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Das Rätsel Zeit - Die Entdeckung der Zeit | Harald Lesch | Terra X
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 346 Zeilen
- Was ist Zeit? Einige sagen, es ist die Abfolge von Augenblicken.
- Und wie bei einem Schuss oder fließendem Wasser gibt es nur eine Richtung.
- Aber was wäre, wenn die Zeit wie Wasser manchmal stillstehen oder sogar die Richtung ändern könnte?
- Vom Tod zum Leben, schön wär's. Aber die Zeit kennt nur eine Richtung:
- vom Leben zum Tod. Dabei weiß niemand, was Zeit eigentlich ist.
- Und das geht nicht nur uns heute so. Schon Augustinus von Hippo, einer der frühen Kirchenväter,
- hat im 5. Jahrhundert als einer der Ersten auf das Mysterium der Zeit hingewiesen.
- "Was ist Zeit?", fragt er. Und er hat sich zugleich die Antwort selbst gegeben:
- "Wenn mich niemand danach fragt, dann weiß ich's. Aber wenn ich's einem Fragenden erklären soll,
- dann weiß ich's nicht." Ich weiß es leider auch nicht.
- Fangen wir doch mal ganz von vorne an. * Mysteriöse Musik *
- Der Beginn eines neuen Lebens. Eine ganze Welt wartet darauf, entdeckt zu werden.
- Der Fluss der Zeit ordnet unser Leben. Denn die Dinge geschehen nacheinander,
- nicht gleichzeitig. Aber die Zeit fließt nicht immer gleich schnell.
- Denn wie wir sie empfinden, hängt auch von unserem Alter ab. Ab dem Augenblick, in dem wir unsere Augen öffnen,
- nehmen wir unzählige Eindrücke wahr und zugleich läuft unsere Lebenszeit unerbittlich los.
- Am Anfang gefühlt unendlich langsam und je älter wir werden scheinbar umso schneller.
- Wie kann das sein? * Die Uhr tickt. *
- Ein Jahr ist doch immer gleich lang. Daran ändert sich doch nichts, ganz egal, ob ich fünf bin oder 50.
- Und trotzdem stimmt es, wenn ich Ihnen sage, dass wir mit 18 bereits das meiste wahrgenommen haben.
- Klingt seltsam, ist aber logisch. "Wieso?", werden Sie jetzt fragen.
- Um das zu verstehen, machen wir eine kleine Zeitreise. Die Erklärung für dieses Phänomen
- verdanken wir einem französischen Philosophen: Paul Janet.
- Guten Morgen. Beginnen wir. Unser heutiges Thema behandelt die Zeit.
- Irgendwelche Fragen dazu? Paris, 1897.
- Nein? Dachte ich mir. Paradoxa sind Janets Leidenschaft.
- Und die Zeit ist für ihn ein solches. Wie er mathematisch nachweist.
- Wenn er "1 = 100%" aufschreibt, bedeutet das nichts anderes, als dass für uns im ersten Lebensjahr alles neu ist.
- Und je älter wir werden, desto geringer wird der Wahrnehmungsgewinn
- und die Erinnerung an das, was passiert. Wie Sie hier sehen können,
- empfinden wir unsere Zeit unterschiedlich. Wenn wir etwas zum ersten Mal erleben,
- gräbt sich das direkt ins Gehirn ein und hinterlässt dort tatsächlich spürbare Auswirkungen oder Spuren.
- Die führen dazu, dass uns ein solcher Zeitraum als lange erscheint.
- Deshalb haben Menschen das Gefühl, jedes Jahr vergeht schneller, weil wir immer das Gleiche tun und haben später keine Erinnerung.
- Deshalb ist Zeitwahrnehmung im Blick auf das Alter aus einer ganzen Reihe von Gründen relativ.
- Zeit ist relativ, hat schon Albert Einstein gesagt. Sie vergeht in Anwesenheit einer schönen Frau
- viel schneller als beim Zahnarzt. Oder auch in einer Vorlesung.
- Zeit, mit anderen Worten, vergeht für jeden von uns anders. Sag mal, wollen wir nachher mal eine Runde spazieren gehen?
- Der geniale Einstein, der hat nicht nur berechnet, er hat es an sich selber erfahren, dass die Zeit relativ ist.
- Je älter wir werden, umso schneller scheint die Zeit zu vergehen. Das ist nicht sehr beruhigend.
- Aber wenn die Zeit so unterschiedlich vergeht, was ist denn dann die Gegenwart?
- Die Forschung sagt, es sind drei Sekunden. Eins, zwei, drei. Das ist so gut wie nichts.
- Oder ist das so, weil die Welt sich immer schneller um sich selber dreht oder weil Millionen Reize auf uns einprasseln?
- Aber wie war es denn früher? Ich meine - viel früher.
- War da die Gegenwart länger? So wie unser eigenes Leben ist auch unser Planet ständigen,
- aber scheinbar unendlich langsamen Veränderungen unterworfen. Das Leben unserer Vorfahren wird von natürlichen Zyklen geprägt:
- dem Wechsel von der kalten zur warmen Jahreszeit, von Tag und Nacht.
- Damit untrennbar verbunden sind Aussaat und Ernte, die bestimmenden Faktoren im Alltag bäuerlicher Gesellschaften.
- Uhren spielen keine Rolle. Jahrtausende ändert sich das kaum.
- Erst im 3. Jahrhundert vor Christus kommt es zu einer wahren Zäsur in der Geschichte der Zeitmessung.
- Es ist Konsul Messalla, der seinen Sieg über den Erzfeind Karthago
- in einem Triumphzug durch Rom feiern lässt. Er bringt im Jahr 263 die erste Sonnenuhr nach Rom
- und lässt sie im Comitium aufstellen, dort, wo sich die Römer versammeln.
- Mehr und mehr finden jetzt Sonnen- und Wasseruhren ihren Weg aus Ägypten und der griechischen Welt nach Rom.
- (Stimme) Erinnere dich daran, dass du nur ein Mensch bist. Damals wechselt die Länge des Jahres
- regelmäßig zwischen 355, 377 und 378 Tagen. Da kann man beim Stecken des Kalenders
- schon mal durcheinanderkommen. Dabei ist das genaue Bestimmen des Tages
- im alten Rom unendlich wichtig. Denn wie in allen alten Kulturen
- gibt es im Volksglauben gute und schlechte Tage. Und an diesen sollte man tunlichst jedes Risiko vermeiden.
- Wohl auch deshalb kommt es im Jahr 46 vor Christus unter Julius Cäsar zu einer großen Kalenderreform.
- Der komplizierte römische Mondkalender wird durch den ägyptischen Sonnenkalender ersetzt.
- Es handelt sich um eine außergewöhnliche Reform von großer Innovationskraft.
- Und darin liegt die große Bedeutung des Werks von Julius Cäsar. Erstens, man benötigte ein einheitliches System
- für ganz Rom und die eroberten Städte. Der zweite Grund ist, wie wir heute sagen würden,
- ein steuerlich-administrativer. Denn die Zeitmessung erlaubte jetzt,
- die Arbeitszeiten der Arbeiter und Angestellten zu zählen. Julius Cäsar tritt mit seiner Kalenderreform
- ganz unbescheiden in die Fußstapfen des legendären Rom-Gründers Romulus, der den ersten römischen Kalender erfunden haben soll.
- Zusammen mit dem Aufstellen von Sonnenuhren verbreiten sich so von Rom aus Kalenderreform und Zeitmessung
- über das ganze Imperium. Zuvor muss Cäsar noch eine Kleinigkeit richten,
- bis alles reibungslos läuft. Da die Römer vor der julianischen Kalenderreform
- den alten Kalender benutzten, ist der im Jahr 46 nicht mehr im Gleichklang mit den Jahreszeiten.
- So zeigt er zum Beispiel Juni, obwohl es in der Natur erst Ende März ist.
- Damit aber auch im neuen Kalender Bäume und Blumen in der richtigen Zeit blühen,
- lässt Cäsar im Jahr 46 einfach 90 Tage anhängen. Und so ist dieses Jahr mit 445 Tagen
- als das längste Jahr in der Geschichte der Menschheit in die Annalen eingegangen.
- Und dieser Kalender gilt dann 1600 Jahre. Gemeinsam ordnen der neue julianische Kalender
- und die aufgestellten Sonnenuhren immer stärker den Alltag der Römer. Und auch wenn wir nicht genau wissen,
- ob und inwieweit sich die Römer nach der neuen Uhrzeit richteten, gibt es Hinweise, dass viele nicht glücklich damit waren.
- So klagt der Komödienschreiber Plautus, dass früher nicht die Sonnenuhr einem diktierte,
- wenn man Hunger zu haben hat, sondern es allein der Magen bestimmte.
- Zumal die Stunden, die die Sonnenuhren anzeigen, im Laufe des Jahres ganz unterschiedlich lang sind.
- Weil es im Sommer viel länger hell ist, dauert jede der zwölf Tagesstunden im alten Rom bis zu 75 Minuten.
- Im Winter hingegen, wegen der viel kürzeren Tage, nur 45. Neben Plautus kritisiert auch
- der berühmte konservative Politiker Cato die Sonnenuhr. Er meint, dass es dem römischen Bürger,
- als Krieger und Bauer geboren, genüge, sich der Sonne zuzuwenden und die Götter zu grüßen, um das Maß der Zeit zu haben.
- Heute sind moderne Zeitmesser das Maß aller Dinge und selbst aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken.
- Satelliten machen dank Atomuhren GPS-gesteuerte Feldbestellung exakt auf den Zentimeter möglich.
- Auch von den Jahreszeiten haben wir uns unabhängiger gemacht. Beim sogenannten "Vertical Farming" inmitten unserer Städte
- lassen sich höhere Erträge erzielen als in herkömmlichen Treibhäusern. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
- Der Einsatz von Technik überlistet zwar die natürliche Zeit, aber verbraucht mehr und mehr Energie.
- Die Konsequenzen sehen wir im Klimawandel und steigenden Temperaturen.
- Energie, die in Form von Kohle und Öl über Millionen Jahre entstanden ist, verbrauchen wir in Rekordzeit.
- In Menschenzeit. Unser Einfluss ist seit Jahrzehnten unumstritten.
- Und dennoch handeln wir nur langsam. Als würde Zeit keine Rolle spielen.
- Vielleicht auch, weil wir glauben, dass das Schlimmste außerhalb unserer eigenen Lebenszeit liegt.
- Es fällt uns schwer, unser Tun anzupassen, obwohl der Planet im wahrsten Sinne des Wortes heiß gelaufen ist.
- Heiß gelaufen, das ist ein gutes Stichwort. Wobei, die Wärme muss ja nicht von außen kommen,
- sie kann auch von innen kommen. Und so verrückt das auch klingt, das ändert unsere Zeitwahrnehmung.
- Und diese Erkenntnis verdanken wir einem treusorgenden Ehemann. Anna Hoagland ist seit Tagen krank, liegt mit Fieber im Bett.
- Ich bin gleich wieder da. Ihr Mann, der selbst Arzt ist, kümmert sich rührend um sie.
- Als er nur kurz eine Tablette holen geht, beschwert sie sich bei seiner Rückkehr bitter.
- Ewig sei er weg gewesen. Wo warst du denn so lange?
- Aber nein, ich habe nur schnell deine Pillen geholt. Hudson Hoagland beginnt sich mehrfach am Tage Notizen zu machen
- und stellt fest, dass die innere Uhr seiner Frau viel schneller tickt als die messbare Zeit.
- * Sie zählt die Sekunden. * Und je höher ihre Körpertemperatur steigt,
- und je schneller ihre innere Uhr tickt, desto länger erscheint ihr die reale Zeit.
- Zeit, so Hoaglands Erkenntnis, verhält sich umgekehrt zur Körpertemperatur.
- Für dich vergeht die Zeit langsamer, wie es scheint. Wenn Hoaglands Beobachtung
- vom Anfang der 1930er Jahre richtig ist, dann müsste sich die Wahrnehmung der Zeit auch bei Kälte ändern.
- Eine Übung mit Schweizer Profitauchern soll weitere Klarheit darüber bringen.
- Da bei Fieber die innere Uhr schneller tickt, müsste sie bei großer Kälte langsamer laufen.
- Um das zu überprüfen, soll es ins Eiswasser gehen. Der Kameramann, der alles dokumentieren wird,
- trägt einen Trockentaucheranzug. Damit kann er stundenlang gefahrlos unter Wasser bleiben.
- Lars, der Proband, trägt einen ganz normalen Neoprenanzug. Er wird sofort nass und damit kalt werden.
- Er weiß als einziger nicht, um was es bei der Übung eigentlich geht.
- Mehrfach gesichert taucht er ins Eiswasser ab. Das Wasser hat nur drei Grad.
- Am Anfang, erzählt Lars später, habe er seine Gliedmaßen vor Kälte kaum gespürt.
- Er hat über 1000 Tauchstunden absolviert und ist Vollprofi. Die Zeit vergeht.
- Erst nach 31 Minuten kommt Lars wieder nach oben und der für die Zeitwahrnehmung entscheidende Teil kann beginnen.
- Ich hätte gerne, dass du jetzt auf drei Minuten zählst, laut. Okay?
- (Lars) Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs... Schon nach wenigen Sekunden wird klar:
- Die Kälte lässt Lars' innere Uhr langsamer gehen als den Sekundenzeiger auf der Stoppuhr.
- ... 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60. * Er zählt weiter. *
- ... 55, 56, 57, 58, 58, 59, 60. Lars, du hast jetzt drei Minuten gezählt,
- aber in Wahrheit sind es drei Minuten 43. Okay.
- Das ist doch irre. Körpertemperatur und Zeitwahrnehmung -
- ein weiterer Beleg dafür, dass die Zeit eben nicht absolut ist, sondern relativ.
- Für uns vergeht gefühlt die Zeit nicht immer gleich schnell. Deshalb hat Albert Einstein auch gesagt:
- Zeit ist das, was man auf der Uhr abliest. Aber unsere Wahrnehmung von Zeit
- hat mit der Uhrzeit oft gar nichts zu tun. Da müssen viele Dinge und Umstände zusammenkommen.
- Aber bevor wir darauf eingehen, müssen wir noch was ganz anderes klären.
- Denn wenn Zeitwahrnehmung relativ ist, stellt sich wieder die Frage,
- was Zeit eigentlich ist und wie wir uns in der Zeit verorten. Können wir daher überhaupt sicher sein,
- im Jahr 2024 zu leben? Um das rauszufinden, fahre ich nach Salzburg.
- Denn in der Stiftsbibliothek von St. Peter liegt ein kleiner Schatz der Zeitberechnung.
- Für eine sehr lange Zeit gab es sehr viele verschiedene Ordnungen der Zeit.
- Die Frage, in welchem Jahr wir eigentlich leben, ist gar nicht so einfach zu beantworten,
- wie es auf den ersten Blick aussieht. Zu dem Thema sind viele Bücher und Abhandlungen geschrieben worden.
- Nehmen wir mal das Jahr 2000 nach christlicher Zeitrechnung. Für die Buddhisten ist es das Jahr 2543,
- denn im Jahr 543 vor unserer Zeitrechnung ist Buddha gestorben.
- Da beginnt ihre Zeitrechnung. Für den Islam ist es das Jahr 1420.
- Denn nach islamischer Vorstellung beginnt die Zeitrechnung im Jahr 622 nach unserer Zeitrechnung,
- als nämlich der Prophet Mohammed mit seinem Gefolge von Mekka nach Medina geflohen ist.
- Und nach jüdischer Auffassung ist unser Jahr 2000 das Jahr 5761. Weil nämlich, nach jüdischer Auffassung,
- die Welt entstand im Jahr 3761 vor unserer Zeitrechnung. Man sieht, das Jahr 2000 gibt es per se gar nicht.
- Das gibt es nur, wenn man sich am christlichen Glauben orientiert. Und auch da hat es ziemlich lange gedauert,
- und es musste so mancher Irrweg begangen werden, bis man da endlich angekommen ist.
- Der Mönch Dionysius Exiguus soll im 6. Jahrhundert im Auftrag des Papstes Ordnung in das Kirchenjahr bringen
- und den allgemein gültigen Zeitpunkt für das Osterfest berechnen. Seine wichtigste Referenz ist der erste Vollmond im Frühjahr.
- Denn nach jüdischer Überlieferung fand zu diesem Zeitpunkt die Hinrichtung von Jesus statt,
- dessen Auferstehung Christen an Ostern feiern, was es zum wichtigsten Fest der Christenheit macht.
- In endlosen Nächten gleicht der Mönch Kalender mit Mondphasen ab
- und legt Ostern schließlich für die nächsten 100 Jahre fest. Doch das ist nicht alles.
- Nach dem Studium vieler Quellen errechnet Dionysius auch das Jahr der Geburt Jesu
- und legt es als Jahr 1 der christlichen Zeitrechnung fest. So bestimmt Dionysius nicht nur zukünftige Osterfeiern,
- sondern ordnet auch die Vergangenheit neu, indem er die heute allgemein übliche Jahreszählung vorgibt.
- Das ist wirklich beachtlich. - Ich danke euch aufrichtig. Ich habe zu danken.
- So sahen die Listen im Großen und Ganzen aus. Die hier zum Beispiel stammt aus Passau.
- Im Grunde geht es immer um die Berechnung des Osterfestes. Trotzdem sind sie der Beginn der Zeitenrechnung,
- wie sie nicht nur von den Christen, sondern nach und nach von der ganzen Welt übernommen wird.
- Das ist die Entdeckung der Zeit, die zum ersten Mal, zumindest in Europa,
- eine länderübergreifende Ordnung erhält. Exiguus verwendet für seine neue Zeitrechnung
- übrigens das Kürzel "AD", "Anno Domini", im Jahre des Herrn. Die Komputisten, die Zeitberechner, wie auch Dionysius einer ist,
- ermitteln über die nächsten Jahrhunderte auch weiterhin das Datum des Osterfestes.
- Dafür gleichen sie viele Quellen aus aller Herren Länder miteinander ab. Und so entsteht nicht nur
- eine mit Jahresdaten versehene Chronik der Weltgeschichte, sondern auch die moderne Form des Kalenders.
- Der auch kosmische Daten mit einbezieht, wie Vollmonde und Kometensichtungen oder Sonnenfinsternisse.
- Durch die Arbeit der Komputisten endet die Art und Weise, wie Geschichte früher aufgeschrieben wurde.
- So hätte zum Beispiel ein römischer Soldat immer gesagt, er lebe im 32. Regierungsjahr des Kaisers Augustus
- und nicht im Jahr 5 AD - wenn es das damals schon gegeben hätte.
- Aber der Kalender ist nicht das einzige, was an die Zeitberechner erinnert.
- * Computer-Geräusche * Die Komputisten, die Zeitberechner, die wurden später der Namenspate
- für ein Ding, das heute unser Leben durchdringt, oder besser bestimmt:
- der Computer. Eigentlich zunächst nur ein Rechenapparat,
- nutzen wir ihn heute doch für viel mehr als nur für Rechenaufgaben.
- Einen Rechenapparat hat dieser Mann für seine Arbeit nicht. Obwohl er mit erstaunlich großen Zahlen hantiert.
- Um 1650 treibt den irischen Theologen James Ussher die Frage um, wann genau Gott Himmel und Erde erschuf,
- wie alt also die Welt ist. Die Antwort sucht er in der Heiligen Schrift.
- Denn tatsächlich werden im ersten Buch der Bibel die Lebensalter der ersten Menschen aufgezählt.
- Adam 950 Jahre, Noah 930 und Methusalem sogar 969 Jahre. Ussher addiert einfach die Zahlen
- und kommt so auf den 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt als Tag der Schöpfung.
- Aber kann das wirklich stimmen, fragen sich viele Wissenschaftler schon damals
- hinter vorgehaltener Hand. Nur ein paar Jahre nach Ussher
- bringt Salz einen Wissenschaftler auf eine Idee. Denn da Salze fortwährend durch Flüsse ins Meer gelangen,
- müsste man anhand der Veränderung des Salzgehalts innerhalb eines gewissen Zeitraums
- auf das Alter der Erde hochrechnen können. Panta rhei, alles fließt, wie die Zeit.
- Dem englischen Astronom Edmond Halley gebührt der Ruhm des ersten wissenschaftlichen Versuchs
- zur Bestimmung des Alters der Erde. Ihm bekannte Forscher schicken ihm Wasserproben
- aus unterschiedlichsten Meeren und Flüssen zu. Und Halley berechnet dann,
- wie viel Salz bei der Verdunstung jeweils zurückbleibt. Dabei wird ihm schnell klar,
- dass die Veränderungen kaum messbar sind und ein Menschenleben längst nicht reicht,
- um auch nur ein annäherndes Ergebnis zu erzielen. So, hier ist eine Probe angekommen, aus Afrika.
- Danke, James, stell es doch bitte dort ab. Er ist aber fest davon überzeugt,
- dass unsere Erde sehr viel älter sein muss als die Kirche behauptet. Nur, wie alt ist sie wirklich?
- Auch in den kommenden Jahrzehnten lässt diese Frage viele Wissenschaftler nicht ruhen.
- So lautet damals eine weitere Vermutung, die Erde sei aus einer Kollision von Asteroiden entstanden.
- Danach, so glaubt man, hätte sie mindestens 50.000 Jahre abkühlen müssen.
- Es ist ein heikles Unterfangen, ein kirchliches Dogma öffentlich anzuzweifeln.
- Deshalb hängt der Comte de Buffon, ein französischer Naturforscher, seine Versuche im Jahr 1774 nicht an die große Glocke.
- Wenn wir annehmen, dass dies die tausendfache Verkleinerung unseres Planeten ist,
- und wir den Durchmesser in Relation zu den anderen Kugeln und deren Abkühlung setzen, sollte es uns möglich sein,
- das Alter unserer Erde zu berechnen. Er misst die Zeit, die es dauert,
- bis die unterschiedlich großen Kugeln auf Zimmertemperatur abgekühlt sind und rechnet das Ergebnis im Verhältnis zum Radius der Erde hoch.
- So kommt er auf ein Alter der Erde von genau 96.670 Jahren. Diese Zahl wäre für die Kirche aber so ungeheuerlich,
- dass es der Comte nicht wagt, sie zu Lebzeiten zu veröffentlichen. Selbst, wenn die knapp 100.000 Jahre nicht mal ansatzweise richtig sind.
- Bleibt abzuwarten, wie lange unsere größte Kugel benötigt, um dieselbe Temperatur zu erreichen.
- Auch aus der Beobachtung der Gestirne versuchen Menschen seit jeher, das Alter der Erde abzuleiten.
- Der Physiker Hermann von Helmholtz kommt um das Jahr 1850, nachdem er mehr als ein Jahrzehnt die Sonne beobachtet hat,
- zu der falschen Schlussfolgerung, dass Sonne und Erde um die 22 Millionen Jahre alt sind.
- So haben wir Menschen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Theorien und Methoden entwickelt,
- um am Ende dem Alter des Planeten doch noch auf die Spur zu kommen. Natürlich lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse
- nicht auf Dauer unterdrücken. Und jedes Mal ist eine neue Erkenntnis
- immer nur eines von vielen Kettengliedern, die sich nebeneinander einreihen.
- Dank solcher Observatorien wie diesen erweitert sich unser Wissensschatz immer mehr und mehr.
- Und in der Wissenschaft baut alles aufeinander auf. Und das wusste schon der Philosoph Bernhard von Chartres,
- als er um 1120 sinngemäß sagte: Dass ich weiter blicken kann, liegt nur daran,
- weil ich als winziger Zwerg auf den Schultern von Riesen stehe. Deshalb kann ich weiter sehen als diese Riesen.
- Eine wunderschöne Metapher für das, was Wissenschaft ausmacht: Erkenntnisse.
- So ist das auch bei Arthur Holmes, einem Mann, den außerhalb der Wissenschaft wohl nur noch wenige kennen.
- Er hat sorgfältig alte Theorien und Abhandlungen zum Alter der Erde studiert.
- Und er ersinnt eine geniale Idee. Als erster Wissenschaftler überhaupt
- wendet er die Zerfallsreihe von Uran zu Blei bei der Altersberechnung geologischer Schichten an.
- Mit einem komplizierten chemischen Verfahren kommt er 1927 langsam dem wahren Alter der Erde auf die Spur
- und schätzt es auf zwischen 1,6 und 3 Milliarden Jahre. Damit erhält die Zeit eine völlig neue Dimension.
- Und das da oben ist sogar noch viel älter. Eigentlich ist es unfassbar.
- Im 18. Jahrhundert, weniger als 200 Jahre vor Holmes, dachte man, die Erde sei ein paar tausend Jahre alt.
- Im 19. Jahrhundert vergrößerte man das Alter um den Faktor 1000, also auf immerhin einige Millionen Jahre.
- Aber erst im 20. Jahrhundert stellten wir fest: Es geht um mehrere Milliarden Jahre.
- Die Entdeckung der Zeit hat unser Bild vom Kosmos und vor allem auch unsere Stellung in ihm
- in weniger als drei Jahrhunderten völlig auf den Kopf gestellt. Erst durch die Apollo-Flüge zum Mond erhalten wir in den 1970er-Jahren
- letzte Gewissheit, was das Alter unseres Planeten angeht. Denn damals gelingt es Wissenschaftlern der NASA,
- im Mondgestein Teile der Erdkruste zu finden. Und so das definitive Alter der Erde zu bestimmen: 4,5 Milliarden Jahre.
- Und seit dem Jahr 2010 kennen wir sogar das Alter des Kosmos. 13,8 Milliarden Jahre.
- Hör- und sichtbar im Rauschen des Fernsehers. Ein bis drei Prozent davon, so vermuten Forscher,
- stammt von der kosmischen Hintergrundstrahlung des Urknalls. Zumindest beim guten alten analogen Fernsehen mit terrestrischer Antenne
- war das der Moment, wo Vater einschlief. Weil es dann so schön eintönig und langweilig dahinflimmerte.
- Apropos Langeweile. Die hängt ja auch mit unserer Zeitwahrnehmung zusammen.
- Und unsere Zeitreise, die führt uns diesmal in die 60er-Jahre,
- in die Stadt, die niemals schläft. Die kannten wohl damals schon kein Grundrauschen.
- Experimente in den 1960er-Jahren belegen den Zusammenhang zwischen Langeweile und unserem Empfinden für die Zeit.
- Der Psychologe Robert Ornstein hat Probanden in zwei Gruppen eingeteilt,
- die nur durch eine einfache Wand voneinander getrennt sind. * Fahrstuhlmusik *
- Während die erste Gruppe komplexe Gemälde mit vielen Farben und Strukturen betrachtet,
- werden der zweiten Gruppe lediglich einfachste Schwarz-Weiß-Zeichnungen vorgeführt.
- Die Bilder sind in beiden Gruppen jeweils gleich lang zu sehen. Insgesamt dauert die Vorführung etwa eine Stunde.
- In der anschließenden Auswertung zeigt sich schnell... Nun, es fühlte sich eher langweilig an.
- Die Probanden, die die einfachen Schwarz-Weiß-Bilder anschauen mussten,
- empfanden die vergangene Zeit als sehr lang. Wie schnell verging die Zeit beim Anschauen der Bilder?
- Für die Probanden der Gruppe mit den farbigen und komplexen Bildern hingegen verging die Zeit wie im Flug.
- Ein interessantes Experiment. Der Test dauerte 60 Minuten. Sie waren ein wichtiger Teil davon.
- Je mehr äußere Signale ich verarbeiten muss, desto schneller scheint mir die Zeit zu vergehen.
- Umgekehrt, wenn es nur weniger äußere Reize gibt, wenn ich eine Art ewiges Vogelgezwitscher höre,
- nehmen diese Außensignale ab und ich habe den Eindruck, dass sich die Zeit verlängert.
- Und dann gibt es Situationen, die unsere Zeitempfinden völlig aus der Bahn werfen können.
- * Dramatische Musik * Philosophisch gesehen
- nimmt der Mensch die Zeit nur als Zeit wahr, wenn es langweilig ist.
- Was beim Bungee-Jumping garantiert nicht der Fall ist. Im Durchschnitt dauern die Sprünge nur zweieinhalb Sekunden,
- bis sich das Seil strafft. Doch fast alle überschätzen die Zeitdauer.
- Manche um mehr als das Doppelte. Drei, vier Sekunden und dann geht's ein paarmal hoch und runter.
- Der Sprung, ich weiß nicht, ich würde sagen, drei, sechs Sekunden?
- Das ist sehr kurz in der Luft, vielleicht fünf bis zehn Sekunden. Für mich waren das so fünf bis zehn Sekunden.
- Je mehr Adrenalin ausgeschüttet wird, umso länger erscheint der Sprung. Aber die Echtzeit vergeht wie im Flug.
- Die Erfahrung, dass die gefühlte nicht mit der realen Zeit übereinstimmt,
- machen wir in unserem Leben öfter. Wir kennen ihn doch alle.
- Den Moment, in dem die Zeit stillsteht. Zumindest in Erinnerung.
- Der erste Kuss dauerte unendlich lang. Der erste Urlaub als 15-Jähriger am Badesee mit Freunden.
- Damals verflog die Zeit wie im Fluge. Und wenn wir uns heute erinnern, es dauerte eine Ewigkeit.
- Die Wissenschaft nennt das Zeitparadoxon. Und was nach Matrix und Star Wars klingt,
- hat einfach damit zu tun, dass wir Ereignisse, die mit unseren Gefühlen zusammenhängen,
- besser erinnern als alltägliche Dinge. Apropos Star Trek und Matrix.
- Wo nehmen wir heute fast mehr Emotionen wahr als im richtigen Leben?
- Richtig, im Film. Der Film gestattet uns, Situationen zu erleben,
- ohne sie selbst erfahren zu müssen. Und ein Filmpionier,
- der hat wirklich ein hollywoodreifes Leben geführt. Es ist die Nacht des 17. Oktober 1874.
- Calistoga, ein kleines Kaff nördlich von San Francisco. Ein Mann namens Harry Larkyns vergnügt sich beim Pokerspiel.
- Als plötzlich ein anderer Mann erscheint. Larkyns erkennt ihn nicht.
- Eadweard Muybridge ist sein Name, ein leidlich bekannter Landschaftsfotograf.
- Wo ist das Schwein, das meiner Frau einen Bastard angehängt hat? Wer will das wissen?
- Dafür weiß Muybridge genau, wer sein Gegenüber ist. Der Liebhaber seiner Frau und der Vater ihres Kindes.
- Rein wissenschaftlich gesehen zieht sich der Augenblick sowohl für Muybridge als auch für Larkyns.
- Für Larkyns ist es wohl der längste Augenblick seines Lebens. Leider auch sein letzter.
- Muybridge wird für diesen Mord nie verurteilt. Nur deshalb kann er
- dem Eisenbahnunternehmer Leland Stanford wenige Jahre später beim Gewinnen einer Wette helfen.
- Ich habe eine Wette laufen mit einem Freund. 25.000 Dollar.
- Ich glaube, dass es während des Galopps einen Moment gibt, in dem keiner seiner Hufe den Boden berührt.
- Und Sie, mein Freund, werden das mit Ihren Kameras beweisen. Schaffen Sie das?
- Ja, Sir. Ich denke, das kann ich. Es ist der Beginn eines neuen Zeitalters.
- Muybridge installiert 24 Kameras in einer Reihe hintereinander, deren Auslöser mit dünnen Drähten miteinander verbunden sind.
- Galoppiert ein Pferd vorbei, löst es sie nacheinander aus. Erst im Labor zeigt sich,
- ob Muybridge den Beweis erbringen kann. Und tatsächlich hat eine der Kameras das entscheidende Bild eingefangen.
- Ein Journalist schreibt drei Tage später: Nur die Erfindung des Telefons und des Phonografen
- würden die Leistung Muybridges überragen. So schreibt Muybridge Geschichte -
- als einer derjenigen, die es schaffen, gewissermaßen den Fluss der Zeit zu unterbrechen
- und den Moment zu verewigen. Wenn Muybridge seine Fotos wie im Daumenkino ablaufen lässt,
- dann erhält er eine Art Film. Und so lehrt er im wahrsten Sinne des Wortes den Bildern das Laufen.
- Und er verändert damit die Welt. Er eröffnet ein neues Zeitalter,
- in dem die Bilder die Erinnerungen der Menschen prägen werden. Bilder, die nicht nur die Zeit einfrieren,
- sondern den Augenblick festhalten und uns sogar gestatten, gleichzeitig in vielen Welten zu sein.
- Dabei fühlen wir, dass die Welt sich beschleunigt. Und dass sie aber auch viel mehr Möglichkeiten hat als früher.
- Männern wie Muybridge ist es zu verdanken, dass wir seit dem späten 19. Jahrhundert
- an jedem Tag kleine Zeitreisen unternehmen können. Durch sie werden wir Zeuge von Geschehnissen in der Vergangenheit
- oder an Orten, die wir nie besucht haben oder je besuchen werden.
- Naturgemäß ist alles, was wir auf Bildern sehen, bereits vergangen.
- Und dennoch können sie unsere Zukunft beeinflussen. Wie ein Experiment in Genf eindrucksvoll zeigt.
- Hund, Katze, Pferd. Wal, Stier, Giraffe, Rhinozeros.
- Studenten sollen eine Minute lang Tiernamen aufzählen. Alligator, Krokodil, Schlange, Ameise.
- Pangolin. Während eine zweite Gruppe von Dingen erzählt,
- die sie in der Zukunft unternehmen wollen. Ich weiß nicht, vielleicht werde ich reisen.
- Oder mich um den Klimawandel kümmern. Solche Sachen.
- Keiner der Teilnehmer weiß, dass es bei dem Versuch um die Wirkung von mentalen Zeitreisen geht.
- Nach Laos und nach Thailand. In unserer Forschung zu Frieden und Konflikten
- oder zu Friedensförderung und Konfliktlösung arbeiten wir oft mit Mediatoren zusammen.
- Und die erzählen uns immer wieder, dass eine der Techniken, die dazu führt, dass Parteien sich einigen,
- ist, dass man die Parteien fragt: "Denken Sie doch mal an die Zukunft".
- "Wie stellen Sie sich die Zukunft vor?" Und diese Technik historisch geht zurück auf das Camp-David-Abkommen.
- Das 1978 Frieden zwischen Ägypten und Israel bringt. Abgeschlossen zwischen dem israelischen Premierminister
- und dem ägyptischen Präsidenten. Die Gespräche sind damals zunächst festgefahren.
- Der Durchbruch gelingt erst, als ein Mediator den beiden Staatschefs
- Bilder ihrer Kinder und Enkel zeigt, über deren Zukunft bei diesem Treffen schließlich entschieden wird.
- Und das bringt die beiden Politiker zurück an den Verhandlungstisch und zum historischen Friedensschluss.
- Für die Studierenden erfolgt jetzt der zweite Teil des Experiments. Er verläuft sowohl für die, die Tiernamen aufgezählt,
- als auch für diejenigen, die von ihren Zukunftsplänen erzählt haben, identisch ab.
- Wir haben uns damals überlegt, wie können wir prosoziales Verhalten von unseren Proband*innen messen, ohne dass die das merken?
- Wir haben also dann ein Computerspiel entwickelt, bei dem Probanden durch ein Labyrinth
- einen Charakter bewegen und einen Schatz jagen. Die beiden Figuren laufen in einem jeweils eigenen Labyrinth.
- In bestimmten Situationen ist ein Schlüssel erforderlich, damit die Figur weiter vorrücken kann.
- Einige Spieler helfen dabei nicht nur ihrem eigenen Smiley, sondern auch dem im anderen Labyrinth,
- sodass beide Smileys an ihr Ziel kommen. Wir haben gesehen, dass tatsächlich die Proband*innen,
- die eine Minute lang an die Zukunft dachten, viel prosozialer waren
- als diejenigen, die Tiere aufgezählt haben. Und die Effektstärke, die misst in der Psychologie immer,
- wie gut man ein Ergebnis auf das reale Leben übertragen kann. Und die Effektstärke ist sehr stark.
- Das heißt, wir können mit relativ großer Sicherheit sagen, dass das ein Ergebnis ist, was relevant ist für unseren Alltag.
- Mental Time Travel, gedankliche Zeitreisen, können die Zukunft zum Besseren verändern.
- Dafür müssen wir uns aber der Gegenwart ganz bewusst sein. (Lesch) Da fällt mir immer die Geschichte ein
- von einer Gruppe von Menschen, die einen Zen-Meister besucht, um ihn zu fragen, warum er so zufrieden sei.
- Und er antwortet: "Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich.
- Wenn ich gehe, dann gehe ich. Und wenn ich esse, dann esse ich. Und wenn ich spreche, dann spreche ich."
- Die Gruppe war mit der Antwort unzufrieden, fragt ihn noch mal. Er antwortet genau das Gleiche.
- Und die Gruppe sagt, das machen wir doch auch alles, dann müssten wir doch genauso weise und glücklich sein wie du.
- "Oh, nein", sagte da der Zen-Meister, "Wenn ihr sitzt, dann denkt ihr schon ans Aufstehen.
- Wenn ihr steht, dann denkt ihr schon ans Gehen. Und wenn ihr geht, dann denkt ihr ans Essen.
- Und wenn ihr esst, dann telefoniert ihr nebenbei. Also, ihr seid nie wirklich da, wo ihr eigentlich seid.
- Und das ist der Grund für euer Leid." Da ist viel Wahres dran.
- Vielleicht wollen wir einfach zu viel. Vielleicht wäre es wichtig, sich mal wieder klarzumachen,
- wie kurz wir nur auf dieser Welt sind. * Sanfte Musik *
- Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024
Zum Nachlesen
ZeitAls physikalische Größe hat die Zeit zumeist das Formelzeichen t (von lat. tempus für „Zeit“), ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Für die physikalischen, die …
Geschichte der ZeitmessgeräteDie Geschichte der Zeitmessgeräte umfasst die Entwicklung von technischen Geräten zur Messung der Zeit von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart.
ZeitrechnungModerne Zeitrechnungssysteme · Das Julianische Datum zählt in seiner Ursprungsform die Tage seit dem 1. Januar −4712 (4713 v. Chr.) · Modifiziertes Julianisches …
ChronologieChronologie · 1 Zeit als physikalisches Phänomen · 2 Zeitordnung und Zeitrechnung: Natürliche, zyklische und lineare Chronologie. 2.1 Allgemeines; 2.2 Geschichte …