Zum Inhalt springen

Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Territorialstaat: Herrschaft über Gebiete verstehen

Du lernst, wie Herrschaft über Gebiete entstand, welche Rolle persönliche Bindungen spielten und warum ein Herrschaftsanspruch noch keine Durchsetzung beweist.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Territorialstaat: Herrschaft über Gebiete verstehen

Kurz gesagt

Ein Territorialstaat knüpft Herrschaft vor allem an ein Gebiet und dessen Bevölkerung. Regeln sollen innerhalb dieses Gebiets gelten. Persönliche Verpflichtungen und andere Rechte konnten dabei weiterbestehen.

Für wen soll eine Regel gelten: für die Bewohner eines Gebiets oder für Menschen, die einem Herrn persönlich verpflichtet sind? Diese Frage hilft dir, unterschiedliche Formen von Herrschaft zu verstehen. Dabei musst du auch prüfen, ob eine verlangte Regel tatsächlich durchgesetzt wurde.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Territorialstaat knüpft Herrschaft vor allem an ein bestimmtes Gebiet und dessen Bevölkerung. Ein Herrscher beansprucht, dass seine Regeln innerhalb dieses Gebiets gelten sollen. Das Wort „Territorium“ bedeutet Gebiet.

Diesen Bezug auf ein Gebiet nennt man Territorialitätsprinzip. Es beschreibt zunächst, für welchen Raum Regeln gelten sollen. Ob die Regeln dort tatsächlich durchgesetzt werden, ist eine weitere Frage.

Definition

Territorialstaat

Eine Form von Herrschaft, bei der vor allem ein Gebiet und dessen Bevölkerung im Mittelpunkt stehen.

Beispiel: Beispieltext, ausgedacht: eine Regel für ein Gebiet

  1. 1Ein Herrscher erklärt: Seine neue Regel soll für alle Bewohner seines Gebiets gelten.
  2. 2Der Anspruch bezieht sich auf ein Gebiet und dessen Bevölkerung.
  3. 3Damit ist noch nicht bewiesen, dass die Regel überall befolgt wird.

Teste dich

LeichtWoran knüpft Herrschaft im Territorialstaat vor allem an?

Alles auf einen Blick

Territorialstaat

  • Gebiet

    Ein Territorialstaat knüpft Herrschaft vor allem an ein Gebiet und dessen Bevölkerung.

  • Personen

    Beim Personenverbandsstaat stehen persönliche Bindungen und Rechte gegenüber Personen im Mittelpunkt.

  • Nebeneinander

    Gebietsbezogene Herrschaft und persönliche Verpflichtungen konnten zusammen bestehen.

  • Ausbau

    Das Bündeln von Rechten und die Verwaltung von Gebieten stärkten territoriale Herrschaft.

  • Durchsetzung

    Ein Anspruch auf Herrschaft beweist noch nicht, dass die verlangten Regeln umgesetzt wurden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Berns Streit mit den Gerichtsherren erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre an Bern 1469–1471, warum ein Herrschaftsanspruch noch keine Durchsetzung beweist.
  2. 2Anspruch bestimmen: Die Stadt wollte ihre übergeordnete Herrschaft ausbauen.
  3. 3Gegenüber benennen: Örtliche Gerichtsherren verteidigten ihre eigenen Rechte.
  4. 4Verlauf beachten: Nach Konflikten kam es zu Vermittlung und einem neuen Vertrag.
  5. 5Ergebnis formulieren: Bern musste sich mit anderen Inhabern von Rechten auseinandersetzen. Der Anspruch allein beweist deshalb noch keine Durchsetzung.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu persönlichen Verpflichtungen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Territoriale Herrschaft wurde seit dem durch das Bündeln verschiedener Rechte ausgebaut. In Bern wollte 1469–1471 eine ihre übergeordnete Herrschaft ausbauen. Eine gedachte Regel nur für Menschen, die einem Herrn persönlich verpflichtet sind, passt zum Denkmodell .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Territorialstaat

LeichtWelche Aufgabe hatten Kanzleien beim Ausbau territorialer Herrschaft?
MittelWarum nennt man Territorialstaat und Personenverbandsstaat Denkmodelle?
SchwerBeispieltext, ausgedacht: Ein Schüler will anhand schriftlich festgehaltener Rechte untersuchen, wie wirksam eine Herrschaft war. Welcher Arbeitsplan passt?

Weiterlesen in Geschichte