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24 politische Ideologien in 12 Minuten
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Transkriptautomatisch erstellt · 74 Zeilen
- Kapitalismus: Der Kapitalismus oder der Wirtschaftsliberalismus ist ein Wirtschaftssystem, das eine Vielzahl von Ideologien umfasst, die ihn
- unterschiedlich definieren. Die am weitesten verbreitete Definition ist in der Regel die Herrschaft des freies Marktes mit Eigentumsrechten und einem schwachen Staat. Unternehmer können
- im Kapitalismus frei hantieren und im Wettbewerb miteinander über ihr jeweiliges Kapital bestimmen. Konservatismus: Konservative gehen davon aus,
- dass es eine natürliche Ordnung gibt, die durch Vernunft oder Tradition erkennbar ist und betonen deshalb die traditionellen Pflichten und Tugenden einer Gesellschaften, die sie bewahren
- wollen. Dabei setzen sie sich in der Regel für den Erhalt von Institutionen wie der Religion und dem klassischen Familienbild ein, weil ihnen soziale Stabilität und Kontinuität besonders wichtig ist.
- Kommunitarismus: Kommunitaristen wollen Gemeinschaft statt Gesellschaft: Ihnen ist vor allem das Wohlergehen der Gemeinschaft und die
- Bedeutung dieser als soziale Einheit wichtig. Im Gegensatz zu Kollektivisten wollen Kommunitaristen nicht das unterordnen des Individuums unter eine Gruppe, sondern betonen, dass individuelle und
- kollektive Interessen miteinander vereinbar sind. Der Kommunitarismus geht davon aus, dass es im besten Interesse jedes Einzelnen liegt, sich in die Gesellschaft einzubringen.
- Monarchismus: Monarchisten treten für ein ererbtes oder gewähltes staatliches Oberhaupt in Form eines Königs oder eines Kaisers ein,
- der meistens auf lebenszeit regieren soll. Monarchien können deshalb sowohl in einer demokratischen, als auch in einer totalitären Staatsformen angestrebt werden,
- wobei das Staatsvolk selbst wenig bis keinen Einfluss auf die Politik besitzt. Republikanismus: Republik (wörtlich:
- res publica, öffentliche Angelegenheit) werden alle Staatsformen genannt, in denen das Staatsvolk die höchste formale Macht besitzt. Das Gegenteil der Republik ist
- damit die Monarchie. Grundsätzlich zeichnet sich eine Republik durch periodisch gewählte Staatsoberhäupte, der Volkssouveränität und dem Orientieren am Gemeinwohl aus.
- Liberalismus: Der Liberalismus zeichnet sich durch eine wirtschaftlich und politische freiheitliche Einstellung aus. Im
- Liberalismus soll sich das Zusammenleben an der größtmöglichen individuelle Freiheit orientieren. Liberale wollen deshalb die Gewährleistung der Chancengleichheit vor dem Gesetz,
- Eine freie und offene Marktwirtschaft, eine Verfassungsmäßig begrenzte staatliche Macht, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und das Trennen von Religion und Staat.
- Libertarismus: Libertäre vertreten einen radikaleren Liberalismus,
- und setzen sich für ein Ende der meisten nicht kapitalistischen, also nicht am Markt orientierten Strukturen ein. Libertäre wollen die größtmögliche Freiheit für die Individuen,
- was nur durch eine stark begrenzte Regierungsmacht möglich ist, die sich im Liberatrismus nur auf die Rechte des Individuums auf Leben, Freiheit und Eigentum konzentrieren soll.
- Anarchismus: Anarchisten setzen sich für eine Gesellschaft ohne Herrscher oder staatliche Autorität ein, mit dem Fokus auf der Idee der größtmöglichen Freiheit.
- Ein universelles und definierendes Merkmal des Anarchismus ist die Ablehnung des "Staates" und jeder zentralisierten bürokratischen Herrschaft, die als ungerecht empfunden wird. Im Anarchismus
- gibt es aber sich grundsätzlich widerprechende Ausprägungen: Linke Anarchisten wollen alle hirarchischen Machtsysteme stürzen, die vor allem im Kapitalismus zu Tage treten, während
- rechtsgerichtete Anarchisten unter „Freiheit“ vor allem die Freiheit des Marktes verstehen. Egalitarismus: Egalitaristen wollen die
- größtmögliche soziale Gleichheit in einem Staat. In verschiedenen Ausprägungen kann das entweder die Gleichheit des Besitzes oder Chancengleichheit bedeuten. In jedem Fall streben Egalitaristen
- aber die Gleichheit vor dem Gesetz und die Gleichbehandlung aller Menschen im Staat an. Sozialismus: Unter den vielen
- Formen des Sozialismus wird im klassischen Sozialismus der Egalitarismus angestrebt, den man aber nur verwirklicht sieht, wenn die Produktionsmittel einer Gesellschaft
- den Arbeitern gehören und die produzierten Güter fair verteilt werden. Sozialisten bezeichnen sich als links und setzen sich für die Demokratisierung von öffentlichen Insitutionen,
- eine hohe Besteuerung der Reichen und die Verstaatlichung wichtiger Industriebereiche ein. Dazu gehört meist ein starker Staat, der die faire Verteilung gewährleisten kann.
- Kommunismus: Der Kommunismus ist ein wirtschaftliches, politisches und soziales System, das eine Gesellschaft befürwortet, die durch das
- gemeinsame Eigentum an den Produktionsmitteln sowie das Fehlen sozialer Klassen, des Marktes und des Staates gekennzeichnet ist, die sich nach Marxistischer Theorie sowieso in ihrer Endphase
- befinden. Kommunisten wollen durch die Zerstörung des Kapitalismus die kommunistische Gesellschaft herbeiführen. Innerhalb des Kommunismus gibt es verschiedenste konkurrierende Formen,
- die unterschiedliche Methoden zur Erreichung des Kommunismus befürworten. Feminismus: Feminismus ist in der Regel
- eine kulturell linksgerichtete Ideologie, die sich auf die Emanzipation der Frauen und frauenbezogene Themen konzentriert. Dabei setzen sich Feministen vor allem für Geschlechtergerechtigkeit ein,
- weil sie die Gesellschaft als eine patriarchale Männerdomäne betrachten. Der Feminsismus teilt sich heutzutage maßgeblich in zwei Lager auf: diejnigen,
- intersectionale Ideen unterstützen und denen es um ein Ende jeglicher Diskriminierung geht, und diejenigen, die die Stellung der (biologisch) Frau fördern möchten.
- Progressivismus: Im Gegensatz zu den Konservativen sind Die Anhänger des Progressivismus von einem kulturellen, politischen und sozialen
- Fortschritt überzeugt. Der Progressivismus entstammt einer theoretisch linken Tradition und betrachtet soziale Realität im Allgemeinen konstruktivistisch. Progressive setzen sich
- für Offenheit und Inklusion ein, während sie traditionelle Werte an sich generell ablehnen. Transhumanismus:
- Transhumanisten sind der Überzeugung, dass vor allem der technische Forschritt die nahe Zukunft prägen wird. Sie wollen deshalb die aufkommende Technologien nutzen, um die Menschheit zu
- verbessern und physische Einschränkungen bis zur eventuellen Unsterblichkeit zu überwinden. Der Transhumansimus ist mit vielen anderen politischen Ideologien kompatibel,
- insofern technologische Entwicklungen und deren Anwendung nicht abgelehnt werden. Moderatismus:
- Der Moderatismus ist eine zentristische Ideologie, in der zu keinen starken Meinungen in politischen Diskussionen tendiert wird. Moderate sind Anhänger der Hufeisentheorie,
- nachdem politische extreme nach links und rechts streben, während die moderate Mitte bürgerliche Interessen vertritt. Was als moderat gilt, wird vom Overton-Fenster bestimmt.
- Ökologismus: „Ökologismus“ als politische Theorie ist eine Fremdzuschreibung, die den Einsatz für den Umweltschutz mit einer
- gewissen Radikalität oder Militanz bezeichnet. Ökologisten empfinden das Verhältnis zwischen Mensch und Natur dementsprechend als gestört und setzen sich für ein
- nachhaltiges Wirtschaften und Leben und gegen jede Art Umweltverschmutzung und den Klimawandel ein. Populismus:
- Populisten sind grundsätzlich nicht links oder rechts, aber wollen eine große Anzahl von Menschen und ihre Empfindlichkeiten ansprechen. Populisten sind der Überzeugung, die Massen,
- die sie von den Eliten unterscheiden, repräseniteren zu können. Dabei versprechen sie der Mehrheit eines Staats, die sich als das eigentliche Volk wahrnimmt, Wohlstand
- oder eine Besserung der sozialen Verhältnisse. Weil große Massen an Menschen in Demokratien besonders mächtig sind, wird der Poplismus oft mit der Demokratie in Verbindung gedacht.
- Islamismus: Islamisten streben eine im Sinne des Islams religiös legitimierte Gesellschaftsordnung
- an. In dieser Ordnung soll Staat und Religion nicht voneinander getrennt sein. Religions-, Meinungsfreiheit, Individualität und Geschlechtergerechtigkeit werden von
- Islamisten abgelehnt. Innerhalb des Islamismus gibt es zwei Strömungen, die sich in der Frage rund um die Legitimität von Gewalt grundsätzlich unterscheiden.
- Nationalismus: Nationalismus ist Ideologie, die kulturell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, je nachdem von welcher Gruppe und in welcher
- Region sie vertreten wird. Nationalisten wollen ihre gemeinsame kulturelle Identität in einem Staat verwirklicht sehen. Ihr größtes Ziel ist das Erlangen und Aufrechterhalten von Souveränität
- über ein wahrgenommenes Heimatland, um einen Nationalstaat zu schaffen. Nationalisten vertreten die Auffassung, dass jede Nation sich selbst regieren sollte, frei von äußerer Einmischung,
- dass eine Nation eine natürliche und ideale Grundlage für eine politische Gemeinschaft ist und dass die Nation die einzige rechtmäßige Quelle politischer Macht ist.
- Separatismus: Separatisten, oder auch Sezessionisten sind Nationalisten, die eine getrennte Nation mit eigener
- Regierung innerhalb eines Landes oder eines souveränen Staates etablieren wollen. Als politische Ideologie ist der Seperatismus sehr heterogen, geht aber grundsätzlich davon aus,
- dass Minderheitsgruppen in einer Gesellschaft Gefahr laufen, ihre Identität zu verlieren. Von der jeweiligen staatlichen Institution, von der sie beherrscht werden, fühlen sie sich in
- ihrer Identität, ihrer politischen Ansicht oder ihrer Selbstbestimmung unterdrückt. Autoritarismus: Autoritäre wollen eine Form der Regierung,
- die eine starke (normalerweise zentrale) Macht besitzt, und die Gehorsam gegenüber der Autorität des Staates fordert. politische und bürgerliche Freiheiten sind in einem autoritaritischen System
- stark begrenzt. „Autoritär“ wird oftmals in einem negativen Kontext verwendet und bezeichnet meistens das Fehlen freier und wettbewerbsfähiger demokratischer Wahlen,
- einen Einparteienstaat mit starker Zensur. Je nach Definition kann Autoritarismus aber auch einem demokratien demokratischen Land mit freien und fairen Wahlen herrschen,
- wenn die Einschränkung von Freiheiten zunimmt und mehr Gewicht auf Autorität gelegt wird. Die extreme, undemokratischen Form des Autoritarismus ist der Totalitarismus.
- Imperialismus: Imperialisten gehen traditionell davon aus, dass ein Land seine Macht oder seinen Einfluss durch militärische
- Aktionen ausweiten darf. Damit verbunden ist der Gedanke, dass mächtigere Nationen, Staaten oder Völker über schwächere herrschen sollten. Vom Nationalismus unterscheidet er sich insofern, als
- dass er mit einem klaren Chauvinismus einhergeht. Imperialisten glauben, dass auch kolonisierte Menschen durch jeweilige Errungenschaften und der Macht eines Imperiums profitieren können.
- Faschismus: Der Name Faschismus stammt vom etruskischen Symbol namens "Fasces", das ein gebundenes Bündel von Holzstangen ist. Faschisten gehen davon aus,
- dass eine kollektivistische Gemeinschaft mit einer Gemeinsamen autoriären Weltanschauung wie bei dem Bündel Holz mächtig genug ist, sich imperialistisch in der Welt zu behaupten.
- Der Stil der Faschisten ist dabei totalitär, ultranationalistisch bis imperialistisch und ästhetisierend. Der klassische Faschismus stammt aus Italien unter der Herrschaft Mussolinis.
- Nationalsozialismus: Der Nationalisozialismus, eine Spielart des deutschen Faschismus und eine totalitäre, imperialistische, chauvinistische und
- antisemitische Ideologie, die im Dritten Reich verwirklicht war. Nationalsozialisten glauben, dass der Staat und die ethnische Volksgemeinschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Herrschaft
- übt im nationalsozialismus deshalb ein mächtiger Führer aus, der den direkten Volkswillen verkörpern soll. Im Gegensatz zum Faschismus sollen im Nationalsozialismus
- Klassenunterschiede beseitigt werden, obwohl an privatem Eigentum festgehalten wird.
Zum Nachlesen
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