Gerund oder Infinitiv? Endlich verständlich erklärt! Englisch mit Luca https://www.youtube.com/watch?v=QlwOOQ4z2vA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Warum sagt man eigentlich „I like swimming“ aber „I like to swim“? 0:04 Genau darum geht es heute, denn im Englischen gibt es zwei sehr wichtige Konstruktionen nach Verben: 0:10 das Gerund oder Gerundium und den Infinitiv, die Grundform. 0:13 Und genau diese beiden Verbformen werden extrem häufig verwechselt. 0:17 Daher schauen wir sie uns in diesem Video mal genauer an. 0:20 Legen wir also los! Starten wir erstmal mit dem sogenannten 0:26 Gerund, oder auf Deutsch: dem Gerundium. Das Gerund ist im Grunde genommen einfach 0:31 die In-Form eines Verbs, das wie ein Nomen verwendet wird. 0:34 Zum Beispiel: 'Swimming is fun', 'Schwimmen macht Spaß'. 0:37 Oder: 'Reading helps you learn'. Lesen hilft dir beim Lernen. 0:41 Du siehst, obwohl 'swimming' und 'reading' hierbei Verben sind, funktionieren sie wie 0:45 ein Nomen. Ganz ähnlich wie bei den substantivierten 0:48 Verben im Deutschen, wie 'Schwimmen' im Sinne von 'das Schwimmen', 'Lesen' im Sinne 0:52 von 'das Lesen' und 'Lernen' im Sinne von 'das Lernen'. 0:55 Und genau hierfür verwendet man im Englischen das Gerundium oder 'Gerund'. 0:59 Allerdings nicht immer, denn wann man nun das Gerund und wann man den Infinitiv 1:03 verwendet, hat auch damit zu tun, welches Verb davor steht. 1:06 Nach manchen Verben verwendet man im Englischen zum Beispiel immer das Gerund. 1:10 Zum Beispiel nach den Verben to like, to love, 1:13 to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop und to keep. 1:19 Schauen wir uns dazu mal ein paar Beispielsätze an. 1:21 Zum Beispiel den Satz: „I like learning English“. 1:24 „Ich lerne gerne Englisch" oder: „Ich mag es, Englisch zu lernen." wortwörtlich. 1:28 „I like learning English." oder: „I enjoy learning languages." 1:32 „Es macht mir Spaß, Sprachen zu lernen." Oder wörtlich: 1:35 „Ich genieße das Sprachenlernen." „I enjoy learning languages." 1:39 Oder zum Beispiel auch: „She loves reading". 1:41 „Sie liebt Lesen." Du siehst schon, Lesen ist hierbei groß 1:44 geschrieben und dementsprechend haben wir die substantivierte Version, das Lesen. 1:48 Und um das auf Englisch zu übersetzen, verwenden wir das Gerund. 1:51 Reading. She loves reading. 1:53 Sie liebt lesen. Du siehst also, nach all diesen Verben 1:56 kommt immer direkt die ing-Form. Wir sagen also zum Beispiel nicht: 1:59 'I enjoy to learn English', sondern: 'I enjoy learning English'. 2:04 Wir verwenden also das Gerundium und nicht den Infinitiv. 2:07 Und genau hier passieren häufig Fehler. Merke dir also, nach den Verben 'to like, 2:11 to love, to enjoy, to hate, to avoid, to finish, to stop' und 'to keep' 2:16 verwendet man nahezu immer das Gerund. Mit dem im Hinterkopf machen wir mal weiter 2:21 mit unserer zweiten Form, dem Infinitiv, der Grundform des Verbs. 2:25 Der Infinitiv wird im Englischen meist mit 'to' + Verbstamm gebildet. 2:29 Zum Beispiel 'to learn', 'to go', 'to speak' 2:32 und so weiter. Und auch hier gibt es manche Verben, nach 2:35 denen nahezu immer der Infinitiv folgt. Zum Beispiel 'to want', 'to need', 2:39 'to decide', 'to plan', 'to hope' oder 'to try'. Schauen wir uns auch hierfür wieder ein 2:44 paar Beispielsätze an. Zum Beispiel den Satz: 2:47 'I want to learn English', 'Ich möchte Englisch lernen' 2:50 oder: 'She decided to leave', 'Sie hat beschlossen zu gehen' 2:54 oder: 'Sie entschied zu gehen'. Oder zum Beispiel auch: 2:56 'We hope to see you soon. Wir hoffen, dich bald zu sehen.' 3:00 Du siehst also, nach all diesen Verben verwendest du normalerweise immer 'to' + Verbstamm, 3:04 also den Infinitiv. Wir sagen also nicht: 3:06 'I want learning English', sondern: 'I want to learn English'. 3:10 Und genau deshalb ist es wichtig, diese Verbkombinationen direkt zusammen zu 3:14 lernen. Denn ob nach dem Verb nun ein Infinitiv 3:17 oder ein Gerund folgt, hängt sehr oft von deinem Ausgangsverb ab. 3:20 Lerne also idealerweise zum Beispiel nicht einfach nur die Verben 'to enjoy' 3:23 oder 'to want', sondern idealerweise die Verknüpfung direkt mit dazu. 3:27 Zum Beispiel: 'to enjoy doing' oder: 'to want to do'. 3:31 Genauso lernen Muttersprachler ihre Sprache übrigens auch, in Mustern und in typischen Kombinationen. 3:36 Jetzt wird das Ganze aber noch interessanter, denn einige Verben können 3:39 sowohl mit dem Infinitiv als auch mit dem Gerund verwendet werden. 3:43 Zum Beispiel die Verben to like, to love, to start und to begin. 3:47 Schauen wir uns dazu mal zwei Beispiele an. Und zwar könnten wir sowohl sagen: 3:51 "I like swimming." "Ich mag schwimmen." 3:54 Als auch: 'I like to swim'. 'Ich mag es zu schwimmen.' 3:57 Grammatikalisch sind diese Sätze beide richtig. 3:59 Allerdings haben sie eine etwas unterschiedliche Konnotation. 4:01 Während es bei 'I like swimming' eher um Schwimmen als Hobby oder 4:05 Freizeitbeschäftigung geht, liegt der Fokus bei 'I like to swim' eher auf der konkreten 4:09 Handlung in einer bestimmten Situation. Zum Beispiel: 4:12 'I like to swim when I'm on vacation.' 'Ich schwimme gerne, wenn ich im Urlaub bin.' 4:16 Oder: 'I like to swim in the morning.' 'Ich schwimme gerne morgens.' 4:19 Bei 'I like swimming' geht es eher um das Hobby an sich. Zum Beispiel: 4:22 'I like swimming and cycling.' "Ich schwimme gerne und fahre gerne Fahrrad" 4:26 oder: "Ich mag Schwimmen und Radfahren". Du siehst also, hier wären beide Formen 4:30 grammatikalisch richtig, auch wenn die Form mit dem Infinitiv etwas formeller klingt, 4:33 während die Form mit dem Gerund etwas informeller klingt. 4:36 Und daneben gibt es auch noch ein paar wenige Verben, wie zum Beispiel "to stop" 4:39 und "to remember", bei denen zwar auch beide Versionen grammatikalisch richtig 4:43 wären, bei denen sich die Bedeutung aber stark unterscheidet. 4:46 Schau dir zum Beispiel mal die folgenden beiden Sätze an, und zwar: 4:49 "I stopped smoking" und "I stopped to smoke". Der erste Satz, 4:53 „I stopped smoking“ verwendet dabei das Gerund und bedeutet: 4:57 „Ich habe mit dem Rauchen aufgehört“, während der zweite Satz 5:00 „I stopped to smoke“ den Infinitiv verwendet und eher so viel bedeutet wie 5:04 „Ich habe angehalten, um zu rauchen." „I stopped to smoke“. 5:07 Du siehst also, beim ersten Satz beschreibt das Gerund die Aktivität, die beendet wurde 5:11 und beim zweiten Satz beschreibt der Infinitiv den Zweck. 5:13 Und genau deshalb kann die Wahl zwischen Gerund und Infinitiv manchmal die komplette 5:17 Bedeutung deines Satzes verändern. Hier mal ein weiteres wichtiges Beispiel, 5:21 und zwar das Verb „to remember“, erinnern. Hier hätten wir die beiden Beispielsätze: 5:24 'I remember meeting her', also 'Ich erinnere mich daran, sie 5:28 getroffen zu haben' und 'Remember to call her'. 5:31 Vergess nicht, sie anzurufen. Wie du siehst, verändert sich auch hierbei 5:34 die Bedeutung. Im ersten Satz, dem Satz mit dem Gerund, 5:37 sagst du, dass du dich an etwas Bestimmtes erinnerst, während im zweiten Satz, dem 5:40 Satz mit dem Infinitiv, es darum geht, dass man sich an etwas erinnern sollte oder es 5:44 nicht vergessen sollte. Vergiss nicht, sie anzurufen. 5:46 Remember to call her. Wie du also siehst, kann die Frage, ob 5:50 Infinitiv oder Gerund an der ein oder anderen Stelle bedeutungsunterscheidend sein. 5:54 Und wie wir auch gesehen haben, gibt es manche Verben, bei denen auch nur eine der 5:57 beiden Versionen überhaupt möglich ist. Mach dir aber hierbei nicht zu viele 6:00 Sorgen, denn wenn du hierbei mal einen Fehler machst, ist das nicht schlimm, denn 6:03 oft erschließt sich aus dem Kontext genau, was du gemeint hast. 6:06 Und anstatt jetzt jedes Verb einzeln auswendig zu lernen, achte lieber auf 6:09 typische Verbkombinationen, die du selbst häufig verwendest oder häufig hörst, z.B. 6:13 to enjoy doing, to avoid doing, 6:17 to want to do, to plan to do, usw. 6:20 Denn je häufiger du diese Wörter siehst und hörst, desto natürlicher fühlt es sich 6:24 irgendwann auch an, sie selbst zu benutzen. Und mit ausreichend Wiederholung gehen sie 6:28 automatisch in deinen Sprachgebrauch über, so wie es auch bei deiner Muttersprache der 6:31 Fall war. Sehr gut, fassen wir zum Abschluss nochmal 6:34 ganz kurz zusammen. Das Gerund ist die ing-Form eines Verbs, 6:37 das wie ein Nomen verwendet wird. Zum Beispiel „swimming is fun“, 6:40 „Schwimmen macht Spaß“ oder „I like running“, 6:43 „Ich mag laufen“ Und es steht nie allein, 6:45 sondern immer in Kombination mit anderen Verben, zum Beispiel to enjoy, to avoid, to finish oder to keep. 6:51 Der Infinitiv wird hingegen mit to + Verbstamm gebildet 6:55 und er kann sowohl alleine stehen als auch ebenfalls nach anderen Verben verwendet werden. 6:59 Ein paar häufige Verben, nach denen immer der Infinitiv kommt, sind zum Beispiel die 7:02 Verben to want, to decide, to hope und to need. Und daneben gibt es auch noch ein paar 7:08 wenige Verben, bei denen beide Formen grammatikalisch richtig sind. 7:11 Oft ist der Unterschied hier einfach nur die Konnotation. 7:14 Doch in wenigen Fällen unterscheidet sich sogar die Bedeutung. 7:17 Ich hoffe, ich konnte dir in diesem Video ein bisschen weiterhelfen, was den 7:19 Unterschied zwischen dem Infinitiv und dem Gerund anbelangt. 7:22 Und falls dir dieses Video weitergeholfen hat, dann zeig es mir doch gerne mit einem 7:26 Daumen nach oben und abonnier gerne diesen Kanal, um kein weiteres Englischlernvideo 7:29 mehr zu verpassen. Und falls du weiterlernen möchtest, dann 7:32 schau dir unbedingt dieses Video als nächstes an. 7:35 Dir auf jeden Fall vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal, dein Luca.