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Gehör - Organe des Menschen: Das Ohr
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 86 Zeilen
- Das Gehör wichtig, damit die Glocken Leuten und die Vögelern ihre Liedchen treller hört. Und um etwas zu hören,
- haben wir Ohren. Die sind bei Frauen vor allem dazu gut, Ohrringe dran zu hängen. Und wir haben zwei davon, weil es eins
- einfach zu dämlich asymmetrisch aussehen würde. Und jetzt mal im Ernst, wir brauchen unser Gehör zur Wahrnehmung von
- Schallwellen in unserer Umwelt. hauptsächlich wohl zum Registrieren von Gefahren oder auch Nahrung oder Wasser.
- Dass wir ein Auto oder eine Straßenbahn zwar nicht gesehen, aber kaum gehört haben, hat uns wahrscheinlich schon
- manchmal gerettet. Und früher hat Vogelgezwitscher unseren Vorfahren eher gute Laune gemacht, weil es Beute zu
- futtern verraten hat. Die versteckte Quelle im Wald konnte man ebenfalls per Gehör finden. Auch heute hilft das Gehör
- den Alltag zu meistern. Man braucht z.B. nicht unbedingt aufstehen und aus dem Fenster zu gucken, ob es regnet. Oft
- hört man es einfach und bleibt drin. Dazu dient unser Gehör natürlich der Kommunikation, vor allem durch Sprache.
- Darunter fällt auch die Stärkung sozialer Zugehörigkeitsgefühle durch Gesang und Musik.
- Deshalb ist der Schallwellen und Lautstärkebereich, den wir am besten wahrnehmen, auch der von Stimmen und
- Musik, nämlich der Bereich genau in der Mitte des Hörbereichs, wenn man die Schallwellenfrequenz gegen die
- Lautstärke in einem Diagramm aufträgt. Die untere Linie ist die Hörschwelle. Alles was leiser ist, hören wir nicht.
- Da sieht man schon, dass wir in den ganz tiefen und ganz hohen Bereichen Probleme haben. Die kommen ja aber in unserem
- Leben auch nicht so oft vor oder sind nicht so wichtig. Ganz oben ist die Schmerzgrenze eingetragen. Auch hier
- sind die mittleren Frequenzen noch besser ertragbar als die ganz hohen oder ganz tiefen. Schallwellen sind ja, wenn
- sie sich durch die Luft ausbreiten, im Grunde nichts anderes als periodische Luftdruckschwankungen,
- also Verdichtungen von Luft, die sich abwechseln mit Luftausdünnungen. Und genau das ist es, was wir mit unseren
- Ohren wahrnehmen können. Die äußere Ohrmuschel leitet die Schallwellen in den äußeren Gehörgang weiter. Am Ende
- des Gehörgangs treffen die Schalldruckwellen aufs Trommelfell. Eine dünne Haut, die den äußeren Gehörgang
- abschließt. Die wird dadurch in Schwingungen versetzt. Es kann bei Überanspruchung oder wenn man gucken
- will, wie weit man sich eine Stricknadel ins Ohr stecken kann, einreißen. Dann muss man sich beim Schwimmen so
- dämliches Oropax in die Ohren stopfen, damit kein Wasser reinkommt. Das schwingende Trommelfell versetzt aber
- nun im Normalfall die drei Gehörknöchelchen im Mittelohr anbewegung. Das sind übrigens die
- kleinsten Knochen des Menschen und sie sind blau dargestellt. Das Mittelohr, alles was im roten Bereich ist, ist das
- was ich bei Erkältungen entzünden kann, denn es ist über die Ohrtrompete mit den Nasennebenhöhlen verbunden, die sich ja
- auch gerne mal entzünden. Eigentlich dient diese Orttrompete auch als äustische Röhre genannt, aber dem
- Druckausgleich. Den Raum, in dem die Gehörknöchelchen liegen, nennt man übrigens Paukenhöhle. Direkt wird die
- Schwingung jetzt nur auf das erste der drei Knöchelchen übertragen, den Hammer. Der haut auf das nächste Knöchelchen den
- Ambos und der bewegt das dritte Knöchelchen den Steigbügel. Der Steigbügel überträgt den Druck nun auf
- das flüssigkeitsgefüllte Innenohr, indem er an das ovale Fenster der Schnecke stößt. Das ist eine dünne Membran in der
- Schneckenwand. Hinter diesem Fenster beginnt ein schneckenförmiger Gang, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Um die
- Druckwellen auf die Flüssigkeit zu übertragen, musste der Druck stärker werden. Das wird dadurch erreicht, dass
- das ovale Fenster viel kleiner ist als das Trommelfell und von dem großen schwingenden Trommelfell nun die
- Schwingungsenergie mit dem kleinen Steigbügel auf das kleine Fenster konzentriert wird. Das ist ähnlich wie
- wenn ihr mit einer größeren Steinplatte auf ein Blech haut, im Gegensatz zu dem Versuch mit der Steinplatte auf einen
- Nagel in das Blech zu hämmern. Im ersten Fall verteilt sich die Energie und das Blech verbiegt sich vielleicht etwas. Im
- zweiten Fall kriegt das Blech wahrscheinlich eine ganz schöne Kerbe, wenn nicht sogar ein Loch, weil sich die
- gesamte Energie auf den kleinen Punkt an der Nagelspitze konzentriert. In der Schnecke befinden sich jetzt die
- Sinneszellen, die aus den mechanischen Schwingungsreizen frequenzabhängig elektrische Signale machen, sodass wir
- verschiedene Tonhöhen unterscheiden können. Die leiten dann mit ihren Fortsätzen als Hörnerv alles an Zieren,
- wo der Input weiter verarbeitet und interpretiert wird. Die Schnecke oder Klea ist ein sehr interessantes Gebilde.
- Also echt jetzt. Erstmal hat sie oben dran noch so Bögen, die Bogengänge, die aber nichts mit dem Hören, sondern
- unserem Gleichgewichtsinn zu tun haben. Die eigentliche Schnecke hat zweieinhalb Windungen und besteht mehr oder weniger
- aus einem umgebogenen breiten Schlauch, an dessen Enden mit einer dünnen Membran bedeckte Fenster sind. Dieser Schlauch
- biegt sich um einen anderen flüssigkeitsgefüllten breitenschlauch rum und das Ganze ist wie gesagt
- aufgewickelt. Abgerollt sieht es im Querschnitt im Prinzip ungefähr so aus wie jetzt hier oben. Den oberen
- Schlauchteil nennt man Vorhofgang, den unteren Paugengang und den separaten in der Mitte Schneckengang. Durch die Stöße
- vom Steigbügel wird die Flüssigkeit jetzt in Bewegung versetzt und schwappt im Schlauch hin und her. Zum
- Druckausgleich ist am Paukengang Ende das runde Fenster, dass ich nach außen auswölben kann. Der Schneckengang hier
- mal ein bisschen anders dargestellt, wird dadurch in Schwingungen versetzt und schlabbert jetzt wie eine Zunge
- zwischen Vorhofgang und Paukengang hin und her. Er ist am Anfang schmaler und steifer als am freien Ende und dadurch
- bildet er für verschiedene Schallwellenfrequenzen auch an verschiedenen Stellen ein
- Ausschlagsmaximum. Hohe Frequenzen verursachen ein Maximum im steiferen, schmaleren Bereich vorne. Der flexible,
- breitere Bereich hinten kann dann nicht mithalten. Der wird durch die tiefen Töne zum maximalen Ausschlag gebracht.
- Bei mittleren Frequenzen ist der Ausschlag dann logischerweise irgendwo dazwischen am größten. Hier noch mal im
- aufgerollten Zustand eingezeichnet. Das ganze bringt jetzt was, weil sich in dem Schneckengang das KTIO Organ mit den
- Sininnzellen befindet, die den Ausschlag des Ganges wahrnehmen können. Dieses Kortiorgan liegt auf der Basilarmembran,
- die Paukengang und Schneckengang trennt und ist im Schneckengang selber von der Tekktorialmembran abgedeckt. Jetzt nicht
- verzweifeln, Erklärung kommt. Die Sinneszellen sind sogenannte äußere und innere Haarzellen. Die Haare und
- unterschiedlich lange Fortsätze haben die Zilien. An der Stelle des maximalen Ausschlags des Schneckengangs werden nun
- Haare und Zilien dieser Zellen zwischen Tektorialmembran und dem Kortiorgan hin und her bewegt. Dadurch öffnen sich
- Ionenkanäle sodass die Zellen elektrisch erregt werden und auch elektrische Reize weiterleiten können. Durch
- unterschiedliche Länge der Zilien können die Zellen sogar feststellen, in welche Richtung ihre Zielien verbogen werden
- und können mit unterschiedlichen elektrischen Signalen darauf reagieren. Genau das sind auch die Zellen, die von
- übermäßigem Lärm geschädigt werden. Die äußeren Haarzellen ziehen sich auf Bewegung ihrer Haare und Zilien zusammen
- und dehen sich aus je nach Bewegungsrichtung. So verstärken sie den Ausschlag des Schneckengangs an der
- Stelle des sowieso schon größten Ausschlags. Durch die jetzt noch stärkere Bewegung an dieser Stelle
- werden schließlich die sogenannten inneren Harzellen gereizt, die die eigentliche Frequenzinformation des
- ursprünglichen Tons weitergeben. Das passiert über den Hörnerv. Der besteht aus Fortsetzen von Nervenzellen, die mit
- den Harzellen verbunden sind. Die Signale laufen so über das Rückenmirnstamm
- in die auditorischen Hirnstammkerle. Hier werden Zeit und Intensitätsunterschiede der Signale
- ausgewertet. Am Ende interpretiert die primäre Hörinde, also der auditorische Cortex, die Signale, sodass sie für uns
- einen Sinn ergeben. Zusätzlich sind auch noch andere Areale in der Großenrinde involviert. An diesem Prozess arbeiten
- Nervenzellen mit unterschiedlichsten Funktionen mit. Manche feuern nur, während ein Ton mit einer bestimmten
- Frequenz ertönt, manche nur, wenn er anfängt oder aufhört. Manche erkennen bestimmte Muster und manche gleichen
- Signale beider Ohren ab. Zwei Ohren brauchen wir jetzt vor allem zur genaueren Richtungsordnung von
- Geräuschen. Schallwellen von der Seite kommen zuerst bei einem Ohr an und erst verzögert beim anderen. Deshalb sind die
- Harzellen im Kortiorgan auch verdammt schnell in ihrer Reaktion, denn sie müssen mit ihren elektrischen Signalen
- diese kleinsten Verzögerungen weitergeben. Und die Ohrmuschel hat ihre merkwürdige Form ebenfalls für eine
- verbesserte Richtungsordnung. Sie reflektiert Schallwellen so, dass aus den entstandenen Mustern von
- Schalreflektion und Schallschatten Richtungsinformationen gezogen werden können. So, jetzt wisst ihr, was
- passiert, wenn ihr hier zuhört. Wenn ihr gerne eure Musik bis zum Anschlag auftreht und eure Ohren und Nachbarn
- stresst, dann schreibt #volle Dröhnung. Wenn ihr gestresste Nachbarn seid, dann schreibt #ol die Polizei. Falls ihr auch
- wissen wollt, was passiert, wenn ihr hier zuguckt, dann schaut doch mal beim Aufbau des Auges rein. Ansonsten haut
- rein, ciao und bis zum nächsten Mal und wie immer, Daumen hoch nicht vergessen, wenn ihr was gelernt habt. Tschüss.
Zum Nachlesen
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