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Die ganze Geschichte Nürnbergs in 20 Minuten
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Transkriptautomatisch erstellt · 117 Zeilen
- Ein roter Sandsteinfels über fränkischem Weitland. Um das Jahr 1000 ist hier nichts als Stille. Kiefern, Nebel, das Rauschen eines kleinen Flusses namens
- Pegnitz. Kein Mensch, der hier vorbeikommt, [musik] würde ahnen, was aus diesem Felsen wird. Denn tausend Jahre später ist dieser
- Fels [musik] das Herz einer Stadt, die die Krone des Reiches hütete, die ihre Waren bis nach Venedig [musik] und Lissabon schickte, die der Welt den
- ältesten erhaltenen Globus schenkte und die am Ende über die größten Verbrecher der Geschichte zu Gericht saß. Das [musik] ist die ganze Geschichte
- Nürnbergs von der Stille auf dem Felsen bis zur Geburt der Menschenrechte und sie beginnt mit Wasser.
- Frühes Mittelalter um das Jahr 870. Dort wo heute der Hauptmarkt liegt, biegt sich ein verlandeter Altarm der Pegnitz [musik] durchs Tal. An seinem
- Ufer steht ein kleines Dorf, vielleicht 100, 200 Menschen. Sie fischen, sie roden, sie graben Zisteren, um Regenwasser zu sammeln. Das Wasser ist
- trüb, voller Laub und Vogelcot, aber [musik] es ist alles, was sie haben. Auf dem Felsen steht noch keine Burg, die kommt erst Jahrhunderte später.
- Zuerst war die Siedlung am Wasser. Das ist wichtig, denn die Stadt [musik] wächst nicht von oben herab, sie wächst vom Wasser in die Höhe. Gegründet im
- eigentlichen Sinn wurde Nürnberg aber nie. Die Stadt wuchs aus der Siedlung heran, ganz ohne Gründungsakt, ohne Datum, dass man feiern [musik] könnte.
- Dann am 16. Juli 1050 fällt zum ersten Mal ihr Name. In einer Urkunde Kaiser Heinrichs des II wird eine leibeigene namens Genachieht,
- [musik] heißt Norenberg, der felsige Berg. Es ist die erste schriftliche Erwähnung der Stadt. Die Kaiser erkennen schnell, was dieser
- Fels wert ist. Er liegt [musik] am Schnittpunkt der großen Fernhandelswege, dort wo Sachsen, Bayern, Franken und Böhmen sich berühren. Zuerst sichern sie
- ihn mit einer Wehranlage, dann baut Konrad II zur Kaiserburg aus. Sein Neffe Barbarossa macht sie [musik] zur Pfalz und die Burg braucht Wasser. Also
- treiben Steinmetze über Jahre einen Schacht in den Sandstein. Mehr als 50 m tief, der tiefe Brunnen. Tief unten schlagen Arbeiter im Halbdunkel den
- Schacht meter um Meter tiefer in den Fels, während über ihnen der Sienwellturm in den Himmel wächst. Wer dieses Wasser kontrolliert, kann die
- Burg halten. [räuspern] Und wer die Burg hält, dem gehört der Schlüssel zum Reich. Doch die Burg allein macht noch keine Stadt. [musik] Das, was Nürnberg
- groß macht, ist etwas anderes und es liegt noch in der Zukunft. Im Jahr 1219 stellt Kaiser Friedrich II. eine Urkunde aus, die alles [musik]
- verändert, den großen Freiheitsbrief. Nürnberg wird freie Reichsstadt. Sie untersteht nur noch dem Kaiser selbst, keinem [musik] Herzog, keinem Fürsten
- dazwischen. Marktrechte, Münzrecht, Zollfreiheit. Die Bürger auf dem Felsen sind jetzt [musik] ihrer eigenen Herren. Was dann
- kommt, macht aus der Reichsstadt das heimliche Zentrum Deutschlands. 1356 erlässt Kaiser Karl I. [musik] gerechnet
- hier auf dem Nürnberger Hoftagene Bulle, [musik] das Grundgesetz des Reiches für die nächsten vierinhalb Jahrhunderte. Und in einer ihrer
- Klauseln entsteht: "Jeder neugewählte deutsche König soll [musik] seinen ersten Reichstag in Nürnberg halten. Die Stadt ist damit per Gesetz [musik]
- verankert im Herzen der Macht." 1424 kommt die größte Ehre von allen. Kaiser
- Siegesmund vertraut Nürnberg die Reichskleinodien [musik] an. Krone, Zepter und Reichsapfel der deutschen Kaiser. Dazu die heilige Lanze. Für
- ewige Zeiten sollen sie hier liegen im Heiliggeistspital über dem Fluss. Einmal im Jahr werden sie hervorgeholt. Von einem hölzernen Gerüst auf [musik] dem
- Hauptmarkt zeigt man sie der Menge, die Heiltumsweisung. Tausende Pilger drängen sich auf dem Platz, recken die Hälse, um für einen
- Augenblick die Krone des Reiches glänzen zu sehen. Doch dieser Hauptmarkt hat eine dunkle Vorgeschichte. Er steht auf dem Boden
- des alten Judenviertels. Als 1349 die Pest durch Europa zieht, machen die Menschen die Juden dafür verantwortlich. Sie hätten die Brunnen
- vergiftet. In Nürnberg überfällt ein Mob das Viertel und tötet die Gemeinde. Über 500 Menschen, viele von ihnen verbrannt. Und es geschieht nicht im Affekt. Der
- Rat lässt es zu. Kaiser Karl I. hat es vorab gebilligt, [musik] denn auf dem geräumten Grund soll ein neuer Markt entstehen. Die Häuser werden abgerissen,
- der Platz plan. Auf dem Grab einer ermordeten Gemeinde entsteht der schönste Platz [musik] der Stadt. Es ist nicht das letzte Mal, dass
- Nürnbergs Glanz auf einem dunklen Fundament ruht und der Reichtum wächst. Über die goldene Straße ziehen die Karren nach
- Prag. Von Venedig bringen die Kaufleute [musik] Pfeffer und Safran und Nürnberger Metallwaren gehen in die ganze Welt. Es gibt ein Sprichwort
- dafür. Nürnagant geht [musik] durch alle Land. Die Stadt hat keine Zünfte, die den Handel bremsen. Ein strenger Rat aus Patrizier Familien lenkt alles. Und in
- diesem Klima aus Geld, Freiheit und Kontrolle bereitet sich etwas vor, das Nürnberg [musik] unsterblich machen wird.
- Um 1500 zählt Nürnberg rund 38 000 Menschen, die [musik] drittgrößte Stadt im Reich. Durch ihre Gassen halt das Hämmern aus hunderten Werkstätten,
- Gürtler, Plattner, Feinmechaniker [musik] und vom Fluss herauf klingen die Drahtmühlen. Über 40 spezialisierte
- Metallgewerbe arbeiten hier. Doch diese Stadt baut nicht nur Dinge, sie denkt sie neu.
- In einer Werkstatt nah der Burg arbeitet ein Mann, dessen Namen heute jedes Kunstmuseum der Welt führt. Albrech Dürer.
- 1471 hier geboren, malt er sich selbst wie einen Fürsten, druckt seine Kupferstiche in einer Auflage, von der andere Künstler nur träumen und schreibt
- Bücher über Proportion und Perspektive. Seine vier Apostel schenkt er seiner Heimatstadt. Als er 1528 stirbt, ist er der berühmteste [musik] Künstler Europas
- und Nürnberg ist die Stadt, die ihn hervorgebracht hat. Aber Dürer ist nicht allein. In St. Seebald gießt Peter Fischer ein Grabmal aus Bronze, [musik]
- fast 5 m hoch und stellt sich selbst in Arbeitsschürze mitten hinein. Der Kaufmann Martin Beheim lässt eine Kugel anfertigen, bemalt mit allen [musik]
- bekannten Ländern der Erde. Der Erdapfel, der älteste erhaltene [musik] Globus der Welt. Ein Detail verrätt sein Alter. Amerika fehlt. Als Behheim seine
- Welt vollendet, [musik] ist Columbus gerade erst aufgebrochen. Und dann ist da die Druckerei Anton Kobergers, das [musik] größte
- Verlagshaus seiner Zeit. 24 Pressen, über 100 Mitarbeiter. 1493 läuft hier die schädelische Weltchronik
- [musik] vom Stapel, das reichst bebilderte Buch des frühen Buchdrucks mit fast 1800 Abbildungen. Nur liefert der Welt nicht nur Waren,
- sondern Wissen. [musik] Und schließlich eine Geschichte, die fast jeder kennt und die so nicht
- stimmt. An erzählt, ein Nürnberger Schlosser namens Peter Henlein habe die tragbare Uhr erfunden. Die erste Uhr, klein
- genug, um sie am Körper zu tragen. Erfunden hat er sie nicht. Die Antriebsfeder, die so eine kleine Uhr überhaupt möglich macht, gab es da
- längst. Aber Henlein baute um 1510 solche Uhren so klein und fein wie kaum ein anderer. Winzige Wunderwerke, die man in einer Kapsel bei sich trug.
- Zum Erfinder der Taschenuhr machte ihn erst das 19. Jahrhundert in Romanen und Legenden. In Wahrheit war diese kleine Uhr kein Einfall eines Genies. Sie war
- das Werk einer ganzen Stadt, in der seit Generationen Metall immer feiner und [musik] immer kleiner bearbeitet wurde. 1525
- schließt sich Nürnberg der Reformation an, als eine der ersten großen Reichsstädte überhaupt. Auf dem Höhepunkt ihres Glanzes [musik] scheint
- nichts, diese Stadt aufhalten zu können. Doch der nächste Krieg wird sie fast vernichten.
- 3. September 1632. Vor den Touren Nürnbergs liegt ein Heer, wie es Mitteleuropa noch nicht gesehen hat. Wallenstein, der Feldherrers, hat
- hier ein Lager errichtet. Fast 60.000 Menschen, [musik] 16 km Schanzen, 13 000 Bäume gefällt für die Befestigungen. Im 30jährigen Krieg ist die freie
- Reichstadt zur Falle geworden. In der Stadt selbst drängen sich Flüchtlinge. Der schwedische König Gustav [musik] Adolf hat sein eigenes Heer
- hereingeführt. Und dann passiert das Schlimmste, [musik] nicht die Schlacht, sondern das Warten. Zwei Heere belauern sich
- wochenlang. Die Lebensmittel werden knapp, dann verschwinden sie ganz. Hunger kommt, Pest kommt, die rote Ruhe. Auf den Feldern verwesen tausende
- Pferdekadaver in der Sommerhitze. Als die Heere endlich abziehen, bleibt eine ausgezehrte Stadt zurück. Rund 25
- 000 Menschen sind gestorben. Nürnberg erholt sich nie ganz davon. Die Handelswege verschieben sich, die Nachbarn schotten ihre Märkte ab und die
- stolze Patrizia Verfassung erstarrt, unfähig zur Reform. Der Niedergang lässt sich in Zahlen lesen. 1618 hat die Stadt knapp 2
- Millionen Gulden Schulden. Knapp zwei Jahrhunderte später sind es rund 12 Millionen. Nürnberg ist Pleite. 1806, als Napoleon Europa neu ordnet, wird die
- Stadt einfach an das Königreich Bayern übergeben. Über 550 Jahre Reichsfreiheit enden mit einer Unterschrift.
- Preußen hatte vorher abgelehnt, die Schulden waren zu hoch. Aus der freien Reichsstadt, in der die Kaiser hochhielten, ist ein bayerisches
- Verwaltungsstädtchen geworden. Verschuldet, bedeutungslos, vergessen. Es sieht aus wie das Ende. Doch
- ausgerechnet jetzt kommt aus dieser erschöpften Stadt der Funke der [musik] ganz Deutschland verändert. 7. Dezember 1835,
- früher am Morgen, der Bahnhof an der Ludwigstraße. Eine kleine Lokomotive steht unter Dampf. Adler, gebaut in England,
- gefahren von einem Engländer namens William Wilson, denn niemand sonst kann das Ding bedienen. Um Punkt [musik] 9 setzt sich der Zug in Bewegung, 6 km
- nach FT. Es ist die erste mit einer Lokomotive betriebene Eisenbahn Deutschlands. Die Menge jubelt [musik] und fürchtet sich zugleich. Manche
- glauben, dass Tempomche krank. Doch im ersten Betriebsjahr fahren fast eine halbe Million Menschen [musik] mit. Das Eisenbahnzeitalter hat in Nürnberg
- begonnen und die Stadt verwandelt sich. Aus den alten Handwerkergassen werden rauchende Fabrikviertel. Aus der
- Maschinenfabrik von Johann Klett wird die Man, einer der größten Industriebetriebe Bayerns. Ein Mechaniker namens Sigmund Schuckert baut
- elektrische Maschinen und 1882 [musik] flammen in der Kaiserstraße drei Bogenlampen auf. Die erste dauerhafte elektrische Straßenbeleuchtung
- Deutschlands. Wo eben noch 35 Gaslaternen [musik] flackerten, steht die Nacht plötzlich im weißen Licht. Bleistifte von Faber,
- Spielwaren von Bing, Lebkuchen für den Weltmarkt. Mit den Fabriken kommen die Arbeiter und mit den Arbeitern die Bewegung. [musik]
- Man nennt es das rote Nürnberg, eine Hochburg der Sozialdemokratie. Die Bevölkerung verzehnfacht sich im Laufe des Jahrhunderts, von gut 25 000
- auf über eine vierte Million. Die mittelalterliche Reichsstadt ist zur modernen Großstadt geworden und genau diese Vergangenheit, [musik] dieser
- Glanz von Kaisern und Reichstagen wird der Stadt im nächsten Jahrhundert zum Verhängnis.
- Die Nationalsozialisten brauchen eine Bühne. Sie suchen einen Ort, der nach deutscher [musik] Geschichte klingt, nach Größe und Tradition. Und sie finden
- Nürnberg. Die Stadt der alten Reichstage [musik] soll zur Stadt der Reichsparteitage werden. Von 1933
- bis 1938 strömen jeden September 100tausende auf das Reichsparteitagsgelände im Süden der Stadt. Ein Areal von über
- 11 Quadkm [musik] geplant von Albert Speer. Auf dem Zeppelinfeld stehen sie in Rai und Glied. 320.000
- Menschen unter einer [musik] Tribüne, die einem antiken Altar nachgebaut ist. Es bleibt nicht bei Aufmerchen. Am 15. September 1935
- werden hier auf einem dieser Parteitage die Nürnberger Gesetze [musik] verkündet. Gesetze, die den jüdischen Deutschen ihre Bürgerrechte nehmen. Sie
- werden zur juristischen Grundlage der Verfolgung. Der Name der Stadt [musik] steht von nun an auf einem der dunkelsten Dokumente der Geschichte. In
- Nürnberg selbst [musik] sitzt Julius Streicher der Gauleiter und gibt das Hetzblatt der Stürmer heraus. Im August 1938,
- noch vor der Pogromnacht, lässt er die große Synagoge der Stadt abreißen. Von den über 7000 Juden, die 1933 in Nürnberg leben, wird die Mehrheit
- vertrieben, der Rest deportiert und ermordet. Dann holt der Krieg die Stadt ein, die ihn mit angefeuert hat. In der Nacht zum
- 2. Januar 1945 erscheinen über 500 britische Lancaster Bomber über Nürnberg. In wenigen Minuten verbinden sich tausende Brände zu einem
- Feuersturm, der durch die engen Gassen der Altstadt fegt. Am Morgen sind rund 90% [musik] der mittelalterlichen Stadt zerstört.
- Rund 1800 Menschen sind tot, 100.000 obdachlos. Wo Dürer gelebt hat, wo die Reichskleinodien lagen, wo die
- Heiltumsweisung das Volk versammelte, nichts als Schutt und glühende Trümmer. 13 Millionen Kubikmeter. Die Nürnberger geben dem leeren Land in
- ihrer Stadtmitte einen bitteren Namen, die Sebalder Steppe. Tausend Jahre Geschichte scheinen [musik] in einer Nacht ausgelöscht und doch wird gerade
- aus diesen Trümmern das geboren, wofür Nürnberg heute in der ganzen Welt geachtet wird.
- Es gibt einen Grund, warum die Welt nach dem Krieg nach Nürnberg blickt und es ist ein Nüchter. In der zerstörten Stadt steht ein Gebäude fast unversehrt, der
- Justizpalast mit einem großen Verhandlungssaal und einem Gefängnis gleich daneben. Ein kurzer gesicherter Holzgang führte die Angeklagten direkt
- [musik] von der Zelle in den Saal. Kein anderer Ort im zerstörten Deutschland bot [musik] das, aber natürlich schwingt etwas mit, dass ausgerechnet die Stadt
- der Reichsparteitage zum Ort der Abrechnung wird. Am 20. November 1945 beginnt im Saal 600 [musik] der größte
- Prozess der Geschichte. Die Hauptkriegsverbrecher des Dritten Reiches sitzen [musik] auf der Anklagebank. Unter ihnen Hermann Göring
- und Julius Streicher, [musik] derselbe Streicher, der hier die Synagoge niederreißen ließ. Vier Siegermächte führen die Anklage. Der
- Amerikaner Robert Jackson spricht die Worte, die in die Geschichte eingehen. Dass kein Befehl, kein Amt und kein Staat einen Menschen von der
- Verantwortung für seine Verbrechen befreit. Über 200 Verhandlungstage später fallen die Urteile. 12 Todesstrafen, lebenslange Haft,
- Freisprüche. In der Nacht zum 16. Oktober 1946 werden die Verurteilten hingerichtet imselben Nürnberg, das ihnen einst
- zugejubelt hatte. Aus diesem Saal kommt etwas Neues in die Welt. Die Nürnberger Prinzipien. Der Grundsatz, dass ein einzelner Mensch für
- Verbrechen gegen die Menschlichkeit persönlich vor Gericht steht, [musik] ganz gleich welchen Rang er trägt. Es ist die Geburtsstunde des modernen
- Völkerstrafrechts. Eine gerade Linie führt von diesem Saal bis zum internationalen Strafgerechtshof [musik]
- in Den Haag. Und die Stadt selbst, sie räumt ihre 13 Millionen Kubikmeter Schutt weg. In einem Wettbewerb sammeln [musik] die
- Bürger 1000 Gedanken für den Wiederaufbau, fast 1200 Vorschläge. Man entscheidet sich für einen eigenen Weg. Nicht alles originalgetreu nachbauen,
- nicht alles modern überformen, sondern das mittelalterliche Straßennetz erhalten und in seinem Maße behutsam Neues setzen. Den Nürnberger Weg nennt
- man das. Heute leben in Nürnberg mehr Menschen als je zuvor in 1000 Jahren, über eine halbe Million. Und die Stadt hat aus
- ihrer Geschichte den vielleicht weitesten Bogen gezogen, den eine Stadt ziehen kann. Dort, wo 1935 [musik] die Gesetze verkündet wurden, die Menschen
- entrechteten, verleih Nürnberg heute einen internationalen Menschenrechtspreis. Vom stillen Felsen im fränkischen Wald
- bis hierher. Eine Stadt, die das Herz des Reiches war und Künstler hervorbrachte, die fast unterging und das Recht der Menschheit neu schrieb.
- Der Fels über der Pegnitz steht noch immer. M.
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