Deutsch · Klasse 1–2 · aktualisiert
Selbstlaute (Vokale): erkennen und unterscheiden
Selbstlaute sind a, e, i, o und u. Du lernst, sie in Wörtern zu finden, kurz und lang zu hören und Umlaute sowie Zwielaute zu erkennen.
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Kurz gesagt
Selbstlaute (Vokale) sind die Laute a, e, i, o und u. Du kannst sie allein sprechen, die Luft strömt dabei frei aus dem Mund. Dazu kommen die Umlaute ä, ö, ü und Zwielaute wie au oder ei. Ein Selbstlaut klingt kurz wie in „Bett“ oder lang wie in „Beet“.
Die fünf Grundselbstlaute sind a, e, i, o und u. Du kannst sie allein sprechen. Deshalb heißen sie Selbstlaute oder Vokale. Auf dieser Seite lernst du, sie in Wörtern zu finden, als kurz oder lang zu hören und von Umlauten sowie Zwielauten zu unterscheiden.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Wenn du a, e, i, o oder u sprichst, strömt die Luft ohne deutliche Sperre aus dem Mund. Die Laute klingen für sich. In einem Wort können mehrere Selbstlaute stehen: „Hand“ enthält a, „Katze“ a und e, „Lehrerin“ e, e und i, „Banane“ a, a und e. Buchstaben wie b, m, n oder t heißen Mitlaute oder Konsonanten. Sprichst du ihren Buchstabennamen, hörst du meist einen Vokal dazu: be, em, en, te.
Definition
Selbstlaut
Ein Selbstlaut ist ein Vokal. Die fünf Grundvokale werden mit den Buchstaben a, e, i, o und u geschrieben.
Beispiel: Suche die Selbstlaute in „Insel“.
- 1Sprich das Wort langsam: „In-sel“.
- 2Achte auf die klingenden Stellen.
- 3Du hörst und siehst i und e.
- 4In „Insel“ sind i und e die Selbstlaute.
Teste dich
Ein Laut ist das, was du beim Sprechen hörst. Ein Buchstabe ist ein Schriftzeichen, das du liest oder schreibst. Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Beispiel: Laute und Buchstaben in „Boot“
- 1Das Wort hat vier Buchstaben: B – o – o – t.
- 2Beim Sprechen hörst du drei Laute: B – oo – t.
- 3Die zwei o stehen gemeinsam für einen Laut: ein langes o.
Merke: Buchstaben kannst du sehen und schreiben. Laute kannst du hören und sprechen. Mehrere Buchstaben können gemeinsam einen Laut darstellen.
Teste dich
Ein Vokal kann kurz oder lang klingen. Das erkennst du zuerst durch genaues Hören: Das e in „Bett“ klingt knapp, das e in „Beet“ gedehnt. Das i in „Insel“ ist kurz, das i in „Igel“ lang. Die Schreibung gibt dir oft Hinweise. Die Tabelle zeigt sie dir.
Beispiel: Vergleiche „Bett“ und „Beet“.
- 1Sprich beide Wörter deutlich.
- 2Halte beim Wort „Beet“ das e etwas länger: „Beeet“.
- 3Beim Wort „Bett“ endet das kurze e schnell.
- 4Die Vokallänge unterscheidet hier sogar zwei Wörter mit verschiedener Bedeutung.
Merke: Doppelkonsonanten sind ein Hinweis auf einen kurzen Vokal davor. Sie machen aber nicht den Konsonanten kurz. Höre auf den vorausgehenden Vokal.
| Hinweis in der Schreibung | Beispiele | Vokal |
|---|---|---|
| mehrere Mitlautbuchstaben danach | Bett, Ball, Mund | oft kurz |
| ie | Biene | lang |
| aa, ee, oo | Haar, See, Boot | lang |
| Dehnungs-h | Bahn, wohnen, Stuhl | lang |
| kein Zeichen | Blume, Regen | kann trotzdem lang sein |
Teste dich
Neben den fünf Grundvokalen gibt es die Umlaute ä, ö und ü. Sie sind aus a, o und u entstanden. Du findest sie oft in Mehrzahlformen: „Rad – Räder“, „Sohn – Söhne“, „Nuss – Nüsse“. Auch Zwielaute gehören zu den Vokalen, zum Beispiel in „Haus“, „Leiter“, „Mais“, „Eule“ und „Mäuse“. Aber nicht jedes Paar von Vokalbuchstaben ist ein Zwielaut. In „Mu-se-um“ gehören e und u zu verschiedenen Silben und werden getrennt gesprochen.
Definition
Zwielaut
Ein Zwielaut, auch Doppellaut oder Diphthong genannt, wird mit zwei Vokalzeichen geschrieben. Beide werden innerhalb einer Silbe gemeinsam als ein Laut gesprochen. Häufig sind au, ei, ai, eu und äu.
Beispiel: Gehe bei einem unbekannten Wort so vor
- 1Sprich das Wort langsam und deutlich.
- 2Suche die Buchstaben a, e, i, o und u sowie ä, ö und ü.
- 3Prüfe, ob zwei Vokalzeichen gemeinsam einen Zwielaut bilden.
- 4Höre bei einem einzelnen Vokal: Klingt er kurz oder lang?
- 5Nutze Schreibhinweise wie Doppelkonsonant, ie, Doppelvokal oder Dehnungs-h zur Kontrolle.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Selbstlaute (Vokale)
Grundvokale
a, e, i, o, u
Umlaute
ä, ö, ü
Zwielaute
au, ei, ai, eu, äu
Laut und Buchstabe
Laute hörst du, Buchstaben siehst du
Vokallänge
kurz wie in Bett, lang wie in Beet
Schreibhinweise
mehrere Mitlautbuchstaben für kurz; ie, aa, ee, oo, Dehnungs-h für lang
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Untersuche „Haus“, „Käfer“, „Biene“ und „Bett“.
- 1„Haus“: au ist ein Zwielaut.
- 2„Käfer“: ä ist ein Umlaut, dazu kommt ein e.
- 3„Biene“: ie steht für ein langes i, am Ende steht noch ein e.
- 4„Bett“: Das e klingt kurz. Die beiden t sind ein Hinweis darauf.
Fehler finden
Jonas bestimmt, ob der Vokal kurz oder lang klingt. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Ein langer Vokal braucht nicht immer ein Zeichen. Sprich „Ho-se“: Das o ist gedehnt. Richtig: „Hose“: Das o klingt lang, auch ohne Längenzeichen.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Die fünf Grundselbstlaute heißen . Die Buchstaben ä, ö und ü nennt man . Im Wort „Haus“ ist au ein .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback