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KG 076 Vom Schmalkaldischen Krieg zum Augsburger Religionsfrieden

Professor Lüdke33:48 5.588 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 177 Zeilen
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  1. hallo liebe freunde der kirchengeschichte herzlich willkommen zu dieser einheit bei der es darum gehen soll wie es in
  2. den zehn jahren nach martin luthers tod eigentlich mit der reformation weitergegangen ist also in den jahren 1546 bis 1555 martin luther starb am 18
  3. februar 1546 das war eigentlich etwas was nicht so vorauszusehen war das luther tatsächlich eines natürlichen todes gestorben war
  4. denn er hatte ja fast genau 25 jahre vorher eigentlich ja sein todesurteil bekommen 1521 hat ihm der papst gewandt aus der kirche ausgeschlossen
  5. auf dem reichstag in worms wo er gesagt hat hier stehe ich ich kann nicht anders gott helfe mir armen wurde sein todesurteil beschlossen
  6. und ja wahrscheinlich hätte deutschland kaum jemand einen pfifferling für ihn gegeben dass der noch ein paar jahre überleben würde dieser luther er musste
  7. ja nur irgendwo aufgegriffen werden und dann wäre er hingerichtet worden so lebte luther also den rest seines lebens 25 jahre lang mit diesem
  8. damoklesschwert des todesurteils über seine macken aber er überlebte weil er einen landesfürsten hatte der ihm geschickt schützte und ja und weil es
  9. auch zu keinem krieg kam der katholische kaiser karl der fünfte hatte es nicht geschafft zu lebzeiten luthers einen krieg durchzuführen sodass er die
  10. protestantischen fürsten die luther geschützten irgendwie hätte besiegen können nur durch einen krieg wäre er luther
  11. habhaft geworden so ist also karl der fünfte martin luther nach dem reichstag in worms nie wieder begegnet und er hat ihn auch
  12. nicht auf dem scheiterhaufen brennen sehen seltsamerweise oder war dass gottes hand über martin luther die ihn zu lebzeiten
  13. geschützt hat war es dann aber sozusagen nach dem tod luthers mit dem schutz vorbei wir kommen jetzt zu einer zeit in der es mit der reformation sehr
  14. bedrohlich weiter geht oder für die reformation sehr bedrohlich es ist die zeit vom schwall kalten krieg ist zum augsburger religionsfrieden die zehn
  15. jahre nach luthers tod die sehr turbulent waren das ging eigentlich gar nicht mit luthers tod zusammen sondern es hing
  16. damit zusammen dass sich jetzt eben gehen die politische situation in deutschland so verändert hat dass der kaiser nun doch kurz nach luthers tod
  17. einen krieg beginnen konnte gegen die protestanten anfang der 1500 40er jahre sei das noch nicht so aus da schien es erstmal fast so als ob die protestanten
  18. ein übergewicht kriegen könnten in deutschland ganzen fast ganz norddeutschland war schon in ihren händen und ein fürst nach dem anderen
  19. überlegte sich jetzt der reformation beizutreten ja das wurde dann das kam dann ins stocken 15 40 41 gab es schon als gab
  20. religions- gespräche da war man sehr zuversichtlich auf evangelischer seite dass man vielleicht doch anerkennung bekommen könnte oder ein kompromiss
  21. aushandeln könnte das scheiterte dann aber und dann kam ja auch die unselige episode mit philipp von hessens doppel
  22. ehe die dann raus kam und ja die eigentlich ein todesurteil für ihn bedeutet hatte aber er ließ sich auf einen deal mit kaiser karl den
  23. fünften dass er ihn am leben ließ dafür musste philipp von hessen versprechen das er von jetzt an weitere bündnisse des schmalkaldischen bundes also das
  24. militärbündnis ist der protestanten dass er weitere bündnisse dass er denen nicht zustimmen würde und philipp von hessen war der wichtigste evangelische fürst in
  25. diesem bund dadurch dass also philipp von hessen einer weiteren aufnahme nicht zustimmte wurde zum beispiel der herzog wilhelm von kleve nicht in den bund
  26. aufgenommen der hatte ein strategisch wichtiges gebiet so am niederrhein an der holländisch deutschen grenze
  27. und ja er sei eine bedrohung durch den kaiser der kaiser wollte diese gebiete dort haben und kontrollieren und katalysieren und der wilhelm von kleve
  28. wäre lieber evangelisch geworden suchte den schutzraum schmalkaldischen bund wurde aber nicht in dieses militärbündnis aufgehört so dass der
  29. kaiser den kleve die bildung von kleve angreifen konnte und die protestanten kamen ihm nicht oder kaum zu hilfe so dass dieser krieg verloren ging vom
  30. willen von lebe er musste sein gebiet katholisch werden lassen und so das war dann wie ein dominoeffekt ein fürst nach dem anderen sagte dann auch nicht mehr
  31. auf zu gucken und nordwestdeutschland was so kurz davor war der reformation einzutreten das blieb dann katholisch so dass also
  32. nach diesem erfolgserlebnis der kaiser karl der fünfte sich überlegt ja dann könnten wir doch vielleicht jetzt mal an einen krieg denken denn in lage war
  33. jetzt zum wurde jetzt zum ersten mal so dass der kaiser sich auf deutschland konzentrieren konnte zum einen hatte er so diese durch den
  34. philipp von hessen jetzt so die schmalkaldener ein bisschen in die enge getrieben dann besiegte er 1544 den französischen
  35. könig damit man mit den franzosen endlich mal uhr 1545 ging ein bündnis mit dem papst ein jetzt hatte er mal mit dem papst ruhe
  36. und er handelte sogar mit den türken einen anderthalbjährigen waffenstillstand aus also alle seine drei großen probleme die er immer hatte
  37. die franzosen den papst die türken da war jetzt endlich mal frieden damit so dass er zum ersten mal freiraum hatte für sein viertes großes problem oder
  38. mein haupt großes problem die uneinheitlich land er wollte jetzt versuchen deutschland wieder zurück zum zu einer einheit zu führen und das
  39. machte er im sogenannten schmalkaldischen krieg wir sehen hier karl den fünften wie er sich malen ließ nach der nach dem
  40. erfolgreichen krieg 1547 hier rechts sehen wir eine darstellung einer schlacht dort einer belagerung einer stadt an der elbe
  41. das ganze lief so dass der park dass der kaiser sagte also papst du rufst sommer ein konzil aus wo wir dann endgültig die religionsfrage theologisch dann auch
  42. klären ich mache inzwischen schon mal die politisch militärische lösung der papst rief stand also
  43. tatsächlich ein konzil nach trient aus für bento heißt das heute das nicht heute in norditalien damals war es wo der südlichste zipfel des heiligen
  44. römischen reiches deutscher nation die lutheraner sagen dass jetzt langsam auf sich zukommen dass der kaiser militärisch aufrüstete der kaiser
  45. schloss bündnisse mit einzelnen deutschen fürsten die sich für gegen irgendwelche zugeständnisse zur neutralität verpflichteten wie zb der
  46. bayerische herzog und so dachten sich die schmalkaldener also die protestantischen fürsten ja wenn das so ist der kaiser
  47. der hat jetzt keine anderen feinde gerade mehr strebt darauf hin dass es hier zu einem krieg gegen uns jetzt doch kommen wird also überlegten sich die
  48. protestantischen fürsten wir machen einen präventivschlag sie sammelten ein riesen herzogen nach süddeutschland wollten den kaiser der noch gar nicht
  49. seine truppen alle zusammen hatte in einer schlacht besiegen aber der kaiser war sehr geschickt er ließ sich einfach nicht zu einer schlacht überreden
  50. manchmal verschanzte er sich in einer stadt in ingolstadt manchmal zog er seine truppen ab und solange seine truppenstärke noch nicht
  51. groß genug war ließ er es einfach noch nicht auf eine schlacht ankommen und zog immer noch mehr soldaten zusammen bis er dann endlich so stark war dass er
  52. dann schließlich die protestanten angriff und die waren schon inzwischen ein paar monate hingezogen und waren schon ziemlich fertig so dass die dann
  53. in die flucht geschlagen wurden jetzt das war ende 15 46 jetzt war der kaiser so weit dass er einen angriff auf das kernstück des protestantismus wagen
  54. konnte auf sachsen 1547 im frühjahr war es dann soweit im april da kam es zur sogenannten schlacht auf der lochauer heidel an der elbe und
  55. durch diese schlacht war es dann so dass die protestanten fliehen mussten sie konnten sich nicht mehr retten die kernstädte des protestantismus
  56. torgau und wittenberg vor allem vielen jetzt in die hand des kaisers und nicht nur die städte sondern auch die beiden wichtigsten protestantischen fürsten
  57. philipp von hessen und der kurfürst von sachsen sie geraten in gefangenschaft und sie werden vom kaiser tatsächlich vier jahre lang gefangen genommen und
  58. überall immer wieder mithin geschleppt ein jahr nach luthers tod 1547 sind die protestanten in deutschland militärisch besiegt der schmalkaldischen krieg ist
  59. verloren gegangen weite teile süd- und mitteldeutschland sind verwüstet durch die soll nach ihre ein traumatisches ereignis lange zeit galt dieser
  60. schmalkaldischen krieg als der erste große deutsche krieg erst im grunde so seit den großen weltkriegen im zwanzigsten jahrhundert hat man den so
  61. ein bisschen vergessen und denkt nur noch bis zum 30 jährigen krieg zurück der ja so der große deutsche krieg war vorher aber galt der schmalkaldischen
  62. krieg schon mal so als der erste tragische super krieg für deutschland ja der kaiser die katholiken hatten gewonnen und so sah es jetzt danach aus
  63. dass die reformation auf der kippe stand es sollte jetzt die reformation rückgängig gemacht werden das war das ziel des kaisers ein einheitliches
  64. deutsches und zwar dann ein katholisches reich der betrieb jetzt also in deutschland eine rekapitalisierung und das machte er so
  65. dass er uns einige bestimmungen erst mal aufstellte bis ein konzil endgültig eine entscheidung über die ganzen theologischen fragen und so abschließen
  66. würde sollte es eine zeit der zwischenlösung geben zwischenlösung das nennt man auf latein ein interim einen aufschub
  67. man traf sich in augsburg 1548 und beschloss das augsburger interim eine zwischenlösung weil der papst auf einmal doch noch nicht so ganz schnell beim
  68. konzil alles regeln wollte er mochte auch einmal den kaiser doch nicht mehr der bekamen ihn wieder zu viel macht und er verlegte das konzil kurzerhand nach
  69. bologna außerhalb des deutschen reiches so dass der kaiser sich erst mal wieder um den papst bemühen musste dass die wieder
  70. zusammenkamen und es konnte noch keine endgültige lösung geben es für eine rekapitalisierung in deutschland sondern erstmal eine zwischenlösung ein interim
  71. und dieses augsburger im termin das beschlossen wurde auf einem reichstag in augsburg das besagte es soll jetzt alles wieder katholisch werden
  72. aber wir machen noch eine zwischenlösung also zwei sachen können evangelisch bleiben erstmal der leyen kelch das also in den bisher evangelische gebieten da
  73. darf es weiterhin auch der der wein beim abendmahl ausgeteilt werden und die priesterehe darf auch bleiben das wäre jetzt auch alles kompliziert die ganzen
  74. evangelischen pfarrer die jetzt geheiratet hatten die durften verheiratet bleiben bis ein konzil das dann endgültig wegen
  75. sollte ansonsten sollte jetzt die katholische messe wieder gefeiert werden die lateinische messe wurde überall wieder eingeführt und das war natürlich
  76. vielen evangelischen schon ein dorn im auge seit 20 30 jahren war man jetzt gewöhnt gottesdienste auf deutsch zu feiern evangelische gottesdienste mit
  77. einer richtig guten kredit und jetzt auf einmal wieder katholische messen was macht man da ist das jetzt sünde wider eine katholische messe zu feiern
  78. feldmann damit vom wahren glauben ab viele evangelische christen machten jetzt passiven widerstand sie gingen einfach nicht zum gottesdienst in
  79. katholische messe angesagt war bei den fahrern war es schwierig die wurden gezwungen die messen zu halten sie konnten wer sich weigerte wurde
  80. gefangengenommen oder er musste fliehen so float zb martin buser jetzt in dieser zeit des interims nach england und starb dann dort auch in cambridge in jedes
  81. fürstentum machte das dann so ein bisschen anders in sachsen selber wurde melanchthon damit beauftragt wie man jetzt diese bestimmung des kaisers
  82. umsetzen könnte in sachsen regiert jetzt hier dieser mensch der moritz von sachsen das war jetzt so ein der hauptkläger bei
  83. dem ganzen der moritz der war nämlich vom kaiser auf seine seite gezogen worden es gab damals ist ein bisschen
  84. kompliziert müsst euch nicht alles merken aber kurz gesagt es gab zwei sachsens im sechzehnten jahrhundert zwei cousins glaube ich die dass ein den
  85. einen und den anderen teil von sachsen regierten die albertina und die ernestiner und die einen der eine der von wittenberg der
  86. wahl kurfürst und der andere der war ein nur ein untergeordneter fürst der moritz von sachsen der gehörte zu dieser untergeordneten linie und der bekam
  87. jetzt vom kaiser das versprechen wenn du auf meine seite gehst dann gebe ich dir die kurfürsten würde von dem anderen teil von sachsen
  88. so geschah es dann auch der moritz unterstützte den kaiser und als dank für die unterstützung beim schmalkaldischen krieg bekam er dann die kurfürsten würde
  89. und dieser moritz von sachsen der beauftragte dann melanchthon jetzt für sein gebiet ein ein besonderes interesse zu erwarten
  90. spezielle leipziger regelungen wo dann die theologie doch relativ evangelisch blieb und wo man schließlich mit den theologen mit melanchthon so absprach
  91. das den leuten gesagt wurde wenn man so äußerlich katholische gebräuche jetzt wieder im gottesdienst macht dann ist das keine sünde
  92. dann ist das ein so genanntes adia voran etwas was unentschieden ist etwas was man machen kann oder auch nicht jedenfalls wäre es macht der begeht
  93. keine sünde und so holte man in sachsen das alles ein bisschen lockerer angehen und nicht so streng und verbissen sehen soweit zum interview das konzil zog sich
  94. immer noch hin der papst mit dem kaiser hin und dann auf einmal bekam der kaiser doch wieder mit feinden zu tun mit den türken war es ja nur ein
  95. anderthalbjähriger waffenstillstand ausgehandelt dann schlugen die wieder los und auch die franzosen machten sich auch wieder auf gegen den kaiser zu
  96. kämpfen und jetzt kam es auch noch 1551 zu einer fürsten verschwörung in deutschland sogar bei dieser moritz von sachsen die seite wechselte der märkte
  97. nämlich auf einmal das spiel was der kaiser spielte war eigentlich gar nicht so religiös motiviert das in die theologie so wichtig war sondern
  98. eigentlich wollte der kaiser die alleinige absolute macht in mitteleuropa haben aber das wollten die deutschen fürsten nicht und deswegen machten sie
  99. einen aufstand an der spitze unser freund hier moritz von sachsen und er wechselt die seiten er wendet sich gegen seinen alten freund den kaiser und er
  100. sieht auf einmal eine chance der kaiser der ist ziemlich krank und logiert gerade in innsbruck und so macht so machen sich protestantische truppen
  101. schnell nach innsbruck auf und sie wollen den kaiser gefangen nehmen und die macht an sich reißen der kaiser kriegt das aber irgendwie mit
  102. und flieht gerade noch so dass er nicht gefangen genommen werden kann aber die evangelischen fürsten haben damit jetzt einen sieg errungen
  103. und sie setzten durch dass der passauer vertrag jetzt abgeschlossen wird der passauer vertrag ist sozusagen wieder eine zwischenlösung die sagt bis 1
  104. ein richtiger reichstagsbeschluss das endgültig löst wer werden jetzt die verhältnisse von 1546 wieder her wie es war vor dem schmalkaldischen
  105. krieg die gefangenen fürsten philipp von hessen und der kurfürst von sachsen die werden freigelassen und es wird den protestanten frieden zugesichert bis zu
  106. einem neuen reichstag das war schon mal ein super schritt also der passauer vertrag hat im grunde schon fast einen kleinen sieg für die
  107. protestanten auf einmal gebracht alles wurde wiederhergestellt dass in serie zurück gekommen man durfte wieder evangelische gottesdienste feiern in den
  108. protestantischen gebieten und man hat erst mal keinen krieg mehr zu befürchten keinen angriff vom kaiser der kaiser war ziemlich fertig darüber der mochte
  109. diesen passauer vertrag gar nicht und [Musik] deswegen zog er sich zurück er war jetzt endgültig entmutigt und er ging zuerst
  110. nach brüssel dann irgendwann nach spanien zurück er sei ein großes lebensprojekt jetzt schwinden denn er hatte immer für eine einheit im
  111. deutschen reich gekämpft ein einheitliches reich mit einem einheitlichen glauben dass wurde nicht erreicht man merkte jetzt 1555 als der
  112. nächste reichstag in augsburg vor der tür stand wahrscheinlich werden wir es nie schaffen deutschland zu einer einheit zu bringen
  113. wir sind jetzt 35 jahre dabei seit der martin luther hier den aufruhr gemacht hat und keine einheit in sicht im gegenteil die fronten sind immer weiter
  114. verhärtet wir werden wohl zu keiner theologischen einigung kommen wenn es aber keine einigung gibt und wir nicht einen
  115. dauerkrieg hier in deutschland haben wollen dann müssen wir irgendwie einen kompromiss wir müssen wahrscheinlich anerkennen
  116. dass die deutschen zwei verschiedene glauben haben dürfen das war den kaiser karl den 15 ein gräuel sowas konnte er sich nicht
  117. vorstellen ein reich über das er kaiser wäre was nicht den glauben des kaisers hätte wo man verschiedene arten glauben kann
  118. dazu konnte er nicht ja sagen als dieser reichstag in augsburg vor der tür stand sagte der kaiser karl der fünfte seinem bruder glaube ich dem ferdinand er soll
  119. da die verhandlungen führen er hat keinen bock mehr er zog sich zurück und war ziemlich ernüchtert über seinen lebenswerk ja seine 35 jährigen
  120. bemühungen um ein einheitliches heiliges römisches reich deutscher nation waren gescheitert und das wurde tatsächlich in augsburg zementiert 1555 dieses datum
  121. könnt ihr euch merken ist ja auch gut zu merken der augsburger religionsfrieden was brachte der was wurde da beschlossen
  122. dort trafen sich also die ganzen deutschen fürsten und sie legten fest es gibt ab jetzt in deutschland erstens gleichberechtigung von lutheranern und
  123. katholiken wow das war ja das ziel was die lutheraner die protestanten von anfang an hatten gleichberechtigung und nun wurde es tatsächlich auf einem
  124. reichstag offiziell festgelegt das was man sich immer gewünscht hatte was aber bisher nicht geklappt hatte 15 30 bei der confessio augustana hier
  125. auch in augsburg hatte man sich das erträumt dass man gleichberechtigt anerkannt würde aber da war es noch nicht so weit erst jetzt 25 jahre später
  126. echte gleichberechtigung zwischen katholiken und genauer gesagt den anhängern der confessio augustana also nicht allen protestanten nicht allen
  127. evangelischen sondern nur den lutheranern s gehörten ausdrücklich nicht dazu die täufer die wurden weiter verfolgt und auch nicht die zwingende
  128. jana und calvinisten also die reformierten im reich nur die anhänger der confessio augustana die reformierten brauchten dann noch zehn jahre 66 sind
  129. die dann mit eingeschlossen worden in diesen augsburger religionsfrieden das zweite große ding das seht ihr hier über mir
  130. hughes reform an die das war eigentlich so der tollste deal dem man da so gemacht hat die tollste erfindung wie man einen frieden im reich sichern
  131. könnte das war ja das ziel man wollte aufhören mit dem krieg und endlich frieden haben wie aber soll das gehen mit zwei verschiedenen glauben im
  132. reich dass die sich nicht ständig in die haare kriegen und dann überlegte man sich jetzt eine regelung und hat gesagt wir legen ein recht fest
  133. das sogenannte irgendwie das sogenannte hughes reform an die das heißt das recht reformieren zu dürfen das recht eine reformation durchführen zu dürfen und
  134. wer hat dieses recht es wurde festgelegt nur die landesfürsten der regent eines fürstentums der darf wenn er will seinen
  135. fürstentum reformieren und evangelisch werden er darf bestimmen mein reich main first to meine grafschaft mein herzogtum das soll jetzt evangelisch werden wenn
  136. er das sagt dann wird es so wenn er sagt ich lasse meinen fürstentum katholisch oder ich mache es wieder zurück katholisch dann ist es so er hat das
  137. recht und er bestimmt dazu wurde später diese formel geprägt die ist jetzt hier steht jetzt noch nicht hier in diesen
  138. drin aber so ab 1600 ungefähr hat sich dafür diese formel ausgebildet die das ganz gut beschreibt auf latein kurios regio eius religio das heißt auf
  139. deutsch messen die region dessen die religion oder besser ausgedrückt wem ein land gehört der darf auch über den glauben in diesem land bestimmen also
  140. kurz gesagt ist die regelung folgende das eben der landesfürst bestimmen kann welchen glauben welcher glaube in seinem fürstentum herrschen soll und dann muss
  141. jeder einwohner dieses landes diesen glauben annehmen also philipp von hessen konnte jetzt sagen in seiner landgrafschaft sollen alle
  142. evangelisch werden oder sein oder bleiben und da darf ihn keiner jetzt reinreden er darf seinen fürstentum seine grafschaft zum evangelischen land
  143. machen es gab ungefähr 100 solche fürstentümer in deutschland die jetzt alle sich also entschieden wir waren katholisch sein
  144. wir wollen evangelisch sein deutschland wurde jetzt ein konfessioneller flickenteppich von katholischen gebieten und evangelischen
  145. gebieten manchmal merkt man das heute noch man kommt irgendwie man fährt 20 kilometer weiter auf einmal sind da also eher katholisch oder fast alle und
  146. daneben evangelisch hier in marburg ist es auch so marburg eine evangelische stadt man muss nur über die laden berge rüber dort war schon mainzer gebiet und
  147. die dörfer löscht und shrek und so die sind alle bis heute tief katholisch was aber passiert wenn ich jetzt ein mensch bin der sagen wir mal gerne
  148. katholisch bleiben würde und meine fürst sagt jetzt in meinem fürstentum werden wir jetzt alle evangelisch dann habe ich nichts zu melden
  149. ich kann nicht sagen ich möchte aber katholisch bleiben ich kann höchst aber ich habe das recht auszuwandern das nennt man das ewz emigrant das heißt
  150. es gibt keine völlige religionsfreiheit es kann jetzt in deutschland nicht einfach jeder glauben was er will egal wo er wohnt sondern es gibt katholische
  151. gebiete und evangelische gebiete und wenn ich halt in main gebiet nicht reinpassen dann muss ich auswandern in ein gebiet
  152. wo ich rein passen so ist die regelung es gibt noch eine kleine weitere regelung die nennt man hier das reservat um ecclesia stieg um
  153. das ist eine besonderheit die die evangelischen auch sehr aufgeregt hat die katholiken setzte nämlich durch dass es bestimmte gebiete gibt die immer
  154. katholisch bleiben mussten nämlich dort wo ein fürst bischof regiert hat also wo der politische regent des landes gleichzeitig ein kirchenfürst war ein
  155. bischof und bei den bischöfen war es so die waren ja ehelos das heißt also im optimalfall kinderlos und wenn jetzt einen bischofsstab
  156. dann hätte jetzt danach ja irgendwer die regierung übernehmen können aber da wurde jetzt in diesem reservat uniklinikum also in der sonderbestimmung
  157. für geistliche fürstentümer geregelt dass der nachfolger immer wieder ein katholischer bischof sein muss katholische bischofs gebiete bleiben
  158. immer katholische bischof gebiete da kann sich nicht einen bischof irgendwann überlegen ich werde jetzt mal evangelisch und
  159. damit wird mein fürstbischofs fürstentum jetzt auch evangelisch nein diese gebiete sind festgelegt dass die immer katholisch bleiben mussten
  160. und da nie eine reformation passiert das war ja da waren die evangelischen ziemlich sauer aber sie haben es dann irgendwann akzeptiert haben noch eine
  161. sonderregelung dann auch noch dafür gekriegt dass es in bestimmten städten in reichsstädten wo es evangelische und katholische menschen gab die haben sich
  162. schon daran gewöhnt gehabt dass man so in einer stadt zusammen lebte mit zwei verschiedenen konfessionen da sollte das jetzt auch so bleiben
  163. dürfen solange es in so einer stadt friedlich vonstatten geht entwickelten sich jetzt also auch gemischt konfessionelle städte da ging das in
  164. manchen freien reichsstädten in so großen land gebieten sollte es nicht gehen die protestantischen fürsten dürften
  165. durften übrigens auch eingezogene kirchengüter behalten das war schon ganz gut ja das war der augsburger
  166. religionsfrieden 15 55 merkt euch kurios regio eius religio und was da passiert es ist umwälzen denn eigentlich hat damit der
  167. protestantismus gesiegt keine zehn jahre nach der militärischen niederlage im schmalkaldischen krieg wo man eigentlich dachte jetzt ist es endgültig aus mit
  168. dem protestantismus zehn jahre später 15 55 hat der protestantismus eigentlich alle seine ziele erreicht man durfte jetzt evangelisch sein in deutschland
  169. und fürsten konnten zum protestantismus übertreten ohne einen krieg befürchten zu müssen die alle dass die vorherrschaft der
  170. katholischen kirche in deutschland war endgültig gebrochen der allein geltungsanspruch das kennzahl recht war außer kraft gesetzt keiner durfte jetzt
  171. mehr von der inquisition gefangen genommen werden weil er seelisch war die confessio augustana war jetzt ein mögliches bekenntnis in
  172. deutschland also es ist schon ein bedeutender sieg des protestantismus der dann tatsächlich auch wieder gestiftet hat die nächsten 60 jahre herrscht
  173. frieden in deutschland kein religionskrieg mehr für den preis dass die einheit des kaiserreichs aufgegeben wurde und stattdessen die fürsten
  174. tatsächlich jetzt die player wurden der kaiser hatte also jetzt an macht total verloren die fürsten hatten an macht gewonnen sie konnten jetzt in
  175. ihren fürstentümern so gut machen was sie wollten das was sie die evangelischen fürsten schon 30 jahre illegal sozusagen
  176. versucht hatten 60 jahre frieden bis dann schließlich dann doch der 30-jährige krieg haben und alle diese angestauten konfessionsgrenzen dann doch
  177. wieder in einen krieg mündeten aber jetzt freuen wir uns erstmal über den augsburger religionsfrieden von 1555

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