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Qumran - die geheimnisvollen Schriftrollen vom Toten Meer | Terra X

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 65 Zeilen
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  1. 1947 werden nahe Qumran am Toten Meer im Westjordanland zufällig etwa 1000 antike Schriften in Höhlen entdeckt. Eine Sensation. Darunter auch Texte aus der Bibel. Was verraten sie darüber, wer sie geschrieben hat? Bis heute machen Verschwörungstheorien die Runde.
  2. Angeblich enthalten die Schriften brisante Informationen über Jesus, die vom Vatikan bewusst verheimlicht wurden. War Jesus verheiratet und hatte eine Tochter? Und wie sind die Schriften in die Höhlen gekommen?
  3. Im Israel Museum in Jerusalem sind in einem eigens errichteten Gebäudekomplex, -im „shrine of the book“-, einige Qumrantexte ausgestellt. Eine der wenigen komplett erhaltenen Schriften, ist die „Jesajarolle“. Sie ist das älteste, vollständig erhaltene biblische Buch aus dem 2. Jahrhundert vor Christus.
  4. Der Großteil des Fundes besteht jedoch aus Tausenden von Schnipseln, teilweise nicht größer als ein Fingernagel, die neue, unbekannte Texte zum Vorschein bringen. Ein wissenschaftliches Puzzle, das Rätsel aufgibt.
  5. Qumran ist ein Jahrtausendfund. Er hat uns die Tür aufgeschlagen in eine Welt, die wir längst vergessen hatten. Qumran bietet selbst 75 Jahre nach dem Auffinden der ersten Rollen genügend Stoff, um immer noch über die Interpretation zu streiten
  6. und es steht der Vorwurf im Raum, hier hätte jemand irgendetwas manipuliert. Der Legende nach sollen 1947 Beduinenjungen eine entlaufene Ziege in den Felshöhlen gesucht haben.
  7. Dabei werfen sie immer wieder Steine in die Höhlen, um die Ziege zu erschrecken. Als sie hinein kraxeln, entdecken sie alte Krüge und Lederrollen. Diese bringen sie zu einem Antiquitätenhändler nach Bethlehem. Einige Rollen tauchen in Jerusalem auf. Wie, bleibt allerdings im Dunkeln.
  8. Sicher ist, dass der syrisch-orthodoxe Metropolit Athanasius Yeshue Samuel einige der Rollen kauft. Er wollte sein Geld nicht für irgendeinen fake ausgeben. Und deshalb hat er John Trever gefragt. Das war der Chef von ASOR, der „American Schools Of Oriental Research“.
  9. Und da er ein unabhängiger Wissenschaftler war und einer der mit diesen tatsächlich althebräischen Schriften etwas anfangen konnte, erkannte er den unendlichen Wert dieses Fundes. 1949 beginnen die Forschungsarbeiten in der Siedlung Qumran und in der Nähe der Höhlen. Die Forscher wollen möglichst viel herausfinden über die Schriftrollen:
  10. Wer hat sie geschrieben? Was hat es mit den Höhlen auf sich? Wer hat sie dort versteckt? Die erste Grabung wird geleitet von den beiden Archäologen Roland de Vaux und Gerald Lankester Harding.
  11. Sie legen in der Nähe der Höhlen zwei Gräber frei und finden darin auch Gebeine. Sie mussten zu der Siedlung gehören. Eine Beziehung zu den Schriftrollen sehen sie zunächst nicht. Doch ab 1951 folgen weitere Ausgrabungen.
  12. Die erste war eine Kooperation der jordanischen Altertümerverwaltung, des „Palestine Archeological Museum“ und der „Ecole Biblique“, die von Roland de Vaux geleitet wird. Sein Institut untersteht dem Papst in Rom. De Vaux selbst ist Dominikaner. Das hat Folgen für die Forschung.
  13. Roland de Vaux war ein hochgeehrter Wissenschaftler der damaligen Zeit, aber er war kein hochbegabter Archäologe. Und er ging, und das war sein Fehler, mit einer Vorinterpretation in die Ausgrabungen hinein:
  14. Der Gebäudekomplex mit dem Turm, das war für ihn schon ein Kloster, in dem lebten Mönche und nach mittelalterlichem Vorbild hatten die natürlich als Hauptaufgabe Schriften zu produzieren. Roland de Vaux ist sich sicher: Die Schriftrollen müssen in Khirbet Qumran geschrieben worden sein, die er für eine klösterliche Siedlung hält.
  15. Weitere Rollen werden jedoch nur in den nahen gelegenen Höhlen gefunden, meist von Beduinen, die damit Geschäfte machen wollen. De Vaux übernimmt die Aufgabe, die Ergebnisse zu archivieren und zu veröffentlichen. Doch die Welt wartet vergebens:
  16. Auch Jahrzehnte nach dem Fund gelangt nichts an die Öffentlichkeit. In den wissenschaftlichen Fachzeitschriften werden nur spärliche Ergebnisse publiziert. Andere Wissenschaftler werden nicht beteiligt. Das befeuert Spekulationen.
  17. Zunächst muss man einfach verstehen, dass es eine Herkulesaufgabe war. Es sind fast 1000 Schriften. Das sind ganz viele Fragmente dazu, ganz kleine Puzzleteilchen, die mussten wieder zusammengesetzt werden.
  18. Dann muss man verstehen: aha das ist hebräisch, das ist aramäisch, das ist griechisch und diese Schriften gehören zum biblischen Kontext, diese zum jüdischen Kontext, dem ganzen Umfeld herum und das sind nun einmal private Ehescheidungs- oder Landkaufurkunden.
  19. Das alles dauert Zeit und da muss die Weltöffentlichkeit zunächst erst einmal wirklich warten. Doch auch nach seinem Tod hinterlässt de Vaux keinen Abschlussbericht seiner Forschungsarbeiten.
  20. Der päpstlichen „Ecole Biblique“ und damit der Römisch-Katholischen Kirche wird eine bewusste Geheimhaltung unterstellt. In den 90iger Jahren erscheint ein Buch mit dem Titel „Verschlusssache Jesus“, in dem die Autoren behaupten, die Rollen enthielten sensationelle Enthüllungen über den historischen Jesus.
  21. Der Thriller-Autor Dan Brown strickt in seinem Bestseller „Sakrileg“ - „The da Vinci Code“ daraus eine Verschwörungstheorie: Der charismatische Wanderprediger hätte in Wahrheit mit Maria Magdalena eine Tochter gezeugt.
  22. Völliger Unfug, jetzt, wo alles auf dem Tisch liegt, wo man alle Schriften durchschauen kann, sieht man, dass der Papst seine Hände nicht im Spiel hatte. Es ist nichts verschwiegen worden und tatsächlich, die christlichen Texte, die christlichen Schriften sind alle viel später geschrieben worden als die Texte, die wir in Qumran kennen.
  23. Dan Brown hingegen hat einen wunderbaren Roman geschrieben und das ist hervorragend filmisch in Szene gesetzt worden, aber das ist kein Wissenschaftsjournalismus. Vertuscht wurde also nichts – Jesus kommt in den Schriften überhaupt nicht vor.
  24. Ab 1955 beginnt der Bibelwissenschaftler Emmanuel Tov damit, die ihm zugänglichen Texte zu veröffentlichen. Von 1992 bis 2001 schafft er es schließlich, alle Fragmente abzufotografieren.
  25. Die Bilanz: Bis zu einem Drittel sind es Texte der Hebräischen Bibel, also des Alten Testaments. Doch der Fund enthält auch neue Handschriften, die bisher völlig unbekannt waren und das Wissen über die jüdische Gesellschaft enorm bereichern.
  26. Die einen warteten auf den Messias oder auf zwei Messiase. Die anderen sahen das Weltende schon herbeigekommen. Man musste natürlich mithelfen, um die Römer endlich zu beseitigen und andere hatten einfach einen Orden gegründet
  27. und lebten ihr Leben ganz nach ihren Traditionen und legten fest wie lange man ein Noviziat durchführen muss, um hineinzukommen. Sie legten aber eben auch fest, was mit Leuten passiert, die bei einer religiösen Belehrung einschliefen.
  28. Nämlich sie durften nämlich einen Monat nur noch die Hälfte der Kost zu sich nehmen. Die Qumrantexte stammen aus verschiedenen Zeiten. Das belegt die Radiokarbon–Untersuchung, eine Methode zur Erforschung des Alters.
  29. So lässt sich ein Zeitraum von Mitte des 3. Jahrhunderts vor Christus bis in die Zeit des 1. Jahrhunderts nach Christus bestimmen. Doch was sagt das über die Entstehung der Bibel? Eine spannende Frage für die Wissenschaft, denn bis heute weiß man nichts über deren Ursprünge.
  30. Die Handschriften aus Qumran sind die ältesten biblischen Zeugnisse, die je gefunden wurden. Vorher war die Forschung auf Abschriften aus dem Mittelalter im 10. und 11. Jahrhundert nach Christus angewiesen. Doch warum ist die Quellenlage so spärlich?
  31. Ein jüdischer Gläubiger würde niemals das Alte Testament archivieren, sondern der Text, auf dem der Gottesname verzeichnet ist, ein solcher alttestamentlicher Text ist dinghaft heilig. Wenn also eine solche Rolle nicht mehr gebraucht werden kann, weil sie nicht mehr eindeutig zu lesen ist, weil sie fragil wird,
  32. dann beerdigt man sie, wie einen Menschen auf dem Friedhof und gibt sie Gott zurück. Das ist fatal für uns, weil wir dadurch natürlich keine Archive haben. In den Qumranschriften finden sich verschiedene Texttraditionen. Die sogenannte masoretische Textversion wurde von Masoreten, also von jüdischen Schreibern auf hebräisch überliefert.
  33. Sie ging fast wortwörtlich in die Hebräische Bibel ein und liegt auch den mittelalterlichen Schriften zu Grunde. Eine andere Version diente als Vorlage für die griechische Übersetzung der Hebräischen Bibel, der sogenannten Septuaginta,
  34. die vom hellenistisch geprägten Judentum geschrieben wurde. Doch sind sie Originaltexte? Nein wir haben in Qumran keine Originale. Es sind Abschriften. Aber das war in der Antike üblich.
  35. Man schrieb von den Schriften, die gefährdet waren und nicht mehr exakt zu lesen waren, dann ganz schnell Kopien ab und hatte da auch wirklich ein System, um sicherzustellen, dass die Kopie dem Ursprung auch wirklich entsprach.
  36. Nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 nach Christus und der Niederschlagung der jüdischen Aufstände muss sich das Judentum neu orientieren und seinen Glauben ohne Tempelkult erhalten. Nach und nach entsteht ein Kanon, das heißt eine Reihe von Texten werden als Bestandteile der Hebräischen Bibel festgelegt.
  37. Dazu gehören auch die 5 Bücher Mose, sie sind Kern der Tora, dem Herzstück des Judentums. Sie steht bis heute im Mittelpunkt der Gläubigen. Der Text basiert ursprünglich auf mündlichen Überlieferungen, die weit ins vorchristliche Jahrhundert reichen.
  38. Als das rabbinische Judentum das Alte Testament so zusammengestellt hat, wie wir es heute kennen, war für sie klar, dass nach ihrer Meinung jede Schrift von einem prophetisch-inspirierten Verfasser herstammen muss, wie von Mose, der ja schließlich nach ihrer Vorstellung die Zehn Gebote direkt aus der Hand Gottes bekommen hat und es sollten alte, das heißt, bewährte Schriften sein.
  39. Die Erzählungen über Mose finden sich auch in den biblischen Handschriften von Qumran. Doch wer hat sie geschrieben? Roland de Vaux sieht die Frage in der sogenannten „Gemeinderegel“ beantwortet, die auch in den Höhlen versteckt wurde, eine Art Gründungsdokument einer frommen Gemeinschaft.
  40. Er ist davon überzeugt: Hier handelt es sich um die Essener. Er beruft sich dabei auf Plinius den Älteren aus dem 1. Jahrhundert nach Christus: Der schreibt, die Essener hätten zurückgezogen und ohne Frauen gelebt. Stimmt de Vauxs These, dass sie die Qumran-Rollen und damit auch die biblischen Texte geschrieben haben?
  41. In Qumran lebten keine Essener. Das war kein Kloster. Um Qumran herum gibt es drei Friedhöfe. Dort liegen auch Frauen und Kinder und in der Ortschaft selber, wird Handwerk betrieben. Darunter auch unreines Handwerk, wie die Färberei. Insgesamt hat man nur anderthalb Tintenfässer gefunden.
  42. Damit kann man vielleicht ein paar Quittungen schreiben und ein paar Rechnung, aber nicht 1000 Schriften. In der „Gemeinderegel“ aus den Höhlen von Qumran wird außerdem eindeutig eine andere Gemeinschaft mit Namen „Jachad“ genannt, übersetzt: Einung.
  43. Sie ist eine von vielen streng religiösen Gruppen, die sich als Gegenreaktion zum einschneidenden Wandel durch die Eroberungen Alexander des Großen im Orient gründen. Denn die griechisch-hellenistische Lebensweise ist streng gläubigen Juden völlig fremd.
  44. Außerdem, es wäre auch zu kurz gegriffen, diese große Sammlung an Schriften nur auf die Essener zurückzuführen, die nach dem Historiker Flavius Josephus in vielen Städten lebten. Unter Essener lässt sich das alles nicht vereinen, sondern das war eine andere Gruppe, das waren andere theologische Ideen.
  45. Und auch, was wir sonst in den Qumranschriften lesen, liturgische Texte, das sind Hymnen, das sind Apokryphen, das sind kalendarischen Texte, die gehören wiederum zu anderen Menschen dieser Zeit. Insofern macht das alles den Eindruck einer Sammlung, d.h. einer Bibliothek.
  46. Auch wenn in keinem Qumranschnipsel je das Wort Essener fällt, prägte die von de Vaux angestoßene These noch Jahre lang die weitere Forschung in der Siedlung Khirbet Qumran: In den religiösen Ritualbädern, den sogenannten Mikwen, sollen sich die frommen Gläubigen mehrmals am Tag reingewaschen haben.
  47. Die archäologisch erschlossenen Räume seien allein dazu da gewesen, die unzähligen Schriften zu produzieren. Einen großen Raum identifizierte man als Schreibwerkstatt. Heute aber weiß man, die Siedlung Khirbet Qumran hat mit den nahen gelegenen Höhlen, in denen die Schriftrollen gefunden wurden, nichts zu tun.
  48. Khirbet Qumran, die Siedlung, war eine Handelsstation und solche Handelsstationen kann man westlich des Toten Meeres entlang der großen Handelsstraße mehrfach sehen, zum Beispiel in Marzim. Das ist also überhaupt nichts Besonderes.
  49. Außerdem hat man dort Datteln geerntet und verkauft und Balsam. Balsam war für die Schönheitsindustrie der damaligen Zeit von ganz besonderer Bedeutung. In Qumran wurden die Schriftrollen also nicht geschrieben. Aber wo dann? Und wer waren die Verfasser?
  50. Die große Fülle der Schriften und der Entstehungszeitraum von mehr als 300 Jahren lassen darauf schließen, dass es sehr viele gewesen sein müssen. Vielleicht hunderte. Im Labor werden die Schriftrollen mit der Multispektralen Bildaufnahme erforscht.
  51. In einigen Texten lassen sich Korrekturen und Ergänzungen nachweisen. Das deutet auf eine professionelle Schreibschule hin. Die gab es nur in größeren Städten. Die Schreiber dieser ungefähr 1000 Rollen auf Papyrus und Pergament, die wir gefunden haben in Qumran, saßen ganz sicherlich in Jerusalem oder anderen Zentren des Judentums.
  52. Dort waren nämlich die großen Bibliotheken und dort haben diese Menschen kopiert oder dort haben diese Menschen dieses religiöse oder dort haben die Menschen das bürgerliche Gut eingesehen und als Schrift benutzt.
  53. Heute werden die Texte mit modernen DNA-Methoden untersucht: Durch die genetische Bestimmung des Pergaments, das aus Schafs- oder Ziegenhaut besteht, können heute einzelne Fragmente zusammengefügt und einem Text zugeordnet werden. Die Frage, wer welchen Text geschrieben hat, stellt sich nicht.
  54. Die Schreiber waren keine Autoren, sie haben Überlieferungen festgehalten oder kopiert, um sie der Nachwelt zu erhalten. Das waren nicht nur irgendwelche Menschen, die irgendetwas abgeschrieben haben, sondern sie sind sehr bewusst Glieder einer langen schriftlichen Tradition gewesen.
  55. Das hebt nun gerade das Judentum aus vielen Völkern seiner Umwelt heraus, dass sie ihre schriftlichen Traditionen ohne Unterbrechung sehr exakt fortgesetzt haben. Jerusalem war das Zentrum des Judentums. Es war, über Jahrhunderte umkämpft. Hier wurden die Schriften aufbewahrt.
  56. Durch den Sturm der Römer im Jahr 70 nach Christus und der Zerstörung des Tempels waren die Heiligen Schriften in Gefahr. Sie drohten zu verbrennen. Was lag näher, als das Kostbarste, was sie hatten, vor dem Brand zu retten?
  57. Archäologen glauben heute, dass die Heiligen Schriften aus der Tempelbibliothek nach Qumran in Sicherheit gebracht wurden, in der Hoffnung, sie eines Tages wieder nach Jerusalem zurückzubringen.
  58. Dass sie ursprünglich tatsächlich aus Jerusalem stammen, dafür gibt es wissenschaftliche Belege: Als Roland de Vaux diese Schriften wieder nach Jerusalem zurückbrachte, also ins Bergland, wo es Regen gibt, da sind dann auch die Sporen und die Pilze wieder ausgebrochen,
  59. die ursprünglich schon in diesen Schriften steckten und die nun 2000 Jahre lang geschlafen, sozusagen, haben in Qumran. Bis zu ihrer Entdeckung im Jahr 1947 bieten die Höhlen den wertvollen Handschriften Schutz.
  60. Die trockenen, klimatischen Bedingungen am Toten Meer haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ein Großteil des Fundes bis heute gut erhalten ist. Heute werden diese bedeutenden Schriften so gut wie möglich konserviert.
  61. Denn dieser außergewöhnliche Fund vor 75 Jahren hat die Bibelforschung entscheidend gefördert und zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen geführt. Die Schriften vom Toten Meer geben uns einen ganz wertvollen Einblick in die Entstehung des Alten Testamentes, bevor es normiert, also kanonisiert wurde
  62. und haben wir in Qumran wunderbare Beispiele davon, wie exakt und genau die Schreiber gearbeitet haben und uns diese Tradition eins zu eins weitergegeben haben. Außerdem sehen wir ein Qumran wie bunt und vielgestaltig die jüdische religiöse Welt war und das ist einzigartig.
  63. Bis heute gibt es in Qumran archäologische Forschungen. Dabei werden immer noch einzelne Fragmente der Rollen gefunden. Sie wurden wahrscheinlich von den Beduinen und Grabräubern der ersten Generation zerrissen, um ihren Gewinn zu optimieren.
  64. Die Verschwörungstheorie, dass die Römisch-Katholische Kirche Details aus dem Leben Jesus vertuschen wollte, lässt sich nicht belegen. Die Verschlusssache Jesus gibt es – zumindest in den Qumran-Texten - nicht. Dafür aber viele wissenschaftliche Rätsel, die noch auf ihre Lösung warten.
  65. Welche archäologischen Funde findet ihr besonders spannend? Schreibt es gerne in die Kommentare und wenn Euch das Video gefallen hat, lasst ein Abo da.

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