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Judentum und Islam: Wie bleibt eine Freundschaft erhalten? | Sternstunde Religion | SRF Kultur

SRF Kultur Sternstunden58:02 11.353 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 347 Zeilen
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  1. [Musik] ich begrüße sie liebe zuschauer in zuschauer mein name ist ahmad milad karimi
  2. islamische philosophie an der universität münster und wer das gastmoderator die heutige sternstunde religion und noch drei weitere in diesem
  3. herbst moderieren die besonderheit des nahostkonflikts jüngst im mai in jerusalem wieder aufgeflammt besteht darin dass nicht nur die unmittelbar
  4. betroffenen gruppen israelis und palästinenser mobilisiert werden ganz selbstverständlich stehen sich hier scheinbar unversöhnlich juden und
  5. muslime gegenüber wie steht es aber tatsächlich um das jüdische muslimische historisch philosophisch theologische und nicht zuletzt ist rituell gibt es
  6. einen weg heraus aus den erstarrten positionen aus den erwartenden dialogen darüber spreche ich heute mit einem dialogisch kopf mit einer frischen
  7. jüdischen stimme die nicht festgefahren ist sondern suchend forschen ton nicht ungern im angesicht des islams denkt mein gesprächspartner ist professor
  8. doktor fredrik muss hat er lehrt jüdische philosophie und geistesgeschichte an der hochschule für jüdische studien in heidelberg
  9. er ist nicht nur ein geschätzter kollege mit dem ich so ein akademisch zusammenarbeite sondern auch mein besonderer jüdischer freund hast nicht
  10. willkommen lieber herr muss warum sage ich herzlich willkommen liebe herr karin schön
  11. lassen sie uns mit einem bekenntnis beginnen ich bin gerne muslim manchmal vielleicht zu gerne aber es gibt dennoch augenblicke momente den ich mit mir
  12. selbst haderer gerne würde ich meine füße hochlegen gott vergessen weil vielleicht das unrecht und die ungerechtigkeit zu groß geworden ist wie
  13. steht es mit ihnen sind sie gerne jude und wenn ja warum nicht okay wir fangen gleich mit dem existenzialismus an oder mit religiösen
  14. existenzialismus ja ich bin gerne jude aber nicht immer wenn ich in jeder situation
  15. denn jedes zu sein besteht nicht nur darin die die
  16. sich zurückzunehmen und die angenehmen seiten vermeintlich angenehmen zeiten seit zu leben sondern ist es vor allem auch
  17. in einer schwierigen umgebung zu leben nämlich in einer in europa in einer nichtjüdischen umgebung in der das eigene jüdisch seien alles andere als
  18. selbstverständlich ist und scheinbar auch immer eine herausforderung darstellt von daher würde ich sagen ich bin
  19. gerne jude im kontext meine familie meiner verwandten einer meiner gemeinde einer community aber es ist ziemlich schwierig jüdisch
  20. zu sein in einer geben von einer mehrheitsgesellschaft die damit auch probleme hat worin bestehen die schwierigkeiten erst
  21. mal vielleicht nicht gleich mit antisemitismus anzufangen der leider auch einen einen teil der der jüdischen
  22. erfahrung der jüdischen alltäglichkeit ist sondern einfach durch die tatsache dass dieses jüdisch seien eben alles andere als selbstverständlich ist
  23. dass menschen auch viel zu wenig über das judentum wissen immer mit sehr festgefahrenen bildern und stereotypen kommen und einen begegnen oder
  24. vielleicht auch das wieder station wahrnehmen und auch über diese diese bilder eigentlich versuchen auch dann eine als
  25. juden oder juden in eine bestimmte schublade oder kategorie hineinzustecken und wenn man sagt nein ich bin das auch aber noch andere dinge hat dann ist das
  26. komplex und schwierig und ich habe das gefühl dass komplexität etwas ist was menschen schwierig aushalten ich verstehe wann ist denn wir es das
  27. bild biografisch bleiben dann ist ihr jüdischsein ihnen bewusst geworden gibt es so eine nur moment ihrer erinnerung ich glaube da gibt es viele momente aber
  28. ich glaube dass die die schwierigste erfahrung ist eigentlich in der schule wenn man nämlich einfach in einer
  29. situation ist wo man dann auch ja das einzige jüdische jugendliche zum beispiel in der schulklasse ist und wenn
  30. es dann um bestimmte themen geht und wenn man dann in dieser situation auf dieses schiffs seien geworfen wird bei mir war das ganz konkret meinen
  31. sozialkundelehrer der besonders mich dann jedes mal begrüßte mit der frage was habt ihr dieses wochenende schon wieder mit den
  32. palästinensern gemacht und ich dachte keine ahnung was wir mit den palästinensern gemacht haben ich kann sagen was ich gemacht habe ich habe
  33. fußball gespielt ich hab dungeons and dragons gespielt ich habe mich glaube ich in die falsche mädchen verliebt aber ich habe keine ahnung was er von mir
  34. wollte aber immer wieder darauf auch reduziert zu werden gewählt zu werden das sind momente die die schwierig sind und die auch einsam machen in so einer
  35. situation im grunde genommen ist das genau die die zielsetzung der antisemiten gerade menschen die jüdisch sind
  36. in die enge zu führen so dass sie sich als opfer als isoliert auch trocken und vor allem auch ihre religiosität wurde gleichsam von ihrem lehrer er
  37. politisiert und mit schuldzuweisungen noch gepaart wie hätte ich diese erfahrung gewandelt ich weiß nicht ob sich diese
  38. dieser erfahrung grundlegend wandeln ich glaube es kommt immer darauf an in welchem kontext man hineingeht und vielleicht auch mit mit welchem
  39. selbstbewusstsein man in dieser diese begegnung tritt ich glaube das schwierige ist was wir auch erleben zum beispiel in der jüdischen jugendarbeit
  40. ist eigentlich das für eine menge an im parlament eigentlich versuchen jetzt in die jugendarbeit hineinzubringen nämlich auch schüler und schülerinnen schon sehr
  41. früh eigentlich ja ich möchte ihnen beizubringen aber sie darauf zu sensibilisieren
  42. wie sie auf ewig sein selbstbewusst vertreten können und gleichzeitig sagen kann zum beispiel ich habe keine ahnung darüber oder ich lass
  43. mich nicht so ohne weiteres auf das eine oder das andere reduzieren ich glaube dafür mussten aber auch erstmal strukturen geschaffen werden das war
  44. lange zeit auch nicht so selbstverständlichen gerade in deutschland und
  45. zum beispiel der in der schweiz habe ich nur an der zeitung auch für ein projekt gearbeitet die kraft das von alfred bodenheimer initiiert
  46. wurde am geschätzten kollegen von der universität basel wo es genau darum geht die die die jugendlichen jungen erwachsenen
  47. zu trainieren eigentlich zu sagen ich bin jüdisch und das heißt für mich das und das und werde das andere kann ich vielleicht
  48. nicht auskunft geben weil ich das selber vielleicht auch erst mal eine position finden muss aber eben zu sagen es ist nicht etwas eindeutiges ja
  49. das verstehe ich sehr gut und sie ist auch biografisch schon sehr reizvoll dass sie selbst ist hochschullehrer sind sie sind selbst zu sagen haben die rolle
  50. gewechselt und sieben dort wo sie auch mit einer gewissen verantwortung auch ihre arbeit tun weil sie wissen was es heisst mit jungen menschen zusammen zu
  51. arbeiten sie nehmen nicht zu reduzieren auf gegenliebe lauf hin eine amh etikett haben sie auch erfahrungen gemacht mit
  52. muslimischen jugendlichen die vielleicht nicht die gleichen aber ähnliche erfahrungen machen also ich denke gerade in einem kontext in
  53. bestimmte gemeinschaften minderheiten sind oder aus einer minderheitenposition ihre eigene identität verhandeln gibt es
  54. strukturell ähnlich oder phänomene die man die man vorfindet also was heißt es immer wieder in schubladen gesteckt zu werden was
  55. heißt es immer wieder beim reduziert zu werden auf bestimmte dinge und das sind da habe ich erfahrung die sowohl jüdische als auch muslimische schüler
  56. und schülerinnen oder auch junge erwachsene durchaus teilen aber natürlich auch sehr unterschiedliche erfahrungen damit machen das ist glaube
  57. ich auch wichtig zu sagen das ist nicht identisch aber ich glaube gesprächs räume zu öffnen und das passiert auch in den letzten jahren
  58. verstärkt indem man eben versucht gemeinsame projekte zu machen um über diese ähnlichen aber unterschiedlichen
  59. erfahrungen zu sprechen das ist glaube ich wichtig und darüber auch vielleicht eine sensibilität zu schaffen für ein anderer nämlich auch herauszukommen aus
  60. dieser permanenten auch erwarteten konfrontation stellung die man als muslime muslimen juden würden hat den man sich gegenüber steht ja das ist auf
  61. jeden fall so spannend vor allem weil ganz projekt besorgt ist ja auch angekündigt sehr dialogisch begründet und gegründet ist
  62. aber hand aufs herz weil wir einfach unter uns sind und niemand zuhört und zusieht ist das judentum überhaupt eine dialogische religion also dialogisch im
  63. sinne von einer ursprünglichen offenheit für das andere wenn man bedenkt dass das jüdische doch auch mit einem exklusiven anspruch herantritt so dass man meinen
  64. könnte stimmen gibt es ja auch dialog ist etwas für die anderen die müssen sich sozusagen und dem dialog von christen muslime auch immer aber als
  65. jude ist man so sagen vielleicht auch im dialog erhaben wie kamen sie eigentlich zum dialog inwiefern ist meine these
  66. hoffentlich falsch ok wo fange ich mit der dekonstruktion an ich würde sagen dass das judentum ist aus sich heraus dialogisch denn da gibt
  67. es häufig ihm gegenüber haben - margot das eigentlich schon einen juden alle juden in diese geologische situation bringt der
  68. [Musik] verstorbene friedensnobelpreisträger elie wiesel hat mal gesagt 1 1 judith kann mit gott kann gegen gott kann ich
  69. ohne gott und da fängt das dilemma auch glaube ich ein stück weit an also man kommt aus dieser beziehung als jude als jüdin auch nicht so ohne
  70. weiteres raus es ist diese diese beziehung man muss nicht mit allem einverstanden sein man kann jede menge fragen jede menge probleme haben dann
  71. kann man kann das auch gegenüber gott problematisieren ich glaube das ist für mich auch judentum nicht zu sagen es ist
  72. etwas was ich bedingungslos akzeptiert sondern ich habe einwände ich hab ich sie ich habe einen widerspruch ein einspruch nämlich demgegenüber bringe
  73. und ich glaube das bringt das judentum aus sich heraus schon in einem dialogisches die fonds hätten dass sich daran auch überträgt das wenn
  74. man eben auch was die vorzeitigen also das ist sozusagen die idee die die grundbedingung des des jüdisch seien es
  75. eigentlich eine bereitschaft in diese in diese dialogische situation oder auch konfrontation bewusst zu treten also diese konfrontation nicht zu scheuen
  76. wenn man sich jetzt jüdische religion ansieht dann gibt es nicht eine zentrale autorität sondern es gibt ein aushandlungsprozess
  77. darüber wie wir hier das judentum leben es gibt an einem verständen ein rabbinischen verständigungsprozess darüber der aber
  78. häufig mit mit mehrheiten minderheitenmeinung jede menge streit jede menge problematisierung dieser position ist
  79. und jetzt könnte ich natürlich sagen okay wir sind da schon mal so gut mit uns selber beschäftigt jetzt brauchen wir die anderen nicht mehr auch noch die
  80. das ganze komplizierten machen aber und ich glaube das ist ist natürlich die situation in der wir uns befinden gerade aus einer minderheitenposition heraus
  81. müssen wir das auch irgendwie müssen wir uns dazu verhalten damit umgehen also abschottung geht nicht ohne weiteres wir sind
  82. wir müssen das mit bedienen parallel aber so habe sie verstanden sie meinen also das judentum ist von grund auf nach ihrer auffassung ihrer deutung
  83. dialogisch angelegt sozusagen auf das andere von vornherein bezogen sie haben auch von der problem der eindeutigkeit vorhin auch gesprochen die erwartung die
  84. damit verknüpft sind nun judentum islam sind auch unter anderem darin verwandt dass sie das in beiden religionen das heilige
  85. sprachlicher artikuliert ist und das problem der sprachen und besteht darin dass sie nicht eindeutig ist aber wie kann man nun mit diesem problem
  86. nun umgehen welches darin besteht dass alle erwartungen der heutigen zeit ja ich habe da hingehen eindeutigkeit klare orientierung so
  87. haben damit man sozusagen in dieser diffizilen komplexen welt auch gut miteinander leben können
  88. vielleicht indem man anfängt stärker die elektrisch zu denken wie man sagt es gibt nicht nur ein entweder-oder zwischen einer
  89. eindeutigkeit und einer beliebigkeit sondern indem man sagt man man baut eine eine spannung zwischen diesen beiden momenten auch und man versucht dann
  90. zu gucken was ist in diesem spannungsfeld um vorhanden an optionen an möglichkeiten denn ich glaube dass das schwierige ist wenn wir jetzt zum
  91. beispiel über die die auch die heilige sprache sprechen auch sagen wie die touristin der febreze als heiliger gesprach geschrieben
  92. gleichzeitig haben wir natürlich auch heutzutage mit hebräisch als einer modernen sprache zu tun das ist nicht beides identisch
  93. aber ich glaube es ist eben wichtig zu verstehen dass erstmal der religiös gesprochen der wille gottes
  94. in einer heiligen sprache ist schon mal eine übersetzungsleistung denn das was was eigentlich sich an göttlicher wahrheit offenbart muss in eine form
  95. gebracht werden die nachvollziehbar ist sagen die ganze komplexität kann nicht abgebildet werden das ist die größte verbrechen das ist ja gerade das nervige
  96. das ist gerade sprachlich artikuliert aber die sprache ist nicht eindeutig wenn der herr aller wollten etwas erwählte etwas von ihnen will weil er
  97. sie erschaffen hat weil er ein auftrag für sie hat dann könnte man doch von dem herren erwarten dass er in einer weise sich artikuliert sie bitteschön auch
  98. eindeutig verstehen und nicht so eindeutig dass es nicht nur positive interpretation in diese religionen geben kann sondern auch massiven missbrauch
  99. der gerade dann entsteht wenn es mir deutlich geld da ist ich glaube aber um jetzt nicht den großen apologeten gottes zu spielen habe ich würde sagen ja
  100. das ist glaube ich das schlamassel was wir uns selber zuzuschreiben haben denn sprache ist konventionell sprache verändert sich sprache hat eine menge
  101. mit gesellschaft zu tun in dem wir leben und ich glaube das müssen wir in der interpretation heiliger schriften immer wieder mit reflektieren ich glaube das
  102. was was vielleicht gott uns damit sagen will das macht es euch nicht so einfach es gibt nicht die eindeutige antwort wie ihr das machen es sei denn ihr müsst
  103. sang coming to terms ihr müsst das verhandeln das ist die aufgabe die ich euch stelle wahrscheinlich ist das was ich auch mit denen mit dem hebräischen
  104. begriff von mit zwar von geburt verstehe es zu sagen dass es liegt in eurer verantwortung ihr müsst euch dieser verantwortung stellen
  105. das ist teil des prozesses es geht nicht nur einfach etwas zu erfüllen was ich euch sage sondern ihr müsst die verantwortung dafür zu übernehmen wie
  106. ihr das leben ja aber was wenn geschichtsverständnis jüdische prägung ist dahinter zu erblicken wenn die an jemand denken die
  107. der jüdische philosophin kulturtheoretiker walter benjamin der fasziniert war von einem bild von paul klee mit dem schönen titel angelus nur
  108. um und den er als ein engel der geschichte wäre beschrieb was ein engel der sozusagen in die zukunft hinein bewegt
  109. wird aber er sieht nicht das ungewisse das unverfügbare sondern er sieht die vergangenheit und die vergangenheit heißt im trümmer und leichen berge ist
  110. das ein geschichtsauffassung was was sie auch vertreten würden oder würden sie einen gegen bild entwerfen
  111. also ich liebe dieses bild von benjamin weiss ich denke etwas sehr sehr präzise beschreibt was was glaube ich mit einer jüdischen
  112. erfahrung von geschichte auch zu tun hat es sieht nun baumann hat vor einigen jahren allerdings an ein anderes bild entwurf mit dem er versucht hat die die
  113. die gegenwart noch mal anders benennen weil man gesagt hat dieser engel der geschichte hat sich jetzt verdreht guckt in richtung zukunft hat totale panik vor
  114. dieser ungewissheit dem chaos dem ball agamen wie man febreze sagt was vor einem liegt und er möchte am liebsten zurück in diese in
  115. dieser klarheit aber blickt sich nicht um in richtung reichenberger also das blendet dieser dieser ändern aus und ich glaube es ist wahrscheinlich ein auch
  116. wieder ein ein dialektisches moment dazwischen denn ich glaube
  117. für mich persönlich eine der wichtigsten aussagen der thora ist im fünften buch mose in dornum wie man das so schön
  118. akademisch sagt oder und war ihm auf hebräisch da kommt es genau in die situation dass gott sagt okay ich habe also ich habe
  119. euch bis hierhin gebracht aber ihr werdet auch an einer stelle kommen in der werden euch meine ganzen weisung nichts sagen da müsst ihr selber
  120. entscheiden das heißt ihr werdet in eine situation von ungewissheit kommen und ihr seid selber aufgefordert zu euren entscheidungen zu stehen ich kann euch
  121. eine orientierung geben aber ihr seid selber jetzt dafür verantwortlich wiederum geht und ich glaube dass das ist etwas was was ich glaube ich wichtig
  122. finde und das glaube ich in dieser in dieser moderne in der wir leben wir versuchen uns dieses moment es immer wieder zu
  123. entziehen indem wir so was wie eindeutigkeit einfordern denn eindeutigkeit heißt sich nicht bewusst dieser ungewissheit zu stellen oder sich
  124. mit dieser auseinandersetzung zu konfrontieren sondern wir nicht so will nehme ich meine flucht in die behaglichkeit dieser eindeutigkeit und
  125. das ist auch wenn es ja auch so sehen es die dialektik sozusagen die zwei seiten in die miteinander verknüpfen synthetisch
  126. daran gehen aber meine beobachtung ist ja auch dass immer dann wenn von judentum die rede ist wir vor allem von drei aspekten ihm
  127. sprechen von der shoah selbstverständlich von israel und dann vom antisemitismus ist das aber nicht suchen aktionistisch braucht nicht das
  128. lebendige heutige gegenwärtige judentum auch an neuen perspektive neue allianzen polyphonie mehrstimmigkeit aber auch wie sie auch in dem neu erschienenen buch
  129. auch betonen mehr sichtbarkeit dass sie dass sie sagen
  130. mehr sein weil es mehr ist judentum ist nicht einfach nur diese drei die uns wiederum eindeutig man auch triadis entführt und reduziert so dass wir
  131. letztlich doch nicht aus diese verteidigung soll herauskommen können weil sie müssen dies so israel jetzt positionen beziehen auch hin gespräch
  132. mit mir gleich aber auch zu der frage der shoah die das bild von von benjamin im trümmer und zum leichenhaus schon auch bedeutet aber auch zugleich so
  133. etwas wie ihre eigene identität ich glaube diese ich glaube dass das problem dass wenn dieser dieser blick wenn dieser zugriff auf diese trias
  134. sagen joshua israel antisemitismus von außen kommt weil ich würde sagen aus einer jüdischen erfahrung heraus aus jüdischen
  135. narrativen heraus sind diese drei momente wichtig die gehören zu biografien mit dazu ich glaube es ist auch falsch zu sagen wir brechen das
  136. jetzt auf und wir zeigen gegenwart und wie das alles sprudelt nein das ist auch teil von biographien das ist auch teil von narrativen aber ich glaube es ist
  137. etwas anderes wenn das selbstbestimmte artikuliert wird und nicht immer durch eine fremd zuweisung eine bestimmte 5 und reduktion und erfährt weil ich
  138. glaube dass wichtige ist eben zu sagen das judentum ist das aber noch viel viel mehr und ich glaube diese beispiele geben was ist das nicht gesehen wird ich
  139. glaube es ein beispiel ein nicht ganz so dezentes beispiel aber das war es hat mit meinen studierenden zu
  140. tun und es gab vor einigen jahren weiter kommen konflikte in der region häufiger vor und dass
  141. es gab wieder einen konflikt zwischen israel und der hamas und claus kleber der der der moderator der
  142. der das zdf heute journals hatte irgend ein versprecher oder fauxpas und es gab einen das was man heute shitstorm nennen
  143. würde dagegen und man meinte dass man gut zu machen indem man eben ein kurzes feature macht über jüdische gemeinschaft in deutschland
  144. ich glaube es geht nicht so einfach aber okay das war das war der plan was war das für ein versprechen wissen sie dass ich krieg' ich kriege es nun
  145. wirklich nicht mehr zusammen ich weiß nur die die reaktionen die wagner heißt das dass ich das nicht mehr wissen das doch auch gerade das interessant das
  146. heißt so bedeutsam klavier versprechen ich gar nicht gewesen sein oder als das was daraus gemacht wurde oder ich hab ihn ich habe ihnen
  147. das haus aus prinzip wurde aus trotz verdrängt weil er nicht der erste versprecher dieser art ist wenn man glaube ich auch eine gewisse
  148. weil das ständig passiert das ist glaube ich nicht mehr etwas außergewöhnliches sondern man ist es eher wenn wenn dinge anders kommuniziert wenn dann fallen sie
  149. auf das andere ist routine aber ist das auch nicht gerade eigentümlich dass wir uns auch in bezug auf judentum nicht einmal verspreche erlauben dürfen also
  150. ich verstehe schon also man sich schon darauf achten was man sagt und es muss achtsam sein und auf sensibilitäten achten aber ist dass gerade aus der
  151. binnenperspektive des judentums ist you designs auch nicht eine eine fremdbestimmung du musst jetzt sich unglaublich ärgern
  152. ich würde vielleicht sagen sensibilität für gut wenn sie vielleicht darauf an wenn man wenn man ärger nachvollziehen kann
  153. aber vielleicht auch aus eigenen fehlern irgendwann mal lernt also ich glaube diese diese diesen dieser prozess wäre wichtig und vielleicht auch sein
  154. vielleicht aber auch einfach nur die fragen stellen ich verstehe es nicht erklärt mir und ich glaube dass das erfolgt zu wenig
  155. wir haben jetzt gerade in deutschland dann komme ich noch kurze claus kleber zu ist der kirchengeschichte wir haben gerade in deutschland eben dieses
  156. jubiläums 1700 jahre hier ist das leben in deutschland und die frage ist ja was feiern wir eigentlich gerade denn
  157. bedeutet 1700 jahre jüdisches leben in deutschland dass man jetzt mal meint ein jahr lang ein spotlight darauf zu haben und das
  158. auch als kampf gegen antisemitismus zu nennen aber was wird im nächsten jahr sein ist das dann alles wieder passé oder hat das etwas gesellschaftlich
  159. verändert und ich glaube die hoffnung jetzt aus perspektive der jüdischen gemeinschaft ist natürlich zu sagen uns ist wichtig dass sich was verändert
  160. nicht dass wir da das sagen dieses jüdische leben jetzt abgefeiert wird und jede gemeinde irgendwie guckt da es jüdisches leben in diesem kleinen
  161. lokalen kontext sondern zu sagen okay das verändert etwas aus dem blick bezüglich judentum in deutschland und zu dieser geschichte nur ganz kurz
  162. es war es kam dann ein zdf team auch nach hallenberg und hatte dann lauter anforderungen die sich stellen wollte an die studierenden die
  163. sie interviewen wollten es ging nämlich so was macht das was macht israel mit ihnen aber was ist auch jüdisches leben in deutschland
  164. und dann so ja und dann wäre es schön wenn sie so in wir haben eine große mensa und wenn sie in die kurve mensa gehen und dies und das und dann
  165. die studierenden rief machen sondern wir gehen aber nicht immer unbedingt in die kurve gehen dorthin wo unsere freunde sind also wir gehen auch mal dahin aber
  166. nicht nur also warum sollen wir jetzt wieder diesem bild eingeführt werden da hab ich gesagt geht mit ihnen in die zentralmensa in heidelberg und sagt zu
  167. sagen das ist unser alltag und im grunde genommen wird auch das jüdischsein auch unglaublich politisiert darf ich ihnen die frage stellen ob sie
  168. eine emotionale bindung zu israel haben die hab ich und die möchte ich auch nicht verheerend also ich glaube dass das ist
  169. eben auch wichtig dass und da bin ich nicht der einzige also viele jüdinnen und juden haben emotionale bindung zu israel die sich manchmal auch nicht so
  170. einfach rationalisieren lassen was das ist und die sich glaube ich auch nicht eng führen lassen auf dem du musst die und die haltung zum nahostkonflikt haben
  171. sondern das ist eine das kann vieles meinen und das kann auch manchmal paradox sein und ich glaube auch zu dieser paradoxie zu stehen neben zu
  172. sagen israel das macht eine menge mit mir emotional aber auch in was was meine identität betrifft spirituell das ist so unglaublich
  173. aufgeladen und das jetzt in einem satz zu benennen fällt schwierig weil schauen sie gerade in diesem jahr im mai dieses jahres ist ja wieder der konflikt blutig
  174. wieder aufgeflammt und dass das sehen wir sehen es in deutschland wie lebens auch in der schweiz natürlich gibt es waffenruhe was auch
  175. eine waffenruhe in diesem sinne noch heißen mag das war das erste was ihm durch den kopf gegangen ist als sie gehört haben dass wieder in israel und
  176. gaza ja wieder blut fließt die sind ja über 240 menschen mindestens zum stehen gekommen
  177. zunächst mal heißt das sorge um verwandte freunde bekannte in israel aber es bedeutet natürlich auch
  178. was macht das mit uns gerade also was macht das mit uns gerade in deutschland weil die sozialen medien fing schon sehr früh auch wieder solche eindeutigen
  179. positionierungen an und ich glaube die auch zu zerwürfnissen geführt haben zwischen menschen die vor befreundet waren gerade
  180. aufgrund dieser eindeutigkeiten anstatt vielleicht so zu sagen es macht was mit mir wenn du irgendwie einen positiven post über die hamas teils das macht mit
  181. mir was als juden und ich kann das vielleicht noch nicht so klar benennen aber warum warum machst du das also diese diese zeit haben wir
  182. uns nicht genommen dass darüber auch zu sprechen sondern es war schnell wieder eindeutig und es würde sich schnell wieder festgelegt also wenn man sie auch
  183. beim wort nehmen darf wenn alles uneindeutig ist dann sind auch die emotionen ja gemischte emotionen das ist wie sie beschreiben
  184. das ist ja seine sorge um die freunde überhaupt von oben das was dort geschieht aber auch vielleicht sorge überhaupt und sorge um themen die auch
  185. als gegner dort sind und das ist ja nicht nur hamas was mit ihrem jahr grauenhaften politik und militante existenz weise auch die menschen und
  186. deren leben untergraben die dort vielleicht einfach nach leben und freiheit suchen und ich arbeite ja mit mit jungen muslimen muslimen zusammen
  187. und ich erlebe gerade bei diesem grund fliegt dass sie unglaublich hoch emotionalisiert sind aber auch gewisser weise überfordert sind sie möchten etwas
  188. tun sie möchten was für den frieden tun gegen die ungerechtigkeit was tun sie haben aber auch wut und zorn und all das sucht nach einer gewissen verortung und
  189. die die frage ist es fällt mir einfach nicht gleichtun ihn auch nicht leicht dieser verordnung zu
  190. schaffen aber dass zugleich sehen wir dass demonstrationen in keiner weise auch friedlich nur verlaufen sondern sehr
  191. wohl auch direkt auch antisemitisch sind vielleicht dazu zunächst ein gebilde eine große menschenmenge im londoner
  192. hyde park auf dem weg richtung israelische botschaft in kensington tausende demonstrieren damit palästinensischen flaggen und
  193. transparenten fordern ein ende der angriffe israels auf gaza auch in der australischen großstadt sydney zeigen demonstrieren der
  194. solidarität mit der palästinensischen bevölkerung der heutige fünfzehnter mai markiert als auf arabisch nakba heißt zu deutsch die
  195. katastrophe die vertreibung und flucht hunderttausender palästinenser nach der gründung israels 1948 zu einzelnen auseinandersetzungen kommt es in paris
  196. die behörden haben eine pro-palästinensische demonstration in der stadt verboten die polizei setzt tränengas ein gegen jene
  197. die sich widersetzen ladenbesitzer auf der geplanten demo route wurden angewiesen ihre geschäfte zu schließen und in der irakischen hauptstadt bagdad
  198. versammeln sich tausende um gegen israel zu protestieren teils mit antisemitischen aktionen wie dem verbrennen von israel flaggen
  199. was empfinden sie wenn sie solche bilder sehen es wirkt immer noch emotional das ist ein stich ins herz aber ich
  200. glaube das was was wichtig ist oder was wo ich auch uns gefordert sehr eben auch vielleicht als hochschuldozent um zu sagen gut dann lasst uns räume
  201. schaffen in denen wir diese positionen auch in ein setting bring in ein gespräch bringen mit dem wissen dass das nicht einfach wird aber vielleicht diese
  202. form der konfrontation auch nicht zu scheuen weil ich glaube es geht darum auch diesen raum zu schaffen um das irgendwie auch mal aufzufangen aber auch
  203. zu sagen da ist noch eine andere seite da ist noch eine andere perspektive ich glaube dass das ist macht mir eigentlich am
  204. meisten zu schaffen und ich glaube das wird heute unser dauer-thema diese diese permanenten verein deutungen zu sagen
  205. lasst uns darüber sprechen was das mit uns macht aber lasst uns auch nicht vergessen wo das was mit uns macht mich gerade in dem moment eben zum beispiel
  206. in deutschland in der schweiz in österreich in diesen kontexten wir sind nicht in israel wir sind nicht in gaza wir verhandeln dort nicht und wir müssen
  207. dort auch nicht dort handeln sondern wir müssen darüber sprechen wie wir die wir hierzulande haben sie sagen ich meine mich würde
  208. interessieren was sie diesen jungen menschen ans herz legen wollen die durchaus eine kritische haltung zu der politik israels haben aber eigentlich
  209. nicht antijüdische und antisemitische sind aber dennoch überfordert sind die differenzierungen zu begreifen weil diejenigen die akteure
  210. die die hamas sich als die stimme palästina propagiert ist auf der anderen seite ja nicht anders wie kann so ein raum
  211. geschaffen werden ich glaube man muss schon wirklich auch räume in der schule dafür schaffen also ich glaube man muss auch anders über sei israel
  212. und die die region reden vielleicht auch israel nicht immer als ein sonderfall eben darin zu begreifen sondern auch israel in der region nahost also mein
  213. kollege johannes becker in heidelberg der den lehrstuhl dort für israel aus studien und es gibt ein nahost master jetzt darüber und es geht einfach um den
  214. versuch zu sagen was was meint dass eigentlich in den kontext der region aber eben auch zu verstehen dass muss platz in schulbüchern haben weil wir
  215. immer wenn wir hierzulande über israel und palästina sprechen dann ist das entweder oder anscheinend das
  216. nur zwei eindeutige optionen zu geben so fürmann ist und wie man sich positionieren sie nicht sagen dass es schwierig ist mit den schulbüchern
  217. deshalb weil es was soll da stehen ich meine dieser konflikt ist ja noch offen und dynamisch das kann ja sozusagen kein zeitgeschehen
  218. schulig aufgefangen werden zumal wenn das gemacht wird habe ich die befürchtung dass man sagen wird auch die schulbücher sie nun auch unterwandert
  219. wie soll man diese menschen einholen ich glaube in dem man vielleicht leuten auch beibringt dass erstens mal der nahostkonflikt nicht von deutschland der
  220. schweiz österreich ausgelöst werden kann sondern dass eine angelegenheit der menschen in der region ist die damit leben müssen deren alltag das bestimmt
  221. und die auch vielleicht auch noch mal mit anderen positionen und anderen erfahrungen in diese prozesse eintreten ich glaube was wir das irgendwie
  222. widersprechen oder weil ihr sohn gerade einen lauf haben ist nicht unbedingt unterbricht ein widerspruch ist wir leben doch in
  223. einem globalen welt wie kann man überhaupt noch regionaler probleme festmachen dass wir sagen das ist ein problem das nahost das ist nicht unser
  224. problem denn die bezüge sind ja gerade sehr sehr vielen sie sprachen gerade als sie ihre erste emotion 7 die sorge um ihre freundin freunde das heißt es gibt
  225. eine direkte bindung im herzen sind sie bei denen die mit ihnen befreundet sind und sie haben diese sorge wie kann man das überhaupt so beschreiben können dass
  226. man ihn an der globalen welt regionale probleme für regional erklärt da gebe ich ihnen einerseits reicht aber andererseits würde ich auch vehement
  227. widersprechen man sagen ist glaube ich gehe um eine gleichzeitigkeit die manchmal schwer auszuhalten ist das ist das natürlich vor ort also es ist
  228. kontext bedingt und ich glaube natürlich für sie wir sind alle emotionalisiert wir sind damit verbunden aber gleichzeitig heißt es auch sich
  229. vielleicht in bestimmten momenten auch zurück zu halten was was schwierig ist und ich glaube gerade bei militärischen konflikten das ist umso schwieriger
  230. wenn wir jetzt sagen wir gucken auf einer politischen ebene und nach politischen lösungen dann ist das meines erachtens etwas dem wir auch
  231. sagen okay wir können nicht gleich mit unseren ganzen erwartungshaltung auch noch als zusätzliche akteur da eintreten und das ist glaube ich was ich meine
  232. dass auch wenn es schwierig ist aushalten zu können und vielleicht eher zu sagen ich bin darauf sensibilisiert ich habe auch eine position ich habe
  233. eine meinung nach haltung aber ich muss dir jetzt nicht noch als zusätzliches moment in einen komplexen diskurs hineinbringen
  234. das wäre so sein dann ein lösungskonzept um zu verhindern dass gerade dieser konflikt auch die gegenwart in der schweiz in deutschland auch einnimmt und
  235. hierüber aber dachte ich noch selbstkritisch für uns weil sie fragen dass sie die schönheit
  236. fragen dazu sein ob es überhaupt ein theologisches eine theologische lösung für ein politisches problem geben kann nein
  237. also würde ich sagen nein was tun sie wenn dieser konflikt diese politischer konflikt theologie siert wird
  238. sind sie da nicht gefragt als jemand der das differenzieren muss ja ich glaube da da sind wir natürlich in unseren differenzierungs leistungen auch auch
  239. gefordert und gefragt da sind wir wieder ein stück weit an anfang nämlich in der frage was bedeutet auch interpretationen zum beispiel von von
  240. heiligen schriften was bedeutet eigentlich auch über eine bestimmte form von hermeneutik dieser heiligen schriften zu
  241. sprechen aber ich glaube es ist eben schwierig das würde ich wirklich sagen ich finde es schwierig wenn wir dann versuchen auf
  242. einer metaebene dinge anders zu theoretisieren wir sagen so diese form der einfachen hermeneutik das funktioniert nicht aber wir versuchen
  243. jetzt über bestimmte wertevorstellungen und so aus den religion zu sprechen ich glaube dass das trifft manchmal
  244. wirklich nicht die wirklichkeit um die es eigentlich geht ich glaube am ende des tages geht es vor allem um menschen die versuchen in
  245. frieden ihre existenz selbstbestimmt gestalten zu können wie das genau politisch gerahmt ist das sei jetzt erst mal dahin gestellt aber ich glaube das
  246. ist was israelis und das ist was palästinenser eine palästinenserin am ende des tages vor allem das vor allem anderen vor religion vor anderen
  247. faktoren die nach noch mit hinein kommen ja das überzeugt nicht finden was mich persönlich interessiert ist wie kommt man als jemand der in der
  248. jüdischen tradition ja lebt sich für jüdische studien interessiert ausgerechnet islam ist im shop zu studieren
  249. das ist eine etwas komplexer geschichte das hat damit zu tun dass ich hab auch ne also wir das nennen soll eine religiöse
  250. ist nicht ausbildung aber ich habe eine zeitlang eine privatschule besucht und als ich genauer an das waren das war
  251. in amerika und ich glaube das hat auch somit mit einer menge mit seiner eigenen findungsphase zu tun was dieses jüdischer auch meint
  252. und wir haben viel über meine mondes immer gelesen aber immer nur seine rechts schriften seiner herrischen
  253. schriften aber nie sein philosophisches werk sie haben viel über ihn gemacht sagen sie mir warum muss man bei moni test lesen warum muss man mal wie das
  254. lesen weil er meine dass meine herausforderung ist kurz und knapp sein vor der wichtigste gelehrte des judentums ist punkt ende aus keine
  255. diskussion mike job nein weil wir glaube ich immer heute noch eine aktualität hat als jüdischer denker die kaum einen mittelalterliche
  256. jüdische gestellt der geistesgeschichte hat debattieren immer noch über seine position stoßen uns streiten uns
  257. bestätigen ist aber es hat immer noch eine aktualität es macht immer noch einmal etwas mit der natürlich auch in einem regen kontakt auch mit den
  258. muslimischen geistern stand und die saison erst eines seiner als eine figur ist ein mensch als eine
  259. person der gerade in der tradition von milow liedes unglaublich leidenschaftlicher jüdisch geprägt ist aber gerade im dialog sowie selbst
  260. findet indem er den blick auf die anderen auch richtet sie habe mich auch mit dem koran beschäftigt sowohl
  261. wissenschaftlich als auch persönlich haben sie irgendwie eine eine lippen stelle aus dem koran der sie uns verraten gibt
  262. ich weiß nicht ob ich zur stelle bezeichnung wird aber die eine der spannendsten stellen im koran ist für mich die so 31 luckmann denn
  263. look malen ist für mich eine der spannendsten gestalten in auch in die regentin ratschlägen an seinen sohn dies eigentlich imran gibt
  264. vielleicht auch weil er keine muslimische geprägte figur ist sondern eigentlich so eine figur ist die so aus diesen diesen ganzen bildern und
  265. erwartungshaltung heraus fällt er ist nicht er ist nicht jüdisch es nicht muslimische es nicht halal kita in der eindeutigkeit sondern er ist weinbuch
  266. besitzer ein opel anschrift besitzer genau es ist kein geld nicht zu dem buch religion und gleichzeitig ist eine sehr
  267. konstitutive figur die eine bestimmte weisheitslehren vertritt und eine bestimmte auffassung ein bestimmtes gottesbild vertritt und
  268. nicht aber in dieser summe kann man sich gut wiederfinden einmal in dieser universalität die diese figur von man auch innerhalb
  269. des polaren irgendwie vertritt und widerspiegelt gleichzeitig aber auch vielleicht um das jetzt mal auf einen satz zu reduzieren zu sagen
  270. das was von mir gefordert es ist nicht mit einer bestimmten haltung von arroganz und stolz durch die welt zu gehen sondern mit einer bestimmten
  271. sensibilität vor dem was gott geschaffen hat mit einer bestimmten den mut und ich glaube in diese dieser haltung halte ich glaube ich wirklich für
  272. universell wichtig also demut würde uns allen glaube ich in vielen dingen gut tun in der tat in der tat enorm hartig rabbiner der israelischen kultusgemeinde
  273. zürich sagt der jungs wie juden muslime sind verbündete als religiöse minderheiten in der schweiz haben wir gemeinsame interessen
  274. so weit sein zitat wir gemeinsame interessen haben eigentlich diese beiden minderheiten und die frage die mich eigentlich bewegt ist ob überhaupt diese
  275. tatsache eine interessengemeinschaft zu sein überhaupt eine nachhaltige bindende gemeinsamkeit sein kann und sein sollten
  276. die stehen ja interessengemeinschaft oder ich glaube neudeutsch würde man das jetzt allianz nennen sagen wir sind
  277. selbstverständlich allianz partner innen ich glaube dass das okay weil interessensgemeinschaft oder allianz
  278. bedeutet ja auch erst mal zu sagen wir haben ein bestimmtes strategisches ziel was wir verfolgen und es ist vielleicht auch ganz okay dass wir uns nicht in
  279. allen aspekten das wenig alles teilen dass wir nicht alles gemeinsam haben dass es auch dissenz gibt aber ich glaube wenn wenn
  280. wenn man das offen artikuliert und zu sagen es gibt eine menge gemeinsam etwas für gesellschaftliche erreichen wollen eben als minderheiten aber es gibt auch
  281. eine menge wie zum beispiel das thema israel was uns trennt wo wir auch streiten unterschiedlicher meinung haben das müssen wir auch aushalten auf der
  282. anderen seite wenn wir das in dieser ehrlichkeit und offenheit machen denke ich ist eine gute sache wenn wir uns aber dieser illusion hingeben
  283. wir lösen alle probleme in dem wir einen rabbi und einem irgendwie auf dem forum haben dann halte ich das für augenwischerei
  284. ja ich verstehe ich meine also als philosoph rahmen sie ja auch so da stelle ich ihnen den habitus immer dort wo sie ein problem erkennen oder erahnen
  285. direkt ins problem hineinzugehen also nicht so sein um das problem herum und ein problem scheint überhaupt die uhr statt überhaupt jerusalem zu sein heißes
  286. eisen einem ort heiliger ort für alle großen und sagen wir ab rami tischen weltreligionen dazu zunächst einige bilder
  287. jerusalem jahrtausende alt erobert zerstört wieder aufgebaut östlich des regierungsviertels mit der knesset gelegen die altstadt dicht an
  288. dicht hier die heiligtümer von juden muslimen christen die altstadt ist geteilt in das christliche viertel mit der grabeskirche
  289. das muslimische das jüdische viertel und dass der arminia ebenfalls christen der tempelberg arabisch haram al scharif im zentrum der felsendom und die
  290. al-aksa-moschee die drittwichtigste pilgerstätte der muslime nach mekka und medina jüdischen gläubigen ist das beten nur
  291. erlaubt in einem sektor unterhalb der klagemauer nun ja bei dieser grundlegenden konstellation kann es da überhaupt eine
  292. frieden geben haben sie hoffnung wie war das mit die hoffnung stirbt zuletzt
  293. ganz im ernst ich glaube dass uns oder lassen sie uns mal frieden etwas anders fassen ich glaube wenn wir
  294. wenn wir lernen miteinander umzugehen und vielleicht auch eben diese sensibilitäten die wir haben eben zu adressieren habe ich kann es einen ein
  295. zusammenleben geben das friedlich ist aber ich glaube nicht dass es so etwas wie einen absoluten frieden den alle anstreben
  296. dass der so ohne weiteres möglich sein wird weil das würde bedeuten dass man natürlich auch eigene ansprüche
  297. auf gibt dahinter zurücktritt und ich weiß nicht inwieweit das auch so ohne weiteres möglich ist ich glaube das ist aber was war etwas dem man sich stellen
  298. muss also dieser fragestellung also bestehe ich darauf dass oder finden wir eine andere form eines modus wie werden die der
  299. zähneknirschend alle irgendwie hinnehmen müssen jemand ist zufrieden aber das macht das leder einfach range ich meine verzichten doch darauf warum
  300. traktiert den davidstern lasst den doch lieber ist einfach nicht mehr sicher diese bemerkung hört man hören viele juden juden oder müssen sich anhören wie
  301. soll man umgehen mit dieser diskriminierung es ist schwer wenn man natürlich seiner seine auch zu seiner identität stehen
  302. möchte auch mit mit einem äußeren zeichen und das was was jetzt jüngst wieder gerade passiert ist in köln das ein
  303. junger jüdischer erwachsener eben aufgrund seiner kita eben angegriffen wurde
  304. das ist schwierig also ich glaube es ist dadurch dass ich eben auch lange zeit in amerika verbracht habe wo das einen anderen ordner andere
  305. selbstverständlichkeit hat oder auch in israel dass das hat vielleicht auch mit dieser mit dieser emotionalität zu tun weil in
  306. israel können wir als juden und jüdinnen sind wir zum ersten mal teil einer mehrheitsgesellschaft mit einer ganz anderen selbstverständlichkeit wie wir
  307. mit unseren eigenen symbolen in öffentlichkeit umgehen wir schauen sie dazu gehört auch das erstarken der rechtspopulistischen parteien das in
  308. unserem schönen demokratischen säkularen europa die frage ist ob wir nicht gerade deshalb diese allianz braucht diese neue
  309. allianzen von denen sie sprechen auch zwischen jüdinnen und juden und muslimen muslimen die eben diesen rechtsruck nicht weiter oder nicht von ihnen noch
  310. sich weiter diskriminieren lassen gut ich glaube da bin ich vielleicht sogar ein bisschen skeptischer weil ich sagen würde es
  311. ist toll wenn wir einander überzeugen aber das problem ist wir müssen eigentlich wir müssen eigentlich eine ganz andere gruppierung
  312. der gegenübertreten und der deutlich machen was was was unsere was für uns wichtig ist und ich glaube
  313. [Musik] weil wenn ich sage dass sozusagen seiner seine eigene identität sichtbar zu machen dann ist die reaktion die man
  314. manchmal nicht erfährt muss es nicht immer gleich sein dass man irgendwie die kippa unter geschlagen oder einem mülleimer geworfen wird oder dass man
  315. physisch angegangen wird wenn man einen ein kopftuch trägt sondern es sind auch diese alltäglichkeiten die man erfährt diese
  316. blicke in der u bahn dieses gefühl zu haben wenn man seine eigene identität sichtbar macht dass das gleich wie eine irritation im raum steht ich glaube es
  317. ist nicht nur es ist nicht nur das der ganz rechten rand sondern es ist eben auch das was man so
  318. mehrheitsgesellschaft nennt in der das immer noch eben auch für irritationen sorgt und ich glaube das ist für mich ein projekte würden die saarländische
  319. dialog projekte wären gerade jetzt notwendig um gerade diesen habitus und sprechen also ich glaube es ist wichtig dass menschen vielleicht eben auch dass
  320. es bei jüdischen menschen schwieriger als jetzt bei muslimen und muslimen vielleicht erstmal auch damit in berührung und kontakt kommen zum
  321. beispiel der zentralrat der juden in deutschland hat ein projekt mit judas war früher hieß das projekt mal rennt dann gab es noch ein anderes projekt
  322. liegt was auch in der schweiz durchgeführt würde was auch in einen deutschen ableger hatte auch vom zentralrat der juden in deutschland dann
  323. für deutschland eben jahrelang gerungen wurde da ging es um begegnungen in schulklassen zum beispiel mit jüdischen jugendlichen
  324. die über ihr jüdischsein gesprochen haben denn viele viele wissen nicht was wie das juden also was wir sind eigentlich wurden und juden in
  325. deutschland oder in der schweiz viele kennen dieses bild von was man dann wieder hat von netflix man guckt dann an of the box und hat das gefühl ja
  326. so sehen juden und jüdinnen aus und diese leute sind dann immer super enttäuscht wenn die dann so aussehen und sagen ja aber wo sind die
  327. schläfenlocken und wo ist denn die gefahr und wurst dann der ganzen lange bart das ist alles sehr schnell denn die die die popkultur in diesem zusammenhang
  328. sie setzt bilder aber häufig auch stereotype bilder weil sich menschen häufig dann auch nicht die die die zeit nehmen vielleicht
  329. weiter und oder darüber hinaus zu gehen sondern das bild kommuniziert sich ist kommuniziert sich schnell es setzt sich aber auch fest
  330. und ich glaube es ist wichtig dann vielleicht auch im rahmen von popkultur gegenbilder zu entwerfen die auch immer wieder diese stereotypen aufbrechen und
  331. vielleicht es dann auch wieder so uneindeutig machen aber die auch bewusst dieses chaos stiften und zu sagen es gibt auch diese menschen und das ist ja
  332. auch wichtig es gibt menschen die sind die die die orthodox leben die genau diesem bild entsprechen in ihrer äußerlichkeit aber es gibt noch
  333. viel mehr juden und jüdinnen die dem nicht entsprechen und das ist auch jüdisch ich ja und nicht lange ich verstehe also meinen sozusagen im comics
  334. bilder filme serien als eine strategie für die un- 1 3 die motivierung der ästhetik lassen sie mich meine letzte frage formulieren die mir selbst ist
  335. denn so geschichte des judentums in europa gehört ebenso die erinnerungskultur die auch immer wieder gegenstand der
  336. kritik und vor allem polemik der rechtspopulistischen parteien ist haben sie eine vision die eine erinnerungskultur der zukunft sein
  337. könnte gut als letzte fragen wahrscheinlich unter einer minute ich glaube die herausforderung vor der wir stehen ist an einem projekt einer
  338. oralen erinnerungskultur zu arbeiten das heißt wie schaffen wir es über eine sichtbarmachung
  339. unterschiedlicher negative sensibilitäten für die erfahrung und die erinnerungskultur unterschiedlicher gruppierungen zu
  340. schaffen ich glaube das wird eine große herausforderung der zukunft sein um vielleicht auch aus dieser dieser falle heraus zu kommen dass es eben nur ein
  341. entweder-oder gibt sondern eben zu sagen für mich bedeutet das zum beispiel im deutschen kontext eben nicht die shoah zu relativieren
  342. indem wir sagen wir haben jetzt ein anything goes von von erinnerungskultur da draußen sondern wir können aber durch eine sichtbarmachung dieser anderen
  343. kulturen auch eine besondere sensibilität und empathie dafür schaffen warum die shoah zahlen für die erinnerungskultur in deutschland so
  344. wichtig ist haben sie vielen dank für das schöne und klärende gespräch vielen dank schau doch mal ein
  345. ja hier geht es gleich weiter mit der sternstunde philosophie und der frage wie sollen wir heute mit risiken umgehen bei der energieversorgung beim impfen
  346. bei der digitalisierung im bus hat spricht wieder philosophien rafaela hillerbrand
  347. [Musik]

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