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Chemie · Klasse 5–13 · aktualisiert

Stoffkreisläufe einfach erklärt: Ablauf und Beispiele

Verfolge Kohlenstoff, Stickstoff und Wasser zwischen Lebewesen und Umwelt und erkläre Störungen.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Stoffkreisläufe einfach erklärt: Ablauf und Beispiele

Kurz gesagt

In Stoffkreisläufen gelangen Stoffe von einem Ort zum nächsten, etwa von der Luft in eine Pflanze. Dabei werden sie oft umgewandelt. Pflanzen bauen Stoffe auf, Tiere geben sie weiter und Zersetzer machen viele Bestandteile erneut verfügbar. Energie fließt durch das System und muss weiter zugeführt werden.

In einem Stoffkreislauf wandern Stoffe zwischen Lebewesen, Luft, Wasser und Boden. Dabei ändern sie oft ihre Form. Kohlenstoff bleibt zum Beispiel Kohlenstoff, auch wenn er Teil einer Pflanze oder eines Gases ist. Du lernst, Stoffwege und Störungen zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Lebewesen brauchen Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und andere Stoffbausteine. Davon gibt es auf der Erde nur eine begrenzte Menge. Deshalb müssen sie nach der Nutzung wieder verfügbar werden. Sie bleiben erhalten, wechseln aber Ort und Form.

Ein Speicher ist ein Ort wie Luft, See, Boden oder Pflanzenkörper. Ein Stofffluss bewegt Material zwischen Speichern: Eine Pflanze nimmt Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf. Die Mengen in Speichern können sich verändern; ein Kreislauf muss nicht schnell oder gleichmäßig laufen.

Pflanzen und Algen sind Produzenten: Sie bauen mit Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid eigene Stoffe auf. Tiere sind Konsumenten: Sie nehmen Stoffe mit der Nahrung auf. Viele Bakterien und Pilze sind Destruenten oder Zersetzer: Sie bauen tote Reste ab. Erst Atmung, Ausscheidungen und Zersetzung führen viele Stoffe wieder zurück.

Definition

Stoffkreislauf

Ein Stoffkreislauf zeigt, wie Stoffe wiederholt zwischen Lebewesen, Luft, Wasser und Boden wandern. Sie können dabei ihre Form ändern und erneut nutzbar werden.

Merke: Ein Kreislauf besteht aus Speichern, Wegen zwischen ihnen und Umwandlungen. Die Mengen müssen dabei nicht überall gleich groß sein.

Beispiel

  1. 1Ein Baum nimmt Kohlenstoffdioxid aus der Luft und Wasser auf. Dazu kommen Nährstoffe aus dem Boden. Mit Licht baut er Stoffe für Blätter und Holz auf.
  2. 2Eine Raupe frisst einen Teil des Blattes. Kohlenstoff und andere Stoffbausteine gelangen dadurch in ihren Körper.
  3. 3Die Raupe nutzt einen Teil der Stoffe aus dem Blatt. Beim Atmen gibt sie auch Kohlenstoffdioxid ab.
  4. 4Abgefallene Blattreste und Ausscheidungen gelangen auf den Waldboden.
  5. 5Bakterien und Pilze bauen die Reste ab. Dabei gelangt Kohlenstoff unter anderem als Kohlenstoffdioxid in die Luft. Andere Nährstoffe werden im Boden wieder verfügbar.
  6. 6Der Baum kann diese Stoffe erneut aufnehmen.
  7. 7Der entscheidende Gedanke: Nicht eine einzige Nahrungskette bildet den Kreislauf. Erst die Rückgabe aus Atmung, Ausscheidungen und Zersetzung ermöglicht die erneute Nutzung.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt einen Stofffluss?
MittelWas geschähe am unmittelbarsten, wenn tote Reste von Pflanzen und Tieren kaum noch zersetzt würden?

Alles auf einen Blick

Stoffkreisläufe

  • Speicher

    Luft, Wasser, Boden und Lebewesen

  • Flüsse

    Stoffe wandern zwischen Speichern

  • Produzenten

    Pflanzen bauen eigene Stoffe auf

  • Konsumenten

    Tiere übernehmen Stoffe mit Nahrung

  • Zersetzer

    Bakterien und Pilze bauen Reste ab

  • Abgrenzung

    Stoffe kreisen, Energie wird zugeführt

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Kohlenstoff in einem Teich

  1. 1Algen nehmen Kohlenstoffdioxid aus dem Wasser auf und bauen daraus mit Licht eigene Stoffe.
  2. 2Ein kleines Wassertier frisst Algen und übernimmt den Kohlenstoff.
  3. 3Beim Atmen gibt das Tier einen Teil als Kohlenstoffdioxid an das Wasser zurück.
  4. 4Bakterien bauen tote Reste ab; dabei kann weiterer Kohlenstoff wieder ins Wasser gelangen.

Fehler finden

Stoffe auf einer Wiese verfolgen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bestimmte Bakterien binden Luftstickstoff. Das heißt . Die Umwandlung von Ammonium über Nitrit zu Nitrat heißt . Aus toten Resten kann wieder Ammonium entstehen; das heißt .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Stoffkreisläufe

LeichtWelche Gruppe baut tote Reste ab und gibt Stoffbausteine zurück?
MittelWelche Reihenfolge beschreibt einen möglichen Stickstoffweg richtig?
SchwerEin See erhält über längere Zeit zusätzliche Nährstoffe. Warum reicht die Aussage „Nährstoffe gehören zu einem natürlichen Kreislauf“ nicht zur Beurteilung aus?

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