Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

24 politische Ideologien in 12 Minuten

PhrasenDrescher11:55 106.767 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 74 Zeilen
Herunterladen
  1. Kapitalismus: Der Kapitalismus oder der Wirtschaftsliberalismus ist ein Wirtschaftssystem, das eine Vielzahl von Ideologien umfasst, die ihn
  2. unterschiedlich definieren. Die am weitesten verbreitete Definition ist in der Regel die Herrschaft des freies Marktes mit Eigentumsrechten und einem schwachen Staat. Unternehmer können
  3. im Kapitalismus frei hantieren und im Wettbewerb miteinander über ihr jeweiliges Kapital bestimmen. Konservatismus: Konservative gehen davon aus,
  4. dass es eine natürliche Ordnung gibt, die durch Vernunft oder Tradition erkennbar ist und betonen deshalb die traditionellen Pflichten und Tugenden einer Gesellschaften, die sie bewahren
  5. wollen. Dabei setzen sie sich in der Regel für den Erhalt von Institutionen wie der Religion und dem klassischen Familienbild ein, weil ihnen soziale Stabilität und Kontinuität besonders wichtig ist.
  6. Kommunitarismus: Kommunitaristen wollen Gemeinschaft statt Gesellschaft: Ihnen ist vor allem das Wohlergehen der Gemeinschaft und die
  7. Bedeutung dieser als soziale Einheit wichtig. Im Gegensatz zu Kollektivisten wollen Kommunitaristen nicht das unterordnen des Individuums unter eine Gruppe, sondern betonen, dass individuelle und
  8. kollektive Interessen miteinander vereinbar sind. Der Kommunitarismus geht davon aus, dass es im besten Interesse jedes Einzelnen liegt, sich in die Gesellschaft einzubringen.
  9. Monarchismus: Monarchisten treten für ein ererbtes oder gewähltes staatliches Oberhaupt in Form eines Königs oder eines Kaisers ein,
  10. der meistens auf lebenszeit regieren soll. Monarchien können deshalb sowohl in einer demokratischen, als auch in einer totalitären Staatsformen angestrebt werden,
  11. wobei das Staatsvolk selbst wenig bis keinen Einfluss auf die Politik besitzt. Republikanismus: Republik (wörtlich:
  12. res publica, öffentliche Angelegenheit) werden alle Staatsformen genannt, in denen das Staatsvolk die höchste formale Macht besitzt. Das Gegenteil der Republik ist
  13. damit die Monarchie. Grundsätzlich zeichnet sich eine Republik durch periodisch gewählte Staatsoberhäupte, der Volkssouveränität und dem Orientieren am Gemeinwohl aus.
  14. Liberalismus: Der Liberalismus zeichnet sich durch eine wirtschaftlich und politische freiheitliche Einstellung aus. Im
  15. Liberalismus soll sich das Zusammenleben an der größtmöglichen individuelle Freiheit orientieren. Liberale wollen deshalb die Gewährleistung der Chancengleichheit vor dem Gesetz,
  16. Eine freie und offene Marktwirtschaft, eine Verfassungsmäßig begrenzte staatliche Macht, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und das Trennen von Religion und Staat.
  17. Libertarismus: Libertäre vertreten einen radikaleren Liberalismus,
  18. und setzen sich für ein Ende der meisten nicht kapitalistischen, also nicht am Markt orientierten Strukturen ein. Libertäre wollen die größtmögliche Freiheit für die Individuen,
  19. was nur durch eine stark begrenzte Regierungsmacht möglich ist, die sich im Liberatrismus nur auf die Rechte des Individuums auf Leben, Freiheit und Eigentum konzentrieren soll.
  20. Anarchismus: Anarchisten setzen sich für eine Gesellschaft ohne Herrscher oder staatliche Autorität ein, mit dem Fokus auf der Idee der größtmöglichen Freiheit.
  21. Ein universelles und definierendes Merkmal des Anarchismus ist die Ablehnung des "Staates" und jeder zentralisierten bürokratischen Herrschaft, die als ungerecht empfunden wird. Im Anarchismus
  22. gibt es aber sich grundsätzlich widerprechende Ausprägungen: Linke Anarchisten wollen alle hirarchischen Machtsysteme stürzen, die vor allem im Kapitalismus zu Tage treten, während
  23. rechtsgerichtete Anarchisten unter „Freiheit“ vor allem die Freiheit des Marktes verstehen. Egalitarismus: Egalitaristen wollen die
  24. größtmögliche soziale Gleichheit in einem Staat. In verschiedenen Ausprägungen kann das entweder die Gleichheit des Besitzes oder Chancengleichheit bedeuten. In jedem Fall streben Egalitaristen
  25. aber die Gleichheit vor dem Gesetz und die Gleichbehandlung aller Menschen im Staat an. Sozialismus: Unter den vielen
  26. Formen des Sozialismus wird im klassischen Sozialismus der Egalitarismus angestrebt, den man aber nur verwirklicht sieht, wenn die Produktionsmittel einer Gesellschaft
  27. den Arbeitern gehören und die produzierten Güter fair verteilt werden. Sozialisten bezeichnen sich als links und setzen sich für die Demokratisierung von öffentlichen Insitutionen,
  28. eine hohe Besteuerung der Reichen und die Verstaatlichung wichtiger Industriebereiche ein. Dazu gehört meist ein starker Staat, der die faire Verteilung gewährleisten kann.
  29. Kommunismus: Der Kommunismus ist ein wirtschaftliches, politisches und soziales System, das eine Gesellschaft befürwortet, die durch das
  30. gemeinsame Eigentum an den Produktionsmitteln sowie das Fehlen sozialer Klassen, des Marktes und des Staates gekennzeichnet ist, die sich nach Marxistischer Theorie sowieso in ihrer Endphase
  31. befinden. Kommunisten wollen durch die Zerstörung des Kapitalismus die kommunistische Gesellschaft herbeiführen. Innerhalb des Kommunismus gibt es verschiedenste konkurrierende Formen,
  32. die unterschiedliche Methoden zur Erreichung des Kommunismus befürworten. Feminismus: Feminismus ist in der Regel
  33. eine kulturell linksgerichtete Ideologie, die sich auf die Emanzipation der Frauen und frauenbezogene Themen konzentriert. Dabei setzen sich Feministen vor allem für Geschlechtergerechtigkeit ein,
  34. weil sie die Gesellschaft als eine patriarchale Männerdomäne betrachten. Der Feminsismus teilt sich heutzutage maßgeblich in zwei Lager auf: diejnigen,
  35. intersectionale Ideen unterstützen und denen es um ein Ende jeglicher Diskriminierung geht, und diejenigen, die die Stellung der (biologisch) Frau fördern möchten.
  36. Progressivismus: Im Gegensatz zu den Konservativen sind Die Anhänger des Progressivismus von einem kulturellen, politischen und sozialen
  37. Fortschritt überzeugt. Der Progressivismus entstammt einer theoretisch linken Tradition und betrachtet soziale Realität im Allgemeinen konstruktivistisch. Progressive setzen sich
  38. für Offenheit und Inklusion ein, während sie traditionelle Werte an sich generell ablehnen. Transhumanismus:
  39. Transhumanisten sind der Überzeugung, dass vor allem der technische Forschritt die nahe Zukunft prägen wird. Sie wollen deshalb die aufkommende Technologien nutzen, um die Menschheit zu
  40. verbessern und physische Einschränkungen bis zur eventuellen Unsterblichkeit zu überwinden. Der Transhumansimus ist mit vielen anderen politischen Ideologien kompatibel,
  41. insofern technologische Entwicklungen und deren Anwendung nicht abgelehnt werden. Moderatismus:
  42. Der Moderatismus ist eine zentristische Ideologie, in der zu keinen starken Meinungen in politischen Diskussionen tendiert wird. Moderate sind Anhänger der Hufeisentheorie,
  43. nachdem politische extreme nach links und rechts streben, während die moderate Mitte bürgerliche Interessen vertritt. Was als moderat gilt, wird vom Overton-Fenster bestimmt.
  44. Ökologismus: „Ökologismus“ als politische Theorie ist eine Fremdzuschreibung, die den Einsatz für den Umweltschutz mit einer
  45. gewissen Radikalität oder Militanz bezeichnet. Ökologisten empfinden das Verhältnis zwischen Mensch und Natur dementsprechend als gestört und setzen sich für ein
  46. nachhaltiges Wirtschaften und Leben und gegen jede Art Umweltverschmutzung und den Klimawandel ein. Populismus:
  47. Populisten sind grundsätzlich nicht links oder rechts, aber wollen eine große Anzahl von Menschen und ihre Empfindlichkeiten ansprechen. Populisten sind der Überzeugung, die Massen,
  48. die sie von den Eliten unterscheiden, repräseniteren zu können. Dabei versprechen sie der Mehrheit eines Staats, die sich als das eigentliche Volk wahrnimmt, Wohlstand
  49. oder eine Besserung der sozialen Verhältnisse. Weil große Massen an Menschen in Demokratien besonders mächtig sind, wird der Poplismus oft mit der Demokratie in Verbindung gedacht.
  50. Islamismus: Islamisten streben eine im Sinne des Islams religiös legitimierte Gesellschaftsordnung
  51. an. In dieser Ordnung soll Staat und Religion nicht voneinander getrennt sein. Religions-, Meinungsfreiheit, Individualität und Geschlechtergerechtigkeit werden von
  52. Islamisten abgelehnt. Innerhalb des Islamismus gibt es zwei Strömungen, die sich in der Frage rund um die Legitimität von Gewalt grundsätzlich unterscheiden.
  53. Nationalismus: Nationalismus ist Ideologie, die kulturell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, je nachdem von welcher Gruppe und in welcher
  54. Region sie vertreten wird. Nationalisten wollen ihre gemeinsame kulturelle Identität in einem Staat verwirklicht sehen. Ihr größtes Ziel ist das Erlangen und Aufrechterhalten von Souveränität
  55. über ein wahrgenommenes Heimatland, um einen Nationalstaat zu schaffen. Nationalisten vertreten die Auffassung, dass jede Nation sich selbst regieren sollte, frei von äußerer Einmischung,
  56. dass eine Nation eine natürliche und ideale Grundlage für eine politische Gemeinschaft ist und dass die Nation die einzige rechtmäßige Quelle politischer Macht ist.
  57. Separatismus: Separatisten, oder auch Sezessionisten sind Nationalisten, die eine getrennte Nation mit eigener
  58. Regierung innerhalb eines Landes oder eines souveränen Staates etablieren wollen. Als politische Ideologie ist der Seperatismus sehr heterogen, geht aber grundsätzlich davon aus,
  59. dass Minderheitsgruppen in einer Gesellschaft Gefahr laufen, ihre Identität zu verlieren. Von der jeweiligen staatlichen Institution, von der sie beherrscht werden, fühlen sie sich in
  60. ihrer Identität, ihrer politischen Ansicht oder ihrer Selbstbestimmung unterdrückt. Autoritarismus: Autoritäre wollen eine Form der Regierung,
  61. die eine starke (normalerweise zentrale) Macht besitzt, und die Gehorsam gegenüber der Autorität des Staates fordert. politische und bürgerliche Freiheiten sind in einem autoritaritischen System
  62. stark begrenzt. „Autoritär“ wird oftmals in einem negativen Kontext verwendet und bezeichnet meistens das Fehlen freier und wettbewerbsfähiger demokratischer Wahlen,
  63. einen Einparteienstaat mit starker Zensur. Je nach Definition kann Autoritarismus aber auch einem demokratien demokratischen Land mit freien und fairen Wahlen herrschen,
  64. wenn die Einschränkung von Freiheiten zunimmt und mehr Gewicht auf Autorität gelegt wird. Die extreme, undemokratischen Form des Autoritarismus ist der Totalitarismus.
  65. Imperialismus: Imperialisten gehen traditionell davon aus, dass ein Land seine Macht oder seinen Einfluss durch militärische
  66. Aktionen ausweiten darf. Damit verbunden ist der Gedanke, dass mächtigere Nationen, Staaten oder Völker über schwächere herrschen sollten. Vom Nationalismus unterscheidet er sich insofern, als
  67. dass er mit einem klaren Chauvinismus einhergeht. Imperialisten glauben, dass auch kolonisierte Menschen durch jeweilige Errungenschaften und der Macht eines Imperiums profitieren können.
  68. Faschismus: Der Name Faschismus stammt vom etruskischen Symbol namens "Fasces", das ein gebundenes Bündel von Holzstangen ist. Faschisten gehen davon aus,
  69. dass eine kollektivistische Gemeinschaft mit einer Gemeinsamen autoriären Weltanschauung wie bei dem Bündel Holz mächtig genug ist, sich imperialistisch in der Welt zu behaupten.
  70. Der Stil der Faschisten ist dabei totalitär, ultranationalistisch bis imperialistisch und ästhetisierend. Der klassische Faschismus stammt aus Italien unter der Herrschaft Mussolinis.
  71. Nationalsozialismus: Der Nationalisozialismus, eine Spielart des deutschen Faschismus und eine totalitäre, imperialistische, chauvinistische und
  72. antisemitische Ideologie, die im Dritten Reich verwirklicht war. Nationalsozialisten glauben, dass der Staat und die ethnische Volksgemeinschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Herrschaft
  73. übt im nationalsozialismus deshalb ein mächtiger Führer aus, der den direkten Volkswillen verkörpern soll. Im Gegensatz zum Faschismus sollen im Nationalsozialismus
  74. Klassenunterschiede beseitigt werden, obwohl an privatem Eigentum festgehalten wird.

Zum Nachlesen