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Übersicht: Neues Testament
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 80 Zeilen
- Das neue Testament. Wenn du die Bibel beim Inhaltsverzeichnis aufschlägst, siehst du, dass sie aus zwei
- großen Textsammlungen besteht: Dem alten und dem neuen Testament. Das Wort Testament bezieht sich auf eine Partnerschaftsvereinbarung, um die es auch in diesen beiden Textsammlungen
- geht: Sie erzählen eine epische und komplizierte Geschichte von Gottes Partnerschaftsvereinbarung mit Israel und der Menschheit.
- Das Alte Testament wird in der jüdischen Tradition Tanach genannt. Es ist eine zusammenhängende Sammlung von Schriftrollen, die aus 39 israelitischen Texten
- besteht und über 1.000 Jahre produziert wurde. Im Gegensatz dazu entstanden die Bücher des neuen Testaments innerhalb von 30 bis 40 Jahren.
- Sie wurden alle von Jesus’ Nachfolgern der ersten Generation geschrieben. Schon in frühester Zeit begannen die christlichen Gemeinschaften, diese Texte zu sammeln und
- zusammen mit dem Alten Testament als eine ganzheitliche Geschichte zu lesen, die zu Jesus führt.
- Das Neue Testament beginnt mit vier Erzählungen, die zusammen das „Evangelium“ genannt werden.
- Sie erzählen die Geschichte vom Leben von Jesus von Nazareth, von seinem Tod und seiner Auferstehung als eine Verkündigung der guten Nachricht.
- Anschließend kommt eine fünfte Erzählung, die Apostelgeschichte. Darin beauftragt der auferstandene Jesus die Apostel, ein Wort, das „die Gesandten“
- bedeutet. Sie wurden als Stellvertreter von Jesus berufen, die gute Nachricht über ihn in der Antike
- zu verbreiten. Nach der Apostelgeschichte kommt eine Sammlung von Briefen der Apostel.
- Diese wurden geschrieben, um die örtlichen Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern, genannt Gemeinden, zu lehren und anzuleiten.
- 13 Briefe werden dem Apostel Paulus zugeordnet. Sie sind nicht nach dem Datum sortiert, an dem sie geschrieben wurden, sondern nach ihrer
- Länge – von lang bis kurz. Und es gibt den Brief an die Hebräer, der von einem engen Mitarbeiter der Apostel geschrieben
- wurde, der aber anonym bleibt. Darauf folgen Briefe von Jakobus, Judas, Petrus und Johannes.
- Zwei von ihnen waren Brüder von Jesus, die anderen zwei gehörten zu seinen ersten Nachfolgern. Das letzte Buch im Neuen Testament ist die Offenbarung.
- Das ist ein Brief an sieben Gemeinden, der eine prophetische Botschaft des Trosts an alle Nachfolger von Jesus beinhaltet.
- Das sind die Bücher des Neuen Testaments, aber worum geht es in ihnen? Und wie stehen sie mit dem Alten Testament in Verbindung, um eine einheitliche Geschichte
- zu bilden? Sieh es mal so: Die Bibel ist eine lange, epische Geschichte mit verschiedenen Sätzen
- und Akten. Das Alte Testament erzählt die erste Reihe von Akten, die dir alles geben, was du brauchst,
- um der folgenden Geschichte Sinn zu geben. Die Schlüsselthemen und inhaltlichen Konflikte sind in bestimmten Strukturmustern angeordnet.
- Im Neuen Testament werden sie alle aufgegriffen und weitergesponnen zum krönenden Abschluss der Geschichte in Jesus.
- Lass mich dir zeigen, was ich meine. Im ersten Akt geht es im Gott und die ganze Menschheit.
- Gott gibt den Menschen einen schönen Gartentempel. Sie sollen Gottes Partner in der Herrschaft über die Welt sein.
- Aber die Menschen verhalten sich dumm und geben der dunklen Versuchung nach. Sie rebellieren gegen Gottes Weisheit und werden in die Wüste verbannt, wo sie anfangen,
- sich gegenseitig umzubringen. Sie bauen Städte, die ihre Selbstsucht und Unterdrückung verbreiten, was zur großen,
- furchtbaren Stadt Babylon führt. Aber Gott liebt die Welt und die törichten Menschen.
- Deshalb setzt er einen Rettungsplan in Gang. Er verspricht die Ankunft eines neuen Menschen, der das Böse vernichten wird, das uns in
- die Selbstzerstörung gelockt hat. Der nächste Akt der biblischen Geschichte handelt von Gott und Israel.
- Er entwickelt die Themen und Strukturen vom ersten Akt weiter. Gott beruft eine neue Menschheit aus Babylon in einen neuen schönen Garten: Abraham, Sarah
- und ihre Nachkommen, die Israeliten. Gott verspricht, dass durch sie der göttliche Segen für alle Nationen widerhergestellt
- wird. Das sind wohl die neuen Menschen, auf die wir warten.
- Aber die Israeliten wiederholen die Rebellion der Menschheit gegen Gott. Sie bauen ihre eigenen, gewaltvollen Städte, die zu Selbstzerstörung und einem weiteren
- Exil in Babylon führen. Aber Gott hält an seinem Versprechen fest, dass die neuen Menschen aus Abrahams Geschlecht
- kommen werden. Ein Priesterkönig wird kommen, um Israel und die neue Menschheit aus Babylon zu retten
- und Gottes Segen in der Welt widerherzustellen. Achte darauf, wie diese zwei Akte nach dem gleichen Muster aufgebaut sind.
- Der zweite Akt ist eine längere und gewaltvollere Version vom ersten Akt. Gemeinsam ergründen sie den tragischen Zustand des Menschen.
- Aber sie heben auch Gottes Versprechen hervor, das im nächsten Akt weiterentwickelt wird; bei den Propheten und Dichtern des Alten Testaments.
- Die Propheten werfen Israel und allen Nationen ihr böses Verhalten vor. Sie verkünden, dass Gott selbst eines Tages kommen und den Tag des Herrn bringen wird.
- Er wird seine Welt von Babylon erlösen. Er wird das durch einen versprochenen, königlichen Priester tun, der wie ein Sklave leiden wird.
- Er wird für die Sünden von Israel und der ganzen Welt sterben, aber dann wird er als König über die Nationen erhoben.
- Und er wird andere berufen, Babylon zu verlassen und sich dem neuen Bundesvolk anzuschließen. Gemeinsam mit Gott werden sie über das neue Jerusalem und damit die neue Schöpfung herrschen.
- Das Alte Testament endet mit der Aussicht von einem weiteren Akt in der Geschichte. Und wenn du dir nun das Neue Testament anschaust, siehst du die gleiche Geschichte, die jetzt
- in Jesus weitergeführt wird. Lass uns schauen, wie.
- Die Berichte der vier Evangelien stellen uns Jesus von Nazareth als den versprochenen Sohn von Abraham vor, der Gottes Segen für die Nationen widerherstellen wird; und als den
- neuen Menschen, der das Böse besiegen wird und die Menschheit zur Partnerschaft mit Gott zurückführt.
- Jesus wird als Mensch dargestellt; aber noch viel mehr. Er wanderte umher und verkündete die Ankunft von Gottes versprochenem Königreich.
- Er sprach und verhielt sich so, als wäre er Israels göttlicher König. Aber anstelle sich selbst König zu nennen, bezeichnete sich Jesus als Menschensohn - also
- der Menschliche, der kam, um anderen zu dienen. Die Evangelien erheben den Anspruch, dass Israels Gott in Jesus der treue Israelit und
- der wahre Mensch geworden ist, der wir eigentlich alle sein sollten, aber nicht schaffen, zu sein.
- Die Mission von Jesus war es, sich dem dunklen Bösen zu stellen, das unter dem Bösen der Menschheit lauert und uns in Selbstsucht, Gewalt und Tod lockt.
- Aber wie besiegen wir diese Art des Bösen? Die überraschende Antwort in den Evangelien ist, dass Jesus unser Böses überwunden hat,
- indem er zugelassen hat, dass es ihn tötet. Auf seinem außerordentlichen Thron, am Kreuz, starb er für die Sünde und das Böse der
- Menschheit. Dort lebte er vor, was er lehrte; nämlich dass Gewaltlosigkeit, Vergebung und hingebende
- Liebe die mächtigsten Dinge im Universum sind. Und weil Gottes Liebe für diese Welt stärker ist als das Böse oder der Tod, wurde Jesus
- zu neuem Leben erweckt, als Vorbild für die neue Menschheit. Das bringt uns zur Apostelgeschichte.
- Durch den Geist ermächtigt Gott die Nachfolger von Jesus, das Leben und die Liebe von Jesus in der Welt zu verbreiten.
- Sie sollen die Menschen einladen, ihre alte Menschheit hinter sich zu lassen und sich der multi-ethnischen Familie von Jesus anzuschließen, der neuen Menschheit.
- An dieser Stelle passen die Briefe der Apostel in die Geschichte. Darin schreiben die Apostel frühe christliche Gemeinschaften an und zeigen ihnen, wie die
- gute Nachricht vom auferstandenen König Jesus die Geschichte verändert. Sie sollte jeden Teil unseres Lebens verändern.
- Sie erklären die gute Nachricht auch, indem sie immer wieder auf Geschichten aus dem Alten Testament und von Jesus verweisen.
- Dadurch zeigen sie uns, wie wir unsere eigenen Lebensgeschichten als Teil der epischen biblischen Geschichte sehen können.
- Die ganze Menschheit ist im babylonischen Exil gefangen, aber Jesus kam, um ein neues Zuhause zu schaffen.
- Wir leben alle in verschiedenen Arten von ägyptischer Sklaverei in Selbstsucht und Sünde.
- Aber Jesus starb als Passahlamm, um uns in das verheißene Land zu befreien. Unsere alte Menschheit ist an den Staub des Todes gebunden, aber die Auferstehung von
- Jesus eröffnete eine neue Zukunft für eine neue Menschheit. Wir leben hier aktuell in einem bösen Zeitalter, aber durch Jesus und den Geist zeigt sich
- hier und heute eine neue Schöpfung. Das führt uns zum Buch der Offenbarung, in dem die ganze biblische Geschichte in kraftvollen
- Symbolen und Bildern zusammenkommt. Jesus wird als geschlachtetes, blutiges Lamm dargestellt, das als göttlicher König der
- Welt erhöht ist. Er führt sein Volk aus der Sklaverei und dem Exil in Babylon.
- Und indem sie Babylons Einfluss widerstehen, müssen sie zusammen mit ihrem getöteten Anführer leiden.
- Aber wenn du dem auferstandenen König nachfolgst, kann nicht mal der Tod den Beginn der neuen Schöpfung verhindern.
- Diese wird hier als ein neuer Jerusalemer Gartentempel dargestellt, das wahre Zuhause der neuen Menschheit nach ihrem langen Exil.
- Auf der letzten Seite der Bibel sind Himmel und Erde wiedervereint und die neuen Menschen nehmen ihre Aufgabe von der ersten Seite der Bibel auf und regieren die Welt gemeinsam;
- in der Liebe und Kraft von Gott. Das Neue Testament ist eine bemerkenswerte Sammlung von Dokumenten.
- Sie stehen für das Zeugnis der Apostel, das uns zum auferstandenen Jesus selbst führt. Und durch Gottes Geist haben diese menschlichen Worte die göttliche Botschaft der Hoffnung
- gesprochen – vom 1. Jahrhundert bis zum 21.Jahrhundert.
- Jedes Buch zeigt, wie Gott durch Jesus und den Heiligen Geist die Welt zu ihrem endgültigen Ziel und einer erneuerten Schöpfung führt.
- Und so ist das Ende der Geschichten der Anfang einer neuen Geschichte, die erst noch erzählt werden muss.
- Und darum geht es im neuen Testament.
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