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Gehör - Organe des Menschen: Das Ohr

Biologie - simpleclub8:49 587.075 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 86 Zeilen
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  1. Das Gehör wichtig, damit die Glocken Leuten und die Vögelern ihre Liedchen treller hört. Und um etwas zu hören,
  2. haben wir Ohren. Die sind bei Frauen vor allem dazu gut, Ohrringe dran zu hängen. Und wir haben zwei davon, weil es eins
  3. einfach zu dämlich asymmetrisch aussehen würde. Und jetzt mal im Ernst, wir brauchen unser Gehör zur Wahrnehmung von
  4. Schallwellen in unserer Umwelt. hauptsächlich wohl zum Registrieren von Gefahren oder auch Nahrung oder Wasser.
  5. Dass wir ein Auto oder eine Straßenbahn zwar nicht gesehen, aber kaum gehört haben, hat uns wahrscheinlich schon
  6. manchmal gerettet. Und früher hat Vogelgezwitscher unseren Vorfahren eher gute Laune gemacht, weil es Beute zu
  7. futtern verraten hat. Die versteckte Quelle im Wald konnte man ebenfalls per Gehör finden. Auch heute hilft das Gehör
  8. den Alltag zu meistern. Man braucht z.B. nicht unbedingt aufstehen und aus dem Fenster zu gucken, ob es regnet. Oft
  9. hört man es einfach und bleibt drin. Dazu dient unser Gehör natürlich der Kommunikation, vor allem durch Sprache.
  10. Darunter fällt auch die Stärkung sozialer Zugehörigkeitsgefühle durch Gesang und Musik.
  11. Deshalb ist der Schallwellen und Lautstärkebereich, den wir am besten wahrnehmen, auch der von Stimmen und
  12. Musik, nämlich der Bereich genau in der Mitte des Hörbereichs, wenn man die Schallwellenfrequenz gegen die
  13. Lautstärke in einem Diagramm aufträgt. Die untere Linie ist die Hörschwelle. Alles was leiser ist, hören wir nicht.
  14. Da sieht man schon, dass wir in den ganz tiefen und ganz hohen Bereichen Probleme haben. Die kommen ja aber in unserem
  15. Leben auch nicht so oft vor oder sind nicht so wichtig. Ganz oben ist die Schmerzgrenze eingetragen. Auch hier
  16. sind die mittleren Frequenzen noch besser ertragbar als die ganz hohen oder ganz tiefen. Schallwellen sind ja, wenn
  17. sie sich durch die Luft ausbreiten, im Grunde nichts anderes als periodische Luftdruckschwankungen,
  18. also Verdichtungen von Luft, die sich abwechseln mit Luftausdünnungen. Und genau das ist es, was wir mit unseren
  19. Ohren wahrnehmen können. Die äußere Ohrmuschel leitet die Schallwellen in den äußeren Gehörgang weiter. Am Ende
  20. des Gehörgangs treffen die Schalldruckwellen aufs Trommelfell. Eine dünne Haut, die den äußeren Gehörgang
  21. abschließt. Die wird dadurch in Schwingungen versetzt. Es kann bei Überanspruchung oder wenn man gucken
  22. will, wie weit man sich eine Stricknadel ins Ohr stecken kann, einreißen. Dann muss man sich beim Schwimmen so
  23. dämliches Oropax in die Ohren stopfen, damit kein Wasser reinkommt. Das schwingende Trommelfell versetzt aber
  24. nun im Normalfall die drei Gehörknöchelchen im Mittelohr anbewegung. Das sind übrigens die
  25. kleinsten Knochen des Menschen und sie sind blau dargestellt. Das Mittelohr, alles was im roten Bereich ist, ist das
  26. was ich bei Erkältungen entzünden kann, denn es ist über die Ohrtrompete mit den Nasennebenhöhlen verbunden, die sich ja
  27. auch gerne mal entzünden. Eigentlich dient diese Orttrompete auch als äustische Röhre genannt, aber dem
  28. Druckausgleich. Den Raum, in dem die Gehörknöchelchen liegen, nennt man übrigens Paukenhöhle. Direkt wird die
  29. Schwingung jetzt nur auf das erste der drei Knöchelchen übertragen, den Hammer. Der haut auf das nächste Knöchelchen den
  30. Ambos und der bewegt das dritte Knöchelchen den Steigbügel. Der Steigbügel überträgt den Druck nun auf
  31. das flüssigkeitsgefüllte Innenohr, indem er an das ovale Fenster der Schnecke stößt. Das ist eine dünne Membran in der
  32. Schneckenwand. Hinter diesem Fenster beginnt ein schneckenförmiger Gang, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Um die
  33. Druckwellen auf die Flüssigkeit zu übertragen, musste der Druck stärker werden. Das wird dadurch erreicht, dass
  34. das ovale Fenster viel kleiner ist als das Trommelfell und von dem großen schwingenden Trommelfell nun die
  35. Schwingungsenergie mit dem kleinen Steigbügel auf das kleine Fenster konzentriert wird. Das ist ähnlich wie
  36. wenn ihr mit einer größeren Steinplatte auf ein Blech haut, im Gegensatz zu dem Versuch mit der Steinplatte auf einen
  37. Nagel in das Blech zu hämmern. Im ersten Fall verteilt sich die Energie und das Blech verbiegt sich vielleicht etwas. Im
  38. zweiten Fall kriegt das Blech wahrscheinlich eine ganz schöne Kerbe, wenn nicht sogar ein Loch, weil sich die
  39. gesamte Energie auf den kleinen Punkt an der Nagelspitze konzentriert. In der Schnecke befinden sich jetzt die
  40. Sinneszellen, die aus den mechanischen Schwingungsreizen frequenzabhängig elektrische Signale machen, sodass wir
  41. verschiedene Tonhöhen unterscheiden können. Die leiten dann mit ihren Fortsätzen als Hörnerv alles an Zieren,
  42. wo der Input weiter verarbeitet und interpretiert wird. Die Schnecke oder Klea ist ein sehr interessantes Gebilde.
  43. Also echt jetzt. Erstmal hat sie oben dran noch so Bögen, die Bogengänge, die aber nichts mit dem Hören, sondern
  44. unserem Gleichgewichtsinn zu tun haben. Die eigentliche Schnecke hat zweieinhalb Windungen und besteht mehr oder weniger
  45. aus einem umgebogenen breiten Schlauch, an dessen Enden mit einer dünnen Membran bedeckte Fenster sind. Dieser Schlauch
  46. biegt sich um einen anderen flüssigkeitsgefüllten breitenschlauch rum und das Ganze ist wie gesagt
  47. aufgewickelt. Abgerollt sieht es im Querschnitt im Prinzip ungefähr so aus wie jetzt hier oben. Den oberen
  48. Schlauchteil nennt man Vorhofgang, den unteren Paugengang und den separaten in der Mitte Schneckengang. Durch die Stöße
  49. vom Steigbügel wird die Flüssigkeit jetzt in Bewegung versetzt und schwappt im Schlauch hin und her. Zum
  50. Druckausgleich ist am Paukengang Ende das runde Fenster, dass ich nach außen auswölben kann. Der Schneckengang hier
  51. mal ein bisschen anders dargestellt, wird dadurch in Schwingungen versetzt und schlabbert jetzt wie eine Zunge
  52. zwischen Vorhofgang und Paukengang hin und her. Er ist am Anfang schmaler und steifer als am freien Ende und dadurch
  53. bildet er für verschiedene Schallwellenfrequenzen auch an verschiedenen Stellen ein
  54. Ausschlagsmaximum. Hohe Frequenzen verursachen ein Maximum im steiferen, schmaleren Bereich vorne. Der flexible,
  55. breitere Bereich hinten kann dann nicht mithalten. Der wird durch die tiefen Töne zum maximalen Ausschlag gebracht.
  56. Bei mittleren Frequenzen ist der Ausschlag dann logischerweise irgendwo dazwischen am größten. Hier noch mal im
  57. aufgerollten Zustand eingezeichnet. Das ganze bringt jetzt was, weil sich in dem Schneckengang das KTIO Organ mit den
  58. Sininnzellen befindet, die den Ausschlag des Ganges wahrnehmen können. Dieses Kortiorgan liegt auf der Basilarmembran,
  59. die Paukengang und Schneckengang trennt und ist im Schneckengang selber von der Tekktorialmembran abgedeckt. Jetzt nicht
  60. verzweifeln, Erklärung kommt. Die Sinneszellen sind sogenannte äußere und innere Haarzellen. Die Haare und
  61. unterschiedlich lange Fortsätze haben die Zilien. An der Stelle des maximalen Ausschlags des Schneckengangs werden nun
  62. Haare und Zilien dieser Zellen zwischen Tektorialmembran und dem Kortiorgan hin und her bewegt. Dadurch öffnen sich
  63. Ionenkanäle sodass die Zellen elektrisch erregt werden und auch elektrische Reize weiterleiten können. Durch
  64. unterschiedliche Länge der Zilien können die Zellen sogar feststellen, in welche Richtung ihre Zielien verbogen werden
  65. und können mit unterschiedlichen elektrischen Signalen darauf reagieren. Genau das sind auch die Zellen, die von
  66. übermäßigem Lärm geschädigt werden. Die äußeren Haarzellen ziehen sich auf Bewegung ihrer Haare und Zilien zusammen
  67. und dehen sich aus je nach Bewegungsrichtung. So verstärken sie den Ausschlag des Schneckengangs an der
  68. Stelle des sowieso schon größten Ausschlags. Durch die jetzt noch stärkere Bewegung an dieser Stelle
  69. werden schließlich die sogenannten inneren Harzellen gereizt, die die eigentliche Frequenzinformation des
  70. ursprünglichen Tons weitergeben. Das passiert über den Hörnerv. Der besteht aus Fortsetzen von Nervenzellen, die mit
  71. den Harzellen verbunden sind. Die Signale laufen so über das Rückenmirnstamm
  72. in die auditorischen Hirnstammkerle. Hier werden Zeit und Intensitätsunterschiede der Signale
  73. ausgewertet. Am Ende interpretiert die primäre Hörinde, also der auditorische Cortex, die Signale, sodass sie für uns
  74. einen Sinn ergeben. Zusätzlich sind auch noch andere Areale in der Großenrinde involviert. An diesem Prozess arbeiten
  75. Nervenzellen mit unterschiedlichsten Funktionen mit. Manche feuern nur, während ein Ton mit einer bestimmten
  76. Frequenz ertönt, manche nur, wenn er anfängt oder aufhört. Manche erkennen bestimmte Muster und manche gleichen
  77. Signale beider Ohren ab. Zwei Ohren brauchen wir jetzt vor allem zur genaueren Richtungsordnung von
  78. Geräuschen. Schallwellen von der Seite kommen zuerst bei einem Ohr an und erst verzögert beim anderen. Deshalb sind die
  79. Harzellen im Kortiorgan auch verdammt schnell in ihrer Reaktion, denn sie müssen mit ihren elektrischen Signalen
  80. diese kleinsten Verzögerungen weitergeben. Und die Ohrmuschel hat ihre merkwürdige Form ebenfalls für eine
  81. verbesserte Richtungsordnung. Sie reflektiert Schallwellen so, dass aus den entstandenen Mustern von
  82. Schalreflektion und Schallschatten Richtungsinformationen gezogen werden können. So, jetzt wisst ihr, was
  83. passiert, wenn ihr hier zuhört. Wenn ihr gerne eure Musik bis zum Anschlag auftreht und eure Ohren und Nachbarn
  84. stresst, dann schreibt #volle Dröhnung. Wenn ihr gestresste Nachbarn seid, dann schreibt #ol die Polizei. Falls ihr auch
  85. wissen wollt, was passiert, wenn ihr hier zuguckt, dann schaut doch mal beim Aufbau des Auges rein. Ansonsten haut
  86. rein, ciao und bis zum nächsten Mal und wie immer, Daumen hoch nicht vergessen, wenn ihr was gelernt habt. Tschüss.

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