Englisch · Klasse 7–8 · aktualisiert
Englische Textsorten: Aufbau, Stil und Beispiele
Du vergleichst englische Textsorten nach Zweck, Adressat, Aufbau und Stil und wählst das passende Format für eine Aufgabe.
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Kurz gesagt
Englische Textsorten unterscheiden sich durch Zweck, Adressat, Aufbau und Stil. Eine Summary gibt Inhalte sachlich wieder, eine Review bewertet ein Werk, und ein Report ordnet Informationen zu einem Auftrag. Lies die Aufgabe und wähle danach Format und Ton.
Englische Textsorten unterscheiden sich vor allem durch Zweck, Adressat, Aufbau und Stil. Bevor du losschreibst, klärst du deshalb: Wen sprichst du an, was soll dein Text erreichen und welche Form verlangt die Aufgabe? Auf dieser Seite lernst du, häufige Textsorten zu unterscheiden, passende Bausteine auszuwählen und deinen eigenen Text gezielt zu überprüfen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Das Thema allein bestimmt die Textsorte nicht. Über denselben Film kannst du eine sachliche Summary, eine bewertende Review oder einen persönlichen Blog post schreiben. Prüfe zuerst die verlangte Textsorte. Kläre dann Zweck, Adressat, Inhaltspunkte und besondere Form. Sollst du informieren, bewerten, überzeugen, unterhalten oder um etwas bitten? Brauchst du einen Titel, Zwischenüberschriften, eine Anrede oder Benutzerdaten?
Der Adressat ist die Person oder Gruppe, für die du schreibst. Der Zweck sagt, was der Text leisten soll. Eine formelle Anfrage an ein Unternehmen nennt den Anlass früh und bittet höflich. Ein Article für Jugendliche darf mit „you“ ansprechen oder eine rhetorische Frage stellen. Einleitung, Hauptteil und Schluss helfen bei vielen Texten; ihre Aufgaben hängen aber von der Textsorte ab. Im Hauptteil entwickelt jeder Absatz einen Hauptpunkt. Ein Topic Sentence nennt ihn oft zuerst. Danach folgen Erklärung, Beispiel, Fakt oder Argument. Für Reihenfolge passen etwa „To begin with“, „First“, „Next“ und „Finally“. „Moreover“, „Furthermore“ und „In addition“ ergänzen etwas; „However“, „On the other hand“ und „Although“ zeigen einen Gegensatz. „Therefore“ und „Hence“ zeigen eine Folge. Nutze Übergänge nach ihrer Bedeutung. Der Schluss kann eine Folgerung, Empfehlung, Bitte, Frage oder praktische Angabe bieten. Neue Hauptargumente gehören nicht erst dorthin.
Merke: Nicht nur das Thema bestimmt deinen Text. Dieselbe Information klingt in einem Bericht an eine Schulleitung anders als in einem Blogbeitrag für Gleichaltrige.
Beispiel: Besuch bei einem Unternehmen planen
- 1Passende Entscheidung: Du schreibst eine formelle E-Mail. Dein Zweck ist, um Erlaubnis zu bitten und den Nutzen des Besuchs zu erklären. Deshalb brauchst du eine passende Anrede, einen klaren Betreff, getrennte Absätze und eine höfliche Handlungsbitte.
- 2Ein privater Blog post wäre unpassend: Er erreicht nicht den zuständigen Adressaten und erfüllt die erwarteten Konventionen nicht.
Beispiel: Schulwege mit dem Fahrrad
- 1Topic sentence: „Cycling to school can improve students' daily routine.“
- 2Erklärung: „It provides regular exercise and may reduce short car journeys.“
- 3Übergang zum nächsten Punkt: „However, safe cycle paths are necessary.“
- 4Der erste Satz nennt den Absatzfokus. Die folgenden Sätze erklären und begrenzen die Aussage.
Teste dich
Die Merkmale sind typische schulische Muster. Die genaue Aufgabe entscheidet. Ein Article richtet sich oft an viele Lesende: Titel, interessanter Einstieg, fokussierte Absätze und ein Schluss mit Zusammenfassung oder Denkanstoß passen. Je nach Zielgruppe sind direkte Ansprache und rhetorische Fragen möglich. Ein Report beantwortet einen Auftrag, ordnet Fakten oder Ergebnisse und kann eine Situation bewerten. Seine Einleitung nennt Zweck und, wenn nötig, die Datengrundlage. Er endet häufig mit Empfehlungen, wenn der Auftrag sie verlangt; diese leitest du aus den Ergebnissen ab. „To“, „From“ und „Date“ sowie Zwischenüberschriften nutzt du nur, wenn das Format sie verlangt. Eine formelle E-Mail oder ein Brief nennt Betreff, Anrede, Schreibgrund, einen Absatz je Hauptpunkt, Bitte und Schlussformel. Bei unbekanntem Namen passt häufig „Dear Sir or Madam“ zu „Yours faithfully“; bei bekanntem Namen „Dear Ms Brown“ zu „Yours sincerely“. In schulischen formellen Schreiben sind „do not“ und „will not“ statt Kurzformen eine sichere Wahl.
Zu einem schulischen Blog post gehören meist Titel, Benutzername sowie Datum und Uhrzeit; eine Frage am Ende kann zur Diskussion einladen. Ein Blog comment reagiert auf einen Beitrag, braucht meist keinen eigenen Titel und darf begründete Meinung enthalten. Ein Leaflet informiert oder wirbt knapp mit Titel, Untertiteln, kurzen Abschnitten, überzeugenden Angaben und gegebenenfalls praktischen Angaben wie Ort, Zeit, Kosten oder Kontakt. Eine Summary verdichtet einen Ausgangstext sachlich, in eigenen Worten und meist im Simple Present; sie enthält keine eigene Meinung. Ihre Einleitung nennt Titel, Autorin oder Autor und Hauptaussage, soweit diese Angaben vorliegen. Eine Review stellt Buch oder Film kurz und ohne unnötige Spoiler vor, bewertet begründet und empfiehlt oder lehnt begründet ab.
Merke: Summary: Kernaussagen sachlich wiedergeben. Review: Werk vorstellen und begründet bewerten. Eine Review darf eine eigene Meinung enthalten; eine Summary nicht.
Definition
Textsorte
Eine Textsorte ist eine Form des Schreibens mit einem bestimmten Zweck und typischen Merkmalen. Aufgabe und Leserschaft bestimmen, welche Form passt.
Teste dich
Der Formalitätsgrad hängt von Anlass und Zielgruppe ab. Formeller Stil passt etwa zu einer Bewerbung, einer Beschwerde oder einem Bericht an eine Autoritätsperson. Formuliere höflich und genau, verwende meist volle Formen statt Kurzformen und ordne den Text in klare Absätze. Beispiel: „I would appreciate it if you could send me further information.“
Neutraler Stil passt zu einer Summary und vielen sachlichen Darstellungen. Wähle präzise Wörter, verbinde Gedanken nachvollziehbar und konzentriere dich auf Fakten und Kernaussagen. Beispiel: „The article explains how technology affects everyday communication.“ Informeller Stil kann für private Nachrichten oder persönliche Blogbeiträge passen. Du darfst Erfahrungen nennen und Lesende direkt ansprechen; der Text bleibt trotzdem klar und geordnet.
Suche passende statt möglichst schwierige Wörter. „Excellent“ kann genauer sein als „very good“; „exhausted“ ist stärker als „quite tired“. Wähle das stärkere Wort nur, wenn du es wirklich meinst. „Tired“ und „exhausted“ bedeuten nicht dasselbe.
Beispiel: Ton einer formellen Anfrage
- 1Unpassend in einer formellen Anfrage: „Hey, can you send me some stuff about the course?“
- 2Passender: „I am writing to request further information about the course.“
- 3Die zweite Fassung nennt den Zweck genau und wahrt einen höflichen Ton.
Teste dich
Markiere in der Aufgabe Textsorte, Adressat, Zweck, Inhaltspunkte und Formvorgaben. Plane dann die besonderen Bausteine: Eine formelle E-Mail braucht Anrede und Schlussformel, ein Article einen Titel, ein Report gegebenenfalls Zwischenüberschriften. Gib jedem Hauptpunkt einen Absatz mit Kernaussage und passenden Details. Schreibe zuerst klar, setze dann sinnvolle Übergänge und genauere Wörter ein. Unterschiedlich lange Sätze können den Lesefluss verbessern, wenn sie grammatisch sicher bleiben.
Prüfe anschließend Zweck, Stil, Inhaltspunkte, Formteile, Absatzschwerpunkte und Schluss. Frage auch, ob dein Englisch stimmt. Die Übung im Kasten zeigt einen Plan für eine Summary: Titel und Autor nennen, jedes Detail nacherzählen, eigene Meinung ergänzen, Simple Present verwenden. Finde die beiden unpassenden Schritte selbst. Die Nacherzählung aller Details und die eigene Meinung musst du streichen. Titel und Autor nennst du, soweit sie vorliegen; Simple Present ist die übliche Zeitform.
Beispiel: Schreibe eine Review zu einem Film für die Schülerzeitung.
- 1Plan:
- 2Titel der Review
- 3Grundangaben zum Film
- 4kurze, spoilerarme Inhaltsübersicht
- 5Bewertung mit Gründen und Beobachtungen
- 6Empfehlung für eine bestimmte Zielgruppe
- 7Kontrolle: Eine reine Nacherzählung wäre noch keine Review, weil die begründete Bewertung fehlt.
Beispiel: Welche Schritte im Summary-Plan passen nicht?
- 1Titel und Autor nennen, wenn sie im Ausgangstext stehen.
- 2Jedes Detail in der Reihenfolge des Originals wiederholen.
- 3Die eigene Meinung zu den Aussagen ergänzen.
- 4Im Simple Present schreiben.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Textsorten
Auswahl
Zweck, Adressat und Auftrag prüfen
Aufbau
Einleitung, Absätze und Schluss anpassen
Informieren
Summary und Report unterscheiden
Bewerten
Review mit Belegen schreiben
Öffentlichkeit
Article, Blog post und Leaflet erkennen
Prüfen
Format, Stil, Inhalt und Sprache kontrollieren
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Die Textsorte für eine Filmaufgabe wählen
- 1Auftrag: Stelle einen Film für die Schülerzeitung vor und bewerte ihn.
- 2Textsorte: Review, denn eine reine Summary enthält keine eigene Bewertung.
- 3Plan: Werkdaten, kurze spoilerarme Inhaltsübersicht, Urteil mit Beleg und Empfehlung.
- 4Kontrolle: Jede Bewertung muss zu einer Beobachtung am Werk passen.
Fehler finden
Einen Review-Plan prüfen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Die dritte Zeile plant eine Nacherzählung statt einer Bewertung. Ersetze sie durch: „Stärken und Schwächen mit Beobachtungen und Wirkung beurteilen.“
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Eine gibt Kernaussagen ohne eigene Meinung wieder. Eine bewertet ein Werk begründet. Ein ordnet Ergebnisse zu einem konkreten Auftrag.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback