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Gerund oder Infinitiv? Endlich verständlich erklärt!

Englisch mit Luca7:40 729 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 131 Zeilen
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  1. Warum sagt man eigentlich „I like swimming“ aber „I like to swim“?
  2. Genau darum geht es heute, denn im Englischen gibt es zwei sehr wichtige Konstruktionen nach Verben:
  3. das Gerund oder Gerundium und den Infinitiv, die Grundform.
  4. Und genau diese beiden Verbformen werden extrem häufig verwechselt.
  5. Daher schauen wir sie uns in diesem Video mal genauer an.
  6. Legen wir also los! Starten wir erstmal mit dem sogenannten
  7. Gerund, oder auf Deutsch: dem Gerundium. Das Gerund ist im Grunde genommen einfach
  8. die In-Form eines Verbs, das wie ein Nomen verwendet wird.
  9. Zum Beispiel: 'Swimming is fun', 'Schwimmen macht Spaß'.
  10. Oder: 'Reading helps you learn'. Lesen hilft dir beim Lernen.
  11. Du siehst, obwohl 'swimming' und 'reading' hierbei Verben sind, funktionieren sie wie
  12. ein Nomen. Ganz ähnlich wie bei den substantivierten
  13. Verben im Deutschen, wie 'Schwimmen' im Sinne von 'das Schwimmen', 'Lesen' im Sinne
  14. von 'das Lesen' und 'Lernen' im Sinne von 'das Lernen'.
  15. Und genau hierfür verwendet man im Englischen das Gerundium oder 'Gerund'.
  16. Allerdings nicht immer, denn wann man nun das Gerund und wann man den Infinitiv
  17. verwendet, hat auch damit zu tun, welches Verb davor steht.
  18. Nach manchen Verben verwendet man im Englischen zum Beispiel immer das Gerund.
  19. Zum Beispiel nach den Verben to like, to love,
  20. to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop und to keep.
  21. Schauen wir uns dazu mal ein paar Beispielsätze an.
  22. Zum Beispiel den Satz: „I like learning English“.
  23. „Ich lerne gerne Englisch" oder: „Ich mag es, Englisch zu lernen." wortwörtlich.
  24. „I like learning English." oder: „I enjoy learning languages."
  25. „Es macht mir Spaß, Sprachen zu lernen." Oder wörtlich:
  26. „Ich genieße das Sprachenlernen." „I enjoy learning languages."
  27. Oder zum Beispiel auch: „She loves reading".
  28. „Sie liebt Lesen." Du siehst schon, Lesen ist hierbei groß
  29. geschrieben und dementsprechend haben wir die substantivierte Version, das Lesen.
  30. Und um das auf Englisch zu übersetzen, verwenden wir das Gerund.
  31. Reading. She loves reading.
  32. Sie liebt lesen. Du siehst also, nach all diesen Verben
  33. kommt immer direkt die ing-Form. Wir sagen also zum Beispiel nicht:
  34. 'I enjoy to learn English', sondern: 'I enjoy learning English'.
  35. Wir verwenden also das Gerundium und nicht den Infinitiv.
  36. Und genau hier passieren häufig Fehler. Merke dir also, nach den Verben 'to like,
  37. to love, to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop' und 'to keep'
  38. verwendet man nahezu immer das Gerund. Mit dem im Hinterkopf machen wir mal weiter
  39. mit unserer zweiten Form, dem Infinitiv, der Grundform des Verbs.
  40. Der Infinitiv wird im Englischen meist mit 'to' + Verbstamm gebildet.
  41. Zum Beispiel 'to learn', 'to go', 'to speak'
  42. und so weiter. Und auch hier gibt es manche Verben, nach
  43. denen nahezu immer der Infinitiv folgt. Zum Beispiel 'to want', 'to need',
  44. 'to decide', 'to plan', 'to hope' oder 'to try'. Schauen wir uns auch hierfür wieder ein
  45. paar Beispielsätze an. Zum Beispiel den Satz:
  46. 'I want to learn English', 'Ich möchte Englisch lernen'
  47. oder: 'She decided to leave', 'Sie hat beschlossen zu gehen'
  48. oder: 'Sie entschied zu gehen'. Oder zum Beispiel auch:
  49. 'We hope to see you soon. Wir hoffen, dich bald zu sehen.'
  50. Du siehst also, nach all diesen Verben verwendest du normalerweise immer 'to' + Verbstamm,
  51. also den Infinitiv. Wir sagen also nicht:
  52. 'I want learning English', sondern: 'I want to learn English'.
  53. Und genau deshalb ist es wichtig, diese Verbkombinationen direkt zusammen zu
  54. lernen. Denn ob nach dem Verb nun ein Infinitiv
  55. oder ein Gerund folgt, hängt sehr oft von deinem Ausgangsverb ab.
  56. Lerne also idealerweise zum Beispiel nicht einfach nur die Verben 'to enjoy'
  57. oder 'to want', sondern idealerweise die Verknüpfung direkt mit dazu.
  58. Zum Beispiel: 'to enjoy doing' oder: 'to want to do'.
  59. Genauso lernen Muttersprachler ihre Sprache übrigens auch, in Mustern und in typischen Kombinationen.
  60. Jetzt wird das Ganze aber noch interessanter, denn einige Verben können
  61. sowohl mit dem Infinitiv als auch mit dem Gerund verwendet werden.
  62. Zum Beispiel die Verben to like, to love, to start und to begin.
  63. Schauen wir uns dazu mal zwei Beispiele an. Und zwar könnten wir sowohl sagen:
  64. "I like swimming." "Ich mag schwimmen."
  65. Als auch: 'I like to swim'. 'Ich mag es zu schwimmen.'
  66. Grammatikalisch sind diese Sätze beide richtig.
  67. Allerdings haben sie eine etwas unterschiedliche Konnotation.
  68. Während es bei 'I like swimming' eher um Schwimmen als Hobby oder
  69. Freizeitbeschäftigung geht, liegt der Fokus bei 'I like to swim' eher auf der konkreten
  70. Handlung in einer bestimmten Situation. Zum Beispiel:
  71. 'I like to swim when I'm on vacation.' 'Ich schwimme gerne, wenn ich im Urlaub bin.'
  72. Oder: 'I like to swim in the morning.' 'Ich schwimme gerne morgens.'
  73. Bei 'I like swimming' geht es eher um das Hobby an sich. Zum Beispiel:
  74. 'I like swimming and cycling.' "Ich schwimme gerne und fahre gerne Fahrrad"
  75. oder: "Ich mag Schwimmen und Radfahren". Du siehst also, hier wären beide Formen
  76. grammatikalisch richtig, auch wenn die Form mit dem Infinitiv etwas formeller klingt,
  77. während die Form mit dem Gerund etwas informeller klingt.
  78. Und daneben gibt es auch noch ein paar wenige Verben, wie zum Beispiel "to stop"
  79. und "to remember", bei denen zwar auch beide Versionen grammatikalisch richtig
  80. wären, bei denen sich die Bedeutung aber stark unterscheidet.
  81. Schau dir zum Beispiel mal die folgenden beiden Sätze an, und zwar:
  82. "I stopped smoking" und "I stopped to smoke". Der erste Satz,
  83. „I stopped smoking“ verwendet dabei das Gerund und bedeutet:
  84. „Ich habe mit dem Rauchen aufgehört“, während der zweite Satz
  85. „I stopped to smoke“ den Infinitiv verwendet und eher so viel bedeutet wie
  86. „Ich habe angehalten, um zu rauchen." „I stopped to smoke“.
  87. Du siehst also, beim ersten Satz beschreibt das Gerund die Aktivität, die beendet wurde
  88. und beim zweiten Satz beschreibt der Infinitiv den Zweck.
  89. Und genau deshalb kann die Wahl zwischen Gerund und Infinitiv manchmal die komplette
  90. Bedeutung deines Satzes verändern. Hier mal ein weiteres wichtiges Beispiel,
  91. und zwar das Verb „to remember“, erinnern. Hier hätten wir die beiden Beispielsätze:
  92. 'I remember meeting her', also 'Ich erinnere mich daran, sie
  93. getroffen zu haben' und 'Remember to call her'.
  94. Vergess nicht, sie anzurufen. Wie du siehst, verändert sich auch hierbei
  95. die Bedeutung. Im ersten Satz, dem Satz mit dem Gerund,
  96. sagst du, dass du dich an etwas Bestimmtes erinnerst, während im zweiten Satz, dem
  97. Satz mit dem Infinitiv, es darum geht, dass man sich an etwas erinnern sollte oder es
  98. nicht vergessen sollte. Vergiss nicht, sie anzurufen.
  99. Remember to call her. Wie du also siehst, kann die Frage, ob
  100. Infinitiv oder Gerund an der ein oder anderen Stelle bedeutungsunterscheidend sein.
  101. Und wie wir auch gesehen haben, gibt es manche Verben, bei denen auch nur eine der
  102. beiden Versionen überhaupt möglich ist. Mach dir aber hierbei nicht zu viele
  103. Sorgen, denn wenn du hierbei mal einen Fehler machst, ist das nicht schlimm, denn
  104. oft erschließt sich aus dem Kontext genau, was du gemeint hast.
  105. Und anstatt jetzt jedes Verb einzeln auswendig zu lernen, achte lieber auf
  106. typische Verbkombinationen, die du selbst häufig verwendest oder häufig hörst, z.B.
  107. to enjoy doing, to avoid doing,
  108. to want to do, to plan to do, usw.
  109. Denn je häufiger du diese Wörter siehst und hörst, desto natürlicher fühlt es sich
  110. irgendwann auch an, sie selbst zu benutzen. Und mit ausreichend Wiederholung gehen sie
  111. automatisch in deinen Sprachgebrauch über, so wie es auch bei deiner Muttersprache der
  112. Fall war. Sehr gut, fassen wir zum Abschluss nochmal
  113. ganz kurz zusammen. Das Gerund ist die ing-Form eines Verbs,
  114. das wie ein Nomen verwendet wird. Zum Beispiel „swimming is fun“,
  115. „Schwimmen macht Spaß“ oder „I like running“,
  116. „Ich mag laufen“ Und es steht nie allein,
  117. sondern immer in Kombination mit anderen Verben, zum Beispiel to enjoy, to avoid, to finish oder to keep.
  118. Der Infinitiv wird hingegen mit to + Verbstamm gebildet
  119. und er kann sowohl alleine stehen als auch ebenfalls nach anderen Verben verwendet werden.
  120. Ein paar häufige Verben, nach denen immer der Infinitiv kommt, sind zum Beispiel die
  121. Verben to want, to decide, to hope und to need. Und daneben gibt es auch noch ein paar
  122. wenige Verben, bei denen beide Formen grammatikalisch richtig sind.
  123. Oft ist der Unterschied hier einfach nur die Konnotation.
  124. Doch in wenigen Fällen unterscheidet sich sogar die Bedeutung.
  125. Ich hoffe, ich konnte dir in diesem Video ein bisschen weiterhelfen, was den
  126. Unterschied zwischen dem Infinitiv und dem Gerund anbelangt.
  127. Und falls dir dieses Video weitergeholfen hat, dann zeig es mir doch gerne mit einem
  128. Daumen nach oben und abonnier gerne diesen Kanal, um kein weiteres Englischlernvideo
  129. mehr zu verpassen. Und falls du weiterlernen möchtest, dann
  130. schau dir unbedingt dieses Video als nächstes an.
  131. Dir auf jeden Fall vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal, dein Luca.

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