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Geschichte der Europäischen Union einfach erklärt - Weg zur EU, Gründung, Mitgliedsstaaten erklärt!

EinfachSchule12:50 35.683 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. über 500 millionen menschen die 24 sprachen sprechenden 28 ländern leben 19 davon in einem währungsraum alle vereint in eurer europäischen union das bleibt
  2. eine der größten politischen und wirtschaftlichen errungenschaften der moderne mit diesen worten beschrieb der damalige us präsident barack obama 2016
  3. bei einer rede in hannover die europäische union doch wie war diese mammutaufgabe die politische und wirtschaftliche annäherung so vieler
  4. staaten vonstatten gegangen wie gestaltet sich der weg hin zu dem tiefgreifenden politischen geflecht als dass sich die eu heute gestaltet darum
  5. geht es jetzt in diesem video [Musik] nach der jahrhundert katastrophe des
  6. zweiten weltkriegs welche millionen menschen das leben kostete und große teile des kontinents verwüstete wuchs das interesse an einer engeren
  7. freundschaftlichen zusammenarbeit der europäischen staaten zu nie gekanntem ausmaß heran der unter so immensen verlusten erkämpfte frieden sollte
  8. unbedingt bewahrt werden 1950 erstellte der damalige französische außenminister robert schuman unterstützt vom bundeskanzler der brd konrad
  9. adenauer einen plan zur zusammenlegung der kohle und stahlproduktion mehrerer europäischer staaten da dieser wirtschaftszweig entscheidend
  10. für die kriegsführung war verband schumann die idee der wirtschaftlichen zusammenarbeit mit der gegenseitigen kontrolle kriegsentscheidende güter
  11. neben frankreich und deutschland zählten auch italien und die benelux staaten zu den sechs gründerstaaten der europäischen gemeinschaft für kohle und
  12. stahl kurz eeg ks montanunion welche maßgeblich das gegenseitige vertrauen unter zuvor verfeindeten staaten förderte obwohl 1954 die schaffung einer
  13. europäischen verteidigungsgemeinschaft also die gemeinsame organisation von streitkräften an frankreich scheiterte wuchs die junge gemeinschaft
  14. wirtschaftlich weiter zusammen 1957 kam es mit den römischen verträgen zur gründung der europäischen wirtschaftsgemeinschaft ewg und der
  15. atomgemeinschaft euratom zudem wurden in den folgenden jahren vertiefen der handelsabkommen geschlossen die den waren- und
  16. dienstleistungsverkehr förderten und so entscheidend zum wirtschaftswachstum der vertragsstaaten beitrugen diese positiven resultate machten die junge
  17. europäische gemeinschaft attraktiv für andere europäische staaten so dass es 1973 zum beitritt von großbritannien irland und dänemark zu den bereits
  18. geschlossenen verträgen kamen zuvor ereigneten sich in den 60er jahren allerdings heftige diskurse zwischen zwei politischen strömungen innerhalb
  19. der europäischen gemeinschaft die europäischen föderalisten strebten nach noch deutlich engere zusammenarbeit so dass sich die wirtschaftsgemeinschaft zu
  20. einer quasi vor bundesstaatlichen verbindungen weiter entwickeln sollte die vertreter eines europas der vaterländer hingegen insbesondere der
  21. damalige französische staatspräsident charles de gaulle beharrten auf einer pragmatisch orientierten zusammenarbeit souveräner nationalstaaten dieser streit
  22. wurde 1965 zu einer echten politischen krise denn das einstimmigkeitsprinzip im ministerrat sollte ab 1966 durch entscheidungen per qualifizierter
  23. mehrheit ersetzt werden als protest dagegen trat frankreich aus angst zukünftig überstimmt zu werden mehr als ein halbes jahr lang von der arbeit im
  24. ministerrat zurück und löste somit eine echte verfassungskrise aus diese politik des leeren stuhls konnte erst durch die luxemburger beschlüsse vom 29 januar
  25. 1966 beendet werden wobei sich de gaulle mit einigen wichtigen punkten durchsetzte erst nach dem rücktritt des 1969 der aus national politischen
  26. erwägungen wiederholt eine vertiefte zusammenarbeit mit großbritannien blockiert hatte konnte sich die europäische gemeinschaft schrittweise
  27. weiterentwickeln die finanzverfassung von 1970 und das europäische währungssystem 1978 mit dem die meisten vertragsstaaten
  28. einen festen wechselkurs vereinbarten waren wichtige schritte auf dem weg zum binnenmarkt die schaffung des europäischen regionalfonds 1975 sollte
  29. die teils sehr unterschiedlichen lebensverhältnisse zwischen den vertragsstaaten ausgleichen gleichzeitig wurde eine gemeinsame umwelt und
  30. forschungspolitik ins leben gerufen neben den bereits bestehenden institutionen ministerrat europäische kommission europäische gerichtshof und
  31. dem europäischen parlament wurde 1974 der europäische rat der staats und regierungschefs geschaffen dieser tag seitdem mindestens zweimal pro jahr in
  32. sogenannten gipfeln und entwickelte sich mit der zeit zum politischen leid organ zwei jahre später beschloss dieser rat die einführung der direkten wahl des
  33. europäischen parlaments ab 1979 welches bis dato stets mit entsandten aus nationalen parlamenten besetzt worden war
  34. ein wichtiger schritt zur demokratisierung der europäischen gemeinschaft 1981 schloss sich mit griechenland der
  35. zehnte staat den europäischen verträgen an gleichzeitig traten wieder verstärkt nationale tendenzen zu tage beispielhaft hierfür war die britische
  36. premierministerin margaret thatcher die europa als family of nations verstand also besonderen wert auf die nationalen identitäten innerhalb der gemeinschaft
  37. legte als gegenpol dazu weitete der europäische gerichtshof mit zahlreichen urteilen in den 70er und 80er jahren insbesondere die europäischen
  38. grundfreiheiten stark aus und wirkte somit als motor der integration ein weiterer meilenstein war die von der eu kommission unter führung von jacques
  39. delors angestoßene einheitliche europäische akte von 1986 dieses vertragswerk reformierte die bisherigen gemeinschafts verträge und
  40. ermöglichte durch mehrheitsentscheidungen im ministerrat eine effektivere arbeitsweise zugleich wurde die europäische politische
  41. zusammenarbeit etz also die kooperation in den nicht wirtschaftlichen politikbereichen institutionalisiert darüber hinaus
  42. traten mit portugal und spanien zwei weitere staaten der gemeinschaft bei welche nach ihrem beitritt einen nachhaltigen wirtschaftlichen aufschwung
  43. erlebten parallel dazu arbeitet in deutschland frankreich und die benelux staaten ausserhalb der gesamt gemeinschaft an den schengen abkommen
  44. 1985 bzw 90 sie zielten dabei auf die stufenweise abschaffung von grenzkontrollen ab gleichzeitig sollte die zusammenarbeit der polizei und im
  45. asylrecht ausgebaut und die außengrenzen der eu gesichert werden mit dem mauerfall 1989 der deutschen wiedervereinigung sowie dem
  46. zusammenbruch der sowjetunion und des gesamten ostblocks 1991 änderte sich die lage der europäischen gemeinschaft drastisch die antwort der
  47. vertragsstaaten auf die neuen probleme und möglichkeiten war die gründung der europäischen union mit dem vertrag von maastricht 1992
  48. mit diesem wurden die bisherigen verträge der ig zu einem vertragswerk zusammengefasst und der europäische binnenmarkt mit seinen vier
  49. grundfreiheiten für personen waren dienstleistungen und kapital begründet in verbindung damit traten die mitgliedstaaten nationale
  50. souveränitätsrechte an die eu ab um künftig bestimmte sachgebiete direkt auf europäischer ebene mit eigener rechtsschutz kompetenz zu regeln
  51. desweiteren begründete der vertrag von maastricht die wirtschafts und währungsunion sowie die gemeinsame außen und sicherheitspolitik asp
  52. die vertragsstaaten führten zudem die unionsbürgerschaft einen und die polizeiliche und justizielle zusammenarbeit pjz als fortführung der
  53. schengener abkommen wurde beschlossen um sich auf potenzielle erweiterungen vorzubereiten fassten die mitgliedstaaten 1993 die kopenhagener
  54. beitrittskriterien die hier festlegten politischen und wirtschaftlichen grundvoraussetzungen musste nun jeder potenzielle
  55. beitrittskandidat der eu erfüllen 1995 folgte mit österreich finnland und schweden die nächste erweiterung der eu auf nunmehr 15 mitgliedsstaaten zwei
  56. jahre später unterzeichneten die mitgliedstaaten den vertrag von amsterdam dieser reformierte bisher geschlossene verträge um die
  57. handlungsmöglichkeiten der eu insbesondere in der außen- innen- und sicherheitspolitik zu erhöhen außerdem sollte durch verstärkte bürgernähe dem
  58. verbreiteten kritikpunkt begegnet werden die eu sei zu weit von den menschen entfernt dabei wurde eine weitreichende demokratisierung der
  59. entscheidungsprozesse angestoßen die verfahrensabläufe in den europäischen organen sollten deutlich transparenter werden und dem subsidiaritätsprinzip
  60. wurde neues gewicht verliehen sachbereiche sollten also primär auf lokaler kommunaler oder staatlicher ebene ausgehandelt werden erst wenn sich
  61. ein problem nicht mehr sinnvoll national regeln lässt soll auf europäischer ebene eine entscheidung getroffen werden mit dem zwischenschritt des stabilitäts
  62. und wachstumspakts 1997 startet am 11 1999 die währungsunion mit elf der damals 15 die staaten anfang 2002 löste der euro die nationalen währungen dort
  63. endgültig ab damit ging die geld- und währungspolitik von den nationalbanken wie in deutschland der bundesbank auf die europäische zentralbank ezb über in
  64. der selben zeit wurde die europäische grundrechtecharta erarbeitet sie verbirgt für alle eu-bürger umfangreiche rechte und trat 2000 offiziell in kraft
  65. seit 2009 ist sie zudem rechtlich bindend und die grundrechtecharta daher vor dem eu gegen clark bar außerdem trat 2002 der vertrag von nizza in kraft wie
  66. der vertrag von amsterdam 1999 hatte er das ziel die handlungsfelder der eu zu erweitern und die bürgernähe zu verbessern
  67. all dies war auch vorbereitungsarbeit auf das was 2004 folgte nach einigen auseinandersetzungen anfang der 90er jahre um die zukunft der europäischen
  68. integration vertiefung oder erweiterungen wurde eine heranführung strategie für die beitritts interessierten mittel und
  69. osteuropäischen staaten entwickelt die verhandlungen begannen 1998 und wurden am ersten mai 2004 durch den beitritt von polen tschechien slowenien der
  70. slowakei estland lettland litauen ungarn zypern und malta zu eu erfolgreich vollendet aus 15 mitgliedsstaaten wurden auf einen schlag 25
  71. zum vorstand die eu jedoch vor der bewältigung eines hoch komplexen geflecht aus rechtsakten und regelungen welche sich in 50 jahren europäische
  72. gemeinschaft angehäuft hatte die schier unüberblickbaren vertragsmenge der vorwurf eines demokratiedefizit und die anstehende ost-erweiterung machten klar
  73. eine echte reform muss her vor diesem hintergrund setzte der europäische rat ende 2001 einen konvent zur zukunft europas eine art verfassungskonvent
  74. eingeleitet vom ehemaligen französischen staatspräsidenten cordes tor auf grundlage des vom konvent ausgearbeiteten vertrag über eine
  75. verfassung für europa verfasst eine konferenz aller regierungen 2004 eine eu vertrag von allen mitgliedstaaten unterzeichnet wurde allerdings
  76. scheiterte der verfassungsvertrag im darauffolgenden jahr bei volksabstimmungen in frankreich und den niederlanden so das sind die
  77. erforderliche zustimmung der mitgliedsstaaten fehlte der hauptgrund des scheiterns war sicherlich die sehr staatliche artikulation etwa die
  78. bezeichnung als verfassung und das festschreiben von europäischer fahne und hymne wodurch ängste um den verlust der nationalen identität in den
  79. mitgliedsstaaten befeuert wurden denn 2007 wurde in lissabon anstatt der verfassung ein reformvertrag gearbeitet und angenommen obwohl sich dieser
  80. inhaltlich maßgeblich beim gescheiterten verfassungsvertrages bediente die 50 jahr feier der römischen verträgen von 1957 zum anlass nehmend gelang es der
  81. deutschen ratspräsidentschaft mit der berliner erklärung den reformprozess wieder aufleben zu lassen bis ende des jahres arbeiteten die nunmehr 27
  82. mitgliedstaaten den vertrag von lissabon und unterzeichneten ihn am 13 12 2007 so dass er zum ersten 12 2009 in kraft trat der vertrag führte die bis dato
  83. getrennten bestandteile so europäischen vertragsrechts zusammen vereinheitlichte rechtssetzung verfahren und erhöhte die bedeutung der nationalen parlamente die
  84. machtverhältnisse innerhalb der europäischen organe wurden aktualisiert und der europäische rat erhielt einen eigenen präsidenten seither sind die
  85. europäischen institutionen selbst und den nationalen staaten in der umsetzung des unionsrechts umfassend an die europäischen grundrechte gebunden und
  86. die unionsbürger durch sie geschützt mit dem beitritt von bulgarien und rumänien 2007 sowie kroatien 2013 erreichte die eu ihre zwischenzeitlich maximale
  87. mitgliederzahl von 28 staaten die erweiterung der eu zur gesamteuropäischen gemeinschaft stellte die vollendung der idee robert schumann
  88. star auf die derzeitige situation der europäischen union die konflikte und krisen denen sie sich ausgesetzt sieht und im speziellen den historisch
  89. einmaligen fall des austritts aus der eu den brachse 2020 werden wir in einem eigenen video eingehen wenn euch das video gefallen hat last gerne eine
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