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Novemberrevolution - Die Weimarer Republik - Abitur 2017 Zusammenfassung
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 91 Zeilen
- Moin zusammen! Ihr habt Angst, ne große Sache für’s Abi übersehen zu haben? Macht euch erstmal keinen Stress.
- Trotzdem gibt’s hier mal ne größere Zusammenfassung der Novemberrevolution. Sodass ihr den Überblick habt, und im Abi beruhigt von hinten aufspielen könnt.
- Wir schauen uns jetzt mal alles an. Von der Ausgangslage der Novemberrevolution bis zum Fazit.
- Im Grunde geht es darum, dass sich die Niederlage im Ersten Weltkrieg anbahnt. Deswegen bricht das Deutsche Kaiserreich in der Novemberrevolution zusammen und daraus
- entsteht dann die Weimarer Republik. Wir ham folgende Ausgangslage: Seit 1914 befindet sich das Deutsche Kaiserreich
- im Ersten Weltkrieg, das Sagen hat die Oberste Heeresleitung OHL unter Hindenburg und Ludendorff. Im Sommer 1918 sind die Deutschen Truppen dann fast nur noch in der Defensive und die
- Motivation ist im Keller. Nix mehr mit potenter Kampfeskraft.
- Ende September 1918 kommt dann der Hammer: Die OHL erklärt, dass die Fortführung vom Krieg aussichtslos ist.
- Man gesteht sich ein, dass die Niederlage unvermeidbar ist. Deswegen muss die OHL Waffenstillstandsverhandlungen einleiten.
- Dabei soll man sich nach den Kriegszielen der USA richten. Die sind nämlich das geringste Übel!
- Die USA führen den Ersten Weltkrieg als “Kreuzzug für die Demokratie”, und wollen Deutschland weniger einen reinwürgen als zum Beispiel Frankreich.
- Deswegen kommt die OHL den USA entgegen. Es werden nacheinander zwei Schritte unternommen, um die USA zufrieden zu stellen.
- Also als Vorbedingung, sodass die USA sich auf Verhandlungen einlassen. Zuerst ein Regierungswechsel: Die OHL will die liberalen und demokratischen Gruppen an
- der Regierung beteiligen. Deswegen bildet der liberale Prinz Max von Baden zusammen mit SPD, Zentrumspartei und
- Fortschrittspartei eine neue Regierung. Dann wird ein Waffenstillstandsgesuch an die USA gerichtet.
- Reicht aber nicht. Die Ami-Jungs wollen auch, dass die deutsche Verfassung demokratisiert wird.
- Daher wird die Reichsverfassung abgeändert: Das deutsche Kaiserreich wird eine parlamentarische Monarchie.
- Das heißt aber nicht, dass sofort der Waffenstillstand in Kraft tritt. Diese Änderungen waren nur ne Vorbedingung der USA.
- Part 1 geschafft ihr Hübschen. Merkt euch einfach, dass die deutsche Niederlage unvermeidbar ist und man deswegen in diesen
- zwei Schritten auf die USA zugeht. Diese Änderungen kommen aber zu spät, und dringen gar nicht mehr richtig ins Bewusstsein
- der Bevölkerung. Deswegen werden sie vom Kieler Matrosenaufstand überholt.
- Was passiert da? Die Marineleitung gibt den Matrosen Befehl, sie müssen noch in eine letzte ruhmreiche
- Schlacht gegen England ziehen. Richtige Hara Kiri Aktion, die Chancen dass viele Matrosen sterben sind sehr hoch!
- Dafür 3 Gründe: Man will militärisch nochmal Druck machen, um ne bessere Position bei den Verhandlungen zu haben.
- Außerdem will man zeigen, dass die Kriegsflotte auch was kann. Last but not least, und vor allem der dümmste Grund: Man will lieber “in Ehre” untergehen
- als die Schiffe und so kampflos den Gegnern zu überlassen. Die Matrosen sehen so ne scheiße gar nicht ein.
- Deswegen meutert am 29.10.1918 in Wilhelmshaven die Hochseeflotte. Das greift dann nach Kiel über und wird zu nem handfesten Aufstand.
- Am Anfang haben die Matrosen gar keine politischen Ziele, aber das stürzt schnell zu ner Revolution um.
- Spontan schließen sich ganz viele Soldaten und Arbeiter dem Aufstand an. Es bilden sich Arbeiter- und Soldatenräte, und es werden politische Forderungen gestellt.
- Der Kaiser soll sofort Abdanken, es soll sofort einen Waffenstillstand geben. Außerdem soll ein gescheites politisches System her, welches genau ist man sich aber
- noch nicht einig. Die Sache breitet sich in ein paar Tagen über das ganze Deutsche Reich aus.
- Nach und nach treten die Landesfürsten zurück. Dann erklärt der Reichskanzler Max von Baden den Rücktritt des Kaisers.
- Außerdem übergibt er das Kanzleramt an Friedrich Ebert, den Vorsitzenden der SPD. Beides am 09.11.1918 Merkt euch für diesen Part also einfach,
- die Matrosen meutern, das wird zu einer Revolution, der Kaiser muss zurücktreten und Friedrich Ebert wird der neue Reichskanzler.
- Friedrich Ebert will Ruhe und Ordnung in Deutschland herstellen. Außerdem will er eine Nationalversammlung einberufen, die eine demokratisch legitimierte
- Verfassung erarbeitet. Philipp Scheidemann von der SPD will aber Tatsachen schaffen.
- Der ruft noch am 09.11.1918 um 14:00 Uhr die Republik aus. Ab jetzt ist eine parlamentarische Monarchie nicht mehr möglich.
- Zwei Stunden später ruft Karl Liebknecht, Chef der Spartakusgruppe, die sozialistische Republik aus.
- Man ist sich also nicht 100% einig. Die wichtigsten sozialistische Gruppen sind USPD und MSPD, Spartakusgruppe, Revolutionäre
- Obleute. USPD sind die, die sich 1917 von der SPD abgespalten haben.
- Und MSPD ist einfach ne andere Bezeichnung für die übrig gebliebene SPD. Die MSPD und der rechte Rand der USPD haben eher Lust auf Ruhe und Ordnung.
- Die weiter links gesinnten wollen eine sozialistische Räterepublik und zum Teil sogar eine weltweite sozialistische Revolution.
- Merkt euch für den Part also einfach, dass zweimal die Republik ausgerufen wurde, was auch zeigt, dass es verschiedene sozialistische Gruppen mit verschiedenen Zielen gibt.
- Wie macht man jetzt weiter? Friedrich Ebert ist eigentlich Reichskanzler, aber seine Ernennung dazu war ohne irgendeine
- Grundlage in der Verfassung. Und das Reich, von dem er Kanzler ist, existiert ja eigentlich gar nicht mehr.
- Deswegen gehen MSPD und USPD aufeinander zu und bilden am 10.11.1918 eine gemeinsame Übergangsregierung. Die heißt “Rat der Volksbeauftragten” und besteht aus 3 MSPD-Leuten und 3 USPD-Leuten.
- Die zukünftige Verfassung soll von einem Kongress aus den Arbeiter- und Soldatenräten festgelegt werden.
- Die USPD will nämlich, dass die Arbeiter- und Soldatenräte als eigentliche Träger der politischen Gewalt angesehen werden.
- Außerdem wird ein Vollzugsrat gebildet, so als zweite Regierung, der kann sich aber faktisch nicht durchsetzen.
- Am 10. November 1918 passiert aber noch was, und zwar der Ebert-Groener-Pakt.
- Dabei sichern sich Friedrich Ebert und der Chef der Reichswehr, Wilhelm Groener, gegenseitig Unterstützung zu.
- Damit hat Friedrich Ebert die alten Mächte hinter sich. Für Ebert heißt das Ruhe und Ordnung.
- Für die Reichswehrführung heißt das, dass ein weiterer Linksrutsch oder eine Bolschewisierung der Revolution verhindert wird.
- Dadurch wird die linke Ecke ziemlich isoliert. Merkt euch also für diesen Part, dass eine Übergangsregierung “Rat der Volksbeauftragten”
- gebildet wird, und Friedrich Ebert sich die Unterstützung der alten Reichswehr sichert. Wie geplant wird jetzt die Entscheidung über die zukünftige Staatsform gefällt.
- Der Reichsrätekongress findet vom 16. bis zum 20.12.1918 in Berlin statt. Die Arbeiter- und Soldatenräte im ganzen Land schicken ihre Delegierten hin.
- Die MSPD will eine parlamentarische Demokratie. Es soll eine verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt werden.
- Allgemein und gleich, erstmals auch Frauen. Die weiter links Gesinnten wollen ein Rätesystem.
- Das sieht bisschen anders aus. Danach soll es eine Basis-Wählerschaft geben, die alle höheren Räte wählt.
- So soll eine direkte Demokratie umgesetzt werden. Die Delegierten auf dem Reichsrätekongress sind vor allem MSPD-Anhänger und entschließen
- sich mit ner großen Mehrheit für die erste Option. Es soll also eine verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt werden.
- Vielen weiter links gesinnten passt das gar nicht und es gibt nochmal Unruhen. Am 20.
- Dezember machen revolutionäre Matrosen in Berlin Stress und verhaften den Berliner Stadtkommandanten Otto Wels von der MSPD.
- Dann muss Friedrich Ebert Gebrauch vom Ebert-Groener-Pakt machen, und Groener schickt Truppen von der Reichswehr.
- Die drei USPD-Leute im Rat der Volksbeauftragten sind davon so angepisst, dass sie protesthalber aus der Übergangsregierung austreten.
- An ihre Stelle rücken jetzt zwei Leute von der MSPD nach. Sheesh, jetzt besteht die Übergangsregierung nur noch aus 5 MSPD-Leuten.
- Klare Sache: die sozialistische Arbeiterbewegung ist heftig gespalten. Am 01.01. 1919 bildet sich dann die Kommunistische Partei Deutschlands KPD.
- Damit ist die Spaltung quasi in Stein gemeißelt. Merkt euch für diesen Part, der MSPD-Vorschlag setzt sich durch, die Übergangsregierung
- besteht nur noch aus 5 MSPD-Mitgliedern, die sozialistische Arbeiterbewegung ist gespalten. Die weiter links Gesinnten haben also kassiert und es wird sich kein sozialistisches Rätesystem
- durchsetzen. Linksradikale Gruppierungen starten aber nochmal einen Versuch dass die Sache anders ausgeht.
- Und zwar durch den Spartakusaufstand vom 05.01. bis zum 12.01.1919. Anlass ist, dass der USPD-Polizeipräsident von Berlin abgesetzt wird.
- Spartakisten, Obleute und USPD schaffen es, recht viele Arbeiter ranzukriegen. Die demonstrieren in Berlin und es kommt sogar zu Straßenkämpfen.
- Der Großteil vom Aufstand fällt aber wieder in sich zusammen, weil die Führung sich nicht über ein Vorgehen einigen kann.
- Eine kleine Gruppe inclusive Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg kämpft trotzdem tapfer weiter.
- Dieser Aufstand wird aber blutig niedergeschlagen. Da machen auch Freikorps mit, also private Freiwilligenverbände.
- Drei Tage nach dem Spartakusaufstand, am 15.01.1919, werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Freikorps-Kämpfern ermordet.
- Insgesamt hat sich die Regierung und der linksradikale Teil der Arbeiterschicht nochmal mehr entfremdet. Jetzt stehen die Wahlen zur Nationalversammlung an und die heiße Phase scheint vorbei zu
- sein. Insgesamt führt die Novemberrevolution von 1918 und Anfang 1919 in der Endphase des Ersten
- Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich. Der Laden wird in eine parlamentarische Demokratie umgewandelt, die sogenannte Weimarer Republik.
- Weiterführende sozialistische Ziele der Revolution scheitern aber am Widerstand der MSPD-Führung unter Friedrich Ebert.
- Weil die Gemäßigten Angst haben, dass ein Bürgerkrieg ausbricht, wollen sie es nicht zu weit treiben.
- Die alten Eliten aus dem Kaiserreich werden nicht vollständig entmachtet. Außerdem lässt man viele Leute in der alten Verwaltung einfach weitermachen, es gibt also
- keine personelle Revolution, das führt später zu Problemen. Merkt euch also, Der Spartakusaufstand schlägt fehl, es wird eine parlamentarische Demokratie
- geschaffen aber die alten Eliten werden nicht entmachtet. Faktisch gesehen endet die Novemberrevolution durch das Niederschlagen vom Spartakusaufstand.
- Formell so richtig abgeschlossen wird die Revolution am 11. August 1919, mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung.
- Was müsst ihr aus dem Video mitnehmen? Nochmal kurz die Abschnitte für den Überblick.
- Zuerst geht die OHL auf die USA zu. Dann gibt’s den Kieler Matrosenaufstand.
- Drittens die Ausrufung der Republik. Danach Übergangsregierung und Ebert-Groener-Pakt.
- Dann der Reichsrätekongress. Zuletzt Spartakusaufstand und Fazit.
- Ganz ehrlich, ihr müsst da auch nicht jedes Detail können. Macht euch kein Stress und freut euch lieber auf die Party nach dem Abi.
- Wenn ihr bock auf noch mehr Videos habt findet ihr die auf der Lernplattform! Tschüssi und bis bald!
Zum Nachlesen
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