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AFD-ANSAGE AUS CDU: Friedrich Merz unter Strom! "Der richtige Schritt in die richtige Richtung!"
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
- Adrian Hepp ist uns jetzt zugeschaltet, Vorsitzender der CDU Großbeeren, also in Brandenburg. Herr Hepp, ich grüße Sie. Guten Morgen, Frau Droste. Grüß Sie.
- Ja, Sie haben mir in der letzten Zeit auch schon deutlich gemacht, dass Sie nicht so glücklich damit sind, wie es gerade läuft in der CDU. Lassen Sie uns
- aber erstmal anfangen auch mit jetzt dieser Erklärung der acht CDU-Ministerpräsidenten. Ist das in Ihren Augen ausreichend
- Rückendeckung für Friedrich Merz, wo er ja gerade so intern auch im Sturm steht? Sagen wir mal so, es ist ein Anfang, was ich erstmal positiv sehe, dass wir als
- CDU geschlossen erstmal zusammenhalten. Nun muss man aber auch fairerweise sagen, es ist nicht der ganze Bundesvorstand. Und diesem Gespräch wird
- sich ja unser Bundeskanzler am Sonntag nach den Wahlen noch stellen müssen. Ist Ihnen auch aufgefallen und vielleicht auch aufgestoßen? Zumindest
- ich habe mich darüber gewundert, das ist eine Erklärung, es geht um Stabilität, man stellt sich gegen eine Minderheitsregierung, gegen
- Personaldiskussion, aber der Name Friedrich Merz taucht da gar nicht auf. Es ist nur vom Bundeskanzler die Rede, da könnte ja auch ein anderer Name sich
- im Laufe der Zeit dann hinter verstecken. Ja. Äh, ich denke mal, auch dazu wird es erst am Sonntag äh Antworten geben aus
- dem ganz Gesamtbundesvorstand. Dass die Ministerpräsidenten sich jetzt erstmal hinter ihrem Kanzler stellen, äh finde ich ist ein normaler Vorgang,
- sollte theoretisch und auch praktisch immer so sein. Und ähm die genauen Fakten, Zahlen und äh was dann genau gewollt wird, das wird Tatsache erst am
- Sonntag, denke ich mal, zum äh Vorschein kommen. Mhm. Herr Hepp, nun hat ja Friedrich Merz eine Taktik gewählt, um jetzt diese
- Diskussion wieder einzufangen nach dem Top-Down-Prinzip. Also, er ist jetzt nicht gesagt gegangen ins Land oder zu der Basis der CDU, um nochmal zu werben,
- um Vertrauen und eine Perspektive in den Raum zu stellen, sondern hat einfach äh versucht im Präsidium zu wirken, alle Ministerpräsidenten der CDU
- abzutelefonieren. Was ist denn bei Ihnen an der Basis? Also, wenn wir jetzt auch nochmal schauen auf den Brandbrief, den Sie ja
- geschrieben haben nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, der Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt, also muss ich es eigentlich genauer formulieren.
- Ist man auf sie zugekommen? Gibt es da Dialog? Wie ist Ihr Eindruck? Also leider ist man auf uns noch nicht zugekommen. Ich bin ehrlich, ich habe
- täglich in meinem E-Mail Fach geguckt. Habe geguckt, ob ich einen Anruf in Abwesenheit auf dem Handy hatte. Ich habe fest damit gerechnet, nicht, dass
- er vielleicht persönlich anruft, aber zumindest jemand aus dem Umfeld oder sein Büro. Dass man sagt, wie sieht es aus? Kommst du vorbei mit
- der Delegation ins Konrad Adenauer Haus? Und wir setzen uns mal zusammen, was brennt der Basis denn? So unter den Nägeln, was habt ihr auf
- dem Herzen? Darf dazu vielleicht noch ergänzend sagen. Wir haben ja viele Experten in den eigenen Reihen, also nicht nur bei unserem Ortsverband,
- sondern in der CDU generell als große bürgerliche Partei, von Ärzten bis zum. Einfachen Arbeiter über Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Soldaten, wir haben ja
- alle Experten da. Man muss einfach nur mal mit ihnen sprechen. Man kann Herrn Merz nicht zu jedem Thema sagen wir mal, CDU Mitglieder befragen,
- aber so grundsätzlich, wenn man dazu rüber kommen würde, sagt man, bricht es ein bisschen runter. Man holt die Leute an der Basis ab. Befragt die eigenen
- Experten in den eigenen Reihen. Da hatte ich immer gesagt, das wäre schon der richtige Schritt in die richtige Richtung.
- Sehen Sie denn eine Perspektive, dass es sich ändern könnte, dass die Lage sich ändern könnte? Denn in dem Schreiben jetzt der acht Ministerpräsidenten war
- ja auch noch mal die klare Absage an die Gedankenspiele einer Minderheitsregierung. Wäre das etwas, wo Sie sagen, damit kämen wir vielleicht
- wieder raus aus der Krise? Oder sagen Sie, nee, das hilft uns dann auch nicht. Also [schnauben] ich sehe das im Moment nicht so wie die Ministerpräsidenten,
- ob das jetzt uns unbedingt hilft. Ja, also ich möchte mich jetzt nicht zum dritten Mal wiederholen. Wir müssen Tatsache den Sonntag abwarten, was der
- Bundesvorstand sagt. Ich habe keinerlei Einblick. Wie die anderen Vorstände das sehen. Ich habe jetzt nur den Einblick, was die Ministerpräsidenten denken, die
- auch im Vorstand vertreten sind. Deswegen kann ich es Tatsache jetzt nicht abschließend bewerten. Welche Zeit geben Sie denn noch? Denn
- Sie hatten ja auch gesagt, keine Reaktion auf Ihren Brief, das Gespräch wird da nicht gesucht. Sie hatten sogar gesagt, sonst irgendwann der
- Parteiaustritt. Also um was geht es jetzt für Sie? Was ist zentral in Ihren Augen?
- Zentral ist wie es vorhin schon gesagt hatte oder in den anderen Statements gesagt hatte, es geht voran, dass wir die Reformen, die angekündigt wurden,
- umsetzen als CDU, dass die SPD nicht dominiert, dass die CDU Politik wieder vorne steht und das ist das zentrale, was es sich eigentlich dreht und da kann
- ich mich nur wiederholen. Wir können uns dann irgendwann unter dieser Fahne nicht mehr wiederfinden, wenn wir weiterhin sagen,
- wir beugen uns dem linken Mainstream, so will ich es mal nennen und wir kommen immer weiter weg von der Mitte rechts. Politik als CDU. Das ist Tatsache so, ja
- und da werden wir es dann überprüfen, wie wir es angekündigt haben. Aber nur noch mal kurz, Herr Epp, die Alternative wäre ja dann, man macht
- wirklich eine Minderheitsregierung auf Bundesebene und wäre dann teilweise, je nach Projekt, vielleicht auch auf Stimmen der AfD angewiesen. Wäre das
- nicht auch ein extremes Risiko für die CDU, dass viele Wähler, konservative Wähler, dann von der Stange gehen?
- Würde ich nicht unbedingt sehen, also, man kann nicht, wenn Anträge gut sind und die falsche Partei mitstimmt, kann man nicht automatisch den Antrag dann
- für schlecht befinden. Also, ja, es wäre ein gangbarer Weg. Man darf auch nicht vergessen, es gibt gibt auch genug Anträge, egal ob jetzt im Bund, im Land
- oder auch auf kommunaler Ebene, die halt auch mit Stimmen von den Linken durchgegangen sind und da stellt sich ja dann auch keiner her und sagt, wir
- ziehen den Antrag zurück, obwohl er gut ist, weil die Linken mitgestimmt haben. Also, da muss man dann irgendwann realistisch sein und noch ist die AfD
- keine verbotene Partei und noch sitzt sie in den Parlamenten drin und da muss man sie auch einfach akzeptieren, die sind gewählte Volksvertreter.
- Herr Epp, danke schön, dass Sie Ihre Position mit uns geteilt haben. Grüße nach Großbeeren, weit ist das von uns ja nicht. Danke.
- Ja.
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