun“,
- „Schwimmen macht Spaß“ oder „I like running“,
- „Ich mag laufen“ Und es steht nie allein,
- sondern immer in Kombination mit anderen Verben, zum Beispiel to enjoy, to avoid, to finish oder to keep.
- Der Infinitiv wird hingegen mit to + Verbstamm gebildet
- und er kann sowohl alleine stehen als auch ebenfalls nach anderen Verben verwendet werden.
- Ein paar häufige Verben, nach denen immer der Infinitiv kommt, sind zum Beispiel die
- Verben to want, to decide, to hope und to need. Und daneben gibt es auch noch ein paar
- wenige Verben, bei denen beide Formen grammatikalisch richtig sind.
- Oft ist der Unterschied hier einfach nur die Konnotation.
- Doch in wenigen Fällen unterscheidet sich sogar die Bedeutung.
- Ich hoffe, ich konnte dir in diesem Video ein bisschen weiterhelfen, was den
- Unterschied zwischen dem Infinitiv und dem Gerund anbelangt.
- Und falls dir dieses Video weitergeholfen hat, dann zeig es mir doch gerne mit einem
- Daumen nach oben und abonnier gerne diesen Kanal, um kein weiteres Englischlernvideo
- mehr zu verpassen. Und falls du weiterlernen möchtest, dann
- schau dir unbedingt dieses Video als nächstes an.
- Dir auf jeden Fall vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal, dein Luca.