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Leben im Kloster Mariendonk – Berufung, Gebet und Alltag der Benediktinerinnen
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 118 Zeilen
- เฮ [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] Die Abteilindung ist kein sehr altes Kloster. Wir wurden vor 125 Jahren von Holland aus gegründet.
- Es waren deutsche Schwestern, die im Kulturkampf nach Holland vertrieben worden waren und die, als sie zurückkommen konnten, hier in
- Marinendongk ein neues Kloster gründeten. Zunächst in großer Armut. Das Kloster hat sich sehr langsam entwickelt und lebte in den ersten Jahren vor allen
- Dingen von Landwirtschaft. Später wurden dann auch eine Hostienbäckerei und eine Parlamentenwerkstatt gegründet. Wir leben hier zurzeit mit 20 Schwestern
- in der Gemeinschaft. Das Altersspektrum ist von Anfang 40 bis knapp vor 90 Jahre. Wir haben Menschen, die ganz klassisch katholisch
- sozialisiert und aufgewachsen sind. Wir haben aber auch eine Mitschwester, die sich erst kurz vor ihrem Eintritt hat taufen lassen. Wir haben Schwestern, die
- aus der evangelischen Kirche kommen und dann katholisch geworden sind. Wir haben auch vom vom Bildungshintergrund her sehr
- unterschiedliche Menschen. Also es gab vorher keinerlei großer Gedanken und dann habe ich noch irend
- kennengelernt über eine Freundin hier öfter zu besegt gekommen und relativ schnell habe ich gedacht, das ist es, weil mich fasziniert hat, wie die Frauen
- hier gelebt haben und das Leben eigentlich nur sinnvoll ist, wenn es Gott gibt. Und das ganze Leben für Gott zu leben, das hat mich irgendwie
- fasziniert. Schwester Mirjam arbeitet in der Paramik. Paramente sindilien für den gottesdienstlichen Gebrauch, die in
- christlichen Kirchen und bei liturgischen Handlungen verwendet werden. Das sind vor allem Gewänder, die oft
- künstlerisch gestaltet sind und sich an den liturgischen Farben des Kirchenjahres orientieren. Paramente können Behänge, Tücher und
- andere liturgische Gegenstände umfassen. Schwester Miriam hat das Handwerk einer Weberin hier im Kloster gelernt und es bis zur Meisterprüfung geschafft.
- So, die Überlegung war so ein bisschen auch gewesen, dass ich für mich selber so klar gemacht habe, entweder es gibt Gott oder es gibt Gott nicht. Und wenn
- es ihn nicht gibt, ist es absolut egal, was ich mache. Aber wenn es ihn gibt, dann sollte ich doch schon gucken, dass ich zumindestens äh dem entsprechend
- auch lebe. Schwester Paula ist die Hausmeisterin des Klosters. Dank ihres handwerklichen Geschicks kann sie kleine Reparatur und
- Wartungsarbeiten selber ausführen. Für größere Arbeiten holt sie sich Hilfe von außerhalb des Klosters. Und da sind meine Eltern mal äh nach
- Maria Lach gefahren und da habe ich dann zum ersten Mal live Mönche gesehen und das hat mich dermaßen also beeindruckt, wie die also in die
- Kirche da einzogen. Und dann habe ich gedacht, wie ist das möglich? Männer, die ihr ganzes Leben lang ganz alles auf Gott setzen und nur ihm dienen wollen.
- Und das hat mich nicht mehr losgelassen. Schwester Judith ist mit 89 Jahren die Älteste in diesem Konvent. Neben ihrer Leidenschaft für das Stricken freut sie
- sich jeden Nachmittag auf ihren Besuch im Park des Klosters. Hier wartet Kater Simba schon auf sie und begleitet die Schwester auf ihrer Fahrt durch den
- Park. [musik]
- [musik] [musik]
- Schwester Charlotte kennt das Kloster seit sie 17 ist. Sie war anfangs evangelisch und konvertierte als erwachsene Frau zum katholischen
- Glauben. Nach Abitur und Studium heiratete sie und bekam eine Tochter. Die Ehe scheiterte jedoch nach kurzer Zeit und sie musste als Alleinerziehende
- ihr Leben stemmen. Ich habe geguckt und dann habe ich das eines Tages Schwester Therese erzählt und habe gesagt, ich weiß nicht, was ich
- machen soll. zu meiner Tochter ziehen oder mich ein Kloster anschließen und sie sagte dann nur, aber sie haben ein Kloster. Ja, ich sag
- hier kann ich ja nicht leben. Warum denn nicht? Fragte sie. Und das war dann so ein ein Satz, der mich verfolgt hat. Dann habe ich, das
- muss ich sagen, damals auch die Ehe nicht so mit Gott gesprochen, wie man das, wie ich jetzt merke, wie man eigentlich mit Gott sein Leben
- geht. Ich habe da zum ersten Mal wirklich angefangen, Gott zu bitten, mir einen Hinweis zu geben oder ein Zeichen zu geben, was ich tun soll. Soll ich zu
- meiner Tochter ziehen oder ins Kloster? Gott zeigte Schwester Charlotte den Weg. Die ausgebildete [musik] Klavierlehrerin
- ist heute Klaustralin im Kloster Mariendonk. Seit zwei [musik] Jahren unterrichtet sie Erwachsene im Klavier spielen.
- Legtisimo sogar denken, also nicht so, sondern wirklich alles in einem [musik] ähm also ich wollte eigentlich immer was
- mit Kirche und für Kirche machen und ähm bin deswegen Religionslehrerin geworden und habe gedacht, das ist es. dahin ruft Gott mich. Ähm, dann bin ich irgendwann
- unruhig geworden und habe gedacht, irgendwie es es ist nicht mehr stimmig, irgendwas ähm fehlt. Ähm, habe aber alles mögliche
- äh überlegt und angedacht und ähm Kloster ähm kannte ich, bin oft zu Gast gewesen, aber das habe ich weggeschoben. Und dann ähm ist eine Studienfreundin
- tödlich verunglückt und das hat mir so ein Schlag oder Schub gegeben neben der Trauer. Ähm, was willst du im Leben? Leben kann äh lange werden, Leben kann
- aber auch früh zu Ende sein. Was was willst du wirklich? Und ähm das hat mich dann den Schritt tun lassen zu sagen, äh vielleicht ist es das, was der Herr von
- mir will, dass ich ins Kloster gehe. Schwester Rebecca ist hauptsächlich für die Gästebetreuung im Kloster verantwortlich. Sie liebt es, das Alte
- Testament zu lesen und zwar in hebräischer Sprache. Hebräisch gilt als die heilige Sprache, weil Gott sich in dieser Sprache Moses und den Propheten
- offenbart hat. Eine Gruppe von Schwestern und interessierten Gästen trifft sich regelmäßig zum Studium der hebräischen Bibel.
- Bar Elohim et Shamim W etaretz. [musik]
- Das gemeinsame Stundengebet gliedert den Tagesrhythmus der Schwestern. Viermal am Tag treffen sie sich in der Klosterkirche, um den Herrn zu preisen.
- Dann ruht die Arbeit. [musik]
- steh me und deine [musik]
- Inhalt der gemeinsamen Gebete sind im Wesentlichen die Psalmen, [musik] die aus der biblischjüdischen Tradition herkommen, Texte aus dem Alten
- Testament. Die Psalmen sind das Wort Gottes. Worte, die von Gott kommen und zu ihm führen.
- Du bist vertraut mit allen. Die Schwestern setzen mit diesen Gebeten die lange Tradition der Menschen fort,
- die ihren Lebensweg mit Gott gegangen sind. Wenn verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie
- können dann einige von euch sagen, eine Auferstehung der Toten gibt es nicht. Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt
- worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer. Leer. Für den Heiligen Benedikt ist die
- Heilige Schrift bzw. das Evangelium die eigentliche Regel und Richtschnur für das klösterliche Leben. Deshalb reserviert er im Tagesablauf feste
- Zeiten für das Lesen und Meditieren der Heiligen Schrift und für das Studium theologischer Literatur, die dabei hilft, das Wort Gottes immer besser und
- tiefer zu verstehen. Der Heilige Benedikt lebte im 6. Jahrhundert in einer Zeit, die unserer Zeit gar
- nicht so unähnlich war. Also in der Zeit der Völkerwanderung über sein Leben wissen wir nur begrenzt viel. Der heilige Papst Gregor der Große
- hat eine Lebensbeschreibung von Benedikt geschrieben, aber die ist natürlich auch legendarisch. Was wollte Benedikt? Das können wir am
- deutlichsten aus seiner Regel erkennen. Benedikt wollte ein Leben in Gemeinschaft, bei dem Christus die Mitte ist. Und das bedeutet, dass im
- benediktinischen Leben Schriftlesung, euch restie feiern, Stundengebet und auch alles miteinander teilen,
- materielles und geistliches vielleicht das allerwichtigste ist. Der Heilige Benedikt hat ja mit seiner Regel ein eine Lebensordnung, ein
- Konzept entworfen, mit dem er den Raum schaffen will, dass wir ein Leben nach dem Evangelium führen können. Und da ist grundlegend eigentlich eine Ausrichtung
- an dem Wort Jesu, mit dem er selber sein öffentliches Wirken beginnt. sagt, das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt. Und diese drei Elemente sind es
- eigentlich die das Leben bei uns im benedikteren Kloster bestimmen, nämlich die Nähe des Reiches Gottes, dass wir mit unserer ganzen Existenz dafür stehen
- und dafür Zeuge sind, dass Gott und sein Reich und seine Herrschaft wirklich nahe gekommen sind. Und das Leben orientiert sich dann auf dieses Reich Gottes hin,
- nämlich durch die sogenannte Umkehr. Das ist ein biblischer Begriff, den auch Benedikt als Grundmotto seiner Regel genommen hat. diese Umkehr, die
- beständige Ausrichtung des Lebens, die beständige Orientierung auf Gott und sein Wort hin. Und dann der Glaube, der Glaube an das Evangelium
- heißt, dass wir vertrauen darauf, dass Gott für die Menschen, für die Welt eine wirklich umfassend gute Zukunft voraus geplant
- hat. Und daraufhin leben wir. In den Konferenzen zur Bergpredigt stehen wir jetzt sozusagen vor dem Zentrum, vor der Mitte der Bergpredigt,
- nämlich dem Vater unser. Das ist ja ein zweimal pro Woche versammeln sich die Schwestern zu den sogenannten Konferenzen. Die Teilnahme ist für alle
- verpflichtend. Die Bezeichnung Konferenz ist ein alter klösterlicher Begriff, den wir mit Zusammenkunft übersetzen können und bei
- dem es um die gemeinsame Fortbildung geht. Inte sind meistens theologische, biblische oder andere geistliche Themen. Häufig wird auch die Benediktre
- vertieft. Ziel und Zweck der Konferenzen ist es, dass der gesamte Konvent eine gemeinsame theologische Grundlage für das Leben im Kloster erhält.
- Regelmäßig lädt die Eptissin auch Wissenschaftler, Theologen oder Professoren zu Vorträgen ins Kloster ein. Sie referieren über aktuelle oder
- historische Themen. An diesem Abend spricht Professor Dr. Heringer über das Konzil von NZE. Diese Veranstaltungen sind auch für die
- Öffentlichkeit zugänglich. Ihrem Auftrag gemäß bezeugen die Schwestern damit die Gegenwart Gottes in dieser Theologie machen. Es ist leider so, dass wir uns
- die Herie des Arius menschliche Arbeit hat ihre Würde darin, dass sie Teilhabe am Schöpferwirken Gottes ist. Benedikt will, daß Mönche
- und Nonnen von ihrer Arbeit leben und sich nicht dem Druck der Arbeit entziehen. Alles Lebensnotwendige soll sich innerhalb der Klostermauern
- befinden. Ihren Fähigkeiten entsprechend tragen alle Schwestern zum gemeinsamen Lebensunterhalt bei. Das reicht von der Gartenarbeit bis hin zur Führung des
- Klosterladens. Die Benediktinerinnen bewegen sich in einem Lebensraum, der in seinem Dreiklang Gebet, Arbeit und Lesung, die
- immer währende Gottsuche bewahren hilft. Die außerhalb der Klostermauern gibt es auch hier Tage, an denen das Leben nicht reicht ist. Tage an denen man zweifelt,
- Tage an denen die Sorgen einen erdrücken. Ich glaube, man muss äh ganz viel an der Beziehung zu Gott arbeiten, drum
- bemühen, wirklich in der Beziehung zu Gott zu bleiben, im Gebet zu bleiben. Das andere ist aber durchaus auch das getragen sein von der Gemeinschaft und
- dass wir gemeinsam unterwegs sind. Ich bin ja nicht alleine unterwegs. Wir sind zusammen unterwegs. Die Kraft ist einfach diese dieses
- dieses Ziehen. Also, es ist irgendwie ein Gott zieht einen dahin. Also, man kann gar nicht, ich kann dem nicht widerstehen. Ähm es sind ja auch alle
- auf. Also, ich finde auch diese Gemeinschaft, die die wirklich sehr trägt. aus der Erinnerung ähm der der Herr war bei mir, der Herr hat mich
- nicht im Stich gelassen und er wird mich auch in dieser Zeit nicht im Stich lassen. Er wird mich durchtragen. auch zu wissen, da sind ähm
- Mitschwestern, die tragen mich durch Zeiten durch, äh wo ich Krisen habe und umgekehrt äh ja, die Bereitschaft und das Wissen, dass
- wenn ich Kraft habe, äh Freude habe, dass ich dann auch bereit bin, andere mitzutragen, durchzutragen. Die Klosterkirche ist tagsüber für alle
- geöffnet. Da die Abtei in einem gut ausgebauten Netz von Fahrradwegen liegt, nutzen viele die Gelegenheit zu einem spontanen Besuch. Also die Kirchen.
- Nach Voranmeldung können Interessierte auch an einer Kirchenführung teilnehmen. Ja, ich möchte Sie ganz herzlich begrüßen zu dieser kleinen
- Kirchenführung hier in der Abteil Mariendongk. Unsere Kirche wurde 1899 bis 1900 errichtet und damals war
- für Schwester Benedikta ist es ein ganz besonderes Anliegen Gästen oder Besuchern ihre Klosterkirche zu zeigen, weil ich meine Berufung als
- Benediktinerin hier in Mariendonk auch so verstehe von meinem Leben für Gott und für die Menschen Zeugnis abzulegen. Ich selbst
- bin in der Gästearbeit eigentlich kaum beteiligt, bin aber froh durch die Möglichkeit Gästen die Kirche zu zeigen und zu erklären, doch auch Zeugnis geben
- zu können von meinem Glauben an Gott und von dem Leben, dass wir hier führen, hauptsächlich im Gottesdienst, aber auch mit dem persönlichen Gebet für die
- Anliegen der Menschen, die uns ihre Nöte anvertrauen. Der Garten oder besser gesagt der Park auf dem Grundstück des Klosters ist ein
- kleines Paradies. Die Schwestern sagen, all das bringt uns in die Nähe Gottes. Wir behüten hier ein kleines [musik] Stück seiner wunderbaren Schöpfung.
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- [musik] Dreh und Angelpunkt im Leben der Benediktinerinnen. ist die
- Spiritualität, die sich aus der gemeinschaftlichen und der individuellen Begegnung mit dem Wort Gottes speist. Sie bildet die geistliche Grundlage für
- das Leben im Kloster. Sie weiß den Schwestern einen Weg, wie man an einem konkreten Ort, in einer konkreten Gemeinschaft das Evangelium
- verwirklichen kann. Das Wirken des Heiligen Geistes zeigt sich durch bestimmte Gaben aus, Begabungen, wo alle, die miteinander
- zusammen was zu tun haben, also wo sich die Gemeinschaft hier vor Ort, aber auch die ganze Kirche zusammenfindet, wo jeder das beiträgt, was er beisteuern
- kann. Ähm, der Apostel Paulus spricht von sehr unterschiedlichen Begabungen. Also, es gibt die Begabung auf Menschen
- zuzugehen. Es gibt die Begabung ähm sich um Bedürftige zu kümmern, zuzuhören. Es gibt auch die Begabung, das Wort Gottes für die Gegenwart auszulegen.
- sind Auswirkungen des Heiligen Geistes, der Gemeinschaft schafft und der bewirkt, dass Menschen miteinand miteinander auf Gott zugehen können.
- Nach dem Beispiel Jesu zu leben ist für die Schwestern Grundlage und Ziel ihres Lebens. Ich danke Gott, der mich gerade in diese Gemeinschaft geführt hat, deren
- Spiritualität geprägt ist vom Studium und der Kontemplation der Heiligen Schrift und von der Liturgie, insbesondere dem Stundengebet und der
- täglichen Eucharistiefeier. Ich selber wünsche mir natürlich sehr, dass es junge Frauen gibt, die sich von diesem Advent, von der Zukunft, die Gott uns
- selbst schenkt, ergreifen lassen. Die sich uns anschließen, die mutig sind, ähm die dem Leben nicht ausweichen wollen, sondern die das Leben ergreifen
- wollen. Und so können wir tatsächlich auch also nicht nur selber Zukunft gestalten, sondern uns wirklich ganz von Gott her die Zukunft schenken lassen.
- Auch wenn es für Sie manchmal nicht leicht ist, woanders wollen die Schwestern nicht leben. Sie sind dankbar für das Leben im Kloster, das ihnen Gott
- geschenkt hat. เฮ [musik]
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