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Das Deutsche Reich vor der Einigung - Deutscher Bund und Flickenteppich
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- Moinsen und willkommen, wir machen hier die Einigung von Deutschland. Heute schauen wir uns die Ausgangslage an.
- Es geht darum, was auf dem deutschen Gebiet los war, bevor es 1871 zum Deutschen Reich wurde.
- Stichwort Deutscher Bund. Ab geht’s!
- ^-^ Wir haben die Zeit nach der Märzrevolution.
- So 1850 bis 1866. Bei der Märzrevolution von 1848 war der Versuch gescheitert, die deutschen Staaten zu vereinigen.
- Aber was heißt das jetzt, deutsche Staaten. Deutschland als einen Staat gibt es noch nicht.
- Nur viele kleine Fürstentümer und freie Städte. Außerdem das große Preußen und das große Österreich.
- Nach der Niederschlagung der Märzrevolution existiert nur der Deutsche Bund. Den gab es schon seit 1815, und als die Märzrevolution gescheitert ist, wurde der Deutsche Bund wiederhergestellt.
- Auf der Karte seht ihr welche Gebiete zum Deutschen Bund dazugehören. Zum Deutschen Bund gehören zum einen die beiden Großmächte Preußen und Österreich.
- Da gibt es aber eine Besonderheit. Es gehören nur die Teile von Preußen und Österreich zum Deutschen Bund, die vorher
- schon Teil des Heiligen Römischen Reiches gewesen sind. Das könnt ihr auch auf der Karte sehen, dass nur Teile von Preußen und Österreich dazugehören.
- Außerdem gehören zum Deutschen Bund viele kleinere Königreiche, Fürstentümer und freie Städte dazu.
- Merkt euch die als Klein- und Mittelstaaten. Das wird auch Flickenteppich genannt.
- Weil man halt lauter kleine Staaten hat, wie Flicken, das sieht man auch ein bisschen auf der Karte.
- An sich war der Deutsche Bund ein lockerer Staatenbund. Es gab einen Bundestag, das war eine ständige Versammlung von Vertretern von allen Mitgliedsstaaten.
- In der Zeit nach der Märzrevolution wurde der Deutsche Bund auch benutzt um die Ergebnisse der Revolution rückgängig zu machen.
- Die Mitglieder im Deutschen Bund haben den also benutzt, um sich gegenseitig dabei zu helfen, die Opposition zu bekämpfen und die alte Ordnung zu sichern.
- Jetzt kommen wir noch zu einer wichtigen Sache, und zwar dem Preußisch-Österreichischen Dualismus.
- Das bedeutet, dass die beiden Großmächte Preußen und Österreich oft aufeinanderprallen, weil sie unterschiedliche politische Ziele haben.
- Auf der einen Seite gibt es Preußen. Die haben das liberalkonservative kleindeutsche Konzept.
- Das bedeutet, Preußen will ein „kleines“ Deutschland, zu dem Österreich nicht dazugehört. Dadurch will Preußen Hegemonie auf den deutschen Gebieten erreichen, es kommt gut, wenn ihr
- da in der Klausur das Fremdwort hinschreibt. Hegemonie bedeutet Vorherrschaft.
- Auf der anderen Seite gibt es Österreich. Österreich will eine großdeutsche Lösung, das heißt, dass das gesamte österreichische
- Staatsgebiet in den Deutschen Bund aufgenommen wird. Nach der Märzrevolution war es so, dass Preußen Österreich aus dem Deutschen Bund verdrängen
- wollte. Andere Großmächte, vor allem Russland, haben dann aber Druck gemacht und gesagt „nene
- so nicht, ihr nehmt Österreich schön wieder mit rein“. Deswegen ist Österreich auch nach der Märzrevolution im Deutschen Bund drin, wie ihr oben schon
- auf der Karte gesehen habt. Es war aber so, dass der politische Spielraum im Deutschen Bund einfach zu klein war für
- die zwei Großmächte. Auf der einen Seite fühlten sich viele Klein- und Mitteldeutsche Staaten eher Österreich
- zugehörig. Auf der anderen Seite war Preußen wirtschaftlich und militärisch stärker.
- Das war wichtig, um Frankreich in Schach zu halten. Es wird also ordentlich um den Führungsanspruch im Deutschen Bund gestritten.
- In den deutschen Gebieten wurde der Nationalismus bis 1866 immer stärker. Das bedeutet, immer mehr Menschen wollten, dass es einen deutschen Staat gibt.
- Das hat wieder den Dualismus zwischen Österreich und Preußen angetrieben, denn wenn es schon einen Deutschen Staat geben sollte, dann wollte Preußen die kleindeutsche Lösung ohne Österreich.
- Vor allem Otto von Bismarck wollte das Mächteverhältnis in Deutschland zugunsten von Preußen verändern und die Hegemonie von Preußen sichern.
- In den nächsten Videos erklären wir wer Bismarck genau war. Außerdem wird der preußisch-österreichische Dualismus eskalieren, es gibt also Krieg.
- Was müsst ihr aus dem Video mitnehmen? Bei der Märzrevolution war der Versuch gescheitert, Deutschland als Staat zu einigen.
- Deswegen gab es bis 1866 nur den Deutschen Bund. Darin waren Preußen, Österreich, und die Klein- und Mittelstaaten.
- Im Deutschen Bund gibt es aber den preußisch-österreichischen Dualismus. Die beiden Großmächte haben unterschiedliche politische Ziele und prallen immer wieder
- aufeinander. Preußen verfolgt das kleindeutsche Konzept, und Österreich verfolgt die großdeutsche
- Lösung. Außerdem kommts zu einem steigenden deutschen Nationalismus, was wieder die Frage stellt:
- Kleindeutsch unter Preußen, oder Großdeutsch mit Österreich. Nice Leute wir sind durch!!
- In den nächsten Videos geht’s weiter, aber jetzt gönnt euch erstmal n leckeres Eis! Bis denne!
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