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Entwicklung der Wirtschaftssektoren nach Fourastié - Wirtschaftssektoren 3
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 53 Zeilen
- Ihr habt bestimmt schon mal von den drei Wirtschaftssektoren gehört! Also dem primären Sektor, dem sekundären und dem Tertiären Sektor.
- Ganz grob unterteilt: Der Primäre Sektor ist die Landwirtschaft, der Sekundäre beschreibt die Industrie und der Tertiäre Sektor entspricht den Dienstleistungen,
- heißt wenn jemand für eine Tätigkeit bezahlt wird und nichts herstellt. So wie ein Arzt oder ein Friseur.
- Um die einzelnen Sektoren gehts in anderen Videos. Nen schlauer Typ namens Fourastie hat sich damit beschäftigt, wie sich die Verteilung
- der Sektoren mit der Zeit verändert. Genauer gesagt, geht’s um die Verteilung der Menschen, die in den einzelnen Sektoren
- arbeiten; also um die Beschäftigten. Genauso könnt ihr das Modell aber auch auf das Bruttonationaleinkommen anwenden, also
- grob gesagt :das Geld was in dem jeweiligen Sektor verdient wird. Gucken wir uns die Prognose von Fourastie mal genauer für eine Gesellschaft an.
- Und zwar diese Gesellschaft hier: Die Bevölkerung von Gurkenland. Erste Phase
- Zu Beginn ist ein Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Das ist die erste Phase.
- In Gurkenland gibt es noch nicht so viele Maschinen. Damit alle Gurkenländer genug zu essen bekommen, müssen viele Leute in der Landwirtschaft
- arbeiten. Die Gurkenländer müssen ihre Gurken noch mit der Hand aus der Erde ziehen.
- Sie haben keine Erntemaschinen. Viele Einwohner müssen also schuften, um relativ wenige Lebensmittel herzustellen.
- Das heißt dann auch: Die Produktivität ist gering. Weil so viele Leute in der Landwirtschaft arbeiten müssen, arbeiten nur ganz wenige
- Menschen im sekundären oder Tertiären Sektor. 2. Phase:
- So okay! Irgendwann wird das Ganze den Gurkenländern aber doch ein bisschen anstrengend mit der
- Handernte. Jetzt setzt die zweite Phase ein.
- Nach und nach entwickeln sie Maschinen, um den Anbau und die Ernte der Gurken zu erleichtern. Es sollen also immer mehr Maschinen gebaut werden.
- Und in welchem Sektor werden Maschinen gebaut? Richtig: im sekundären Sektor.
- Deshalb steigt hier die Zahl der Beschäftigten. Und der Sekundäre Sektor bekommt einen großen Anteil am Bruttoinlandsprodukt.
- Oder anders gesagt: Der Anteil vom Sekundären Sektor an der Wertschöpfung von Gurkenland nimmt zu.
- Okay jetz sind mehr Menschen Maschinen im Einsatz. Deshalb sind weniger Beschäftigten im Primären Sektor tätig.
- Und das Ganze bei gleichen oder höheren Ernteerträgen. Ihr könnt dann auch sagen: Die Produktivität im Primären Sektor nimmt zu.
- Die Produktivitätssteigerung durch neue Technologien heißt dann auch technischer Fortschritt. Mittlerweile bilden sich auch langsam mehr Branchen im Dienstleistungssektor aus:
- Die Industriefirmen brauchen ne Menge Moos um größere Investitionen zu tätigen. Also um ihre Produktion auszuweiten.
- Deshalb etablieren sich Banken. Außerdem steigt das Bildungsniveau.
- Die Kinder müssen ja nicht mehr den ganzen Tag auf dem Gurkenfeld verbringen. Das führt auch dazu, dass mehr Leute spezialisierte Berufe antreten; so wie Arzt oder Anwalt .
- Fourastie spricht auch von einer Vergeistigung der Arbeit im Laufe der Entwicklung. Gut, ok.
- In der zweiten Phase wurden also Arbeiter in der Landwirtschaft durch Maschinen ersetzt. Deshalb bekommt der sekundäre Sektor eine größere Bedeutung und auch der Tertiäre
- Sektor etabliert sich. Phase 3
- Soderle! Jetzt geht’s weiter: Den technischen Fortschritt gibt es ja nicht
- nur im primären Sektor, sondern auch im sekundären Sektor: Erst gab es zum Beispiel viele Fließbandarbeiter, die ein Auto zusammengebaut haben.
- Wegen des technischen Fortschritts können die Arbeiter dann immer weiter durch Maschinen ersetzt werden.
- Deswegen sinkt irgendwann der Anteil der Beschäftigten auch im sekundären Sektor. So Jetz kommt ne wichtige Annahme von Fourastie:
- Der schlaue Vogel hat vorausgesagt, dass technischer Fortschritt nur im primären und im sekundären Sektor möglich ist; Aber kaum im tertiären Sektor.
- Fourastie meinte: Jau, Friseure und Sekretäre wird es immer viele geben. Das kann keine Maschine übernehmen.
- Der ganze Prozess, also dass mit der Zeit mehr und mehr Leute im Dienstleistungssektor arbeiten heißt übrigens Tertiärisierung.
- Nach Fourastie hat das Ganze dann zur Folge, dass der Anteil an Beschäftigten im Dienstleistungssektor immer weiter zunimmt.
- Es werden eben weniger Leute in den ersten beiden Sektoren gebraucht und die Vergeistigung und Spezialisierung der Arbeit nimmt zu.
- Auch in Gurkenland gibt es jetzt kaum noch Leute, die in der Landwirtschaft tätig sind. Die meisten gehen zur Schule und arbeiten später in Dienstleistungsberufen.
- So okay, jetzt noch eine Sache: Fourastie hat sich gesagt: Die Bevölkerung wird durch die Tertiärisierung insgesamt reicher.
- Der Wohlstand steigt an. Heißt die Gurkenländer verdienen auf Dauer immer mehr Geld.
- Weil Sie mehr Geld verdienen, meinte Fourastie, bekommt Zeit einen höheren Stellenwert als noch mehr Geld.
- Deshalb wollen viele Gurkenländer zeitintensive und nervige Tätigkeiten nicht mehr selbst machen.
- Sie putzen zum Beispiel nicht mehr selbst, sondern Stellen dafür ne Putzfrau an. Dadurch gibt es dann wieder einen zusätzlichen Arbeitsplatz; Also den der Putzfrau.
- Okay, Fourastie sagt also: Jobs im Dienstleistungssektor können nicht von Maschinen gemacht werden. Und er sagt es kommen immer neue Jobs im tertiären Sektor hinzu.
- Das müsste dann ja heißen, dass immer mehr Menschen eine Arbeit finden. Solange bis alle Leute einen Job haben.
- Nach Fourastie nimmt die Arbeitslosigkeit also immer weiter ab. Außerdem hat er daraus gefolgert, dass sich dadurch die Einkommen zwischen den Leuten
- angleichen. Also die Einkommensunterschiede von den Leuten zurückgehen.
- Merkt euch das am besten auch. Es treffen aber nicht immer alle Aussagen von Fourastie so ein: Warum nicht, seht ihr
- in nem Video zur Kritik an Fourastie. Zusammenfassung
- Okay... merkt euch am besten die Grafik hier und die Entwicklungen darunter dazu. Ihr könnt das Modell dann zum Beispiel nutzen, um Länder in die Phasen einzuteilen.
- Danach könnt ihr dann grob aussagen, wie weit die Länder entwickelt sind. Sowas könnte dann auch in einer Klausur gefragt werden.
- Ansonsten probiert doch mal unsere App aus und haut auf die Kacke!
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