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Das Deutsche Reich vor der Einigung - Deutscher Bund und Flickenteppich

Geschichte - simpleclub5:15 457.054 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
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  1. Moinsen und willkommen, wir machen hier die Einigung von Deutschland. Heute schauen wir uns die Ausgangslage an.
  2. Es geht darum, was auf dem deutschen Gebiet los war, bevor es 1871 zum Deutschen Reich wurde.
  3. Stichwort Deutscher Bund. Ab geht’s!
  4. ^-^ Wir haben die Zeit nach der Märzrevolution.
  5. So 1850 bis 1866. Bei der Märzrevolution von 1848 war der Versuch gescheitert, die deutschen Staaten zu vereinigen.
  6. Aber was heißt das jetzt, deutsche Staaten. Deutschland als einen Staat gibt es noch nicht.
  7. Nur viele kleine Fürstentümer und freie Städte. Außerdem das große Preußen und das große Österreich.
  8. Nach der Niederschlagung der Märzrevolution existiert nur der Deutsche Bund. Den gab es schon seit 1815, und als die Märzrevolution gescheitert ist, wurde der Deutsche Bund wiederhergestellt.
  9. Auf der Karte seht ihr welche Gebiete zum Deutschen Bund dazugehören. Zum Deutschen Bund gehören zum einen die beiden Großmächte Preußen und Österreich.
  10. Da gibt es aber eine Besonderheit. Es gehören nur die Teile von Preußen und Österreich zum Deutschen Bund, die vorher
  11. schon Teil des Heiligen Römischen Reiches gewesen sind. Das könnt ihr auch auf der Karte sehen, dass nur Teile von Preußen und Österreich dazugehören.
  12. Außerdem gehören zum Deutschen Bund viele kleinere Königreiche, Fürstentümer und freie Städte dazu.
  13. Merkt euch die als Klein- und Mittelstaaten. Das wird auch Flickenteppich genannt.
  14. Weil man halt lauter kleine Staaten hat, wie Flicken, das sieht man auch ein bisschen auf der Karte.
  15. An sich war der Deutsche Bund ein lockerer Staatenbund. Es gab einen Bundestag, das war eine ständige Versammlung von Vertretern von allen Mitgliedsstaaten.
  16. In der Zeit nach der Märzrevolution wurde der Deutsche Bund auch benutzt um die Ergebnisse der Revolution rückgängig zu machen.
  17. Die Mitglieder im Deutschen Bund haben den also benutzt, um sich gegenseitig dabei zu helfen, die Opposition zu bekämpfen und die alte Ordnung zu sichern.
  18. Jetzt kommen wir noch zu einer wichtigen Sache, und zwar dem Preußisch-Österreichischen Dualismus.
  19. Das bedeutet, dass die beiden Großmächte Preußen und Österreich oft aufeinanderprallen, weil sie unterschiedliche politische Ziele haben.
  20. Auf der einen Seite gibt es Preußen. Die haben das liberalkonservative kleindeutsche Konzept.
  21. Das bedeutet, Preußen will ein „kleines“ Deutschland, zu dem Österreich nicht dazugehört. Dadurch will Preußen Hegemonie auf den deutschen Gebieten erreichen, es kommt gut, wenn ihr
  22. da in der Klausur das Fremdwort hinschreibt. Hegemonie bedeutet Vorherrschaft.
  23. Auf der anderen Seite gibt es Österreich. Österreich will eine großdeutsche Lösung, das heißt, dass das gesamte österreichische
  24. Staatsgebiet in den Deutschen Bund aufgenommen wird. Nach der Märzrevolution war es so, dass Preußen Österreich aus dem Deutschen Bund verdrängen
  25. wollte. Andere Großmächte, vor allem Russland, haben dann aber Druck gemacht und gesagt „nene
  26. so nicht, ihr nehmt Österreich schön wieder mit rein“. Deswegen ist Österreich auch nach der Märzrevolution im Deutschen Bund drin, wie ihr oben schon
  27. auf der Karte gesehen habt. Es war aber so, dass der politische Spielraum im Deutschen Bund einfach zu klein war für
  28. die zwei Großmächte. Auf der einen Seite fühlten sich viele Klein- und Mitteldeutsche Staaten eher Österreich
  29. zugehörig. Auf der anderen Seite war Preußen wirtschaftlich und militärisch stärker.
  30. Das war wichtig, um Frankreich in Schach zu halten. Es wird also ordentlich um den Führungsanspruch im Deutschen Bund gestritten.
  31. In den deutschen Gebieten wurde der Nationalismus bis 1866 immer stärker. Das bedeutet, immer mehr Menschen wollten, dass es einen deutschen Staat gibt.
  32. Das hat wieder den Dualismus zwischen Österreich und Preußen angetrieben, denn wenn es schon einen Deutschen Staat geben sollte, dann wollte Preußen die kleindeutsche Lösung ohne Österreich.
  33. Vor allem Otto von Bismarck wollte das Mächteverhältnis in Deutschland zugunsten von Preußen verändern und die Hegemonie von Preußen sichern.
  34. In den nächsten Videos erklären wir wer Bismarck genau war. Außerdem wird der preußisch-österreichische Dualismus eskalieren, es gibt also Krieg.
  35. Was müsst ihr aus dem Video mitnehmen? Bei der Märzrevolution war der Versuch gescheitert, Deutschland als Staat zu einigen.
  36. Deswegen gab es bis 1866 nur den Deutschen Bund. Darin waren Preußen, Österreich, und die Klein- und Mittelstaaten.
  37. Im Deutschen Bund gibt es aber den preußisch-österreichischen Dualismus. Die beiden Großmächte haben unterschiedliche politische Ziele und prallen immer wieder
  38. aufeinander. Preußen verfolgt das kleindeutsche Konzept, und Österreich verfolgt die großdeutsche
  39. Lösung. Außerdem kommts zu einem steigenden deutschen Nationalismus, was wieder die Frage stellt:
  40. Kleindeutsch unter Preußen, oder Großdeutsch mit Österreich. Nice Leute wir sind durch!!
  41. In den nächsten Videos geht’s weiter, aber jetzt gönnt euch erstmal n leckeres Eis! Bis denne!

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