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🎓 Englisch Fachdidaktik StEX – Folge 20: Mehrsprachigkeit im Englischunterricht zusammengefasst!đŸŒđŸ—Łïžâœš

📚 Englisch-Fachdidaktik – Dein Staatsexamen-Kurs!7:17 128 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 52 Zeilen
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  1. Hallo und herzlich willkommen. Wenn Sie sich gerade auf Ihr Staatsexamen im Fachenglisch vorbereiten, dann ist dieses Thema hier fĂŒr Sie absolut
  2. entscheidend. Mehrprachigkeit in der Grundschule. Und ich sag's gleich vorweg, vergessen Sie diese alte Vorstellung, dass Sprachenvielfalt
  3. irgendwie ein Problem ist. In den nÀchsten Minuten zeige ich Ihnen, wie Sie das Ganze als eine echte Superkraft im Klassenzimmer nutzen können. Also
  4. lassen Sie uns direkt reinstarten. Damit Sie im Examen auch wirklich die nötige Sicherheit haben, folgen wir einer ganz klaren Struktur. Wir fangen an mit dem
  5. grundlegenden Paradigmenwechsel, also dem großen Umdenken. Dann tauchen wir ein in das Kernkonzept des Translanguaging. Wir schauen uns an, was
  6. das fĂŒr Sie als Lehrkraft bedeutet und dann ganz wichtig, wird's richtig praktisch mit konkreten Beispielen fĂŒr den Unterricht. Und am Ende fassen wir
  7. die allerwichtigsten Punkte fĂŒr ihre PrĂŒfung zusammen. Fangen wir also mit dem Kern der Sache an, dem Paradigmenwechsel.
  8. Und hier geht es um viel mehr als nur eine neue Methode. Es ist ein wirklich fundamentaler Wandel in der Art, wie wir denken. Weg von dieser alten Annahme,
  9. Mehrsprachigkeit sei ein Defizit, hin zu der Erkenntnis, dass sie eine riesige Ressource ist. Genau diese Haltung ist die absolute Grundlage fĂŒr einen
  10. modernen und erfolgreichen Englischunterricht. Schauen wir uns diesen Gegensatz mal genauer an. Auf der einen Seite die veraltete Defizitsicht,
  11. die hat die sprachliche Vielfalt als eine Art Störfaktor gesehen, den man irgendwie beheben muss. Der ganze Fokus lag auf Fehlern. Der moderne Ansatz
  12. dagegen, die Ressourcenorientierung, sieht diese Vielfalt als einen echten Schatz. Wir konzentrieren uns also auf die Kompetenzen, die die Kinder ja schon
  13. mitbringen und wir fördern ganz gezielt ihre plurilinguale Entwicklung. Das heißt, die FĂ€higkeit, all ihre Sprachen flexibel und vernetzt zu nutzen. Und
  14. wissen Sie, diese neue Perspektive ist keine abstrakte Theorie. Sie ist eine absolute Notwendigkeit. Schauen Sie sich mal diese Zahl an. 41%.
  15. Das ist eine offizielle Zahl vom Statistischen Bundesamt aus dem Jahr 2023. Das ist der Anteil der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an unseren
  16. Schulen mit einer Einwanderungsgeschichte. Diese Grafik hier, die zeigt die RealitÀt in unseren Klassenzimmern ganz
  17. deutlich und aktuelle Entwicklungen, denken Sie nur an die Zuwanderung aus der Ukraine, verstÀrken diesen Trend ja noch. Mehrsprachigkeit ist also die
  18. Norm, nicht mehr die Ausnahme und das erfordert eben zwingend neue pÀdagogische AnsÀtze, die dieser Vielfalt auch wirklich gerecht werden.
  19. Und das hier ist der entscheidende Punkt. All das, was die Kinder bereits können, ist eine BrĂŒcke zum Englischen. Denken Sie nur mal an den positiven
  20. Transfer durch Kognaten, also Wörter, die in verschiedenen Sprachen Àhnlich klingen oder an Àhnliche grammatikalische Strukturen. Indem wir
  21. diese BrĂŒcken ganz aktiv nutzen, fördern wir nicht nur den Spracherwerb selbst, sondern auch das metalinguistische Bewusstsein der Kinder, also ihre
  22. Language Awareness. Sie fangen an ĂŒber Sprache nachzudenken, Systeme zu vergleichen und das ist pures Gold fĂŒr den Lernprozess. So und jetzt kommen wir
  23. zum theoretischen HerzstĂŒck, das diesen ressourcenorientierten Ansatz in die Praxis ĂŒbersetzt, das Konzept des Translanguaging.
  24. Also, was heißt Translanguaging genau? Es bedeutet, dass Kinder flexibel und funktional auf ihr gesamtes sprachliches Repertoire zurĂŒckgreifen. Und ganz
  25. wichtig ist hier, es geht nicht um ein unkontrolliertes Mischen oder einfaches Code Switching. Nein, es ist viel mehr der bewusste und gezielte Einsatz aller
  26. sprachlichen FÀhigkeiten als eine einzige vernetzte Werkzeugkiste. Damit können Sie dann komplexe Inhalte verstehen und sich auch viel besser
  27. ausdrĂŒcken. Und dieses Zitat hier illustriert die Wirkung in der Praxis einfach brillant. Eine zentrale Erkenntnis aus dem Forschungsprojekt
  28. Sprachen beflĂŒgeln zeigt ganz klar, wenn die Sprachen der Kinder im Unterricht wertgeschĂ€tzt und sichtbar gemacht werden, dann hat es einen enorm
  29. positiven Effekt auf ihre IdentitĂ€t, auf Ihr Selbstbewusstsein und auch auf Ihr ZugehörigkeitsgefĂŒhl in der Klasse. Tja, und was bedeutet das alles jetzt fĂŒr Sie
  30. als Lehrkraft? Nun, dieser Paradigmenwechsel erfordert auch ein ganz neues SelbstverstÀndnis. Weg von der Rolle der monolingualen AutoritÀt
  31. hin zur Rolle einer multilingualen Lernbegleiterin oder eines Lernbegleiters. Sie mĂŒssen nicht alle Sprachen ihrer SchĂŒlerinnen und SchĂŒler
  32. sprechen, darum geht es gar nicht, aber sie mĂŒssen eine Haltung vorleben, Offenheit, Neugier und ganz viel WertschĂ€tzung. Indem Sie auch mal ein
  33. bisschen Kontrolle abgeben und vielleicht sogar selbst zur Lernenden werden, schaffen sie eine angstfreie und positive LernatmosphÀre, in der Fehler
  34. einfach als Lernchancen gesehen werden. So, und jetzt wird es ganz konkret, wie bringen wir all diese Theorie denn nun in den Unterrichtsalltag? In diesem
  35. Abschnitt zeige ich Ihnen ein paar praxiserprobte Beispiele, die Sie direkt fĂŒr Ihre Examensplanung nutzen können. Vier didaktische Prinzipien sind hier
  36. ganz zentral. Erstens, Handlungsorientierung, das heißt Sprache in echten sinnvollen Kontexten anwenden. Zweitens SchĂŒlerorientierung, indem wir
  37. die Lebenswelten und die sprachlichen Biographien der Kinder mit einbeziehen. Drittens, Scaffolding, das bedeutet, wir stellen gezielte, unterstĂŒtzende GerĂŒste
  38. bereit. Und viertens, Taskbased Learning. Hier steht eine Aufgabe im Mittelpunkt und alle Sprachen dĂŒrfen als Werkzeug zur Lösung genutzt werden. Ein
  39. wirklich wunderbares Beispiel fĂŒr SchĂŒlerorientierung ist das sogenannte Sprachenportrait. Die Kinder visualisieren dabei ihre ganz
  40. persönliche sprachliche IdentitÀt. Das macht nicht nur ihre Ressourcen sichtbar, sondern ist auch ein unglaublich starker Akt der
  41. WertschĂ€tzung. Und sie können sich vorstellen, was das fĂŒr die Motivation der Kinder bedeutet. So, jetzt kommen wir zum Abschluss zum Fazit fĂŒr Ihr
  42. Staatsexamen. Hier fassen wir jetzt die wichtigsten Punkte noch mal zusammen und ich gebe Ihnen drei ganz entscheidende Tipps fĂŒr eine erfolgreiche PrĂŒfung mit
  43. auf den Weg. Im Examen punkten Sie immer mit einer differenzierten Betrachtung. Zeigen Sie die enormen Chancen auf. Gesteigerte Motivation, echte Inklusion
  44. und nicht zu vergessen die kognitiven Vorteile wie eine bessere Problemlösekompetenz. Aber und das ist entscheidend, benennen
  45. Sie auch die Herausforderungen und bieten Sie direkt Lösungen an. z.B. gezieltes Scaffolding gegen eine mögliche Überforderung und klare
  46. funktionale Regeln, damit die Zielsprache Englisch am Ende nicht zu kurz kommt. Das zeigt den PrĂŒfer, dass sie das Konzept wirklich reflektiert
  47. haben. Okay, und hier sind Ihre drei Toptipps fĂŒr die PrĂŒfung auf den Punkt gebracht. Erstens, argumentieren Sie konsequent und immer
  48. Ressourcenorientiert. Zweitens, wenn Sie ĂŒber Translanguaging sprechen, werden Sie immer super konkret. nennen Sie Praxisbeispiele, das wollen die PrĂŒfer
  49. hören. Und drittens schlagen Sie immer die BrĂŒcke zum Lehrplan. VerknĂŒpfen Sie das Thema mit ĂŒbergeordneten Zielen, wie z.B. der interkulturellen Kompetenz. Und
  50. damit entlasse ich Sie mit einer abschließenden Frage, die auch weit ĂŒber das Examen hinausweist. Es geht am Ende nicht nur darum, sprachliche Vielfalt
  51. irgendwie zu managen. Die eigentliche, die große Aufgabe fĂŒr uns als LehrkrĂ€fte ist es doch, sie mit Leben zu fĂŒllen und als das zu feiern, was sie ist. Ein
  52. wirklich unschÀtzbarer Reichtum.

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