Deutsch · Klasse 3–4 · aktualisiert
Pronomen (Fürwörter): Arten erkennen und verwenden
Ich, mein, sich, wer, jemand: Du lernst, wie Pronomen Nomen ersetzen, welche Arten es gibt und wie der Bezug klar bleibt.
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Kurz gesagt
Pronomen (Fürwörter) sind Wörter, die ein Nomen ersetzen oder darauf verweisen: „Der Hund sieht den Ball. Er holt ihn.“ Es gibt verschiedene Arten, zum Beispiel Personalpronomen (ich, du), Possessivpronomen (meins), Reflexivpronomen (sich), Interrogativpronomen (wer) und Indefinitpronomen (jemand).
Pronomen sind Wörter wie ich, sie, mein, sich, wer oder jemand. Sie ersetzen ein Nomen oder verweisen darauf. So vermeidest du unnötige Wiederholungen. Wichtig ist, dass immer eindeutig bleibt, wer oder was gemeint ist.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Pronomen ersetzen ein Nomen (Namenwort), das schon genannt wurde. Dieses Nomen heißt Bezugswort. Das Pronomen verweist auf dieses Wort. So musst du das Nomen nicht wiederholen. Pronomen machen Texte kürzer und flüssiger. Sie helfen aber nur, wenn der Bezug klar ist.
Definition
Pronomen
Ein Pronomen, auch Fürwort genannt, ersetzt ein Nomen oder verweist darauf. Manche gleich aussehenden Formen können stattdessen ein Nomen begleiten. Dann entscheidet ihre Funktion im Satz.
Beispiel: Aus „Der Hund sieht den Ball. Der Hund holt den Ball.“ wird:
- 1„Der Hund sieht den Ball. Er holt ihn.“
- 2Er bezieht sich auf „der Hund“. Ihn bezieht sich auf „den Ball“. Die Form zeigt zugleich die Aufgabe im Satz: Der Hund handelt, der Ball wird geholt.
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Es gibt verschiedene Arten von Pronomen. Du erkennst sie an ihrer Aufgabe im Satz, nicht nur am Aussehen. Personalpronomen stehen für Personen, Tiere oder Dinge: „Der Hund schläft. Er ist müde.“ Possessivpronomen zeigen, wem etwas gehört: „Dein Heft liegt hier. Meins ist noch im Rucksack.“ Reflexivpronomen zeigen auf das Subjekt zurück: „Ich ärgere mich.“ Mit Interrogativpronomen fragst du: „Wer hilft dir? Was suchst du?“ Relativpronomen hängen eine Zusatzinformation an ein Nomen: „Die Schülerin, die das Plakat gestaltet, heißt Nora.“ Demonstrativpronomen weisen betont auf etwas hin: „Von den beiden Plakaten gefällt mir dieses besser.“ Indefinitpronomen lassen offen, wer oder was gemeint ist: „Jemand hat geklopft. Niemand antwortet.“ Auch man gehört dazu: „Man kann aus Fehlern lernen.“
| Pronomenart | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Personalpronomen | steht für Personen, Tiere oder Dinge | „ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie“ |
| Possessivpronomen | zeigt Besitz oder Zugehörigkeit | „Der rote Stift ist meiner.“ |
| Reflexivpronomen | bezieht die Handlung auf das Subjekt zurück | „Ich freue mich.“ |
| Relativpronomen | leitet einen Relativsatz ein | „Das Buch, das hier liegt, gehört mir.“ |
| Demonstrativpronomen | hebt etwas besonders hervor | „Dieses gefällt mir.“ |
| Interrogativpronomen | fragt nach einer Person oder Sache | „Wer kommt? Was fehlt?“ |
| Indefinitpronomen | bezeichnet etwas Unbestimmtes oder verallgemeinert | „jemand, niemand, etwas, alle, manche“ |
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Wörter wie mein, dieser oder das können zwei Aufgaben haben. Sie können vor einem Nomen stehen und es begleiten. Dann nennt man sie auch Begleiter. Sie können ein Nomen aber auch ersetzen. Dann stehen sie allein für das Nomen. Prüfe also: Steht direkt danach ein Nomen? „Das ist mein Rucksack.“ – mein begleitet „Rucksack“. „Dein Rucksack ist blau. Meiner ist rot.“ – meiner ersetzt „Rucksack“. „Welches Buch möchtest du? Dieses.“ – dieses ersetzt „Buch“. Auch das kann verschiedene Aufgaben haben: „Das Buch ist neu.“ (Begleiter), „Das gefällt mir.“ (Pronomen), „Das Buch, das mir gefällt, ist neu.“ (Relativpronomen). Wichtig ist außerdem der Bezug: Ein Pronomen darf nicht zu zwei Wörtern passen.
Merke: Sieh nicht nur auf die Form. Prüfe ihre Aufgabe: Begleitet sie ein Nomen, ersetzt sie es, stellt sie eine Frage oder leitet sie einen Relativsatz ein?
Beispiel: Mehrdeutig: „Jonas legte das Heft neben das Buch, bevor er es einpackte.“
- 1Es kann sich auf „das Heft“ oder „das Buch“ beziehen.
- 2Eindeutig: „Jonas legte das Heft neben das Buch und packte anschließend das Heft ein.“
- 3Die Wiederholung ist hier nützlich, weil sie ein Missverständnis verhindert.
Beispiel: Gehe beim Prüfen in drei Schritten vor
- 1Markiere jedes Pronomen.
- 2Suche das gemeinte Bezugswort.
- 3Prüfe, ob noch ein anderes Wort als Bezug infrage kommt. Wenn ja, wiederhole das Nomen oder baue den Satz um.
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Viele Pronomen ändern ihre Form. Es kommt darauf an, wer spricht (Person), ob es eins oder mehrere sind (Numerus), welches Geschlecht das Nomen hat (Genus) und welche Aufgabe das Pronomen im Satz hat (Kasus, der Fall). Die vier Fälle heißen Nominativ (Wer-Fall), Genitiv (Wes-Fall), Dativ (Wem-Fall) und Akkusativ (Wen-Fall). Alle Formen von ich, du, er und den anderen findest du auf der Seite zu den Personalpronomen. Pronomen schreibst du klein: „ich, du, er, mein, jemand“. Groß schreibst du sie am Satzanfang: „Sie kommt später.“ Groß schreibst du auch die höfliche Anrede: „Haben Sie kurz Zeit? Ist das Ihre Jacke?“ Ein besonderes Pronomen ist es. Es kann ein sächliches Nomen ersetzen: „Das Auto ist neu. Es glänzt.“ Es kann aber auch ohne Bezugswort stehen: „Es regnet.“
Beispiel: „Der Trainer erklärt dem Spieler die Aufgabe. Danach lobt er den Spieler.“
- 1Ersetzt du „dem Spieler“, brauchst du den Dativ (Wem-Fall): „Der Trainer erklärt ihm die Aufgabe.“
- 2Ersetzt du „den Spieler“, brauchst du den Akkusativ (Wen-Fall): „Danach lobt er ihn.“
- 3Die Satzfunktion bestimmt also die Form.
Merke: Prüfe Pronomen immer im Satz: Funktion, Bezug, passende Form und Schreibung gehören zusammen.
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Alles auf einen Blick
Pronomen (Fürwort)
Ersatz und Verweis
Personal-, Possessiv- und Demonstrativpronomen
Satzfunktionen
Reflexiv-, Relativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen
Passung zum Satz
eindeutiges Bezugswort, richtige Form und Schreibung
Funktionsprüfung
Pronomen oder Begleiter
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Bestimme die Pronomen: „Wer hat den Radiergummi? Ich brauche ihn. Niemand antwortet.“
- 1„Wer“ fragt nach einer Person. Das ist ein Interrogativpronomen.
- 2„Ich“ steht für die Person, die spricht. Das ist ein Personalpronomen.
- 3„ihn“ ersetzt „den Radiergummi“. Auch das ist ein Personalpronomen.
- 4„Niemand“ lässt offen, wer gemeint ist. Das ist ein Indefinitpronomen.
Fehler finden
Emil bestimmt die Pronomen in: „Ich suche das Heft, das Lea mir geliehen hat. Wer hat es gesehen?“ In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Das zweite „das“ steht vor keinem Nomen, sondern leitet einen Relativsatz ein, der sich auf „Heft“ bezieht. Richtig: „das“ nach dem Komma → Relativpronomen.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
In „ Fahrrad ist neu“ begleitet die Form ein Nomen. In „Welches Fahrrad meinst du? – “ ersetzt sie das Nomen. In „Das Fahrrad, dort steht, ist neu“ leitet sie einen Relativsatz ein.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback