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KG 076 Vom Schmalkaldischen Krieg zum Augsburger Religionsfrieden
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 177 Zeilen
- hallo liebe freunde der kirchengeschichte herzlich willkommen zu dieser einheit bei der es darum gehen soll wie es in
- den zehn jahren nach martin luthers tod eigentlich mit der reformation weitergegangen ist also in den jahren 1546 bis 1555 martin luther starb am 18
- februar 1546 das war eigentlich etwas was nicht so vorauszusehen war das luther tatsächlich eines natürlichen todes gestorben war
- denn er hatte ja fast genau 25 jahre vorher eigentlich ja sein todesurteil bekommen 1521 hat ihm der papst gewandt aus der kirche ausgeschlossen
- auf dem reichstag in worms wo er gesagt hat hier stehe ich ich kann nicht anders gott helfe mir armen wurde sein todesurteil beschlossen
- und ja wahrscheinlich hätte deutschland kaum jemand einen pfifferling für ihn gegeben dass der noch ein paar jahre überleben würde dieser luther er musste
- ja nur irgendwo aufgegriffen werden und dann wäre er hingerichtet worden so lebte luther also den rest seines lebens 25 jahre lang mit diesem
- damoklesschwert des todesurteils über seine macken aber er überlebte weil er einen landesfürsten hatte der ihm geschickt schützte und ja und weil es
- auch zu keinem krieg kam der katholische kaiser karl der fünfte hatte es nicht geschafft zu lebzeiten luthers einen krieg durchzuführen sodass er die
- protestantischen fürsten die luther geschützten irgendwie hätte besiegen können nur durch einen krieg wäre er luther
- habhaft geworden so ist also karl der fünfte martin luther nach dem reichstag in worms nie wieder begegnet und er hat ihn auch
- nicht auf dem scheiterhaufen brennen sehen seltsamerweise oder war dass gottes hand über martin luther die ihn zu lebzeiten
- geschützt hat war es dann aber sozusagen nach dem tod luthers mit dem schutz vorbei wir kommen jetzt zu einer zeit in der es mit der reformation sehr
- bedrohlich weiter geht oder für die reformation sehr bedrohlich es ist die zeit vom schwall kalten krieg ist zum augsburger religionsfrieden die zehn
- jahre nach luthers tod die sehr turbulent waren das ging eigentlich gar nicht mit luthers tod zusammen sondern es hing
- damit zusammen dass sich jetzt eben gehen die politische situation in deutschland so verändert hat dass der kaiser nun doch kurz nach luthers tod
- einen krieg beginnen konnte gegen die protestanten anfang der 1500 40er jahre sei das noch nicht so aus da schien es erstmal fast so als ob die protestanten
- ein übergewicht kriegen könnten in deutschland ganzen fast ganz norddeutschland war schon in ihren händen und ein fürst nach dem anderen
- überlegte sich jetzt der reformation beizutreten ja das wurde dann das kam dann ins stocken 15 40 41 gab es schon als gab
- religions- gespräche da war man sehr zuversichtlich auf evangelischer seite dass man vielleicht doch anerkennung bekommen könnte oder ein kompromiss
- aushandeln könnte das scheiterte dann aber und dann kam ja auch die unselige episode mit philipp von hessens doppel
- ehe die dann raus kam und ja die eigentlich ein todesurteil für ihn bedeutet hatte aber er ließ sich auf einen deal mit kaiser karl den
- fünften dass er ihn am leben ließ dafür musste philipp von hessen versprechen das er von jetzt an weitere bündnisse des schmalkaldischen bundes also das
- militärbündnis ist der protestanten dass er weitere bündnisse dass er denen nicht zustimmen würde und philipp von hessen war der wichtigste evangelische fürst in
- diesem bund dadurch dass also philipp von hessen einer weiteren aufnahme nicht zustimmte wurde zum beispiel der herzog wilhelm von kleve nicht in den bund
- aufgenommen der hatte ein strategisch wichtiges gebiet so am niederrhein an der holländisch deutschen grenze
- und ja er sei eine bedrohung durch den kaiser der kaiser wollte diese gebiete dort haben und kontrollieren und katalysieren und der wilhelm von kleve
- wäre lieber evangelisch geworden suchte den schutzraum schmalkaldischen bund wurde aber nicht in dieses militärbündnis aufgehört so dass der
- kaiser den kleve die bildung von kleve angreifen konnte und die protestanten kamen ihm nicht oder kaum zu hilfe so dass dieser krieg verloren ging vom
- willen von lebe er musste sein gebiet katholisch werden lassen und so das war dann wie ein dominoeffekt ein fürst nach dem anderen sagte dann auch nicht mehr
- auf zu gucken und nordwestdeutschland was so kurz davor war der reformation einzutreten das blieb dann katholisch so dass also
- nach diesem erfolgserlebnis der kaiser karl der fünfte sich überlegt ja dann könnten wir doch vielleicht jetzt mal an einen krieg denken denn in lage war
- jetzt zum wurde jetzt zum ersten mal so dass der kaiser sich auf deutschland konzentrieren konnte zum einen hatte er so diese durch den
- philipp von hessen jetzt so die schmalkaldener ein bisschen in die enge getrieben dann besiegte er 1544 den französischen
- könig damit man mit den franzosen endlich mal uhr 1545 ging ein bündnis mit dem papst ein jetzt hatte er mal mit dem papst ruhe
- und er handelte sogar mit den türken einen anderthalbjährigen waffenstillstand aus also alle seine drei großen probleme die er immer hatte
- die franzosen den papst die türken da war jetzt endlich mal frieden damit so dass er zum ersten mal freiraum hatte für sein viertes großes problem oder
- mein haupt großes problem die uneinheitlich land er wollte jetzt versuchen deutschland wieder zurück zum zu einer einheit zu führen und das
- machte er im sogenannten schmalkaldischen krieg wir sehen hier karl den fünften wie er sich malen ließ nach der nach dem
- erfolgreichen krieg 1547 hier rechts sehen wir eine darstellung einer schlacht dort einer belagerung einer stadt an der elbe
- das ganze lief so dass der park dass der kaiser sagte also papst du rufst sommer ein konzil aus wo wir dann endgültig die religionsfrage theologisch dann auch
- klären ich mache inzwischen schon mal die politisch militärische lösung der papst rief stand also
- tatsächlich ein konzil nach trient aus für bento heißt das heute das nicht heute in norditalien damals war es wo der südlichste zipfel des heiligen
- römischen reiches deutscher nation die lutheraner sagen dass jetzt langsam auf sich zukommen dass der kaiser militärisch aufrüstete der kaiser
- schloss bündnisse mit einzelnen deutschen fürsten die sich für gegen irgendwelche zugeständnisse zur neutralität verpflichteten wie zb der
- bayerische herzog und so dachten sich die schmalkaldener also die protestantischen fürsten ja wenn das so ist der kaiser
- der hat jetzt keine anderen feinde gerade mehr strebt darauf hin dass es hier zu einem krieg gegen uns jetzt doch kommen wird also überlegten sich die
- protestantischen fürsten wir machen einen präventivschlag sie sammelten ein riesen herzogen nach süddeutschland wollten den kaiser der noch gar nicht
- seine truppen alle zusammen hatte in einer schlacht besiegen aber der kaiser war sehr geschickt er ließ sich einfach nicht zu einer schlacht überreden
- manchmal verschanzte er sich in einer stadt in ingolstadt manchmal zog er seine truppen ab und solange seine truppenstärke noch nicht
- groß genug war ließ er es einfach noch nicht auf eine schlacht ankommen und zog immer noch mehr soldaten zusammen bis er dann endlich so stark war dass er
- dann schließlich die protestanten angriff und die waren schon inzwischen ein paar monate hingezogen und waren schon ziemlich fertig so dass die dann
- in die flucht geschlagen wurden jetzt das war ende 15 46 jetzt war der kaiser so weit dass er einen angriff auf das kernstück des protestantismus wagen
- konnte auf sachsen 1547 im frühjahr war es dann soweit im april da kam es zur sogenannten schlacht auf der lochauer heidel an der elbe und
- durch diese schlacht war es dann so dass die protestanten fliehen mussten sie konnten sich nicht mehr retten die kernstädte des protestantismus
- torgau und wittenberg vor allem vielen jetzt in die hand des kaisers und nicht nur die städte sondern auch die beiden wichtigsten protestantischen fürsten
- philipp von hessen und der kurfürst von sachsen sie geraten in gefangenschaft und sie werden vom kaiser tatsächlich vier jahre lang gefangen genommen und
- überall immer wieder mithin geschleppt ein jahr nach luthers tod 1547 sind die protestanten in deutschland militärisch besiegt der schmalkaldischen krieg ist
- verloren gegangen weite teile süd- und mitteldeutschland sind verwüstet durch die soll nach ihre ein traumatisches ereignis lange zeit galt dieser
- schmalkaldischen krieg als der erste große deutsche krieg erst im grunde so seit den großen weltkriegen im zwanzigsten jahrhundert hat man den so
- ein bisschen vergessen und denkt nur noch bis zum 30 jährigen krieg zurück der ja so der große deutsche krieg war vorher aber galt der schmalkaldischen
- krieg schon mal so als der erste tragische super krieg für deutschland ja der kaiser die katholiken hatten gewonnen und so sah es jetzt danach aus
- dass die reformation auf der kippe stand es sollte jetzt die reformation rückgängig gemacht werden das war das ziel des kaisers ein einheitliches
- deutsches und zwar dann ein katholisches reich der betrieb jetzt also in deutschland eine rekapitalisierung und das machte er so
- dass er uns einige bestimmungen erst mal aufstellte bis ein konzil endgültig eine entscheidung über die ganzen theologischen fragen und so abschließen
- würde sollte es eine zeit der zwischenlösung geben zwischenlösung das nennt man auf latein ein interim einen aufschub
- man traf sich in augsburg 1548 und beschloss das augsburger interim eine zwischenlösung weil der papst auf einmal doch noch nicht so ganz schnell beim
- konzil alles regeln wollte er mochte auch einmal den kaiser doch nicht mehr der bekamen ihn wieder zu viel macht und er verlegte das konzil kurzerhand nach
- bologna außerhalb des deutschen reiches so dass der kaiser sich erst mal wieder um den papst bemühen musste dass die wieder
- zusammenkamen und es konnte noch keine endgültige lösung geben es für eine rekapitalisierung in deutschland sondern erstmal eine zwischenlösung ein interim
- und dieses augsburger im termin das beschlossen wurde auf einem reichstag in augsburg das besagte es soll jetzt alles wieder katholisch werden
- aber wir machen noch eine zwischenlösung also zwei sachen können evangelisch bleiben erstmal der leyen kelch das also in den bisher evangelische gebieten da
- darf es weiterhin auch der der wein beim abendmahl ausgeteilt werden und die priesterehe darf auch bleiben das wäre jetzt auch alles kompliziert die ganzen
- evangelischen pfarrer die jetzt geheiratet hatten die durften verheiratet bleiben bis ein konzil das dann endgültig wegen
- sollte ansonsten sollte jetzt die katholische messe wieder gefeiert werden die lateinische messe wurde überall wieder eingeführt und das war natürlich
- vielen evangelischen schon ein dorn im auge seit 20 30 jahren war man jetzt gewöhnt gottesdienste auf deutsch zu feiern evangelische gottesdienste mit
- einer richtig guten kredit und jetzt auf einmal wieder katholische messen was macht man da ist das jetzt sünde wider eine katholische messe zu feiern
- feldmann damit vom wahren glauben ab viele evangelische christen machten jetzt passiven widerstand sie gingen einfach nicht zum gottesdienst in
- katholische messe angesagt war bei den fahrern war es schwierig die wurden gezwungen die messen zu halten sie konnten wer sich weigerte wurde
- gefangengenommen oder er musste fliehen so float zb martin buser jetzt in dieser zeit des interims nach england und starb dann dort auch in cambridge in jedes
- fürstentum machte das dann so ein bisschen anders in sachsen selber wurde melanchthon damit beauftragt wie man jetzt diese bestimmung des kaisers
- umsetzen könnte in sachsen regiert jetzt hier dieser mensch der moritz von sachsen das war jetzt so ein der hauptkläger bei
- dem ganzen der moritz der war nämlich vom kaiser auf seine seite gezogen worden es gab damals ist ein bisschen
- kompliziert müsst euch nicht alles merken aber kurz gesagt es gab zwei sachsens im sechzehnten jahrhundert zwei cousins glaube ich die dass ein den
- einen und den anderen teil von sachsen regierten die albertina und die ernestiner und die einen der eine der von wittenberg der
- wahl kurfürst und der andere der war ein nur ein untergeordneter fürst der moritz von sachsen der gehörte zu dieser untergeordneten linie und der bekam
- jetzt vom kaiser das versprechen wenn du auf meine seite gehst dann gebe ich dir die kurfürsten würde von dem anderen teil von sachsen
- so geschah es dann auch der moritz unterstützte den kaiser und als dank für die unterstützung beim schmalkaldischen krieg bekam er dann die kurfürsten würde
- und dieser moritz von sachsen der beauftragte dann melanchthon jetzt für sein gebiet ein ein besonderes interesse zu erwarten
- spezielle leipziger regelungen wo dann die theologie doch relativ evangelisch blieb und wo man schließlich mit den theologen mit melanchthon so absprach
- das den leuten gesagt wurde wenn man so äußerlich katholische gebräuche jetzt wieder im gottesdienst macht dann ist das keine sünde
- dann ist das ein so genanntes adia voran etwas was unentschieden ist etwas was man machen kann oder auch nicht jedenfalls wäre es macht der begeht
- keine sünde und so holte man in sachsen das alles ein bisschen lockerer angehen und nicht so streng und verbissen sehen soweit zum interview das konzil zog sich
- immer noch hin der papst mit dem kaiser hin und dann auf einmal bekam der kaiser doch wieder mit feinden zu tun mit den türken war es ja nur ein
- anderthalbjähriger waffenstillstand ausgehandelt dann schlugen die wieder los und auch die franzosen machten sich auch wieder auf gegen den kaiser zu
- kämpfen und jetzt kam es auch noch 1551 zu einer fürsten verschwörung in deutschland sogar bei dieser moritz von sachsen die seite wechselte der märkte
- nämlich auf einmal das spiel was der kaiser spielte war eigentlich gar nicht so religiös motiviert das in die theologie so wichtig war sondern
- eigentlich wollte der kaiser die alleinige absolute macht in mitteleuropa haben aber das wollten die deutschen fürsten nicht und deswegen machten sie
- einen aufstand an der spitze unser freund hier moritz von sachsen und er wechselt die seiten er wendet sich gegen seinen alten freund den kaiser und er
- sieht auf einmal eine chance der kaiser der ist ziemlich krank und logiert gerade in innsbruck und so macht so machen sich protestantische truppen
- schnell nach innsbruck auf und sie wollen den kaiser gefangen nehmen und die macht an sich reißen der kaiser kriegt das aber irgendwie mit
- und flieht gerade noch so dass er nicht gefangen genommen werden kann aber die evangelischen fürsten haben damit jetzt einen sieg errungen
- und sie setzten durch dass der passauer vertrag jetzt abgeschlossen wird der passauer vertrag ist sozusagen wieder eine zwischenlösung die sagt bis 1
- ein richtiger reichstagsbeschluss das endgültig löst wer werden jetzt die verhältnisse von 1546 wieder her wie es war vor dem schmalkaldischen
- krieg die gefangenen fürsten philipp von hessen und der kurfürst von sachsen die werden freigelassen und es wird den protestanten frieden zugesichert bis zu
- einem neuen reichstag das war schon mal ein super schritt also der passauer vertrag hat im grunde schon fast einen kleinen sieg für die
- protestanten auf einmal gebracht alles wurde wiederhergestellt dass in serie zurück gekommen man durfte wieder evangelische gottesdienste feiern in den
- protestantischen gebieten und man hat erst mal keinen krieg mehr zu befürchten keinen angriff vom kaiser der kaiser war ziemlich fertig darüber der mochte
- diesen passauer vertrag gar nicht und [Musik] deswegen zog er sich zurück er war jetzt endgültig entmutigt und er ging zuerst
- nach brüssel dann irgendwann nach spanien zurück er sei ein großes lebensprojekt jetzt schwinden denn er hatte immer für eine einheit im
- deutschen reich gekämpft ein einheitliches reich mit einem einheitlichen glauben dass wurde nicht erreicht man merkte jetzt 1555 als der
- nächste reichstag in augsburg vor der tür stand wahrscheinlich werden wir es nie schaffen deutschland zu einer einheit zu bringen
- wir sind jetzt 35 jahre dabei seit der martin luther hier den aufruhr gemacht hat und keine einheit in sicht im gegenteil die fronten sind immer weiter
- verhärtet wir werden wohl zu keiner theologischen einigung kommen wenn es aber keine einigung gibt und wir nicht einen
- dauerkrieg hier in deutschland haben wollen dann müssen wir irgendwie einen kompromiss wir müssen wahrscheinlich anerkennen
- dass die deutschen zwei verschiedene glauben haben dürfen das war den kaiser karl den 15 ein gräuel sowas konnte er sich nicht
- vorstellen ein reich über das er kaiser wäre was nicht den glauben des kaisers hätte wo man verschiedene arten glauben kann
- dazu konnte er nicht ja sagen als dieser reichstag in augsburg vor der tür stand sagte der kaiser karl der fünfte seinem bruder glaube ich dem ferdinand er soll
- da die verhandlungen führen er hat keinen bock mehr er zog sich zurück und war ziemlich ernüchtert über seinen lebenswerk ja seine 35 jährigen
- bemühungen um ein einheitliches heiliges römisches reich deutscher nation waren gescheitert und das wurde tatsächlich in augsburg zementiert 1555 dieses datum
- könnt ihr euch merken ist ja auch gut zu merken der augsburger religionsfrieden was brachte der was wurde da beschlossen
- dort trafen sich also die ganzen deutschen fürsten und sie legten fest es gibt ab jetzt in deutschland erstens gleichberechtigung von lutheranern und
- katholiken wow das war ja das ziel was die lutheraner die protestanten von anfang an hatten gleichberechtigung und nun wurde es tatsächlich auf einem
- reichstag offiziell festgelegt das was man sich immer gewünscht hatte was aber bisher nicht geklappt hatte 15 30 bei der confessio augustana hier
- auch in augsburg hatte man sich das erträumt dass man gleichberechtigt anerkannt würde aber da war es noch nicht so weit erst jetzt 25 jahre später
- echte gleichberechtigung zwischen katholiken und genauer gesagt den anhängern der confessio augustana also nicht allen protestanten nicht allen
- evangelischen sondern nur den lutheranern s gehörten ausdrücklich nicht dazu die täufer die wurden weiter verfolgt und auch nicht die zwingende
- jana und calvinisten also die reformierten im reich nur die anhänger der confessio augustana die reformierten brauchten dann noch zehn jahre 66 sind
- die dann mit eingeschlossen worden in diesen augsburger religionsfrieden das zweite große ding das seht ihr hier über mir
- hughes reform an die das war eigentlich so der tollste deal dem man da so gemacht hat die tollste erfindung wie man einen frieden im reich sichern
- könnte das war ja das ziel man wollte aufhören mit dem krieg und endlich frieden haben wie aber soll das gehen mit zwei verschiedenen glauben im
- reich dass die sich nicht ständig in die haare kriegen und dann überlegte man sich jetzt eine regelung und hat gesagt wir legen ein recht fest
- das sogenannte irgendwie das sogenannte hughes reform an die das heißt das recht reformieren zu dürfen das recht eine reformation durchführen zu dürfen und
- wer hat dieses recht es wurde festgelegt nur die landesfürsten der regent eines fürstentums der darf wenn er will seinen
- fürstentum reformieren und evangelisch werden er darf bestimmen mein reich main first to meine grafschaft mein herzogtum das soll jetzt evangelisch werden wenn
- er das sagt dann wird es so wenn er sagt ich lasse meinen fürstentum katholisch oder ich mache es wieder zurück katholisch dann ist es so er hat das
- recht und er bestimmt dazu wurde später diese formel geprägt die ist jetzt hier steht jetzt noch nicht hier in diesen
- drin aber so ab 1600 ungefähr hat sich dafür diese formel ausgebildet die das ganz gut beschreibt auf latein kurios regio eius religio das heißt auf
- deutsch messen die region dessen die religion oder besser ausgedrückt wem ein land gehört der darf auch über den glauben in diesem land bestimmen also
- kurz gesagt ist die regelung folgende das eben der landesfürst bestimmen kann welchen glauben welcher glaube in seinem fürstentum herrschen soll und dann muss
- jeder einwohner dieses landes diesen glauben annehmen also philipp von hessen konnte jetzt sagen in seiner landgrafschaft sollen alle
- evangelisch werden oder sein oder bleiben und da darf ihn keiner jetzt reinreden er darf seinen fürstentum seine grafschaft zum evangelischen land
- machen es gab ungefähr 100 solche fürstentümer in deutschland die jetzt alle sich also entschieden wir waren katholisch sein
- wir wollen evangelisch sein deutschland wurde jetzt ein konfessioneller flickenteppich von katholischen gebieten und evangelischen
- gebieten manchmal merkt man das heute noch man kommt irgendwie man fährt 20 kilometer weiter auf einmal sind da also eher katholisch oder fast alle und
- daneben evangelisch hier in marburg ist es auch so marburg eine evangelische stadt man muss nur über die laden berge rüber dort war schon mainzer gebiet und
- die dörfer löscht und shrek und so die sind alle bis heute tief katholisch was aber passiert wenn ich jetzt ein mensch bin der sagen wir mal gerne
- katholisch bleiben würde und meine fürst sagt jetzt in meinem fürstentum werden wir jetzt alle evangelisch dann habe ich nichts zu melden
- ich kann nicht sagen ich möchte aber katholisch bleiben ich kann höchst aber ich habe das recht auszuwandern das nennt man das ewz emigrant das heißt
- es gibt keine völlige religionsfreiheit es kann jetzt in deutschland nicht einfach jeder glauben was er will egal wo er wohnt sondern es gibt katholische
- gebiete und evangelische gebiete und wenn ich halt in main gebiet nicht reinpassen dann muss ich auswandern in ein gebiet
- wo ich rein passen so ist die regelung es gibt noch eine kleine weitere regelung die nennt man hier das reservat um ecclesia stieg um
- das ist eine besonderheit die die evangelischen auch sehr aufgeregt hat die katholiken setzte nämlich durch dass es bestimmte gebiete gibt die immer
- katholisch bleiben mussten nämlich dort wo ein fürst bischof regiert hat also wo der politische regent des landes gleichzeitig ein kirchenfürst war ein
- bischof und bei den bischöfen war es so die waren ja ehelos das heißt also im optimalfall kinderlos und wenn jetzt einen bischofsstab
- dann hätte jetzt danach ja irgendwer die regierung übernehmen können aber da wurde jetzt in diesem reservat uniklinikum also in der sonderbestimmung
- für geistliche fürstentümer geregelt dass der nachfolger immer wieder ein katholischer bischof sein muss katholische bischofs gebiete bleiben
- immer katholische bischof gebiete da kann sich nicht einen bischof irgendwann überlegen ich werde jetzt mal evangelisch und
- damit wird mein fürstbischofs fürstentum jetzt auch evangelisch nein diese gebiete sind festgelegt dass die immer katholisch bleiben mussten
- und da nie eine reformation passiert das war ja da waren die evangelischen ziemlich sauer aber sie haben es dann irgendwann akzeptiert haben noch eine
- sonderregelung dann auch noch dafür gekriegt dass es in bestimmten städten in reichsstädten wo es evangelische und katholische menschen gab die haben sich
- schon daran gewöhnt gehabt dass man so in einer stadt zusammen lebte mit zwei verschiedenen konfessionen da sollte das jetzt auch so bleiben
- dürfen solange es in so einer stadt friedlich vonstatten geht entwickelten sich jetzt also auch gemischt konfessionelle städte da ging das in
- manchen freien reichsstädten in so großen land gebieten sollte es nicht gehen die protestantischen fürsten dürften
- durften übrigens auch eingezogene kirchengüter behalten das war schon ganz gut ja das war der augsburger
- religionsfrieden 15 55 merkt euch kurios regio eius religio und was da passiert es ist umwälzen denn eigentlich hat damit der
- protestantismus gesiegt keine zehn jahre nach der militärischen niederlage im schmalkaldischen krieg wo man eigentlich dachte jetzt ist es endgültig aus mit
- dem protestantismus zehn jahre später 15 55 hat der protestantismus eigentlich alle seine ziele erreicht man durfte jetzt evangelisch sein in deutschland
- und fürsten konnten zum protestantismus übertreten ohne einen krieg befürchten zu müssen die alle dass die vorherrschaft der
- katholischen kirche in deutschland war endgültig gebrochen der allein geltungsanspruch das kennzahl recht war außer kraft gesetzt keiner durfte jetzt
- mehr von der inquisition gefangen genommen werden weil er seelisch war die confessio augustana war jetzt ein mögliches bekenntnis in
- deutschland also es ist schon ein bedeutender sieg des protestantismus der dann tatsächlich auch wieder gestiftet hat die nächsten 60 jahre herrscht
- frieden in deutschland kein religionskrieg mehr für den preis dass die einheit des kaiserreichs aufgegeben wurde und stattdessen die fürsten
- tatsächlich jetzt die player wurden der kaiser hatte also jetzt an macht total verloren die fürsten hatten an macht gewonnen sie konnten jetzt in
- ihren fürstentümern so gut machen was sie wollten das was sie die evangelischen fürsten schon 30 jahre illegal sozusagen
- versucht hatten 60 jahre frieden bis dann schließlich dann doch der 30-jährige krieg haben und alle diese angestauten konfessionsgrenzen dann doch
- wieder in einen krieg mündeten aber jetzt freuen wir uns erstmal über den augsburger religionsfrieden von 1555
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