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Klima- und Vegetationszonen im Überblick

13 Grad Ost19:18 1.171 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 132 Zeilen
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  1. Ich bin letztens gefragt worden, ob ich nicht mal ein Video zum Zusammenhang zwischen Klima und Vegetationszonen machen könnte. Na ja, und klar kann ich
  2. das. Ich würde dir mal ein paar allgemeine Zusammenhänge zeigen und dann schauen wir uns das Ganze noch mal an ein oder zwei ausgewählten Beispielen
  3. an. Auf geht's. [musik]
  4. Zwischen Klima und Vegetationszonen gibt es einen relativ einfachen Zusammenhang. Du musst dir nur mal überlegen, was es braucht, damit Pflanzen wachsen können.
  5. Wir brauchen Niederschläge und wir brauchen Wärme. Und [schnauben] was schauen wir uns an, wenn wir ein Klimadiagramm auswerten? Natürlich
  6. Niederschläge und Temperatur. Von daher kann man beides relativ gut in Einklang bringen. Ich zeig dir jetzt mal, wie sich Niederschlag und Temperatur über
  7. die Erde verteilen. Ich zeig dir das mal an einem Scha, wo ich mal die Erdoberfläche vom Nordpol [musik] bis zum Equator darstelle. Für
  8. die bessere Orientierung habe ich dir die geographische Breite jeweils am oberen Rand mit angegeben. Bei der Temperatur nehme ich hier die
  9. Jahresdurchschnittswerte. Beim Niederschlag wie üblich die Jahresummen. Schauen wir uns mal den Verlauf der
  10. Temperatur an. Ich starte mal [musik] am Nordpol und bewege mich langsam Richtung Equator. Und da sehen wir, dass die Temperatur bei sehr niedrigen
  11. Jahresdurchschnittstemperaturen startet. Das [musik] hängt damit zusammen, dass der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen dort im Sommer sehr
  12. gering ist. Und bis an die Polarkreise hinan gibt es ja auch Polarnacht. Das heißt, im Winter scheint dort gar keine Sonne. Das erklärt die sehr niedrigen
  13. Temperaturen. Mit Annäherung an den Equator steigen die Temperaturen zunächst. Der Maximalwert wird dann so bei 10 bis 20°
  14. geografischer Breite erreicht. Dort haben wir dann auch Durchschnittstemperaturen, die deutlich oberhalb der 25° CSUS liegen können. Das
  15. hängt damit zusammen, dass in diesen Regionen so eher Wüsten oder Halbwüsten zum Teil auch Trockensavwannen sind. Dort fällt sehr wenig Niederschlag und
  16. damit wird auch sehr wenig Energie für die Verdunstung von Wasser benötigt. Damit bleibt mehr von der zugestrahlten Energie übrig, um das in Wärme
  17. umzusetzen. In Equatornähe schließlich nehmen die Niederschläge noch mal deutlich zu, wie du gleich sehen wirst. [musik] Und dieser Niederschlag
  18. verdunstet. Dabei werden riesige Wärmemengen auch umgesetzt. Das heißt, die Jahresdurchschnittstemperatur ist in den Gebieten um den Äquator herum
  19. tatsächlich etwas niedriger als in den äußeren Tropen, wo die Savwannen und Halbwüsten liegen. Werfen wir mal einen Blick auf den
  20. Niederschlag und wir starten wieder am Nordpol. Dort ist der Niederschlag nahe null. Das hängt einfach damit zusammen, dass bei den sehr niedrigen Temperaturen
  21. die absolute Luftfeuchte sehr gering ist. Das heißt, hier ist so wenig Wasserdampf in der Luft, dass ich faktisch kaum [musik] Wolken und
  22. Niederschläge bilden können. Je weiter wir Richtung Equador kommen, desto wärmer wird es. Damit ist auch mehr Wasserdampf in der Luft. Die
  23. Niederschläge nehmen langsam zu. Wir haben dann so ein kleines Maximum im Bereich der gemäßigten Klimazone, so zwischen 40 und 50°. Das ist der
  24. Bereich, wo häufiger Tiefdurchgebiete drüber ziehen. Mein Video zu den Zyklonen kennst du ja vielleicht. Dort entstehen zum Teil sehr ergiebige
  25. Niederschläge. Mit der Annäherung an die Subtropen werden die Niederschläge wieder weniger trotz der hohen Temperaturen. Das hat damit zu tun, dass
  26. wir im Bereich des Passatklimas, also in den Wüstengebieten, [musik] absinkende Luftmassen haben und die führen immer zu einer Wolkenauflösung.
  27. Mit der Annäherung an den Equator. Letztlich [musik] kommen wir in dem Bereich der Äquatorialluft. Dort haben wir also wieder aufsteigende Luftmassen
  28. und die führen zu deutlich höheren Niederschlägen. Das Maximum haben wir normalerweise in den Equatorialregionen, wo ganzjährigenzeit herrscht. Die
  29. Vegetation gedeih dort am besten, wo ausreichend Wärme und Niederschlag vorhanden sind. [musik] Fehlt es an einem oder sogar an beiden, muss ich die
  30. Vegetation anpassen oder sie bleibt komplett aus. Schauen wir uns mal die Verteilung der Vegetationszonen über die Erde an.
  31. Ich starte hier auch wieder am Nordpol und dort beginnen wir in der polaren Zone. [musik] Wie du an dem Diagramm siehst, gibt es dort kaum Niederschläge
  32. und wenn, dann fallen sie als Schnee. Das heißt, flüssiges Wasser ist überhaupt nicht verfügbar [musik] und bei Temperaturen, die nicht nur im
  33. Jahresdurchschnitt, sondern ganzjährig unter 0° CSUS liegen, herrschen überhaupt keine Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Demzufolge stellt sich
  34. dort eine Wüste ein. Weil es kalt ist, nennen wir diese Eiswüste. [musik] Bewegen wir uns weiter vom Pol, dann wird es langsam wärmer. Und auch wenn
  35. das Jahresmittel der Temperatur hier immer noch unter 0° CSUS liegt, so gibt es doch im Sommer einzelne frostfreie Monate. Wir sind damit in der subpolaren
  36. Klimazone angelangt. Dort stellt sich als Vegetation die Tundra ein. Die Tundra ist eine baumfreie Graslandschaft. Gräser, Mose und
  37. Flechten dominieren das Bild. Viele Pflanzen sind flachwüchsig, weil sie die Wärmegunst in Bodennähen nutzen wollen. Da keiner der Monate über 10° CSUS geht,
  38. wachsen hier auch noch keine Bäume. Das ändert sich sobald wir in die gemäßigte Zone eintreten. Dort haben wir zumindest im Sommer einen Monat über 10°
  39. CSUS. Das heißt, ab diesem Wert ist Baumwachstum möglich. Je nachdem, ob wir eher in den ozeanischen oder kontinentalen Gebieten liegen, [musik]
  40. sind die Jahresmittel der Temperatur knapp über oder zum Teil auch noch deutlich unter 0° CSUS. Die Niederschläge fallen in dieser Region
  41. relativ gering aus. An dieses kalte, aber feuchte Klima haben sich Nadelgehölze am besten angepasst. Die Vegetationszone, die wir hier finden,
  42. ist dementsprechend der boreale Nadelwald. Boreale Nadelwälter sind immer grüne Wälder und immer grüne Wälder können im Frühjahr wesentlich
  43. schneller mit der Fotosynthese beginnen als z.B. Laubbäume. Und damit nutzen sie die relativ kurze Vegetationsperiode vollständig aus. Außerdem sind die
  44. Nadeln der Bäume häufig mit einer Wachsschicht überzogen und damit [musik] sind die Pflanzen auch winterherter und überstehen die sehr kalten Winter. Eine
  45. Anpassung an die kalten Winter sind auch flachwurzelnde Bäume, wie z.B. Die Fichte. Tiefwurzelnde Bäume wie z.B. die Kiefer könnten in Gebieten [musik] mit
  46. Permafrost, der in dieser Region noch relativ weit verbreitet ist, auch gar nicht wachsen. Die borealen Nadelwäder sind im übrigen
  47. die größten zusammenhängenden Waldgebiete der Erde. [musik] Ein Stück weiter südlich kommen wir in den Bereich der Sommergrünen, Laub und Mischwäder.
  48. Hier ist die Vegetationsperiode deutlich länger. Die Bäume sind anspruchsvoller, vor allem was die Temperaturen angeht. Es gibt in diesen Regionen auch nur noch
  49. wenige Monate mit Frost. Die Sommer sind [musik] deutlich über 10° warm und es gibt ausreichend Niederschlag. So finden sich neben den Wäldern auch zahlreiche
  50. Pflanzen in der Kraut und Strauchschicht. Die Vegetation kann hier generell als artenreich bezeichnet werden.
  51. Es gibt aber Ausnahmen innerhalb der gemäßigten Zone, wo auch meine Niederschlagskurve nicht ganz passen würde. Und zwar sind es die
  52. hochkontinentalen, das heißt die besonders mehrfern Gebiete. Dort gibt es warme Sommer, zum Teil aber relativ kalte Winter, aber es mangelt an
  53. Niederschlag und das wiederum führt dazu, dass Bäume auch bei Temperaturen von über 10° im wärmsten Monat nicht wachsen können. Deren Wasserbedarf wäre
  54. einfach zu hoch. Es stellen sich dort Grasländer ein, also wiederum Steppen. Gehen wir noch weiter in die kontinentalen Gebiete hinein, verstärkt
  55. sich dieser Wassermangel und es können Halbwüsten und Wüsten auftreten. Ein Beispiel dafür ist die [musik] Wüste Gobi. Sie ist auch die größte
  56. außertropische Wüste. An die gemäßigte Zone grenzt südlich der Bereich der Subtropen an. In den Subtropen ist es durchgängig warm, das
  57. heißt auch die Winter sind frostfrei. Eigentlich optimale Bedingungen [musik] für die Vegetation, aber wir haben bereits gesehen, dass in Richtung der
  58. Subtropen die Niederschläge weniger werden und das trifft vor allem auf die Sommermonate zu. Insofern sind die Bedingungen eigentlich nicht wirklich
  59. optimal. [musik] In den Monaten mit ausreichend Wärme fehlt es an Niederschlag und in den
  60. Monaten mit ausreichend Niederschlag fehlt es an Wärme. Die Pflanzen haben sich trotzdem an diese klimatischen Bedingungen angepasst und zwar vor allem
  61. an die sommerliche Trockenheit. Wir finden hier überwiegend Hartlaubgewächse. Namensgebend für diese Vegetationszone
  62. waren die vielen Pflanzen mit dicken ledrigen Blättern. Das ist eine Eigenschaft der Pflanzen, die vor starker Verdunstung im Sommer schützen
  63. soll. Ebenso Pflanzen mit tiefreichenden Wurzeln oder auch Pflanzen, die Wasser speichern können. Sogenannte Sukulenten finden wir in dieser Zone. Die Sukulenz
  64. zeigt sich in dieser Zone vor allem in den Früchten. [musik] Zitrusfrüchte wie Orangen, Limetten oder Zitronen, aber auch z.B. der Wein sind Pflanzen,
  65. [musik] die in den Früchten besonders viel Wasser einlagern. Unter den Bäumen finden wir viele Arten mit einer besonders dicken Burge. Das ist eine
  66. Anpassung an die doch relativ häufig auftretenden Waldbrände innerhalb dieser Zone. Auch innerhalb der Subtrupen gibt es wieder Ausnahmen und zwar finden wir
  67. die an den östlichen Rändern der Kontinente. [musik] Dort ist das Klima immer feucht, da die Winde dort über den Sommer vom Meer herhen. Und das führt
  68. zur Ausbildung subtropischer Feuchtwälder. Diese sind nicht ganz so artenreich wie die immergrünen tropischen Regenwälder. Auch gibt es
  69. dort Nadelbäume, die in den inneren Tropen fehlen. Aber die Dichte der Vegation ist durchaus mit den tropischen Regenwälldern vergleichbar. Wenn wir uns
  70. dann weiter Richtung Equator bewegen, landen wir irgendwann mal im Passatklima. In dieser Zone ist es aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung
  71. ganzjährig warm, aber aufgrund der absinkenden Luft bilden [musik] sich dort keine Niederschläge. Es ist also trocken und zwar ganzjährig. Und das
  72. führt dazu, dass ich dort nur noch sehr wenige mit unter gar keine Pflanzen mehr ansiedeln können. Wir sprechen hier von Halbwüsten bzw. Wüsten. [musik]
  73. Als Wüste bezeichnen wir eine Vegetationsform dann, wenn 10% oder weniger einer Fläche noch mit Vegetation bewachsen sind. Das trifft für die
  74. Eiswüsten genauso zu wie für die tropischen Wüsten. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass in den Eiswüsten die Temperatur der
  75. Mangelfaktor ist und in den tropischen bzw. randropischen Wüsten ist es das Wasser. Gehen wir die letzten Schritte Richtung
  76. Equator. Wir kommen in den Bereich der wechselfuchten Tropen. Hier nimmt der Einfluss der Equatorialluft in den Sommermonaten immer mehr zu. Es bilden
  77. sich dementsprechend Vegetationsformel aus, die sich an die jeweilige Niederschlagsmenge angepasst haben. Randlich an die Wüsten und Halbwüsten
  78. grenzen die Dirnsawannen an. Dort regnet es nur wenige Monate im Jahr. Darauf folgen die Trockensavannen. Hier ist die Regenzeit schon deutlich länger und dann
  79. kommen schließlich mit weiterer Annähung an den Äquator die Feuchtsawannen. Hier ist die Trockenzeit relativ kurz, was auch dazu führt, dass diese
  80. Feuchtzawannen sich optisch kaum noch von den tropischen Regenwältern unterscheiden. Und dann sind wir auch schon am Equator, das heißt innerhalb
  81. des Equatorialklimas. Und hier haben wir die besten Bedingungen für das Pflanzenwachstum. ganzjährig hohe Temperaturen mit wenig Schwankungen über
  82. das Jahr. Es gibt ganzjährig hohe Niederschläge. Das heißt, weder bei der Temperatur noch beim Wasser gibt es irgendeinen Mangel. Und das erklärt
  83. auch, warum die tropischen Regenwälder die artenreichsten Ökosysteme auf unserer Erde sind. Hier bedarf es einfach keinerlei Anpassung der
  84. Vegetation an irgendwelche Mangelfaktoren. Wobei der Boden [musik] ist hier nicht besonders gut, aber das wäre jetzt ein anderes Thema.
  85. Das was du hier siehst lässt sich spiegelverkehrt auch für die Südbkugel darstellen mit einer kleinen Ausnahme. Die borealen Nadelwäder sind hier die
  86. einzige Vegetationszone, die es nur auf der Nordhalbkugel gibt. Auf der Südhabkugel gibt es dort, wo diese Vegetationszone vom Klima her auftreten
  87. müsste, gar kein Festland. [musik] Deswegen fehlt sie. Fassen wir die Aussagen zu Temperatur und Niederschlag mal zusammen. Alles,
  88. was du dir merken musst sind ein paar wenige Zahlen. Steigen wir mal ein mit der Temperatur. Bei Temperaturen unter 0° können Pflanzen nicht wachsen. Das
  89. heißt, wenn kein Monat im Jahr über 0° CSUS kommt, dass dann ein Pflanzenwachstum generell nicht möglich ist. Dortherrscht dann Eiswüste. Sind
  90. nur einige Monate unter 0° CSUS wird das Pflanzenwachstum zumindest in der Dauer beschränkt und man darf davon ausgehen, dass die Pflanzen, die dort wachsen, an
  91. die entsprechende Kälte angepasst sind. Eine zweite Zahl, die du dir mehr kennen kannst, ist die 5° CSchwelle. Unterhalb dieser Temperatur herrscht
  92. Vegetationsruhe. Die Vegetationsperiode beschreibt alle zusammenhängenden Monate, [musik] in denen die Temperatur oberhalb von 5° CSUS liegt. Je nach
  93. Länge der Vegetationsperiode wachsen mehr oder weniger anspruchsvolle Pflanzen. Eine weitere Zahl, die du dir merken solltest, sind die 10° CSUS. Wenn
  94. mindestens ein Monat im Jahr über 10° CSUS liegt, dann können auch Bäume wachsen. Ist das der Fall, dass es nur ein oder zwei Monate sind, sind das
  95. überwiegend noch Nadelgehölze. Je mehr Monate im Jahr über den 10° CS liegen, desto eher finden sich auch Laubbäume. Und der Artenreichtum nimmt generell zu.
  96. Beim Niederschlag kann man keine so klaren Grenzen definieren, weil die Menge an Niederschlag allein nichts darüber aussagt, wie viel Wasser dem
  97. Pflanzen zur Verfügung steht, denn das hängt auch von der Temperatur ab. In warmen [musik] Gebieten verdunstet mehr Wasser, von daher würden höhere
  98. Niederschlagsmengen nicht zwangsläufig zu einem höheren Wasserangebot für Pflanzen führen. Aber welche Aussagen kann man treffen? Man kann also die
  99. Anzahl der Humitenmonate untersuchen und man kann sagen, wenn in einer Region null Homitemonate vorhanden sind, dass dann Pflanzenwachstum prinzipiell nicht
  100. möglich ist, denn kein Niederschlag heißt auch keine Pflanzen. Ist die Anzahl der Homiden Monate gering, so bei zwei oder drei, dann würden sich
  101. zumindest einige hochspezialisierte Pflanzen antreffen lassen. [musik] Mit der abnehmenden Zahl Arimonate und zunehmender Zahl Homidermonate [musik]
  102. nimmt die Spezialisierung der Arten die Anpassung also an die Trockenheit weiter ab. Ein typisches Merkmal für eine solche Anpassung hatte ich mit der
  103. Sukulenz bereits genannt. Sind 10 bis 12 Monate im Jahrhom, dann ist seitens des Niederschlags kaum eine Einschränkung vorhanden. Das heißt, bei entsprechend
  104. hohen Temperaturen herrscht dort eine enorme Artenvielfalt, wie wir sie z.B. im tropischen [musik] Regenwald finden. Schauen wir uns abschließend mal zwei
  105. ganz konkrete Beispiele an. Okay, wir schauen dazu mal hier auf diese Seite. Das ist climatecharts.net. Das ist auch die Seite, von der ich bereits die
  106. ganzen anderen Klimadiagramme genommen habe. Den Link dazu packe ich dir wieder mit in die Beschreibung und ich pick mir jetzt hier mal was raus. Und zwar gehe
  107. ich mal hier rein in den Osten Kanadas. Hier sind wir in Neufundland und ich kann mir hier einen Ort raussuchen. Ich nehme hier mal Grand
  108. Falls, das gefällt mir. Und lass mir mal das Klimadiagramm anzeigen. Und da sehen wir hier zum einen vollhumides Klima, das heißt 12 Monate sind Humid. Das
  109. heißt, seitens des Niederschlags dürfte es für Pflanzen keine Einschränkungen geben. Bei der Temperatur sieht das schon ein bisschen anders aus. Wir haben
  110. von Dezember bis in den März hinein Temperaturen, die unter 0° CSUS liegen. Wir haben eine Vegetationsperiode, die na ja so 5 bis 6 Monate beträgt und wir
  111. haben Temperaturen, die in der Spitze über 10° liegen und das für immer in 1 2 3 4 Monate. Das heißt, wir können hier mit Baummachstum rechnen. Die
  112. vergleichsweise kurze Vegetationsperiode und die sehr kalten Winter lassen mich aber annehmen, dass hier Nadelwald zu finden sein wird. Wir dürften uns also
  113. in der Zone des borealen Nadelwaldes befinden. Schauen wir mal nach. Als zweite Sache nehme ich hier mal die Dürke Atlas App. Und das ist eine Sache,
  114. die gibt's für relativ wenig Geld kann man sich das leisten. Und hier haben wir wieder Neu Fundland ist ja auch beschrieben. Und wenn wir mal schauen
  115. von der Signatur her, passt das gut? ist also hier boreale Zone, nördlicher Nadelwald. Genau das, was ich anhand des Klimadiagrammes auch beschrieben hatte.
  116. So, zweites Beispiel. Ich suche mir mal was raus in Afrika und hier muss ich erstmal einen Punkt finden, den ich dann auch in der Vegetationskarte wiederfinde
  117. [schnauben] und da bietet sich vielleicht das hier an. Das dürfte der Chatsee sein. Jawohl, das ist der Chatsee und ich klicke hier einfach mal
  118. rein und lass mir für diese Region um den Schatzse herum mal das Klima anzeigen. Okay, ich mache das mal mit Balken. Na
  119. ja, und da sieht man schon, dass die Temperatur hier auf keinen Fall ein limitierender Faktor ist. Wir haben alle Monate über 5, sogar über 10° CSUS. Das
  120. heißt, hier müssten [musik] eigentlich Bäume wachsen, aber du siehst, der Niederschlag ist zu gering. Wir sehen, dass nur 3 Monate insgesamt Hum sind und
  121. wenn wir uns mal die Summe der Niederschläge übers Jahr anschauen, dann ist das so wenig, dass das sogar deutlich weniger ist als in den
  122. trockensten Orten in Deutschland und das bei viel höheren Temperaturen. Das heißt, wir können davon ausgehen, dass hier für die Vegetation denkbar
  123. schlechte Bedingungen herrschen. Dennoch, ich hatte vorhin gesagt, dass so bei zwei bis drei Humiden Monaten durchaus spezialisierte Pflanzen wachsen
  124. können. [musik] Die Vegetationsdichte wäre hier nicht sehr hoch und es gebe, wie gesagt, einige wenige angepasste Pflanzen, möglicherweise auch
  125. Sukulenten. Und jetzt schauen wir mal in die DKEA Atlas App, was mir [musik] diese Karte hier dazu sagt. Den Schatzi kann ich hier schon erkennen.
  126. Das hier dürfte er sein. Na ja, und wenn wir mal hier drüben schauen in der Legende, dann finden wir dieses Symbol hier. Sommerfeuchte Dornstrauch und
  127. Sukulentensavanne. Na ja, wunderbar. Das passt doch. Mit ein wenig Übung kriegst du sicherlich auch hin, aus
  128. Klimadiiagrammen Rückschlüsse auf die Vegetation ziehen zu können. Ich kann dir dazu auch diese beiden Seiten hier empfehlen. Climatecharts.net
  129. und die Dürker Atlas App. Das ist wirklich preiswert. Kostet glaube ich um die 4 € im Jahr als Lizenz, also wirklich pro Jahr. Ich lasse dir die
  130. Links zu beiden mal in der Beschreibung zurück. Lass mich gerne wissen, ob das Video dir an irgendeiner Stelle geholfen hat. Lass mir gerne auch einen Daumen
  131. hoch da und auch ein Abo. Das würde mir weiterhelfen, auch den Kanal weiter zu entwickeln und weiter wachsen zu lassen. Ich hoffe, wir hören und sehen uns dann
  132. in meinem nächsten Video wieder. Bis dahin.

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