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Nudging: Kennst du diese Psychotricks? | Terra Xplore mit Thora Schubert
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 277 Zeilen
- Manchmal bin ich ein bisschen bequem und faul - und ich wette, ihr auch.
- Aber mit nur einem kleinen Stups in die richtige Richtung macht man dann doch das Richtige.
- Das Richtige tun heißt zum Beispiel, seinen Müll in so einen Mülleimer
- zu werfen und nicht einfach irgendwo in die Gegend.
- Das würde ich jetzt auch nicht machen, aber mit so einem lustigen Spruch macht es doch gleich viel mehr Spaß.
- Wir alle erleben jeden Tag mehrere solcher Anstupser und oft sogar
- ohne sie zu bemerken. Wie genau funktioniert dieses
- Anstupsen. Und wie stark lassen wir uns in unseren Entscheidungen
- davon beeinflussen? Das will ich heute rausfinden.
- Der Fachbegriff für dieses Anstupsen ist Nudging.
- Nudging kommt aus dem Englischen und bedeutet schubsen, stupsen
- oder anstoßen. Und es soll ohne Regeln und Verbote
- unsere Entscheidungen in eine positive Richtung beeinflussen.
- In der menschlichen Verhaltensökonomie geht es darum, dass wir unsere
- Entscheidungen nicht immer ganz rational treffen.
- Wir mögen zwar gute Vorsätze haben, so was wie unseren Müll immer in den
- Abfalleimer zu werfen oder uns gesund zu ernähren, aber das reicht
- nicht unbedingt aus. Um Entscheidungsfehler und schlechte
- Angewohnheiten auszugleichen kommen diese Nudges, diese Anstupser, zum
- Einsatz. Teilweise, ohne dass wir es bemerken.
- Geprägt haben den Begriff Nudging der US-amerikanische
- Wirtschaftswissenschaftler Richard Thaler und der ebenfalls aus den USA
- stammende Rechtswissenschaftler Cass Sunstein.
- Wichtig ist ihnen, dass ein Nudge kein Verbot ist und keine Anordnung,
- sondern eben ein Stups. Wo begegnen uns Nudges in unserem
- Alltag? Wer nutzt Nudging?
- Und ist das überhaupt okay, wenn unsere Entscheidungen durch Nudges
- beeinflusst werden? Um diese Fragen zu klären, treffe
- ich Falk Uebernickel. Er ist Professor für "Design
- Thinking" hier am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.
- Als "Design Thinker" sucht er nach Lösungen für verschiedene Probleme
- und schaut dabei aus der Perspektive des Nutzers.
- Dafür beschäftigt er sich auch mit der Wirkung von Nudging.
- Wurdest du heute schon genudged? Ja, mit Sicherheit.
- Hast du irgendwas bemerkt? Ja, also wenn man sich mit dem Thema
- beschäftigt, sieht man überall Nudges. Das fängt zum Beispiel
- an Bahnsteigen an oder an Bahnhöfen mit kleinen Zeichen, die einen
- lenken, die einem sagen, wo man überhaupt langlaufen sollte.
- Wo wird man denn so in seinem Leben genudged? Kannst du ein paar
- Beispiele geben? Ja klar. Also in der digitalen Welt
- fängt es zum Beispiel an mit Smartwatches.
- Es gibt viele indirekte Nudges, zum Beispiel, dass man mal
- aufstehen soll. Man saß zu lang und man
- wird dort geprimt, dass man zum Beispiel aufstehen
- kann. Ein anderes Beispiel ist meine
- Fitness- Tracker App. Ich werde dann hin und wieder
- benachrichtigt, mehr zu tun oder vielleicht auch ausgezeichnet, wenn
- ich gerade besonders viel getan habe an sportlicher Bewegung.
- Wer nudged denn? Gute Frage.
- Ich denke – jeder kann nudgen. Okay. Und wer tut es?
- Ja, auf jeden Fall mal Unternehmen. Das können zum Beispiel Airlines
- sein, die einem zum Beispiel anzeigen, dass angeblich nur noch
- zwei Plätze verfügbar sind zu einem bestimmten Preis.
- Ich kann mich also trotzdem noch entscheiden, einen anderen Sitzplatz
- zu nehmen, ich kann mich auch entscheiden, später zu buchen
- als zu dem Zeitpunkt. Aber die versuchen natürlich durch
- eine gezielte Manipulation in dem Fall, einen dazu zu
- bewegen, jetzt zu buchen, weil angeblich noch zwei Plätze frei
- sind. Wie kann man denn Nudging von
- Manipulation abgrenzen? Oder ist Nudging eine Form
- der Manipulation? Nutzer, und das ist die Definition
- von Nudging, haben die volle Wahlfreiheit. Sie können also sich
- für das eine als auch das andere entscheiden. Man versucht nur durch
- diesen Anstupser, den Nudge, Menschen in eine bestimmte
- Richtung zu bekommen. Und das differenziert
- es, denke ich, schon mal zunächst von der Manipulation.
- Denn die Manipulation schränkt auch ein, sie hält
- vor. Nun ist es aber so, dass es auch
- Nudges gibt, die im Grenzbereich mit Sicherheit liegen können, die
- also sowohl Nudges sind als auch manipulativ.
- Ich will euch mal ein paar wissenschaftlich untersuchte
- Erfolgsgeschichten von Nudging erzählen.
- Ein US-amerikanisches Forscherteam hat in einem Supermarkt mit buntem
- Klebeband die Einkaufswagen sauber in zwei Hälften geteilt und
- Flugblätter verteilt, auf denen steht, dass man sein Obst und Gemüse
- in den vorderen Teil des Wagens legen soll.
- Dadurch konnte pro Kunde der durchschnittliche Obst- und
- Gemüseeinkaufswert von 3,99 auf 8,85 gesteigert
- werden. Am Bahnhof Berlin Zoologischer
- Garten wurden die Treppen mit lustigen Sprüchen beklebt.
- So was wie "A TREPPE A DAY KEEPS THE DOCTOR AWAY".
- Und diese simple Maßnahme hat dazu geführt, dass 14 Prozent mehr
- Menschen die Treppe genommen haben. Mich hat dieser Trinkbrunnen gerade
- ganz plump dazu genudged, Wasser zu trinken.
- Welche Nudges sind euch schon in eurem Alltag aufgefallen? Schreibt
- uns das gerne unten in die Kommentare.
- Und wenn ihr einmal da seid, lasst uns auch noch ein Abo da.
- Es sind ja nicht nur Unternehmen die nudgen, sondern auch Regierungen.
- Ist das dann nicht problematisch? Ja, es gibt Teile von
- Regierungsorganisationen, die mit diesem Auftrag befasst sind,
- Nudging durchzuführen. Im Vereinigten Königreich gab es zum
- Beispiel eine solche Unit, diese "Behavioural Insights Teams". Und deren Auftrag ist, erst einmal
- grundsätzlich sich mehr damit zu befassen, wie Bürgerinnen und
- Bürger ein besseres Leben in dem Land erzielen können.
- Und solche Organisationen, egal ob sie jetzt zur Regierung
- gehören oder ob sie regierungsnah sind, sollten natürlich
- aus meiner persönlichen Sicht kontrolliert, überwacht werden.
- Und auch diese Standards, die sie einsetzen und anwenden,
- regelmäßig überprüft werden. Würdest du sagen, es ist erstrebenswert,
- dass mehr Leute auch sensibilisiert werden dafür, dass es Nudging gibt,
- wie das funktioniert und auch erkennen, wenn sie genudged werden?
- Ja, absolut. Also aus meiner Sicht ist es
- eine Thematik, die ganz früh ansetzen muss, bereits in der
- Schule. Das Ziel muss halt sein, dass
- das Menschen das eben im täglichen Leben erkennen können und dann in
- ihren eigenen Kontext einordnen und darüber dann auch sinnvolle
- Entscheidungen für sich selbst treffen können.
- Ich treffe gleich einen Kollegen von Falk Uebernickel – nämlich Vincent
- Bermann. Er ist auch ein "Design Thinker" und
- hat ein Experiment entwickelt, das hier gerade seit einer Woche läuft.
- Es geht um Nudging und Nachhaltigkeit.
- Echt bequeme Stühle. Ja.
- Ihr habt ja jetzt extra für uns ein kleines Experiment gestartet.
- Ja. Erzähl mal, was genau läuft
- da? Also, wir sind jetzt hier neu
- ins Haus eingezogen und unten drunter hat eine Cafeteria
- aufgemacht. Und aus Nachhaltigkeitsaspekten
- dachten wir, den veganen und vegetarischen Lebensstil etwas in
- den Mittelpunkt zu heben und zu schauen, ob wir es schaffen,
- den Prozentanteil der vegetarischen und veganen Gerichte in dieser Woche
- zu steigern. Durch Nudges.
- Durch Nudges. Okay, wie sehen die aus?
- Wir haben uns für einfache Plakate entschieden.
- Sind das die hier? Genau das die. Es ist so,
- dass 60 Prozent aller Gerichte,
- die unten verkauft werden, vegetarische oder vegane Gerichte
- sind. Das ist schon eine Menge.
- Das ist verdammt viel. Meist ist es in der
- Verhaltensforschung so, dass, wenn man Ziele von 15 bis
- 20 Prozent vorgibt, sie erreichbar scheinen und
- den Leuten sozusagen auch etwas realistisches vorgeben.
- Also dachten wir, okay, wie können wir es gemeinsam schaffen,
- diese Anzahl von 60 Prozent auf 80 Prozent anzuheben?
- Zum einen ist ein Nudge eben Feedback.
- Und zum anderen ist ein Nudge, ein Ziel zu setzen, und
- das haben wir sozusagen in dem oberen Teil abgedeckt.
- Kann man die Ergebnisse dann irgendwie verallgemeinern?
- Da wäre ich vorsichtig. Wenn wir es als vollwertiges
- Experiment veröffentlichen wollen würden, dann müssen wir viele
- Faktoren kontrollieren. Dann bin ich mal gespannt, was bei
- dem Versuch hier in der Cafeteria rauskommt. Die Ergebnisse zeigen wir
- euch später. Warum funktioniert Nudging
- überhaupt? Dafür müssen wir uns einmal
- anschauen, wie wir eigentlich Entscheidungen treffen.
- Es wird geschätzt, dass wir ungefähr 20.000 Entscheidungen am Tag
- treffen, also im Durchschnitt eine alle drei Sekunden.
- Das meiste davon sind natürlich Kleinigkeiten, so was wie, ob
- ich mir jetzt noch mal Wasser nachschenke oder ob ich beim
- Autofahren jetzt hochschalte oder ob ich beim Telefonieren liege,
- sitze oder durch den Raum laufe. Aber wir treffen freilich auch
- komplexere Entscheidungen. Dafür haben wir, zumindest geht die
- Psychologie aktuell davon aus, zwei konkurrierende Denksysteme.
- Das eine arbeitet intuitiv und schnell.
- Das andere arbeitet analytischer und erlaubt es uns, rationalere
- Entscheidungen zu treffen und auch längerfristige Ziele zu verfolgen.
- Oft machen uns dann aber spontane Impulse und Umweltreize doch
- einen Strich durch die Rechnung. Ganz oft entscheiden wir uns für die
- kurzfristige Freude und nicht für das, was wir längerfristig
- eigentlich wollen. Und hier setzt Nudging an,
- wenn wir unsere Umwelt so gestalten, dass wir auch mit dem impulshaften,
- spontanen Denken zu dem Ergebnis kommen, dass wir auch
- längerfristig analytisch haben wollen, dann haben wir was gewonnen.
- Hier ist jetzt die Cafeteria, wo das Experiment gerade läuft.
- Die Plakate hängen schon hier an den Türen – überall.
- Und das Essen, das klingt eigentlich auch ganz lecker.
- Und Vincent hat noch etwas geändert. Er hat die Fleischgerichte ans Ende
- der Essensausgabe verbannt. Die Studierenden entdecken also
- zuerst das vegetarische und vegane Gericht.
- Mal sehen, wie der Nudge so ankommt. Für welches Essen hast du dich entschieden?
- Ich habe mich für das Gemüsecurry entschieden.
- Das ist vegan. Das ist sogar vegan, ja.
- Hast du beim Reinkommen diese Plakate gesehen?
- Ich habe die schon vor ein paar Tagen gesehen und fand das sehr
- interessant. Und an dem Tag, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, habe
- ich mich auch noch mal für das vegane enschieden, glaube ich.
- Ich hab mich für die Spätzle mit Steinpilzen entschieden. Gute Wahl, würde ich sagen.
- Hast du beim Reinkommen diese Plakate gesehen?
- Ja. Hat dich das in deiner Entscheidungen irgendwie beeinflusst?
- Nein. Do you think they influenced your decision today?
- Definitly! I feel like I am more conscious about my choices rather then being someone else. Maybe I do know and dont have this knowledge I
- wouldn’t be that conscious about it. Guten. Guten Hunger, guten Appetit.
- Wir habe jetzt mit ein paar Leuten geredet, ob sie die Plakate mitbekommen haben
- und so weiter. Und.
- Ich hatte mir mehr, mehr Effekt tatsächlich vorgestellt.
- Was haben sie denn so gesagt? Viele haben so was gesagt wie: Ich
- habe halt die Käsespätzle genommen, weil Käsespätzle fantastisch sind. Und…sieh her.
- Ja, und auch Leute, die meinten sie haben es überhaupt nicht gesehen.
- Das hat mich überrascht. Dann kannst du auch nicht wirklich
- vom Effekt sprechen, wenn die Leute sich das noch nicht mal durchlesen.
- Einfach zu sehen, da hängt ein Plakat, okay, das bewirkt ja nichts
- in mir. Ja, das stimmt.
- Ich habe gehört, du hast Zahlen für uns, wie es jetzt die Woche gelaufen ist mit
- den fleischlichen und veggie Gerichten?
- Ja, schauen wir uns mal die Tendenzen an.
- Und was jetzt hier rausgekommen ist, ist, dass wir
- Mittwoch und Freitag über 80 Prozent vegane und vegetarische Gerichte
- haben. Das ist eine Menge.
- Also die Werte über 80 Prozent hatten wir in den
- Vergleichswochen, also KW 21, KW 20, KW
- 19, KW 17, da hatten wir kein einziges
- Mal über 80 Prozent. Wenn wir es wissenschaftlich machen
- wollten, dann bedarf das noch ein paar Runden der genaueren
- Überprüfung, worauf die Effekte nun wirklich zurückzuführen sind.
- Eine vielversprechende Tendenz ist aber auf jeden Fall schon mal dagewesen.
- Ja Aber sind diese kleinen Schubser
- wirklich so effektiv? Oder gehen die Leute jetzt einfach
- raus und holen sich eine Currywurst in der nächsten Straßenecke?
- Und ist Nudging vielleicht doch problematisch?
- Zunächst mal ein paar Zahlen: Eine Studie wollte herausfinden, wie
- Menschen eigentlich zum Konzept Nudging denken.
- Das Ergebnis war: 70 Prozent der Befragten finden das Konzept des
- Anstupsens eigentlich ganz gut. Und das, obwohl die meisten von
- ihnen den Begriff Nudging vorher noch nie gehört hatten.
- 75 Prozent der Befragten befürworten das Konzept, weil es ohne Verbote
- auskommt. Aber 49 Prozent
- der Befragten stimmen auch der Aussage zu, durch Nudging könnten
- Menschen manipuliert werden. In der Studie stehen noch jede Menge
- andere spannende Sachen drin. Wir verlinken sie euch unten, schaut
- da gerne mal rein und wenn ihr noch spannende Infos findet, dann
- schreibt uns in die Kommentare. Hallo!
- Schön, dass du da bist. Du musst Ralph sein.
- Der bin ich. In der Wissenschaft ist Nudging
- nicht unumstritten. Ralph Hertwig ist einer der
- schärfsten Kritiker. Er ist Psychologe am
- Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin.
- Klingt interessant. Jetzt hast du ja in deiner Arbeit
- das Konzept Nudging kritisiert. Was genau ist die Kritik?
- Einer der Kritikpunkte ist eigentlich das Menschenbild, was dem
- Nudging zugrunde liegt, weil das Menschenbild unterstellt ja,
- dass Menschen träge sind und dass Menschen auch ständig
- Fehler in ihren Entscheidungen machen, was möglicherweise
- völlig unbestritten ist. Aber die Annahme ist ja, wir können
- den Leuten nicht helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Das
- heißt, wir können sie nicht zu besseren Entscheidern machen.
- Und weil wir das nicht tun können, versuchen wir die Umwelt zu ändern
- und sie anstupsen. Das ist ja die Idee dabei.
- Ein anderer großer Kritikpunkt des Nudging ist, dass Nudging
- bevormundend ist, weil es ja irgend jemand gibt, in der Regel die
- Regierung oder irgendwelche öffentlichen Stellen, die wissen,
- wie wir uns verhalten sollten und dann die Architektur, die
- Entscheidungsarchitektur und die Umwelt so bauen, dass sie uns in
- die richtige Richtung stupst. Und es muss nicht immer richtig
- sein, dass die Regierung weiß, wie wir uns richtig verhalten sollten.
- Was wäre denn dann dein Ansatz, um das Verhalten von Menschen zu
- lenken, statt Nudging zu nutzen? Das ist das, was wir Boosting
- nennen. Wir haben alle Ziele, wie zum Beispiel: Ich möchte nicht
- ständig Süßigkeiten kaufen oder ständig Süßigkeiten konsumieren.
- Und was könnte ich denn tun, um mich davon abzulenken?
- Oder was könnte ich denn tun, um diesen Impuls zu überwinden?
- Das heißt, es genügt nicht das allgemeine Ziel, sondern du brauchst
- eine konkrete Wenn-dann-Anweisung. Also, wenn wir das passiert,
- dass ich danach greifen möchte, werde ich an etwas anderes versuchen
- zu denken. Oder ich werde mein Handy rausnehmen, also sozusagen
- mich ablenken von der Versuchung, die da vor meinen Augen ist und
- versuchen dadurch die, diesen Impuls zu überwinden.
- Mir ist jetzt bei der Recherche auch noch der Begriff Self-Nudging
- begegnet. Was hat es damit auf sich?
- Ein ganz großes Objekt, was ständig Einfluss auf uns hat,
- ist unser Handy. Richtig?
- Und zum Beispiel, wenn ich meine Schulaufgaben mache oder am
- Schreibtisch sitze, dass das Handy eben nicht neben mir liegt und
- ich nicht ständig versucht bin, da nach zu greifen, um zu gucken, ob
- dann auf den sozialen Medien irgend sich was verändert hat, sondern ich
- leg das ganz woanders hin oder tu es in eine Schublade, so dass ich das
- Handy gar nicht sehe. Und das wäre ein ganz anderes
- Beispiel, wie ich als Entscheidungsarchitekt meine Umwelt
- verändern kann, so dass es mir leichter fällt, die Dinge zu
- tun, die ich tun möchte. Nudging ist insgesamt also weder
- Fluch noch Segen, sondern in erster Linie ein Werkzeug.
- Wir können damit in eine Richtung gestupst werden, die gut für uns
- ist. Und wir können uns auch selbst in diese Richtung beeinflussen.
- Aber nicht immer werden wir in unserem Sinne genudged.
- Es lohnt also, die Augen offen zu halten.
- Habt ihr Lust, noch mehr mit uns zu Terra xplorieren?
- Dann schaut doch hier vorbei. Da ist noch ein Video von uns und
- hier unten das noch ein anderes aus dem ZDF-Kosmos.
- Und wenn ihr einmal hier seid, lasst uns doch ein Abo da.