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Wie Gletscher Deutschland formten | Terra X plus
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 23 Zeilen
- In diesem Video erfahrt ihr, wie Gletscher die Welt verändert haben. Teile Europas unter Eis. Das gab es mal. Denn vor langer Zeit fiel mehr Schnee, als tauen konnte.
- Das Gewicht presste die Schneemassen zusammen und Gletscher entstanden. Noch heute könnt ihr Spuren dieser Gletscher entdecken.
- Wie diesen Steinbrocken im Hamburger Hafen. Er ist 220 Tonnen schwer und stammt eigentlich aus Schweden. Deshalb heißt er "Alter Schwede"! Könnt ihr euch vorstellen, wie er hierherkam? Definitiv nicht mit einem Schiff.
- Er wurde in der Elbe entdeckt, in 15 Metern Tiefe, und geborgen. Was dieser Stein mit Gletschern zu tun hat, erfahrt ihr gleich.
- Denn um das Rätsel zu lösen, müssen wir erst in die Vergangenheit reisen: Die Erde kühlte vor etwa 2,7 Mio Jahren ab und das Eiszeitalter begann.
- Ein Grund für diese Abkühlung war, dass sich die Umlaufbahn der Erde um die Sonne änderte. Aber, es gab nicht nur eine Eiszeit. Warm- und Kaltzeiten wechselten sich ab.
- Während der letzten Kaltzeit in Mitteleuropa, vor 20.000 Jahren, reichte das Eis aus dem Norden bis zu den Mittelgebirgen ... ... und aus dem Süden gelangte es bis weit ins Alpenvorland. Die Mitte Deutschlands aber blieb eisfrei.
- Die eisfreien Zonen waren Kältesteppe, oder Tundra, und hier suchten große Tiere nach Nahrung. Zum Beispiel Wollnashörner und Mammuts. Damals war es etwa sechs Grad kälter als heute. Unsere Vorfahren suchten Schutz in Höhlen.
- Weil es wenig Holz gab, machten sie ihr Feuer aus Knochen. Heute erkundet der Geologe Colin Devey die Welt der Gletscher.
- "Man spürt das Gewicht dieser enormen Eismassen über dem Kopf. Ich weiß nicht wie viel es tatsächlich ist und ich will es eigentlich nicht wissen." "Was hier wunderschönes durchsichtiges Eis ist, ist vor einigen hundert Jahren oben in den Bergen als Schnee gefallen."
- "Zusammengepresst denn durch das Eigengewicht ist es jetzt diese durchsichtige Masse." "Das letzte Eiszeit fing vor ungefähr zweieinhalb Millionen Jahren an."
- "Wie man sieht aber das Eiszeit ist nicht nur ein zufrieren und stopp, sondern das Eis kommt und geht – es stoßt vor und zieht sich zurück." "Das hat damit zu tun, dass während einer Eiszeit es ein bisschen wärmer oder ein bisschen kälter wird."
- "Die genauen Gründe dafür, die kennen wir nicht im Detail. Das letzte Mal, dass eine Kälteperiode hier war endete vor etwa 10tausend Jahren." "Seitdem ziehen sich die Gletscher zurück. Und wenn sie hören im Hintergrund der Bach - dass ist Schmelzwasser. Dieser Gletscher schmilzt."
- Auch in Deutschland geht es den Gletschern immer schlechter. Unter anderem beeinflusst vom Klimawandel. Sehen kann man das auf der Zugspitze, dem höchsten Berg der deutschen Alpen.
- 35.000 Kubikmeter Wasser, das sind 35 Millionen 1 Liter Flaschen. Und so viel verliert der Schneeferner Gletscher in einem besonders heißen Sommer.
- Der Geologe Roland Eichhorn beobachtet diesen Gletscher schon lange. "Hinter mir ist der letzte Rest des Gletschers auf der Zugspitze. Dieser Gletscher war vor hundertfünfzig Jahren acht Mal so groß, so voluminös."
- "Wir müssen davon ausgehen, dass in dreißig Jahren auch dieser letzte Rest geschmolzen sein und Deutschland Gletscher-frei sein wird." Doch Gletscher haben Superkräfte: sie halten den Berg zusammen. Schmilzt das Eis, können Teile abbrechen.
- So wie vor 4.000 Jahren. Da brach ein Teil der Zugspitze ab und schuf einen riesigen Krater. Heute ein bekannter See in den bayerischen Alpen: der Eibsee! Gletscher haben also echte Superkräfte. Sie verändern Landschaften: in den Alpen, aber auch im Norden Deutschlands.
- Während der Eiszeiten schoben sich Gletscher übers Land und hinterließen typische Formen: die als Glaziale Serie bezeichnet werden. Eis und Geröll schliffen das Land ab: der Norden wurde flach.
- Die Gletscher schoben das Geröll vor sich her und es entstand hügelige Landschaften. Und als dann das Eis taute, schafft schuf das Schmelzwasser riesige Urstromtäler, wie das Tal der Elbe.
- Und an diesem Flussufer liegt im Hamburger Hafen der Findling aus Schweden. Er wiegt so viel wie 220 Autos zusammen. Die Kraft der Gletscher hat ihn bis hierher gebracht. Ein echtes Überbleibsel aus dem Eiszeitalter.
- Wo habt ihr schon Überbleibsel aus der Eiszeit gesehen? Schreibt es uns unten in die Kommentare. Wenn Ihr wissen möchtet, welche anderen Kräfte Landschaften verändern, haben wir hier ein Video für Euch verlinkt.
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