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Klima- und Vegetationszonen im Überblick
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 132 Zeilen
- Ich bin letztens gefragt worden, ob ich nicht mal ein Video zum Zusammenhang zwischen Klima und Vegetationszonen machen könnte. Na ja, und klar kann ich
- das. Ich würde dir mal ein paar allgemeine Zusammenhänge zeigen und dann schauen wir uns das Ganze noch mal an ein oder zwei ausgewählten Beispielen
- an. Auf geht's. [musik]
- Zwischen Klima und Vegetationszonen gibt es einen relativ einfachen Zusammenhang. Du musst dir nur mal überlegen, was es braucht, damit Pflanzen wachsen können.
- Wir brauchen Niederschläge und wir brauchen Wärme. Und [schnauben] was schauen wir uns an, wenn wir ein Klimadiagramm auswerten? Natürlich
- Niederschläge und Temperatur. Von daher kann man beides relativ gut in Einklang bringen. Ich zeig dir jetzt mal, wie sich Niederschlag und Temperatur über
- die Erde verteilen. Ich zeig dir das mal an einem Scha, wo ich mal die Erdoberfläche vom Nordpol [musik] bis zum Equator darstelle. Für
- die bessere Orientierung habe ich dir die geographische Breite jeweils am oberen Rand mit angegeben. Bei der Temperatur nehme ich hier die
- Jahresdurchschnittswerte. Beim Niederschlag wie üblich die Jahresummen. Schauen wir uns mal den Verlauf der
- Temperatur an. Ich starte mal [musik] am Nordpol und bewege mich langsam Richtung Equator. Und da sehen wir, dass die Temperatur bei sehr niedrigen
- Jahresdurchschnittstemperaturen startet. Das [musik] hängt damit zusammen, dass der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen dort im Sommer sehr
- gering ist. Und bis an die Polarkreise hinan gibt es ja auch Polarnacht. Das heißt, im Winter scheint dort gar keine Sonne. Das erklärt die sehr niedrigen
- Temperaturen. Mit Annäherung an den Equator steigen die Temperaturen zunächst. Der Maximalwert wird dann so bei 10 bis 20°
- geografischer Breite erreicht. Dort haben wir dann auch Durchschnittstemperaturen, die deutlich oberhalb der 25° CSUS liegen können. Das
- hängt damit zusammen, dass in diesen Regionen so eher Wüsten oder Halbwüsten zum Teil auch Trockensavwannen sind. Dort fällt sehr wenig Niederschlag und
- damit wird auch sehr wenig Energie für die Verdunstung von Wasser benötigt. Damit bleibt mehr von der zugestrahlten Energie übrig, um das in Wärme
- umzusetzen. In Equatornähe schließlich nehmen die Niederschläge noch mal deutlich zu, wie du gleich sehen wirst. [musik] Und dieser Niederschlag
- verdunstet. Dabei werden riesige Wärmemengen auch umgesetzt. Das heißt, die Jahresdurchschnittstemperatur ist in den Gebieten um den Äquator herum
- tatsächlich etwas niedriger als in den äußeren Tropen, wo die Savwannen und Halbwüsten liegen. Werfen wir mal einen Blick auf den
- Niederschlag und wir starten wieder am Nordpol. Dort ist der Niederschlag nahe null. Das hängt einfach damit zusammen, dass bei den sehr niedrigen Temperaturen
- die absolute Luftfeuchte sehr gering ist. Das heißt, hier ist so wenig Wasserdampf in der Luft, dass ich faktisch kaum [musik] Wolken und
- Niederschläge bilden können. Je weiter wir Richtung Equador kommen, desto wärmer wird es. Damit ist auch mehr Wasserdampf in der Luft. Die
- Niederschläge nehmen langsam zu. Wir haben dann so ein kleines Maximum im Bereich der gemäßigten Klimazone, so zwischen 40 und 50°. Das ist der
- Bereich, wo häufiger Tiefdurchgebiete drüber ziehen. Mein Video zu den Zyklonen kennst du ja vielleicht. Dort entstehen zum Teil sehr ergiebige
- Niederschläge. Mit der Annäherung an die Subtropen werden die Niederschläge wieder weniger trotz der hohen Temperaturen. Das hat damit zu tun, dass
- wir im Bereich des Passatklimas, also in den Wüstengebieten, [musik] absinkende Luftmassen haben und die führen immer zu einer Wolkenauflösung.
- Mit der Annäherung an den Equator. Letztlich [musik] kommen wir in dem Bereich der Äquatorialluft. Dort haben wir also wieder aufsteigende Luftmassen
- und die führen zu deutlich höheren Niederschlägen. Das Maximum haben wir normalerweise in den Equatorialregionen, wo ganzjährigenzeit herrscht. Die
- Vegetation gedeih dort am besten, wo ausreichend Wärme und Niederschlag vorhanden sind. [musik] Fehlt es an einem oder sogar an beiden, muss ich die
- Vegetation anpassen oder sie bleibt komplett aus. Schauen wir uns mal die Verteilung der Vegetationszonen über die Erde an.
- Ich starte hier auch wieder am Nordpol und dort beginnen wir in der polaren Zone. [musik] Wie du an dem Diagramm siehst, gibt es dort kaum Niederschläge
- und wenn, dann fallen sie als Schnee. Das heißt, flüssiges Wasser ist überhaupt nicht verfügbar [musik] und bei Temperaturen, die nicht nur im
- Jahresdurchschnitt, sondern ganzjährig unter 0° CSUS liegen, herrschen überhaupt keine Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Demzufolge stellt sich
- dort eine Wüste ein. Weil es kalt ist, nennen wir diese Eiswüste. [musik] Bewegen wir uns weiter vom Pol, dann wird es langsam wärmer. Und auch wenn
- das Jahresmittel der Temperatur hier immer noch unter 0° CSUS liegt, so gibt es doch im Sommer einzelne frostfreie Monate. Wir sind damit in der subpolaren
- Klimazone angelangt. Dort stellt sich als Vegetation die Tundra ein. Die Tundra ist eine baumfreie Graslandschaft. Gräser, Mose und
- Flechten dominieren das Bild. Viele Pflanzen sind flachwüchsig, weil sie die Wärmegunst in Bodennähen nutzen wollen. Da keiner der Monate über 10° CSUS geht,
- wachsen hier auch noch keine Bäume. Das ändert sich sobald wir in die gemäßigte Zone eintreten. Dort haben wir zumindest im Sommer einen Monat über 10°
- CSUS. Das heißt, ab diesem Wert ist Baumwachstum möglich. Je nachdem, ob wir eher in den ozeanischen oder kontinentalen Gebieten liegen, [musik]
- sind die Jahresmittel der Temperatur knapp über oder zum Teil auch noch deutlich unter 0° CSUS. Die Niederschläge fallen in dieser Region
- relativ gering aus. An dieses kalte, aber feuchte Klima haben sich Nadelgehölze am besten angepasst. Die Vegetationszone, die wir hier finden,
- ist dementsprechend der boreale Nadelwald. Boreale Nadelwälter sind immer grüne Wälder und immer grüne Wälder können im Frühjahr wesentlich
- schneller mit der Fotosynthese beginnen als z.B. Laubbäume. Und damit nutzen sie die relativ kurze Vegetationsperiode vollständig aus. Außerdem sind die
- Nadeln der Bäume häufig mit einer Wachsschicht überzogen und damit [musik] sind die Pflanzen auch winterherter und überstehen die sehr kalten Winter. Eine
- Anpassung an die kalten Winter sind auch flachwurzelnde Bäume, wie z.B. Die Fichte. Tiefwurzelnde Bäume wie z.B. die Kiefer könnten in Gebieten [musik] mit
- Permafrost, der in dieser Region noch relativ weit verbreitet ist, auch gar nicht wachsen. Die borealen Nadelwäder sind im übrigen
- die größten zusammenhängenden Waldgebiete der Erde. [musik] Ein Stück weiter südlich kommen wir in den Bereich der Sommergrünen, Laub und Mischwäder.
- Hier ist die Vegetationsperiode deutlich länger. Die Bäume sind anspruchsvoller, vor allem was die Temperaturen angeht. Es gibt in diesen Regionen auch nur noch
- wenige Monate mit Frost. Die Sommer sind [musik] deutlich über 10° warm und es gibt ausreichend Niederschlag. So finden sich neben den Wäldern auch zahlreiche
- Pflanzen in der Kraut und Strauchschicht. Die Vegetation kann hier generell als artenreich bezeichnet werden.
- Es gibt aber Ausnahmen innerhalb der gemäßigten Zone, wo auch meine Niederschlagskurve nicht ganz passen würde. Und zwar sind es die
- hochkontinentalen, das heißt die besonders mehrfern Gebiete. Dort gibt es warme Sommer, zum Teil aber relativ kalte Winter, aber es mangelt an
- Niederschlag und das wiederum führt dazu, dass Bäume auch bei Temperaturen von über 10° im wärmsten Monat nicht wachsen können. Deren Wasserbedarf wäre
- einfach zu hoch. Es stellen sich dort Grasländer ein, also wiederum Steppen. Gehen wir noch weiter in die kontinentalen Gebiete hinein, verstärkt
- sich dieser Wassermangel und es können Halbwüsten und Wüsten auftreten. Ein Beispiel dafür ist die [musik] Wüste Gobi. Sie ist auch die größte
- außertropische Wüste. An die gemäßigte Zone grenzt südlich der Bereich der Subtropen an. In den Subtropen ist es durchgängig warm, das
- heißt auch die Winter sind frostfrei. Eigentlich optimale Bedingungen [musik] für die Vegetation, aber wir haben bereits gesehen, dass in Richtung der
- Subtropen die Niederschläge weniger werden und das trifft vor allem auf die Sommermonate zu. Insofern sind die Bedingungen eigentlich nicht wirklich
- optimal. [musik] In den Monaten mit ausreichend Wärme fehlt es an Niederschlag und in den
- Monaten mit ausreichend Niederschlag fehlt es an Wärme. Die Pflanzen haben sich trotzdem an diese klimatischen Bedingungen angepasst und zwar vor allem
- an die sommerliche Trockenheit. Wir finden hier überwiegend Hartlaubgewächse. Namensgebend für diese Vegetationszone
- waren die vielen Pflanzen mit dicken ledrigen Blättern. Das ist eine Eigenschaft der Pflanzen, die vor starker Verdunstung im Sommer schützen
- soll. Ebenso Pflanzen mit tiefreichenden Wurzeln oder auch Pflanzen, die Wasser speichern können. Sogenannte Sukulenten finden wir in dieser Zone. Die Sukulenz
- zeigt sich in dieser Zone vor allem in den Früchten. [musik] Zitrusfrüchte wie Orangen, Limetten oder Zitronen, aber auch z.B. der Wein sind Pflanzen,
- [musik] die in den Früchten besonders viel Wasser einlagern. Unter den Bäumen finden wir viele Arten mit einer besonders dicken Burge. Das ist eine
- Anpassung an die doch relativ häufig auftretenden Waldbrände innerhalb dieser Zone. Auch innerhalb der Subtrupen gibt es wieder Ausnahmen und zwar finden wir
- die an den östlichen Rändern der Kontinente. [musik] Dort ist das Klima immer feucht, da die Winde dort über den Sommer vom Meer herhen. Und das führt
- zur Ausbildung subtropischer Feuchtwälder. Diese sind nicht ganz so artenreich wie die immergrünen tropischen Regenwälder. Auch gibt es
- dort Nadelbäume, die in den inneren Tropen fehlen. Aber die Dichte der Vegation ist durchaus mit den tropischen Regenwälldern vergleichbar. Wenn wir uns
- dann weiter Richtung Equator bewegen, landen wir irgendwann mal im Passatklima. In dieser Zone ist es aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung
- ganzjährig warm, aber aufgrund der absinkenden Luft bilden [musik] sich dort keine Niederschläge. Es ist also trocken und zwar ganzjährig. Und das
- führt dazu, dass ich dort nur noch sehr wenige mit unter gar keine Pflanzen mehr ansiedeln können. Wir sprechen hier von Halbwüsten bzw. Wüsten. [musik]
- Als Wüste bezeichnen wir eine Vegetationsform dann, wenn 10% oder weniger einer Fläche noch mit Vegetation bewachsen sind. Das trifft für die
- Eiswüsten genauso zu wie für die tropischen Wüsten. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass in den Eiswüsten die Temperatur der
- Mangelfaktor ist und in den tropischen bzw. randropischen Wüsten ist es das Wasser. Gehen wir die letzten Schritte Richtung
- Equator. Wir kommen in den Bereich der wechselfuchten Tropen. Hier nimmt der Einfluss der Equatorialluft in den Sommermonaten immer mehr zu. Es bilden
- sich dementsprechend Vegetationsformel aus, die sich an die jeweilige Niederschlagsmenge angepasst haben. Randlich an die Wüsten und Halbwüsten
- grenzen die Dirnsawannen an. Dort regnet es nur wenige Monate im Jahr. Darauf folgen die Trockensavannen. Hier ist die Regenzeit schon deutlich länger und dann
- kommen schließlich mit weiterer Annähung an den Äquator die Feuchtsawannen. Hier ist die Trockenzeit relativ kurz, was auch dazu führt, dass diese
- Feuchtzawannen sich optisch kaum noch von den tropischen Regenwältern unterscheiden. Und dann sind wir auch schon am Equator, das heißt innerhalb
- des Equatorialklimas. Und hier haben wir die besten Bedingungen für das Pflanzenwachstum. ganzjährig hohe Temperaturen mit wenig Schwankungen über
- das Jahr. Es gibt ganzjährig hohe Niederschläge. Das heißt, weder bei der Temperatur noch beim Wasser gibt es irgendeinen Mangel. Und das erklärt
- auch, warum die tropischen Regenwälder die artenreichsten Ökosysteme auf unserer Erde sind. Hier bedarf es einfach keinerlei Anpassung der
- Vegetation an irgendwelche Mangelfaktoren. Wobei der Boden [musik] ist hier nicht besonders gut, aber das wäre jetzt ein anderes Thema.
- Das was du hier siehst lässt sich spiegelverkehrt auch für die Südbkugel darstellen mit einer kleinen Ausnahme. Die borealen Nadelwäder sind hier die
- einzige Vegetationszone, die es nur auf der Nordhalbkugel gibt. Auf der Südhabkugel gibt es dort, wo diese Vegetationszone vom Klima her auftreten
- müsste, gar kein Festland. [musik] Deswegen fehlt sie. Fassen wir die Aussagen zu Temperatur und Niederschlag mal zusammen. Alles,
- was du dir merken musst sind ein paar wenige Zahlen. Steigen wir mal ein mit der Temperatur. Bei Temperaturen unter 0° können Pflanzen nicht wachsen. Das
- heißt, wenn kein Monat im Jahr über 0° CSUS kommt, dass dann ein Pflanzenwachstum generell nicht möglich ist. Dortherrscht dann Eiswüste. Sind
- nur einige Monate unter 0° CSUS wird das Pflanzenwachstum zumindest in der Dauer beschränkt und man darf davon ausgehen, dass die Pflanzen, die dort wachsen, an
- die entsprechende Kälte angepasst sind. Eine zweite Zahl, die du dir mehr kennen kannst, ist die 5° CSchwelle. Unterhalb dieser Temperatur herrscht
- Vegetationsruhe. Die Vegetationsperiode beschreibt alle zusammenhängenden Monate, [musik] in denen die Temperatur oberhalb von 5° CSUS liegt. Je nach
- Länge der Vegetationsperiode wachsen mehr oder weniger anspruchsvolle Pflanzen. Eine weitere Zahl, die du dir merken solltest, sind die 10° CSUS. Wenn
- mindestens ein Monat im Jahr über 10° CSUS liegt, dann können auch Bäume wachsen. Ist das der Fall, dass es nur ein oder zwei Monate sind, sind das
- überwiegend noch Nadelgehölze. Je mehr Monate im Jahr über den 10° CS liegen, desto eher finden sich auch Laubbäume. Und der Artenreichtum nimmt generell zu.
- Beim Niederschlag kann man keine so klaren Grenzen definieren, weil die Menge an Niederschlag allein nichts darüber aussagt, wie viel Wasser dem
- Pflanzen zur Verfügung steht, denn das hängt auch von der Temperatur ab. In warmen [musik] Gebieten verdunstet mehr Wasser, von daher würden höhere
- Niederschlagsmengen nicht zwangsläufig zu einem höheren Wasserangebot für Pflanzen führen. Aber welche Aussagen kann man treffen? Man kann also die
- Anzahl der Humitenmonate untersuchen und man kann sagen, wenn in einer Region null Homitemonate vorhanden sind, dass dann Pflanzenwachstum prinzipiell nicht
- möglich ist, denn kein Niederschlag heißt auch keine Pflanzen. Ist die Anzahl der Homiden Monate gering, so bei zwei oder drei, dann würden sich
- zumindest einige hochspezialisierte Pflanzen antreffen lassen. [musik] Mit der abnehmenden Zahl Arimonate und zunehmender Zahl Homidermonate [musik]
- nimmt die Spezialisierung der Arten die Anpassung also an die Trockenheit weiter ab. Ein typisches Merkmal für eine solche Anpassung hatte ich mit der
- Sukulenz bereits genannt. Sind 10 bis 12 Monate im Jahrhom, dann ist seitens des Niederschlags kaum eine Einschränkung vorhanden. Das heißt, bei entsprechend
- hohen Temperaturen herrscht dort eine enorme Artenvielfalt, wie wir sie z.B. im tropischen [musik] Regenwald finden. Schauen wir uns abschließend mal zwei
- ganz konkrete Beispiele an. Okay, wir schauen dazu mal hier auf diese Seite. Das ist climatecharts.net. Das ist auch die Seite, von der ich bereits die
- ganzen anderen Klimadiagramme genommen habe. Den Link dazu packe ich dir wieder mit in die Beschreibung und ich pick mir jetzt hier mal was raus. Und zwar gehe
- ich mal hier rein in den Osten Kanadas. Hier sind wir in Neufundland und ich kann mir hier einen Ort raussuchen. Ich nehme hier mal Grand
- Falls, das gefällt mir. Und lass mir mal das Klimadiagramm anzeigen. Und da sehen wir hier zum einen vollhumides Klima, das heißt 12 Monate sind Humid. Das
- heißt, seitens des Niederschlags dürfte es für Pflanzen keine Einschränkungen geben. Bei der Temperatur sieht das schon ein bisschen anders aus. Wir haben
- von Dezember bis in den März hinein Temperaturen, die unter 0° CSUS liegen. Wir haben eine Vegetationsperiode, die na ja so 5 bis 6 Monate beträgt und wir
- haben Temperaturen, die in der Spitze über 10° liegen und das für immer in 1 2 3 4 Monate. Das heißt, wir können hier mit Baummachstum rechnen. Die
- vergleichsweise kurze Vegetationsperiode und die sehr kalten Winter lassen mich aber annehmen, dass hier Nadelwald zu finden sein wird. Wir dürften uns also
- in der Zone des borealen Nadelwaldes befinden. Schauen wir mal nach. Als zweite Sache nehme ich hier mal die Dürke Atlas App. Und das ist eine Sache,
- die gibt's für relativ wenig Geld kann man sich das leisten. Und hier haben wir wieder Neu Fundland ist ja auch beschrieben. Und wenn wir mal schauen
- von der Signatur her, passt das gut? ist also hier boreale Zone, nördlicher Nadelwald. Genau das, was ich anhand des Klimadiagrammes auch beschrieben hatte.
- So, zweites Beispiel. Ich suche mir mal was raus in Afrika und hier muss ich erstmal einen Punkt finden, den ich dann auch in der Vegetationskarte wiederfinde
- [schnauben] und da bietet sich vielleicht das hier an. Das dürfte der Chatsee sein. Jawohl, das ist der Chatsee und ich klicke hier einfach mal
- rein und lass mir für diese Region um den Schatzse herum mal das Klima anzeigen. Okay, ich mache das mal mit Balken. Na
- ja, und da sieht man schon, dass die Temperatur hier auf keinen Fall ein limitierender Faktor ist. Wir haben alle Monate über 5, sogar über 10° CSUS. Das
- heißt, hier müssten [musik] eigentlich Bäume wachsen, aber du siehst, der Niederschlag ist zu gering. Wir sehen, dass nur 3 Monate insgesamt Hum sind und
- wenn wir uns mal die Summe der Niederschläge übers Jahr anschauen, dann ist das so wenig, dass das sogar deutlich weniger ist als in den
- trockensten Orten in Deutschland und das bei viel höheren Temperaturen. Das heißt, wir können davon ausgehen, dass hier für die Vegetation denkbar
- schlechte Bedingungen herrschen. Dennoch, ich hatte vorhin gesagt, dass so bei zwei bis drei Humiden Monaten durchaus spezialisierte Pflanzen wachsen
- können. [musik] Die Vegetationsdichte wäre hier nicht sehr hoch und es gebe, wie gesagt, einige wenige angepasste Pflanzen, möglicherweise auch
- Sukulenten. Und jetzt schauen wir mal in die DKEA Atlas App, was mir [musik] diese Karte hier dazu sagt. Den Schatzi kann ich hier schon erkennen.
- Das hier dürfte er sein. Na ja, und wenn wir mal hier drüben schauen in der Legende, dann finden wir dieses Symbol hier. Sommerfeuchte Dornstrauch und
- Sukulentensavanne. Na ja, wunderbar. Das passt doch. Mit ein wenig Übung kriegst du sicherlich auch hin, aus
- Klimadiiagrammen Rückschlüsse auf die Vegetation ziehen zu können. Ich kann dir dazu auch diese beiden Seiten hier empfehlen. Climatecharts.net
- und die Dürker Atlas App. Das ist wirklich preiswert. Kostet glaube ich um die 4 € im Jahr als Lizenz, also wirklich pro Jahr. Ich lasse dir die
- Links zu beiden mal in der Beschreibung zurück. Lass mich gerne wissen, ob das Video dir an irgendeiner Stelle geholfen hat. Lass mir gerne auch einen Daumen
- hoch da und auch ein Abo. Das würde mir weiterhelfen, auch den Kanal weiter zu entwickeln und weiter wachsen zu lassen. Ich hoffe, wir hören und sehen uns dann
- in meinem nächsten Video wieder. Bis dahin.
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