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Koscher. Was steckt dahinter?

Islam-Unterricht4:39 37 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 31 Zeilen
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  1. Habt ihr euch eigentlich schon mal so richtig Gedanken über euer Essen gemacht? Also, ich meine wirklich, denn Essen, das ist ja so viel mehr als
  2. einfach nur satt werden. Es ist Gemütlichkeit, es sind Feste, es sind Traditionen, die wir mit den Menschen teilen, die wir gern haben. Überleg doch
  3. mal, ein riesiges Familienfest, euer Geburtstag oder einfach nur ein gemütliches Abendessen mit Freunden? Das Essen bringt uns zusammen. Wir
  4. quatschen, erzählen Geschichten und schaffen Momente, an die wir uns ewig erinnern. So wird der Esstisch zu einem Ort, wo wir uns richtig verbunden
  5. fühlen. Und genau, weil Essen so eine wichtige Rolle spielt, gibt es in manchen Kulturen und Religionen auch ganz spezielle Regeln dafür. Also
  6. Regeln, die ganz genau festlegen, was man essen darf und wie man es zubereiten sollte. Und heute, da schauen wir uns mal eine ganz bestimmte Sammlung von
  7. diesen Regeln genauer an. Also gut, seid ihr bereit? Wir begeben uns jetzt auf eine kleine Entdeckungsreise und finden zusammen heraus, was dieses Wort Koser
  8. denn nun eigentlich genau bedeutet. Und hier ist auch schon die Antwort. Koscha ist ein Wort aus der hebräischen Sprache und es bedeutet so viel wie geeignet,
  9. passend oder in Ordnung. Wenn also Essen koscher ist, dann heißt das ganz einfach: "Hey, das ist nach den jüdischen Speiseregeln erlaubt, das darf
  10. man essen." So, eine der allerersten und wichtigsten Fragen ist natürlich: Welche Tiere darf man denn überhaupt essen? Lasst uns diese Regel mal genauer unter
  11. die Lupe nehmen. Das ist echt spannend, wie genau das aufgeteilt wird. Also an Land sind z.B. Kühekoscher. Und warum? Weil sie zwei Dinge erfüllen müssen. Sie
  12. brauchen gespaltene Hufe und sie müssen Wiederkeuer sein. Ein Schwein z.B., das hat zwar gespaltene Hufe, ist aber kein Wiederkeuer und damit eben nicht
  13. koscher. Und im Wasser ganz ähnliches Prinzip: Fische sind nur dann koscher, wenn sie Flossen und Schuppen haben. Eine Krabbe oder Muscheln fallen da also
  14. raus. Und bei den Vögeln, da sind z.B. Hühner erlaubt. Okay, jetzt wo wir wissen, welche Tiere erlaubt sind, kommt direkt die nächste super wichtige Regel.
  15. Und bei der geht es ums Mischen von bestimmten Lebensmitteln. Stellt euch mal einen richtig leckeren saftigen Burger vor. Das Fleischpetty darin, das
  16. ist logischerweise eine fleischige Speise und dazu vielleicht einen total cremigen Milchshake. Der wird aus Milch gemacht, ist also klar eine milchige
  17. Speise. Und jetzt kommt der Clue. In einer koscheren Küche dürfen diese beiden niemals, wirklich niemals zusammenkommen. Fleischiges und
  18. milchiges werden super streng getrennt. Heißt also, ein Cheeseburger ist nicht koser, weil da ja Fleisch und Käse gemischt werden. Witzigerweise gibt es
  19. aber auch neutrale Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Die nennt man Parve. Die darf man sowohl mit Fleisch als auch mit Milchprodukten essen. Aber Fleisch und
  20. Milch direkt zusammen, absolutes No Trennung, die hört nicht auf dem Teller auf. Nee, nee, die geht in der ganzen Küche weiter. Stellt euch das mal vor.
  21. In einer koscheren Küche gibt es oft alles doppelt. Ein komplettes Set Teller und Besteck nur für Fleischgerichte und ein völlig anderes Set nur für
  22. Milchprodukte. Sogar beim Spülen wird darauf geachtet, dass ich die beiden Sachen nicht berühren. Ziemlich gut durchdacht, was so und jetzt fragt ihr
  23. euch bestimmt: "Puh, das klingt aber ganz schön kompliziert. Warum macht man das Ganze überhaupt? Lass uns mal gucken, welche tiefere Bedeutung
  24. dahinter steckt." Und genau das ist der entscheidende Punkt. Für viele Jüden und Juden sind diese Regeln keine nervige Aufgabe. Es ist viel mehr eine Art,
  25. jeden einzelnen Tag ihren Glauben zu leben. Damit zeigen sie ihre Verbindung zu Gott und zu ihrer langen Geschichte. Es ist eine Art, achtsam durch den
  26. Alltag zu gehen und die eigene Tradition wertzuschätzen. Also, was haben wir heute gelernt? Fassen wir mal ganz schnell zusammen.
  27. Erstens, Koscha heißt so viel wie erlaubt oder richtig nach den jüdischen Regeln. Zweitens, es gibt ganz klare Vorgaben, welche Tiere man essen darf.
  28. Drittens, und das ist eine der wichtigsten Regeln, Fleisch und Milch werden immer streng getrennt. Und viertens, das alles ist ein total
  29. wichtiger Teil des jüdischen Glaubens und ihrer Tradition. Und jetzt seid ihr dran. Denkt doch mal einen Moment drüber nach. Gibt es bei euch zu Hause
  30. vielleicht auch ganz besondere Gerichte, die immer an Feiertagen auf den Tisch kommen oder bestimmte Traditionen beim Essen, die in eurer Familie total
  31. wichtig sind? Ihr seht, Essen verbindet uns alle auf eine ganz besondere Art. Danke, dass ihr dabei wart.

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